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Sinn von Frauenförderung?!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von mondbasis, 4 Juli 2005.

  1. mondbasis
    Gast
    0
    Hallo,

    also, meine Meinung ist ja, das Frauen heutzutage uneingeschränkt emanzipiert sind und ihnen alle Möglichkeiten der freien Entfaltung zur Verfügung stehen.

    Gut, im Stehen pinkeln wird wohl nicht mehr zu machen sein, und Schwangerschaft und Cellulite wird immer ein Frauenproblem bleiben, aber im Ernst:

    Macht Frauenförderung immer noch Sinn? Hat Euch Frauenförderung irgendwo einmal geholfen (Damit meine ich nicht im Sinne von bequemer Steigbügelhilfe, sondern wirkliches Hilfe bei der Beseitigung/Bekämpfung von geschlechtsspezifischen Ungerechtigkeiten)???

    Ich bin gespannt auf Euer Feedback.

    Ciao, die Mondbasis
     
    #1
    mondbasis, 4 Juli 2005
  2. simon1986
    simon1986 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    6.535
    398
    2.015
    Verlobt
    Haben wir überhaupt "alle Möglichkeit der freien Entfaltung"? Das ist doch nur für eine kleine Minderheit gegeben!

    Ich denke Frauenförderung macht da noch sehr viel Sinn, wo man Möglichkeiten zu interessanten Teilzeitstellen schafft oder Einrichtungen zur Kinderbetreuung. Heute gehen soviele Mädchen wie Jungen auf's Gymnasium und beginnen sogar ein Studium --- dann kippt das irgendwie um und die Frauen werden in diesen Ausbildungsgängen rar.

    Emanzipation der Frauen und der Männer müssen zusammengehen. Ein Mann der seine Kinder nicht mit betreuen will, ist selber auch nicht emanzipiert.
     
    #2
    simon1986, 4 Juli 2005
  3. La Vita è bella
    Verbringt hier viel Zeit
    208
    101
    0
    nicht angegeben
    ich denke bei uns macht frauenförderung keinen sinn mehr. gerade bei den jüngeren generationen findet man das bild von der frau hinter dem herd nur noch sehr selten.

    wo frauenförderung sinn macht, ist in den 3. weltländern.

    was ich mich allerdings manchmal frage ist, weshalb man in gewissen berufen unbedingt eine bestimmte frauenquote will! klar, wenn die frauen tatsächlich interesse an der sache haben, finde ich es gut. doch steuergelder aus dem fenster zu werfen um eine künstliche frauenquote zu schaffen, finde ich total sinnlos und unnötig! es ist nun mal tatsache, dass die männer im bereich technik usw. anderst denken als frauen, weshalb sollte man nun künstlich irgendwelche frauen in diesen beruf schleusen.
     
    #3
    La Vita è bella, 6 Juli 2005
  4. Dilara-Zoé
    Verbringt hier viel Zeit
    341
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Und wieso bilden die Männer in Machtberufen noch immer die Mehrheit? Wieso sehen wir Frauen in leitenden Poritionen immer noch nicht vollkommen als gleichwertig mit den Männern an?
    Warum gab es noch keine Bundeskanzlerin?

    Ich finde, noch ist der Gleichstellungsprozess der Frau zum Mann noch nicht vollendet. Solange, bis in unseren Köpfen noch im geringsten das alte Bild der Beziehung zwischen Mann und Frau exisitiert, darf der Prozess nicht gestoppt werden.

    Denn das Problem liegt vielleicht weniger in der Realität, als in unseren eigenen Wertvorstellungen.
     
    #4
    Dilara-Zoé, 6 Juli 2005
  5. SpiritofDeath
    Verbringt hier viel Zeit
    159
    101
    0
    vergeben und glücklich
    http://www.klomoda.com/urinella/urinella2.html

    :grrr:

    Vll wird es ja Merkel ?

    Tjah...dann mal eben alle Frauen ab zum Bund.Wer gleiche Rechte will sollte auch die gleichen Pflichten übernehmen.

