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Streit Nr. 9657?! Beziehungsende?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von lui-et-moi, 27 Oktober 2009.

  1. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    1
    nicht angegeben
    Hi,

    mein Freund und ich haben uns vor etwas mehr als einem Jahr ineinander verliebt, für unsere Liebe einiges aufgegeben und mittlerweile wohnt er bei mir.
    Wir sind beide schwierige Charakter - ich leide unter Verlustängsten (fühle mich einsam und alleine, wenn er "von mir weggeht" obwohl ich ihn brauche. Bin auch grade in Behandlung, weil ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Fühle mich sehr leicht einsam, werde dann panisch, das schränkt ihn in seiner Freiheit ein...). Nur hat mir meine Psychotherapeutin geraten, dass ich mich der Angst nicht aussetzen soll, bevor sie nicht mit mir zusammen einen Weg gefunden hat, wie ich in solchen Situationen mit den schlimmen Gefühlen umgehe. Bis dahin soll mein Freund, soweit es geht, für mich da sein. Das weiß er und er wollte es befolgen. Gestern hat er aber mit Freunden getrunken, sagte er meldet sich mal zwischendrin wann er kommt, es wird etwa halb 10 (die waren schon nachmittags was trinken).... und kam viel später als er wollte, ohne sich mal zwischendrin zu melden, und war selbst verletzt und wütend als er sah, dass ich verletzt bin.

    Zu ihm: Er hat eine schlimme Vergangenheit und überreagiert leicht, wird aggressiv und hilflos, wenn ich weine. Also wir bedingen uns gegenseitig: Ich weine, er nimmt mich nicht in den Arm, weil er so hilflos ist in dem Moment und sich die Schuld dafür gibt, wenn ich weine (auch wenn er öfters nicht der Grund für meine Traurigkeit ist). Dass er mich gar nicht in den Arm nimmt oder tröstet, verletzt mich und ich fühle mich daraufhin noch einsamer, er wird dadurch wiederum noch hilfloser und aggressiver.... das schaukelt sich in letzter Zeit sehr oft hoch....

    Gestern, nachdem er angetrunken heimkam, bin ich im Wohnzimmer geblieben, weil ich einen Film geschaut habe zur Ablenkung, da er ja so spät heimkam. Ich war erstmal eingeschnappt und habe ihn kaum beachtet, da er sich nicht entschuldigt hat. Kurze Zeit später bin ich zu ihm gegangen, habe ihm den Arm gehalten und gesagt, wir reden morgen über alles, es bringt jetzt nichts (in Anspielung darauf, dass er unter Alkoholeinfluss immer so verändert ist. Ok, er war nicht richtig betrunken, aber ich habe die Veränderung gespürt: am Auftreten, in den Augen, an seinem Geruch, in seiner Art zu reden). Aber nein, er will unbedingt auf der Stelle reden, also sage ich, was ich empfinde. Und er sagte, er wäre noch nie so kühl empfangen worden, er hätte nichts falsch gemacht, ich wäre so schwierig.....

    Was soll ich daraufhin sagen? Ich habe dieses Problem nunmal, das weiß er, ich bin in Behandlung und will es mit ganzer Kraft aktiv bekämpfen. Was soll ich mehr tun? Im Moment, am Anfang der Therapie, gibt es eben noch keine Erfolge..... mir tut alles sehr leid, ich weiß wie belastend es ist, aber seine harte, kühle Art kann auch verletzend sein - es liegt nicht alles nur an mir. Aber wer Schuld ist oder nicht, ist ja nicht entscheidend.

    Weiter: Da ich nicht mehr wusste, was ich sagen sollte, er sowieso angetrunken war und das Gespräch nirgendwo hingeführt hat, bin ich wieder ins Wohnzimmer gegangen. Kurze Zeit später kommt er runter, zieht seine Schuhe an, hat seinen gepackten Rucksack auf und geht. Wortlos. Wohin weiß ich nicht, schätze mal zu seiner Mutter.

