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So viele Pläne - Gefühlschaos bleibt nicht aus...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von sarah21, 30 März 2009.

  1. sarah21
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    vergeben und glücklich
    Hallo ihr Lieben,

    mein Freund und ich sind jetzt seit beinahe 10 Monaten zusammen. Wir haben einiges durchgemacht seither. Er war bis Dezember für 6 Monate im Irak - Armee Einsatz ...ja, vorher haben wir uns quasi nur knapp 2 Wochen gekannt. War ne wirklich schwierige Zeit, aber von beiden Seiten war klar, wir stehen das durch, weil von Anfang an einfach total das Gefühl da war, wir gehören zusammen.

    Ich liebe ihn wirklich über alles, ich weiss, er ist DER Mann fürs Leben, gar kein Zweifel. Für ihn ist es genauso, wir schmieden Zukunftspläne und wollen unser Leben gemeinsam verbringen...

    ...ja, und genau da fängt es an. Er hatte schon vor unserem Kennenlernen den Plan, nach Australien auszuwandern, seine Eltern Leben dort gemeinsam mit seinem kleinen Bruder seit gut 2 Jahren und für ihn war seither definitiv klar, er kommt nach, sobald sein Beruf es zulässt (übrigens ist er Engländer, ich Deutsche, wir leben seit ca. 3 Monaten zusammen)

    Dann kam ich :schuechte

    Schon an dem Abend, als wir uns das erste mal gesehen haben, hat er mir von seinen Plänen erzählt... Ich hab das ganze aber erstmal zur Seite geschoben... Naja, inzwischen waren wir in Australien in Urlaub, haben seine Familie besucht und sind 3 Wochen durchs Land gereist. War superschön und ich hab mich absolut in das Land verliebt. Ihr könnt euch jetzt schon denken: wir wollen gemeinsam auswandern!

    Vor ca. 3 Wochen hat er seinen Job gekündigt, ist ab nächstem Jahr März ein "freier Mann" :zwinker: Naja, und jetzt gehts los!!!

    Kein Zweifel, ich freu mich sooooo sehr!! Ich liebe ihn ganz ohne Zweifel und aus tiefstem Herzen. Ich liebe Australien, seine Eltern, seinen Bruder... Es ist einfach alles nur traumhaft, der Gedanke daran, in einem Jahr dieses Abenteuer einzugehen!! :herz:

    Ich mach mir nur so einige Gedanken... Was, wenn ich dort so sehr Heimweh bekomme, dass ich es nicht aushalte?? Was, wenn meine Familie total enttäuscht von mir ist (bisher weiss es nur meine kleine Schwester und ich bin mir sicher, für meine Eltern wird erstmal eine Welt zusammenbrechen wenn ich es ihnen in zwei Wochen erzähle...) und ich mit dem schlechten Gewissen nicht klarkomme?? Was, wenn mein Schatz und ich uns in die Haare bekommen? Er ist durch seinen Beruf sehr verschlossen, es kostet ihn teilweise Überwindung, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, mit mir über Sorgen oder Probleme zu sprechen oder einfach nur mit mir zu kuscheln. Er liebt mich über alles, das weiss ich. Trotzdem macht mich das manchmal echt traurig. Ich wusste es von Anfang an, sein Beruf hat ihn einfach abgehärtet, vorsichtig und gefühlsmäßig zurückhaltend gemacht. Ich bin das totale Gegenteil, mag ihn am liebsten die ganze Nacht im Arm halten, wissen was er denkt, was ihm Angst macht...

    Ach, mir geht so viel durch den Kopf... In den letzten Wochen bleibt er grundsätzlich an jedem Schmuckladen-Schaufenster stehen und schaut sich Ringe mit mir an (soll heissen, ich 10000% sicher, in den nächsten Monaten kommt da was...) Er liebt es, kleinen Kindern zuzuschauen und sich auszumalen, wie unsere Kinder wohl sein werden - mein Schnuppi :herz: Gestern hat er gesagt "du weisst schon, dass unsere Kinder nen australischen Akzent haben werden :grin: "... Naja, er plant eben sehr voraus.

