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spürt man den tod?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von engel..., 30 Dezember 2004.

  1. engel...
    engel... (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    Single
    ich beschäftige mich seit längerer zeit mit der frage, ob man (im Alter) spürt, dass man nicht mehr lange leben wird. meine oma (90) äußert immer wieder, dass sie nicht mehr lange da sein wird und dass es gar nicht mehr schön ist, zu leben (da sie auch sehr einsam ist). und manchmal sagt sie sogar, dass sie gar nicht möchte, dass man ihr z.b. jetzt zu weihnachten etwas schenkt, weil sie der meinung ist, dass sie für die paar tage, die sie noch da ist (das ist ihre wortwahl gewesen) ja nichts neues mehr benötigt. sicher, man könnte sagen, menschen ab einem gewissen alter wollen einfach nicht mehr leben. aber ich weiß nicht, ob es bei meiner oma so ist, denn als sie mir das das letzte mal sagte, hatte sie tränen in den augen. mich beschäftigt das sehr und ich würde gerne wissen, was ihr darüber denkt. bin ein wenig am verzweifeln, weil ich meine oma liebe und mir ernsthafte gedanken um sie mache...

    engel...
     
    #1
    engel..., 30 Dezember 2004
  2. boy_X
    boy_X (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    naja also meine oma hat mir erzählt das eine bekannte ihr im februar dieses jahres gesagt hat (bzw in arm genommen hat und gedrückthat) und gemeint hat ,bald ist es vorbei... naja un ein monat später ist sie gestorben...
    sie war 81 jahre alt
     
    #2
    boy_X, 30 Dezember 2004
  3. m4st3r
    m4st3r (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Mhm, schwer zu sagen ...
    Ich kann dir nur folgendes erzählen:
    Mein Onkel ist vor einigen Jahren an Krebs gestorben.
    Als wir ihn besucht (Mitte der Woche) und gesagt haben, dass wir am Montag wieder kommen, meinte er, wir würden uns nicht mehr sehen.
    Sonntags ist er verstorben. :'(
     
    #3
    m4st3r, 30 Dezember 2004
  4. rene78Berlin
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ..ich bin mir auch ziemlich sicher, dass gerade ältere aber auch schwerkranke menschen durchaus spüren, wenn sich der tod nähert..

    ..bei meiner uroma war es so, dass sie einen tag vor deren tod noch ihren enkel, also meinen vater, ins krankenhaus bestellte, um ihn nochmals zu sehen, obwohl sie zwei tage später entlassen werden sollte, also genesen war.., doch sie wollte nicht mehr leben.. ..manchmal habe ich das gefühl, dass jene menschen einen "knopf" am körper haben, den sie drücken können, wenn ihnen die lebensfreude abhanden gekommen ist.., merkwürdig.. ..aber auch tiere spüren den tod, denn es ist bekannt, dass sich viele richtiggehend zurückziehen, um "in ruhe" zu sterben..

    ..ich hoffe sehr, dass, so ekelig es sich auch anhört, du dir genügend zeit zum "abschied" nehmen kannst, sollte es soweit sein, denn nichts ist schlimmer, als wenn du dir im nachhinein vowürfe machen mußt, dass du ihr noch etwas hättest sagen wollen, du es aber nicht mehr tun konntest.., drücke deine oma ganz doll und lieb, das tut ihr und dir unwahrscheinlich gut, sie braucht dich!

    ..rené..
     
    #4
    rene78Berlin, 30 Dezember 2004
  5. Doc Magoos
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Vielleicht verspürt man schon vor seinem Tod erste Anzeichen. Ich hatte so etwas auch schon in der Familie. Mein Opa ist an Krebs gestorben als 6 Jahre alt war. Er unternahm am Ende alles um möglichst viel Zeit mit mir zu verbringen. Kurz vor seinem Tod durfte ich ihn aber nicht mehr sehen, denn er wollte nicht, dass ich ihn sterben sehe. Er hat also auch gespürt, dass es nicht mehr lange dauern würde.
     
    #5
    Doc Magoos, 30 Dezember 2004
  6. DieDa
    DieDa (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    meine großtante (dieses jahr im Alter von 93 jahren verstorben) hat seit ihrem 80. geburtstag erzählt, dass sie nicht mehr will und dass es bald vorbei ist, dass sich was neues nicht mehr lohnt. alte leute wollen oft keine neuen anschaffungen mehr "weil es sich für sie nicht mehr lohnt".
    so ein schwachsinn, es lohnt sich immer. mein opa war auch jahrelang der meinung, dass sich ein neuer fernseher "nicht mehr lohnt". irgendwann hat er sich trotzdem einen gekauft. er ist denn vor 2 jahren relativ "spontan" vermutlich an einem herzinfarkt verstorben.
    also glaub ich nicht so wirklich dran, dass mans unbedingt spürt...
     
