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Stationäre Therapie sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von LiLaLotta, 19 Februar 2008.

  1. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Hi...ich war neulich bei einem Psychologen wegen diversen Problemen und ich hab 45 Minuten ein paar Sachen aus meinem Leben erzählt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als würde man mich nicht wirklich ernst nehmen, weil ich mir nicht die Arme kaputtritze. Umso erstaunter war ich, als man mir vorschlug, doch eine stationäre Therapie zu machen :hmm: 'Diagnostiziert' (wenn das nach den paar Minuten überhaupt geht) haben sie eine soziale Phobie und eine leichte Depression.
    Im ersten Moment hab ich einer stationären Therapie dann zugestimmt, aber nun frage ich mich immer mehr, wieso das so nötig ist. So krank fühle ich mich nun wirklich nicht, zudem weiß ich nicht, ob es so gut ist, mit noch kränkeren Menschen mehrere Wochen auf engstem Raum zu verbringen. Das Positive daran wäre, dass ich das Ganze an einem tollen Ort machen könnte, wo die Landschaft wahnsinnig schön ist...Zudem haben die tolle Angebote (Malen, Baden, Massagen, sowas halt). Leider ist es ziemlich weit weg und ich müsste mit ein paar Wochen rechnen fern ab von meinen Freunden und vor allem meinem Freund :ratlos: Dann frage ich mich noch, was ich meinem Bekanntenkreis sagen soll, wo ich bin :hmm: Und ein Bisschen Angst hab ich auch, so lange allein irgendwo zu sein, wo sie was mit meiner Psyche anstellen wollen...

    Bin mir total unsicher, ob ich das machen soll oder es lieber mit ner ambulanten Therapie versuchen sollte...Hätte halt den Vorteil, dass alles wie gehabt bliebe, aber eventuell nicht so effektiv ist wie eine stationäre Therapie, wo man sich täglich intensiv mit seinen Problemen beschäftigt...Zudem wär es vielleicht mal ganz gut, etwas aus dem alltäglichen Umfeld rauszukommen...
    Ich weiß auch nicht. Hab Angst, dort erst wirkliche Promleme zu bekommen durch die ganzen noch kränkeren Menschen.

    Wäre froh über ein paar Meinungen...
     
    #1
    LiLaLotta, 19 Februar 2008
  2. User 48246
    User 48246 (30)
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    vergeben und glücklich
    Ich kenne deine Situation nicht... und du musst sie hier ja auch nicht unbedingt erzählen, aber unter Umständen ist es ja nicht schlecht für einige Wochen aus dem gewohnten Umfeld herauszugehen, damit man eben wieder gesund werden kann.

    Für die Bekannten kann man sich bestimmt ne Geschichte ausdenken, wenn du ihnen nicht die Wahrheit erzählen willst.

    Eine stationäre Therapie hätte auch den Vorteil, dass die Arbeit viel intensiver ist, als bei einer ambulanten.
     
    #2
    User 48246, 19 Februar 2008
  3. loveyou16
    loveyou16 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    ich von meiner seite würde sagen, dass eine ambulante Therapie einer stationären vorzuziehen ist...da man bei einer ambulanten Therapie sich vielmehr auf die wirklichen alltagsprobleme konzentrieren kann...man wird sozusagen nicht aus seiner "realität" herausgenommen und somit geschont, sondern muss sich trotzdem mit seinem alltag auseinandersetzen, was mir sinnvoll erscheint. Allerding kenne ich ja deinen konkreten fall nicht, aber das ist auch nicht so schlimm...schilder ja nur mal meine meinung :zwinker:
     
    #3
    loveyou16, 20 Februar 2008
  4. Ich_Tarne_Eimer
    Verbringt hier viel Zeit
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    Es ist kompliziert
    Kannst du dieser Diagnose denn einigermaßen zustimmen? Bzw. bist du auch der Meinung, dass du hier Probleme hast, an denen man ansetzen sollte?

    Aus meiner Erfahrung (ich war selber mal in einer stationären Therapie und habe letztes Jahr eine Freundin während ihrer Behandlung begleitet) neigt man schnell dazu, seine Probleme als nicht so schwer abzutun und braucht sehr sehr lange bist man den Schritt wagt, etwas zu unternehmen. Aber den hast du ja zum Glück schon gemacht. Wenn du möchtest, kannst du sie mir gerne per PN schildern, dann kann ich dir vielleicht aus meinen Einblicken sagen, wie ich das einschätzen würde. Aber ich will deinem Arzt da auch nicht die Kompetenz absprechen, sowas einzuordnen - schließelich wird er nicht zum ersten mal wen überweisen. Aber generell würde ich sagen, dass Patienten ihre Probleme eher kleiner als größer machen und der Meinung sind, dass ihre Probleme doch garnicht soooo schlimm sind obwohl eine Behandlung im Endeffekt besser wäre.

