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so gut wie vorbei..

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 68775, 22 Februar 2010.

  1. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Ich weiss eigentlich gar nicht, was es bringen soll, euch alles aufzuschreiben, aber ich lese schon so lange mit oder kommentiere mit.... und jetzt habe ich nach drei einhalb Jahren Beziehung das erste mal das Bedürfnis selbst ein Problem vorzubringen...

    Wo beginnen... nun, mein Freund und ich sind jatzt eben etwas mehr al 3 Jahre zusammen. Letztes Jahr war er 7 Monate im Ausland, dieses Jahr ich fast vier.
    Nach seinem Aufenthalt fingen die Problem an... wir haben schon die ganze Zeit eine Fernbeziehung über 800 km, in der wir uns, wenn es gut lief alle 2 bis 3 Wochen gesehen haben, sonst alle 5 bis 7 Wochen.
    Seit letztem Frühjahr, nach seinem Auslandsaufenthalt, hat sich eine Distanz eingeschlichen. Man fühlt sich fremd. Wenn wir uns nach ner Trennung wieder sehen, brauchen wir immer mehr Zeit, wieder zu einander zu finden, und es tritt schon nach immer kürzerer Trennungszeit auf.

    Im Sommer war soweit alles ok, auch wenn er heute sagt, er hätte STÄNDIG Zweifel gehabt, ob es das Richtige ist. Dann war ich weg und im Dezember, danach, haben wir uns fast getrennt, weil er meinte, er liebe mich nicht mehr.
    Habe versucht ihm den Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit zu erklären und wieso solche Fremdheitsgefühle ausgerechnet nach 4 Monaten nicht sehen auftreteten.
    Haben viel geredet, viel geweint, aber dann haben wir uns eigentlich wieder gefunden, und es war gut. Nicht super, aber ok. Braucht eben wieder Zeit.

    Da sagte er mir, ja wenn ich nicht da sei, verlören sein Gefühle die Präsenz, und er denkt dann sie sind weg. Aber wenn ich dann da bin ist alles ganz anders. Gestern dagt er mir, er redet sich das vielleicht nur ein wenn ich da bin udn verdrängt alles andere, vielleicht ist ja das was er sonst fühlt, wenn ich nicht da bin das wahre. Nämlich die Zweifel ob ich die richtige bin und das Gefühl, etwas besseres bekommen zu können, etwas zu verpassen.

    Ach ich weiss gar nicht was ich noch schreiben soll, ohne dass es unübersichtlich wird...
    Noch kurz zu meiner Seite, mir gehts auch so, dass ich die Distanz spüre, dass es viel Kraft kostet. Aber ich denke, es ist ein Phase, und dass das was wir haben es wert ist, das durchzustehn und besser zu machen.
    Er weiss nicht was ihm wert ist. Er sagt ich sei ihm sehr wichtig, aber er wisse nicht genau was er fühle, und diese Distanz mit all seinen Zweifeln würde ihn auffressen.

    Gestern abend ist er wieder in seinen Studienort gefahren, ich muss morgen zu einer Prüfung, durch die ich durchfallen werde, da die persönlichen Probleme einfach zu viel Kraft kosten.
    Er hat im März einen Flug zu mir gebucht, und meint, diese Chance, uns länger als ein Wochenende zu sehen, will er uns geben, da er noch Hoffnung hat. Ich weniger. Anhand seiner Aussagen bleibt mir nichts andres übrig, als zu realisieren, dass es nicht einmal mit Freundschaft und guter Gesprächsbasis und vielen Gemeinsamkeiten funktionieren kann. Das nimmt mir irgendwie jeden Glauben daran, dass es überhaupt funktionieren kann.

    Nun, auch am Ende des Textes weiss ich nicht genau, was ich damit eigentlich will, vielleicht nur mal runterschreiben und ein paar nette Worte... weil was ich tun soll kann mir keiner raten :schuettel:
    Es gibt noch viele Kleinigkeiten die mit reinspielen, dass er generell dazu neigt an allem zu Zweifeln, dass ich seine erst Freundin bin, bei der er nicht nach 2 Monaten Schluss macht, weil das Bauchkribbeln weg ist, dass er kurz vor Studiumsende ist und sich nicht für eine Persepktive entscheiden kann, dass mein Leben gerade drunter und drübe reht, weil die Uni mir zu schaffen macht und meine Eltern kurz vor einer Trennung stehen... all sowas, das irgendwie dazu gehört... das zwar als Gründe für mich in Frage kommt, aber wenn er mich nicht mehr will, weil er glaubt es gibt was besseres, dann hilft das auch nicht mehr weiter...
     
    #1
    User 68775, 22 Februar 2010
  2. Seeker2010
    Gast
    0
    Nun, die meisten Fragen beantwortest du dir in deinen Zeilen eigentlich schon selbst...

    Wie lange dauert denn die Phase der Trennung noch an in der Zukunft? Und wie sähe denn danach eine gemeinsame Zukunft aus? Hast du da ein klares Bild? Ein Bild, für das es sich lohnt zu kämpfen?

    Grüße vom Seeker
     
    #2
    Seeker2010, 22 Februar 2010
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    An sich kann ich auch daran glauben, dass euch mal ein längerer gemeinsamer Aufenthalt irgendwo, also mehr als ein Wochenende, wieder etwas ent-verfremden und zusammenschweißen wird.
     
