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Spätrömische Dekadenz: findet ihr den Begriff positiv oder negativ?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 12 Februar 2010.

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Findet ihr spätrömische Dekadenz positiv oder negativ?

  1. Das ist für mich ein positiver Begriff.

    1 Stimme(n)
    8,3%
  2. Das ist für mich ein neutraler Begriff.

    1 Stimme(n)
    8,3%
  3. Das ist für mich ein negativer Begriff.

    5 Stimme(n)
    41,7%
  4. Ich weiß mit diesem Begriff absolut nichts anzufangen.

    5 Stimme(n)
    41,7%
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Guido Westerwelle hat was von spätrömischer Dekadenz gesprochen. Was meint er wohl damit? Findet ihr den Begriff positiv oder negativ?
     
    #1
    Theresamaus, 12 Februar 2010
  2. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.858
    598
    5.382
    nicht angegeben
    Da würde ich gerne den Kontext wissen, bevor ich dazu was sage.

    Vielleicht meint er damit ja Homosexualität und Spaßgesellschaft :zwinker:.
     
    #2
    BrooklynBridge, 12 Februar 2010
  3. Augen|Blick
    0
    Was er damit meint?
    Er spricht selbstredent von sich und seiner Klientelpolitik:

    - Ein aufgeblasener Beamtenapparat (die Regierung der BRD plant 1000
    neue Stellen in Ministerien)
    - Vernachlässigung von Bildung
    - Kriege u.a. gegen die germanischen Taliban liefen schlecht und
    waren zu teuer
    - Es wurden Schulden gemacht
    - Eine Elite, die korrupt, dekadent und unfähig war

    Also exakt die Zustände in Deutschland, er und seine Klientel leben
    dekadent und reißen das Land in den Abgrund.
     
    #3
    Augen|Blick, 12 Februar 2010
  4. ülpentülp
    0
    Off-Topic:
    Mit deutlichen Worten schaltet sich FDP-Chef Guido Westerwelle in die Hartz-IV-Debatte ein: In einem Zeitungsbeitrag attestiert er der Diskussion "sozialistische Züge" - und predigt das Leistungsprinzip. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspreche, lade zu "spätrömischer Dekadenz" ein.
    spiegel
     
    #4
    ülpentülp, 12 Februar 2010
  5. VelvetBird
    Gast
    0
    Ich kann mit dem Begriff nichts anfangen, aber "Dekadenz" ist für mich immer negativ konnotiert.
     
    #5
    VelvetBird, 12 Februar 2010
  6. objekt.f
    objekt.f (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    329
    103
    4
    Single
    Ich finds witzig :grin:
     
    #6
    objekt.f, 12 Februar 2010
  7. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
    433
    128
    171
    nicht angegeben
    Ich finde vielmehr die Reaktion von Gabriel auf die Hartz IV-Forderungen von Westerwelle witzig: er bezeichnete ihn als Kaiser Nero.
     
    #7
    honi soit qui mal y pense, 12 Februar 2010
  8. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
    4.942
    198
    653
    Single
    Egal was Westerwelle sagt, ich mag ihn nicht.
     
    #8
    ProxySurfer, 12 Februar 2010
  9. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.098
    348
    2.107
    Single
    Über den Begriff der "spätrömischen Dekadenz" kann man vielleicht geteilter Meinung sein... vor allem weil man nicht genau weiß, was das nun bedeuten soll.

    Ansonsten hat Herr Westerwelle mit seinen (laut Spiegel) "deutlichen Worten" aber nur Dinge gesagt, die in einem funktionierenden, kapitalistischen Staat selbstverständlich sein müssten. Da ist es eigentlich schon ein Armutszeugnis, dass ein Politiker so etwas überhaupt sagen muss.

