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Staatsformen

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von gmiadlich, 2 Februar 2005.

  1. gmiadlich
    Gast
    0
    ....
     
    #1
    gmiadlich, 2 Februar 2005
  2. Tja, muss in Soziologie gerade eine Abhandlung über Staatsformen und der darin existierenden Gesellschaften schreiben. Passt eigentlich.

    Im vorraus kann man definitiv festsetzen das der Kommunismus, der streng ausgelegte nach Marx/Engels, nicht auszuführen ist. Zumindest nicht mit der heutigen Sorte von Mensch.

    Kapitalismus ist durchführbar, wohl zur Zeit am besten und einfachsten.

    Es existieren einfach keine Möglichkeiten um zu vergleichen. Wo gab es denn den richtigen Kommunismus? Das der Sozialismus nicht funktioniert, haben ein Teil der Deutschen ja am eigenen Leib erfahren.
     
    #2
    Mister Nice Guy, 2 Februar 2005
  3. Bakunin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Du würdest also 6 Millionen Arbeitslose als Ergebnis eines "durchführbaren" Systems bezeichnen? Interessante Ansicht...

    Nach jahrelangem Überlegen und Studieren der unterschiedlichsten Ideologien komm ich immer mehr zu dem Schluss, dass ein Anarcho-Sozialismus das einzig Wahre ist.

    Das dass nicht von Heute auf Morgen geht, braucht mir allerdings kein Soziologe zu erklären. :zwinker:
     
    #3
    Bakunin, 2 Februar 2005
  4. deBergerac
    deBergerac (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Sozialismus ohne Herrschaft ist in meinen Augen nicht möglich. Sozialismus ist die starke Einschränkung oder das Verbot von Privateigentum an Produktionsmitteln. Dazu bedarf es (Staats-)Gewalt, denn der Mensch wirtschaftet in erster Linie für sich selbst und organisiert sich aufgrund von freiwilligen Entscheidungen mit anderen.
    Mein Grundsatz ist, dass alles was aufgrund von freiwilligen Verträgen regeln läßt, kollektivem Diktat vorzuziehen ist und staatliche Organisation der Aufrechterhaltung von Freiheit von Leib und Leben dienen sollte. Damit sehe ich mich dem klassischen Liberalismus nahe. Aber dogmatische Ideologie nützt nichts für die Praxis, denn pragmatische Verbesserungen sind allemal besser als ein unbefriedigender Status Quo.
     
    #4
    deBergerac, 3 Februar 2005
  5. Thomaxx
    Gast
    0
    Anarchie
     
    #5
    Thomaxx, 3 Februar 2005
  6. Ohhhhh, natürlich könnten wir auch Vollbeschäftigung haben. Wir setzen alles in die Hand des Staates, führen Planwirtschaft ein und jeder bekommt einen Job zugewiesen. Dann hat jeder einen Arbeitsplatz, aber nicht jeder arbeitet.

    Sozialismus ohne Regeln, Normen, Prinzipien und Gesetze, ohne staatliche Aufsicht hälst du für besser. Hast du schon mal was Déscartes, Rousseau oder Locke gehört? Die haben das schon gut genug geschildert, dass der Urzustand nicht existenzfähig ist, man braucht einfach eine übergeordnete Macht um die Kontrolle zu bewahren. Ohne dieser Macht ist kein soziales Leben der Menschheit möglich.

    Und ja, ich würde 5 Millionen Arbeitslose als Ergebnis eines durchführbaren Systems bezeichnen. Es ist immer noch das System, welches am besten funktioniert. Dem Großteil der Gesellschaft geht es gut, um es mal ganz frivol auszudrücken.

    Was kommen wird, kann ich nicht sagen. Aber ich weis das weder Anarchie (Im allgemeinen zeugt der wünsch nach Anarchie von einem erheblichen Defizit an Intelligenz. Wenn dir jemand das Genick bricht, er aber nicht bestraft wird weil ja alles erlaubt ist, änderst auch du deine Meinung zum Thema Anarchie. Du wirst wissen wie das gemeint ist.), noch Sozialismus, Kommunismus oder die bedingungslose Durchführung des Laizismus zur Zeit besser wäre als der Kapitalismus.

