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Streiken oder arbeiten?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von ProxySurfer, 14 Februar 2006.

  1. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Stell dir vor du bist seit längerer Zeit arbeitslos. In deinem Beruf (öffentlicher Dienst) wird jetzt gestreikt. Verdi fordert mehr Lohn und geringere Arbeitszeit.
    Da bekommst du ein Angebot vom Arbeitsamt: 1-Euro-Job dort, wo gestreikt wird. Also praktisch deren Arbeit zum halben Lohn machen. Und als Streikbrecher gelten.
    Würdest du diesen Job annehmen?
     
    #1
    ProxySurfer, 14 Februar 2006
  2. Future24
    Gast
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    von Prinzip her müsste man streiken. Aber hab keine Ahnung wie es aussieht, wenn man den 1-Euro-Job ablehnt ... bekommt man dann weiterhin sein Arbeitslosengeld oder wird das dann eingestellt wegen unkooperativen Verhaltens ?!

    - see you -
     
    #2
    Future24, 14 Februar 2006
  3. User 9402
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    vergeben und glücklich
    Ich würde arbeiten, denn ich kann die Streiks im öffentlichen
    Dienst nicht unterstützen. Wie kann man nur so einen Aufstand
    wegen 18 Minuten mehr Arbeit pro Tag machen? Bei mir wurde
    auch die Arbeitszeit heraufgesetzt und meine Kollegen und ich
    haben nicht so ein Drama daraus gemacht.
     
    #3
    User 9402, 14 Februar 2006
  4. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    @ Future24:
    Soviel ich weiß, kann das Arbeitsamt bei Ablehnung das ALG um 20% kürzen. Es sei denn, man hat ne glaubhafte Ausrede (z.B. gesundheitliches Problem).
     
    #4
    ProxySurfer, 14 Februar 2006
  5. Doc Magoos
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    nicht angegeben
    Der Streik hat sich ja schon verlegt. Mittlerweile gehts ums Prinzip. Ver.di hatte ja den letzten Streit praktisch verloren. Und sie müssen ja irgendwie ihre Mitglieder halten. Deswegen halt Streit aus dämlichen Prinzip.

    Und zum Thema: ja, ich würde den Job für 1€ die Stunde übernehmen.

    Und um mal was anzumerken: ein aktiver Soldat hat ne 45h Woche.
     
    #5
    Doc Magoos, 14 Februar 2006
  6. Wowbagger
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    nicht angegeben
    Hätte man den Öffentlichen Dienst verbeamtet, wäre das kein Problem, dann wär da nichts mit nicht arbeiten...
    Aber Beamtentum ist ja nicht mehr beliebt und hält auch gern als schlechtes Beispiel her....

    Die Frage ist, ob man den Arbeitsplatz überhaupt ablehnen kann. Zumindest wird einem doch dann das ALG gekürzt?
    Womit die Frage dann wohl hinfällig wär...
     
    #6
    Wowbagger, 14 Februar 2006
  7. Novalis
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    nicht angegeben
    Der Streit hat nichts mit der Mehrarbeit für den gleichen Lohn, also de facto einer Gehaltskürzung zu tun, sondern mit dem massiven Stellenabbau beim Staat.

    Jetzt mögt ihr das für quatsch halten...
    aber spüren werdet ihr alle das in den nächsten jahren, wenn es zu den ersten Konsequenzen aus zuwenig feuerwehr, polizei und rettungsdienst kommt.
     
    #7
    Novalis, 14 Februar 2006
  8. since.the.day
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    nicht angegeben
    [x] Streik + "Gesundheitliche Probleme"
     
    #8
    since.the.day, 15 Februar 2006
  9. Witwe
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    nicht angegeben
    Manchen täte ein Arschtritt einfach mal gut. Wer heutzutage noch wählerisch ist, der hats einfach nichts verstanden. Und von den ganzen Streiks in letzter Zeit halte ich absolut gar nichts!
     
    #9
    Witwe, 15 Februar 2006
  10. MooonLight
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    nicht angegeben
    Auch, wenn dieser Streik in gewisser Hinsicht vielleicht ein bisschen übertrieben wirken mag - ich würde definitiv nicht da arbeiten.