    Vor 2 Wochen wollte er schon GANZ gehen, da er denkt, er tut mir nicht gut. Dabei tut er mir insgesamt schon gut, ich liebe ihn, wir lachen viel, haben viel Spaß und Freude und ich fühle mich geborgen und glücklich, wenn er bei mir ist. Nur in diesen Streitsituationen eskaliert es immer, und immer wieder... wir finden keine Lösung, und ich zerbreche mir den Kopf, weil ich ihn wirklich liebe und mir nichts mehr wünsche, als dass wir alles in den Griff bekommen...

    Jetzt weiß ich nicht, wo er ist, was er denkt, ob und wann er wieder kommt. Soll ich mich melden - fragen, ob er heute Abend zu mir kommt und wir uns aussprechen? Ich habe so Angst, dass er endgültig gegangen ist und mich nicht mehr sehen will....

    Danke fürs Lesen! :smile:
     
    #1
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Sollte sich dein Freund nicht auch in Therapie begeben wegen seines aggressiven Verhaltens ?
    Oder mal mit zu deiner Therapeutin kommen, damit sie ihm die Wichtigkeit seiner Mitarbeit an der Sache klar machen kann ?!
     
    #2
    xoxo, 27 Oktober 2009
  3. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
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    1
    nicht angegeben
    Ja, dass er ebenfalls eine Therapie macht, wollte ich ihm auch vorschlagen, - eigentlich morgen, aber zu dem Gespräch kam es nicht mehr....
    Mit meiner Therapeutin habe ich schon über die Situation gesprochen, wir wollten uns mal zu dritt zusammensetzen.... ich sollte sie aber, auf sein Drängen, schon vorab fragen, wie er sich momentan verhalten soll. Dass er momentan am besten nochmal zurücksteckt und soweit es geht immer für mich da ist, bis Besserung eintritt, habe ich ihm ausgerichtet :frown: Eigentlich hält er sich auch dran, er geht nicht einfach weg, spricht sich mit mir ab. Aber es gibt eben Aussetzer, es eskaliert und jetzt bin ich ganz allein hier und weiß nicht, was ich tun soll. Mich melden? Abwarten?
     
    #3
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  4. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    ich finde die idee von xoxo, dass dein freund vielleicht mal mit zu deiner therapie kommt garnicht so schlecht. vielleicht gibt das ihm die möglichkeit dich besser zu verstehen.

    mehr weiß ich dir leider auch nicht zu raten. du weißt selber, wo deine probleme liegen und dass du daran arbeiten musst. aussagen wie, du musst ihm mehr freiraum geben, darfst nicht zu sehr klammern und nicht aus jeder mücke nen elefanten machen helfen da herzlich wenig.

    das einzige was mir noch einfällt ist, dass es vielleicht ganz gut wäre, wenn ihr erstmal nen bisschen abstand voneinander hättet. nicht dass ihr euch trennt aber nen räumlichen abstand. du sagst er ist wahrscheinlich zu seiner mutter gegangen, vielleicht kann er da mal ne weile bleiben??
    dann kannst du an dir arbeiten und er kann zum beispiel mit seinen freunden was trinken gehen oder was auch immer, ohne sich gleich dafür rechfertigen zu müssen wenn er sich nicht zwischendurch meldet oder 2 stunden später kommt. du musst lernen ihn ein wenig loszulassen, ihn nicht zu "bewachen" und vielleicht geht das am besten, wenn er nicht immer da ist.
    klar wäre es ganz gut, wenn er in so einer für dich schwierigen phase für dich da ist aber kein mensch kann immer für den anderen da sein und dein freund scheint da ja eh nen problem mit zu haben.
     
