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Sollte Ministerpräsident zurücktreten wegen seiner Pogromäußerung?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 8 November 2008.

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Wie findet ihr die Rücktrittsforderung (Ministerpräsident Wulff) wegen Pogromäußerung

  1. bin w: Ich finde diese Forderung gerechtfertigt.

    1 Stimme(n)
    6,7%
  2. bin w. Ich finde diese Forderung verständlich, aber nicht notwendig.

    1 Stimme(n)
    6,7%
  3. bin w: Ich finde diese Forderung überzogen.

    5 Stimme(n)
    33,3%
  4. bin w: Ich kann mir diese Forderung nicht nachvollziehen.

    0 Stimme(n)
    0,0%
  5. bin w: Das ist mir doch egal.

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  6. bin m. Ich finde diese Forderung gerechtfertigt.

    1 Stimme(n)
    6,7%
  7. bin m: Ich finde diese Forderung verständlich, aber nicht notwendig.

    1 Stimme(n)
    6,7%
  8. bin m: Ich finde diese Forderung überzogen.

    2 Stimme(n)
    13,3%
  9. bin m: Ich kann mir diese Forderung nicht nachvollziehen.

    4 Stimme(n)
    26,7%
  10. bin m: Das ist mir doch egal.

    0 Stimme(n)
    0,0%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
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    0
    35
    nicht angegeben
    In letzter Zeit häufen sich Äußerungen, die Situation deutscher Manager mit Opfern des Pogroms oder Judenhetze zu vergleichen. Neuestes Beispiel Ministerpräsident Wulff von Niedersachsen.
    Weil Wullf seine Wortwahl zwar bedauert, aber sich weiterhin rechtfertigt, fordert der Zentralrat der Juden dessen Rücktritt:

    http://www.tagesschau.de/inland/wulff110.html

    Findet ihr diese Rücktrittsforderung gerechtfertigt, hinfällig oder überzogen?
     
    #1
    Theresamaus, 8 November 2008
  2. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Es ist beschämend, daß vor allem Politiker und im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehende Leute immer wieder wissentlich Begriffe verwenden, die mit einer schlimmen Vergangenheit verbunden sind.
    Wer weiß was sie dazu bringt, diese Worte zu verwenden.
    Vermutlich sind sie nur auf Polemik und auf Publicity aus, doch das geht meistens nach hinten los.

    Was damals passiert ist in den Dreißiger und Vierziger Jahren, sollte niemals vergessen werden, aber dazu gehört auch, daß es eine Erinnerung gibt, daß man lernt, gemeinsam damit umzugehen, und die nachkommenden Generationen zu unterrichten und zu sensibilisieren.
    Und daß man die damit in Verbindung stehenden Begriffe nicht mißbraucht und nahezu gedankenlos als Floskeln verwendet.

    Doch macht sich der Zentralrat auch lächerlich, wenn er jedesmal den Rücktritt der betreffenden Personen fordert.
    Anstatt dessen könnte der Zentralrat einen verstärkten Dialog fordern, und die Wortverbrecher dazu ermuntern, sich nicht nur bei der Öffentlichkeit mit Worten zu entschuldigen,
    sondern auch wirklich etwas Sinnvolles zu tun, z.B. Gedenkstätten besuchen, Spenden zum Wiederaufbau machen, usw.

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 8 November 2008
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    35
    nicht angegeben
    Einige Leute sind so auf Mitleid aus und denken, mit Ausdrücken wie Pogrom oder Judenboykott ihre Situation am besten dramaturgisch darstellen zu können :kopfschue
     
    #3
    Theresamaus, 8 November 2008
  4. many--
    many-- (32)
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    Verheiratet
    Mein Gott. Sensationell. "Pogromstimmung" hat er gesagt. Das ist ja mal... unfassbar uninteressant?

    Jetzt mal ganz ehrlich: die Dreistigkeit, mit der der Zentralrat der Juden - oder jedenfalls seine in der Sache sich wichtigmachenden Vertreter - hier den Rücktritt eines deutschen Spitzenpolitikers fordern, weil er sich nicht an einen offenbar von diesen Leuten definierten Sprachcode gehalten hat, ist absolut dreist.

