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Studium, Leben, alles Mist... Krise!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Dirac, 6 Juni 2006.

  1. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hmm, weiß mal wieder gar nicht so recht, wo ich anfangen soll... :schuechte Bin-nicht zum ersten Mal-in so ner Art Lebens- und Sinnkrise angekommen. Im Moment macht mir einfach irgendwie nix Spaß und ich kann mich kaum zu was aufraffen (na ja, damit hab ich sonst ja auch Probleme, aber jetzt eben mehr als sonst). Zur Uni zu gehen ödet mich irgendwie nur noch an, was vor allem daran liegt, dass es mit meiner Diplomarbeit wohl nix wird. :cry: Es sollte eigentlich ein wesentlich neuer Teil drin sein, aber nachdem ich schon einiges an Arbeit investiert habe, die Gleichungen zu formulieren, hat mein Bürokollege (Doktorand, der mehr oder weniger am selben Thema arbeitet) ohne die Gleichungen alle lösen zu müssen mit ein paar "genialen" (was eigentlich nur heißt, dass ich sie noch nicht so recht verstanden habe) Überlegungen auf ein paar Seiten gezeigt, dass in der von uns betrachteten Näherung nichts neues herauskommen wird, das Resultat wird am Ende dasselbe bleiben. War also vieles von dem, was ich schon gemacht habe, offenbar umsonst. :flennen: Und es ist ja nicht nur das-ich hab auch generell immer relativ viel Mühe die Sachen zu verstehen und mit den Rechnungen mitzukommen. Und wenn ich mich dann freue, ne Kleinigkeit "entdeckt" bzw. verstanden zu haben, dann kommt mein Kollege immer mit ner Erklärung "Aber das ist doch eh klar, wegen blabla" und ich versteh erstmal nix. Das macht einfach keinen Spaß wenn man ständig vor Augen geführt bekommt, wie doof man doch eigentlich ist. Das Problem ist ja, dass ich vorher eigentlich immer dachte, ich würde dann später noch ne Doktorarbeit dranhängen und in der Forschung bleiben-mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was ich machen soll. Ich denke, für eine Wissenschaftskarriere reicht es bei mir einfach nicht, ich bin objektiv gesehen zu dumm dazu. Nur was soll ich stattdessen machen? Industrie etc. interessiert mich eben Null, ich könnte mir nicht vorstellen, da mein ganzes Arbeitsleben zu verbringen. Und wenn ich was ganz anderes mache, dann war mein Studium umsonst. :mad:
    Ich weiß im Moment einfach gar nicht mehr, wie ich überhaupt noch was auf die Reihe bekommen soll. Nächste Woche z.B. muss ich einen Seminarvortrag halten, aber so lustlos wie ich an die Vorbereitung rangehe, wird das schwierig werden, dass ich bis dahin fertig bin. (Alles aufgeschrieben haben, das schaffe ich-aber alles wirklich verstanden haben, das wird eng... Und es wäre einfach furchtbar peinlich wenn ich da was erzähle, jemand stellt ne Verständnisfrage und ich kann nur sagen, dass ich das auch nicht verstehe es aber so in den Büchern steht. :schuechte ) Macht einfach alles keinen Spaß. Am liebsten würde ich zwei Wochen oder so Urlaub machen, aber erstens betreue ich 1x pro Woche eine Übungsgruppe und zweitens wüsste ich eh nicht wohin und was ich dann in den zwei Wochen machen soll. Würde mich nur ärgern, die Zeit nicht für meine Diplomarbeit genutzt zu haben.
    Was auch noch dumm ist, dass momentan niemand da ist, mit dem ich reden könnte. Mein bester Freund ist für ne Woche nach Lübeck gefahren, um seine Eltern und ehemalige Freunde zu besuchen. (Er wohnt jetzt in Köln, wir treffen uns also auch nicht persönlich sondern kommunizieren über Internet bzw. Telefon. Ihn dort anrufen will ich jetzt aber nicht, will ihn momentan nicht nerven, er soll die Woche mal schön in Ruhe genießen.) Außerdem hab ich in den letzten Wochen/Monaten aus diversen Gründen eh kaum Kontakt zu ihm gehabt. Ne gute Freundin von der Uni, mit der ich evtl. noch reden könnte, ist gerade diese Woche mit ihrem Freund nach Holland in Urlaub gefahren (obwohl es mitten im Semester ist-aber ging bei ihm irgendwie nicht anders). Und auch sonst hab ich sie in den letzten vier Wochen gerade einmal gesehen, weil immer irgendwas anderes dazwischenkam. (Sonst treffen wir uns zweimal die Woche, an den Tagen wo sie zu den Vorlesungen kommt und daher an der Uni ist-sie wohnt auch nicht in Dortmund.) Und meine Eltern können mich mal, mit denen rede ich nicht über sowas. Dabei bräuchte ich gerade jetzt so dringend jemanden, mir wird das alles zu viel. Ich krieg wirklich nix mehr hin-müsste z.B. endlich mal zum Zahnarzt, weil mir vor zwei Wochen ne Plombe rausgefallen ist und das ziemlich unangenehm ist, wenn das was kaltes etc. drankommt. Aber rufe ich da an, um nen Termin zu machen? Nein, kein Bock, alles wurscht, kann mich nicht dazu aufraffen. Morgens würde ich am liebsten einfach im Bett bleiben und gar nicht zur Uni gehen-tue es nur aus Pflichtgefühl und weil ich ja nicht einfach so wegbleiben kann. Am liebsten würde ich mich einfach nur in ein dunkles Loch verziehen und gar nicht mehr rauskommen. :flennen: Warum musste ich überhaupt geboren werden? Die Welt braucht mich doch eh nicht. Sorry, wenn das jetzt vor Selbstmitleid trieft, merke ich ja selbst. Aber ich komme von diesen Gedanken momentan nicht so recht los. Manchmal fühle ich mich wieder kurz besser, wenn ich denke, ich hab ja jetzt doch wieder was geschafft (Diplomarbeit etc.), nur um dann hinterher, wenn ich darüber nachdenke, festzustellen, wie dumm und lächerlich es mal wieder war, sich über so ne Kleinigkeit zu freuen als hätte ich jetzt echt was erreicht. :schuechte Manchmal denke ich, es ist ja alles eigentlich nicht so schlimm und kurz danach denke ich wieder nur, dass ich mich damit selbst betrüge und mir was schönrede. (Im Moment bin ich wieder voll in so ner Depriphase, also kann sein, dass ich momentan auch etwas dick auftrage.) Es ist einfach alles scheiße und ich versage auf voller Linie-werde einfach keinem meiner Ansprüche gerecht.
    OK, ich mach mal Schluss bevor das noch zu sehr ausartet. Helfen können wird mir wahrscheinlich eh keiner, das müsste ich wohl wenn schon selbst tun-aber dennoch danke fürs Lesen. Hat auch irgendwie gut getan, das mal alles aufzuschreiben.

