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sozialer status entscheidend bei der partnerwahl?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von Schappert, 9 Mai 2010.

  1. Schappert
    Schappert (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    1
    26
    0
    Single
    servus leute,

    echt interessantes forum hier.

    ich hab mich hier mal registriert weil mich die frage schon lange interessiert "wie wichtig ist euch der soziale status des vll. zukunftigen partners?".

    denn ich merke auch schon im meinen umfeld das es entscheiden ist aus was für einen umfeld der partner kommt. ist er arbeiter oder akademiker, wohnt er in einem haus oder in einem block, geht er auf die hauptule oder gymnasium, oder ob er vermögend oder verschuldet ist.

    ich würde mich selbst zu arbeiter klasse zählen komme von der haubtschule und mache jetzt eine ausbildung zum kaufmann. bin aber in einem recht druchgemischten umfeld aufgewachsen. zu meinen engsten freunden zählen auch akademiker oder leute die vermögend sind.

    nichts desto trotz sehe ich nur das leute nur aus dem gleichem umfeld zusammen kommen (gleich und gleich gesellt sich gern) ob wohl es doch eigentlich auch heist (gegensätze siehen sich an) :zwinker: aber lassen wir mal die kalender sprüche bei seite.

    mir ist z.b. es recht egal aus was für verhältnissen meine partnerin kommt. bin ja auch wie oben schon gesagt recht "welt offen" aufgewachsen trotzdem fählt es mir z.b. schwer mit jemanden zusammen zu kommen der nicht aus meinen umfeld ist. ich glaube ja auch das der status mit dem älter werden an wichtigkeit gewinnt wenn man mal familie hat usw. aber das er so entscheident ist bezweifle ich.

    die frage ist wirklich an jeden gerichtet sowohl männlein als auch weiblein also postet mal schön
     
    #1
    Schappert, 9 Mai 2010
  2. glashaus
    Gast
    0
    Das Thema gabs ja schon ein paar Mal.

    Mir ist es immernoch wichtig, dass mein Partner einen gewissen Bildungs- bzw. Karrierehintergrund hat, der mit meinem vergleichbar ist. Alles andere hat in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten geführt.
     
    #2
    glashaus, 9 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. User 15352
    Beiträge füllen Bücher
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    1.504
    Verheiratet
    Was mir wichtig ist, ist ein ähnliches Bildungs- und Intelligenzniveau, da ich mich schon gerne mit meinem Partner auf Augenhöhe unterhalten möchte.

    Off-Topic:
    Und eine korrekte Orthographie find ich auch wichtig :tongue:...
     
    #3
    User 15352, 9 Mai 2010
  4. aiks
    Gast
    0
    Also ich muss sagen, dass ich mich schon mit anderen Studenten auf Dauer besser unterhalten kann, als mit jemanden der mit 15 bereits arbeiten gegangen ist. Wobei das auch abhángig davon ist, wieviel Kontakt ich mit einer Person habe und wie interessiert der Andere ist.

    Mit anderen Worten: Ich ziehe einen "einfachen Arbeiter", der viel liest und sich informiert einem Mathestudenten vor, der neben seinem Studium nur Sportsendungen schaut.

    Meistens ist es jedoch anders und ich freue mich immer was über Sachen zu lernen, die mein Freund studiert und auch umgekehrt ist es so.

    Und anderer sozialer Status ist mir wirklich egal, solange mein Freund nicht findet, dass das Ziel seines Lebens das Arbeitslosengeld ist. Genausowenig haette ich aber gerne einen Full-Time-Manager, der nie Zeit für mich haette.
     
    #4
    aiks, 9 Mai 2010
  5. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    171
    nicht angegeben
    Der soziale Status sollte, wie im Übrigen auch das Bildungsniveau und die charakterlichen Eigenschaften, bei beiden Partnern in etwa gleich sein.
    Auch wenn es Ausnahmen gibt, bin ich der Meinung, dass damit eine größtmögliche Schnittmenge erreicht wird und in der Folge auch eine stabile und dauerhafte Beziehung zustande kommt.

    Allzu große Unterschiede könnten langfristig zu Konflikten und Problemen führen.
     
