Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Spätfolgen und Schuldgefühle nach Beziehungsende

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Erlenbach, 25 April 2009.

  1. Erlenbach
    Erlenbach (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    33
    31
    0
    nicht angegeben
    Hallo, wusste nicht ganz, wo ich das Thema am besten eröffnen sollte, in den Kummerkasten hätte es auch gepasst. Ich versuch mal mein Problem zu schildern...

    Vor etwas mehr als einem Jahr hat meine damalige Freundin nach mehreren Jahren Beziehung mit mir Schluss gemacht.
    Wir waren eigentlich immer sehr glücklich miteinander, allerdings waren wir schon immer etwas verschieden. Sie sehr lebhabt und impulsiv, ich eher zurückhaltend und auch schüchtern.
    Außerdem bestand da wohl noch ein größeres Kommunikationsproblem. Ich hatte immer Probleme mit ihr "mitzuziehen", ich war einfach nicht so der Draufgänger und zu schüchtern für Feiern im ganz großen Stil, aber ich hatte immer Angst, mich vor ihr zu outen. Sie wiederum fühlte sich öfters vernachlässigt, weil ich mich zu vielem nicht getraut und weil ich oft mal World of Warcraft gespielt habe (jaja, ich weiß, was ihr denkt, bin aber seitdem "trocken"), wollte mir aber auch keine Vorwürfe machen und hat immer alles runtergeschluckt.

    Naja, ich kürze es mal ab: Es kam eben, wie es kommen musste. Wir haben uns nicht unbedingt auseinandergelebt, sondern eher auseinanderentwickelt. Sie sogar etwas radikaler. Nach einer kurzen, aber wohl intensiven nachdenklichen Phase ihrerseits hat sie dann den Schlussstrich gezogen.

    Nun gut, nach all den Jahren hat mich das natürlich schon aus der Bahn geworfen. Jetzt allerdings zum eigentlichen Problem: In einer, naja, ich würd fast schon sagen Wutpredigt habe ich dann doch erfahren, was ihr alles nicht gefallen hat, was ich alles versäumte habe, wie ich das nur habe nicht selbst merken können, wie einfältig sie doch gewesen wäre, mit mir zusammen gewesen zu sein, sie könne mir das alles niemal vergeben... :kopfschue

    Aber Freunde könnten wir ja weiterhin bleiben.
    Pustekuchen, schnell war klar, dass wir es wohl nicht bleiben konnten. Worte haben wir seitdem eher sehr selten gewechselt. Ihr Verhalten reicht vom aus dem Weg gehen bishin zum Ignorieren, womit ich nicht umzugehen weiß. Hab' es seitdem nie geschafft, diese Eiseskälte zu durchbrechen, will ihr ja auch nicht hinterlaufen oder sie bedrängen und bin ja auch kein Mann der Initiative... :frown:

    So, wie gesagt, dieses Debakel liegt jetzt schon mehr als ein Jahr zurück, aber ich komm immer noch nicht darüber hinweg.
    Soweit ich weiß, führt meine Ex ein abwechslungsreiches Leben, in dem ich nur noch da ins Spiel komme, wo es gilt, mich zu verleugnen, ignorieren und zu vergessen. Ich dagegen denke immer noch täglich an unsere gemeinsame Zeit. Mehr als alles andere aber an das Ende.

    Ich trauere ihr nicht unbedingt hinterher, weil ich weiß, dass da wohl wirklich nichts mehr zu holen war. Es ist einfach die Schuld, die mich belastet. Auch wenn sie natürlich selbst kein Unschuldslamm war, tut mir doch sehr Leid, dass ich so viel verbockt habe und es tut mir Leid, dass ich vielleicht nicht der etwas mutigere Freund war, den sie verdient hätte.

    Aber da ist niemand, da ist keine Möglichkeit, diese Schuld abzutragen. Sie hat mir ziemlich deutlich gemacht, dass es keine Wiedergutmachung gibt. Und mit ihrer Weltanschauung, in der jeder alles erreichen kann und soll und in der kein Platz für Angst und Schwächen sind (sie selbst ist nun mal so eine Power-Frau), darf ich auch nicht auf Verständnis hoffen.
    Außerdem ist ja auch nicht so, dass ich es nicht schon mal versucht hätte, sie zur Rede zu stellen (kurz nach der Trennung) - sogar in Gesprächen geht sie mir thematisch aus dem Weg.