    PS: Da bestimmt jemand damit ankommt: Ich würde mich lieber umbringen als zu nem Psychiater zu gehen! :angryfire Muss keiner verstehen (und nach meiner Erfahrung versteht das auch kaum jemand), aber respektiert das bitte.
     
    #1
    Dirac, 6 Juni 2006
  2. deBergerac
    deBergerac (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Nun, für eine psychologische Analyse bin ich nicht qualifiziert, aber ich versuche es mit einem praktischen Ratschlag: Mach einen Zahnarzttermin. Benötigte Utensilien: Telefon und entsprechende Nummer.

    Schmerzen sind blöd, und vom Aussitzen werden deine Zähne nicht besser.

    Deine Einstellung zu einer Arbeit in der Industrie finde ich nicht wirklich nachvollziehbar. Von dem Betrieb an der Hochschule wenn ich mir die Arbeit der Assitenten ansehe bin ich als Arbeitsperspektive wirklich nicht über die Maßen angetan.

    Fachlich kann ich dich eh nicht einordnen, ich schlage mich momentan einigermaßen mit meinem Grundstudium rum. Halt dir mal vor die Augen, dass du schon ein gutes Stück weiter gekommen bist als einige mit denen du angefangen hast.

    Ich bin denke du wirst es zu einem ordentlichen Ende führen. Und geh zum Arzt. Alles Gute.:smile:
     
    #2
    deBergerac, 6 Juni 2006
  3. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Ach nee, das weiß ich selbst... War ja nur ein Beispiel für meine momentane Antriebslosigkeit und nicht mein eigentliches Problem. Und ich hab ja keine permanenten Schmerzen, es ist nur unangenehm wenn was kaltes drankommt.
     