    #6
    DieDa, 30 Dezember 2004
  7. Cornflakes
    Gast
    0
    Ich weiß nicht, ich finde den Tod sehr unheimlich. Aber ich denke, wenn man "keine Lust mehr hat" auf das Leben, dann kämpft man evt. nicht mehr so für sich, wenn man schwer krank ist/war. Sehr viele Kinder überleben ja Sachen, die fast unmöglich sind (ich auch). Aber ältere Leute sterben "recht schnell" (Sorry). Ich denke man kann dann irgendwie entscheiden, ob man noch möchte oder nicht. "..manchmal habe ich das gefühl, dass jene menschen einen "knopf" am körper haben, den sie drücken können, wenn ihnen die lebensfreude abhanden gekommen ist..,"

    Das denke ich irgendwie auch... hmm... schwierige Frage finde ich...
     
    #7
    Cornflakes, 30 Dezember 2004
  8. emailforme
    Verbringt hier viel Zeit
    1.223
    123
    10
    nicht angegeben
    ...

    Ja, ich denke auch, dass sie es wissen und merken
    :frown:
    <Hab da auch schon Erfahrugen mit gesammelt, verbring einfach
    so viel Zeit wie Du kannst mit ihr !!
     
    #8
    emailforme, 30 Dezember 2004
  9. engel...
    engel... (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.541
    123
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    Single
    bisher möchte ich euch erstmal danken für eure antworten. hoffe, dass da noch ein paar mehr kommen werden.
    vielleicht, um die situation meiner oma ein wenig klarer darzustellen: sie hatte vor ein paar jahren brustkrebs. ihr musste eine brust genommen werden. seitdem ist es bei ihr schlimmer geworden, dass sie keine lust mehr hat zu leben. aber sie hatte noch nie tränen in den augen, wenn sie so etwas äußert, bis auf das letzte mal, als sie es mir sagte. ich bin wirklich am verzweifeln...

    @rene78Berlin: du glaubst gar nicht, wie gerne ich sie mal in den arm nehmen würde. aber meine oma kann irgendwie solche gefühle nicht gut "annehmen". ich denke, sie freut sich innerlich schon darüber, aber wirklich "erwiedern" kann sie das nicht - bisher zumindest.

    engel...
     
    #9
    engel..., 30 Dezember 2004
  10. evi
    evi
    Gast
    0
    Sei für deine Oma da, wenn sie dich braucht. Auch wenn du einfach nur neben ihr sitzt. Sie wird von allein anfangen, mit dir zu reden. Hör ihr zu.

    Gib ihr das Gefühl, dass all ihre Gelegenheiten geregelt sind. Dass sie sich keine Sorgen machen braucht, dass etwas nicht so läuft, wenn sie mal nicht mehr da ist.

    Und vor allem: Lass sie gehen.
    Das ist sicherlich das schwerste in diesem Prozess. Aber der Tod gehört zum Leben dazu und jeder hat das Recht, zu sterben. Wenn aber das Umfeld des Sterbenden nicht in der Lage ist, ihn gehen zu lassen, ist es für den Sterben umso schwerer, in Ruhe zu sterben.

    Gib ihr das Gefühl, dass sie gehen kann.


    Vielleicht hilft dir das etwas weiter (war das beste, was ich gefunden habe) oder du suchst einfach mal selber unter dem Stichwort:
    Phasen des Sterbens, Kübler-Ross

    Ich wünsche dir viel Kraft.
    evi
     
    #10
    evi, 30 Dezember 2004
  11. El Hombre
    Gast
    0
    Oh ja, ich glaube das man sehr wohl spürt wenn seine Zeit gekommen ist.
    Vor zwei Wochen ist mein Grossvater mit 83 Jahren an Magen/Darm Krebs gestorben.
    Wie haben es ihm bis zu seinem Tod nicht gesagt. Aber zu meinem Vater sagte er einige Tage Vorher "Weisst Du, jedem seine Zeit ist irgendwann einmal gekommen. Und meine ist gekommen. Das spüre ich ganz genau...."
    Meine Mutter hatte ihn diese Zeit über gepflegt. Er hatte Sie abends immer nach Hause geschickt und gesagt:" Geh schlafen. Du musst Dich ausruhen. Du musst morgen wieder für mich da sein..."
    Und am abend bevor er gestorben ist wollte er sie einfach nicht gehen lassen. Nahm immer wieder ihre Hand. Am nächsten morgen war er friedlich eingeschlafen.
    Auch hatte er des öfteren Träume von denen er erzählte.
    Er machte sein ganzes Leben nochmal durch. Auch stand er vor einer Mauer und irgendwie hatten welche angemacht. Er wollte sich dann an der Mauer festheben, aber da war keine mehr. Da war nur ein leerer Raum. Dann weiss er nicht mehr was danach kam.
    Ich vermute mal er ist da dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen.

