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Studienabbruch nach 3 Jahren...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von sugarboy, 6 Oktober 2008.

  1. sugarboy
    sugarboy (31)
    Benutzer gesperrt
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    in einer Beziehung
    Ok hallo, der Text könnte etwas länger werden, danke schonmal an alle die ihn bis zum Ende durchlesen.

    Folgende Situation, ich habe seit Winter 05 Pharmazie studiert. Die ersten 2 Semester lief das Studium wirklich gut, ich kam relativ gut zurecht und es machte mir Spaß. Mit Beginn des dritten Semesters dann die Wendung, irgendwie begann mir langsam alles über den Kopf zu wachsen. Der Stundenplan war voll, ich kam nicht mehr hinterher, ich verlor den Anschluss... zunehmend auch den sozialen Kontakt zu meine Komillitonen.... Ich bin statt auf Partys oder zu freiwilligen Kursen zu gehen, lieber zuhause geblieben und habe stupide im Internet gesurft. Spätestens da hätte ich merken müssen, dass es nichts mehr wird mit dem Studium. Aber ich habs nicht eingesehen, hab mir immer alles schön geredet und gedacht das wird schon... Ende drittes, Anfang 4. Semester fiel ich dann auch durch einige Prüfungen durch und konnte an einigen Pflichtveranstaltungen nicht mehr teilnehmen. Ich kam sowieso immer seltener zu Vorlesungen, blieb lieber zuhause...

    Auch gesundheitlich gings mir immer schlechter, ich nahm sehr viel zu und wog zur schlimmsten Zeit ca. 100kg. Mittlerweile war das 5. Semester angebrochen und dann endlich hab ich eingesehen, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Ich habe angefangen Sport zu treiben und wollte mein Studium wieder rumreißen... naja gesundheitlich ging es bergauf, aber das Studium konnte ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich abschreiben... ich habe es zwar noch versucht mich reinzuhängen, aber ich kam garnicht mehr in alle entsprechenden Kurse rein, die ich hätte belegen müssen... es war nun auch zu spät sich für ein anderes Studium einzuschreiben... ich musste also auch noch das 3. Jahr weiterstudieren, obwohl ich das letzte Semester dann quasi nicht mehr hinging... Interessiert hat das dort scheinbar auch niemanden...

    So und diesen Sommer bekam ich nun auch die erhoffte Zusage für mein neues Studium, ich hatte mich nun innerhalb der Bewerbungsfristen umgemeldet. Und hoffe nun endlich noch einmal von vorne anfangen zu können. Eigentlich sollte ich froh sein, dass ich nun wieder eine Perspektive habe, aber mir gehts derzeit hunde elend und das hat folgende Gründe:

    1. ich habe immer im Hinterkopf, dass ich 3 Jahre sinnlos vergeudet habe
    2. ich habe Angst, dass ich mit fast 23 zu alt bin für ein neues Studium und habe auch die Angst nochmal zu scheitern, obwohl ich weiß, dass ich diesmal alles daran setzen werde erfolgreich zu sein...
    3. meine Eltern wissen von alle dem noch nix und da ich kein Bafög bekomme, zuhause wohne, und sie das meiste meines Studiums finanzieren, habe ich echt Angst es ihnen zu sagen... aber ich muss es tun...

    ...die Frage ist nur wie... Am liebsten würde ich zuhause ausziehen, aber das kann ich mir garnicht leisten. Mein neuer Stundenplan ist relativ voll, selbst wenn ich einen Job nehmen würde, dann würde das niemals für eine Wohnung reichen, meine Eltern müssten mir finanziell trotzdem noch unter die Arme greifen und das will ich von ihnen einfach nicht in noch höherem Maße verlangen. Noch dazu habe ich Angst, dass ich mit Job und meinem Sportprogramm, was ich aus gesundheitlichen Gründen noch nicht weiter reduzieren kann, mein neues Studium wieder nicht schaffe, weil ich dann wohl garkeine Zeit mehr zum lernen hätte...
    Aber ich kann doch auch nicht mehr ewig zu hause wohnen bleiben, immerhin wird das Studium jetzt auch 3-5 Jahre dauern... und ich möchte meinen Eltern so wenig wie möglich zur Last fallen... Aber was soll ich tun.. ich bin verzweifelt.