    #3
    xoxo, 22 Februar 2010
  4. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    @seeker, ja ich hatte eins, aber an dem muss er mitmachen. Einer allein, der kämpfen will, kann nichts ausrichten.
    wir hatten vor zusammen zu ziehen, für den Anfang evtl sogar in Italien, weil wir beide gerne ins Ausland wollen und noch keine SEHR genauen Jobpläne haben, uns also in gewisser Weise nach einander richten könnten.
    Naja, die LANGEN Trennungen wären jetzt vorbei, weil mir nur noch zwei eher lockere Unijahre mit nicht viel Anwesenheitspflicht bevorstehen.
    Aber wenn er sich immer mehr entfernt und sagt, er hat keinen Willen mehr, dran zu arbeiten, weil er auf die einzig wahre Liebe wartet, an der alles stimmt und man nicht arbeiten muss... wenn er sich das so vehement einredet, dass so wie er sich fühlt wenn ich nicht da bin, also voller Zweifel, das ist das Wahre, und wenn ich da bin, dann verdrängt er das nur, weil es so schön ist... dann bin ich mit meinem Latein am Ende.

    Ich werde vermutlich nicht sofort Schluss machen, obwohl ein Stimmchen (und einige Freundinnen) dazu raten. Aber ich muss es wenigstens probiert haben, ob längeres sehen es besser macht. Wenn es das nicht macht, ist es an Ostern vorbei.
    und ich verlier nach fast 7 Jahren meinen besten Freund...
     
    #4
    User 68775, 22 Februar 2010
  5. Bailadora
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Ich möchte Dir gern mein Mitgefühl ausdrücken. Leider hab ich auch keinen guten Tipp für Dich, aber ich war auch schon einmal in der Situation, dass ich bereit war, für die Beziehung zu arbeiten und zu kämpfen - und mein damaliger Partner nicht. Ich weiß, wie schwer das ist, dann aufzugeben und weh das tun kann.

    Du kannst ihn nicht überreden, es mit voller Motivation nochmal zu versuchen. Leider. Er wird selbst erkennen müssen, dass es keine Beziehung ohne Arbeit gibt.

    Ich finde es gut, dass ihr euch nochmal für eine längere Zeit am Stück sehen wollt. Gerade jetzt wäre doch eine gute Zeit für einen Neuanfang, weil Du nun anscheinend mehr Zeit hättest. Und selbst, wenn es nicht klappt - dann kannst Du Dir immerhin besten Gewissens sagen, dass Du alles versucht hast. Eine gute Freundin von mir hat 1 Jahr vom ersten Trennungsgedanken bis zur endgültigen Trennung gebraucht, weil es ihr wichtig war, nichts unversucht zu lassen. Und das bereut sie auch nicht. Ich glaube, sie hätte es viel mehr bereut, wenn sie sich früher getrennt hätte - dann wäre immer noch das "was wäre wenn" gewesen.

    Fühl Dich :knuddel:
     
    #5
    Bailadora, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  6. Lupinchen
    Lupinchen (26)
    Öfters im Forum
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    53
    49
    in einer Beziehung
    Das ist bei einer Fernbeziehung ganz normal.

    Diese Einstellung finde ich arg bedenklich.
    Ob du die richtige bist? Warum solltest du es nicht sein?
    Ein geliebter Mensch ist doch kein Konsumgut den man vergleicht und bei bedarf einfach austauscht wenn man meint ein besseres Exemplar gefunden zu haben!
    Glaube ehrlichgesagt nicht das man bei so einer Einstellung überhaupt noch von Liebe sprechen kann ...
    Ich würde sogar so weit gehen ihm zu unterstellen, noch nicht mal zu wissen was das überhaupt ist wenn er sich so schnell von vagen Gefühlen beeinflussen lässt ...

    Diese Aussage ist auch echt der Hammer:

    Scheinbar lebt dein Freund auf den Ponyhof ... :confused:

    Ich verstehe es das du nichts unversucht lassen willst das ihr wieder zueinander findet.
    Aber ich glaube nicht das man mit einem solchen Mann auf dauer glücklich sein kann.
    Er wird immer zweifeln, immer auf der Suche nach was besserem sein, sollte er nicht über kurz oder lang in der Realität ankommen und begreifen das es seine "einzig wahre Frau bei der alles von selbst läuft" nicht gibt. :geknickt:
     
    #6
    Lupinchen, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  7. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    3.368
    348
    3.166
    Single
    @Lupinchen, ja ich denke ähnlich... das ist auch meine grosse Sorge... selbst wenn es wieder funktionieren sollte... er ist einfach wie er ist, unsicher in seinen Emotionen, nicht wirklich reflektiert und wankelmütig beeinflussbar... will ich auf so einen Mann wirklich eine Zukunft bauen? Der ständig seine Meinung ändern könnte, oder wenn es sich mal anbietet mich für die erst beste Verliebtheit sitzen lässt?

    Ich weiss, dass ich es nicht aufgeben will ohne es versucht zu haben... wie bailadora sagt, dann kann ich sagen, es ging halt nicht, ohne was wäre wenn.
    Ich finde auch dass ein "sich wiederfinden" von ja nach Trennungslänge ein paar Tagen normal ist, war bei mir auch immer so, bei ihm hat die grosse Verliebtheit die ersten 1, 5 Jahre alles überdeckt. Ich war immer realistischer und wollte seine "Du bist für immer die einzige für mich" Dinge nicht hören, weil ich wusste, aus was das entsteht. Und wie tief man danach fällt...

    Es ist nur im Moment einfach so schwer, weil es bei ihm so... verworren klingt, aber schon fast entschieden, dass es keinen Sinn mehr macht, weil alles passen müsste wenns die richtige Liebe wäre.
    Er versteht nicht, dass er von Verliebtheit spricht, wenn er beschreibt wie es immer sein sollte.
    Vielleicht ist er zu jung oder hat zu wenig Erfahrung, keine Ahnung.

    Die Chance uns März/ April länger zu sehen werde ich uns auf jeden Fall geben... wenn das nichts ändert, und er auf seine Ferne und Zweifel an allem beharrt, werde ich wohl gehen, so weh es tut, und so viel auch kaputt geht.
     