    Das alles belastet mich sehr. Wenn ich sie gar nicht mehr sehen würde, wäre alles weitaus weniger schlimm. Aber über Freunde geraten wir dann doch noch alle paar Wochen aneinander. Immer dasselbe. Bauchweh, ich fang an zu zittern, usw. Bestimmt hat doch noch jemand hier Harry Potter gelesen, oder? Von den Dementoren, die einem das Gefühl geben, nie wieder glücklich im Leben zu werden... Genauso fühlt es sich jedes mal an :geknickt:

    Ich kann damit nicht vernünftig abschließen. Ich hab' schon einiges versucht um mich abzulenken, aber ich fühl mich oft niedergeschlagen und motivationslos. Für viele Sachen fehlt mir einfach der Mut, auf andere zuzugehen, außerdem fehlt mir auch oft die Zeit (dämliches Bachelor-Studium :mad: ). Das sitzt alles irgendwie tief und ich kann es nicht so einfach vergessen. :geknickt:

    Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Und was soll ich eurer Meinung nach tun?
     
    #1
    Erlenbach, 25 April 2009
  2. *Sawya*
    *Sawya* (25)
    Meistens hier zu finden
    315
    128
    231
    vergeben und glücklich
    Hey

    Mein Mitgefühl! Ich kann dir leider keinen vernünftigen Rat geben, aber du musst dir klarmachen, dass das Scheitern einer Beziehung meistens halt an Beiden liegt! Klar, du hast Fehler gemacht. Aber sie hat dir nie eine Chance geben, dich zu bessern! In einer Beziehung sollte man über Dinge sprechen, die einem nicht passen! Man muss offen sein und miteinander reden! Und das hat sie nun nach meiner Einschätzung erst viel zu spät getan, als die Schluss machte nämlich! Und dadurch hat sie DIR ein schlechtes Gewissen gemacht! Das ist natürlich hier an meinem PC einfacher gesagt, als umgesetzt, aber es zeigt, dass auch sie ihren Teil zum Scheitern beigetragen hat und nicht perfekt ist!

    Sie gibt dir keine Chance zur Wiedergutmachung (damit meine ich jetzt nicht unbedingt auch das zurückgewinnen!), aber du kannst dir selber eine geben! Du hast an dir gearbeitet (siehe WOW) und das solltest du weiter machen! Du musst deine Konsequenzen daraus ziehen und es versuchen, das nächste Mal, bei der nächsten Frau besser zu machen. Und dann darfst du diese Fehler meiner Meinung nach wohl selber abhacken, als Vergangenheit. Du kannst es nicht rückgängig machen. Aber es soll dich nicht für immer belasten! Jeder Mensch macht Fehler! Nur, dass sie dir nicht verzeiht, heisst nicht, dass du dir selber nie verzeihen darfst! Dann am Ende hat sie dich verlassen, und du bist derjenige, der mit deinen Fehlern leben muss, bis ans Ende! Urteilen darfst auch demnach nur du selbst über dich, und nur das darf eine Bedeutung für dich haben!

    Sie hat eine Entscheidung getroffen, die du akzeptieren musst! Nun triff deine und lass davon dein Leben nicht so sehr bestimmen!
     
    #2
    *Sawya*, 25 April 2009
  3. Erlenbach
    Erlenbach (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    33
    31
    0
    nicht angegeben
    Danke für deine Antwort.

    Ja, ich schätze du hast Recht, zum Scheitern tragen nicht selten beide bei. Eine Chance gegeben mich zu bessern hat sie in direktem Sinne nicht gegeben, aber sie hat natürlich einfach immer so auf Wunder gewartet. Wie gesagt, später hieß es eben immer nur: "Hättest du doch selbst merken können." Und eine große Schuld hat sie ja auch auf sich genommen, nämlich die Schuld, auf mich "reingefallen zu sein".

    Und es stimmt natürlich, ich bin derjenige, der bis zum Ende damit leben muss und der über sich urteilen darf, nicht sie. Aber ich finde schon, dass sie da ein paar wunde Punkte bei mir getroffen hat und schließlich finde ich, dass sie in vieler Hinsicht recht hatte. Ich urteile nicht so viel anders über mich als sie damals. :kopfschue

    Das Problem ist einfach, dass ich irgendwie schon weiß, dass ich hier nicht alle Schuld allein trage, aber meine Schuldgefühle erschlagen einfach jegliche Vernunft.
    Ich fand es eigentlich nie so tragisch, wenn es mal jemanden gab, der mich irgendwie uncool oder total doof fand. Aber sie war einfach die Person, die mir bisher am meisten bedeutet hat im Leben. Und ihr jetzt einfach gar nichts mehr zu bedeuten... nur noch Abscheu zu erfahren... Ich fühl mich total wertlos... :geknickt:

    Na gut, ich werd' mal sehen, wie ich mich durchschlage...
     