    #4
    dollface, 27 Oktober 2009
  5. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    IMMER für den anderen da sein, das weiß ich, geht sowieso nicht: er arbeitet, ich studiere. Da sieht man sich nicht ständig. Es ist ja auch kein Problem, dass er mal was trinken geht, und ne Stunde oder zwei später kommt, aber dann soll er sich melden, weil er ja weiß, wie's mir sonst geht. Ich will ihn nicht kontrollieren, bin kein eifersüchtiger Typ.... das hat bei mir andere Motive, wenn ich wissen will, wann er wieder da ist. Da geht's nur um meine Ängste und darum, dass ich eine weitere Tiefphase grade nicht noch aushalten kann - bin angespannt, da in einer wichtigen Lernphase, und die Therapie ist auch sehr anstrengend. Ich wünsche mir einfach nur, dass er mich grade unterstützt und dass ich merke: er denkt an mich, er registriert wie es mir geht, er ist aus Liebe bei mir und nicht weil ich möchte, dass er da ist... :frown:
     
    #5
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  6. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    56
    nicht angegeben
    Hallo,

    erstmal kann ich nach der Schilderung kein agressives Verhalten des Freundes feststellen. Eher Hilflosigkeit. Und, sorry TS, bei dir erkenne ich keine Liebe. Jedenfalls keine Liebe zu deinem Partner. Nur Egoismus. Und den begründest du auch noch mit deiner Therapie. Mit der Therapie versuchst du ihn an dich zu binden. Ist ja auch so einfach. Solage du in Therapie bist, muss er dir ja helfen, kann dich nicht verlassen. Da damit dein Hauptzweck erfüllt ist, hast du eigentlich keine Motivation die Therapie erfolgreich zu beenden. Anscheinend hast du aber vergessen, dass du auch deinen Partner belastest und dabei bist du wohl über die Grenzen, des für ihn ertragbaren, gegangen.
     
    #6
    Dandy77, 27 Oktober 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  7. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    Dandy77, das ist absoluter Quatsch. Ich habe ihn und sein Befinden NIE aus den Augen verloren. Mir ging es wochen,- monatelang schlecht - nicht weil es mir persönlich schlecht ging, sondern weil es ihm durch mich schlecht ging! (hatte dadurch ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle, bin also gar nicht glücklich darüber, im Gegenteil: es tut mir unendlich leid).
    Habe die Therapie erst angefangen, als ich schon Monate mit ihm zusammen war - glaubst du, ich würde mich ner Verhaltenstherapie aussetzen, die ja bekanntlich viel von einem abverlangt, wenn ich nicht schnellen Erfolg wollte?! Ansonsten hätte ich ne psychoanalytische gemacht, da diese wesentlich langwieriger sind. Ich kämpfe dagegen an und will es WIRKLICH in den Griff kriegen... ich bin mir dessen vollkommen bewusst, dass Liebe auch loslassen bedeutet, dem anderen Freiheiten lassen! Ich versuche ständig, mir irgendwas vorzunehmen, damit ich abgelenkt bin und die Gefühle erst gar nicht aufkommen, wenn er mal weg ist. Ich motiviere ihn dazu, wieder mehr Kontakt zu seiner Familie und zu seinen Freunden aufzunehmen, da er sich von sich aus nur auf mich konzentriert.

    Aggressives Verhalten ist: ständig laut werden, unglaublich verletzende Dinge sagen, Dinge durch die Gegend schmeißen, brüllend durch die Wohnung rennen.... denke schon, dass das aggressiv ist! Mag sein, dass ich ein besonders sensibles Empfinden habe, aber als meine Mutter mal zu Besuch war und er mal wieder ausgetickt ist, hat sie sich auch sehr unwohl gefühlt als sie gehört hat, wie er seine Stimmt hebt.
    Was aber richtig ist, Dandy, ist, dass sein aggressives Verhalten aus Hilflosigkeit resultiert - allerdings schon immer, und auch in anderen Situationen mit anderen Menschen... da er aber nicht aus böser Absicht heraus aggressiv ist, kann ich es ihm nicht übel nehmen, er sollte sich aber helfen lassen, so wie ich.
     
