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Gedicht Stille

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von User 27629, 2 Dezember 2009.

  1. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Schattengestalten
    In unseren Zimmern
    Die Stille im Raum
    Ist ihre Stimme

    Unsere Einsamkeit
    Ihre Nahrung
    Sie zehren wie Wölfe
    Von unserem Schweigen
    Und wir verhungern
    - Lautlos

    Nacht schleicht ins Zimmer
    Die Schatten verschwinden
    Im sehnsüchtig tiefen
    Dunkel

    Und mit ihnen
    - Ich
     
    #1
    User 27629, 2 Dezember 2009
  2. alex-b-roxx
    0
    Gefällt.

    Hier eins von mir zu dem Thema:

    Stille

    Es ist so dunkel und so still
    Ich bin der einzige, der wacht.
    So vieles, was ich sehen will
    zum Tage wird bei mir die Nacht

    So still ist nun der Welten Laut,
    es hält mich fest die Dunkelheit
    so schwarz die Nacht, wie sie mich schaut
    die Stille in der lauten Zeit.

    Bewegung schweigt und sanft sie ruht
    und Stille schleicht sich in mein Ohr,
    beruhigt sanft mein kochend Blut
    der stillen Ruhe klangvoll Chor.

    So geht die Hektik dieser Zeit,
    und in mir reift nun dieser Wille,
    ich öffne mich ihr nun sehr weit,
    umarme sie, geliebte Stille.
     
    #2
    alex-b-roxx, 2 Dezember 2009
  3. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Schönes Gedicht - beschreibst eine ganz andere, angenehme Art der Stille. Die Stille in meinem Gedicht ist aber auch nicht wirklich still, sie tut nur so, in Wirklichkeit ist sie LAUT.
     
    #3
    User 27629, 2 Dezember 2009
  4. aiks
    Gast
    0
    DIe Grundregel bei Gedichten ist, dass man das was man beschreiben will nicht beim Namen nennt. Vorallem wenn du dein Gedicht "Stille" nennst, aber eine laute Atmosphäre schaffst wirkt es viel besser, wenn das Wort Stille nicht darin vorkommt.
    Es wirkt sonst in beiden Fällen zu erzwungen. Gerade die Leerstellen in Gedichten sind die Sachen, die wirklich beeindrucken in einem Gedicht.

    Mir gefällt das Lautmalerische bei dir sehr Syleena!
     
    #4
    aiks, 3 Dezember 2009
  5. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Danke, aiks für deinen Kommentar und Tipp. Sicherlich ist da was dran an dem Grundsatz, mir war das bisher noch nicht so bewusst, aber ich glaube, es stimmt. Sie Stimmung ist beim Lesen eine andere, wenn das Gefühl nur mitschwingt, statt verbalisiert zu werden. Ich werde mal drauf achten beim nächsten Gedicht.
     
    #5
    User 27629, 3 Dezember 2009
  6. alex-b-roxx
    0
    Die erste Grundregel bei Gedichten und allen schriftstellerischen Dingen ist doch die, daß man absolut frei ist ein seinem Schaffen. Bei mir ist es absolut gewollt, daß der Begriff Stille so oft vorkommt.

    Syleena hat, wie ich finde es mit dem Wort Stille in ihrem Gedicht auch niciht übertrieben. Ich finde es da eher nicht so schön zu lesen, wenn der Begriff, der beschrieben wird immer nur umschifft wird. Auch in Gedichten kann man ruhig mal Tacheles reden.
     
    #6
    alex-b-roxx, 5 Dezember 2009
  7. aiks
    Gast
    0
    Ja sicher kann man schreiben was man will, aber es gibt einfach gewisse Handgriffe, um eine größere Ausdrucksstärke zu erreichen. Gerade bei athmosphärischen Gedichten gibt es einfach gewisse Kniffe, damit sie den erwünschten Eindruck machen.
    Zum Beispiel eben die Lautmalerei. Dass man ein Gedicht vorliest und allein vom Klang in diesen Vorstellungsraum eindringen kann. Es spricht einfach von großer Kunstfertigkeit, wenn man ein Gedicht in einer Fremdsprache vorgelesen bekommt und trotzdem merkt, worum es geht.

    Talent ist in der Kunst eine Grundvorraussetzung, trotzdem sollte man nicht auf allgemein anerkannte Regeln scheißen, weil sie oft sehr bereichern können. Man muss ja nicht alles für sich annehmen, aber kann sicher seine Gedichte noch viel mehr verbessern, wenn man mit der Lyriktheorie vertraut ist.
     
    #7
    aiks, 5 Dezember 2009
  8. Stille

    Sie flüstert, sie sagt, sie schreit.
    Sie schleicht, sie geht, sie rennt.

    Sie zuckt, sie fürchtet, sie flieht.
    Sie trauert, sie wimmert, sie weint.

    Am Ende, Stille.

    Das Lachen, die Stimme, die Bewegung.
    Der Herzschlag, das Atmen, die Sinne

    Am Ende, Stille

    Die Gedanken verzerren die Wirklichkeit.
    Einem altem Spiegel gleich.

    Stehe mitten im Raum,
    deine Worte hallen von den Wänden.

    Doch am Ende, Stille
     
    #8
    nut3lla n!n.joa, 6 Dezember 2009

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