    Ich lieb ihn dafür noch viel mehr!! Und ich will das alles auch, Kinder mit ihm, ihn heiraten, mein ganzes Leben mit ihm verbringen! Keine Frage!!

    ...trotzdem spielen meine Gefühle verrückt... und ich weiss gar nicht warum. Habt ihr dieses Gefühl schonmal gehabt? Könnt ihr verstehen, was ich meine?

    Puh, sorry für den langen Text und an diejenigen, die es bis hierher geschafft haben: Vielen Dank fürs Lesen :smile: Ich glaube, es wäre einfach nur schön, eure Gedanken dazu zu erfahren!

    Lieben Dank für eure Kommentare schon im Voraus :jaa:


    Sarah21
     
    #1
    sarah21, 30 März 2009
  2. Party_Girl
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    vergeben und glücklich
    Wenn du es deinen Eltern erklärst werden die das bestimmt verstehen. Ich meine man wünscht seinem Kind doch nur das Beste. Und wenn es dies ist, na dann los :smile:. Das du solche gedanken hast ist völlig normal. Ich meine du wanderst aus! Ein anderes Land! Aber wenn ihr euch so gut versteht und euch so liebt wird das schon gut gehen. Heimweh wirst du sicher bekommen ist ja auch nur menschlich. Aber ich meine du kannst Deutschland hin und wieder ja auch besuchen. Also:

    Viel Glück für deine weitere Zukunft :smile:.
     
    #2
    Party_Girl, 30 März 2009
  3. keks007
    keks007 (28)
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    nicht angegeben
    Wie alt sied ihr denn?
    Also ich kann dich auf jeden Fall verstehen. Du musst ja schon ne menge aufgeben für dieses Glück. Aber wenn du ihn wirklich liebst lohnt sich das wahrscheinlich. Ich persönlich würde diese Entscheidung nach 10 Monaten noch nicht treffen, aber wenn es sich für dich richtig anfühlt...
    Heute ist es ja recht einfach über Internet, Telefon und Cam Kontakt zur Familie und Freunden zu halten. Und ich denke sie werden das schon verstehen. Und du wirst ja wenn absolut alles schief geht immer noch ein Weg zurück haben - ich drück dir die Daumen, dass es nicht soweit kommt. :smile:

    Also genieße es und lass dir dein Glück nicht durch Zweifel zerstören. Alles in allem klingst du ja doch überzeugt. :smile:
     
    #3
    keks007, 30 März 2009
  4. xoxo
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    Verheiratet
    Gleich vorweg möchte ich sagen, dass ich 10 Monate (inklusive 6 Monate Fern-) Beziehung für eine sehr kurze Zeit halte, in der beide Partner noch eine rosarote Brille aufhaben, gewisse Dinge und Situationen nicht mit dem ach so nötigen Abstand betrachten können, vieles aufregend und neu ist, man die Fehler und Macken des anderen nicht kennt und noch kein stabiler Alltag eingekehrt ist. Und das ist an sich auch schön so – Wenn man nicht gerade vorhat auszuwandern.

    Des Weiteren: Ich habe zwei Jahre in den USA gelebt, ich habe (Fern-)Beziehungen mit Soldaten geführt, die auch im Irak stationiert waren, ich werde später selber auswandern, habe mich informiert und war noch nie in Australien. Soweit zu mir und meiner Ausgangsituation.

    Rein interessehalber: Zeigt dein Freund irgendwelche Anzeichen von PTSD ?

    Ich finde es gut, dass dein Freund dir von Anfang an von seinen Plänen erzählt hat. Leider hast du sie verdrängt und nicht ernst genug genommen, sonst hättest du dich schon weitaus länger auf die nun bevorstehende Situation vorbereiten und geistig einlassen können. Aber egal, dafür ist es nun zu spät.