    #7
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  8. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    hmm ich glaube ja nicht, dass du das loslassen lernst, indem dein freund sich immer bei dir an- und abmeldet oder anruft, wenn sein treffen mit kumpels mal länger dauert.
    ich weiß ja nicht, wie so ne verhaltenstherapie genau aussieht aber was soll das bringen, wenn dein freund immer soweit es geht für dich da sein muss.
    du sollst dich der angst nicht aussetzen, bevor deine therapeutin und du keinen geeigneten weg gefunden habt mit deinen schlimmen gefühlen umzugehen?? wie lang soll das denn dauern?

    vielleicht sollte man dich einfach mal ins kalte wasser schmeißen. dein freund bleibt ne wiele bei seiner mutter und du kommst einfach mal mit ner Beziehung klar, wie sie normalerweise sein sollte.
    wie viel zeit willst du dir denn nehmen, bis du bereit bist?
    dein freund scheint schon jetzt extrem darunter zu leiden. reiß dich einfach mal am riemen auch wenn es schwer ist. irgendwann wirst du dich dran gewöhnen.
     
    #8
    dollface, 27 Oktober 2009
  9. Wipf
    Wipf (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    32
    vergeben und glücklich
    Wie lange bist du denn eigentlich schon in Therapie bzw. wie viele Sitzungen hattest du bisher?

    @ dollface
    Ich weiß zwar jetzt nicht, ob man sowas ernsthaft vergleichen kann: Aber ich würde das mit einer Angst, z. B. Höhenangst gleichsetzen. Manche verlieren diese, wenn sie mal auf dem Eifelturm waren oder aus einem Flugzeug gesprungen sind. Andere bringt man aber gar nicht soweit oder bei ihnen helfen diese Maßnahmen nichts. Also muss man sie langsam ranführen und vielleicht die Gründe dafür herausfinden.
     
    #9
    Wipf, 27 Oktober 2009
  10. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    Sie wollte mir eine "Anleitung" geben: ich soll mir durch eine bestimmte Art bewusst machen, was ich fühle und warum ich es fühle... und dann dagegen arbeiten, damit nicht wie sonst Panik ausbricht.

    Es fängt immer so an: ich denke, ok er ist jetzt weg, ich muss noch das und das und das machen, ist ja genug was ich zu tun habe. Zuerst gehts mir gut, dann kommt ein drückendes, stechendes Gefühl in der Herzgegend. Ich werde unruhig, fange an depressiv zu werden, habe plötzlich zu gar nichts mehr Lust, obwohl ich 5 Minuten zuvor noch lauthals über meine Lieblingsserie gelacht habe... bin dann so unruhig, dass ich nicht mal die Serie weitergucken kann, kein Buch mehr lesen, nicht mehr lernen, nicht mehr aufräumen kann. Ich lege mich ins Bett und weine. So läuft es meistens ab. Irgendwann will ich dann an die frische Luft gehen. Danach leg ich mich wieder ins Bett und weine. Ich kann es nicht erklären, es ist wie ein Film, der immer wieder abläuft, egal wie positiv ich im Vorhinein an die Situation rangehe. Letzens habe ich gedacht: das schaffst du, du musst echt lernen damit umzugehen und du hälst dich mal ran, aber es ging nicht...... ist das eine Art Depression?

    Ich werde in den nächsten Wochen mit ihr planen, wie ich mich verhalten soll und dann werde ich mich mehrmals solchen Situationen aussetzen.... hoffe es bringt was, wenn ich mich dran gewöhne. Wie lang das dann im Endeffekt dauert, bis ich das hinkriege weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es nicht nur für meine jetzige Beziehung wichtig ist, das in den Griff zu kriegen, sondern auch für mich selbst... daher hab ich schon Motivation es zu schaffen :smile:

    @ Wipf: ich hatte 5 "Vortermine" zum kennenlernen und erst eine richtige Sitzung...
     
