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Studium, Krankheit.. ich glaub ich kann nicht mehr..

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 82687, 4 Juli 2010.

  1. User 82687
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    vergeben und glücklich
    Hey,
    ich bin jetzt seit mehreren Tagen am überlegen, ob und was ich posten soll. Aber ich habe einfach das Gefühl, die ganze Sache wächst mir übern Kopf..

    Also, ich studiere jetzt im 4. Semester Chemie und das Studium war von anfang an sehr arbeitsintensiv. Allerdings, das Praktikum dieses Semester hat das alles noch weit in den Schatten gestellt, vor allem war es psychisch sehr belastend für die meisten. Allein bei uns im Labor hat 1/3 das Praktikum aufgegeben. Ich war auch mehrmals kurz davor es einfach hinzuschmeißen. Ich weiß auch, dass es die nächsten Semester noch schlimmer wird und davor graut es mir ehrlich gesagt. Nicht weil ich der Meinung bin, dass es zu schwer wäre, sondern..

    Das Problem ist einfach, dass ich krank bin, ich habe starke Neurodermitis am ganzen Körper, die ich zur Zeit selbst mit Cortisonsalben der Wirkstufe II (stärkere möchte ich ehrlich gesagt aufgrund der Nebenwirkungen nicht wirklich nehmen) nicht in den Griff bekomme, Astma, das zur Zeit gerade wieder durchgebrochen ist (bekomme ich aber gerade wieder in den Griff) und diverse Allergien.
    Vermutlich ist das alles hauptsächlich psychisch bedingt. Denn es wurde im Verlauf des Studiums immer schlimmer. Und so langsam hab ich das Gefühl, ich kann nciht mehr. Ich schaffe es auch nicht mich auf die kommenden Klausuren zu motivieren, fühle mich ständig müde und fertig, da ich Nachts oft aufwache wegen Juckreiz, Atemnot o.ä.

    Ich weiß das ein Chemiestudium bei diesen Krankheiten auch nicht das Gesündeste ist, allerdings ist es einfach DAS Traumstudium seit der 9. Klasse für mich und bei Beginn dest Studiums hatte ich eben nur leichte Neurodermitis und noch kein Asthma.

    Das Studium zu abzubrechen ist für mich keine Option, da mir das Studium sehr gefällt, wenn dieser Druck und die daraus resultierende gesundheitliche Belastung nicht wäre. verlängern geht aus finanziellen Gründen nicht, da ich auch jetzt schon nebenher arbeite. Wenn ich verlängere bekomme ich kein Bafög mehr und so viel kann ich nebenher einfach nicht arbeiten bei diesem Studium.

    Ich wollte deshalb fragen, ob jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleichen für chronisch Kranke hat? Hat es bei euch etwas Erleichterung im Studium gebracht und konnte man bei euch mit den Profs darüber sprechen? Ich weiß dass es auf den Prof ankommt, allerdings wäre ich über ein paar Erfahrungen sehr dankbar.

    Lg Mietzemaus
     
    #1
    User 82687, 4 Juli 2010
  2. glashaus
    Gast
    0
    Bei uns hat es niemand gemacht, aber ich kenne Studierende anderer Fächer, die so etwas beantragt haben. Sie waren alle auch vorher bei der psychosozialen Studienberatung und sagen, dass ihnen das sehr geholfen hat. Vielleicht gibt es das bei dir ja auch? Dann könntest du nicht nur den Antrag stellen, sondern dir ggf. auch noch generell Hilfe für die Überlastung holen.
     
    #2
    glashaus, 4 Juli 2010
  3. ThirdKing
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    Sonderregelung kannste damit erstmal vergessen- alles was Stress bedingt ist, zählt nicht als Chronisch krank, weil Stress zum Studium nunmal dazugehöhrt.
    Wenns dir zuviel wird, kannste auch nen Zwischensemester einlegen und deine Klausuren nen bisschen aufteilen.

    Wer hat dir den Scheiß erzählt? Beim Erststudium kriegst du auch Bafög, wenn du nen paar Semester hinten dran hängst.

