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Ständig auf der Flucht..

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von irgendeinTYP, 15 Juni 2005.

  1. irgendeinTYP
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi@ALL

    Ich komme aus einer sehr zerütteten Familie
    Meine Mutter ist vor ca. 15 Jahren vor meinem Vater(alkoholiker) geflüchtet. Sie nahm in einer Nacht und Nebel- Aktion meine Schwester(damals 7 Jahre alt) an die Hand und ist mit ihr vor ihm 1370km geflüchtet.
    Sie hat mich zurückgelassen und mein Vater musste sich um mich kümmern als ich 10Jahre alt war. Ich wurde durch diesen Vorfall schneller "Erwachsen" als andere Kinder.Da mein Vater überfordert war hat sich meine Oma(väterlicherseits) ne Zeitlang um mich gekümmert.
    Als sie selbst krank wurde, musste ich ins Kinderheim. Es war die Hölle dort. Mein Vater ging auf Entzug und rappelte sich irgendwie wieder auf und hat mich wieder aus dem Heim geholt.
    In der Zwischenzeit habe ich erfahren, das meine Mutter vor dem Mann bei dem sie zuvor Zuflucht suchte geflüchtet ist :rolleyes2 .
    Die Scheidung meiner Eltern zog sich 6 Jahre hin. Mein Vater hat inzwischen eine neue Frau kennengelernt und sie nach der Scheidung geheiratet.
    Sie war echt toll und hat sich super um mich gekümmert. Mein Vater wurde rückfällig und hat wieder zum Glas gegriffen. Auch diese "neue" Famile hat sich irgendwie zerschlagen. Daraufhin hat sich meine Mutter gemeldet und zeigte wieder Interesse an mir. Sie hat mich zu sich geholt. Mir bleib damals keine andere Wahl und ins Heim wollte ich auf keinen Fall wieder.
    Meine Schwester hat das eweige hin und her nicht so gut verkraftet und hat angefangen zu "Rizen" (sich selbst zu verletzen) und musste deswegen letztes Jahr in Behandlung. Das ganze scheint jezt überstanden.
    Heute ist meine Mutter mit einem (wie ich finde) sehr tollen Mann Norbert seit 8 Jahren verheiratet.
    Er hat sehr viel Geduld mit ihr und versucht so gut es geht auf sie einzugehen.
    Im laufe der Jahre , wo ich dort lebte, habe ich gemerkt das meine Mutter unter Schitzophrenie und Verfolgungswahn leidet. Ich konnte es nicht mehr mit ihr in einem Haus aushalten und bin rel. früh (mit19) ausgezogen.

    Gestern hatte meine Mutter einen ihrer extremen Ausraster. Sie hat totale hirngespinste bekommen und behauptet das Norbert ihr fremgehen würde. Ich habe letzten Sonntag als ich zu besuch war schon gemerkt das irgendwas mit ihr nicht stimmt. Sie kann sich nirgens im Berufsleben intergrieren und behauptet Wort wörtlich: Das sie Aufgrund ihres guten aussehens beneidet und gemobbt wird.
    Ich habe schon vor vielen Jahren gesagt , das sie krank ist und psychologische Hilfe braucht. Doch wenn man sie darauf anspricht reagiert sie allergisch und mein: "Ich bin doch nicht bescheuert" "Ihr wollt mich nur in die Irrenanstalt stecken!"
    Gestern ist das ganze extrem eskaliert. Sie rief die Polizei an und behauptete , das Norbert sie schlagen würde. Meine schwester war dabei und hat nichts derartiges gesehen... Sie hat sich das eingebildet. Die Polizei schenkte ihr keinen Glauben und fuhr sie stattdessen zum Arzt. Der Arzt (Allgemenmediziner) konnte nichts feststellen, da sie sich plötzlich "normal".
    verhielt.
    Die Polizisten meinten das man generell ohne richterlichen Beschluss niemanden irgendwo einweisen kann.
    Sie ist gestern Abend umhergeirrt und Norbert hat sie aufgesammelt
    ..Sie sprach auch von Selbstmord.
    Die Familienidylle ist stark getrübt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis was passiert. Ich kann darauf keinen Einfluss nehmen.
    Jeder weiss und es ist auch so, das die Behörden erst dann handeln, wenn was schlimmes passiert. SIe ist eine tickende Zeitbombe, denn so schlimm wie jetzt war es bisher noch nie
    Ich bedauere meine Mutter nicht. Nur lediglich jene die sich mit ihr umgeben müssen (Meine Schwester +Norbert). Sie wird sich selbst nicht eingestehen, das sie krank ist. Jegliche Versuche ihr zu helfen schlagen fehl.