    #7
    User 68775, 22 Februar 2010
  8. User 36171
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Ich habe ein wenig den Verdacht, dass ihr in einen Teufelskreis geraten seid.

    Die leisen Zweifel, die sich eingeschlichen haben (und die sich immer mal einschleichen, in jeder Beziehung!), machen euch so sehr Angst, lassen euch so sehr die ganze Beziehung in Frage stellen, dass es nur bergab gehen kann.

    Interessant finde ich deine Aussage: "weil alles passen müsste wenns die richtige Liebe wäre."
    Müsste es das? Sicher?

    Ich glaube nämlich nicht, dass dem so ist.
    Ich glaube nicht, dass es DIE einzige, wahre Liebe gibt, diesen einzigen Menschen auf der Welt, der perfekt zu uns passt.

    Es gibt Menschen, die passen.
    So wie dein Freund.

    Doch einfach sind Beziehungen nie.
    Immerhin will man eventuell sein Leben, seine Zukunft mit ihnen verbringen und planen. Wenn es gut läuft, ist man zehn Jahre zusammen, zwanzig, fünfzig. Dass das nicht reibungslos von statten gehen kann, ist doch eigentlich selbstredend (aber ich habe lange für diese Erkenntnis gebraucht).

    Mein Freund und ich hatten sehr ähnliche Probleme.
    Unser größter Fehler war, jede negative Sache als Zeichen für unsere "Nicht-füreinander-Bestimmtheit" zu interpretieren. Wir deuteten alles dahingehend, dass es unsere Liebe eben nicht die große Liebe ist, sondern wir uns alles nur einredeten. (Mein Freund benutzte oft eine sehr ähnliche Wortwahl wie dein Freund!)
    Da wir so Angst vor diesen negativen Zeichen hatten, ließen wir sie nicht zu und verdrängten sie. Taten so, als wäre alles perfekt, zu jeder Zeit. Das heißt nicht, dass wir uns nicht stritten oder Dinge kritisierten oder Probleme ansprechen. Das taten wir zu genüge.
    Aber wir erlaubten uns nicht, Zweifel zu haben.

    Unsere Beziehung läuft seit dem Punkt wieder gut, seit dem wir beide akzeptiert haben, dass es keine perfekten Beziehungen geben kann.
    Dass es immer einmal wieder Zweifel geben kann, auch größere. Dass man sich einmal entfremdet, bitterböse streitet, alles hinschmeißen möchte und einfach nicht mehr weiter weiß.

    Gesteht euch ein, dass eine Fernbeziehung in besonderem Maße schwierig ist und darunter auch die große Liebe leiden kann. Dass es Zeiten gibt, in denen die Liebe zu kurz kommt und in denen es aussieht, als sei das doch alles gar nicht das Richtige.

    Ich glaube, dass es bei euch Hoffnung gibt.
    Alles Gute!
     
    #8
    User 36171, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 3
  9. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Das Problem mit dem Fremd sein und erst wieder Zeit brauchen nach längerer Trennungszeit ist zwar nicht gerade selten, ich würde es aber trotzdem keinesfalls als "normal" für Fernbeziehungen bezeichnen wollen.

    Meiner Meinung ist das über kurz oder lang das Ende der Beziehung. Denn es handelt sich um ein eindeutiges Zeichen dass die Beziehung so nicht funktioniert.

    Für die Liebe ist es notwendig den Anschluss an die Welt, das Denken und die Gefühle des Partners nicht zu verlieren. Die Entfernung darf da keine so große Rolle spielen.

    Eine Beziehung die darauf angewiesen ist durch quasi Updates bei realen Treffen die Verbindung jedesmal ein Stück neu aufzubauen kostet wahnsinnig viel Kraft und letztendlich lässt sich in so kurze Zeiträume auch nicht allzu viel reinpacken. Gleichzeitig leidet durch diese Sache auch die Unbeschwertheit dieser Treffen.

    Meiner Meinung muss man auch bei Fernbeziehungen die gesamte Zeit am Leben seines Partners teilhaben. Durch technische Möglichkeiten und auch durch Flatrates ist das heute doch einfacher möglich. Zum Teil sind das nur die Kleinigkeiten und Gedankengänge denen man vielleicht keine große Wichtigkeit beimisst. Aber diese gesamten Facetten machen die Lebenswelt eines Menschen aus.

    Natürlich wirst Du feststellen dass es wieder ein Stück besser klappt wenn ihr euch länger seht. Allerdings ist das Grundproblem nicht dadurch gelöst. Nach wie vor besteht dann ein Problem in der Kommunikation das nur etwas verdeckt wird.
     
    #9
    metamorphosen, 22 Februar 2010
  10. munich-lion
    Planet-Liebe ist Startseite
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    nicht angegeben
    Hallo caotica,

    als erstes muss ich dir schreiben, dass du in meinen Augen eine sehr mutige und beherzte Frau bist, auch wenn du dich momentan gar nicht so fühlst.
    Mutig, weil du dich hier quasi "entblößt" und uns Einblick in deine Beziehung bietest, obwohl du sonst diejenige bist, die anderen Usern hier immer hilfreich zur Seite steht...mutig und beherzt, weil du trotz nicht gerade günstig stehender Vorzeichen weiter um deine Beziehung kämpfen möchtest, obwohl dein Partner dir mit diversen Aussagen wahnsinnig weh getan haben muss.