    #10
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  11. kaninchen
    Gast
    0
    Also wenns jetzt mal ums melden geht kann ich der TS nur recht geben - wenn man später kommt ruft man einfach an. Egal ob die Freundin Verlustängste hat oder nicht, es ist unhöflich andere warten zu lassen und irgendwann macht sich jeder Mensch mal Sorgen. Erst recht wenn der Freund auch noch sagt "jaja ich melde mich zwischendurch"... Soll er ihr direkt sagen, dass er nich weiß wann er kommt und das er sich nicht meldet... Und das er einfach seinen Kram packt und kommentarlos abhaut ist ne ziemliche Kinderkaka-Überreaktion... Wie alt seit ihr eigentlich (nur mal so neugierdeweise)?

    Zu eurem Teufelskreis aus Hilflosigkeit und aggressivem Verhalten - vielleicht hilft da echt (im Moment, bis ihr beide das besser im Griff habt) solche Situationen vermeiden. Auch wenn du noch so sickig bist, dass er zu spät kommt - wenn er was getrunken hat und dann nicht mehr so gesprächsfähig ist vertagt es am besten. Ich bin eigentlich ein großer Freund von "lass es raus und fress nichts in dich rein" - in deiner Situation würde ich vielleicht eher abwägen, was stressiger ist, meinen Ärger mal für mich behalten oder auf Konfrontation gehen...

    Also, meld dich bei ihm, wenn ers noch nicht gemacht hat und sprecht euch mal richtig aus. Verkneif dir vielleicht ein bisschen das Weinen, denn sobald ihr wieder in eurem Du-Weinen-Er-Schreien-Ding drin seit ist das Gespräch doch wieder gelaufen und da habt ihr beide nix von...
     
    #11
    kaninchen, 27 Oktober 2009
  12. Wipf
    Wipf (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    525
    113
    32
    vergeben und glücklich
    Na dann :smile: Du hast also "noch Zeit" :smile:

    Was sagt denn dein Freund zu deinem vorhaben? Findet er das gut oder eher schlecht?
     
    #12
    Wipf, 27 Oktober 2009
  13. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    ich bin 24 und er ist 35 - hättest du das gedacht? ^^

    Er findet es natürlich gut, dass ich es in Angriff nehmen möchte und so hart an mir arbeite... das gefällt ihm ^^ er hat mich auch teilweise zu der Therapie überredet, ich wusste, dass es wieder einiges aufwühlt und vorerst verschlimmert, und habe mich immer davor gedrückt, aber ich dachte an ihm hätte ich einen richtigen Halt, der mich auffängt in dieser dann schwierigen Phase. Nur ist er damit überfordert, was ich ihm ja nicht verübeln kann, er muss auch lernen damit klar zu kommen - daher manchmal das "Fehlverhalten" (siehe wieder: Hilflosigkeit)

    Und zu dem nicht-weinen: das hab ich gestern gemacht, war ganz gefasst und deshalb wohl auch so abweisend als er nach Hause kam (um nicht wieder zu zeigen was ich fühle)... nur dann wollte er unbedingt reden, obwohl ich meinte "Erst morgen" und schon waren wir wieder im Teufelskreis drin.

    Übrigens: vorhin habe ich meinen Stolz und meine Enttäuschung überwunden, ihn angerufen und gesagt, dass ich gerne mit ihm reden würde und dass er mir fehlt. Das hat er erwidert, also Beziehungsende wird es nicht geben - vielleicht wird es aber nochmal ein schwieriges Gespräch heute Abend...

    danke für eure zahlreichen Antworten übrigens, sind viele verschiedene Perspektiven - finde ich interessant und ich werde über alles mal nachdenken!
     
    #13
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  14. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    gut dann muss cih mich wohl für meinen etwas voreiliegen vorschlag entschuldigen. mir war wirklich nciht bewusst, dass das solche ausmaße annehmen kann. tut mir leid.
    ich hoffe, dass du deine ängste schritt für schritt in den griff bekommst und das gemeinsam mit deinem freund.
     
    #14
    dollface, 27 Oktober 2009
  15. Dandy77
    Meistens hier zu finden
    1.501
    133
    56
    nicht angegeben
    Hallo TS,

    du scheinst mir doch intelligent genug dafür zu sein, dir schon eine Rechtfertigung zurechtzulegen.