    Es gibt nunmal einen Unterschied zwischen Frau und Mann , der sich aber gut ausgleicht und ergänzt.Das Frauen ebensogut Führungspositionen einnehmen können finde ich schon richtig.Genauso wie das gleiche Gehalt.Aber in technischen Berufen ist kaum Interesse vorhanden oder beim o.g. Bund gibt es prozentuell gesehen auch nur wenig Frauen.Das heisst jetzt nicht , dass Männer die Frauen wegdrängen , weil sie sie nicht in diesen Berufen wollen , sondern weil bei den Frauen ein eher geringes Interesse besteht.(es gibt ja diesen "Girls Day" wo Mädchen an technische Berufe herangebracht werden sollen und das finde ich auch gut so)

    Aber was , wenn sich jetzt ein Mädchen/eine Frau entschliesst dass sie nur als Hausfrau da sein will ? Wird sie dann von euch Frauen als rückständig und dumm dargestellt ?

    Für mich geht Emazipation nur in eine Richtung , sich mehr Rechte zu schaffen , aber keine zusätzlichen Pflichten die dadurch enstehen , übernehmen wollen.So geht das nicht.Gleichberechtigung wäre das bessere Wort.

    Ich sehe schon , wenn das alles zu sehr ausartet gibt es irgendwann eine Emanzipation der Männer... :grrr:

    Edit:
    PS: afaik studieren in Österreich schon in manchen Fächern mehr Frauen als Männer.

    Edit2:
    PPS: Was ich zB seeeehr lächerlich an der übersteigerten Emazipation finde ist dass Wort "man" ebenso als "frau" schreiben wolle.
    Es wurde herausgefunden dass "man" in keiner Beziehung zu "Mann" steht.
     
    #5
    SpiritofDeath, 6 Juli 2005
  6. mondbasis
    Gast
    0
    Ich bin auch immer beeindruckt, wenn mit Emanzipation im Berufsleben immer nur gemeint ist, daß eine Frau Bundeskanzlerin, VW Vorstand und Weltbankchefin werden soll (wogegen ja auch bei Eignung überhaupt nichts einzuwenden ist), aber der Ruf nach Quotenausgleich für Fliesenlegerinnen und Kanalarbeiterinnen komplett ausbleibt.

    Ist das nicht irgendwie Cherry picking?

    Die Mondbasis

    Ich brech ab. Sowas gibt es???

    Die armen Frauen, die vom Gleichberechtigungsdrang getrieben, so etwas anwenden müssen.

    Obwohl, auf einem Bahnhofsklo ist das sicher nützlich. Aber gibt das nicht eine tierische Sauerei? :wuerg:

    Die Mondbasis (Bei mir wird grundsätzlich gesitzpinkelt, wegen der geringeren Schwerkraft)
     
    #6
    mondbasis, 6 Juli 2005
  7. daedalus
    daedalus (37)
    Teammitglied im Ruhestand
    864
    113
    51
    nicht angegeben
    Viel faszinierender find ich, dass man problemlos schreiben kann, dass man eine weibliche Verkaeuferin/Bedienung sucht, aber die Suche nach einer maennlichen Arbeitskraft gleich empoerte Schreie hervorruft.
    Wobei es doch immer noch eine Tatsache ist, dass man sich als Frau eher behaupten muss, als als Mann, aber da muss ein Umdenken in den Koepfen der Menschen passieren, durch irgendwelche Vorschriften erreicht man da nichts.

    Die Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn auch einmal eine total unfähige Frau in eine verantwortliche Position aufgerückt ist.
    (Agata Capiello, ital. Frauenrechtlerin)
     
    #7
    daedalus, 6 Juli 2005
  8. zartbitter
    zartbitter (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    495
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Muss meinen 3 Vorpostern 100% zustimmen.

    Bin absolut eurer Meinung!
     
    #8
    zartbitter, 6 Juli 2005
  9. elle
    elle (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    321
    101
    0
    vergeben und glücklich
     
    #9
    elle, 6 Juli 2005
  10. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
    3.916
    121
    0
    nicht angegeben
    Stimmt nicht.

    Frauen sind nach wie vor sehr eingeschränkt und ihnen kommen niemals die gleichen Chancen zu, wie Männern. Seltsamerweise lese ich aber immer öfters, dass in vielen europäischen Ländern Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer, gerade im beruflichen/finanziellen Bereich. Die Schweiz hinkt da noch gewaltig hinterher.

    Ergo finde ich Frauenförderung - für mich und in dem Land, in dem ich lebe - durchaus sinnvoll und vonnöten.