    Wer sind diese Typen? Haben die irgendeine offizielle Wächterfunktion? Sind das demokratisch legitimierte Personen, die das öffentliche Leben vor irgendetwas zu schützen beauftragt sind?
    Nein. Das sind Lobbyisten der schlimmsten Art, die das Denken durch Kontrolle der Sprache regulieren wollen. Und, ich sage das mal, wie ich es denke: diese Leute vom Zentralrat der Juden werden schon wissen, warum es in ihrem Interesse liegt, sich derart zu gebärden, warum es in ihrem Interesse liegt, über gewisse Themen Denk- und Sprachverbote zu verhängen.

    Aber das darf doch nicht sein! Es kann doch nicht sein, dass eine vollkommen unlegitimierte, private Vereinigung eine solche Moralhoheit in diesem Lande genießt! Solch einen Einfluss auf die Politik ausüben kann! Ich meine, der Wulff ist ja nun kein Bürgermeister von Hinterpusemuckel, der ist Ministerpräsident... und muss trotzdem wegen eines Wortes bei diesen Gestalten zu Kreuze kriechen? Sagt mal, wo leben wir hier denn?

    Denn, Fakt ist folgendes: "Pogrom" bezeichnet eine Ausschreitung eines Mobs gegen Angehörige einer bestimmten Gruppe. Zum Beispiel gegen Manager. Das Wort ist nicht exklusiv mit Ausschreitungen gegen Juden verbunden, auch wenn es in diesem Zusammenhang am häufigsten gebraucht wird.
    Dieses spezielle Wort zu "verbieten", weil man alleine durch seine Verwendung das gesamte Leid des jüdischen Volkes verharmlose, ist also nicht nur lachhaft übertrieben, sondern auch in der Sache falsch.
     
    #4
    many--, 8 November 2008
  5. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    0
    35
    nicht angegeben
    Ich denke, beide Seiten haben ihre Argumente und sie sind beide irgendwie verständlich. Nur ist meine Sorge, dass durch übersensible Reaktion nichts erreicht wird.
    Ein anderes Beispiel: Berlusconi soll gesagt haben, dass Obama jung, dynamisch und auch schon braun gebräunt sei, mit einem typischen Berlusconi-Grinsen :grin:
    Darf man zu einem Afroamerikaner nicht sagen, er sei braun gebräunt? Dann dürfte man zu einem Weißen auch nicht sagen, er sei ganz schön blass heute. :ratlos:
     
    #5
    Theresamaus, 8 November 2008
  6. Kronos
    Kronos (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    818
    103
    16
    Single
    Ich könnte ja sagen was mir dazu einfällt, aber ich würde dann wahrschheinlich vom Forum,
    oder diversen Usern, geächtet oder gemaßregelt werden, weil es vielleicht unangemessen klingt...
     
    #6
    Kronos, 8 November 2008
  7. Lenny84
    Gast
    0
    Komischerweise tritt der Zentralrat nur auf, wenn irgendwer gegen seine selbst aufgestellten Regeln verstößt oder wenn irgendwo eine Gedenkstätte eröffnet wird. Den Dialog zwischen Juden und Nicht-Juden fördert er zumindest nicht in dem Maße, dass es einem wirklich auffällt. Vielleicht liegt meine Sichtweise auch daran, dass ich keinen Unterschied zwischen Menschen verschiedener Religionen mache, weil Religion bei mir nicht den höchsten Stellenwert besitzt.
     
    #7
    Lenny84, 8 November 2008
  8. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Ich glaube, das liegt daran, dass Medien nur dann über den Zentral berichten (können), wenn etwas negatives passiert oder eine Besonderheit wie Synagogengründung.
    Vielleicht liegt es auch an Frau Knobloch, die nicht gerade sehr häufig im Fernsehen auftritt wie Michel Friedman oder früher Ignatz Bubis. Bubis hat viel im Fernsehen erzählt und da fand auch ein Dialog statt.
     
    #8
    Theresamaus, 8 November 2008

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