    Wie bereits erwähnt, habe ich selber im Ausland gelebt. Ich kann dir also aus eigener Erfahrung sagen, dass ein dreiwöchiger Urlaubsbesuch niemals ausreichen wird, um ihn mit einem Leben in einem anderen Land zu vergleichen bzw. zu genau Schlüsse zu ziehen, ob man in diesem Land glücklich wird. Sicher, du kannst begeistert sein und dir alles Mögliche ausmalen und vorstellen. Aber wenn du noch nie für ein paar Monate weg von deiner Familie, weg von deinen Freunden und weg von deinem Land warst, dann hast du keine wirkliche Vorstellung davon, was auf dich zukommen wird.

    Natürlich macht es Spaß, mit einer geliebten Person umzuziehen, den Alltag hinter sich zu lassen, Sprachkenntnisse zu vertiefen, ein neues Land, neue Menschen, eine neue Mentalität und Kultur, neue Bräuche, Sitten und Traditionen kennenzulernen. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Mir hat mal jemand gesagt, dass die USA ja eigentlich kein Ausland wäre, westliches Land eben, kaum merkliche Unterschiede zu Deutschland und wenn, dann käme damit bestens aus. Hah, von wegen. Bei den meisten Ausländern tritt nach 6 Wochen Heimweh auf. Weil man merkt, dass hier ist kein Urlaub. Irgendwann stellt sich auch in der Ferne der Alltag ein, man erkennt die Unterschiede der beiden Länder und manchmal fängt man an zu denken, dass im Heimatland bestimmte Dinge einfach besser waren. Das können ganz banale Dinge sein. Sehnsucht nach gutem Vollkornbrot zum Beispiel. Ganz davon abgesehen, dass man seine vertrauten Menschen nicht mehr um sich rum hat. Ich selber wusste, dass ich meine Familie und meine Freunde nach jeweils einem Jahr im Ausland wieder sehen würde. Aber wie stellst du dir das vor? Nimm an, ihr bekommt zwei Kinder. Nicht jede Familie kann sich jährlich zu viert einen Flug von Australien nach Deutschland leisten.

    Meine Vorposter scheinen die Situation deutlich zu unterschätzen. Ihr zieht euer eigenen Fleisch und Blut zwei Jahrzehnte lang groß um dann von eurem Kind zu hören, dass es seine Familie, seine Freunde, sein Heimatland für einen Mann und ein fremdes Land verlassen möchte, welches die Eltern nur aus dem Fernsehen kennen ?! Meine Eltern haben zuerst geglaubt ich scherze und wollten es nicht wahrhaben. Auf beiden Abschiedsparties wurden bittere Tränen geweint und an meinen Großeltern nagte jedes Mal die Angst, nicht mehr am Leben zu sein, wenn ich wiederkomme. Wir mussten uns darum Gedanken machen, was passiert, wenn mir in den USA etwas zustößt und ich sterbe. Kann sich hier jemand vorstellen, was es kostet, einen Leichnam per Flugzeug zu senden ? Es ist schier unbezahlbar. Meine Eltern mussten also unterzeichnen, dass wenn der Todesfall ihres eigenen Kindes eintreten sollte, ich verbrannt in einer Urne anreise und dennoch horrende Kosten anfallen.

    So, zurück zu dem, was ich eigentlich vor etlichen Sätzen vorhatte zu sagen: Du bist also in Australien angekommen. Die einzigen Menschen, die dir vorerst körperlich nahe sein können (durch eine Umarmung), sind dein Freund und seine Familie. Und was ist, wenn du mit ihm streitest? Du kannst nicht einfach zu deiner Mutter gehen oder zu einer Freundin, dich ihnen anvertrauen, in den Arm nehmen und trösten lassen. Mir hat anfangs diese körperliche Zuneigung durch meine Mitmenschen so sehr gefehlt, ein unbeschreibliches, negatives Gefühl. Immer darauf bedacht, an die Zeitverschiebung zu denken, kannst du natürlich chatten und skypen. Aber das ist nicht dasselbe, es ersetzt nichts. Spontane Anrufe und Treffen fallen weg. Bis du neue Freunde gefunden hast.