    ThirdKing
     
    #3
    ThirdKing, 4 Juli 2010
  4. GreenEyedSoul
    0
    Eigentlich nicht. BAföG wird nur für die Dauer der Regelstudienzeit gezahlt. Ansonsten muss man einen Antrag stellen und dann wird eben entschieden.
    Auch für Urlaubssemester wird kein BAföG gezahlt.
     
    #4
    GreenEyedSoul, 4 Juli 2010
  5. Kaya3
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    nicht angegeben
    Holla, wo wir grad beim Scheiße erzählen sind.....

    Das, was TK hier erzählt, stimmt natürlich nicht. Was eine chronische Erkrankung ist, mag ja der eine oder andere durchaus anders einschätzen, psychische Erkrankungen, auch solche die Stress bedingt sind oder dadurch schlimmer werden (also alle), werden berücksichtigt. Wichtig ist aber, dass man zu einem Arzt und zu einem Therapeuten (oder Psychiater, da bin ich mir grad nicht sicher, wer krankschreiben darf und so) geht und sich das alles schriftlich besorgt. Wenn man Nachweise von Ärzten hat, kommt man in der Regel mit einem Nachteilsausgleich auch weiter.
    Wichtig ist, dass man sich nicht vorher schon demotivieren lässt, bzw. du dir sowas nicht vorher schon ausreden lässt, egal, von welcher Seite. Selbst wenn es etwas nicht sichtbares wäre, wozu Asthma und Neurodermitis nicht zählen, lohnt es sich, bei so etwas zu kämpfen und seine Interessen durchzusetzen. Dafür sind solche Nachteilsausgleiche da.

    Guck mal, ob es an deiner Uni eine psychologische Beratungsstelle gibt, die können dir hoffentlich alles weitere vermitteln. Ansonsten wäre die erste Anlaufstelle (d)ein Hausarzt oder ein Psychiater, danach wäre ein Therapeut vielleicht hilfreich. Wenn du akut nicht zur Uni kannst, dann immer ein Attest beim Arzt besorgen, auch wenn du es erstmal nicht brauchst. Sollte irgendein Arzt oder Psychiater dich abwimmeln wollen, dann nicht entmutigen lassen, sondern ab zum Nächsten! An unserer Uni gibt es auch vom ASTA eine Anlaufstelle für Behinderte und chronisch Kranke, sowie von der Studienberatung. Guck doch mal, ob es bei euch auch sowas gibt.
    Ansonsten müssten sich Hinweise zu solchen Anträgen entweder auf Internetseiten für Studierende finden lassen, oder halt auf Seiten für Menschen mit Behinderungen, bzw chronisch Kranken. Da wärst du ja weder die erste, noch die einzige. ;-)

    Wenns gar nicht anders geht, schieb lieber erstmal ein Urlaubssemester ein (aber nicht ohne vorherige Beratung mit dem Hausarzt, damit er dich notfalls krankschreibt), bevor du das Studium abbrichst.

    Alles Gute!
     
    #5
    Kaya3, 4 Juli 2010
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  6. Zwergenfrau
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    nicht angegeben
    Ich habe etwas vergleichbares zu einer chronischen Sehnenscheidenentzündung in beiden Händen und wahnsinnige Schmerzen, wenn ich mehr als eine halbe Seite am Stück per Hand schreiben muss.

    Einen Nachteilsausgleich wegen soetwas zu erwirken ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen und wird normalerweise kommentarlos abgeschmettert. Zum Glück habe ich mehrere Vorlesungen beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und er hat meinen Antrag durchgewunken, nachdem er mich fast zwei Semester beim nicht mitschreiben beobachtet hatte.

    Informiere dich bei der Studienberatung über deine Möglichkeiten, sprich die Verantwortlichen nach Möglichkeit direkt an. Und lass dir genügend Bescheinigungen von den Ärzten geben, die einen Nachteilsausgleich begründen.
     
    #6
    Zwergenfrau, 4 Juli 2010
  7. Stormdawn
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    Liebe Mietzemaus,

    bleib bitte locker, gönn dir die Ruhe die du brauchst, ernähre dich gesund, schlafe ausreichend, und vor allem: nimm dir die Zeit, die du für dein Studium benötigst, um es wirklich gut zu machen! Du musst nicht in 6 Semestern alles durchheizen so wie andere. Ich studiere Chemie im Nebenfach, hab viel Kontakt zu anderen (Bio-)chemikern und ich weiß genau was du meinst. Aber hinschmeißen is' nich :zwinker:, zieh das bitte durch, danach kannst du stolz auf dich sein! Achte bitte einfach auf die Dinge, die ich am Anfang gesagt habe, dann wird das schon werden, glaub mir.