    Danke fürs lesen :geknickt:
     
    #1
    sugarboy, 6 Oktober 2008
  2. User 71398
    User 71398 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hi Sugarboy!

    Erst mal *drück* lass den Kopf nicht hängen...das klingt zwar doof,dass ausgerechnet ich das sage,19 kurz vorm abi und keine ahnung wie das mit den studieren mal wird aber ich möchte dir trotzdem gerne antworten!

    So wie es gelaufen ist das ist wirklich nicht schön...und schade weil du ja anfangs wie es mir scheint wirklich spaß bei diesem Studium hattest.

    Mit der Sorge, dass man mit 23 Jahren zu alt ist ein neues Studium anzufangen lass dich beruhigen.....eine Freundin von mir hat nach 7,5Jahren Studium (sie wird dieses jahr noch 28)ihr Studium 1Woche vor dem Abschlussexamen aufgegeben!!!! Der Grund sie hat erkannt,dass sie das was sie so lange studiert hat nicht mehr machen möchte.Sie hat sich für ein neues Studium eingeschrieben und beginnt jetzt noch mal von ganz neuem nach 7 Jahren!:smile: Ich finde das toll,wenn auch bewunderswert mutig...Es ist dein Leben und du gestaltest es dir so wie es dir passt...auch wenn es länger dauert oder einige Umwege nötig sind.Wenn du am Schluss am selben Punkt stehst wie die anderen, interessiert das dann noch irgendwen?

    Zu deinen Befürchtungen:

    1.Ob du 3 Jahre wie du sagst "vergeudest" hast möchte und kann ich nicht beurteilen, aber es ist nun mal wie es ist:grin:u fängst noch mal von vorne und ich würde diese Jahre nicht als verloren ansehen.Was studierst du denn jetzt?
    Vielleicht ist dir alles über den Kopf gewachsen weil du noch nicht bereits wars, klingt blöd aber wieso soll das nicht so sein. Der Körper ist keine Maschine und wenn er nicht mehr will und kann dann merkt man das! Aber schau doch du hast die Kraft gefunden und bist dabei etwas zu ändern! Das ist doch eigentlich ein guter Anfang.

    2.mit 23 zu alt für ein studium...dazu habe ich oben schon etwas geschrieben....wer sagt denn das man ab 23 zum alten eisen der studierenden gehört?Weil viele es so sehen und es "normal" ist.....wer will schon normal sein :zwinker: ....setze nicht zu viel auf die meinung andere...wenn es dir jetzt so gut geht und du immer noch die kraft und den willen hast dein ziel zu erreichen dann ab lass dich nicht aufhalten!
    Gehe vor allem nicht mit den Befürchtungen hin,dass du es nicht schaffst! Mach dich davon frei....ich bin der meinung,dass man sein ziel irgendwie auch erreicht...

    3.Das deine Eltern davon nicht wissen....hm gut hätte man anders machen können.auch wie müssen doch eigentlich (du sagst ja du wohnst daheim) davon etwas mitbekommen haben oder nicht?
    Lege die Karten offen auf den Tisch. Was hast du davon es ihnen zu verheimlichen.Sie werden dich irgendwann eh danach fragen wann du "endlich" fertig bist....Mach sie dir doch nicht zu Gegnern sondern du deinen Eltern die dich unterstützen.Erklären ihnen deine situation und hoffe darauf,dass sie dich verstehen.Sei offen zu ihnen, und erzähle ihnen von deinen bedenken ihnen noch länger eine last zu sein. Viellleicht können sie dir diese angst nehmen!

    Nun ich hoffe ich konnte mich dir begreiflich machen und dir evtl einen neuen Lichtblick am Horizont geben. Schau in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit mit all den Problemen.Nicht verdrängen aber einfach abschließen du beginnst von neuem also lass doch all das hinter dir!