    Ich habe eine Freundin, die von Kindesbeinen an fasziniert von Australien war und versessen und hart daran gearbeitet hat, ein Jahr dort arbeiten und leben zu dürfen. Monateland durchlebte sie die Vorbereitungen auf diesen wunderbaren Moment wie in einem Traum. Sie sprach von nichts Anderem mehr und war der glücklichste Mensch auf Erden. Sie zählte die Tage bis zu ihrem Abflug und als es endlich so weit war, war sich jeder sicher, dass es das richtige für sie ist und so hinterließ sie ihr Zimmer mit Australien-Postern zugekleistert. 4 Wochen später schlossen ihre Familie und Freunde sie wieder auf deutschem Boden in die Arme. Warum? Australien war schön gewesen - in ihrer Phantasie. Und zum Urlaub machen unglaublich gut geeignet. Aber das Heimweh hat sie innerlich zerrissen. Sie hat gemerkt, dass sie nach Deutschland gehört und dass sie hier glücklich wird. Ich habe gegenteiliges erlebt. Ich habe gelernt, dass ich nicht nach Deutschland gehöre. Immer wieder ist es eine Qual hier zu leben, ich werde ständig von Fernweh/Heimweh geplagt, muss mich zwingen, mich zu besinnen, nicht alles aufzugeben und hinzuschmeißen und mich in den nächsten Flieger zu setzen.

    Natürlich wünsche ich dir, dass du in Australien dein wahres Heimatland findest, zu dem du dich dazugehörig fühlst. Aber ich rate dir, dir Gedanken darüber zu machen, falls du merkst, dass du im Herzen nach Deutschland gehörst. Gleichzeitig will ich dir damit sagen, dass du nichts überstürzen solltest. Genieße die Zeit mit deinem Freund, heiratet nicht so schnell wie möglich und solltest du die Möglichkeit haben, fliege für zwei, drei Monate nach Australien. Ihr habt ja bereits eine Trennung auf Zeit durch Ferne überstanden. Bereite deine Eltern so gut wie möglich auf deine Abreise vor. Schenke ihnen Bücher über Australien, schaut gemeinsam Filme über das Land an, sei für sie da, wenn sie dir von ihren Ängsten, Nöten und Sorgen erzählen wollen und teile deine Freude mit ihnen. Zurückgelassene verfolgen weiterhin ihren Alltag, sie können also nicht gleich verstehen und nachvollziehen, was du durchmachst. Es sollte dich nicht wundern, wenn sie sich nicht mitfreuen und kein Verständnis aufbringen.
     
    #4
    xoxo, 30 März 2009
  5. Dschessi
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich habe meinen Freund vor vier Monaten kennengelernt.. er hat mir auch gleich bei unserem ersten Date erzählt, dass es sein Traum ist nach Australien auszuwandern. Er hatte dort auch schon gelebt und für ihn ist Australien seine Heimat.
    Und nun gehe ich im September mit ihm.
    Es ging irgendwie alles recht schnell, doch ich bin mir auch sehr sicher. Habe meinen Eltern recht schnell davon erzählt, sie waren nichtmal sonderlich überrascht, weil ich es noch nie so lange an einem Ort ausgehalten habe. Mein Vater meinte oft, unsere Vorfahren müssen Nomaden gewesen sein. :zwinker:
    Aufjedenfall habe ich mich auch gleich darauf einstellen können.. mich unglaublich viel informiert.. fahren nun die Woche auch noch zur Australischen Botschaft, weil mein Freund sich wegen seinem Visum informieren will.
    Ich werde erstmal mit einem Work & Travel Visum einrechnen, das ist 1 Jahr, im Idealfall 2 Jahre gültig.
    Hast du dich schon informiert welches Visum für dich am besten wäre? Dir Zukunftspläne gemacht, was genau du dort machen möchtest? Arbeiten? Studieren?
    Da wir in einer ähnlichen Situation sind, würde ich mich auch aufjedenfall freuen, wenn wir uns mal schreiben könnten, schicke dir einfach gleich mal ne Nachricht.
    Kann dir nur raten, dich möglichst gut zu informieren und auch das Geld für den Rückflug aufzuheben. :zwinker:
    Denn wenn es nicht funktioniert, hast du ja immernoch das Glück wieder nach Deutschland, zu deiner Familie kommen zu können.. nehme ich an. :smile:
     