    P.S.: Gegen Neurodermitis schonmal Solarium ausprobiert? Die UV-Strahlung hilft da. Und was man auch gerne vergisst, sind die aggressiven Tenside und Zusatzstoffe in vielen Duschgelen und Shampoos, aber wem erzähl ich das *g*
     
    #7
    Stormdawn, 4 Juli 2010
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  8. ThirdKing
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    Die Anträge werden aber nur in wirklich krassen Fällen abgelehnt (Dauerstudenten usw), wegen einerm oder zwei Semestern wird da keiner nen Aufriss machen.
    Ein Zwischensemester ist kein Urlaubsemester. Es heißt nur, dass man zwei oder drei semester eine Klausur weniger schreibt und dann das Semester nutzt, um die Klausuren wieder nachzuholen.
    Nennt sich auch Selbstorganisation des Studiums.

    Was das "chronisch krank" angeht, kann die TS es ja mal versuchen, aber eine Erkrankung, die nur vom temporären Stress im Stuium abhängt, ist weder chronisch noch Förderungswürdig.

    ThirdKing
     
    #8
    ThirdKing, 4 Juli 2010
  9. Bailadora
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    Off-Topic:
    ThirdKing, ich glaube, Dir ist nicht mal ansatzweise, was eine Neurodermitis wirklich bedeutet, oder?!
    Das ist ebenso eine reale Krankheit wie Migräne oder Depressionen. Und diese Krankheit ist gerade unter Stress oftmals am schlimmsten. Zumal sie chronisch ist, denn Neurodermitis ist ein Leben lang nicht heilbar.
    Abgesehen davon, dass die TS ja auch noch Asthma hat - und da hört der Spaß nun wirklich auf!

    Du gehörst anscheinend zu den Menschen, die das Glück haben, noch nie ernsthaft unter einer Krankheit gelitten zu haben. Aber anstatt dankbar dafür zu sein, hälst Du engstirnig Deinen eigenen Horizont für den einzig Richtigen. Über den Tellerrand schauen würde Dir mal gut tun.
    Stell Dir einfach nur mal vor, Du hast 24 Std am Tag am ganzen Körper Juckreiz und Schmerzen und kriegst dann noch schlecht Luft...kannst keine Nacht gut schlafen, sollst aber in der Uni volle Leistung bringen. So, und dann setz chronisch krank nochmal in Anführungszeichen.
     
    #9
    Bailadora, 4 Juli 2010
  10. Kaya3
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    nicht angegeben
    Off-Topic:

    TK: Alles, was du in diesem Thread gesagt hast, ist falsch. Nicht mal Ansichtssache-falsch, sondern wirklich falsch. Sowohl die Aussagen zu chronischen Erkrankungen, als auch die zum Bafög. Und das ganze auch noch vorgetragen mit absoluter Selbstverständlichkeit und Arroganz, so nach dem Motto: wenn man nur überzeugend genug ist, dann wird es schon jemand glauben.
    Einmal kann ich ja verstehen, aber dass man nach dem zweiten mal nicht mal überlegt oder nachdenkt, sondern denselben Mist nochmal postet.... Ganz ehrlich, was bringt dir das und was soll das der TS bringen? Oder trollst du hier bloß rum?
     
    #10
    Kaya3, 4 Juli 2010
  11. ThirdKing
    ThirdKing (28)
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    offene Beziehung
    Off-Topic:

    Wie schlimm eine Krankheit ist, hat nichts damit zu tun, ob sie als chromisch ist oder nicht. Bei der TS, liegt die Neurodermites, nach eigener Aussage, einzig und allein am Unistress- und in dem Fall liegt keine chronische Erkrankung vor, sondern eine temporär stressbedingte.
    Und auch wenns einige nicht wahrhaben wollen: Stress gehöhrt zum Studium mit dazu, egal in welcher Hinsicht man damit nicht klarkommt.

