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@Studies: Seid ihr zufrieden mit dem Bachelor-/Master-System?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Aily, 21 April 2010.

  1. Aily
    Benutzer gesperrt
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    Verliebt
    Der Bologna-Prozess hat ja einige an Veränderungen gebracht geändert für Studenten.
    Wie steht ihr zu diesen Veränderungen? Findet ihr das neue Bachelor-Master-Sytem gut oder hättet ihr lieber auf Diplom studiert?
     
    #1
    Aily, 21 April 2010
  2. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Ich bin verdammt froh, dass ich noch nicht auf Bachelor/Master studiere - was ich von meinen Freunden mitkriege ist echt nicht beneidenswert.
     
    #2
    User 12900, 21 April 2010
  3. SnakePlisken
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    wieso was ändern was jahrzentelang wunderbar geklappt hat, nur für die Internationalisierung und Anerkennung in allen EU Staaten. Meine Meinung dazu, größter Quatsch der je gemacht wurde. Diplom war gut und wurde auch von vielen Ländern akzeptiert. Ich bin froh das ich net auf Bachelor studiere, was ich da mitbekomme ist ja echt net zu glauben was die Studis für Streß haben in Form von vollgepackten Stundenplänen, danach aufarbeiten und dazu nen Job haben um alles zu finanzieren.
     
    #3
    SnakePlisken, 21 April 2010
  4. Kokosmuffin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo!

    Also da ich schon gar keine Wahl mehr hatte und somit im Bakk studiere kann ich es auch kaum mit dem dipl. vergleichen. ich studiere in Wien (Technische Universität) und da ist der bakk oft ein riesen großer Sauhaufen :frown:

    Das Hauptproblem ist wohl, dass die ECTS Punkte an den Bakk angepasst wurden, aber der Stoffumfang nicht berücksichtigt wurde. So ist die derzeitige Lage, dass manche Vorlesungen und Übungen JEDES Jahr ummoduliert werden, es neue Prüfungen, jährliche neue Vortragende gibt, was es nicht leichter macht! Oft scheinen die professoren selbst nicht zu wissen was sie wie umsetzen können um in der Zeit zu bleiben!

    Außerdem wurden viele Vorlesungen zu denen es eine eigene Übung gab, zu "beliebten" Vorlesungsübungen (VU) zusammengepackt. Sprich aus 2 Stunden Theorie Thermodynamik + 2 Stunden Rechenübung Thermodynamik in der Woche, wurde eine 3 Stündige VU mit anwesenheitspflicht.... Das heißt es fehlt eine ganze Stunde, aber der Stoff wurde nicht reduziert. Sowohl Prof. als auch Studenten ächzen darüber, wissen über das Problem bescheid, aber ändern tut sich nichts!

    Der Bakk sollte doch die Studienzeit verkürzen und mehr Menschen einen Abschluss ermöglichen, bei uns tritt das gegenteil ein. Bisher ist kaum jemand fertig geworden seit Beginn und die Studenten werden jedes Jahr mehr. nicht weil sich soviele extra anmelden, sondern weil soviele VO und UE wiederholen müssen! Situation: 500 Studenten... 2 Tutoren die die Tests schreiben und verbessern sollen. WIE SOLL DAS GEHEN? für ein explizites fach war der Durchschnitt im Dipl: 250 und seit dem Bakk steigt die anzahl der studierenden ständig an. Genauso steigt die Anzahl der komissionellen Prüfungen, da viele auch nach dem 4ten Versuch es noch nicht geschafft haben!