    Mhm, die Erfahrung habe ich bei mir nicht gemacht und die Freundin auch nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich durch den Kontakt zu anderen auch mich besser kenngelernt habe, was mir eher geholfen hat. Außerdem kommt es darauf an, was für eine Einrichtung das genau ist. Manche Einrichtungen nehmen auch Leute auf, die einfach ein Burnout haben. Die Krankheitsbilder sind halt sehr vielfältig und auch in der Intensität verschieden - da muss man sich einfach drüber im klaren sein aber es ist eigentlich auch nicht so, dass man mit anderen 24 St. am Tag eingesperrt wird. Es herrscht ein normales soziales Gefüge zw. den Patienten. Der eine erzählt mehr von sich und der andere weniger. Und es schleichen auch nicht alle ständig depressiv über die Flure. Ich hatte eigneltihc nicht das Gefühl, dass es großartig anders ist, als in anderen Abteilungen in einem Krankenhaus. Klar gibt es dann auch Ausnahmen aber generell suchen die meißten Patienten dort normalen sozialen Kontakt und vermitteln nicht das Gefühl von bedindungsloser Hoffnungslosigkeit.
    Außerdem kommt es darauf an wie behandelt wird. Es gibt vermutlich auch Gruppengespräche wo man vielleicht etwas mehr von sich erzählt aber die wirklich detailierten Sachen erzählt man eher in Einzelgesprächen. Es ist also eher nicht so, dass man auch das Leid der anderen mit aufsaugen muss. Mein Eindruck ist eher, dass die meißten froh sind, wenn sie andere Patienten haben, mit denen sie einfach so über etwas reden können und nicht auch dann noch an ihre Probleme erinnert werden.

    Mhm, also die Angebote klingen da schon echt gut (Massagen hatte ich nicht :cry: ) und der Vorteil ist auch einfach, dass man sich intensiv mit Betreuung mit seinen Problemen auseinandersetzt und nicht nur einmal die Woche...Nachteil ist aber auch, wie schon gesagt wurde, dass du den Alltag danach auch wieder meistern musst..ohne ständige Betreuung...aber dieser Tapetenwechsel kann schon seinen Effekt erfüllen...Und zu deiner Familie und deinem Freund..mhm...das ist bestimmt nicht so einfach aber eigentlich kann man dort schnell Kontakt zu anderen Knüpfen und Besuche kannst du ja auch empfangen. Außerdem kann es sein, dass man nach einer bestimmten Zeit am Wochende für einen Tag oder so mal nach hause darf..das würde die Zeit schon sehr verkürzen.

    Bei dem Bekanntenkreis ist das immer so eine Sache. Also wenn es geht, würde ich die Wahrheit sagen, aber das ist leider nicht so einfach. Ansonsten kenn ich deine persönliche Situation nicht um zu sagen, dass oder das wäre eine gute Ausrede aber mit etwas Geschick kann das wohl klappen.


    Du siehst das schon ganz richtig aber wie ich oben schon geschriebn habe, kommt es auch darauf an was für eine Einrichtugn das ist und auch was überhaupt "noch kränker" bedeutet. Man redet man seine eigenen Probleme häufig viel zu klein und man darf auch nicht das Bild haben, dass dort alle 24St. am Tag depressiv über die Gänge schleichen - man wird nicht dazu gezwungen, dass Leid der anderen mit zu tragen...
     
    #4
    Ich_Tarne_Eimer, 20 Februar 2008
  5. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ehrlich gesagt, finde ich es sehr seltsam, dass dir ein psychologe nach nur 45 minuten eine solche diagnose stellt und dich sofort stationär behandeln will...?! oft ist an solch stationäre therapien gar nicht so einfach ranzukommen und allein durch EIN gespräch eine für dich geeignete therapieform zu wählen, klingt ominös. gerade psychische erkrankungen sind doch so komplex, dass sie oftmals viel tiefer gehen und mit symptomen anderer erkrankungen zu tage treten.

    ich würde erst einmal versuchen ein verhältnis zu deinem therapeuten aufzubauen und etwas vertrauen zu gewinnen. wenn du dann das gefühl hast verstanden zu werden (das war ja jetzt scheinbar nicht der fall), kann man unterschiedliche therapieformen untersuchen und zusammen entscheiden welche davon für dich in frage kommen.

    greetz
    *die gwendoline*
     
    #5
    sweetgwendoline, 20 Februar 2008
  6. Apfeltasche
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    puh,zu deinem zustand kann ich nichts sagen,allerdings nehmen dich die psychologen i.d.R ernst,auch wenn du dir nicht die arme aufritzt. denn das tu ich auch nicht.

    letztes jahr im oktober-november(für 4 wochen)habe ich eine stationäre therapie gemacht. eigentlich sollte ich 12 wochen bleiben,allerdings lehnte ich das ab. solch eine therapie ist hilfreich,auf den ersten blick. weil man irgendwann intensiv über sich,seine probleme und sein leben nachdenkt. man findet lösungen durch die verschiedenen therapien. gleichzeitig lernt man auch den körperlichen ausgleich kennen,wie z.b. massagen, wassergymnastik etc. allerdings denke ich,dass ich noch zu jung war für die therapie,denn dort war ich mit abstand die jüngste. leider hatte ich ein bisschen pech mit meiner für mich zuständigen psychologin in der klinik,somit hatte das alles nicht das gewünschte ergebnis,wie erhofft.

    was du deinen freunden etc. sagen sollst,wo du bist?die wahrheit! allerdings scheinen auch bei dir noch psychische probleme ein tabu-thema zu sein. so viele haben diese art von problemen und geben es doch nich zu,sei mutig und steh dazu,das ist ein wichtiger schritt, um zu sich und dem problem zu stehen.

    wenn du fragen hast,dann kannst du dich auch gerne per pn bei mir melden:smile:

    lg apfeltasche
     
    #6
    Apfeltasche, 20 Februar 2008
  7. sternschnuppe83
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    .....
     
    #7
    sternschnuppe83, 20 Februar 2008

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