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Sommernachtstraum

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Romeomustdie, 28 Oktober 2006.

  1. Romeomustdie
    Verbringt hier viel Zeit
    29
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    0
    vergeben und glücklich
    Ein Sommernachtsmärchen

    Es war einmal . . .

    . . . ein Märchen, das seines gleichen in dieser Welt suchen sollte. Märchen sind geschichten, die ausgeschmückt sind mit Fabelwesen, mit Happy Ends, der Liebe, mit Akzenten, die nicht gegensätzlicher sein könnten und jede dient jedoch dazu parallelen zur heutigen Zeit zu bilden, um Schlüsse und Lehren daraus ziehen zu lassen. Ein Märchen, das von der Liebe handelt, und auch noch dazu ein positives Ende nimmt, ist vergleichbar mit einem Traum.

    Ich möchte von meinem Traum erzählen.

    Er begann heute vor Taggenau zwei Monaten, an einem verregneten Montag im August. Es war ein Tag wie jeder andere, aber es sollte etwas geschehen das ich niemals vergessen werde. Wenn ich meine Augen schließe und zurück denke, wache ich auf und sitze auf dem Beifahrersitz in einem Suzuki Jimny. Der Regen rieselt auf die Karosserie des Fahrzeugs, der kalte Wind pfeift leise und klopft an die Scheiben, ein hauch von Herbst liegt in der Luft. Doch in meinem Inneren blüht der Frühling. Schmetterlinge durchzucken meinen Körper wie Stromstöße, nur um ein vielfaches intensiver. Mein Herz pocht ungezügelt, das Blut schießt durch meine Adern und ich spüre wie sich langsam Schweißperlen bilden. Wir stehen in einer Auffahrt, um uns herum Bäume deren Äste sich in den Böen wiegen, und ihre Blätter noch ein letztes mal tanzen lassen, bevor sie ihre Farbe verlieren und langsam zu Boden sinken. Im Autoradio läuft das Lied „The End of the Road“ von Boys 2 Men. Ich kenne das Lied sehr gut, aber diesmal ist es anders. Diesmal beginne ich zu glauben, das der Künstler die Worte an mich richtet. Die strahlen des Mondes versuchen die Dunkelheit zu erhellen, aber die grauen, fast schon feindlich wirkenden Regenwolken sind undurchdringlich. Aber in dieser Nacht leuchtet etwas heller als alles andere das ich je erlebt habe, es ist der Körper mir neben mir auf dem Fahrersitz.

    Sie blickt mich an und hält meine Hand. Ihre Haut ist so sanft und so weich wie Seide, die bloße Berührung bewirkt, dass sich meine Nackenhaare aufstellen. Verstärkt wird mein Befinden durch die strahlenden, geheimnisvollen und wunderschönen blauen Augen, die mich fixieren. Ich bin wie paralysiert, die Zeit scheint still zu stehen. Das Leben um mich herum hat aufgehört, ich schwebe in einer anderen Welt, und dann verstehe ich es. „End of the road“, die suche hat ein Ende. Der liebe Herr im Himmel hat seinen wunderbarsten Engel geschickt, damit ich das fühle, wovon ich sonst nur gewagt hätte zu träumen: Liebe auf den ersten Blick, denn eine andere Umschreibung in Worten hat der Mensch für mein Befinden nicht!!

    In der Folge erlebte ich Momente die meinen Charakter, meine Seele und vor allem mein Herz prägen sollten. Das erste mal in meinem Leben erlangte ein Mensch diesen Stellenwert. Tage vergingen wie Stunden, Stunden vergingen wie Sekunden in ihrer Gegenwart. Wenn sie mir ein Lächeln über ihre bezaubernden Lippen schenkte, verlor ich mich in einem Gefühl von Glückseeligkeit. Mein Herz hatte aufopfernd beschlossen, ohne Zweifel diesen Engel zu lieben . . .

    Nun öffne ich meine Augen und ich bin immer noch in diesem Traum. Aber etwas hat sich grundlegend verändert. Es ist inzwischen ein Alptraum! Mein Herz liebt immer noch bedingungslos, aber einen Menschen, der mich nicht liebt.

    Ich beneide den Wind, denn er kann ihr durchs Haar streifen. Ich beneide die Sonne, denn sie erzeugt Wärme in ihrem Körper. Ich beneide den Mond, der sich in ihren Augen widerspiegelt und sie zum strahlen bringt. Mein Herz ist einsam und kalt, eine Leere hat sich breit gemacht. Die Schmetterlinge haben meinen Körper verlassen. Nichts schmeckt mehr wie früher, nichts riecht mehr wie früher, rein gar nichts ist mehr wie früher. Häufig stelle ich mir die Fragen nach dem Sinn meines Lebens, denn die Lebenslust ist in mir gewichen.

    Dann fragte ich den lieben Herrn im Himmel: Warum? Als Antwort schickte er mir den sonnigsten und wärmsten Tag in einem Oktobermonat.

    Hoffentlich weckt mich mein Wecker aus diesem Alptraum auf, denn die Schmerzen sind unerträglich, aber ich lebe . . .
     
    #1
    Romeomustdie, 28 Oktober 2006
  2. anjep
    Verbringt hier viel Zeit
    213
    101
    0
    nicht angegeben
    Es ist wirklich sehr schön und spiegelt sehr gut deine Gefühle weider. Man kann wirklich mitfühlen was du sagen möchtest.

    wow:smile:
     
    #2
    anjep, 2 November 2006
  3. Romeomustdie
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    86
    0
    vergeben und glücklich
    danke anjep . . . :geknickt:
     
    #3
    Romeomustdie, 2 November 2006

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