Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Sprachlich/Stilistische Mittel in diesem text - kann mir jemand helfen?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chacaline, 20 Juni 2007.

  1. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    237
    101
    0
    Single
    Morgen wird in meiner Deutschklausur wahrscheinlich dieser Text zur sachtextanalyse zur Wahl stehen, kann mir jemand mit den sprachlich/stilistischen Mitteln helfen?
    das war immer der Knackpunkt in meinen letzten Aufsätzen =( finde da immer viel zu wenig :kopfschue

    26. Juli 2004
    In memoriam Johann Balhorn. Daß das schöne Wort Reform in Deutschland einen fauligen Mundgeruch angenommen hat, liegt nicht zuletzt an der Skrupellosigkeit einer Mafia, die sich vor Jahren in irgendwelchen Hinterzimmern zusammengerottet hat, um mit der deutschen Sprache gründlich aufzuräumen.

    Funktionäre, Didaktiker und Agenten des Duden-Monopols waren es, die sich anmaßten, über die Rechtschreibung als geheime Kommandosache zu verfügen. Ein Kreis von Legasthenikern, der es zu Ministerämtern gebracht hat, deckt, vermutlich aus Größenwahn und Eitelkeit, diese Leute und möchte uns vorschreiben, wie wir uns auszudrücken haben. Dieser Klüngel, die Ku-Mi-Ko, ist kein Verfassungsorgan. Sie hat uns nichts zu sagen.



    Das demokratische Medium

    Wer sich als Herrscher über die Sprache aufspielt, hat nicht begriffen, daß es sich um das einzige Medium handelt, in dem die Demokratie schon immer geherrscht hat. Selbsternannte Autoritäten kann es da nicht geben. Was eine Sprachgemeinschaft akzeptiert und was sie ablehnt, darüber entscheiden Millionen.

    Ein einfacher Test dürfte als Beweis genügen: Welche Idiome haben es zu Weltsprachen gebracht? Das Lateinische mit seinen zahllosen Flexionen; das Arabische, das nur die Konsonanten schreibt und es dem Leser überläßt, die Vokale zu ergänzen; das Französische mit seiner abwegigen Orthographie und das Englische mit seinem blühenden Chaos; nicht aber Sprachen, die über eine vernünftige Rechtschreibung verfügen, wie das Italienische und das Finnische.



    Eine dreiste Lüge

    Es ist eine dreiste Lüge, wenn die Sprachplaner behaupten, es ginge ihnen ja nur um die armen Schüler, die von den alten, ach so schwierigen Schreibweisen überfordert wären. Woher kommt es dann, daß diese bedauernswerten Geschöpfe überall auf der Welt, und zwar besonders in Deutschland, fast alle fließend Englisch sprechen und mühelos jeden Hit buchstabieren, der in den Charts auftaucht?



    Autoren, Linguisten, Gelehrte aller Fakultäten haben seit Jahren die Idiotie dieser verordneten Reform decouvriert. Inhaltlich ist dazu nichts Neues mehr zu sagen. Politisch bemerkenswert ist jedoch die Unbelehrbarkeit der ministerialen Ignoranten und die Feigheit derer, die ihnen auf die servilste Art und Weise gehorchen.

    Die Feigheit der Lehrer

    Damit meine ich zum einen die Schullehrer. Sie sind allesamt praktisch unkündbar; selbst einen Narren oder einen Alkoholiker loszuwerden, verbietet das heilige Beamtenrecht. Gleichwohl halten sich sogar Pädagogen, die aus Erfahrung wissen, daß die Reform ihre Schüler schädigt, sklavisch an die unsinnigen Vorschriften von Amtsinhabern, die selber nicht imstande sind, einen vernünftigen deutschen Satz hervorzubringen.


    Zweitens sind es Verleger und Redakteure, denen keine Bürokratie etwas vorschreiben kann, die sich, wider besseres Wissen, in vorauseilendem Gehorsam dieser deutschen Hanswurstiade gebeugt haben, statt sich an eine schlichte Maxime des Großen Kriminellen Vorsitzenden Mao Tse-tung zu halten: "Es kommt darauf an, wer den längeren Atem hat."


    Es ist überflüssig, sich weiter über die Ignoranz und die Präpotenz der Ku-Mi-Ko zu ereifern; es genügt, ihre Anweisungen zu ignorieren. Dazu ist keine besondere Zivilcourage erforderlich. Ein kleiner Vermerk auf jedem Manuskript, auf jeder Schulaufgabe genügt: "Nicht nach Duden!" Es gibt Schriftsteller und Redaktionen, die, mit wachsendem Erfolg, nach dieser Regel verfahren.

    Wer sich als Herrscher über die Sprache aufspielt, hat nicht begriffen, daß es sich um das einzige Medium handelt, in dem die Demokratie schon immer geherrscht hat.


    liebe Grüßles
     
    #1
    Chacaline, 20 Juni 2007
  2. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
    5.562
    173
    2
    nicht angegeben
    http://www.biw.fhd.edu/alumni/2003/baumann/sprachlmittel.htm

    *g

    http://www.bk-siegburg.de/projekte/lyrik/gruppe2/analyse3.htm zu den stilistischen Mitteln..