    #5
    Dschessi, 31 März 2009
  6. User 29290
    User 29290 (37)
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    Verheiratet
    Fuer Eltern ist es in der Tat sehr oft sehr schwer. Meine Eltern sind immer noch nicht drueber weg, dass ich waehrend des Erststudiums in den USA war und seit 5 Jahren in Grossbritannien lebe und total schockiert, dass ich naechstes Jahr eventuell wieder in die USA ziehen werde, weil das Visum meines Freundes auslaeuft. Allerdings wollte ich nach dem Doktor sowieso in die USA, habe gute Jobangebote und wuerde nicht nur wegen ihm gehen. Es ist nicht mal so, dass sie sich nicht irgendwie fuer mich freuen, aber ich bin ihr einziges Kind und sie haben Angst vor einer Zukunft allein.

    Pass auf jeden Fall auf, dass du dir in Australien eine Beschaeftigung suchst und Leute kennenlernst, damit du nicht nur deinen Freund und dessen Familie als Bezugsperson hast. Wenn irgendwas in der Beziehung schief geht, stehst du sonst vor dem nichts. Wie sieht es eigentlich mit deiner Ausbildung oder Studium aus? Darum musst du dich ja sonst auch noch kuemmern.
     
    #6
    User 29290, 31 März 2009
  7. sarah21
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Wow, vielen lieben Dank für eure Antworten. Saß heut während der Arbeit tatsächlich auf heissen Kohlen und konnte es absolut nicht abwarten, eure Antworten zu lesen :grin:

    Party-Girl und keks007: ganz lieben Dank für eure aufmunternden Worte!! Wobei "aufmunternd" vielleicht das falsche Wort ist, ich bin ja superglücklich über die Entscheidung und kann´s im Grunde gar nicht abwarten, endlich zu gehen :cool1: Trotzdem ist da dieses kleine Gefühl von "ooooh mein Gott, was kommt da nur auf mich zu???" :grin: Am schlimmsten wird wohl, es meinen Eltern zu erzählen. Aber wie ihr beiden gesagt habt: wenn es mich glücklich macht und es mein Traum ist, sollte ich diesen Schritt nicht rückgängig machen und meine Eltern werden´s wohl (oder übel :zwinker: ) auch irgendwann verstehen und sich vielleicht sogar mit mir freuen. Wir sind beide 23, bald 24. Alt genug würde ich sagen hihi und wir stürtzen uns auch nicht ganz ohne Planung in die Sache, sind uns schon seit einigen Wochen am Vorbereiten, Planen etc...

    xoxo: dankeschön auch für deine Antwort. Ich habe mir die ganze Sache natürlich auch kritisch betrachtet, wir haben Pro´s und Con´s aufgeschrieben und sind wirklich stark am Planen. Also alles keine unüberlegte Sache!

    Die Auslandsgeschichte kenne ich. Lebe seit gut 1,5 Jahren in England, bin alleine rübergekommen, habe inzwischen meine eigene Wohnung, von Anfang an einen festen Job und mir auch einen tollen Freundeskreis aufgebaut. Hatte anfangs tatsächlich total mit diesem schrecklichen "allein-sein-Gefühl" zu kämpfen und die ersten paar Monate hätte ich am liebsten aufgegeben, naja, inzwischen bin ich einfach der Meinung, es war das Beste, was ich je gemacht habe! Die Beziehung zu meiner Familie ist soooo viel besser geworden, ich habe erkannt, wer meine wahren Freunde sind, habe super liebe Menschen in England kennengelernt und am Allerbesten ist sowieso, dass ich hier meinen Schatzi kennengelernt habe :herz: Außerdem ist es dieses Mal eine ganz andere Sache. Ich gehe nicht alleine sondern mit dem Menschen, der für mich die wichtigste Person der Welt ist, ich habe seine Familie dort, die ich totaaaal liebe und sehr ins Herz geschlossen habe seit unserem Besuch dort. Freunde habe ich dort auch, wir haben ganz viele liebe Leute kennengelernt als wir dort waren, mit denen ich auch regelmäßig Kontakt halte und auf die ich mich auch wahnsinnig freue. Es ist also kein Sturz ins Leere.