    #3
    Dirac, 7 Juni 2006
  4. User 57756
    kurz vor Sperre
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    vergeben und glücklich
    was willst du hören? wenn dir jemand mit ratschlägen kommt, wirst du sowieso wieder sagen das du es selbst wüsstest.

    willst du mitleidsbekundungen?

    ich kann dir nur eins sagen, es wird immer jemand geben der besser ist als du, finde dich damit ab und gib das was du kannst!
     
    #4
    User 57756, 7 Juni 2006
  5. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Herrlich, mal wieder nen Leidensgenosse! :smile:

    Ich hab noch 16 Tage Vorlesungen und dann muss ich die restlichen Klausuren schreiben.

    Danach Diplomarbeit, wofür ich schon längst nen Thema haben müsste.

    Aber im Moment kotzt mich wieder alles so dermaßen an, geht gar nicht.

    Dann hab ich mir noch ne Grippe oder sowas eingefangen, nen Rauschen auf den Ohren, vorletzte Nacht total beschissen geschlafen und jetzt alle 5 min am Nase putzen.

    Und zum Zahnarzt zur Kontrolle müsste ich auch mal, nur wenn ich dann wieder 2 Std. im Wartezimmer sitze, halte ich das wieder für verlorene Zeit.

    Weiterhin denke ich noch, das mein Studium an und für sich ziemlich wertlos ist.

    Ich bin, wie gesagt, bald fertig. Kann aber subjektiv rein gar nichts.

    Objektiv betrachtet kann ich aber mehr als viele andere. Ich les in ner Fachzeitschrift, wo Leser Probleme stellen und les mir die Antworten durch und komme zu dem Ergebnis, dass wir das im 3. Semester gemacht haben.

    Wenn ich dann mal bei uns im Semester rumgucke, da gibt es son paar Überflieger, die es einfach drauf haben.

    Und schlussendlich komme ich zu der Erkenntnis, dass ich niemals so gut sein werde, wie die es sind.

    Jetzt nicht unbedingt, weil ich zu doof bin, sondern eher weil ich nur halbherzig interessiert bin.

    Mmmmh.

    Privatleben bei mir ist auch ziemlich im Eimer. Ich versuch das immer zu ändern, aber die äußeren Einflüsse zwingen einen dazu, immer wieder in den alten Trott zu verfallen.

    Letztes Jahr war ich in der selben Phase, bin durch ein Seminar und 2 Prüfungen gefallen. Wollte am liebsten alles komplett hinschmeißen.

    Nach Gesprächen mit den Profs bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass es doch sinnvoller ist, erstmal den Scheiß zuende zu machen. Zitat "Dann ham se erstmal was!"

    Na super.

    Ich dachte, dass sich dann mal endlich was in meinem Leben ändert, aber nein, es geht genauso weiter wie vorher auch.

    Was freu ich mich, wenn ich mal nichts mehr tun muss: einfach mal keinen Stress mehr zu haben, dass man ja lernen müsste.

    Dummerweise hat man sich aber an den Stress gewöhnt und es fehlt einem geradezu was, wenn man mal nichts tun muss.

    Naja, geholfen hat dir mein Post mit Sicherheit nicht aber du bist nicht der Einzige, dem es scheiße geht.

    Und noch nen Tipp:

    Versuch einfach mal nicht nachzudenken, einfach mal einfach machen.

    Sauf dir die Rübe zu, geh in ne Disco und hüpf da auf der Tanzfläche rum. Brüll zu Micki Krause mit. Nicht fragen, mach einfach.

    Einfach mal aus dem Alltag ausbrechen.
     
    #5
    Henk2004, 7 Juni 2006
  6. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Probier's doch einfach aus. :zwinker:

    Nein, danke. Aber ebensowenig Beiträge mit nem verarschenden Unterton (als ob ich nicht selber wüsste, dass ich ein Telefon brauche um nen Termin auszumachen...), die auch gar nicht auf meine eigentlichen Sorgen (zu denen der Zahnarztbesuch sicher nicht gehört) eingehen.

    Dass es immer irgendwo so einen geben wird ist klar, motiviert nur nicht besonders, wenn einem so einer direkt vor der Nase sitzt. :kopfschue Und das, was ich kann, ist wohl eben viel zuwenig.