    #5
    honi soit qui mal y pense, 9 Mai 2010
  6. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Die meisten, wenn nicht sogar alle meine Partner hatten bisher ein geringeres "Bildungs. und Intelligenzniveau" als ich. Nehmen wir an, ich unterhalte mich gerne über Adorno, da ist es egal, ob er Hauptschüler oder Akademiker ist, die meisten haben ja eh keinen blassen Schimmer. Der Schulabschluss sagt ja alleinig nicht viel es, es kommt darauf an, was der Mensch aus sich macht, was er für sich liest und wie er sich geistig weiterbildet. Aus meiner Jugend sind noch einige Freunde mit Realabschluss "übrig geblieben", die meisten meiner Freunde studieren allerdings; ist ja auch kein Wunder, wenn man selber Studentin ist und so eben viele Studenten kennenlernt. Kurz: Unter Studenten gibt's genug Deppen, wie bei jedem anderen Bildungsgrad auch, das alleine hat nix zu sagen.

    Mit der Herkunft ist's da ein bisschen anders. Meine MitbewohnerInnen und ich haben neulich festgestellt, dass diejenigen, die mit ihren Eltern in einem Haus aufgewachsen sind, den Druck haben, auch ein Haus bauen zu wollen, während diejenigen, die immer in Mietswohnungen gelebt haben, dass ganz anders sahen. Und ich finde das schon ein bisschen wichtig für die Zukunftsplanung eines Paares. Klingt erstmal banal, aber mit Hausbau (fester Wohnsitz, Finazielles, etc.) ist ja viel verbunden. Naja, es gibt sovieles, was für die Wahl des Partners zu beachten ist. Von sozialem Status über Charakter bis hin zu Aussehen. Man darf nicht immer versuchen seinen Erfolg oder Misserfolg ein einer Schublade festzumachen.
     
    #6
    xoxo, 9 Mai 2010
  7. Maxx
    Sehr bekannt hier
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    198
    623
    Single
    Letztlich hängt es wohl davon ab wo die Liebe hinfällt und deshalb gibt es auch Personen aus unterschiedlichen Verhältnissen, die zueinander finden.

    Eine Beziehung kann unter diesen Umständen wunderbar funktionieren, sie kann aber genauso gut, u.a. aus diesen Gründen, früher oder später in die Brüche gehen.

    Dass tendenziell aber eher Leute zueinander finden, die in etwa aus dem gleichen Umfeld stammen, mag daran liegen, dass sie sich vornehmlich in den gleichen Kreisen bewegen, weil die Leute unter "ihresgleichen" eher ihrer Erwartungshaltung entsprechen und ähnlichere Interessen haben. Natürlich entstehen somit in diesen Kreisen auch Partnerschaften.

    Andererseits müssen die Unterschiede zweier Personen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, sowohl was Interessen als auch Charakter betrifft, gar nicht zwangsläufig so verschieden sein. Da kann es trotz unterschiedlicher Verhältnisse viele Überschneidungen geben und zudem hat man ja nicht ausschliesslich nur mit Menschen zu tun, die aus etwa der gleichen Schicht stammen und somit kann der Funke auch dann überspringen, wenn sich zwei Personen aus unterschiedlicher Schicht begegnen.

    "Gleich und gleich gesellt sich gern" und "Gegensätze ziehen sich an", sind für eine Partnerschaft bis zu einem gewissen Punkt beides interessante Kriterien, allerdings kommt es darauf an wie sie ausgeprägt sind und in welchen Bereichen sie auftreten, denn wichtig ist es, dass in einigen grundsätzlichen Punkten z.B. keine gegensätzliche Vorstellungen herrschen, wenn die Partnerschaft Zukunft haben soll.

    Oft sind es ja die Eltern, die versuchen eine Beziehung zwischen zwei jungen Menschen zu verhindern, die nicht den gleichen sozialen Status haben. Besonders wohlhabende Personen möchten in vielen Fällen nicht, dass ihr Sohn/ihre Tochter bei der Partnerwahl jemanden auswählt, der in einer niedrigeren Liga spielt.

    Deshalb glaube ich sogar, dass der soziale Status, mit dem man geboren wurde, an Bedeutung verlieren kann, wenn man älter wird. Die Eltern vererben zwar auch den sozialen Status an ihre Kinder, doch was diese letztlich im Erwachsenenalter daraus machen, ist dann von den Kindern abhängig, die ja nicht zwangsläufig in die gleichen Fussstapfen treten müssen. Möglich ist es also, dass der Sohn aus gutem Hause einen anderen Weg für sich wählt, der mit Karriere und Reichtum wenig zu tun hat, während Kinder von armen Leuten sich später hocharbeiten und erfolgreich sind.
     