    Buhuhu... heul doch.
    Erstmal zum Bfög: Selbst bis zum achten Semester hat man im Batchelor in der Regel keine Probleme seinen Antrag durch zu kriegen. Niemand wird der TS gleich die Zulangen steichen, wenn sie nen Semester länger studiert.
    Dann noch zu chronischen Erkrankungen: Eine Erkrankung, die temporär durch äußere Einflüsse verursacht wird, ist nicht chronisch... passender wäre es, da von Allergie zu sprechen.


    ThirdKing
     
    #11
    ThirdKing, 5 Juli 2010
  12. Bailadora
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    nicht angegeben
    @TS:
    Übrigens hab ich mich mal mit einer Freundin unterhalten, die auch Neurodermitis hat. Und sie meinte, dass es für Dich sehr gut sein könnte, wenn Du eine Verhaltenstherapie beginnst. Als Neurodermitiker ist man besonders gezwungen, sich mit seinem eigenen Verhalten auseinander zu setzen, das man bei Stress aufzeigt oder/und welches den Stress vielleicht sogar verursacht/unnötig verschlimmert. Und auch Asthma hat ja oft psychische Ursachen - dass dieses erst seit Deinem Studium aufgetaucht ist, findet sie sehr bedenklich (und ich ehrlich gesagt auch).
    Stormdawn hat da schon zwei wichtige Punkte genannt: immer genug schlafen, gut ernähren - das Gegenteil setzt Deinen Körper unter Stress, der sich ja dann sofort wieder auf die Haut auswirkt.

    Langfristig gesehen ist es nämlich sinnvoller, dass Du andere Mittel und Wege als Cortison findest, um Deine Haut in den Griff zu kriegen. Du weißt ja, dass Du da mit einem ziemlichen Hammer arbeitest, und das kriegst Du auch irgendwann (wenn nicht sogar jetzt) wieder zurück.
    Und mal ehrlich: was hast Du von einem in Regelzeit abgeschlossenem Studium, wenn Deine Gesundheit danach so richtig im A**** ist? Mal davon abgesehen, dass Deine Note bestimmt auch besser sein könnte, wenn Du gesünder (ausgeschlafener/langatmiger ...) wärest.
    Bafög gibt es meines Wissens noch bis zu ein Jahr über die Regelstudienzeit - und mir an Deiner Stelle wäre es das wert. Schau doch mal nach, im Netz oder direkt im Amt! :smile:

    Was übrigens das nebenher Arbeiten betrifft - hast Du mal Deine Eltern gefragt, ob sie Dich mit 50-100 Euro im Monat bezuschussen können? Könnte mir gut vorstellen, dass das bei Dir für wesentlich mehr Entspannung sorgen würde. Und damit auch wieder Deiner Haut gut tun. Deine Eltern wollen sicher auch nicht, dass Du mit Anfang 20 Deine Gesundheit ruinierst...

    Off-Topic:
    Du scheinst es nicht verstehen zu wollen. Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung, die sich unter Stress verschlimmert. Das ändert nichts daran, dass sie chronisch ist!

    Und wenn der Unistress die Krankheit verschlimmert, dann hat die TS sehr wohl einen Grund, da einen Schritt zurück schalten zu wollen und auch zu müssen.

    Zumal so ein Chemiestudium, wie alle naturwissenschaftlichen Studiengänge, extrem stressig ist - auch im Vergleich zu anderen Studiengängen. Täglich 14 Stunden für das Studium arbeiten und das 350 Tage im Jahr sind keine Seltenheit. Aber Du hast natürlich Recht, die TS stellt sich nur an und ist gar nicht krank *ironie*

    Junge, wach mal auf. Du hast die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Eher im Gegenteil.
    Denn auch Allergien sind chronische Krankheiten, die teilweise zu erheblicher Minderung der Lebensqualität führen könnten.
     