    Direkt geholfen nicht, das stimmt-aber zumindest gut zu wissen, dass es auch andere mit ähnlichen Sorgen gibt, und das ist ja schonmal was. :smile:

    Nee, danke, saufen und Disco sind wahrlich nicht meine Welt. :grin:
     
    #6
    Dirac, 8 Juni 2006
  7. deBergerac
    deBergerac (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Ich habe das nett gemeint, Trottel. :angryfire

    Ich werde mir in Zukunft garantiert keine Gedanken mehr um dein physisches Wohlbefinden machen. Das du ein Telefon bedienen kannst wollte ich dir nicht absprechen, sondern ausdrücken das du das naheliegendste, einfachste machen solltest um was auf die Reihe zu bekommen: mit etwas einfachem, aufgeschobenem ANFANGEN statt Zeit mit solchen Elendsbekundungen zu verschwenden. Dir entgeht, das mag stimmungsbedingt sein, das die restliche Welt es nicht schlecht mit dir meint. Vielleicht gefiele es aber dir besser es wäre nicht so, scheinbar heitern dich ja Leute denen es auch übel geht auf, damit kann ich allerdings nicht dienen.
     
    #7
    deBergerac, 10 Juni 2006
  8. ratlosbin
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    noch kann der zahn gerettet werden, ansonsten sterben die nerven ab und dann haste schmerzen von denen du nur träumen kannst, also ab zum arzt!!!! kronen, künstlcihe zähne: alles teuer!!!!
    und der zeitaufwand beim abtöten des nevengewebes: 3 x hinlatschen! also renn lieber gleich! plombe rein und gut is. viel erfolg!:grin:
     
    #8
    ratlosbin, 10 Juni 2006
  9. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
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    Single
    Stimmt. Es bringt nichts, wenn du ständig nur den riesigen Berg siehst, der sich vor dir aufhäuft und völlig entmutigt, so daß du es überhaupt nicht mehr schaffst, überhaupt ANZUFANGEN. Insofern finde ich den Tip "Telefon --> Anrufen" gar nicht mal so verkehrt.

    Ich kenne das mit der akuten Antriebslosigkeit/Faulheit auch, ist bei mir auch recht ausgeprägt. Allerdings ist es bei mir wirklich einfach nur das, von einer Lebens-/Sinnkrise war ich bisher immer noch weit entfernt..

    Wie wäre es, wenn du dich jetzt mal hinsetzt und dir eine Liste machst mit allen Dingen, die du zu erledigen hast? Dann nimmst du dir erstmal die "kleinen" Dinge vor, das, was wenig Zeit kostet und auch kein großer Aufwand ist, was du aber bisher trotzdem vor dir hergeschoben hast (--> Zahnarzttermin) und packst diese Dinge der Reihe nach an. Immer, wenn du was erledigt hast, sofort abhaken.

    Klingt vielleicht bescheuert und ist ja auch ziemlich simpel, aber ich habe schon die Erfahrung gemacht, daß so eine Liste auch eine ganz praktische Hilfe sein kann, wenn sich so ein "Berg" an Dingen auftürmt und im Kopf alles immer mehr und chaotischer und hoffnungsloser wird. Wenn man erstmal einen Überblick hat, sieht das ganze schon ganz anders aus. Wenn man dann noch die kleinen, unwichtigen Dinge erledigt und abgehakt hat, hat man den Kopf auch freier für die großen, wichtigen Aufgaben. Und der Berg ist nicht mehr ganz so groß und überwältigend, weil einiges doch schon erledigt ist.

    Soviel zur praktischen Seite, so würde ich das Problem in ganz praktischer Hinsicht anpacken.

    Allerdings glaube ich nicht, daß es damit bei dir getan ist. Ich bin da ein absoluter Laie, aber hast du schonmal drüber nachgedacht, dich auf Depressionen untersuchen zu lassen? Klar, jeder hat mal ein Tief, wo alles hoffnungslos und grau aussieht, aber bei dir klingt das ja doch ziemlich heftig... :rolleyes_alt: Zumal ich nicht glaube, daß es - objektiv betrachtet - wirklich SO schlimm ist. Du bist bestimmt nicht dumm, natürlich gibt's immer wieder "Überflieger", und natürlich fühlt man sich scheiße, wenn man selbst das Gefühl hat, total auf der Leitung zu stehen, während für einen anderen die Problemlösung auf der Hand liegt, trotzdem muß man deshalb nicht gleich in Minderwertigkeitskomplexen und Selbstzweifeln versinken.