    #7
    Maxx, 9 Mai 2010
  8. KleineJuli
    Gast
    0
    Mein Freund war zwar "nur" Hauptschüler ohne beste Noten, aber er hätte locker auf einer Realschule oder noch weiter oben sein können. Er ist sehr intelligent, hat in der Tat viel Bildung, und weiß wirklich mehr als mancher, der auf "bessere" Schulen gegangen ist.
    Er hat Interesse, etwas zu Wissen. Deswegen hat er in der Tat eine gute Bildung! Er überrascht mich damit wirklich oft.
    Noten und Schule sagen nicht viel aus. DIE Person ist es. Ob sie wissbegierig ist und Allgemeinbildung hat oder nicht, ist nicht vom "Status" abhängig.

    Ich war auf der Realschule, habe aber leider nur den Hauptschulabschluss, weil ich abgebrochen hatte, weil ich damals gemoppt worden bin und deshalb ging. Das merkt man mir nicht an, jeder denkt, ich wäre auf dem Gymi gewesen.

    Es finden immer unterschiedliche Menschen zueinander, wo die Liebe einfach hinfällt.
     
    #8
    KleineJuli, 9 Mai 2010
  9. Shiny Flame
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    Verlobt
    Hmm, ich komm aus nem akademischen Elternhaus und bin sehr intellektuell aufgewachsen. Allerdings war meine Mutter irgendwann alleinerziehend, was ja schon wieder statusmindernd ist, hat uns aber noch Musikunterricht bzw. Reitunterricht ermöglicht, was wieder statusförderlich ist.

    Selbst hab ich auch einen Studienabschluss.

    Mit intellektuellen Männern komme ich im Gespräch wunderbar klar (wo ich mich freue, wenn mir endlich mal einer ebenbürtig ist), aber in der Liebe hatte ich mit Akademikern irgendwie kein Glück. Da kam ich irgendwie immer besser mit Männern klar, die ganz praktisch denken, zwei mal Handwerker, einmal jemand aus ner Arbeiterfamilie, der BauIng studierte. Das waren halt bisher so die Männer, die mich glücklich gemacht haben. Vielleicht, weil man die Liebe dabei nicht "kaputtdenkt" (wie ich das mit meiner oft intellektuellen Art gerne mache), sondern sie einfach fühlt.

    ***

    Mein jetziger Freund und ich bewegen uns tatsächlich eher im gleichen Umfeld, was aber auch daran liegt, dass ich zwei "versnobtere" Freundinnen inzwischen deutlich seltener kontaktiere. Ich war es leid, mir Sprüche und hochgezogene Augenbrauen anzutun.

    Unser Umfeld hat eher was mit einem recht zeit- und elanintensiven Hobby LARP zu tun. Letztlich ist das die Szene, in der wir beide am ehesten zu Hause sind. Bei so was ist der "Mangel" an Intellektualität kein Hindernis und seine handwerklichen Fähigkeiten eher etwas sehr positiv Männliches.

    Und Männer, die dort eher aus dem gleichen Hintergrund wie ich kommen, haben oft die Macken vieler Intellektueller, dass sie glauben, schon alles zu wissen. Ich suche lieber noch - und mein Schatz ist genauso neugierig wie ich auf die Welt.

    ***

    Es war also nicht der Status, der entscheidend war - aber im Grunde ist das, wo wir gegenseitig herkommen, schon auch etwas, was uns aneinander angezogen hat. Meine leichte Verkopftheit, seine solide Art...

    Aber letztlich war der Sex-Appeal deutlich wichtiger :zwinker:.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 19:27 -----------

    Find ich übrigens hochinteressant und plausibel.
     
    #9
    Shiny Flame, 9 Mai 2010
  10. User 92211
    Sehr bekannt hier
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    Verlobt
    Als Arbeiterkind mit Universitätsabschluss kann ich meinen sozialen Status selber gar nicht so wirklich definieren. :zwinker: Bei einem meiner Ex-Freunde war es umgekehrt, der kam aus einem Akademiker-Haushalt und hat eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht.

    Generell komme ich aber besser mit Partnern klar, die auch studiert haben, wobei ich nicht genau weiß, ob es wirklich daran liegt bzw. lag. Mein Freundeskreis ist in dieser Hinsicht ziemlich gemischt.
     
    #10
    User 92211, 9 Mai 2010
  11. User 32843
    User 32843 (29)
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    nicht angegeben
    Ich bin die einzige meiner Familie die einen Uniabschluss hat (momentan), wir sind aber recht wohlhabend.