    Ich weiss, jeder wird seine eigenen Ansichten dazu haben.
    Ich bin auch kein besonders Gläubiger Mensch. Aber seit diesem Zeitpunkt glaube ich das es doch noch irgendwas nach dem Tod gibt. In welcher Form und wie und was, keine Ahnung.
    Aber irgendwie macht sowas dann doch Mut nach so einem schmerzhaften Verlust eines Menschen.
     
    #11
    El Hombre, 30 Dezember 2004
  12. rene78Berlin
    Verbringt hier viel Zeit
    86
    91
    0
    Single
    @rene78Berlin: du glaubst gar nicht, wie gerne ich sie mal in den arm nehmen würde. aber meine oma kann irgendwie solche gefühle nicht gut "annehmen". ich denke, sie freut sich innerlich schon darüber, aber wirklich "erwiedern" kann sie das nicht - bisher zumindest.


    ..weißt du, was mir gerade einfällt??? ..weshalb schreibst du ihr nicht einen brief? ..schreibe ihr, wieviel sie dir bedeutet, was du an ihr hast.. ..genieße in dem brief erinnerungen wie: "..weißt du noch, omi.., als wir beide..." - glaube mir, auch sie wird weinen, jeder mensch tut es, es wird ihr nur peinlich sein, aber in stiller minute wird sie es auch tun.. ..und wenn sie deinen brief alleine und ganz in ruhe lesen könnte, würde sie spüren, wie nahe du ihr stehst, wieviele gefühle du für sie aufbringst..

    ..ich fand auch den beitrag von evi toll: "lasse sie gehen".., denn damit erweist du ihr, wenn es soweit sein sollte, den nötigen respekt vor ihren entscheidungen und willen, denn sie möchte nicht in schuld gehen, sondern sich mit dem gedanken "verabschieden", dass sie eine familie zurückläßt, mit der sie alles persönliche geregelt hat.. *blöd ausgedrückt*..

    ..gruss..
    rené..
     
    #12
    rene78Berlin, 30 Dezember 2004
  13. thesw33tone
    0
    Vor 2 Wochen hatte ich nen Unfall wegen Reifglätte auf ner Landstraße bei Tempo 50kmh inn einer Kurve. Beim 'drehen' wurde mir auch kurz schwarz vor Augen ... aber so, "... jetzt is es aus..." war nicht drinn. Naja neben dem Baum ausgestiegen zur Fahrerseite ~1m ...

    Bzw. das sagen alle alten Leute, das Sie nichts mehr brauchen.
     
    #13
    thesw33tone, 30 Dezember 2004
  14. Herzblatt023
    0
    Ich denke schon dass ältere Menschen den Tod spüren. Bei meiner Oma war es zumindest so. Sie ist am 26. November 04 gestorben, sie war 80.

    Aber erstmal die Vorgeschichte.