    Mein Studienplan wurde seit ich angefangen habe innerhalb von 3 Jahren 4 mal umgestellt!! Weil sie draufgekommen sind, dass für die eine Vorlesung irgendeine andere Vorlesung fehlt (z.B. für Strömungslehre wäre es gut vorher etwas über Thermodynamik gehört zu haben) und deswegen wird Thermo dann auch einfach vom 6 Semester ins 3te verschoben! Folge: In dieser Vorlesung sitzen im ersten Jahr die Leute aus dem 6ten Semester und die, die es erstmals im 3ten haben...also wieder: alle sind total überfordert, und der Kreis schließt sich dadurch, dass es wieder mehr leute NICHT schaffen und die prüfung im nächsten Jahr wiederholen müssen, weil es nicht genug Betreuung gibt.

    Genauso ungerecht wird es manchmal empfunden, wenn noch Diplomstudenten eine Vorlesung machen und diese dann 3 ECTS punkte kriegen, ein Bakk aber nur noch 2 ECTS weil seine anders verteilt wurden! Sie lhaben den gleichen Aufwand, leisten das Selbe und dennoch "kriegt" man zuletzt unterschiedlich viele Punkte.

    fazit: der Grundgedanke mag gut sein! Internationalität ist ja prinzipiell nichts schlechtes, aber der Bakk hat durch die Einführung vieler Vorlesungsübungen (Anwesenheitspflicht, Hausübungen, Überraschungstests und sog. Prüfungsimmanentem Charakter, dh man muss 2 tests während des jahres pos bestehen (plus einen ersatztest), sonst muss man 1 jahr warten.) einen sehr schulischen Charakter und nicht mehr die Züge eines freien Studiums! Ich komm mir oft noch wie einer stink normalen Schule vor, und ziehe den kürzeren, wenn ich arbeiten war und einen Überraschungstest verpasst habe, folgedessen eine schlechtere Note krieg!

    Zumindest hier in Wien an der TU hat man kaum Wahlmöglichkeiten im Bakk, erst im Master!
     
    #4
    Kokosmuffin, 21 April 2010
  5. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich habe jetzt keine Vergleichsmöglichkeit, da ich auch nur auf Bachelor (und jetzt Master) studieren konnte. Allerdings habe ich es als nicht so schlimm empfunden, wie ich es von anderen höre.

    Im Bachelor gibt es bis zum 3. Semester Fächer, die man unbedingt belegen muss. Ab dem 4. hat man dann die Wahl zwischen mehreren Fächern, hauptsache man hat alle Gebiete abgedeckt. Steht aber dann auch im KVV, also kann man da nix falsch machen. Natürlich kann man im 1. Semester schon was aus dem 3. machen (aber eher nicht so empfehlenswert) bzw. kann schon Fächer aus der Profilierungsphase (4.-6. Semester) in der Orientierungsphase (1.-3. Semester) belegen. Dadurch hatte eine z.B. ihren Bachelor schon in 4 Semestern. :eek: Keine Ahnung, ob sie dann überhaupt Freizeit hatte, schließlich muss man ja auch noch 3 Monate Praktikum gemacht haben, um seine Bachelorarbeit anzumelden.

    Nun ja, durch das System war das Auslandssemester auch gar kein Problem. Anerkennung und alles ging super einfach, wohingegen es für die Diplomstudenten eher mal zu Komplikationen kommen konnte.
    Aber auch an sich fand ich das, was ich vom Diplom hörte, nicht so toll. So z.B. habe ich in einem Semester 2 Fächer belegt, die ich jeweils einbringen konnte. Ein Dimplomstudent hat auch die 2 Fächer belegt und es als Modul anerkannt bekommen. So weit, so gut. Das wirkliche Problem war:
    Das waren 2 lernintensive Fächer. Ich hab die Klausuren an 2 verschiedenen Tagen gehabt, jeweils 120min. Die Diplomer hatten dasselbe Lernpensum, aber 1 Klausur für 120min. :eek: Das fand ich schon ziemlich stressig und das hatten sie öfter.
    Sicherlich, dass waren sie ja dann gewohnt, aber ich fand das schon sehr gewöhnungsbedürftig.