    Mir ist wichtig dass ich mich mit meinem Partner durchaus auf Augenhöhe unterhalten kann (hat bei meinem Ex nicht geklappt...). Ob er nun einen Uniabschluss hat, oder einfach eine gleiche Einstellung zur Bildung wie ich ist mir egal.

    Ich möchte aber auch dass er sich in meinem Umfeld einigermassen wohl fühlt, d.h. schicke Restaurants sollten ihn nicht in Angstzustände versetzen, weil das bei meiner Familie grossteils einfach dazugehört und ich das auch sehr schätze.
     
    #11
    User 32843, 9 Mai 2010
  12. saliko
    Öfters im Forum
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    in einer Beziehung
    Ich stoße mich an dem Wort "Status" aber der soziale Hintergrund, und noch mehr der Bildungshintergrund sind mir schon wichtig, ja.
     
    #12
    saliko, 9 Mai 2010
  13. aurorastef
    Gast
    0
    also ich finde es schon wichtig. Bei mir war es z.B. so, dass ich studiere, mehrere Sprachen spreche und viel Auslandserfahrung habe.. Mein Freund hatte nie studiert und ist auch nie groß in der Welt rum gekommen. Seine Freunde sind genauso und wenn ich sie treffe, dann wurde ich schon manchmal als arrogant eingestuft, nur weil ich beispielsweise wert auf die korrekte Aussprache (z.B. im Englischem) lege oder manche Dinge eben besser weiß. Dann heißt es gleich: Die ist arrogant und zu stolz. Außerdem langeweilige ich mich auch schnell mit Leuten, die nichts machen, noch nie ihr Haus bzw. Land verlassen haben, keine Fremdsprachen sprechen und ihr einzige Sorge ist: Was esse ich heute oder welchen Film schaue ich heute an...
     
    #13
    aurorastef, 9 Mai 2010
  14. MsThreepwood
    2.424
    Die Herkunft eines Menschen, ob nun aus Arbeiterfamilie oder Akademikerkreisen, interessiert mich nicht wirklich. Auch nicht der Schulabschluss, oder inwiefern sein Job etc in der Gesellschaft angesehen ist.

    Wichtig ist, wie derjeniger JETZT ist. Kann ich mich mit ihm angeregt unterhalten? Haben wir ein ähnliches Verständnis von Kunst und vom Leben? Können wir gewisse Freizeitaktivitäten (nicht alle) miteinander teilen? Kurzum: Macht es einfach "klick"?
     
    #14
    MsThreepwood, 9 Mai 2010
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  15. NikeGirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ein sozialer Hintergrund, der meinem ähnlich ist, ist mir schon wichtig, ebenso wie ein ähnlicher Bildungs- oder Karrierehintergrund.
    Ich habe studiert, mein Freund nicht, trotzdem ist auch sehr sehr Leistungsorientiert. Ich könnte z.B. mit keinem zusammensein, der sich Zuhause den Hintern breit sitzt und nichts von Arbeit hält und stattdessen stolz auf sein monatliches Hartz IV ist... Ebenso könnte ich aber auch keinen Akademiker an meiner Seite haben, dessen Allgemeinbildung gleich null ist...

    Also ich denke, so ein gewisses Gleichgewicht sollte schon vorhanden sein...
     
    #15
    NikeGirl, 9 Mai 2010
  16. User 46728
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    +
    Trifft s ganz gut.

    Schulbildung finde ich ehrlich gesagt weniger wichtig, ich studiere, komme aus einer Akademierfamilie, die meisten Exfreunde sind Studenten. Ein Ex hat nie studiert und wirds nie machen, hat die HA abgeschlossen, MR nachgemacht und ist seit dem Ende seiner Ausbildung Handwerker. Er ist dafür gemacht, 1A auf seinem Gebiet, seine Augen glänzen, wenn er davon spricht, wozu studieren? Da hätte er nur Zeit verloren. Er war sehr gebildet, wir konnten uns sehr gut unterhalten etc.
     
    #16
    User 46728, 9 Mai 2010
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  17. Clocks
    Clocks (30)
    Meistens hier zu finden
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    in einer Beziehung
    tz64544%%%d
     
    #17
    Clocks, 9 Mai 2010
  18. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Naja tut mir leid, aber das klingt auch arrogant. Ich würde einen Menschen nicht danach einstufen, wie weit rumgekommen ist. Weil einem eine korrekte Aussprache fremder Begriffe wichtig ist, wird man noch lange nicht als arrogant eingestuft, das klingt für mich dann eher so, als ob die die Leute darauf ansprichst oder korrigierst.