    Frauen und Männer komplett gleichzustellen, wird nie funktionieren und ist auch aus rein biologischen Gründen schon nicht möglich. Aber wenn es um Beruf und Selbstverwirklichung geht (und ich diesen Bereich spreche ich zum grössten Teil an), dann finde ich durchaus, dass Frauen gefördert werden sollen. Ich sehe das leider täglich, dass äusserst qualifizierte und hochintelligente Frauen allein deswegen abgelehnt werden, weil sie eben Frauen sind oder dass sie, wenn sie dann doch akzeptiert werden, um Welten weniger verdienen, als ein Mann in derselben Position. Keine Ahnung, wie das in Deutschland ist, aber in der Schweiz läuft das exakt so und das finde ich nicht in Ordnung.
     
    #10
    Dawn13, 6 Juli 2005
  11. mondbasis
    Gast
    0
    Ich will jetzt keine Lanze für die Bundeswehr und Militär im allgemeinen brechen. Abgesehen davon habe ich nicht einmal "gedient".

    Ein wichtiges Argument gegen eine Berufsarmee ist allerdings, das soetwas eine bestimmte Sorte Menschen anziehen würde (Extremisten, Unterschicht, etc.) und es im Heer zu einem entsprechenden Ungleichgewicht kommen würde.

    Ich hatte auch immer nach Berufsarmee gerufen ("Sollen doch die machen, die Spass daran haben"), aber Verhältnisse wie in den USA möchte man dann auch nicht haben.

    Schwierige Sache.

    Die Mondbasis

    Wie ich schon geschrieben habe, forderst Du dann konsequenterweise auch die gleiche Quote bei Müllfahrern und Kanalarbeitern? Oder doch nur die Sahnestücke der Berufswelt?

    Siehst Du Dich persönlich in irgendeiner Weise in Deiner beruflichen Entfaltung gehindert, nur aufgrund Deines Geschlechts? Kannst Du nicht studieren, was Du möchtest, weil Du eine Frau bist?

    Das ist die konkrete Frage!

    Die Mondbasis
     
    #11
    mondbasis, 6 Juli 2005
  12. abenteurer67
    0
    Wenn man es den Frauen in unserer Gesellschaft finanziell und organisatorisch ermöglichen würde, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, ohne daß daraus Nachteile erwachsen (z.B. Rente), dann könnten wir auf die meisten Frauen-Quoten-Förderungsprogramme verzichten.
    Dazu gehört natürlich auch daß sich Mann und Frau gleichermaßen an der Kindererziehung beteiligen (können!).
    Auch als Mann wird man heute noch schief angeguckt, wenn man einen Teil der Erziehungsarbeit übernehmen will. Wenn beide Partner während dieser Zeit halbtags oder mit reduzierter Stundenzahl arbeiten könnten, wäre das für die betreffenden Personen und auch für die Betriebe die beste Lösung.

    Also Gerechtigkeit ermöglichen, statt sie vorzuschreiben.

    gruß,
    abenteurer
     
    #12
    abenteurer67, 6 Juli 2005
  13. SpiritofDeath
    Verbringt hier viel Zeit
    159
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Das mit den Kindern und Karenz (heisst das bei euch in D auch so ?)
    ist ein gutes Stichwort.
    Afaik gibt es in einem skandinavischen Land (ich glaube es war Finnland)
    so etwas wie das , ich nenne es mal "Ausgleichsgeld"
    Erklärung: nehmen wir an , die Frau verdient etwa 1500€ und der Mann verdient etwa 2000€ , wenn die Frau ein Kind bekommt , fallen die 1500 € weg , weil wenn der Mann sich um das Kind kümmern würde , würden 2000€ wegfallen , ergo gibt lieber die Frau ihren Job auf.In Finnland jedoch , werden diese 500 € Differenz vom Staat gefördert! Das heisst es steht nun absolut frei wer sich um das Baby kümmert , da zwar ein Gehalt wegfällt , es aber egal ist welches.
    Das finde ich eine sehr gute Sache.

    So..und nun so wie ich das sehe.Ich denke , dass Frauen viel geeigneter sind in den ersten Jahren ein Kind großzuziehen.Ich denke das ist einfach biologisch bedingt.
     