    Das einzige Problem, was ich wirklich mit dem System habe, ist das Masterannahmeverfahren. Meine Uni war z.B. die erste in dem Bundesland, die zu dem Bachelor den entsprechenden "Aufbau-Master-Studiengang" angeboten hat. D.h., alles hat sich da beworben, Berlin etc. Und da es natürlich nach Noten geht, wird das bei über 400 Bewerbungen im letzten Wintersemester nicht unbedingt leichter, da einen Platz zu ergattern. Das Land kam nämlich zusätzlich auf die heldenhafte Idee, den Studiengang auf 25 Studenten begrenzen zu müssen. :rolleyes: Findet die Uni nicht toll, aber für 25 Studenten kriegen sie eben nur das Geld (um es mal so auszudrücken).
    Immerhin bietet unsere Uni auch noch an, im Sommersemester anzufangen und da bewerben sich erfahrungsgemäß weniger. Natürlich muss die BA-Note trotzdem stimmen, aber 120 Bewerbungen im Gegensatz zu über 400 - macht schon was aus. :zwinker: Berlin hat wohl erst seit letztem Wintersemester einen passenden Masterstudiengang eingeführt, also wird es sich vllt so langsam mal etwas normalisieren.

    Was an unserer Uni aber noch ein absoluter Pluspunkt ist: das 7+1-Konzept. Das Semester ist also in 2 Hälften aufgeteilt. 7 Wochen Vorlesung, eine Woche Klausur und dann noch mal das gleiche. Gilt allerdings nur bei unserer Fakultät, kann also schon mal zu Problemen mit anderen Fakultäten führen. Bisher ging das aber alles sehr gut.
    Durch dieses Konzept kann man z.B. auch problemlos nur die Hälfte des Semester belegen um danach ein längeres Praktikum zu machen (was sich ja gut im Sommer anbietet). Man verliert also kein Semester, wenn man ein gutes Praktikum haben möchte. Außerdem fangen südamerikanische Universitäten früher mit dem Wintersemester an und dadurch hatten früher die Leute Probleme, die Klausuren zu schreiben. Das konnte dadurch auch behoben worden.

    Also, wie man merkt, finde ich das System nicht so schlimm wie alle anderen. Liegt aber natürlich an meinem Studiengang (IBA) und auch an der Uni. Ich wollte auch von vornherein meinen Master nur an dieser Uni machen, da ich da weiß, dass das alles gut funktioniert.

    Was ich auch noch an diesem System gut finde: Nach der Bachelorarbeit wusste ich, was ich bei der Masterarbeit noch verbessern kann. Diesen Vorteil würd ich bei Diplom nicht haben. :zwinker:
     
    #5
    Guzi, 21 April 2010
  6. glashaus
    Gast
    0
    Ich hätte viel lieber auf Diplom studiert. Alleine schon, weil ich mir dadurch eine Abschlussarbeit und die echt strapeziösen Abschlussprüfungen einmal erspart hätte.

    Auch sonst finde ich den Zeitplan viel zu straff, ich bin im Semester regelmäßig fertig mit den Nerven, weil außer Uni in meinem Leben nahezu nichts Platz hat und ich mich auch nicht innerhalb des Studiums etwas auf Dinge fokussieren kann, die ich wirklich wichtig finde.
    Zudem ist der Leistungsdruck enorm hoch - das muss aber nichts mit dem System zu tun haben.

    Hach ja, man merkt, bin allgemein unglücklich. Aber nun, im Juli bin ich scheinfrei...
     
    #6
    glashaus, 21 April 2010
  7. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Joar, ich bin nicht wirklich zufrieden damit.

    1. Voll bepackter Stundenplan.

    2. Nebenjob. Es ist mir möglich, meinen Nebenjob durchzuführen, aber ich komme jeden Tag um 18h nach Hause und hab dann noch gar nichts für die Uni getan. Ich hab dementsprechend eigentlich gar keine Freizeit mehr und trotzdem gönne ich mir fast jedes Wochenende ein Treff mit meinen Freunden. Und dann steh ich wieder unter Zeitdruck, diverse Referate oder Texte fertig zu bearbeiten/zu lesen...