    Ich kann mir schon vorstellen, wie ungut und unglücklich sich das anfühlen muss, wenn man so eine Distanz greifbar spürt und nichts dagegen unternehmen kann, weil einem quasi durch die Fernbeziehung die Hände gebunden sind und auch nicht möchte, dass man dem Partner seine eventuell verloren gegangen Gefühle wieder herbei erklären muss.
    Und dann die ganzen Zweifel, vielleicht auch noch eine gewisse Zukunftsangst...sind es die Mühen wirklich wert, wenn der Partner zwar großartig etwas zu erklären versucht, aber nicht wirklich Signale sendet, die einen Mut, Zuversicht und Hoffnung geben?

    Weißt du, ich finde deinen Weg richtig, euer geplantes Treffen abzuwarten, auch wenn ich nicht wirklich daran glaube, dass sich bei euch viel ändern wird. Ich vermute nämlich, du bist -auch wenn dich momentan zig andere Probleme belasten- einfach auch der stärkere Part von euch...warst es vielleicht schon immer, dabei bist du sicherlich auch eine Frau, die gerne einmal aufgefangen werden möchte und da sehe ich nach deinen Beschreibungen, wie dein Freund so ist, ehrlich gesagt schwarz, dass du gewisse Dinge -die du selber dringend benötigst- bei ihm vorfindest und auch bekommst.

    Mensch, ich würde dir ja so gerne irgendwie helfen, aber irgendwie kann ich das nicht wirklich...aber weißt du, was für mich ein Trost ist? Ich schätze dich als Frau ein, die realistisch und klug genug ist, um nicht für längere Zeit an etwas festzuhalten, was keinen Sinn mehr macht.
    Lieber beendest du das Ganze als an einem Mann festzuhalten, der an allem zweifelt...an sich, an deiner Person, an eurer Beziehung und an eurer Liebe. So etwas tust du dir nicht an und dafür wärst du dir sicherlich auch zu schade und das ist auch gut so!

    Ich wünsche dir alles Liebe und würde mich unheimlich freuen, wenn ich mit meiner Einschätzung daneben liege und ihr wieder zusammen findet, weil es sich zwar um eine Krise handelt, die jedoch zum Anlass genommen wird, gemeinsam und mit starkem Willen dagegen anzukämpfen, um etwas hervorzubringen, das -zumindest bei ihm- irgendwo nur vergraben war.
     
    #10
    munich-lion, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  11. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ach caotica.. Wie blöd. Fast das Gleiche hab ich doch auch grade durch. :frown: Vielleicht ist Februar kein guter Monat für Fernbeziehungs-Führer :zwinker:

    Das ist zwar an sich schön, aber dafür müsst ihr BEIDE zusammen ziehen wollen. Habt ihr darüber schon ganz konkret gesprochen, nicht so nur "Wenn wir dann mal fertig mit der Uni sind könnte man ja..." ?

    Und das ist nicht deine Schuld. Er zweifelt, du kämpfst, aber man kann nur gemeinsam kämpfen.

    Was ich mir bei meinem Franzosen gesagt habe ist, wenn es längere Zeit mehr Mühe macht als Freude, dann ist es nicht das Richtige. Klar gibt es in jeder Beziehung Phasen in denen es mal etwas turbulent zugeht, aber so eine Phase hattet ihr ja erst vor nicht allzu langer Zeit!
    Wenn das "länger sehen" hilft, heißt das leider trotzdem nicht, dass seine Gefühle sich ändern. Man ist sich dann zwar zeitweise näher, muss ja aber doch wieder nach Hause fahren. Was nützt dir das, wenn du doch weißt, dass er daran zweifelt ob er mit dir zusammen sein will? :frown:

    Ein Stündchen am Anfang bei dem man sich erst wieder an die Gesten, Mimik, Stimme und Umgebung gewöhnen muss, halte ich für normal. Aber man sollte sich auch in einer Fernbeziehung nicht fremd werden - das ist ja grade die Kunst. Und leider auch sehr schwer.

    Dem stimme ich zu. Ich wollte das auch erst nicht glauben, aber zumindest wusste ich, wo bei mir/uns die Grenze lag. 3 Wochen Trennungsphase war okay, danach wurde es haarig. Trotzdem sollte es nicht normal sein, dass man am Wochenende erstmal einen Tag lang sich wieder "kennenlernen" muss.

    Eben - egal wo man ist und wieviel Zeit man hat, man muss sich emotional nah fühlen. Wenn man es nicht kommuniziert bekommt - und das ist meistens die Wurzel der Probleme - dann geht etwas verloren, was man auch nicht durch öftere Treffen aufholen kann.

    Genau - man sieht sich, hat eine schöne Zeit, denkt es ist alles wieder fantastisch, aber das Problem an sich hat man ja doch nicht gelöst...

    caotica, wenn es mehr Kraft kostet als es dir Freude bereitet und dein Freund sich auch nicht grade kooperativ zeigt, dann ziehe die Konsequenz daraus. Sich trennen ist scheiße, das kann man nicht schön reden, und auch die Zeit danach ist kein Zuckerschlecken. Aber du verlierst nicht nur etwas, sondern du gewinnst auch etwas: du gewinnst die Chance, jemanden zu finden, mit dem es besser funktioniert. Jemanden, der nicht zweifelt, bei dem du dich nicht fragen musst ob du mit "so einem Mann" deine Zukunft verbringen möchtest! :smile:

    :knuddel:
     
    #11
    User 39498, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  12. Amygdala
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
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    Verheiratet
    Liebe caotica!

    Es bringt nicht wahrscheinlich nicht viel zu schreiben, dass du ihn nach dieser Aussage:

    in den Wind schießen solltest! :schuettel:

    Ich kenne es, wenn man an etwas festhält, was längst verloren ist. Ist mir übrigens im 3. und 4. Sem. so gegangen und das hat alles durcheinandergeworfen, teilweise gab es Zeiten, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte, weil ich nicht mehr konnte.