    #12
    Bailadora, 5 Juli 2010
  13. Stormdawn
    Stormdawn (29)
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    Ich will jetzt nicht wieder den "alternative Medizin"-Thread aufrollen, aber sagen wir mal, Neurodermitis kann genauso eine psychische Komponente haben wie (fast) jede andere Krankheit auch.
    Ich hab erlebt wie einem bei Stress büschelweise (!) die Haare ausfallen, und wie sie nachwachsen sobald der Stress vorüber ist. Blutwerte usw. total super, alles war aus schulmedizinischer Sicht perfekt. Bis auf die Tatsache, dass ich üblen Haarausfall hatte, den man ursächlich nicht erfassen konnte. Stressfaktoren eliminiert, zack war der Haarausfall weg. Und wir reden hier nicht über ein-, zwei kleine Häärchen.

    Meistens will einem der Körper mit so einem Scheiß irgendetwas mitteilen, so blöd das auch klingen mag. Die exakte Ursache von Neurodermitis ist wissenschaftlich nicht geklärt, man vermutet eine Überaktivität gewisser Enzyme, aber sicher ist man sich da nicht. Bei kreisrundem Haarausfall vermutet man eine Überreaktion des Immunsystems, aber auch da ist man sich nicht sicher, und immunsuppressive Medikamente hatten bei mir keine Wirkung.

    Von daher, liebe TS, ich will deine Neurodermitis natürlich nicht vollkommen auf den Stress schieben, das wär Quatsch, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass Stress das erheblich begünstigt. Wie gesagt, niemand zwingt dich, dein Studium in 6 Semestern durchzuballern, viele wären eher froh wenn sie überhaupt studieren gehen dürften. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst, und geh die Sache ruhig an. Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, auch wenn viele einem das heutzutage suggerieren wollen. Sklaverei ist abgeschafft, du darfst dich erholen, das ist sogar insgesamt sinnvoller als aus fehlverstandenem Ehrgeiz hart durchzuarbeiten.

    Was ist effektiver - 8 Stunden dauerlernen oder 7 Stunden richtig Spaß haben und dann anschließend 1 Stunde lernen?
    Den Zahlen siehst du das Resultat nicht an. Doch bei der letzten Variante bist du die gesamte 1 Stunde innerlich ruhig und vollkommen konzentriert. Du kannst alles perfekt aufnehmen und verarbeiten. Daher kannst du womöglich am Ende genauso viel verstanden und behalten haben wie jemand, der 8 Stunden dauerlernt, gestresst ist, sich nicht konzentrieren kann und ständig durcheinander kommt und am Ende einfach keinen Bock mehr hat. Du siehst, sich Zeit nehmen und Spaß haben ist nicht unbedingt unproduktiv oder faul! Im Gegenteil, es kann die Produktivität sogar erheblich steigern. Viele vergessen das, deshalb sag ich's hier einfach mal.

    Und wie gesagt...ich halte Chemie für einen sehr schönen Studiengang wo man viel lernt und wo man gute Jobchancen hat. Und vor allem, wo man das Gelernte dann auch mal anwenden kann, d.h. man lernt für sich selbst und nicht um am Ende irgendein Blatt Papier und einen Handschlag von einem wichtigen Typen zu bekommen. Schmeiß das nicht weg, schalte einfach 'n paar Gänge runter und dann wird das schon werden, du wirst sehen! Kopf hoch :smile:
     
    #13
    Stormdawn, 5 Juli 2010
  14. User 82687
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hey,

    danke für eure Antworten. Ich hatte seit dem Post leider kein Internet mehr, da mein Freund seinen Lap Top mitgenommen hat und ich es nicht geschafft hab meinen Rechner früher aufzubauen. Da ich eben auf der Uni Homepage die Seite für behinderte und chronisch kranke Studenten gefunden habe, wollte ich eben gerne wissen ob andere schon damit Erfahrungen gemacht haben

    @ Third King
    Zu deiner Meinung was die Krankheit angeht kann ich nur sagen, dass ich sie, wie oben geschrieben schon davor hatte, sie allerdings jetzt immer stärker wird. Ich hatte sie auch schon als Kind, allerdings verschwand sie mit 6 oder 7 Jahren und kam mit ca. 18 wieder.
    Was das Bafög angehst, irrst du dich wirklich. Einer Freundin wurde der Antrag abgelehnt, weil sie 1 Semester länger studiert. Sie hat sogar Gremienarbeit geleistet, was ab einer bestimmten Stundenzahl dazu führt, dass man 1 Semester länger Bafög bekommt. Allerdings haben ihr ganz knapp Stunden gefehlt. Das einzige was möglich wäre, die Hälfte des zustehenden Betrages als vollen Kredit zu bekommen. Aber soweit ich mich informiert habe bekomme ich nach den 6 Semestern nichts mehr, außer natürlich ich immatrikuliere mich im Master.