    3. Die Anwesenheitspflicht finde ich einfach unnötig. Es gibt einige Vorlesungen, in der ich am liebsten nicht erscheinen würde, weil da einfach alles vorgelesen wird, was auf den Folien steht. Und diese Folien werden ja eh hinterher online gestellt, so dass ich mich daran orientieren kann, was in der VL durchgekaut wurde. Nun muss ich aber immer da sein und mir alles zwei mal anhören/durchlesen. Und das ist für mich einfach verschwendete Zeit. Am liebsten möchte ich mir selbst die Zeit einteilen und selbst entscheiden, wann ich mir das anhören möchte und wann ich mir die Sachen dazu lieber durchlese.

    4. Die Prüfungen. Jedes Mal zum Semesterende das gleiche Theater. Meist 6 Prüfungen in zwei Wochen. Zum Glück gibts an meiner Uni die Möglichkeit, das "aufzusplitten". So dass ich 3 Prüfungen in der ersten Prüfungsphase (letzte Woche des Semesters/1. Woche der Ferien) und zweiten Prüfungsphase (Ende der Ferien) schreiben kann. Das gibts aber längst nicht an allen Universitäten, so muss mein Freund beispielsweise 7 Prüfungen innerhalb von 2 - 3 Wochen schreiben und hat nicht die Möglichkeit diese aufzusplittern.

    5. Modulvoraussetzungen. Ich finde es doof, dass ich bestimmte Voraussetzungen erfüllt haben muss, um das nächste Modul zu besuchen. Ich hab bis jetzt zwar alle Prüfungen und somit auch Module bestanden, aber ich würd mir schon gerne selbst den Stundenplan erstellen und es nach meinen Interessen ausrichten, als dass ich mir das von ihnen vorgeben lassen muss. Da fühl ich mich glatt wieder wie in der Schule!


    Zum Stoff kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß, inwiefern der Inhalt jetzt wirklich gekürzt wurde. Aber in Pädagogische Psychologie beispielsweise merk ich schon, dass da eigentlich nichts gekürzt wurde, weil das echt ne Unmenge an Stoff ist, die da innerhalb kürzester Zeit durchgekaut wird...

    Aber ich bin auch nicht total unzufrieden. Bei mir werden nur max. 90 Studenten zugelassen und es gibt immer 3 Kurse zu einem Modul, so dass es immer übersichtlich bleibt. Meine Dozenten stehen immer zur Verfügung und sind sehr hilfsbereit. Also da hab ich echt nichts zu meckern. Aber man merkt schon, dass wir hier in einer Umstellungsphase sind (wir sind hier auch erst die zweite Kohorte). Nichtsdestotrotz ist es ganz okai hier! :smile:
     
    #7
    Drachengirlie, 21 April 2010
  8. xoxo
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    Off-Topic:
    Es gibt mehr als Bachelor/Master und Diplom ...


    Mir gefällt der Bachelor nicht. Vermutlich kommt es auf das Fach an, aber ich finde es zu verschult. Außerdem hat man kaum mehr eine Wahl, welche Seminare man belegen möchte, soetwas wie ein freies Studium gibt es nicht. Manchmal rennt man von 8 bis 18 Uhr zur Uni, mit 1 Stunde Pause. Und Hausarbeiten hat man 5 Semester lang nicht geschrieben, um dann im 6. seine Bachelorthesis auszuarbeiten, die einem auch noch vorgelegt wird. Und wer nichts von auswendig lernen + Klausuren hält, der hat auch gelitten.
     