    Mischformen wie die soziale Marktwirtschaft sind im Grunde sehr gute Wege, müssen aber noch verfeinert werden.
     
    #6
    Mister Nice Guy, 3 Februar 2005
  7. leidensgenosse
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    Single
    ... euch ist schon bekannt, welche Staatsform Deutschland hat!?
     
    #7
    leidensgenosse, 3 Februar 2005
  8. Demokratie ist meist mit dem Kapitalismus verbunden. Und ausserdem mischen sich die Begriffe Wirtschaftssystem und Staatsform sehr, da der Staat sehr von der Wirtschaft abhängt. Wenn nicht sogar die Wirtschaft den Staat bestimmt.

    Und Deutschland hat eine direkte Demokratie als Staatsform und ist förderalistisch organisiert.
     
    #8
    Mister Nice Guy, 3 Februar 2005
  9. leidensgenosse
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    Single
    ......

    ich denke man sollte das Wort "sozial" schon nennen.
     
    #9
    leidensgenosse, 3 Februar 2005
  10. Bakunin
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    nicht angegeben
    Mr. Nice Guy, Anarchie HAT Prinzipien und Normen, mehr als unsere "Demokratie" es je haben könnte.

    Die Schiene mit dem Urzustand ist ein ganz Alter Hut, da haben Rousseau & Co. auch ganz kräftig geklaut. Das heißt noch lange nicht, dass es so ist.

    Die Natur des Menschen ist keine wissenschaftliche Frage, sondern eine Glaubensfrage. Du glaubst an die Notwendigkeit des Leviathan, ich nicht. Da werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden.

    Übrigens ist es volkswirtschaftlich (das wiederum ist KEINE Glaubensfrage, sondern einfach eine wissenschaftliche Tatsache) vollkommen egal, ob jeder, der einen bezahlten Job hat, auch wirklich arbeitet. So lange die notwendigen Güter für die Versorgung der Gesellschaft ÜBERHAUPT produziert werden (zugegeben, das war in der DDR nicht der Fall - aber die DDR war in meinen Augen auch kein Sozialismus), kommt es nur darauf an, dass auch Nachfrage da ist. Du kannst die Leute theoretisch Löcher buddeln und wieder zuschütten lassen und sie dafür bezahlen. Du kannst ihnen das Geld auch einfach so in die Hand drücken. Das spielt für die Volkswirtschaft überhaupt keine Rolle.
     
    #10
    Bakunin, 3 Februar 2005
  11. Ohh natürlich, eine Anarchie hat Prinzipien und Regeln. WER kontrolliert denn bitte ob diese eingehalten werden?
     
    #11
    Mister Nice Guy, 3 Februar 2005
  12. darkride
    darkride (40)
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    nicht angegeben
    Ich als Prolet unterbreche ja nur sehr ungerne hochgebildete Dichter und Denker, aber ich dachte immer Deutschland hat grundsätzlich eine repräsentative Demokratie als Staatsform... :eek:
    Spärliche Merkmale direkter Demokratie (Volksbegehren) existieren (zum Glück) nur auf der Länderebene.
    Aber vielleicht lebst Du ja in ner anderen BRD als ich? :ratlos:
    Laßt euch nicht stören...

    darkride
     
    #12
    darkride, 3 Februar 2005
  13. Mr. Poldi
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    vergeben und glücklich
    Diktatur oder Oligarchie finde ich ganz gut, konstitutionelle Monarchie evtl auch :zwinker:

    Nee: Parlamentarische Demokratie (direkte Demokratie fände ich noch besser, ist aber bei der Größe heutiger Staaten nicht machbar) und soziale Marktwirtschaft - wobei für meinen Geschmack die soziale Komponente häufig zu kurz gerät.

    Sozialismus klingt im Prinzip auch gut, funktioniert aber nicht da es der Natur des Menschen (streben nach Besitz, Macht, Anerkennung, etc.) widerstrebt.
     