    Viel Glück
    megamize
     
    #2
    User 71398, 6 Oktober 2008
  3. sugarboy
    sugarboy (31)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Danke für deine Antwort Megamize, die tat mir wirklich gut. :smile:

    Ich fange jetzt mit Wirtschaftinformatik an. Meine Eltern haben es tatsächlich bis jetzt nicht mitbekommen, da sie einfach sehr viel arbeiten, sie werden womöglich eine Ahnung haben, das etwas nicht stimmt, weil ich auch im Laufe der Zeit immer weniger vom Studium erzählt habe... Und irgendwann haben sie auch nicht mehr weiter nachgefragt, nur mal so oberflächlich, aber ich war dann immer gleich abweisend, dann haben sie es weitgehend sein lassen und mich damit quasi in Ruhe gelassen. Ich weiß es war ein Fehler von mir nix zu sagen, spätestens als ich mich für das neue Studium beworben habe, hätte ich mit der Wahrheit rausrücken sollen... nungut ich kanns nicht mehr ändern, ich werde es ihnen jetzt sagen müssen. Ob sie meine Entscheidung verstehen... ich weiß nicht, ich zweifel irgendwie daran.
     
    #3
    sugarboy, 6 Oktober 2008
  4. mdotm
    mdotm (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi,

    ich war in einer ähnlichen Situation wie du.

    Nach fast drei Jahren Studium habe ich beschlossen den Studiengang zu wechseln, da ich keine Perspektive mehr sah. Diese Entscheidung hatte ich so lange wie möglich hinausgezögert ohne meinen Eltern ( die mir ebenfalls das Studium finanzieren ) Bescheid zu sagen.

    Sie haben meine Gründe akzeptiert, auch wenn sie natürlich zunächst nicht begeistert waren. Allerdings hatte ich mir wie du bereits Gedanken darum gemacht wie es weitergehen soll und mich auch schon über den neuen Studiengang informiert, hatte also einen konkreten Plan für die Zukunft.

    Ich kann gut nachvollziehen dass du vor dem Gespräch mit deinen Eltern Angst hast, aber da musst du durch, und ich denke wenn du ihnen die Sachlage vernünftig schilderst werden sie auch Verständnis haben.

    Mit 23 bist du keineswegs zu alt für ein Studium und ob du bereits 3 Jahre vorher "vergeudet" hast oder nicht spielt keine Rolle, das kannst du sowieso nicht mehr ändern. Hauptsache du machst nicht die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit. Deine bisherige Erfahrung wird dir in mancher Hinsicht sogar noch von Vorteil sein.

    Sieh es wie ich als Chance auf einen Neubeginn an. Ich "trauere" den verlorenen 3 Jahren nicht mehr hinterher, im Gegenteil - ich bin froh dass ich den Schritt gemacht habe. Das Studium macht mir endlich wieder Spaß, ist abwechslungsreich ( wenn auch teilweise sehr stressig, deutlich stressiger als zuvor, was aber auch am Studiengang liegt ) und ich habe viele neue Freunde gefunden. Vor allem habe ich jetzt aber auch endlich Erfolg und ein konkretes Nahziel vor Augen auf das ich hinarbeite.
     
    #4
    mdotm, 6 Oktober 2008
  5. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    248
    474
    vergeben und glücklich
    Hallo Sugarboy!
    Ich kann dich wirklich zum Teil gut verstehen! Bei mir sieht es momentan studienmäßig auch nicht rosig aus, komme jetzt ins 3. Semester und muss in 2 Nachklausuren, die ich beide bestehen MUSS, sonst werde ich exmatrikuliert.
    Man macht sich immer viele Gedanken darüber, mir gehts da genauso, aber mittlerweile sehe ich das etwas positiv.

    Du kannst doch nicht sagen, dass du 3 Jahre vergeudet hast, wieso auch? Du hast neue Menschen kennengelernt und weißt jetzt auch, was Studium bedeutet. Es gibt soviele Leute, die abbrechen oder es nicht schaffen, gerade beim Erststudium.
    Du weißt jetzt, dass man sich reinhängen muss und nicht immer alles so langsam und gediegen angehen lassen kann. Schon alleine deshalb sehe ich die 3 Jahre nicht als vergeudet an.
    Und jetzt mal ehrlich? Was sind schon 3 Jahre, im Vergleich zum ganzen Leben? NICHTS!