    Ich weiß unter welchem Druck du im Moment stehst und kann mir daher auch sehr gut vorstellen, wie's dir im Moment gehen muss.

    Leider kann man nicht viel raten, denn es kommt jetzt wohl ganz auf dich an, jeder muss seine Erfahrungen selber machen. Hätte ich auf Leute von außen gehört, hätte ich mir ein paar schwere Monate erspart, aber im Nachhinein war's gut so, denn die Erfahrung hat mir gelehrt, dass ich mir bestimmte Sachen nicht mehr gefallen lasse.

    Ich drück dir einfach die Daumen, dass ihr es wieder hinbekommt und du verzeihen kannst (denn so eine Aussage wie oben verfolgt einen sehr lang).

    Einfach alles Gute .....und lass die Uni Uni sein. :zwinker:
     
    #12
    Amygdala, 22 Februar 2010
  13. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    3.368
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    3.166
    Single
    Uff, so viele Antworten, und so liebe Worte...

    Da ich das mit dem Zitieren nicht GANZ blicke, werde ich versuchen einfach so ein wenig drauf einzugehen.

    @metamorphosen, ja das stimmt, es sollte nicht lange dauern dürfen. aber wir haben das Problem seit Mai nicht lösen können, weil wir beide zu gestresst und anderweitig eingespannt waren, es hat sich immer nur verschoben. Nach Afrika (wo ich fast 4 Monate war) is es dann eskaliert. Weil er nicht die Distanz sieht, als Auslöser. Seiner Meinung nach, haben seine Gefühle NUR mit der Liebe zu mir zu tun und können von äusseren Umständen nicht beeinflusst werden. das ist Problem Nummer eins seiner Sichtweise.
    an der Kommunikation hapert es nicht so sehr, es hapert mehr an den Prioritäten. Ich kam nie vor der Uni auf der Liste und ich werde es nie tun. somit packt er mich irgendwo rein, wo Platz ist udn wenn ich keine Zeit habe da, dann is schade.
    Ich denke, dass wir sehr gut reden können, weil wir keine Probleme haben etwas anzusprechen, weil wir uns eigentlich immer gut verstehen, weil wir beide eher der gerade, direkte Typ sind und keine Machtspielchen etc brauchen.

    Allerdings sind wir auch beide Freiheitsliebend, und ich dachte immer, die Ferne kommt uns da entgegen. Nun, offenbar sind mehrmals Monatelang GAR NICHT sehen können zu viel. Und dann auch noch so, dass der eine etwas komplett neues und tolles erlebt während der andre daheim sitzt. Hatten wir jetzt in beiden Richtung und bedingt das Problem.

    Es gibt einfach in seinem Wesen, ein paar Dinge, die es schwierig machen, ihm zu trauen. Und die solche Situationen hervorrufen.
    Zum einen eben seine unsichere Art immer an allem und jedem zu zweifeln. er sagt wir haben keine gemeinsame Zukunftsperspektive, wenn ich frage, wie denn SEINE aussieht meint er, ja hat er nicht.
    Er ist im Moment mit seinem Studium und allem Zukunftsdingen so ausgelastet, dass er von mir eine Sicherheit erwartet, die er aus sich nicht beziehen kann.


    Zusätzlich eben seine Vorstellung von der einzig wahren Liebe. Wenn man die findet, dann muss man nicht mehr Kompromisse schliessen und an sich arbeiten (das ist eh so anstrengend^^) weil dann passt alles und es gibt keine Differenzen. weil es bei uns Zweifel und Differenzen und auch mal ein Annerven gibt, schliesst er daraus, dass kann keine Liebe sein.
    Wenn er mir beschreibt, wie die Liebe sein sollte, die er von einer Beziehung erwartet, dann beschreibt er die frische Verliebtheit. Man sollte den andern ständig vermissen, man sollte sich dauernd nacheinander sehnen, sollte es immer kribbeln spüren, keine Zweifel oderÄngste haben, sich voll nacheinander ausrichten, keine anderen Prioritäten haben etc.
    Das war für ihn so, im ersten Jahr. für mich nie, weil er mir immer sehr wichtig war, aber da ich schon vor der Beziehung lange herum überlegt hab, war diese geblendete Verliebtheitsphase, wo man glaubt das ist der einzige den man jemals lieben wird doch eher flau.

    Das ist ein Erwartungsproblem. Wie er sagt, er beschreibt mir, was er fühlt, wie Wärme, Freude, Zughörigkeitsgefühl, Sicherheit bei mir, Interesse, Lust, Leidenschaft, und sowas und sagt, er weiss aber nicht ob das Liebe ist, fehlt da nicht etwas?

    Ausserdem neigt er zum im Kreis denken, und nicht zum Schlüsse oder Verknüpfungen ziehen.
    Er hat einfach diese Vorstellung, dass es Krisen in der Beziehung mit der einen Richtigen nicht so sein dürfen. Man darf mal streiten, aber man darf nie zweifeln. Man darf sich auch nicht auf die Nerven gehen, weil das in seine Augen ein Zeichen dafür ist keine Gefühle mehr zu haben.
    Und man vergleicht immer mit der Verliebtheitsphase, und merkt, die Gefühle sind anders geworden.
    Man muss dazu sagen, ich bin die erste, mit der er über diese Phase hinausgekommen ist, mit den 4 davor hat er immer nach den Monaten der Verliebtheit Schluss gemacht, weil dann waren die Gefühle weg *seufz*

    Soviel zu meiner einschätzung... bzw Wiedergabe seiner Einschätzung.