    Danke fürs lesen.

    PS: Selbst wenn jemand keinen Rat dazu weiss, hilft es mir doch sehr es niederschreiben zu können.

    Gruss,
    Marius
     
    #1
    irgendeinTYP, 15 Juni 2005
  2. emma
    emma (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ich kann dir tatsächlich keinen rat geben, wollte dir aber ganz viel Kraft wünschen das alles durch zu stehen... Ich kann nur hoffen, dass deine Mutter irgendwann einsichtig wird...

    kann man ihr dann in einer ruhigen minute nicht mal erklären, wie ihr euch fühlt und dass es so nicht weitergehen kann... ohne ihr schuldgefühle zu machen oder sie irgendwie anzugreifen?

    was sagt norbert denn zu der ganzen sache?
     
    #2
    emma, 15 Juni 2005
  3. ...auch ich kann dir keinen Rat geben! Allerdings kann ich relativ gut nachvollziehen, wie du dich fühlst...wie machtlos du deiner Mutter gegenüber bist! Meine Mutter trinkt seit ich denken kann...ihr dies zu sagen und sie darum zu bitten, sich behandeln zu lassen...eine Therapie zu machen, ist sinnlos! So lange sie sich nicht selbst "eingesteht", das sie krank ist, ist jeder Versuch sinnlos!
    Im Mai hat ihr Alk-Konsum dazu geführt, das sie eine Überdosis Schlaftabletten genommen hat incl. 2 Flaschen Wein (macht 2,2 Prom.). Sie hat danach gesagt, sie ändert sich...ich erkenne keine Änderung...nicht an ihr oder an ihrem Lebensstil!

    Lg
    Hexe
     
    #3
    De kleene Hexe, 15 Juni 2005
  4. 2Play
    2Play (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ohne deine Mutter entwerten zu wollen...

    Aber es ist mir auch ein Rätsel, wie man mit solchen Menschen umgehen soll.

    Vor allem dieses umschwenken auf plötzlich "normal sein" macht die Sache einfach noch viel schwieriger.

    Lass mich raten. Nur die engsten Verwandten kriegen sie so zu Gesicht und dann aber nicht zu wenig davon. Aber nach außen hin gibt sie sich stark und verhält sich normal ? (oder liege ich jetzt damit falsch?)

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie man mit solch einem Menschen kommunzieren oder gar klarkommen soll.

    Es tut mir Leid,dass ich hier nicht sonderlich konstruktik sein kann. Aber das Verhalten deiner Mutter ist für mich "unergründbar".

    Ich wünsche dir trotzdem viel Kraft und erhoffe mir eine Lösung für dich !
     
    #4
    2Play, 15 Juni 2005
  5. kuschelschnecke
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich möchte jetzt kein Beileid spenden, das tu ich nie, ichw eiß, dass das stören kann. Aber du tust mir leid.
    Ich weiß selbst wie das ist, ich habe 5 Geschwister, meine Eltern geschieden, wohne bei meinem Mutter die total depresiv ist und gehe nur noch manchmal zu meinem Vater der Alkoholiker ist (wenn ich ehrlich bin ist er besoffen aber ein viel besserer vater als früher...), mein Bruder kifft, weil er mit gar nichts klarkommt, mein andere Bruder is zum "abhärten" zur Bundeswehr gegangen, zwei meiner Schwestern sind ausgezogen, eine davon hat schon mehrer Mordversuche hinter sich und die eine Schwester die noch bei mir ist Schnitzt sich auch, kifft noch dazu und wurde über Weihnachten zwangseingeliefert. (Meine Geschwister sind alle älter.)

    Ich habe nur meinem Freund mit dem ich darüber reden kann, meine Freunde haben mich "verlassen".
    Wie wär'S wenn du einfach mal filmst, was deine Mum mal macht und es dann einem Arzt zeigst? Der stellt dann sicher einen Schein Für die Psychatrie aus. Wir hatten den Vorteil bei meiner Schwester, das unsere Hausärztin und kennt seit wir geboren sind...
    Und mit deiner Schwester... Hat sie vielleicht einen Freund (festen) mit dem sie gut reden kann? Das hilft... Aber du redest sicher auch oft mit ihr...