    #13
    SpiritofDeath, 6 Juli 2005
  14. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    Wem genau würde eine Frauenquote bei Müllfahrern jetzt nochmal Vorteile bringen? Ich muss nämlich zugeben: Ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Hat das für dich reinen Symbolwert, oder siehst du irgendeinen konkreten Zweck einer solchen Frauenquote?

    Zeig mir Frauen, die Müllfahrerinnen werden wollten und es aufgrund ihres Geschlechts nicht durften - so etwas gibt es möglicherweise und ich kenn nur keine - und ich bin hundertprozentig dafür, dass in diesem Beruf eine Frauenquote eingeführt wird.
    Das Gleiche: Wenn es Männer gibt, die Kindergärtner werden wollen und es aufgrund ihres Geschlechts nicht dürfen, bin ich ebenfalls hundertprozentig für die Einführung einer Männerquote in Erzieherberufen.

    Nur würde ich allgemein auch sagen: Die Einführung irgendwelcher Männer- oder Frauenquoten ist völlig sinnlos, wenn niemandem durch das Fehlen einer Quote ein Schaden entsteht. Was Führungspositionen angeht, tragen Frauen in der heutigen Zeit durch das Fehlen einer Quote einen erheblichen Schaden davon. Wie sieht es bei Müllmännern und Fliesenlegern aus? Schadet es tatsächlich irgendjemandem, dass es da keine Frauenquote gibt?

    Ehrlich gesagt finde ich, dass du da eine ziemliche Milchmädchenrechnung aufstellst. Emanzipation bedeutet, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte bekommen, sowohl was Führungspositionen als auch was Arbeiterjobs angeht. Dort, wo sich das nicht so ohne weiteres umsetzen lässt, werden entsprechende Quoten aufgestellt. Dort steckt der praktische Zweck dahinter. Eine Frauenquote bei Müllfahrern wäre vermutlich rein symbolisch, weil sie niemandem nützt.


    Mir ist selber bewusst, dass das System mit der Frauenquote noch nicht wirklich ausgereift ist. Selbstverständlich kann es nicht angehen, dass eine Frau einem Mann vorgezogen wird, obwohl dieser besser qualifiziert ist, damit eine Quote erfüllt wird. Nein, Gleichberechtigung ist das auch nicht wirklich; Gleichberechtigung wäre, wenn immer derjenige genommen wird, der besser geeignet ist, unabhängig vom Geschlecht. Aber das funktioniert in der Praxis momentan nunmal nicht, und man kann auch kein gleichberechtigtes Denken in die Köpfe der Leute prügeln.
    Also ist eine Frauenquote eine Art Übergangslösung - keine perfekte, aber eine bessere fällt mir persönlich auch nicht ein.


    PS:
    Ich denke, das ist durch Erziehung bedingt.
     
    #14
    Liza, 6 Juli 2005
  15. abenteurer67
    0
    Wenn Du statt 'in den ersten Jahren' 'im ersten Jahr' sagen würdest, stimmte ich Dir zu.
    Ich glaube, daß beide Elternteile wichtig für die Erziehung sind.
    Ein Papa, der nur nach der Arbeit mal kurz nach den schlafenden Kindern schaut, tut einem Kind sicherlich auch nicht gut.
    Aber das kann ja in jeder Familie abgestimmt werden.
    Wichtig ist, finde ich, daß es zumindest ermöglicht wird. Von daher ist das Beispiel aus Finnland sehr gut.
    (Wer hatte noch bei der PISA-Studie die Nase vorn? Zusammenhang?)
     
    #15
    abenteurer67, 6 Juli 2005
  16. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
    3.916
    121
    0
    nicht angegeben
    Liza hat das bereits ausführlichst beantwortet und mir die Worte aus dem Mund genommen. Ich kann ihr nur zustimmen, genau so habe ich das selber gemeint.