    Und was dein Alter betrifft: Du bist 23, das ist noch total jung! Ich habe mein Studium mit 22 Jahren begonnen, weil ich vorher noch eine Ausbildung gemacht habe, und ich war nicht die Älteste. Wir hatten auch Einige, die schon weit über 30 oder 40 Jahre alt waren! Sicherlich kommt man sich oftmals alt vor, wenn viele noch von ihren erst stattgefundenen Abiprüfungen erzählen, aber mein gott, da musste drüber stehen :zwinker:
    Du wirst mit den Leuten auch so gut klarkommen, denke ich mal!
    Abgesehen davon, bist du ja dann evtl. auch noch unter 30 oder genau 30, wenn du fertig bist. Das ist doch kein Alter!

    Ein Freund von mir ist gerade 30 geworden und fängt nächstes Jahr mit seinem 5. Studium oder so an... ständig hat er gewechselt und ist unzufrieden. An seiner Stelle würde ich mir da mal Gedanken machen, das ist nämlich total unschön! Aber du hast jetzt einmal gewechselt und bist 23, ist doch vollkommen in Ordnung :smile:

    Zu deinen Eltern: Sage es ihnen so schnell wie möglich! Du hast den Platz ja schon, das Semester beginnt bald und ich denke, sie werden sich bestimmt etwas hintergangen fühlen, dass du nicht schon früher mit ihnen gesprochen hast.
    Sind sie denn sehr streng und denkst du, sie werden dich finanziell weiterhin nicht unterstützen wenn du mit der Wahrheit rausrückst?
    Ich würde es ja etwas verschönern :engel: und erzählen, dass der Studiengang doch nichts für dich war, du dich nicht wohlgefühlt hast und es auch notenmäßig nicht geklappt hat.
    Wieso sollten sie denn dann ausrasten? Kann doch jedem passieren!
     
    #5
    User 37284, 6 Oktober 2008
  6. User 71398
    User 71398 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Na das ist schön *gg* (sitze hier selbst am rechner und informiere mich was ich nach dem abi studieren kann *lach*)

    Aso was ganz anderes....na aber schau vielleicht ist es einfach nicht das richtige gewesen.Ob deine Eltern es verstehe oder nicht!Es ist ja dein Leben und dein weg.klar "müssen" sie dich unterstützen aber eigentlich sollte ihnen ja dein wohl am herzen liegen und das es dir gut geht und dir spaß macht. also das ist mir wichtig.
    Ich habe zum beispiel meiner Oma probiert begreiflich zu machen,dass ich nicht etwas studieren werden,was mir viel geld einbringt ich aber nicht mag....das versteht sie nicht...keine chance das versteht sie nicht.

    ich finde da immer ein beispiel sehr gut:
    ich werde Ingineur weil ich viel gehalt bekomme wenn ich fertig bin obwohl es mir keinen spaß macht.was hab ich davon, ich bin Ingineur verdient einen haufen geld und baue scheiß häuser in die keiner einziehen will....also bin ich ein schlechter Ingineur...da bin ich doch lieber ein guter,weniger bezahlter *kA was* als ein schlechter Ingineur....nun ja ansichtssache denke--> ups abgeschweift sorry...


    ja sicher musst du es ihnen sagen....möglichst bald.Weise sie doch zB darauf ihn,dass ihnen nichts aufgefallen ist.Nur weil jemand viel arbeite ist das keine entschuldigung das geschehen und die Porbleme in der eigenen Familie nicht mehr mit zu bekommen!
    Außerdem rechtfertige dich nicht.es ist deine entscheidung die dein leben beeinflusst...viel glück!!!