    @Löwin ach danke, das sind sehr liebe worte... genau das hat meine Mutter auch gesagt... und ich denke ich teile diese Einschätzung, was das herausfinden aus solchen Krisen angeht. es wird vermutlich immer wieder zu solchen Aktionen seinerseits kommen... aber uns verbinden 7 Jahre gute Freundschaft und 3,5 davon als Paar... ich kann es erst aufgeben, wenn es in meinen Augen keinen Sinn mehr macht. aber ich kann dir versichern, dass ich meine Sicht auf die Dinge behalten werde, und somit fähig sein werde die entscheidung zu treffen, wenn ich gesehen habe, dass sich nichts ändert.
    Wie meine Mama auch schon sagte (und sie kennt ihn ja recht gut) Bedenke du wirst dich nie anlehnen können, und du wirst es sein, die eure Krisen meistert, weil es ihn überfordert. Überleg welchen Preis du zahlen willst.
    So, du siehst, du hast es gut getroffen :smile: ich werde es mir überlegen und ich werde danach handeln. Ich weiss schliesslich was ich wert bin.
    Nur muss ich einfach in den Spiegel sehen können, ohne mich zu fragen, ob ich etwas hätte ändern können. darum muss ich das versuchen was in meiner Macht steht, einfach um vor mir selbst sagen zu können, ok, es lag nicht an dir, es war einfach nichts.

    @detroiter auch dir danke, da siehst du wieso ich bei dir so mitgelitten habe... naja, die Krise ist eine einzige grosse, seit Dezember ausgesprochen, seit ca Mai vor sich hin köchelnd.

    Das mit der "Grenze" kenne ich von vielen meiner Freundinnen mit Fernbeziehungen. Wenn man sich auf einander konzentrieren kann, klappt es auch über die Ferne für 5 bis 6 Wochen ganz gut. Wenn es so rund geht wie bei uns beiden im Alltag, wie in den letzten zwei Monaten, dann wäre die Grenze vermutlich auch bei 2 bis 3 Wochen. Weil man wenn man zig Baustellen hat, einfach nicht genug Kraft aufbringt, die man brauchen würde, um die Nähe auch in der Ferne zu finden. Das war ein grosses Problem im Januar...

    Ich, wie ich oben schon geschrieben habe, ich werde ihm nicht nachlaufen und ich werde nicht um etwas kämpfen das nicht da ist. Eine Zeit lang darf es mehr Kraft kosten, wenn es so ein wichtiger Teil in meinem Leben ist... aber nicht auf Dauer. UND ich werde versuchen zu bedenken, womit ich leben kann und womit nicht.
    Aber die letzte Chance muss sein. Eine wirkliche Chance, nicht nur zwei Wochen die ganz nett waren und dann wieder 7 wochen im Höchstress sein und sich weder sehen noch gross sprechen können...
    Ich sehe halt viel in den leider extremen äusseren Umständen die wir seit Winter haben, und ich bin nicht der Meinung, dass Gefühle NUR aus einem selbst erwachsen und NULL von aussen bedingt sind.
    Darum MUSS ich versuchen, ob wir ohne diese Umstände die gleichen Probleme haben.

    Und wenn dem so ist, dann soll es eben nicht mehr sein, und ich werde mich wieder nur auf mich und meine Pläne konzentrieren. Die durchaus vorhanden sind.

    Es ist nur auch schon nach den "nur" 3 Jahren zuviel, das uns zusammenhält um es einfach bleiben zu lassen, weil wir einen wirklich blöden Monat hatten.

    Ich danke euch aber wirklich sehr, mich durch solche Hinweise nochmal explizit drauf zu bringen, dass ich in meiner Rechnung nichts vergesse, und so meine Entscheidung wirklich bewusst treffen kann.

    P.S. wegen zusammenziehen, nun es kann nichts konkretes sein, weil wir beide keine konkreten Zukunftspläne haben und Unimässig ziemlich in der Luft hängen...wir wissen noch nicht mal welchen Beruf wir eigentlich mit unserem Studium verfolgen... ich weiss, auch ein Belastungsfaktor, aber im Moment nicht zu ändern *seufz* Steht alles unter keinem guten Stern im Moment... ja ich hoffe auch, dass aus der Krise etwas stärkeres erwachsen kann, aber so lange er das nicht auch so anstrebt, wird es nirgendwohin führen...
    Aber ich muss mich wenigstens FÜR MICH und VOR MIR bemühen, damit ich sagen kann, ich habs versucht.

    Ich hoffe ich bin auf alle Fragen eingegangen, ansonsten bitte einfach nochmal stellen, dann habe ich es überlesen...
     
    #13
    User 68775, 22 Februar 2010
  14. Seeker2010
    Gast
    0
    Hallo Caotica,

    ich denke, hier wurde schon alles Wesentliche gesagt... Leider...

    Für mich endet jeglicher positiver Versuch schon mit den oben zitierten Zeilen...

    Da hast du leider recht... Einer alleine? Leider nein...

    Für euer Gespräch wünsche ich alles gute - vielleicht wendet sich ja doch noch was, - aber wenn nicht - also alleine würde ich das auch nicht versuchen wollen...

    Schade darum :frown:

    Grüße vom Seeker
     
    #14
    Seeker2010, 22 Februar 2010
  15. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    So, update...

    Er hat gestern schluss gemacht. Nachdem wir zwei eigentlich echt schöne Wochen zusammen hatten, hat er festegstellt, schön is es zwar aber nicht mehr schön genug. Nicht mehr so wie früher, die Gefühle sind einfach weniger.
    Er erwartet von einer Beziehung, dass sie seinen Lebensmittelpunkt bildet, ihm immer Kraft gibt und ausserdem eine tiefe Sicherheit (die er in sich alleine nicht findet wie er sagt) Wir hätten nur noch schöne Teile und kein grosses Ganzes mehr. Ich kann nicht die Richtige sein, weil bei der wahren Liebe, da läuft die Beziehung grossteils von alleine und ist nicht anstrengend. Man muss nicht so viel reinstecken, weil sie einen Selbstzzweck hat, nämlich die wahre Liebe.
    Er hat eben eine Idealvorstellung von der Liebe, die schon meistens Feuerwerk und Glockenklingeln sein sollte, und Probleme, die es ja schon mal geben kann lösen sich, weil man sich liebt.