    Zum Studieren: Doch, ich kann studieren, was ich will. Blöd nur, dass ich danach nicht das gleiche offeriert kriege, wie ein Mann. Und das, obwohl ich - mal so rein noten- und leistungsmässig - besser bin als viele (nicht alle). Die Illusion, ich würde die gleichen Chancen wie meine männlichen Mitstudenten kriegen mache ich mir gar nicht erst. Weil wie gesagt, ich arbeite im Bereich Kaderselektion/Suche nach Kaderleuten und ich hab in dem knappen Jahr, das ich nun hier bin, nicht ein einziges Mal eine Frau hier gesehen, die sich für eine Stelle präsentieren durfe. In Anforderungsprofilen wird maximalst einmal beiläufig erwähnt, dass sich selbstverständlich auch Frauen bewerben dürfen (wie grosszügig), nur um danach sämtliche Bewerbungen gleich auszusortieren und keine einzige Frau vorzuladen.
     
    #16
    Dawn13, 6 Juli 2005
  17. SpiritofDeath
    Verbringt hier viel Zeit
    159
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ok , lass mich meine Antwort etwas erweitern...Dacht mir schon dass das vll falsch aufgenommen wird.
    Ich meinte damit , dass die Mutter in den ersten paar Jahren eher wichtiger ist als der Vater.Das der Vater in den Jahren überhaupt nichts zu sagen hat , meinte ich damit nicht.
    Naja , recht einfaches Beispiel: Die Muttermilch.
    Babys die die Muttermilch bekommen sollen nicht so aggressiv werden.(kommt natürlich auch auf andere Faktoren an)
    Die Mutterbrust ist einfach sehr wichtig für ein Baby.

    @Liza
    ok , wem würde es nützen das mehr Müllfrauen da sind...
    aber jetzt mal ganz ehrlich , wem würde es was nützen wenn mehr Frauen in höheren Positionen wären ? Wenn du jetzt mal geschlechtslos und allgemein an die Frage herangehst....
    Niemandem

    (das ist jetzt nicht meine Ansicht , ich bin nur gespannt , wie du mir die Frage beantworten willst)

    Edit:
    @dawn13

    schaun wir uns das mal von einer Firma aus an.
    Wir haben 2 Menschen (ein Mann , eine Frau)die fertig studiert haben.Beide haben Partner.
    Beide sind gleich qualifiziert.
    Warum wird man eher den Mann einstellen ?
    Weil die Frau in ihrem Alter Kinder bekommen könnte.Und das wäre dann ein Arbeitsausfall und man müsste sich Ersatz suchen.
    Da beginnt dann auch der Teufelskreis.Für die Firmen ist es klar , dass die Frau eher zu Hause beim Kind bleibt als der Mann.
    Jetzt könnte man wieder das finnische Beispiel einfügen...
    da wäre es dann nicht so leicht , eine Entscheidung zwischen Mann und Frau zu treffen.
     
    #17
    SpiritofDeath, 6 Juli 2005
  18. mondbasis
    Gast
    0
    In der Tat war das eher eine rhetorisch kritische Frage bezüglich der Quotenregelung, weil immer nur nach Quoten für angenehme Jobs verlangt wird.

    Im Prinzip sind wir ja einer Meinung, aber trotzdem würde ich gerne mal wissen, ob sich Frau von heute tatsächlich noch benachteiligt fühlt.

    Wenn ich heutzutage in einen Jura-/BWL-Hörsaal schaue, könnte ich das nicht feststellen, und was danach kommt, liegt doch nun wirklich an jedem Menschen selbst.

    Gut fände ich natürlich auch, wenn die Kindererziehungsangelegenheit besser geregelt würde. Aber das ist ja nur ein kleiner Teil der Frauenförderung.

    Bei uns an der Uni macht sich das Frauenrefarat mehr Sorgen darüber, das auf jedem Amtsformular auch ja schön "Studierende" statt "Student" und das berühmte "Innen" steht, aber bringt das wirklich die erhoffte Gleichstellung?

    Hat eine Stange Geld für neue Schilder, Formularvordrucke, etc. verschlungen, während meine studierende BekanntIn immer noch auf einen Tages-Betreuungsplatz für Ihre Kleine wartet. Mal so als kleine Episode aus der traurigen Praxis. Den Murks verzapfen wohlgemerkt ausschliesslich Frauen im Gleichstellungsrefarat. ;-)

    Die Mondbasis
     
    #18
    mondbasis, 6 Juli 2005
  19. solarfighter
    Verbringt hier viel Zeit
    44
    103
    53
    nicht angegeben
    Na dann haben wir sie ja schon erreicht. (Merkel, Nolte, div Frauenbeauftragte, etc.) :bier:
     
    #19
    solarfighter, 7 Juli 2005
  20. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    Du hast da ein paar kleine, aber wichtige Unterschiede in unseren Formulierungen übersehen. Ich habe gesagt, dass eine Frauenquote bei der Müllabfuhr niemandem etwas nützt, in höheren Positionen allerdings schon. Und das ist definitiv so; die nützt nämlich allen Frauen etwas, die sich in diesen gehobenen Positionen selbst verwirklichen wollen und auch das Zeug dazu haben, bisher aber aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt wurden.