    #3
    Erlenbach, 29 April 2009
  4. kingofchaos
    Benutzer gesperrt
    1.011
    0
    39
    vergeben und glücklich
    Ich weiß ja nicht, warum Du dir so ein schlechtes Gewissen einreden lässt?

    Wenn eine Beziehung zerbricht hat nicht nur ein Partner Schuld dran, da sind zwei dran beteiligt.

    Hat PN, den Link soll ich hier nicht posten, sonst weinen wieder die Mods
     
    #4
    kingofchaos, 29 April 2009
  5. Erlenbach
    Erlenbach (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    33
    31
    0
    nicht angegeben
    Danke dir für den Link, da sind tatsächlich einige
    Punkte dabei, die ich so auch bestätigen würde und die mir vielleicht weiterhelfen können. Aber im Großen und Ganzen geht es mir nicht darum, sie wieder zurückzugewinnen, was ja erklärtes Ziel des Artikels war, im Gegenteil, eher darum endlich damit abzuschließen, das alles hinter mir zu lassen.

    Von anderen hab ich mal gehört, eine neue Beziehung würde mich schnell die letzte vergessen lassen. Aber ich glaub irgendwie nicht so sehr daran. Bin ja jetzt seit über einem Jahr Single, wird sich so schnell auch nicht mehr ändern, bin nicht so der Frauenschwarm, ums dezent zu formulieren. Und zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir eine Beziehung sowieso nicht vorstellen, mir fehlt einfach das Vertrauen in allen und jeden, wahrscheinlich auch zu mir selbst. :geknickt:

    Mir ist ja klar, dass es kein Wunderheilmittel gibt, aber sich immer noch, nach so langer Zeit, Tag für Tag als Versager zu fühlen, ist so belastend... :kopfschue
    Ich weiß, meine Situation ist vielleicht nicht sehr oft verbreitet. Aber hat jemand anderes vielleicht sowas schon mal erlebt? Ich glaube so ein Erfahrungsbericht oder sowas würde mir sehr helfen.
     
    #5
    Erlenbach, 1 Mai 2009
  6. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
    205
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich habe mir nach meiner ersten Bez. ewig lange noch Schuldvorwürfe gemacht, obwohl das nicht mal von ihm ausging. Vielleicht lag es daran, dass er mich quasi gegen eine andere ausgetauscht hat und ich dachte, dass sie zwangsweise etwas besser machen musste als ich. Letztlich bin ich eigentlich erst nach einer neuen Beziehung über die Alte hinweg gekommen. Vielleicht lag es daran, dass es meine erste Bez. gewesen ist. War es vielleicht auch deine erste (längere) Bez.? Jedenfalls hab ich danach schnell festgestellt, dass ich nicht alles falsch mache und vieles auch an dem Gegenüber lag. Der Neue verhielt sich in den Punkten, die ich mir damals vorwarf, ganz anders als der Vorige (war zum Bsp. nicht so kalt und distanziert), so dass auch ich mich anders verhielt (konnte viel eher auch mal selber die Initiative ergreifen als zuvor). Vielleicht hilft dir ja der Gedanke, dass jede Frau anders tickt und dein Verhalten ihr gegenüber sicherlich auch durch sie mitbestimmt war.
     
    #6
    Princesa, 1 Mai 2009
  7. 0rN4n4
    Gast
    0
    Ich finde nicht, dass Dich irgendeine Schuld für ihre Kommunikationsunfähigkeit trifft. Wenn einen was stört muss man das selber sagen, ansonsten ist man selbst schuld.(Man kann ja nicht immer nur darauf anspielen und dann hoffen verstanden zu werden.)

    Das mit der neuen Beziehung glaube ich auch nicht. Ne neue Beziehung bringt nämlich auch neue Probleme und wenn man noch "Altlasten" hat, wirkt das nur belastend. (Apropos Verlustängste etc.)