    Das sind so die groben Grundzüge, weswegen ich nicht mehr gut genug bin. Des weiteren denkt er, is ja ganz schön mit mir so, aber eben nicht mehr so prickelnd, vielleicht findet er noch was besseres.

    Tiefere Gründe, wieso es auch für mich nicht mehr viel Zukunft gehabt hätte (obwohl ich verdammt leide und einfach nicht will dass es vorbei ist...) sind, dass er mit meiner Stärke und Unabhängigkeit nicht mehr klar kommt. früher war das schön zum anlehnen, heute hätte er gerne ein Häschen, das zu ihm aufschaut und auf ihn angewiesen ist. Ausserdem schwärmt er von dem einen und lebt das andere. er sagt bei der wahren liebe richtet man sich nach der Beziehung aus. Nun, selbst in unseren frischesten Verliebtheitszeiten war ich nei so wichtig wie die Uni. Er hats nie fertig gebracht für 2 zu denken. Er hat seine Pläne gemacht und dann geschaut ob ich vielleicht auch reinpass. Durch 3 Jahre Ferne gabs vielleicht auch immer zuviel ICH und zuwenig WIR. Ich dachte anfangs wir machens gut... aber nicht für die Dauer.
    Es wären mindestens noch 2 Jahre so gewesen, das hätts wohl eh nicht überstanden.

    Ja, wie gesagt, Grundzüge... vielleicht sind unsere Arten auch zu unterschiedlich. Ich war immer da, ich war nie kompliziert, brauch kein Drama, hab ihn unterstützt und bestärkt etcc. Das is wohl schön ne Zeitlang und dann wirds langweilig. dann fragt man sich wohl, ob man nicht doch noch was spannenderes kriegen kann.

    er wird jetzt nach der wahren liebe suchen, die nicht anstrengend ist und ihm über jahre hinweg die gleichen tiefen gefühle beschert, ohne anstrengung.

    Ich werde mich von ernsteren Beziehungsdingen fernhalten, weil es doch immer nur aufs schmerzhafte hinausläuft und das nicht aufgewogen wird. Werde mich mit mir beschäftigen, viel Ausland, Urlaube mit Familie und Freunden und ihn voläufig aus meinem Leben streichen. Er ist seit 7 Jahren mein bester Freund, und mein Herz zerbricht gerade an den Alltagskleinigkeiten. Geschenken, Aussagen, "nie wieder" Gedanken, nicht wissen was er tut und denkt... da muss ich durch. Wenn das vorbei ist, ist vielleicht wieder eine Freundschaft möglich, die mir so lange so wichtig war. Und wenn nicht... dann sollte es wohl nicht sein und wird für irgendwas gut sein...

    Ich weiss nicht so genau was ich hören will, ich fands nur so nett, dass sich so viele für mein Problem interessiert haben und wollte euch sagen, wie es ausging. Munich Lion, du hast Recht gehabt... auch mit dem was mich betrifft. er ist mir nicht gewachsen und auf dauer... kann ich das nicht respektieren. Aber es tut verdammt weh, weil wir so viell schönes hatten....
     
    #15
    User 68775, 31 März 2010
  16. capricorn84
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    Verheiratet
    :knuddel:

    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe dass du diese schwere "Ach es ist doch alles scheiße, ich will nicht mehr" - Zeit überstehst! :zwinker:
     
    #16
    capricorn84, 31 März 2010
  17. glashaus
    Gast
    0
    Ich drück dich! Tu was für dich, das wird dir sicher gut tun.... und wer weiß, wohin dein Weg dich dadurch jetzt führt :smile:
     
    #17
    glashaus, 31 März 2010
  18. Bailadora
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Er ist doch komplett weltfremd mit dem, was er sich da von einer Beziehung erhofft. Gerade in dem Punkt, dass er sich 'ausgefüllt' fühlen will, weil er das als Single bzw allein nicht kann, verrennt er sich meiner Meinung nach total. Nur ein glücklicher Single kann auch eine glückliche Beziehung führen. Man kann nicht vom Partner erwarten, dass er die Probleme löst, die man selbst mit sich hat.

    Ich weiß, Du bist jetzt traurig und Du liebst ihn. Ich weiß, Du schätzt ihn sehr, gerade auch als Mensch.
    Aber jetzt, nach seiner Trennung, denke ich erst Recht, dass es besser so ist. Mit seiner Beziehungsvorstellung und -Einstellung wird er im Leben immer wieder auf massive Probleme stossen, ich wage zu bezweifeln, dass er jemals eine Beziehung finden wird, die dem entspricht. Viel eher glaube ich, dass er immer wieder Trennungen durchlaufen und Partnerschaften mit Potential unnötig aufgeben wird. So wie die Partnerschaft mir Dir.