    Versuch das aber mal mit den Augen eines Außenstehenden zu sehen:



    Ich stelle mir gerade vor, ich wäre an der Stelle deines Freundes.

    Komme von Freunden - und na klar habe wir etwas getrunken. Habe mich mit ihnen und Alkohol von unseren Problemen abgelenkt. Habe noch gedacht: Wenn du jetzt nach hause kommst, hoffentlich sitzt sie nicht da und macht dir ne Szene. Was passiert: Natürlich ist sie noch wach. Hat die ganze Zeit vorm Fernseher gesessen und gewartet, dass ich nach hause komme. Bestimmt alle fünf Minuten auf die Uhr geschaut. Oh man - ich halte diese Kontrolle einfach nicht mehr aus. Jetzt straft sie mich auch noch mit Ignorieren. Wenn sie mich so braucht, warum empfängt sie mich nicht mit Freude, warum freut sie sich nicht aus Liebe zu mir darüber, dass ich einen netten Abend hatte? Warum gibt sie mir das Gefühl, ich hätte sie vernachlässigt.


    Worüber wolltest du denn mit ihm an nächsten Tag reden? Das er später nach Hause gekommen ist, dass er nicht angerufen hat? Mein Gott, es war nur ein Abend. Um wieviel hat er sich denn verspätet? Mit welchem Recht machst du daraus so eine riesen Szene und gehst dann auch noch hin zu ihm und sagst ihm "(du hast wieder Mist gebaut und bist besoffen)" lass uns mal morgen (über deinen Fehler) reden.

    Das schlimmste ist, du weißt um dein Problem und die Belastung für ihn und schaffst es doch nicht, dich anders zu verhalten. Im Gegenteil. Du benutzt deine Therapie auch noch als Vorwand, nochmehr klammern zu können.
     
    #15
    Dandy77, 27 Oktober 2009
  16. Wipf
    Wipf (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    525
    113
    32
    vergeben und glücklich
    Eventuell möchte sie sich auch einfach entschuldigen? Es soll ja auch Menschen geben die ihre Fehler einsehen und auch darüber nachdenken.

    Sie versucht doch was zu ändern. Ich finde es ehrlich dreist, dass du ihr unterstellst, sie wolle nichts ändern. Tut sie doch, nur geht das - oh Wunder - nicht von einem Tag auf den nächsten. Sie ist sich ihres Problemes mit Sicherheit schon länger bewusst und manche brauchen eben Hilfe von Außenstehenden um da raus zu kommen.
     
    #16
    Wipf, 27 Oktober 2009
  17. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    Ja genau, du hast mich durchschaut, das ist alles geplant. Ich genieße richtig, wie ich alle um den Finger wickele, wie alle meiner rührseligen Story glauben - in Wirklichkeit will ich nur meinen Freund langsam seinen Willen verlieren und sich mir unterwerfen sehen. Heute, wenn er nach Hause kommt, werde ich ihn beschimpfen und ihm sagen, wie scheiße sein Verhalten doch ist.

    Wenn man so eindimensional denkt, macht man sich's echt extrem leicht! Gar nicht auf Probleme anderer einzugehen und sich gar nicht darum scheren, dass es verschiedene Menschen mit versch. Schwierigkeiten gibt, das ist auch Rücksichtslosigkeit und Egoismus! Du kannst von mir aus aber denken, was du willst. Ich weiß welche Ziele ich habe und will das zusammen mit meinem Partner erreichen...