    #8
    xoxo, 21 April 2010
  9. User 77547
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    Zumindest bei uns hier ist das Bachelor-Studium / Masterstudium der totale Rückschritt gegenüber dem Diplomstudiengang: Viel zu bürokratisch, viel zu "verschult", viel zu viele Prüfungen. Wenn man ein Studium wie "Schule" konzipiert, dann muss man sich auch nicht wundern wenn man typische "Schüler" produziert (totale Ausrichtung auf "Scheine", "effizientes Studieren", extrinsische Motivation) und keine "Studenten", die reflektieren (dafür ist keine Zeit mehr), über den Tellerrand hinausschauen (geht praktisch nicht mehr aus organisatorischen Gründen).

    Auch aus Sicht der DozentInnen: Alles Bullshit.
     
    #9
    User 77547, 22 April 2010
  10. User 39498
    User 39498 (29)
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    Stimmt, aber was ich mit einem Magister anfangen sollte, weiß ich auch nicht. :hmm:

    Ich habe ab der ersten Vorlesung Hausarbeiten geschrieben.
    Das ist von Uni zu Uni anders und lässt sich nicht pauschalisieren.

    Auch gibt es bei uns keine Anwesendheitspflicht, wir sind eine forschungsorientierte Uni die aber auch viel Praxis beinhaltet, jeder engagiert sich zusätzlich in etlichen Projekten und Hochschulgruppen, am Lehrstuhl arbeiten ist auch noch drin, und trotzdem hab ich bald einen sehr gut anerkannten Abschluss in der Tasche.. :zwinker: Mein Freund hat sogar 250 Credits statt den vorgeschriebenen 180 gemacht - und arbeitet trotzdem noch als HiWi, organisiert eigene Seminare UND verbringt Zeit mit mir :grin:

    Bei uns macht auch immer mindestens die Hälfte des Semesters ein Forschungs- oder Praxissemester, Probleme mit der Regelstudienzeit gibt es allerdings nicht. Man KANN länger studieren, es ist sogar sehr gerne gesehen, man MUSS aber auf keinen Fall. Seminare sind auf 30 Studenten begrenzt und jeder kriegt seinen Platz...vielleicht erst ein Semester später als gewünscht, aber jeder kriegt jedes Semester genug Kurse.

    Ich habe die letzten drei Jahre Studium sehr genossen und fühle mich sehr wohl im Bachelor.. freue mich momentan wie ein Schnitzel über die wahnsinnig vielen Möglichkeiten im Master. Mit dem BA den ich habe kann ich echt viel anfangen.
    Off-Topic:
    Selbst an der LSE braucht man nur 'nen Schnitt von 2,2 - ich sehe das Notenproblem also nicht wirklich.. mit 2,0 kommt man echt überall rein.


    Und außerdem: wie soll man das überhaupt beurteilen können, habt ihr alle auch Magister oder Diplom studiert oder was?! :rolleyes: (in Einzelfällen mag das der Fall sein, aber die meisten werden wohl entweder das Eine oder das Andere gemacht haben...?!)

    Off-Topic:
    Bevor ich es vergesse, ich studiere natürlich auch nicht an einer staatlichen Universität... :grin:
     
    #10
    User 39498, 22 April 2010
  11. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    Ich studiere noch auf Diplom (bin erst im 2. Semester) und bin auch recht froh darüber, obwohl ich in meinem Studiengang noch keinen Vergleich habe, da noch nicht auf Ba/MA umgestellt wurde.

    Den einzigen Nachteil bei uns sehe ich darin, dass wir eigentlich recht locker die Scheine bekommen, allerdings dann beim Vordiplom und Diplom einen recht großen Aufwand und sehr viele Prüfungen auf einmal haben (Alle Fächer schriftlich + mündlich).
    Außerdem zählen eben NUR die Noten der Diplomprüfungen und der Diplomarbeit in den Abschluss, das kann natürlich Vor- und Nachteil sein :zwinker: Man wird also irgendwie ins kalte Wasser geschmissen bei den letzten Prüfungen (Vordiplom geht noch aber bei uns ist es so, dass wir die Diplomsprüfungen höchstens in 2 Blöcken ablegen dürfen).