    Es wird schon einen Sinn haben...das du noch mal von vorne anfängst...warte einfach mal ab

    megamize
     
    #6
    User 71398, 6 Oktober 2008
  7. User 65313
    User 65313 (28)
    Toto-Champ 2008
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    Verlobt
    Ich kann dir jetzt nur auf Punkt 1 und 2 antworten... ich würde nicht sagen, du hast die Jahre vergeudet. Klar, das war nicht gerade optimal, aber du hast auch schöne Zeiten gehabt und sicher auch ein paar nette kommilitonen. Und du hast schließlich auch ein bisschen was gelernt, sowohl in deinem Fach als auch wichtige Erfahrungen. Und damit kommen wir zu Punkt 2, ich denke nicht, dass das neue Studium schief geht. Du hast gemerkt, was dein Fehler war und wirst das wahrscheinlich nicht noch einmal machen.
    Übrigens hab ich einen Kommilitonen, der mit 30 angefangen hat zu studieren, nachdem ihm sein vorheriger Job nicht gepasst hat. Deshalb - du bist sicher nicht zu alt, um mit 23 ein neues Studium zu beginnen.

    Also Kopf hoch, freu dich auf dein neues Studium und ärgere dich nicht, dass das erste "schiefgegangen" ist. :smile: Schau nach vorn und gib einfach dein Bestes!
     
    #7
    User 65313, 6 Oktober 2008
  8. sugarboy
    sugarboy (31)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Der Witz ist, sie sind nichtmal übermäßig streng und ich glaube das letzte was sie tun würden ist aufzuhören mich zu unterstützen. Ich habe das ganze eben einfach so lange wie möglich vor mir hergeschoben und wollte es wohl lange Zeit auch garnicht wahrhaben, war dumm von mir... aber ich kanns leider auch nicht mehr ändern. Ich werde es ihnen morgen Abend sagen und möglichst aufrichtig sein.
     
    #8
    sugarboy, 6 Oktober 2008
  9. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Du bist mit 23 NICHT zu alt.
    Du magst jetzt einige Zeit "verträumt" haben, aber daran kannste nichts mehr ändern. Kümmer Dich jetzt um die Zukunft, statt Dich über Dinge zu grämen, die eben sind, wie sie sind.

    Lern aus Deinem ersten Studium - wenn Du merken SOLLTEST, dass Du Überforderungsanzeichen hast, dann hole Dir HILFE. Lass Dich beraten, statt mit Verdrängungsspielchen in eine "Scheiterspirale" zu geraten.

    Jetzt zählt.

    Du kannst Dir auch überlegen, ob Du direkt zum Start des neuen Studiums die psychologische Beratung an der Uni bzw. beim Studentenwerk aufsuchst, umd direkt "Begleitung" zu haben. Dort kann mir Dir helfen, mit Deinen Selbstvorwürfen und Ängsten aufzuräumen. Denn es wäre doch schade, wenn die Vergangenheit Dein neues Studienprojekt überschattet.

    Bezogen auf Deine Eltern: Dass Du Dich schämst, verstehe ich. Wie wärs, wenn Du ihnen ggf. einen Brief schreibst und ihnen das Ganze so schilderst wie oben im ersten Beitrag? Meinst Du nicht, dass sie mitbekommen haben, dass es Dir phasenweise sehr schlecht ging? Vielleicht wollten sie Dich machen lassen, Du bist ja erwachsen, und sich eben nicht so sehr einmischen. Erklär ihnen Deine Gedanken.

    Vielleicht ist es auch ganz gut, wenn Du nach einem Job schaust, um einen Teil des Studiums selbst zu finanzieren - etwas Eigenständigkeit in finanzieller Sicht und bestimmte Pflichten außerhalb der Uni könnten Dir gut tun. Auch wenn Deine Eltern Dich weiterhin unterstützen wollen.
     
    #9
    User 20976, 6 Oktober 2008
  10. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    ich denke nicht, dass man sich dafür schämen muss, wenn man die studierenrichtung nochmal wechselt oder merkt, dass es nichts für einen ist und abbricht (vorallem im Bereich Pharmazie kenne ich da auch noch andere!).
    Zu der Situation mit deinen Eltern, ich würde erst mal versuchen im neuen Studium anzukommen und mir dann Gedanken machen, ob ich in der nächsten Zeit ausziehen möchte.
    Sind deine Eltern denn streng? Ansonsten würde ich mir ne ruhigere Situation aussuchen und mit ihnen reden, denn ich glaube es belastet dich sehr.
     