    #13
    Mr. Poldi, 3 Februar 2005
  14. wildchild
    wildchild (32)
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    nicht angegeben
    Meine Güte, Kapitalismus eine Staatsform [​IMG]
    Auf was man hier alles in diesem Forum stößt *kopfschmerzen bekomm*
    Kapitalismus ist eine Wirtschaftsordnung [​IMG]

    Ob Libertaria, Egalitaria, Communitaria, Proletaria oder Utilitaria.
    Alle Staatsformen birgen sowohl Nach- als auch Vorteile in sich;
    beste Lösung ist wohl wie in vielen anderen Bereichen auch die goldene
    Mitte, sprich eine Mischung aus den Staatsformen...
     
    #14
    wildchild, 3 Februar 2005
  15. whitewolf
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    nicht angegeben
    Das hier ist ja mal wieder ein geiler Thread. Schon die Ausgangsfrage ist, wie bereits festgestellt wurde, vorsichtig formuliert, ungluecklich gestellt....


    Ach? :ratlos: :ratlos:
    Ich kenne das nur so, dass sich marodierende Banden gegenseitig die Koepfe einschlagen. Das ist zumindest die Praxis. Theoretische Hirngespinnste interessieren mich reichlich wenig!

    Das hast Du aber sicher nicht aus einem VWL Buch. Das ist doch recht einfach zu widerlegen. Wenn alle nur die runtergefallenen Tannennadeln im Wald aufsammeln, Loecher buddeln, oder eben nichts tun, dann werden ueberhaupt keine Gueter produziert.

    Ok ok, jetzt kommt Dein Einwand: So lange die notwendigen Güter für die Versorgung der Gesellschaft ÜBERHAUPT produziert werden

    Dann haben wir also 2 Klassen: Die, die "notwendigen Gueter" herstellen und die, die Fuesse hochlegen. Und wer teilt die bitte schoen ein und wie happy und leistungsfreuidig wird wohl die erste Klasse sein?

    Und der Begriff "notwendige Gueter" ist sowieso so ein Unwort. Wer entscheidet was notwenig und was nicht ist. Und ist z.B. Forschung/technischer Fortschritt ein notwendiges Gut??? Da sind wir doch gleich schon wieder bei staatlicher Komandowirtschaft, 5 Jahres-Plaenen etc.

    Ich koennte hier noch viel mehr schreiben, aber da kommt man vom Hundertsten ins Tausendste.

    Und das die DDR kein Sozialismus war, ist eines meiner Lieblingsargumente.

    Da sag ich nur: Saemtliche Perpetuum Mobile sind daran gescheitert, dass sie keine richtigen Perpetuum Mobile waren.
     
    #15
    whitewolf, 4 Februar 2005
  16. Schlumpf Hefti
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    nicht angegeben
    :grin:

    Wer ernsthaft den Wunsch nach Anarchie oder Kommunismus äußert, der hat sich scheinbar nicht genug mit der menschlichen Psyche und der Gesellschaft befaßt :rolleyes:

    Die Menschen brauchen festgelegte Regeln und Normen, daher finde ich die jetzige Staats- und Gesellschaftsnorm am besten, auch wenn es bei Weitem nicht perfekt ist.
     
    #16
    Schlumpf Hefti, 4 Februar 2005
  17. gwyneth
    Gast
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    deswegen plädiere ich dafür, kinder so zu erziehen, dass aus ihnen menschen werden, die sozial denken, die gewisse werte in ihrem wesen verankert haben (eigentlich würde schon reichen: behandle deinen gegenüber so, wie du behandelt werden möchtest), dann erübrigen sich solche regeln, die geahndet werden "müssen". eine andere staatsform setzt eine andere, menschlichere gesellschaft voraus, die aus eigenverantwortung für das eigene handeln resultiert. eine grundvoraussetzung für anarchismus, der ja meinem spärlichen wissens nach durch das fehlen eines autoritären regualtivs wie polizei und machtstrukturen, in der einzelne personen über die masse bestimmen, gewählt oder nicht gewählt, verzichtet. DANN wäre ich dafür.
    denn wie hat schon der gute marx gesagt: religion ist opium fürs volk. die wahre religion der heutigen welt ist der schnöde mammon.
     