    Das Du Dich als Versager fühlst, hat wohl eher wenig mit der Beziehung oder dem Beziehungsende zu tun...Sicher auch, aber ist es nicht einfach auch so leicht alles darauf zu schieben?

    Geh Doch ab und zu mal weg mit deinen Kollegen, flirte unverbindlich (das heisst nicht allzu heftig und natürlich auch nur wenn dir das Mädchen gefällt), das bringt einen auf andere Gedanken... Sprich: Brüte nicht nur zuhause rum sondern lenk Dich auch bisschen ab. Als Ablenkung kann alles mögliche dienen: Arbeit, Sport, Ausgang, Zeichnen ... Was DU magst.. aber es MUSS was produktives sein, damit du aus dem "versumpfen" rauskommst..

    Ich hatte mal zwei Jahre lang Liebeskummer weil einer behauptet hat ich sei ihm nicht schön genug. (Man muss ja auch immer mal eine Begründung finden...) Worauf ich DAUERND Bestätigung für meine Schönheit gebraucht hab ( Meine Familie hat gelitten... )

    Allerdings bin ich weder hässlich noch hat der andere gross Schuld daran, dass ich zwei Jahre gebraucht hab um drüber weg zu kommen :smile: Man steigert sich da nämlich auch bisschen rein.. Ähnliche Sachen sind: "Ich kann das einfach nicht" "Ich bin ja so dumm" oder eben "Ich bin einfach ein Versager" Man kann was daran ändern. Das einfachste ist: ( so trivial das jetzt klingt) positiv Denken. Man ist nicht dumm, nur weil man mal länger braucht. Einmal verlieren macht aus niemandem nen Versager. Es können einen unmöglich alle schön finden.

    Du schaffst das. Jeder hat mal seine Tiefs. Falls Du einen hast, rede mit deinem besten Freund drüber. (Oder mit deiner besten Freundin.)Jedenfalls mit jemandem bei dem Du Dich wohl fühlst drüber zu reden :smile:

    Lass Dich nicht von Dir selbst unterkriegen.
    N4n4
     
    #7
    0rN4n4, 2 Mai 2009
  8. Erlenbach
    Erlenbach (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    33
    31
    0
    nicht angegeben
    Zur Frage: Ja, sie war meine erste und einzige Freundin.

    Ja, ich glaube, das hilft mir tatsächlich weiter. Sie hatte schon großen Einfluss auf mich und war tatsächlich immer der dominantere Teil, ganz klar sogar. Allerdings wollte sie das selbst nicht akzeptieren, was dann oft in unerfüllten Erwartungen gemündet ist.

    Da hast du wohl Recht, das ist alles einfach so lange her und es hat nicht alles darin seinen Ursprung. Aber wie soll ich das am besten beschreiben...?
    Nach dem Ende war ich ja nur noch verabscheuungswürdig. Und sie war irgendwie glücklicher denn je. Ich war einfach so... ersetzbar. Als wär ich nie gebraucht worden. Und das, was mich eigentlich selbst so an mir stört, mein wunder Punkt, nämlich meine Schüchternheit, wurde mir auch noch zum Vorwurf gemacht.
    Ich war früher oft in so einer Art Außenseiterposition und hab' teilweise sehr schlechte Erfahrungen mit Mitmenschen gemacht, z.B. Mobbing und Drohungen. Und wenn ich es recht bedenke, dann war sie nicht nur meine erste Freundin, sondern auch meine erste richtige Vertrauensperson. Aber naja, das ging ja dann irgendwann gewaltig nach hinten los. Insofern war es schon ein ziemliches Trauma und ein bleibenderer Eindruck als ein pures "Schlussmachen".

    Tja, das ist nicht so einfach. Ich hab' zwar viele nette Freunde, aber unter Männern ist das nicht immer so einfach. Zudem die meisten noch eng in Kontakt zu ihr stehen...