    Denn das, was ich hier von Dir lese, zeigt mir einen Menschen, der genau weiß, worauf es in einer gesunden Beziehung ankommt. Einen Menschen, der zu sich steht und dennoch für die Beziehung arbeitet.
    Damit passt ihr nicht zusammen - was hart ist. Aber diese Trennung schafft jetzt auch neue Möglichkeiten für Dich. Denn ich bin fest überzeugt davon, dass es jemanden gibt, der Deine Ansichten teilt und genauso bereit ist, für eine Beziehung zu geben! ohne Unmögliches zu verlangen. Also jemand, der genau wie Du erkennen kann, dass manches eben einfach unmöglich ist. Und nicht zuletzt jemand, der mit sich selbst im Reinen ist und daher auch mit Schwierigkeiten im Leben und in der Partnerschaft umgehen kann. Ich weiß, Du glaubst jetzt erstmal das hier:


    Diese Gefühle sind auch vollkommen normal. Jetzt bist Du erstmal gefrustet und da sind solche Gedanken allzu verständlich und naheliegend.
    Ich hab mir sowas auch schon gedacht, direkt nach der letzten Trennung von meinem Ex. Und das gut ein ganzes Jahr lang.
    Heute bin ich mit einem Mann zusammen, der all das widerlegt - und Dir ganz schön ähnlich ist :zwinker:

    Also Kopf hoch, ich glaub an Dich. Und Dein zukünftiges Glück :smile:
     
    #18
    Bailadora, 31 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  19. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Single
    Danke... das... das tut wirklich gut. Komisch, selbst von Leuten die mich überhaupt nicht kennen... gibt mir bissel Mut, dass ich doch nicht so falsch ticke.

    Ich bin tagsüber, wenn ich mit vielen Leuten rede, und ihnen beschreibe, was er erwartet und wieso er sich trennen musste, sogar der Meinung er hat mir einen Gefallen getan. Es ist jetzt schlimm und tut unglaublich weh... aber jetzt, in einer studentischen Fernbeziehung, ging das alles gut, weil ich ihn als Freund, als Menschen wirklich sehr schätze. Aber etwas ernsthaftes, wirkliche Zukunft, vielleicht Familie, mit jemandem aufbauen, der ... in so vielen Dingen alltagsuntauglich ist und Krisen nur macht statt sie auch mal zu lösen... das hätte ich nicht gewollt.
    So kann ich das sehen, wenn Menschen um mich sind, die mir sagen, er ist ein Depp, wenn er wegwirft was er mit mir hat, weil er vielleicht was besseres findet. Aber dann, wenn es dunkel wird und ich ganz automatisch anfange, ihn zu vermissen, Fernbeziehung eben, und mir dann einfällt, dass er NIE mehr neben mir schlafen wird, mich nie mehr sanft streicheln wird, während er mich im Arm hat... dann kommt die Traurigkeit. Trauer darüber was wir hatten und was er zerdacht hat, weil ihm gut nicht gut genug ist, es muss besser sein.

    Natrülich hätte es so keine Zukunft gehabt... aber das "Gut aufgehoben sein" vermisse ich, so sehr.
    Lauter kleine "nie mehr wieder das machen" Gedanken in meinem Kopf. Mein Magen schrumpft dabei auf Erbsengrösse und zerfällt in lauter kleine heisse Splitter. Ich hab mit so vielen schon geredet, Freunde, Freundinnen, die ihn auch schon lange und gut kennen...alle sagen, Träumer, soll er eben suchen was nur in Büchern existiert, das hast du nicht verdient.
    Und ich stimme zu... überzeugt.
    Nur diese unendliche Traurigkeit über den Verlust etwas wirklich Gutem, die muss ich irgendwie aussitzen. Sie wird weniger, nicht wahr?
    Dazu brauche ich einen klaren, strengen Schnitt. Er hat gesagt er ist da, wenn ich reden will. Aber er soll einmal in 7 Jahren erfahren wie es ist wenn ICH nicht da bin. Ich war immer auf Abruf. Jetzt ist es vorbei, auch das.... aber ich brauche den Trost gerade, dass er auch leidet. Dass ich ihm genauso schmerzlich fehle wie er mir.

    Ausserdem tröstet mich, dass nach einem Cut, nach der Zeit in der ich wieder das sehen kann in der Beziehung, was sie war, nämlich eine schöne Zeit mit jemand besonderem... danach ist vielleicht ein normaler Kontakt möglich. Wir werden zwangsläufig verbunden bleiben, durch die familienumstände. Nur ich brauche den Schnitt um mich zu ordnen. Doch später.... werde ich mich melden. Und wir können versuchen, ob wir zu etwas zurückfinden, bei dem wir verbunden bleiben können.
    Vielleicht will ich das dann gar nicht mehr. Aber diese Möglichkeit ist mir ein grosser Trost und reduziert die "nie mehr wieder Sachen" auf einige wenige.
    Der Plan geht also soweit, die Zeit mit Tränen, Sarkasmus, Galgenhumor und viiielen Gesprächen zu überstehen, bis dahin, wo ich ihn ohne Bitterkeit anrufen kann, und Danke sagen.
    Was danach kommt steht in den Sternen *seufz* aber es wird ein danach geben und das reicht für den Moment.

    Danke für die aufbauenden Worte :smile: und schön hier schreiben zu können, wenn alle schon schlafen die mir mit lieben Worten zur Seite stehen... und Gedankenfetzen so festhalten zu können, damit es besser wird.
     
    #19
    User 68775, 31 März 2010
  20. kinkyvanilla
    0
    Wahrscheinlich war es eine richtige Entscheidung. In Ungewissheit zu leben, ob man eine Beziehung weiter führen kann oder nicht, ist ziemlich schmerzhaft. Die erste Zeit ist natürlich schwer, vorallem wenn ihr so lange zusammen wart .. Aber du wirst darüber hinweg kommen, weil es bestimmt irgendwo da draußen jemanden gibt der dich verdient hat und den du verdient hast. Es gibt keine perfekte Beziehung und ich verstehe nicht, wie man jemanden wegen sowas abservieren kann. Wie auch immer, versuch einfach dich abzulenken und nicht soviel nachzudenken. Du wirst schon einen Weg finden .. :zwinker:

    Alles Gute
     
    #20
    kinkyvanilla, 1 April 2010

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