    Mehr kann ich leier nicht tun.
    Viel Glück noch.

    mfg
    kuschelschnecke
     
    #5
    kuschelschnecke, 15 Juni 2005
  6. -JIMMY-
    -JIMMY- (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Wenn ein Mensch sich bzw. andere gefärdet, kann er sehr wohl gegen seinen Willen eingewiesen werden (gemäß PsychKG).
     
    #6
    -JIMMY-, 15 Juni 2005
  7. irgendeinTYP
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Das haben wir ja oft versucht, aber sie blockt total ab und meint : "Ich bin doch nicht bescheuert!"

    Norbert ist ein sehr ausgeglichener und geduldiger Mensch.Ich bewundere es an ihm..jeder andere Mann würde irgendwann die Flinte ins Korn werfen. Er muss sehr früh zur Arbeit aufstehen und wird nächtelang von ihr terrorisiert und bekommt keine Ruhe vor ihr.
    Er strahlt aber absolute Ruhe aus und versucht ihr ins Gewissen zu reden...Letztedlich sagt er auch diesmal: "Es wird schon wieder"

    So hart es klingen Mag. Ihre Gefühlskälte ist auf mich übertragen als sie mich damals zurückgelassen hat. Was mit ihr passiert ist mir mittlerweile ziemlich egal. Mitgefühl kann man von mir nicht erwarten. Ich bedaure lediglich meine Schwester und Norbert. Das schlimmste was man einem Kind zumuten kann, ist das Gefühl zu geben das es unerwünscht ist.
    Diese Art von Wunden vermag selbst die Zeit nicht zu heilen :geknickt:
    Du liegst absolut richtig!

    Das ist schade , das deine Freunde dir nicht beistehen. Mein einziger Halt sind nur noch meine Freunde, Freundin, Norbert und meine Schwester.
    Ich denke das ich mein leben trotz der vielen Schläge , die ich bekommen habe, sehr gut im Griff habe.
    Ich bin eine sehr naturverbundener Mensch und weiss viele kleine Dinge zu schätzen, die andere nichteineimal wahrnehmen können. Denke über die ganze Scheisse mal nach und schreibe Gedichte wenn mir danach ist.. Das ist meine Art es zu verarbeiten.
    Ich hoffe , das du dich durch deine schlechten Erfahrungen beirren lässt, dein eigenes Leben "normal" zu gestalten.

    Auf die Idee mit dem filmen bin ich auch schon gekommen, aber habe mich darüber genuer informiert und musste feststellen, das es nicht als Beweismittel gilt.

    OKAY. Eindeutige Beweise dafür sind aber Vorrausetzung.
    Auch in diesem Fall gilt: Es mus erst was "schlimmes" passieren
    _______________________________________

    Ich habe gestern mit meinem Besten Kumpel lange telefoniert. Er hat kurz nachgedacht und sagte: Das es in seiner Familie auch einen ähnlichen Fall gibt. Seine Oma(väterlicherseits) ist total durchgeknallt als ihr Mann starb.
    Hat ähnliche Sympthome wie meine Mutter. Nach einem Gespräch wo sie an die Wand gestellt wurde und mit allem konfrontiert wurde...Das Resultat ist noch Heute: Die ganze Familie distanziert sich von ihr.
    Das ist in meinen Augen aber keine Lösung.
    ___________________________________
    Mir ist Gestern eine Idee gekommen , um meiner Mutter zu verdeutlichen, das sie professionelle Hilfe braucht:
    Meine Oma (ihre Mutter) hat ähnliche/gleiche Sympthome wie meine Mutter.Das Verhältniss von Meiner Mutter zu meiner Oma ist stark angekratzt weil sie denkt das meine Oma verrückt ist.
    Man kann fast behaupten sie hätte es von ihr geerbt. Auf diesem Wege könnte man ihr das doch so verdeutlichen: "Du hältst deine mutter für verrückt?" "Denk mal etwas darüber nach ,ob du irgendwelche paralelen zu dir feststellen kannst!"

    Vielleicht ist das der richtige Weg, das es ihr endlich einleuchtet, das sie krank ist und Hilfe benötigt !

    Vielen Dank für eure Antworten!
     
    #7
    irgendeinTYP, 16 Juni 2005

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