    Am 30.8.04 habe ich meine Oma ins Krankenhaus gefahren. ( Sie sagte als wir im Auto saßen, ich komme nicht mehr wieder)Sie musste am Darm operiert werden. Bei der OP ist dann auch noch die Milz gerissen. Die Operation hat sie nicht sehr gut überstanden. Es ging ihr immer schlechter und schlechter. Die Ärzte aber haben sie einfach nur liegen lassen und nichts gemacht. :angryfire Auch die Schwestern hatten langsam keine Lust mehr. Sie haben sich so gut wie garnicht um sie gekümmert. Sie konnte nichts mehr essen und nichts mehr trinken. Es kam immer alles retour. Da hätten die Ärzte ja auch mal nachgucken können woher das kommt, aber NEIN :angryfire Sie war bis zum 16. November 04 in diesem Krankenhaus. Wir waren jeden Tag bei ihr. Am Wochenende 2 - 3 mal. Von heute auf morgen wurde sie dann entlassen ohne ihr geholfen zu haben. Sie kam dann in ein Pflegeheim. Dort wurde ihr Zustand noch schlechter. Eine Woche später kam sie in ein anderes Krankenhaus. Als die Schwestern aus dem Pflegeheim sie für den Transport fertig gemacht haben, ( sie haben sich sehr viel um sie gekümmert, wir waren auch immer dort) ist sie 3 mal kollabiert. Immer wieder sagte sie, " Ich will sterben, ich will nicht mehr " :cry: Meine Eltern waren im Krankenhaus als sie sie eingeliefert haben. Sie meinten sie hätte schon nicht mehr viel mitbekommen. Ich wäre gerne dabei gewesen, aber ich war in der Schule. ( Die habe ich nen Tag später auch geschmissen) Die Ärzte haben ihr eine Magensonde gelegt und ihr etwas starkes gegen die Schmerzen gegeben. Sie lag 4 Tage in einem Koma ähnlichen Zustand. Sie tat mir soooo leid, wie ich sie da liegen sehen habe. :cry: Am Tag bevor sie starb, sind wir alle, meine Eltern, mein Bruder und ich nochmal hingefahren, weil wir nicht wussten wie lange sie noch durchhält. Die Tage vorher hat sie kein Erkennungszeichen von von sich gegeben, aber als wir an diesem besagten Tag alle da waren und wir ( mein Bruder und ich, meine Eltern waren schon draußen) gehen wollten, hat sie ihre Augen nochmal geöffnet. Als ich zu ihr sagte, " Oma wir kommen morgen wieder, schlaf gut" hat sie ihren Kopf zu mir gedreht. Meine Eltern wollten mir das nicht glauben und ich wollte wieder zurück zu ihr. Ich habe gedacht es geht jetzt wieder aufwärts. Aber es sollte wohl nicht sein. Am nächsten Morgen kam der Anruf aus dem Krankenhaus, dass sie gestorben ist. Wir sind nochmal zu ihr hin um sie nocheinmal zu sehen. Ich konnte nichts weiter als heulen und schreien. :cry: Ich war nur noch am zittern. Einen Tag später habe ich sie mir beim Bestattungsunternehmer nochmal angesehen ( ich konnte nicht loslassen). Sie sah sehr schön aus.

    Ich konnte ihr auch nicht mehr sagen wie lieb ich sie hatte, und ass sie uns allen sehr fehlt und dass die Zeit mit ihr sehr schön war. ( Wir lebten gemeinsam fast 11 Jahre unter einem Dach). Aber ich habe ihr einen Brief geschrieben und ihn noch zwischen ihre Hände gelegt. Ich glaube ganz fest daran, dass sie weiß was ich ihr geschrieben habe. :cry:


    Tut mir leid dass es so lang geworden ist, aber ich bin froh wenn ich mal darüber reden kann.


    Schöne Grüße
    Herzblatt 23
     
    #14
    Herzblatt023, 1 Januar 2005
  15. Grinsekater1968
    Chauvinist
    3.701
    0
    1
    nicht angegeben
    Ich denk mal daß es bei alten Menschen aus so etwas wie Todessehnsucht gibt. Schließlich ist für jeden irgendwann mal genug, und wenn das Leben ausreichend gelebt worden ist, die Freunde nach und nach davon sterben, jeder den Du geliebt hast, schon lange nicht mehr atmet... was soll die Gute dann noch hier ? Nimm es ihr nicht übel.....
     
    #15
    Grinsekater1968, 1 Januar 2005
  16. Lenny85
    Verbringt hier viel Zeit
    489
    101
    0
    Single
    das ist garnicht so verkehrt denke ich.
    da gibts z.B. voodoo. ein mensch wird von jemand anders mit einem voodoofluch belegt, und stirbt innerhalb von minuten. das gibts wirklich. tja und warum ? weil er selber DENKT, er sei verflucht. sein körper wird so sehr starkem stress ausgesetzt, und der organismus geht zu grunde, obwohl der fluch an sich keine böse macht oder so übertragen kann (es sind ja "nur" worte).

    ich denke so einen zustand kann man selber auch bewusst herbeiführen, wenn er auch nicht so schmerzvoll sein wird.
     