    Ich bin dennoch sehr zufrieden damit und hätte mich auch gegen den BA entschieden, hätte ich dort einen Studienplatz bekommen. Es ist wohl doch sehr verschult und das gefällt mir nicht.
     
    #11
    User 37284, 22 April 2010
  12. ClaireMcKenzie
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich habe das Glück gehabt noch auf Diplom studieren zu können. Bei uns war die Einführung des Bachelors ein einziges Desaster. Man hatte vorher scheinbar nicht drüber nach gedacht. Im Endeffekt haben die Bachelor-Studenten das gleiche gemacht wie die Diplomer bis zum Vordiplom nur dass die Vordiplomprüfungen bei Ihnen die Bachelorprüfungen waren und sie noch die Bachelorarbeit machen mussten. Die Porfessoren wussten in der Regel nicht ob für die Bachelor-Studenten Anwesenheitspflicht bestand oder ob sie verschiedene Übungen überhaupt machen mussten. Chaos pur. Man kann nur hoffen, dass es sich nach mehreren Jahren Versuchszeit nun besser läuft.
     
    #12
    ClaireMcKenzie, 22 April 2010
  13. User 15499
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich studiere auf Bachelor mit dem Arbeitsumfang des Diplomstudiengangs, nur halt mit 6 Semestern statt 8 Regelstudienzeit.

    1. Während des Semesters bleibt nicht viel Zeit für andere Dinge wie Sport, einen Ausflug am Wochenende etc.

    2. es ist viel zu verschult, dauernd Anwesenheitspflicht. Genaugenommen empfinde ich es schlimmer als Schule, da hat es nämlich niemanden interessiert, ob man da war, oder nicht, solange die Leistung in den Tests und Arbeiten gestimmt hat.

    3. zuviele Fächer pro Semester

    4. Zwangsanmeldung zu Prüfungen bei Nichtbestehen. Gab es so beim Diplom nicht, da konnte man die Nachklausur auslassen. Wir müssen die 2. Klausur schreiben, ohne die LV nochmal vorher gehört zu haben -> suboptimal

    5. Dauernd werden am Studiengang noch Dinge verändert, man fühlt sich irgendwie als Versuchskaninchen...

    Wenn ich noch ein bißchen darüber nachdenke, fällt mir bestimmt noch mehr ein.

    Weil bei uns im Studiengang jetzt genug ehemalige Diplomer sind. Außerdem kann man den Lehrplan vergleichen, bis auf 2 Fächer ist der identisch.
    Während der Übergangsphase haben die Diplomer zb auch unsere Klausuren mitgeschrieben.
     
    #13
    User 15499, 22 April 2010
  14. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ich bin sehr froh darüber, dass ich noch auf Diplom studiere.
    Ein Bachelor-Studium hätte ich zumindest in meinem Fach spätestens nach 2 Semestern wieder abgebrochen, weil ich den Belastungen wohl kaum standhalten würde.
     
    #14
    User 44981, 22 April 2010
  15. User 77547
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    Ja, das ist sicher von Uni zu Uni verschieden und wohl auch von Land zu Land (ich lebe in Österreich). Außerdem spielt natürlich auch das Fach eine Rolle. Ich bin z.B. in einem Fach tätig, in dem es in D einen sehr strengen Numerus Clausus gibt, in Österreich aber den "freien Hochschulzugang"....in Ö also ein "Massenfach".