    Mir ist die soziale Herkunft insoweit egal, als dass es überall Idioten gibt. Ich habe ja auch so ein "Möchtegernelitefach" studiert, und was ich da an schrecklichen Menschen kennengelernt habe, lässt sich echt nirgendwo toppen. Da sind mir geschichten passiert, die glaubt man mir zum Teil nicht :zwinker: Auch in anderen Studiengängen mag ich häufig dieses typische "Studi"-Getue nicht und auch da fallen mir Leute negativ aus, die es im Leben immer gut hatten und davon arrogant werden und nicht an Leute glauben können, denen es wirklich schäbig geht.

    Im weiteren Familienkreis haben bei uns nur wenige studiert, mein Vater war da einer der Ersten. Auch finanziell ging es uns immer ziemlich gut. Ich habe schon festgestellt, dass mit Menschen, die aus einem ähnlichen "Stall" kommen, grundsätzlich etwas besser zurecht kommt, als mit Menschen, deren Herkunft stark unterschiedlich ist - sowohl "nach oben", als auch "nach unten".

    Mein erster Freund konnte kaum lesen und schreiben, die Familie war eher simpel gestrickt - auch wenn sie in einem schönen Haus wohnten- und es war nicht immer leicht. Für Abitur oder später Studium hatte er kein Verständnis, ich konnte mit ihm nicht reden, er hat nichts verstanden. Ich hatte am Anfang noch die Idee, dass man das gemeinsam schon hinbekommt, aber geklappt hat es nie. Dazu kommen dann von seiner Seite aus starke Minderwertigkeitskomplexe, er hat mich runtergebuttert, vor versammelter Mannschaft über Nichtigkeiten belehrt und mir eingeredet, dass ich zu dick und zu flachbrüstig bin. Das hat echt Jahre gedauert, bis das in meinem Kopf wieder weg war und ich wieder das Selbstbewusstsein hatte, was ich vorher hatte.

    Danach hatte ich einen Freund, dessen Eltern sehr reich waren, der wollte vor 30 nicht anfangen zu arbeiten. Er konnte sich sein Auto aus dem Katalog aussuchen, wir gingen jedes WE ins Kino, bestellten Essen...Mein Konto litt da sehr drunter, aber er hat nie verstanden, wieso ich mich da so anstelle. Irgendwann gingen unsere Lebenspläne auseinander, er wollte wieder bei seinen Eltern im luxuriösen Heim wohnen und sich von Mama bekochen lassen und von der Putzfrau den Mist wegräumen lassen, ich wollte meinen eigenen Haushalt, mein eigenes Leben.

    Irgendwann dachte ich dann echt nur noch "Du brauchst jemanden, der auch studiert, der weiß, wie das ist, der sich dafür einsetzt und wissenschaftlich interessiert ist" - und so jemanden habe ich jetzt. Und ich muss sagen, es läuft am Besten. Er kennt es, wenn man von Mama und Papa unterhalten und unterstützt wird, er kann aber auch sparsam damit umgehen. Wir studieren etwas Unterschiedliches, haben also genug unterschiedliche Interessen - aber im Anspruch nehmen sich die Studiengänge nichts. Und wir können die Verwandtschaft an einen Tisch setzen, ohne dass sich die eine Hälfte über die andere wundert :zwinker:

    Es ist nicht unmöglich, wenn beide sehr unterschiedlich sind - aber es ist schon leichter, wenn man den gleichen Hintergrund hat.
     
    #18
    User 20579, 9 Mai 2010
  19. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    813
    Single
    Interessant ist ja, dass bei diesem Thema gerne die Perspektive eingenommen wird, in der man einen (finanziell und/oder intellektuell) unterlegenen Partner hat, und man feststellt, dass es wohl Probleme geben würde, wenn der andere nicht mithalten könnte.

    Interessant wäre ja auch, wie man selber damit umgehen würde, wenn der/die andere so erfolgreich/gut verdienend/gebildet wäre, dass eindeutig wäre, dass man selber genau dieses Niveau nicht erreichen könnte. Kann man dann plötzlich gönnen, oder bekommt dann das Ego doch Probleme, wenn der eigene Erfolg im direkten Vergleich kaum der Rede Wert ist?
     
    #19
    MrShelby, 9 Mai 2010
  20. User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    4.777
    nicht angegeben
    Das kann sich so unterschreiben.
     
    #20
    User 10802, 9 Mai 2010

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