    26. Juli 2004
    In memoriam Johann Balhorn. Daß das schöne Wort Reform in Deutschland einen fauligen Mundgeruch angenommen hat, liegt nicht zuletzt an der Skrupellosigkeit einer Mafia, die sich vor Jahren in irgendwelchen Hinterzimmern zusammengerottet hat, um mit der deutschen Sprache gründlich aufzuräumen.

    "schöne Wort Reform" = Ironie
    fauligem Mundgeruch = Metapher
    Skrupellosigkeit einer Mafia= Metapher und evtl. auch Hyperbel
    Gesamter Absatz= Sarkasmus und Vergleich

    Funktionäre, Didaktiker und Agenten des Duden-Monopols waren es, die sich anmaßten, über die Rechtschreibung als geheime Kommandosache zu verfügen. Ein Kreis von Legasthenikern, der es zu Ministerämtern gebracht hat, deckt, vermutlich aus Größenwahn und Eitelkeit, diese Leute und möchte uns vorschreiben, wie wir uns auszudrücken haben. Dieser Klüngel, die Ku-Mi-Ko, ist kein Verfassungsorgan. Sie hat uns nichts zu sagen.

    Duden-Monopols = Wortneuschöpfung?!
    geheime Kommandosache = mh da bin ich mir grad net sicher *G
    Gesamter Absatz= Spott
    "Kreis von Legasthenikern" = Metapher und auch Sarkasmus?!


    Das demokratische Medium

    Wer sich als Herrscher über die Sprache aufspielt, hat nicht begriffen, daß es sich um das einzige Medium handelt, in dem die Demokratie schon immer geherrscht hat. Selbsternannte Autoritäten kann es da nicht geben. Was eine Sprachgemeinschaft akzeptiert und was sie ablehnt, darüber entscheiden Millionen.

    Ein einfacher Test dürfte als Beweis genügen: Welche Idiome haben es zu Weltsprachen gebracht? Das Lateinische mit seinen zahllosen Flexionen; das Arabische, das nur die Konsonanten schreibt und es dem Leser überläßt, die Vokale zu ergänzen; das Französische mit seiner abwegigen Orthographie und das Englische mit seinem blühenden Chaos; nicht aber Sprachen, die über eine vernünftige Rechtschreibung verfügen, wie das Italienische und das Finnische.

    Idiome = Fremdwort?! also alltäglich ist es ja net *G
    die Sprachen = Aufzählung, Rhetorische Fragen
    und wieder Metapher über Metapher z.B. "blühenden Chaos"
    zu dem kommt noch der Parallelismus/ Anapher (die Sprachsätze fangen gleich an)

    mehr seh ich da grad auch nicht.


    Eine dreiste Lüge

    Es ist eine dreiste Lüge, wenn die Sprachplaner behaupten, es ginge ihnen ja nur um die armen Schüler, die von den alten, ach so schwierigen Schreibweisen überfordert wären. Woher kommt es dann, daß diese bedauernswerten Geschöpfe überall auf der Welt, und zwar besonders in Deutschland, fast alle fließend Englisch sprechen und mühelos jeden Hit buchstabieren, der in den Charts auftaucht?

    Sprachplaner = Wortneuschöpfung
    "nur um die armen Schüler"= Übertreibung
    "ach so schwierigen"= Übertreibung
    letzer Satz = Euphemismus?!

    Autoren, Linguisten, Gelehrte aller Fakultäten haben seit Jahren die Idiotie dieser verordneten Reform decouvriert. Inhaltlich ist dazu nichts Neues mehr zu sagen. Politisch bemerkenswert ist jedoch die Unbelehrbarkeit der ministerialen Ignoranten und die Feigheit derer, die ihnen auf die servilste Art und Weise gehorchen.

    "Autoren, Linguisten, Gelehrte" = Aufzählung
    "decouviert", "servilste" = Fremdwort
    "Art gehorchen" = Übertreibung

    Die Feigheit der Lehrer

    Damit meine ich zum einen die Schullehrer. Sie sind allesamt praktisch unkündbar; selbst einen Narren oder einen Alkoholiker loszuwerden, verbietet das heilige Beamtenrecht. Gleichwohl halten sich sogar Pädagogen, die aus Erfahrung wissen, daß die Reform ihre Schüler schädigt, sklavisch an die unsinnigen Vorschriften von Amtsinhabern, die selber nicht imstande sind, einen vernünftigen deutschen Satz hervorzubringen.

    "das heilige Beamtenrecht" = Übertreibung, Wortspiel bzgl. der Bedeutung, Sarkasmus
    "sklavisch" = Vergleich


    so ich hab mal hier und da n bissl getipselt.. es ist sicher nicht alles und bei mir ist das auch ein weilchen her *G aber vielleicht hilft dir das n bissl *g

    vana
     
    #2
    [sAtAnIc]vana, 20 Juni 2007
  3. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    237
    101
    0
    Single
    vielen vielen dank!!! ich werde auch noch bisschen suchen und das alles nochmal verinnerlich... dann wird das schon nicht schief gehen :smile:
     
    #3
    Chacaline, 20 Juni 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Sprachlich Stilistische Mittel
kleineUlknudel
Off-Topic-Location Forum
18 Juni 2006
11 Antworten