    (Ich habe selber schon gestreikt - und mE hatten wir da durchaus gute Gründe dafür. Auch wenns am Ende Erhöhungen gab - es ging schließen GEGEN die Forderungen des Arbeitsgebers - von Arbeitnehmerseite gab es zuerst gar keine. )
     
    #10
    MooonLight, 15 Februar 2006
  11. Canis lupus
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    Klar würd ich arbeiten.Solange es Geld gibt und man was zu tun hat,ist es immer noch besser,als zuhause vor sich rumzugammeln.

    Diesen Streik kann ich auch nicht so recht nachvollziehen.
    Hallo,ich mein andere arbeiten 50 oder 60 Stunden und jammern nicht so megamässig rum.Ok,die bekommen auch mehr,aber wie es schon jemand erwähnte,selbst Soldaten haben ne höhere Wochenarbeitszeit.Es geht um läppische 18 Minuten pro Tag.In meinen Augen ist dass nen Witz,dafür gleich so einen Aufstand zu machen.Sicher es wird auch wegen den Stellenabbau gestreikt.Aber nun frage ich mal die Insider unter euch.Ist der Stellenabbau wirklich so massiv,wie es von Verdi gross angeprangert wird und steht mehr das Verlangen dahinter,um jeden Preis seine Prinzipien durchzusetzen?
     
    #11
    Canis lupus, 15 Februar 2006
  12. User 631
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    nicht angegeben
    Sind 1-Euro Jobs nicht dazu gemacht, nur dort Jobs zu bilden, wo keine höher bezahlten Jobs gefährdet werden?

    Wenns nicht allein schon deswegen ausgeschlossen wäre, würde ich es auch aus Solidarität nicht machen.
     
    #12
    User 631, 15 Februar 2006
  13. D_Raven
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    Klar nehm ich den Job, wenn die anderen ihn nicht wollen :tongue:

    Bin eh kein grosser Gewerkschaftsfreund, wer meint streiken zu müssen (was in vielen Fällen auch nicht legal ist) muss damit leben, dass während der Zeit wer anders eingesetzt wird. Wer selbst zu unlauteren Mitteln greift muss sich nicht wundern wenn es ihm mit gleicher Waffe heimgezahlt wird.
     
    #13
    D_Raven, 15 Februar 2006
  14. Thomaxx
    Gast
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    ...richtig


    zum Topic: boah, diese Luschen, wegen 18 Minuten, Dtschl. geht den Bach runter und die streiken wg 18 Minuten am Tag....

    Dafür gibt es nur ein Wort : Aussperrung

    Gewerkschaften sind echt der letzte Dreck, niemals werd ich bei denen landen, man muss auch mal Prioritäten setzen, den Ländern geht es nunmal nicht super, da muss man auch mal seine eigenen Eitelkeiten zurückstellen, in die Hände spucken und doppelt so hart arbeiten....
     
    #14
    Thomaxx, 15 Februar 2006
  15. Wowbagger
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    nicht angegeben

    Ja genau, kürzen wir doch überall die Löhne. Dass die Binnennachfrage und der Konsum dann rapide bergab gehen wird unserer Wirtschaft ganz bestimmt gut tun. Ich glaube keiner will, dass wir Löhne wie in Polen haben, oder? Wäre auch das ziemlich unsinnigste, was drin ist...
    Schonmal davon gehört, dass Deutschland in der EU beim Zuwachs der Reallöhne ganz hinten ansteht?

    Zum Öffentlichen Dienst:
    Man muss sich nur mal Schulen oder öffentliche Gebäude anschauen. Da ist genug Arbeit nötig, um die wieder in Schuss zu bringen, das meiste ist gute 30 Jahre alt. Leider gibts da aus Geldmangel keine Aufträge für die Wirtschaft.
    Bei den Stellen: da sind die Grenzen schon ziemlich ausgereizt, denke ich, und die Pensen dürften pro Angestellten/Beamten ziemlich gestiegen sein im Vgl. zu früheren Jahren. Irgendwann ist so'n Apparat überlastet und dann stehn wir da.
     
