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  • User 72148
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    vergeben und glücklich
    22 September 2008
    #1

    Soll ich was spenden?

    Hallo Leute,
    ich mal ein etwas merkwürdiges Anliegen. Eigentlich mehr eine moralische Frage...

    Also:
    In der 11ten Klasse hatte ich eine Mitschülerin, die danach aber die Klasse wiederholt hat. Ich mochte sie nicht sonderlich, wir hatten uns nichts zu sagen, waren völlig verschieden.
    Im September 2007 hatte diese Ex-Mitschülerin einen Herzstillstand.
    Nach langem hin und her und vielen OPs hat sie es überlebt- aber sie liegt im Wachkoma und hat starke Hirnschäden.
    Jetzt gab es in der Zeitung einen spendenaufruf, da sie bald entlassen wird aber die Mutter dazu eine neue behindertengerechte Wohnung braucht und auch viele Geräte notwendig sind.

    Nun frag ich mich: Soll ich spenden oder nicht?

    Ich zieh in zwei Wochen um und bin eigentlich völlig Pleite weil alles in meine eigenen anschaffungen geflossen ist. Daraus resultiert dann meine zweite Frage: wie viel sollte ich wenn ja spenden?

    Ich würde mich über eure Meinung freuen
    Maimamo
     
  • it's me
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    22 September 2008
    #2
    Was möchtest Du denn? Willst Du ihr gerne helfen, aber eigentlich magst Du sie ja nicht? Da würde ich drüber stehen und helfen.

    Oder ist es Dir eigentlich egal, aber Du fühlst Dich verpflichtet?

    Zur Höhe: Spende soviel, dass Du es gerade im Geldbeutel merkst. Das kann "viel" oder "wenig" sein, das spielt eigentlich keine Rolle. Es wird auch bestimmt nicht erwartet, dass Du alles bezahlst.
     
  • User 65313
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    22 September 2008
    #3
    Ich denke, es ist immer gut, was zu spenden - allerdings heißt das noch lange nicht, dass du es tun musst.
    Wenn du spenden möchtest dann tu es, aber fühl dich nicht dazu verpflichtet o.ä.
    Du musst ja auch keine enormen Beträge spenden, ich denke dass jeder Euro hilft. Wenn du nur 10 Euro über hast und du spenden willst, spende die - es ist auch niemandem damit geholfen, wenn du durch deine Spende selber nix mehr hast.
     
  • User 70315
    User 70315 (29)
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    22 September 2008
    #4
    ich würde wahrscheinlich an deiner stelle spenden. aber ich glaube in der hinsicht , grad wenn man finanziell nicht so gut dasteht, geht es vor allem darum, dass man was spendet und vermutlich weniger darum, wie viel geld es im endeffekt ist.

    wie hier schon geschrieben wurde, jeder euro hilft.
     
  • User 20976
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    vergeben und glücklich
    22 September 2008
    #5
    Wenn Dir - trotz persönlich fehlender Sympathie - das Ganze nahegeht und Du was tun willst, kannst Du auch überlegen, ob Du der Familie eine kleine Karte schreibst und Glück wünschst für Wohnungssuche und so weiter.

    Wenn Du kein Geld hast, dann haste keins. Wovon willst Du was spenden, wenn Du selbst zu knapsen hast? Nur zur "Gewissenserleichterung" oder aus einem Gefühl der Verpflichtung heraus?

    Wenn Du nicht wirklich was erübrigen kannst, dann denke ich, dass mit ein paar lieben Worten und dem Zeichen, dass Du die Mitschülerin nicht vergessen hast und an sie und ihre Familie in diesen schwierige Zeiten denkst, auch etwas Gutes bewirken. Ohne Geld auszugeben, das Du nicht übrig hast.
     
  • Beelion
    Beelion (31)
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    22 September 2008
    #6
    mochte sie dich denn? oder wart ihr euch unsympatisch?
    falls nicht dann schick doch ne karte :smile:

    auch noch ne idee wäre, paar leute aus der alten klasse zu aktivieren und was gemeinschaftlich zu tun. ich glaube so ne karte das sie nicht vergessen wurde bringt ihr viel mehr als geld :smile:



    edit:
    mosquito war etwas schneller... sorry hatte mehrere tabs auf
     
  • drehtür
    drehtür (27)
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    22 September 2008
    #7
    Off-Topic:
    so btw: das mädel liegt im wachkoma, da is nich viel mit lesen und über schöne kärtchen freuen


    Desweiteren schließe ich mich TopBoys Meinung an.
     
  • Steppenfuha
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    22 September 2008
    #8
    Finde es total süß und sehr nett, dass du ihr da was spenden willst aber was es für dich selber bedeutet, kansnt nur du wissen. Wenn du nciht spendest kann es gut sein, dass es dir ein paar unruhige Tage und Nächte beschert weil du dich schlecht fühlst. Würde das schon stark annehmen, alleine schon weil du hier nachfragst.
    Ich habe damals auch immer sehr viel von mir gegeben und gespendet etc aber für mich selber entdeckt, dass es nichts bringt. Ich amg in dem Moment egoistisch sein und mein eigenes Wohl höher stellen las das von anderen aber so bin ich ahlt geworden. Inzwischen kümmere ich mich meist nur noch um die Leute in meiner umgebung und manchmal leider auch um andere.
    Finde es macht das Leben etwas einfacher, wenn man etwas egoistsicher wird. Aber das ist nur meine Meinung.