    @ Stormdawn
    Solarium ist bei mir sehr schlecht, da ich extrem helle Haut habe. Ich habe es mir aber seit langem schon vorgenommen das zu testen, bin aber bisher noch nicht dazugekommen. Ich habe schon viel versucht mit meiner Ernährung. Erst ein halbes Jahr vegetarisch, dann ein halbes Jahr komplett vegan um zu sehen ob ich auch irgendwelche der Produkte reagiere (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier..). Jetzt einfach so gesund wie möglich, da ich keinerlei Unterschiede gemerkt habe. WAs das lernen angeht gebe ich dir auf jedenfall Recht, beim lernen auf Klausuren ohne oder mit wenigen Veranstaltungen geht das auch, aber nicht bei einem 40 Std./ Woche Präsenzzeit -Praktikum, bei dem man vor und nachbereiten muss und auch noch für andere Module lernen soll. DAs habe ich nicht geschafft. Deshalb muss ich jetzt für 4 Module die Vorlesungen und Übungen für die Klausuren lernen. Im Moment versuche ich es so, also mir Freizeit zu nehmen, allerdings kann ich mich im Moment dann nicht mehr aufraffen zu lernen.

    Das mit deinem Haarausfall ist auch ziemlich krass, hast du es denn irgendwie in den Griff bekommen?


    @ Bailadora
    Das Asthma ist vermutlich dadurch bei Beginn des Studiums aufgetreten, da ich meinen Sport, den ich 8 Jahre ausgeführt habe, aufgeben musste, den ich 3-4 mal wöchentlich ausgeführt habe. Das ist auch die Vermutung meiner Lungenärztin. Deshalb habe ich jetzt vor 2 Wochen auch wieder angefangen möglichst regelmäßig zum Sport zu gehen. Von meinen Eltern bekomme ich Kindergeld, mehr geht nicht, da sie im Momenst große finanzielle Probleme haben. Das sind mit Bafög aber trotzdem nur rund 500 Euro, wovon trotz WG knapp 300 für Miete abgehen. Klar kann man davon Leben, allerdings fehlen da immer noch Studiengebühren.

    Ich denke ich werde auf jedenfall wie kaya3 vorgeschlagen hat die psychologische Beratungsstelle aufsuchen und mich dann wie bailadora geschrieben hat um eine Verhaltenstherapie bemühen. Zu der Beratung für chronisch Kranke werde ich auch gehen und mich einfach mal informieren, was möglich wäre.

    Vielen Dank für eure Tipps und Anregungen.
     
    #14
    User 82687, 6 Juli 2010
  15. Stormdawn
    Stormdawn (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Mach das ruhig mal. Im Gegensatz zur natürlichen Sonne kann man im Solarium die Lichtqualität und -quantität genau einstellen. Ich kenne die genauen Umstände da nicht, aber ich weiß, dass man viel länger (ca. 20-30 Min.!) mit viel niedrigerer Intensität arbeitet als normalerweise. Die UV-Strahlung hat einen immunsuppressiven Effekt, was die Beschwerden bei regelmäßiger Anwendung deutlich senken soll. Ich weiß das, weil ich letztes Jahr zeitweise auch mal ins Solarium gegangen bin und ich im Zuge der guten Beratung mal darauf hingewiesen worden bin.

    Das ist krass - wenn du das wirklich durchgehalten hast, so komplett vegan und frisch und ohne Zusatzstoffe, dazu vielleicht noch Sport, dann hast du deinem Körper sicherlich schon besseres getan als so manch anderer. Das einzige wirkliche Problem bei veganer Ernährung ist die Vitamin B12-Versorgung, da müsste man tatsächlich ergänzen.