    Ich kämpfe ziemlich mit meinem Studium, das ist an sich auch schon eine gute Ablenkung. Aber ja, in den Semesterferien werd' ich sicher was machen, will ja selbst nicht versumpfen. :zwinker:
     
    #8
    Erlenbach, 2 Mai 2009
  9. 0rN4n4
    Gast
    0
    Vertrauensperson und mit jemandem drüber reden
    Vertrauenspersonen sind immer nur diejenigen, die dich tatsächlich kennen und die du an dich ran lässt. (Mit denen Du also auch viel Zeit verbringst) Such Dir doch einen von deinen Kollegen aus und verbring mehr Zeit mit ihm. (Zusammen Basketball spielen, PC -Spiele, lernen... )

    Dann sammelst Du einerseits Erfahrungen mit Vertrauenspersonen, Du lenkst Dich ab und du gewinnst neue Freunde. Vielleicht traust Du Dich ja dann sogar mit einem über deine Probleme zu reden. (Ich finde das jeweils besser als jemand, den Du gar nicht wirklich kennst und der Dich auch nicht wirklich kennt.)
    Das sie noch in engem Kontakt zu ihr stehen ist eigentlich kein Hinderungsgrund um mit ihnen über sie zu reden - so lange Du Dir sicher bist, dass sie dicht halten können.

    Für Studium lernen ist sicher ne gute Alternative, aber vernetz Dich doch auch sozial bisschen mehr.(Arbeit und Lernen allein macht einsam :smile:)

    Alles Gute und liebe Grüsse
    N4n4
     
    #9
    0rN4n4, 2 Mai 2009
  10. Erlenbach
    Erlenbach (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    33
    31
    0
    nicht angegeben
    Hmm, ja, natürlich klingt das, was du sagst, sehr einleuchtend, aber es ist nicht so einfach, wie es klingt.
    Natürlich waren meine Freunde auch gerade letztes Jahr in dieser schwierigen Zeit für mich da und da habe ich auch mal wieder gemerkt, wie wichtig sie mir sind. Aber es sind eben alles Männerfreundschaften. Bedeutet in diesem Fall soviel wie immerwährend, unzerstörbar, aber auch in mancher Hinsicht nicht ohne Grenzen. Wir sind jetzt keine Macho-Gang oder so, aber irgendwie sind große Gefühlsregungen nie bei uns das Thema. Und natürlich merken wir, wenn jemand mal Unterstützung braucht, aber so offen darüber reden... Oder den anderen gar selbst die Hilfsbedürftigkeit eingestehen... :schuechte
    In dem Punkt geht das vielleicht nicht so reibungslos wie in manchen Frauencliquen, schade. Und sehr enge Freundinnen habe ich keine und die Freundinnen im weiteren Sinne stehen mir vieeel zu eng in Kontakt mit meiner Ex. Schade, wo ich mit Mädchen im allgmeinen viel besser solche schwierigen Sachen bereden kann.

    (Übrigens würde ich jetzt keinen von meinen Kollegen "bevorzugen" oder mehr Zeit mit ihm verbringen als mit den anderen zusammen. Wir gehören einfach alle zusammen.)

    Ein anderes Vertrauensproblem von mir ist, dass ich Angst habe, dass meine Probleme schnell die Runde machen, wenn ich mich mal einem anvertraue. Auch was das angeht, habe ich früher mal die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht.

    Ja, ich weiß, in Sachen Vertrauen muss ich erst wieder beim Laufen lernen anfangen, bin aber halt auch weit zurückgeworfen worden. :frown:

    Aber mir anonym in diesem Forum Rat zu holen hat mir schon ein Stückchen weitergeholfen. Ich bin wirklich dankbar für jede Antwort und muss jetzt wohl nicht mehr alle Schuld nur bei mir suchen. :smile:

    Allerdings gibt's da eben noch dieses eine letzte und dauerhafte Problem, nämlich dass ich immer noch jedes mal unter ihrer Gegenwart leide... Ich weiß leider auch nicht, warum oder woher... Ich zuck' ja schon zusammen, wenn sie im ICQ online kommt, jedes mal, wenn ich ihr begegne, gibt mir das einen kleinen Stich. Und von jedem Party-Abend, auf dem sie auch zugange ist, muss ich mich erst mal zwei Tage erholen... :geknickt:
    Was das alles angeht, weiß ich echt nicht weiter. Ich versuch schon zwecks Selbstschutz, ihr so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen, aber vermeiden kann ich's oft eben auch nicht...
    Irgendwo ist da eben doch noch eine Menge Schmerz, aber ich weiß nicht genau wieso und was ich dagegen tun kann... :geknickt:
     
    #10
    Erlenbach, 3 Mai 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Spätfolgen Schuldgefühle Beziehungsende
Chicharito
Beziehung & Partnerschaft Forum
26 August 2016
6 Antworten
aloysia
Beziehung & Partnerschaft Forum
18 August 2016
3 Antworten
Marijane
Beziehung & Partnerschaft Forum
18 November 2015
9 Antworten