    Die Reaktion der anderen Politiker (und zwar aus allen größeren Parteien... also CDU, SPD, Grüne und Linke) gehören eindeutig in die Kategorie "getroffene Hunde bellen" und stellen ein noch viel größeres Armutszeugnis für all diese Parteien dar. (Was aber nicht heißt, dass die FDP wirklich besser wäre als die anderen Parteien... für die FDP gibt es eben andere Armutszeugnisse)
     
    #9
    User 44981, 13 Februar 2010
  10. Rote Zora
    Gast
    0
    ****
     
    #10
    Rote Zora, 13 Februar 2010
  11. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    538
    103
    13
    vergeben und glücklich
    Total verfehlt. Ich habe das Gefühl, Herr Westerwelle ignoriert die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt: Es gibt schlicht nicht genug Beschäftigung, sodass ganz automatisch 1) Arbeitnehmer herausfallen und/oder 2) der Niedriglohnsektor weiter ausgedehnt wird. Es ist absurd Hartz-IV-Empfänger als faul oder dekadent zu bezeichnen. Dann müsste sich ja eine Art chronische "Massenarbeitsfaulheit" in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, wenn doch vor 40 Jahren noch Vollbeschäftigung existierte.

    Dann funktioniert dieser Staat wohl nicht mehr. Natürlich muss derjenige, der arbeitet, mehr verdienen als der, der es nicht tut. Aber wir verfügen garnicht über genügend Beschäftigung, um allen eine solche Chance zu bieten. Ich kann ja nicht ständig - nur weil sozialversicherungspflichtige Jobs nach und nach wegfallen - die Transferleistungen immer weiter nach untenschrauben.
     
    #11
    Linguist, 13 Februar 2010
  12. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
    0
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    nicht angegeben
    @Lingust: Und wie findest du diesen Begriff aus linguistischer SIcht?
     
    #12
    Theresamaus, 13 Februar 2010
  13. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Das Problem ist, dass er das, was der vernunftbegabte Mensch damit meinen müsste, gar nicht meinte: Dass die niedrigsten Gehälter in Vollzeit beschäftigter Arbeitnehmer oberhalb der Grundsicherung liegen müsste. Wäre er dieser Meinung, müsste er ein glühender Verfechter des gesetzlichen Mindestlohnes sein, denn die Grundsicherung markiert eine mehr oder weniger starre Grenze, und will man das Abstandsgebot garantieren, muss man für die Erwerbseinkommen ebenfalls eine Untergrenze schaffen, die so bemessen ist, dass Erwerbsarbeit gegenüber der Grundsicherung attraktiv ist.

    Was Westerwelle meint, ist nicht viel mehr als das, was Asylbewerber bekommen.
     
    #13
    User 76250, 13 Februar 2010
  14. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Westerwelle hat genau das gemeint, was du am Anfang geschrieben hast: Dass man, wenn man arbeitet, mehr bekommen muss, als wenn man arbeitslos ist, was ja wirklich eine Selbstverständlichkeit ist, die aber mal wieder ausgesprochen werden musste, da das für manche Politiker wohl nicht mehr selbstverständlich ist.
    Natürlich gibt es verschiedene Ansätze und Ideen, wie man dieses Abstandsgebot erhalten kann:
    Manche fordern dafür einen Mindestlohn, Andere, wie Westerwelle, warnen davor, die Hartz IV-Sätze nach dem Urteil des BVerfG deutlich zu erhöhen, damit das Abstandsgebot auch ohne Midestlohn wenigstens noch auf dem aktuellen Niveau so halbwegs gewährleistet ist.

    Die Diskussion darüber, welcher dieser Ansätze nun besser oder schlechter ist, ändert aber überhaupt nichts daran, dass Westerwelles prinzipielle Forderung, das Abstandsgebot zu wahren, völlig richtig ist. - Dabei müsste ihm eigentlich jeder Politiker, der einen kleinen Funken Verstand besitzt, zustimmen. - Welche Maßnahmen er zum Erhalt des Abstandsgebots man nun für sinnvoll hält und welche man ablehnt, ist bei dieser generellen Zustimmung völlig irrelevant.