    #10
    Tinkerbellw, 6 Oktober 2008
  11. xela
    Gast
    0
    Das ist auf jeden Fall das, was du unbedingt tun solltest.

    Es ist einfach absolut notwendig, daß du einen sauberen Schlußstrich ziehst, um dich im Anschluß mit vollem Einsatz und ohne drückende Altlasten deinen neuen Zielen widmen zu können. Um diesen sauberen Schlußstrich ziehen zu können, mußt du aber zwingend dein Gewissen erleichtern und deine Eltern einweihen. Da du den Eindruck machst, als hättest du dir deine neuen Schritte halbwegs gründlich überlegt, werden dich deine Eltern schon verstehen, wenn du ihnen von deinen Problemen erzählst. Ich kann dir versprechen, daß dir im Anschluß ein riesiger Stein vom Herzen fallen wird. Das ist es wirklich wert.
     
    #11
    xela, 6 Oktober 2008
  12. User 53463
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Ob die Jahre vergeudet waren oder nicht hast du in der Hand. Du hast in den Jahren deine Erfahrungen gemacht. Wenn du jetzt daraus lernst und es diesmal besser angehst, dann waren sie wohl nicht verschenkt.

    Ich denke auch nicht, dass du mit knapp 23 zum alten Eisen gehörst. Es gibt so viele, die nicht beim ersten Studiengang bleiben und nach einiger Zeit wechseln. Außerdem gibt es immer wieder Leute die erste nach einer Ausbildung oder über den zweiten Bildungsweg zum Studium kommen. In meinem Semester war es sogar so, dass der Durchschnitts-Ersti 22,x Jahre alt war.

    Mit deinen Eltern solltest du trotz allem reden. Wenn du es weiter hinaus zögerst wird es nicht besser. Ich denke wenn du deine Beweggründe darlegst und ihnen auch glaubhaft machen kannst dass es diesmal besser wird werden sie dich durchaus unterstützen.
     
    #12
    User 53463, 6 Oktober 2008
  13. User 71398
    User 71398 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    69
    Single
    und? was kam jetzt raus wolltest doch mit ihnen reden?!

    lg megamize
     
    #13
    User 71398, 15 Oktober 2008
  14. tiefighter
    tiefighter (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
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    Verlobt
    Hallo,

    das ist doch nicht schlimm, wenn du dein Studeinfach wechseln moechtest. Klar kann ich verstehen, dass du im Hinterkopf hast, du haettest 3 Jahre vergeudet. Aber das hast du doch nicht. Du hast in dieser Zeit erfahrungen gesammelt. Ob positive oder negative, dass ueberlasse ich dir, das herauszufinden.

    Ich bin jetzt fast 27, im 5. Semester und immer noch ohne Vordiplom. Davor habe ich auch 2 Semester etwas anderes studiert, was mir so gar keinen Spass bereitet hat. Ich habe als mit knapp 24 erst ueberhaupt mit dem Unileben angefangen. Fertig bin ich auch erst mit 30. Ich mache mir auch oft Gedanken, ob ich dann ueberhaupt einen vernuenftigen Job bekomme.

    Vorher habe ich 4 Jahre lang meinen Allerwertesten fuer Kanzler und Vaterland hingehalten. Das ist hier in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Laendern, wie den USA oder Israel ueberhaupt nicht gern gesehen, aber ich habe Erfahrungen gesammelt, Gute wie Schlechte. Und auf beides bin ich sehr sehr stolz. Klar, ich haette jetzt auch schon fertig sein koennen, aber dafuer wuerde mir einiges an Menschenkenntnis und Lebenserfahrung fehlen.

    Noch ein Beispiel: Eine meiner Freundinnen, mit der ich mein erstes Studium begonnen habe, hat letztes Jahr ihre Fachrichtung gewechselt und jetzt ebenfalls nach 3 Jahren festgestellt, dass sie doch lieber Biotechnik studieren moechte.