    #16
    Lenny85, 1 Januar 2005
  17. neLLi
    Verbringt hier viel Zeit
    89
    91
    0
    nicht angegeben
    hey ihrs,

    bei der beerdigung meines opas (väterlicherseits) hatte ich (noch jung war...) das gefühl, daß meine großeltern (mütterlicherseits) das irgendwie krass gelassen sehen. hab mal irgendwann mit meiner oma geredet, sie sagte, ab nem gewissen Alter hat man keine angst mehr davor und sieht das was gelassener. meine großeltern (müt.) sind beide um die 80, fahren in urlaub sooft sie können und mein opa hat sich jetzt für seinen pc nen internet-anschluß geholt... daß er ne arcos-jukebox (fetter tragbarer mp3-player) hat und er seine ganzen cds zu mp3s umwandelt, beweist zumindest, daß er nicht in die kategorie der "beklagten alten" gehört, die ihren tod herbeisehnen. ich glaube einfach, daß die angst vor dem tod eher etwas egoistisches bei den "hinterbliebenen in spe" ist, als bei den "alten" menschen selber. wenn man jeden tag zu sich selber ehrlich sagen kann, daß man froh ist, so gelebt zu haben, wie man gelebt hat, dann ist der tod doch keine bedrohung, sondern zwangsläufig ein bestandteil des lebens. ich glaube weder an himmel noch an die hölle, daher bin ich der meinung, daß DAS der eigentliche sinn des lebens ist: es jeden tag zu genießen!

    in diesem sinne: genießt euer leben, macht was draus und tragt dazu bei, daß die menschen, die ihr liebt, ein schönes leben haben!
     
    #17
    neLLi, 2 Januar 2005
  18. ChillOut
    Gast
    0
    ich kann dir dazu folgendes sagen:
    ich war 3 als mein opa an einem herzinfakt gestorben ist. mein vater erzählt mir immer wieder davon wie er ein paar tage vorher meinte das er nicht mehr lange hätte.
    als es dann soweit war und ich meinen rutinierten mittagsschlaf antreten sollte wollte ich nicht. als ich ins bett gebracht wurde kam ich 4 mal wieder um mich von meinem opa zu verabschieden damals war es ungewöhnkich für mich das ich nicht liegen geblieben bin.
    nach dem ich das 4 mal ins bett gebracht wurde kam 10 min. darauf der rtw und der notarzt.

    ich weiß nicht ob es nur bei mir so war oder ienfach nur ein zufall war... was ich nciht glaube weil ich es sonst nie gemacht habe

    es wird wahrscheinlich nicht ganz deine frage beantworten aber ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen :smile:
     
    #18
    ChillOut, 2 Januar 2005
  19. Gringo83
    Verbringt hier viel Zeit
    99
    101
    0
    Single
    So, nun mal mein erster Post in dem Forum ^^

    Also ich kann nur sagen das bei allen Leuten die ich kenne und gestorben sind immer eine Veränderung geschehen ist in den letzten tagen.
    Also wenn ich an meine Oma denke die seit 5 Jahren Tod ist dann erinnere ich mich noch gut wie verkalkt und schelcht es ihr im letzten halbem Jahr ging. So ein bis zwei Wochen bevor Sie gestorben ist, ist Sie aber nochmal ganz klar geworden, so las ob man noch Zeit "bekommt" oder sich nimmt um alles zu regeln.
    Bei meiner Schwester war das ganz ähnlich. Kurz bevor Sie gestorben ist, ist sie noch zu diversen Leuten gegangen und hat gemeint das ihre Zeit bald gekommen sei und uns drum gebeten das wir auf Ihre Kinder gut aufpassen und so weiter.
    Also ich glaube so ein Verhalten läßt sich durchaus oft feststellen, weshalb ich glaube das man seinen eigenen Tod spürt. Ob man das dann auch bewußt wahrnimmt weiß ich allerdings nicht...
    Ich glaube ob man Angst vor dem Tod hat oder icht kann man so auch nicht eindeutig beantworten.
    Letztenendes hat man ja doch im Leben viele Erinnerungen gesammelt und dann auch Familie oder Freunde zu verlassen ist sicher net leicht.
    Da hat man dann vielleicht Jahre lang sein Leben geopfert und muß dann seine Errungenschaften an andere weiter geben.
    Sicher kann der Tod aber auch eine Erlösung sein...
     
    #19
    Gringo83, 2 Januar 2005
  20. Jeff02
    Jeff02 (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    67
    91
    0
    Verheiratet
    Mhmm.. Man spürt es.. Wer dem Tod einmal von der Schippe gesprungen ist, weiss was ich meine..
    Ich denke, man muss keine Angst haben, viele Empfinden es als Erlösung von ihren Schmerzen, Problemen etc. Aber ich denke auch, man muss sich damit abgefunden haben..

    Mhmm... Das einzig schlimme dabei ist, wenn man es nicht mehr schafft Abschied zu nehmen - so hart es auch klingt..

    Lieben Gruß,
    Chris
     
    #20
    Jeff02, 2 Januar 2005

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