    Eine Aussage wie "Westerwelles Forderung, das Abstandsgebot zu wahren, stimmt voll und ganz, aber ich halte die von der FDP bevorzugten Maßnahmen zur Wahrung des Abstandsgebotes nicht für sinnvoll...", wäre ja völlig berechtigt.
    Die Forderungen, Westerwelle müsse seine Äußerungen zurücknehmen, sind aber einfach nur lächerlich.
     
    #14
    User 44981, 14 Februar 2010
  15. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    8.057
    nicht angegeben
    Zum Begriff "Spätrömische Dekadenz": Ist sicherlich negativ. Das weströmische Reich soll daran schließlich zugrunde gegangen sein.
     
    #15
    User 91095, 14 Februar 2010
  16. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    35
    nicht angegeben
    Warum schlägt Westerwelle dann nicht vor, die Löhne für Arbeiter und Geringverdiener zu erhöhen, um das Abstandsgebot einzuhalten? Und warum warnt er nicht davor, dass Millionäre unendlich viel verdienen dürfen und somit den Abstand zu den Geringverdienern unnötig erhöhen? Ich finde, das Abstandsgebot sollte nicht nur an der unteren Einkommensgrenze gelten, sondern auch oben. Insofern finde ich die Forderung nach einem Maximalverdienst von Bankmanagern für gerechtfertigt.
     
    #16
    Theresamaus, 14 Februar 2010
  17. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    248
    1.643
    Verheiratet
    Ich finde den Ausspruch von Westerwelle komplett daneben, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich eigentlich etwas dagegen hätte, wenn es in D TATSÄCHLICH spätrömisch-dekadent zugehen würde. War sicher eine "spaßige" Zeit und eigentlich mag ich Krisen und Zusammenbrüche.....so nach dem Motto "Und jedem Ende wohnt ein Anfang inne".

    Übrigens hat mir der Kommentar von Geißler in der "Welt" ganz gut gefallen, auch wenn er historisch grottenfalsch war (Caligula lebte nicht in einer Epoche, die man als "spätrömisch" bezeichnen könnte und der Esel war ein Pferd). ;-)
     
    #17
    User 77547, 17 Februar 2010
  18. ülpentülp
    0
    "übersieht" man, wie alle, die historische falschzeit bei geisslers aussage, so trifft sie dennoch.

    die dekadenz derer, denen es trotz "krise" und bankendebakel gut geht ist ja wohl nicht zu übersehen. bitte, sollen sie - wer kann, der kann.
    aber dann bitte nicht nach unten treten. da stehen sie doch ohnehin schon drauf.
     
    #18
    ülpentülp, 17 Februar 2010
  19. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
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    35
    nicht angegeben
    Meinte Geißler mit Esel vielleicht noch etwas anderes in Bezug auf Westerwelle?:grin:
     
    #19
    Theresamaus, 17 Februar 2010
  20. OMS2
    Verbringt hier viel Zeit
    130
    103
    4
    Single
    Der Guido hat da was verwechselt.

    Spätrömische Dekadenz fällt historisch eher unter das zügellose Leben, das in Rom irgendwann Sitte wurde.
    (Augustus hatte bereits zu seiner Zeit - also 31v.Chr.-14n.Chr. - Gesetze erlassen, um wieder die gesellschaftlich-moralischen Sitten der alten Republik einzuführen.)

    Was Guido meinte ist wohl eher der Umstand, dass weite Teile der römischen Stadtbevölkerung von Gaben des Staates lebte.
    Politische Laufbahnen und Erfolge kamen nicht selten dadurch zustande, dass der Politiker genug Geld hatte um tonnenweise Getreide verteilen zu lassen und Spiele auszurichten.

    Daher war es auch u.a. so wichtig, dass ein Politiker einmal Statthalter in einer Provinz wurde. Hier konnte er das Geld ergaunern, das er brauchte um die Schulden zu tilgen die sein Amt geschaffen hatte, denn politisches Amt in Rom hieß nicht selten:
    Aus eigener Tasche Almosen verteilen.
     
    #20
    OMS2, 16 Mai 2010

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