    #15
    Wowbagger, 15 Februar 2006
  16. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    Ja und sie sind dazu da die 1-Eurojobber wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern und ihnen eine perspektive auf Übernahme zu beiten
    Tatsache ist aber, daß sogar der Staat diese 1-Euro-Jobber als billigen Ersatz für eigene, teure Stellen ohne jegliche Chance auf Übernahme ausnutzt.

    Vielleicht sollte man sich mal besser informieren, bevor man so einen Mist von sich gibt.
    Die streiken nicht wegen 18 Minuten mehrarbeit, die Streiken auch weniger wegen der Gehaltskürzung, die Streiken ganz einfach deswegen weil Jobs vernichtet werden.

    Und erstens geht Deutschland nciht den bach herunter, wir sind ja schon wieder,d as dritte jahr in Folge Exportweltmeister geworden und das mit so großem Abstand, daß man sich auch übers vierte Jahr keine Sorgen machen mu0ß.

    Das Problem ist und bleibt die Binnenkonjuktur. und die kann nur durch höhere Löhne angekurbelt werden. Oder durch alles andere was mehr Geld ins Portemonait des eifnachen Bürgers bringt.

    Deswegen wurden die Gewerkschaften ja auch aus der Politik heraus zu höheren Lohnforderungen ermutigt.

    Gewerkschaften als "Dreck" zu bezeichnen, halte ich für naiv und gefährlich.
    Die Gier des Kapitalismus ist unendlich.
    Und wenn die Arbeitgeber es könnten und dürften, dann würden sie den menschen als Produktionsmittel genauso ausbeuten und endlos ausschöpfen, wie sie es mit allen anderen Wirtschaftsfaktoren machen.
    Gewerkschaften schützen genau davor.
     
    #16
    Novalis, 15 Februar 2006
  17. iquolores
    iquolores (37)
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    Was Verdi veranstaltet ist die letzte Sauerei und unverständlich!

    Wenn AEG in Nürnberg auf die Straße geht, kann ich es gerade so verstehen, aber Verdi *headshot*
     
    #17
    iquolores, 15 Februar 2006
  18. User 631
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    nicht angegeben
    Und ganz bestimmt sollten wir hier alle in einem fairen Ton miteinander reden.
     
    #18
    User 631, 15 Februar 2006
  19. Thomaxx
    Gast
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    und genau bei den Ländern kann ich es verstehen, die sind nunmal pleite, da können die sich auch totstreiken, pleite bleibt pleite, man kann nicht nur den Regenschirm hinhalten wenn die Sonne scheint und dann wieder wegnehmen, wenn es anfängt zu regnen.

    PS:

    in den neuen fünf Bundesländern ist die 40-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst ausnahmslos in Kraft

    Stellenabbau wird seit Jahren im öffentlichen Dienst betrieben

    Menschen in der "freien Wirtschaft" haben längst nicht so einen sicheren Job und streiken nicht um jeden Cent

    Und ich kann Dir auch sagen, was passiert, wenn die mit Ihren Streik durchkommen, noch mehr Mist (Müllabfuhr) usw. wird privatisiert (Die Länder sind nunmal pleite), dann sind es noch weit weniger Arbeitnehmer, das versprech ich Dir, als ohne den neuen Tarifvertrag

    dieser neue Tarifvertrag torpediert geradezu das Wachstum am Binnenmarkt, gerade weil dann die Länder gezwungen sind alles zu privatisieren und die privaten dann mal richtig wüten bei Thema Stellenabbau

    Im übrigen würd ich die Diskussion mal gern im Sommer führen, wenn der Müll richtig schön stinkt in der Stadt, ob dann auch noch soviele Leute Verständnis hätten :grin:
     
    #19
    Thomaxx, 15 Februar 2006
  20. Nein! Ich würde den Streikenden nämlich nicht in den Rücken fallen wollen. Das hat schon so seinen Sinn.
     
    #20
    Perfect Gentleman, 15 Februar 2006

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