    #17
    gwyneth, 4 Februar 2005
  18. Schlumpf Hefti
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Dann sollten wir uns mal entscheiden: Diskutieren wir über Staatsformen für die Menschheit oder für irgendeine Wunsch-Gesellschaft?
    Dann MÜSSEN aber auch alle Kinder so erzogen werden. Und damit hat man wieder einen Zwang. Was macht man mit denen, die sich nicht daran halten?
    Desweiteren ist das Verhalten eines Menschen hauptsächlich in seiner Kindheit von der Erziehung abhängig, mit zunehmendem Alter setzt sich der genetische Einfluß durch. Du setzt aber voraus, daß menschliches Verhalten nur erziehungsbedingt ist.
    Was macht man aber mit denen, die "Verbrecher-Gene" haben?
    Was ist "menschlicher"? Das definiert jeder anders. In deinem Fall müßten alle Menschen gleich sein. Es müßten alle deinen langen Schachtelsatz mit fehlendem Prädikat im Hauptsatz verstehen können. Die meisten werden aber auch nicht verstehen, was ich jetzt eigentlich meine. Wie sollen dann alle zusammen in einer Gesellschaft existieren, die verlangt, daß alles gleich ist, wenn doch nicht alle gleich denken (können)?
     
    #18
    Schlumpf Hefti, 4 Februar 2005
  19. gwyneth
    Gast
    0
    sorry, lese aus prinzip nie korrektur, weil ich dann alles hunderttausendmal umschreibe...
    nein, man könnte jeden in seiner individualität belassen.
    ich habe nichts von gleichheit gesagt in dem sinne von einer uniformen, individualitätslosen masse, sondern meine respekt vor den eigenen ansichten und eigenen lebensweise der anderen, selbstverantwortliches handeln, in dem jeder die verantwortung für sich selber trägt. geht man davon aus, dass jeder mensch immer auf sein eigenes wohl bedacht sei, wie du, dann hoffe ich in dem sinne auf eine weiterentwicklung, dass die persönliche grenze, die menschen eigenverantwortlich setzen, dort liegt, wo man jemandem anderen schadet. denn jeder ist mitbestimmender, prägender teil einer gesellschaft und staat definiert sich nicht mehr durch eine obrigkeit.
    und in diesem sinne hoffe ich, dass sich unsere gesellschaft weiterentwickelt in eine richtung, die ich als humaner und sozialer beschreiben würde.

    kindererziehung war nur als beispiel gedacht und nicht als erzwungenes instrument, dass allen gleichheit aufdoktrinieren soll.

    gesellschaftsstruktur und staatsform gehen hand in hand...
     
    #19
    gwyneth, 4 Februar 2005
  20. Bakunin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich muss dir doch jetzt nicht die gesamte Anarchismus-Konzeption vorkauen, oder? *seufz* Ich verweise da mal auf den guten Beitrag von Gwyneth weiter oben und auf die einschlägigen Bücher, falls es dich wirklich interessiert.

    EricDraven's Einwand lass ich aber gelten. Anarchie ist natürlich keine Staatsform, also habe ich eigentlich das Thema verfehlt. :zwinker: Sorry. :zwinker:

    Dann solltest du weniger RTL gucken und mehr Bücher lesen. Mir ist kein Anarchismus-Versuch bekannt, in dem sich marodierende Banden gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben...

    Das ist kapitalistisches Denken in seiner vollendetsten Form. Ich gebe den Kritikern hier Recht - so lange ein Großteil der Menschen noch so denkt, ist ein Sozialismus tatsächlich nicht möglich.
    Deshalb bin ich ja auch kein revolutionärer, sondern ein evolutionärer Anarchist.

    Marx hat die Frage doch ganz gut beantwortet: Notwendig ist alles das, was Menschen haben wollen.

    Selbstverständlich ist Forschung und technischer Fortschritt ein notwendiges Gut. Woher kommt eigentlich das blöde Gerücht, dass alle Linken zurück zur Agrargesellschaft wollen??
    Und "staatliche Kommandowirtschaft" klingt erstmal böse, da denkt man gleich an Lenin oder Stalin. Das relativiert sich aber, wenn du davon ausgehst, dass der "Staat" jeder einzelne von uns ist. Dann kommt das Kommando nämlich von unten, von der Basis, von genau da, wo die Bedürfnisse auch entstehen.
     
    #20
    Bakunin, 4 Februar 2005

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