    Wer sagt denn also, wann du wie mit der Uni fertig zu sein hast? Fakt ist doch wohl, dass DU glueklich sein musst, mit dem, was du tust, oder?

    Und wenn du das so deinen Eltern erzaehlst, dann werden sie auch betsimmt etwas Verstaendnis fuer dich haben, denn schliesslich, bist du das Wertvollste fuer sie, was sie haben :smile:.

    Viele Gruesse
     
    #14
    tiefighter, 16 Oktober 2008
  15. Habbi
    Gast
    0
    Mal ne kleine Frage an den TS: Wird der Wechsel des Studienfachs eine komplette Drehung um 180° oder nicht? Vielleicht kannst du ja einige deiner bestandenen Prüfungen im neuen Studiengang anrechnen lassen? Das passiert bei uns an der Uni oft :smile: Leute wechseln die Fachrichtung, können aber gleich im 2. Semester anfangen, weil sie schon dermaßen viele Prüfungen bestanden haben...u.a. so ein Universalfach wie Mathe, das bei uns hier die meisten Studiengänge haben. Nur dass du diese Möglichkeit evtl mal im Betracht ziehst und mit den zuständigen Leuten drüber redest^^
    Mit 23 bist du noch lange nicht zu alt. In meinem Semester ist einer mit 30 (5. Semester) und seine Frau studiert auch und die ist 29 (3. Semester). Zu spät isses also nie :smile:

    Darf ich denn fragen ob du Studiengebühren zahlen musst?
     
    #15
    Habbi, 17 Oktober 2008
  16. japanicww2
    Benutzer gesperrt
    397
    43
    5
    in einer Beziehung
    Ich glaube Scheine anrechnen lassen ist nicht mehr so einfach. Ich weiß nicht wie es woanders aussieht, aber bei uns und in den neuen Bachelorstudiengängen geht das nicht mehr so ohne weiteres, da die Note für jede Prüfung ja schon ins Endzeugnis eingeht. Das geht vielleicht wenn man vorher in die ungefähr gleiche Richtung studiert hat, aber auch da nicht problemlos.
     
    #16
    japanicww2, 17 Oktober 2008
  17. Habbi
    Gast
    0
    Bei uns geht das problemlos. Übrigens auch in den Bachelorstudiengängen (Diplom ist bei uns grad vom Aussterben bedroht XD). NAtürlich nur wenn du schon ein Fach gemacht hast, das auch im Modulplan vom neuen Studiengang steht. Die Pläne sind ja meistens auf den Internetseiten der Unis, manchmal aber ein bisschen versteckt (so wie bei uns, die findet doch kein Mensch)...
    Wenn man natürlich komplett die Richtung wechselt wird das schwierig. Aber ich wollte ja nur mal auf die Möglichkeit hinweisen :smile:
     
    #17
    Habbi, 17 Oktober 2008
  18. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Für solche konkreten Fragen sollte man sich dann direkt an die Studienfachberatung wenden, die Prüfungsordnung im neuen Fach genau durchlesen und eben gezielt nach Informationen an der betreffenden Universität im entsprechenden Fachbereich suchen.
     
    #18
    User 20976, 17 Oktober 2008
  19. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.255
    348
    4.661
    nicht angegeben
    Ich hab nach zwei Semesters Mathe auf Physik gewechselt, ok, weder der große Unterschied noch eine besonders lange Studienzeit, aber trotzdem muss ich mal was zu Studiengangwechseln sagen:

    Sowas sollte man schon genau überdenken. Oft ist für die Unzufriedenheit/Misserfolg in einem Studiengang nicht dieser Studiengang, sondern die eigene Einstellung bzw. Faulheit schuld. Kurzfristig ist man nach dem Wechsel oft glücklicher, langfristig bringt es aber oft nicht viel. Auch in Studiengängen, die einem eigentlich liegen, gibts oft Fächer und ganze Phasen, die einem Null Spass machen und wo man sich wirklich auf den Hosenboden setzen muss, um es durchzuziehen.
     
    #19
    Schweinebacke, 17 Oktober 2008

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