    EDIT: Die Idee mit der Karte ist keien schlechte Idee.
     
  • Pink Bunny
    Pink Bunny (28)
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    22 September 2008
    #9
    Off-Topic:
    Das hat nichts damit zu tun das sie sich über die Karte freut. Es zeigt den Eltern das sie in der Zeit nicht allein sind
     
  • User 20976
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    22 September 2008
    #10
    Ich denke, dassso eine Karte oder Nachricht durchaus helfen kann - Dir vielleicht nicht. Ich habs bei anderen, die einen schwer erkrankten Angehörigen hatten, anders erlebt.

    Eine solche Karte zu schreiben, halte ich jedenfalls nicht für schädlich.

    Wenns nur aus Verpflichtung geschieht und nicht "von Herzen" kommt, kann man sich derlei aber wohl schenken. Wenns einen hingegen wirklich beschäftigt, finde ich eine kurze Karte mit einigen Worten nicht verkehrt. Das sehe ich nicht als "Heuchelei" an. Idiotisch wärs, von tiefer inniger Freundschaft zu sprechen, wenn das einfach nicht wahr ist.

    Natürlich kann sie auch ein paar Euro spenden, wenn sie will, Kleinvieh macht auch Mist und blabla. Die Frage ist doch: Was will maimamo selbst gern tun, nicht: was sollte sie tun.

    Maimamo, überleg Dir, ob Du spenden willst und kannst oder ob Du ggf. auf andere Weise etwas für die Familie tun willst und kannst.
     
  • User 72148
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    vergeben und glücklich
    22 September 2008
    #11
    Tja, Topboy trifft es eigentlich ganz gut.
    Ich weiß über sie tatsächlich nur ihren vor- und nachnamen, ihr alter und weiß wie sie aussieht. Außerdem, dass wir eine völlig andere Lebenseinstellungen hatte und ich sie eigentlich als doofe tussi abgestempelt hatte. Ansonsten nichts.
    Das ist auch mein Problem. Ich hab mich nie für sie interessiert und tu es eigentlich auch immer noch nicht.
    Versteht mich nicht falsch: ich finde das natürlich schrecklich und es nimmt mich auch mit. Aber eben in dem maße, wie es auch bei einer mir völlig unbekannten Person wäre.
    Mein Gewissen will ich eigentlich auch nicht beruhigen, ich ecke nur mal wieder mit der allgemeinen Vorstellung an, weil es sich anscheinend irgendwie "gehört" etwas zu spenden.
    Wenn ich ehrlich bin sehe ich in dieser "Hilfe" aber gar keinen Sinn. Das Leben von ihr und ihrer Familie ist unwiderruflich kaputt, da hilft doch objektiv betrachtet auch kein Geld mehr. Ich frag mich nur mal wieder, warum diese "lebenserhaltenden" maßnahmen ergriffen werden, wenn dadurch doch gar kein "Leben" erhalten wird :cry:
    Ach, ich weiß auch nicht, was ich eigentlich will.
    Eigentlich wollte ich mit der Klasse gar nichts mehr zu tun haben sondern mich auf meine eigenen Sachen konzentrieren.
    Ich hab auch gar nicht damit gerechnet, je nochmal was über sie zu erfahren.

    Dem stimme ich auch vollkommen zu. Das tu ich auf keinen Fall, weil ich die Familie gar nicht kenne und es wirklich nur eine Floskel wäre.
     
  • Steppenfuha
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    22 September 2008
    #12
    In dem Fall solltest es vielelicht einfach lassen, enn du dabei die einstellung hast "eigentlich sollte ich was machen". Wie schon gesagt...wirklich bringen tut es vermutlich nichts.
     
  • User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    22 September 2008
    #13
    Die Frage ist: Willst Du was spenden?
    Nein, willst Du nicht.
    Also lass es.
    Warum solltest Du es tun, wenn Du nicht willst und eh nicht wirklich was spenden kannst?

    Wenn Dir ggf. andere Dinge unterstützenswert scheinen, dann kannst Du ggf. dafür spenden.

    Nur aus einem "Gruppendruck" heraus zu spenden, weil es eben nicht irgendwo in Afrika ist, sondern weil die Spendenempfänger vor Ort sind und Dich indirekt berühren (könnten), weil Du halt Namen und Ort kennst, halte ich jedenfalls für seltsam.
     
  • User 72148
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    22 September 2008
    #14
    Mosquito, du hast völlig recht :smile:
    Noch dazu wo ich eigentlich viel größeres Interesse daran hätte irgendeinem Kind in Afrika zu helfen, dem würde ich dann nämlich eine Chance geben können...

    Ich werd es lassen.

    Vielen Dank für eure Gedanken!
     
  • Kaya3
    Kaya3 (34)
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    nicht angegeben
    25 September 2008
    #15
    Hallo,

    ich denke, es kommt auch darauf an, wofür man spenden möchte.
    Klar, das Mädel ist jetzt arm dran und braucht Hilfe, also wären Spenden vielleicht sinnvoll.
    Allerdings hatte sie einen Unfall und wurde dann so lange "behandelt", dass sie jetzt mit "Gehirnmatsch" vor sich hin vegetiert. Ich persönlich halte so ein Überleben nicht für sonderlich menschenfreundlich (die genauen Umstände kenn ich ja allerdings nicht, also mit Vorbehalt). Das wäre für mich ein Grund, das Ganze nicht zu unterstützen.
    Mal abgesehen von Topboys Argumenten ;-)

    Gruß,
    Kaya
     

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