    Geht mir ehrlich gesagt genauso. 6 Klausuren, alle benotet, insgesamt offiziell 35 LP - wir sind aber alle der Meinung, dass das schlicht zu niedrig angesetzt ist. Real braucht man bestimmt ca. 30-40% länger! Und ich harre der Klausuren, die da kommen :grin: aber wird schon werden. Wenn nicht, dann mach ich das entsprechende Modul halt nochmal, so what? Da stirbt man doch nicht von.

    Mach dir einfach einen Lernplan und versuch dich auch daran zu halten. Erstens schult das die Disziplin (man kann sich besser aufraffen), zweitens sichert es, dass du auch tatsächlich die nötige Freizeit hast.

    Ja, ganz einfach - ich habe alle Stressfaktoren so gut ich konnte ausgeschaltet, und bereits nach wenigen Wochen kamen die Haare wieder. Jetzt nach einigen Monaten sieht man überhaupt nichts mehr. Es kam und ging ohne physiologisch erkennbare Ursache, aber eindeutig korellierbar mit der Stressphase.
    Das Phänomen ist auch bekannt (kreisrunder Haarausfall / Alopezia areata), eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall gleich nach dem "normalen" (d.h. erblichen). Doch außer Kortison draufschmieren weiß da auch keiner einen Rat. Im Internet findet man hingegen haufenweise Berichte, die alle eine (nahezu) ausschließliche psychische Komponente nahelegen. Mangelernährung etc. führt nämlich zu diffusem Haarausfall und nicht zu einzelnen, scharf umrandeten Stellen, die plötzlich wie aus dem Nichts kommen. :zwinker: Das ging tatsächlich binnen 15 Minuten...ein starkes Jucken und ratz-fatz waren >80% der Haare ausgefallen...der Rest binnen der nächsten Tage.
    Ist für mich ehrlich gesagt der Beweis, dass unser Körper wohl doch ein wenig anders zu funktionieren scheint wie gedacht. Etwas "esoterisch" formuliert (bessere Worte find ich gerade nicht), könnte man auch sagen, der Körper scheint psychische Einflüsse direkt mitzumachen, und zwar auf allen möglichen Ebenen. Von daher kann ich dir nur empfehlen, deinen Stress so gut es geht abzustellen, dann wär's zumindest denkbar, dass deine Neurodermitis sich stark reduzieren wird. Stress, Ernährung und Schlaf sind für mich die drei Haupt-"Stellschrauben", was den Körper angeht.

    Auch was dein Asthma angeht, ist es schon merkwürdig, dass es ausgerechnet mit Beginn des Studiums erstmalig aufgetreten ist, wo doch sonst immer alles in Ordnung gewesen war. Also vermutlich genau dann, wo der Stress losgegangen ist. (ich seh's ja an meinem eigenen Studiengang, da wurde auch vom ersten Tag an voll durchgestartet, korrigier mich bitte falls ich mich irre)

    Die Frage nach der Verhaltenstherapie musst du für dich selber klären. Ich persönlich traue dir, auch wenn ich dich nicht besser kenne, schon genug Stärke zu, um dein Verhalten selbst kritisch zu hinterfragen und entsprechend zu ändern. Du kannst natürlich auch "professionelle Hilfe" in Anspruch nehmen, aber sei dir bewusst, dass die entscheidende Änderung von dir selbst kommen muss.

    So, weit genug aus'm Fenster gelehnt :grin:
    Wünsch dir viel Erfolg bei deinem Studium und dass sich bald alles bessern wird. Ist doch besser, du lernst das jetzt, als wenn du später in den Beruf einsteigst und dort voll in die Mühlen gerätst. Auf diese Weise hast du bis dahin gelernt, auch mal nein zur Überlastung und zur Überarbeitung zu sagen, das ist meiner bescheidenen Meinung nach heute von praktisch unschätzbarem Wert.

    Knapp formuliert: Die Leute machen sich bis sie 40 sind die Gesundheit kaputt, um ganz viel Geld zu erhalten, und danach opfern sie ganz viel Geld, um wieder Gesundheit zu erhalten. Durchbrich dieses unsinnige Spielchen und geh den sinnvolleren Weg. :smile:
     
    #15
    Stormdawn, 6 Juli 2010

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