    Da ich sogar Mitglied der Kommission war, die den Bachelorstudiengang konzipieren musste, weiß ich schon von was ich rede. Es gab zig ziemlich absurde Vorgaben von Seiten des Ministeriums sowie unserer Universität. Wir haben vor allem "gerechnet" und waren zum Teil voll auf damit beschäftigt uns mit irgendwelchen unsinnigen Regelungen (z.B. der Frage, welche Form von LVs man zu Modulprüfungen zusammenfassen darf und welche nicht, Voraussetzungsprüfungen zur Zulassungen zu bestimmten LVs etc., Teilungsziffern für LVs, Budgetzuweisungen) auseinander zu setzen als mit wirklichen Inhalten. Ätzend. Da wir über äußerst knappe Personalressourcen am Institut verfügen, waren unsere Spielräume für die Planung extrem gering.

    Ja, ich kann die verschiedenen Systeme sehr gut vergleichen. Ich habe mein Diplomstudium in D absolviert, bin Dozent innerhalb des auslaufenden Diplomstudiengangs hier in Österreich und natürlich innerhalb des neuen Bachelorstudiengangs. Der Masterstudiengang ist noch in Planung und wird erst im WS 2011 anlaufen, wenn die erste Kohorte Bachelor ihr Studium abgeschlossen hat.


    Übrigens: In Ö gibts es für AbsolventInnen meines Faches praktisch keinen Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen. Die werden fast ALLE den Master draufsatteln (müssen). Dazu werden wir wohl noch einen Schwung Masterstudis aus Deutschland bekommen, weil die meisten deutschen Unis einen "Flaschenhals" zwischen Bachelor und Master einführen bzw. eingeführt haben, also deutlich weniger Masterstudienplätze als Bachelorstudienplätze anbieten.

    Insofern gibt es praktisch KEINEN EINZIGEN Vorteil des Bachelor/Master hier bei uns in unserem Fach. Einfach nur die Produktion von Chaos.
     
    #15
    User 77547, 22 April 2010
  16. User 20579
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    Ich habe auf Staatsexamen studiert und es war auch beschissen :zwinker: Aber ich finde das Bachelor-/ Mastersystem nicht so sonderlich gut. Ich finde, dass das Ganze mit Lehre nicht mehr viel zu tun hat und dass es den Leuten das selbstständige Arbeiten nimmt, z.B. durch die Anwesensheitspflichten.

    Ich bin in die Uni gegangen, wenn es mir was gebracht hat und zu Hause geblieben, wenn es mir nichts gebracht hat. Dieses verschulte gefällt mir am neuen System gar nicht. Ich kenne aber auch Leute, für die das von Vorteil ist, da ihnen ein "freies" Studium wohl eher schaden würde.

    Also ich sehe aber auch z.T. Bachelorstudiengänge, die recht wenig Belastung haben. Klar, man muss viel da sein - aber ein Reclamheftchen im Semester lesen und 25 Seiten Bachelorarbeit finde ich jetzt persönlich ziemlich wenig. Bei mir waren die Hausarbeiten fürs Grundstudium schon anspruchsvoller, als das, was befreundete Bachelorstudenten als Abschlussarbeit schreiben. Und wissenschaftlich ist das auch nicht, das erinnert mich eher an einen Aufsatz für die Schule.

    Ist echt nicht abwertend gemeint, aber ich habe das Gefühl, dass das z.T. noch gar nicht richtig ausgewogen ist. Manche Leute kommen für Anwesenheitspflichten nicht mehr zum Lernen, andere jammern, weil sie 25 Seiten schreiben müssen. Ein Gleichgewicht sehe ich da überhaupt nicht.
     
    #16
    User 20579, 22 April 2010
  17. User 39498
    User 39498 (29)
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    Ganz ehrlich, wenn ich sowas lese, geht mir schon wieder die Hutschnur hoch. Diese ständigen Pauschalisierungen! Alle Bachelorstudenten haben keine Freizeit, alle Bachelorstudenten haben Anwesendheitspflicht, niemand arbeitet mehr wissenschaftlich, es ist wie Schule, blablabla...