    Und was ich heute sagen werde ist etwa das: "Es tut mir leid, ich habe gestern auch etwas überreagiert und mich falsch verhalten." Habe mich vorhin am Telefon sogar schon entschuldigt. Und dann werden wir gemeinsam versuchen, eine Lösung zu finden. Ich lasse ihn reden und er lässt mich reden.
    "Du hast wieder Mist gebaut und bist besoffen" hab ich noch nie gesagt, gestern auch nicht. Er weiß selbst, dass er Schwierigkeiten mit Alkohol hat, das sagt er selbst immer. Er nimmt sich immer wieder vor gar nichts mehr zu trinken - das finde ich jetzt auch wieder falsch, denn gar nichts ebenfalls keine Lösung, aber das muss er selbst wissen. Es ist aber so, und das weiß er, dass er unter Alkoholeinfluss die Kontrolle über sich verliert, er hat sich nicht mehr im Griff, handelt und redet komplett anders und daher hab ich auch ein unwohles Gefühl. Das kenn ich nicht, meine Exfreunde waren zwar auch mal besoffen, das war mir aber egal. Denen war dann schlecht, sie sind irgendwo eingepennt, haben peinliche Tänze aufgeführt - aber es gab nicht so einen krassen Charakterwandel....
     
    #17
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  18. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Was ist eindimensional? Nur weil ich dir eine andere Sichtweise darstelle? Eine nicht-subjektive? Leicht wäre es gewesen, dich zu bedauern und dir Recht zu geben. Ich habe mir die Mühe gemacht, das, was du erzählst und vorallem wie du es erzählst, auseinander zu nehmen. Und ich erlaube mir, das mit anderen Augen zu sehen. Du bist intelligent genug, um die Widersprüche in deinen von mir zitierten Textstücken selber zu sehen. Ich glaube auch nicht, dass du bewusst so handelst. Natürlich willst du deinen Freund nicht unterdrücken und machst die Therapie, damit es euch besser geht. Gleichzeitig benutzt du aber die Therapie als Rechtfertigung, warum sich dein Freund jetzt intensiver um dich kümmern muss. Und das ist ein Rückschritt.

    Sicher hast du auch nie gesagt "Du hast wieder Mist gebaut und bist besoffen" aber du hast es mit Mimik und Gestik, mit anderen Worten oder mit Schweigen so rübergebracht, dass es s bei ihm so angekommen ist. Und im Grunde waren das auch deine Gedanken. Charakterwandel unter Alkohol ist nichts neues. Aber siehst du das hier richtig - oder nur das was du sehen willst. Ich sehe, dass dein Freund nach hause gekommen ist, kalt empfangen wurde und ins Bett gegangen ist. Du bist hinterher gegangen - nicht um zu schlafen, sondern um ihm zu sagen, dass ihr morgen über (seinen Mist) reden müsst. Wenn du nicht reden wolltest, warum hast du dich nicht ins Bett gelegt und versucht zu schlafen. Mit den Worten "lass uns morgen darüber reden" hast du seine Reaktion ausgelöst. Warum? Schweigen wäre mehr gewesen. Aber du fühltest dich im Recht und wolltest ihm das auch zeigen.
     
    #18
    Dandy77, 27 Oktober 2009
  19. lui-et-moi
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    28
    28
    1
    nicht angegeben
    Ja ok das stimmt. Aber in solchen Kategorien denke ich nicht. Ich wollte vielleicht, dass er sieht, wie es mir geht - nicht zeigen, dass ich recht habe. Ich bin aber in erster Linie hochgegangen, weil es mir zu dem Zeitpunkt schon leid tat. Habe den Film unterbrochen, mich zu ihm ans Bett gesetzt und wortlos seine Hand genommen bis er fragte "Was ist los?" und ich sagte "Wir reden lieber morgen".