    Zur Info, mein Freund hat die Irak-Sache ganz gut weggesteckt. PTSD Sympthome würde ich es definitiv nicht nennen. Er hat oft Albträume und er mag es nicht, wenn ich ihn nachts im Gesicht oder an den Armen anfasse, schreckt hoch und denkt erstmal, man will ihm was tun... Ansonsten geht es ihm gut. Ich versuch auch mit ihm darüber zu reden, weiss aber auch, dass er das oftmals nicht kann, lasse ihm Zeit und warte, bis er auf mich zukommt... Von Woche zu Woche erzählt er mir mehr und das zeigt mir auch, er kann mit der Sache immer mehr und immer besser umgehen. Außerdem war er nach seinem Einsatz regelmäßig beim "Headdoctor", kann jederzeit wieder hingehen. Ihm geht es gut, naja, so "gut" wie es einem nach nem halben Jahr im Krieg eben gehn kann...

    Lange verdrängt hab ich die Australien Sache nicht. Wir haben relativ früh angefangen, konkret darüer zu sprechen, er ist ja Ende Juni auf Tour gegangen, im September haben wir unseren Urlaub gebucht, der war dazu gedacht, mir Asutralien zu zeigen und mir meine ENtscheidung "Asutralien : JA/NEIN" zu erleichtern. Ich glaube also, ich hab frühzeitig angefangen, alles zu überlegen.

    Vorerst haben wir vereinbart, jedes Jahr einmal nach Deutschland zu fliegen um meine Familie zu sehen. Außerdem ist meine Familie natürlich jeder Zeit bei uns (anfangs im Haus seiner Eltern) willkommen!! Das ist mir auch sehr wichtig!

    Klar hast du recht, sobald Kinder da sind, sieht die ganze Sache anders aus. Da bleibt nicht allzu viel Geld übrig und der jährliche Besuch wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Aber die Kinderplanung ist in den ersten 12 Monaten im Ausland sowieso nicht in Aussicht! Erstmal wollen wir Grundlagen schaffen. Sein Vater ist im Moment schon daran, einen Job für meinen Freund zu organisieren, sieht auch ganz gut aus! Ich werde erstmal mit einem working visa übersiedeln und dann während meines Aufenthaltes mich durch das permanent visa durchquälen (ich sags euch: Visa ist mein absolutes Hasswort seit wir dabei sind, das durchzukriegen lol)
    Danke für den Tip mit den Videos, Büchern usw... Werde ich zu meinem Besuch in Ostern definitiv mit nach Hause bringen!!


    Dschessi: lieben Dank für deinen Comment. Werde dir gleich auf deine PN antworten :smile:

    Raven: ...die Reaktion deiner Eltern versteh ich absolut!! Mag mir auch gar nicht ausmalen, wie meine ELtern reagieren werden... Eine Woche hab ich noch um ein "perfektes Vorgehen" zu planen :zwinker:
    Bezüglich Arbeit ist bei mir auch schon was im Gange. Die Mutter meines Freundes wird in den kommenden Monaten anfangen, erstmal evtl etwas im Stadtamt zu finden (dort arbeitet sie), andernfalls kann der Bruder meines Freundes evtl. vorerst einmal einen Aushilfsjob bei Coles (bekannte Supermarktkette in Aus) für mich organisieren. Ausbildung habe ich außerdem. Ist also alles nicht soooo tragisch :smile: Will aber, sobald wir das Geld dazu haben, ein "Studium" zur Hebamme absolvieren

    Viel Glück für deine weiteren Planungen Raven :smile:

    (ups, sorry für den langen Text. Aber ich bin ja soooo aufgeregt :grin: )
     
    #7
    sarah21, 31 März 2009

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