    Die Frage ist nicht, ob es etwas nützt, wenn wir mehr Frauen in leitenden Positionen haben - sondern, ob es etwas nützt, wenn Frauen dieselben Möglichkeiten wie Männer haben, sich in ebensolchen Positionen zu etablieren. Und das kann ich nur mit einem klaren und überzeugten "Ja" beantworten.

    Das hat doch nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, dass Frauen sich mithilfe der Emanzipationnur die "Sahnestücke der Berufswelt", wie es so schön ausgedrückt wurde, herauspicken wollen. Das liegt schlicht und einfach daran, dass Quotenregelungen bei den schlechtbezahlten Jobs sinnlos wären - warum, hab ich ja ausgeführt. Natürlich mag es Frauen geben, die die Emanzipation missbrauchen, um eine totale Übervorteilung zu rechtfertigen - aber diese Frauen haben keine Ahnung davon, was Emanzipation wirklich bedeutet. Man kann das Phänomen der Emanzipation nicht verurteilen, nur weil ein paar Frauen den Begriff missbrauchen.

    Heutzutage haben wir das Problem, dass sowohl Männer als auch Frauen geschlechterbedingt benachteiligt sind, weil "typisch Weibliches" immer noch nicht als gleichberechtigt anerkannt ist. Die Emanzipation ist ziemlich genau zur Hälfte abgeschlossen - wir haben erreicht, dass Frauen sich so verhalten dürfen, wie sich jahrhundertelang nur Männer verhalten haben (... auch wenn manche Leute aus dem Rollendenken offenbar trotzdem nicht rauskommen...). Umgekehrt sieht das leider ganz und gar nicht so aus. Grob gesagt: Heutzutage dürfen Frauen sein, wie sonst nur Männer waren, aber Männer dürfen immer noch nicht so sein, wie sonst nur Frauen waren. Männer, die den Erziehungsurlaub nehmen, werden oft als Weicheier abgestempelt, Erzieher schief angeguckt, "Hausmänner" werden eh nur als Verlierer angesehen und kleinen Jungen werden auch auf ihren Wunsch hin keine Röcke angezogen aus lauter Angst, dass sie schwul werden könnten.
    Dies birgt für beide Geschlechter erhebliche Nachteile. Männer haben sehr große Probleme, sich in Bereichen zu verwirklichen, die früher "Frauendomänen" waren, weil sie damit einen Großteil ihrer gesellschaftlichen Anerkennung einbüßen. Frauen hingegen haben den Nachteil, dass all die Arbeiten, die ihr Geschlecht über Jahrhunderte hinweg traditionsgemäß verrichtet hat, als minderwertig, "eines Mannes nicht würdig", abgestempelt werden. Männer verlieren bei früher "rein weiblichen" Tätigkeiten deshalb so schnell an Anerkennung, weil diese Tätigkeiten selbst keine Anerkennung finden. Das "Männliche" ist erstrebenswert, das "Weibliche" nicht.

    Und genau dort liegt meiner Ansicht nach unser momentanes Problem, was die Rollenverteilung angeht. Frauen haben es geschafft, sich insofern zu emanzipieren, als dass sie jetzt das machen können, was früher nur ;änner durften. Es fehlen noch zwei entscheidende Schritte: Es muss dafür gesorgt werden, dass das, was Frauen jahrhundertelang gemacht haben, gebührend anerkannt wird (und somit als gleichwertig zu traditionell "männlichen" Tätigkeiten angesehen wird). Außerdem muss die Männeremanzipation so weit vorangetrieben werden, dass die Männer sich auch in früher rein weiblichen Bereichen etablieren können und dies auch anerkannt wird.
    Das Eine geht hier meiner Meinung nach nicht ohne das Andere.
     
    #20
    Liza, 7 Juli 2005

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