    Was ich gestern aber zuvor gemacht habe, war: Ihn mit den Mitteln bestrafen, mit denen ich mich immer von ihm bestraft fühle. Will heißen: Wenn er mich immer sitzen lässt, wenn ich weine (auch wenn ich wegen etwas komplett anderem als Beziehungsprobleme weine), kann ich ihn auch mal sitzenlassen - damit er mal fühlt, wie das immer für mich ist. Meistens nach den Streits, wenn einer auf der Couch sitzt, einer im Bett, bin ich es, die zuerst redet, die ihn richtig tröstet, die also den ersten Schritt macht. Gestern hab ich aber auch mal auf stur geschaltet, wollte nicht nachgeben. Das ist nicht ok, dessen bin ich mir bewusst, das ist eine verkappte Bestrafung.
    Je mehr Zeit verging, desto schlechter fühlte ich mich wie ich ihn behandelt habe. Bin hochgegangen und als ich merkte, es führt zu nichts, wieder runter. Er hat es nicht ausgehalten, dass ich gegangen bin - das, was er immer macht: sich entfernen, entweder mental oder physisch oder beides - dass ich das mache, damit kam er nicht klar. Und deswegen ist er gegangen. Er hat sich ungerecht behandelt gefühlt. Kann auch sein, dass das zutrifft.
    Es stimmt, ich habe in dem Moment als ich bei ihm saß egoistisch gehandelt. Wollte ihm zeigen wies mir geht, wie ich mich fühle - durch Mimik und Gestik, richtig. Und habe auf eine Entschuldigung gewartet. Dann wäre es ok gewesen. Ein einfaches "Sorry hätte mich melden sollen, habs aus dem und dem Grund verpeilt" - FERTIG! Das kam nicht - dafür aber andere Dinge, die er wieder nicht so gemeint, aber gesagt hat. Daraufhin gehe ich wieder runter, um nachzudenken und nichts eskalieren zu lassen. 10 Minuten später beschließe ich grade, wieder raufzugehen, mich fertig zu machen, mich zu ihm ins Bett zu legen und zu schlafen - wie dus gesagt hast. Aber da ist er schon gegangen.

    Und genau für das oben beschriebene Verhalten will ich mich heute bei ihm entschuldigen!

    Das ist jetzt eine genaue Verhaltensanalyse, hab das jetzt ganz ehrlich aufgeschrieben. Aber niemand verhält sich perfekt und richtig in solchen Situationen. Viele bestrafen andere indirekt durch einen bestimmten Gesichtsausdruck oder eine abgewandte Haltung. Ich versuche aber in Zukunft anders zu reagieren, oder wenn es hochkommt es vielleicht eher zu unterdrücken, wenn eine ähnliche Situation nochmal auftreten wird. Da ist schon ein Lerneffekt dabei...
     
    #19
    lui-et-moi, 27 Oktober 2009
  20. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    56
    nicht angegeben
    Dann geh jetzt noch einen Schritt weiter.

    Du musst die Ursache herausarbeiten, warum du ihn bestrafen wolltest. Er hat in deinen Augen etwas falsch gemacht. Würde ein dritter - wie ich - auch zu dem Eindruck kommen, dass er was falsch gemacht hat?
    Du musst dir bewusst sein, dass du bestimmte Verhaltensweisen anders bewertest. Aus deiner Verlustangst heraus bewertest du ansich normale Verhaltensweisen als gegen dich gerichtet und verlangst eine Entschuldigung, wo ein anderer nicht die Notwendigkeit dafür sieht. Du reagierst, in dem du dich ärgerst und willst ihm das zeigen (heimzahlen).

    Meinst du, dass jemand der Verlustängste hat, bei einem Streit mit dem Partner die gleichen Chancen hat?
    Warum suchst du dann den Konflikt?

    Wie wäre der Abend verlaufen, wenn du ihm beim Heimkommen um den Hals gefallen wärst und gesagt hättest: "Schön, dass du wieder da bist, ich habe dich vermisst" Ansich wäre es ja das gewesen, was du ohne Ärger gefühlt hättest. Versuch doch mal, den aufkommenden Ärger zu bekämpfen und mehr Kraft aus der Liebe zueinander zu schöpfen.

    Lege dir dazu eine Argumentation zurecht: Nicht wegen einer Therapie muss dein Freund sich um dich kümmern sondern aus Liebe kümmert er sich um dich und aus Liebe zu ihm lässt du ihm mehr Freiheiten und durch Liebe kommt auch kein Ärger bei dir auf, wenn du dich Vernachlässigst fühlst. Denn das ist ja nur ein falsches, subjektives Gefühl. Kann ja gar nicht sein, weil er dich liebt.
     
    #20
    Dandy77, 27 Oktober 2009

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