    Meine Bachelorarbeit umfasst nicht nur 25 Seiten und ist definitiv wissenschaftlich (schließlich publiziere ich die mit meinem Prof..), ich habe bisher jedes Semester 4-5 Hausarbeiten (Umfang je zwischen 15 und 25 Seiten, je nach Fach, und vor allem kann ich mir das meistens selber "aussuchen" weil ich mir ja auch meine Themen selber aussuche.. soviel zum Thema selbstständiges Lernen)...

    Ich find es einfach blöd, so über einen Kamm geschoren zu werden. Ich persönlich hätte zum Beispiel nicht auf Diplom studieren wollen, weil es mir zu blöd wäre, irgendwelche Abschlussklausuren schreiben zu müssen die den Stoff mehrerer Semester behandeln. Und ich würde auch nicht mit 1000 Leuten in einem Audimax sitzen wollen, aber das Problem hab ich an meiner Uni ja sowieso nicht.

    Man kann es sich eben auch schlecht reden. Meine Generation hat jetzt eh nicht mehr viel Wahl und es bringt nichts, sich an ein auslaufendes System zu klammern. Jaja, früher war alles besser, die Magister- und Diplomstudiengänge kennen keine Probleme, da ist alles schon immer fantastisch. :schuettel:
    Die Universitäten, die sich tatsächlich Mühe geben das neue System zu implementieren - oder sogar neue Unis die direkt mit BA/MA anfangen - kriegen es auch hin.

    Aber als Student kann man sich ja auch engagieren, wenn man die Regelungen blöd findet. Bei uns kann jeder den Präsidiumssitzungen beiwohnen und jeder kann Anträge an den Prüfungsausschuss stellen. Es gibt jedes Semester Möglichkeiten, sich in die Unipolitik einzubringen und wir Studenten entscheiden aktiv mit, in welche Richtung die Uni sich entwickelt. Es gibt doch an staatlichen die Asta und wie das alles heißt?
    Meckern kann jeder. Aber was bewegen und es ändern, (ohne sinnlos die Hörsäle zu blockieren und einen auf Sitzstreik zu machen..), dafür muss man halt seinen Hintern hoch kriegen.
     
    #17
    User 39498, 22 April 2010
  18. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich studiere noch auf Diplom. Wenn ich meinen Studienplan mit dem der jetzigen Erstsemestrigen vergleiche, stelle ich fest, dass meine Kurswahl nicht mit dem Bachelor vereinbar gewesen wäre, weil mein tatsächlicher Studienverlauf von mir doch sehr individuell gestaltet wurde und das mit dem Modul-System unmöglich gewesen wäre. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin, noch auf den Magister zu studieren.
     
    #18
    User 91095, 22 April 2010
  19. User 12900
    where logic cannot intervene
    9.748
    598
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Also ich studiere auf Staatsexamen und hatte bis jetzt IMMER Anwesenheitspflicht im Grundstudium. Jetzt im Hauptstudium nur noch teilweise, aber es gibt sie... :zwinker:
     
    #19
    User 12900, 22 April 2010
  20. wellenreiten
    Benutzer gesperrt
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    17
    nicht angegeben
    ich verstehe die ganze aufregung nicht so, obwohl ich selbst auf bachelor studiere und das auch noch in einem eher anspruchsvollen studiengang. klar, im semester muss man ab und zu etwas abgeben, aber ansonsten zieht man sich eben alles kurz vor den prüfungen rein. anwesenheitspflicht gibt es in der regel nicht und da vorlesungen sowieso gänzlich überbewertet sind, hat man genug freie zeit.

    nun bin ich aber auch kein anhänger der "studieren-des-wissens-wegen"-einstellung. es geht um den abschluss. um arbeitsmarkttauglichkeit.

    zumal ich ganz froh bin, dass 6 semester doch einen überschaubareren zeitrahmen darstellen und man sich durch den master noch anders orientieren kann.
     
    #20
    wellenreiten, 22 April 2010

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