    Du bist immerhin bis zum Diplom gekommen, das ist mehr als viele andere. Vielleicht klappt das mit der Arbeit im Moment nicht so recht, aber ich glaube, auch das ist normal. Dürfte jeder kennen, der schonmal eine wissenschaftliche Arbeit in irgendeiner Form verfaßt hat, daß man eine ganz tolle, neue Idee hat, total begeistert ist, weil endlich alles zusammenpaßt - und ein anderer macht mit ein paar Sätzen alles kaputt und die tolle Idee stürzt in sich zusammen, weil einem klar wird, daß man einfach falsch gelegen hat und die Arbeit für die Katz war und man nochmal von vorne anfangen kann. Aber da muß man durch. Auch das ist kein Drama, und auch das ist zu packen.

    *ups* Zu spät gelesen... darf man fragen, wieso?

    Sternschnuppe
     
    #9
    Sternschnuppe_x, 10 Juni 2006
  10. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hm. Darüber muss man jetzt erstmal nachdenken. Das erste was mir dazu einfällt, war was in Richtung: wie kaputt ist das denn??? Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich halte es für eine enorme Schwäche, wenn man eher bereit ist draufzugehen, anstatt sich Hilfe zu suchen.

    Aber im Grunde suchst du dir ja schon Hilfe, nur anstatt bei Leuten, die Profis sind, fragst du uns Laien. Wie können wir deinen Antrieb steigern? Klar, wenn man frustriert ist, fühlt man sich erstmal danach, alles hinzuschmeissen. Aber hilft es dir wirklich weiter, wenn man dir sagt, dass du dich zusammenreissen und weiterkämpfen musst, weil man im Leben halt meistens nichts geschenkt kriegt? Eigentlich nicht wirklich, weil du das wahrscheinlich wirklich selber weisst. Man kann sich in eine Krise fallen lassen, aber man kann sie auch nutzen und daraus Energie für einen Neustart gewinnen.

    Ich weiss, wie schwer die letzten Schritte auf dem Weg zum Diplom sind. Aber es sind nunmal die letzten, und jetzt alles hinschmeissen kommt ja gar nicht in Frage! Los, Entspurt, du schaffst das schon :smile: Viel Erfolg
     
    #10
    Bambi, 11 Juni 2006
  11. büschel
    Gast
    0
    hab jetzt nicht alles gelesen..

    aber bocklosigkeit auf diplomarbeit ist nicht selten wie du vielleicht denkst :grin:
    kannst ja was praktisches machen.. dann machst du auf jedenfall was, was was wert ist.. es ist übersichtlicher..

    so einige kollegen von mir haben auch kein bock richtig.. hatte ich anfangs auch nicht.. und mit der zeit wird es aber besser.. kannst dich ja nebenheir miot anderen themen beschäftigen die mit deine studium nicht direkt was zu tun haben.. es lohnt sich nicht dauernd eigleisig zu fahren...

    ausserdem ist es voll nicht schlimme wenn du nach dem studium was anderes machst.. ich hab auch mit mir geringt.. ich will auch nicht unbedingt bei dem bleiben was ich gerade mache.. aber es ist ein guter weg in richtung "freigeit".. als etwas "engpass" muss man wohl manchmal akzeptieren im leben..

    zu nem psychater brauchst du deswegen bestimmt nicht gehen.. das ist agnz normal.. brauchst nur ne richtung zu finden die dir schmeckt.. und zu akzeptieren, dass sie evtl was anderes ist, als du anfangs evtl gedacht hast..
     
    #11
    büschel, 11 Juni 2006
  12. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    @all: Jetzt hört doch mal mit dem Zahnarzt auf! :tongue: Ich werde ja nächste Woche da anrufen, dann ist auch mein Seminarvortrag weg und ich hab etwas mehr "Luft". Und absterben etc. wird der Zahn eher nicht. :zwinker:
    @deBergerac: Sorry, wenn ich dich missverstanden habe. Kam mir halt beim Lesen verarscht vor.
    @Sternschuppe_x:

    Kam vielleicht falsch rüber: Es ist jetzt nicht so, dass sich da tausend Sachen angehäuft hätten, die ich aufgeschoben habe. Es sollte nur ein Beispiel für die Lust- und Antriebslosigkeit sein, da ich mich um sowas sonst direkt kümmern würde. War wohl einfach ein schlecht gewähltes Beispiel. :schuechte

    Also so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Ist ja nicht so, dass ich mich grundsätzlich über nix mehr freuen könnte oder so. Und speziell an dem Tag, wo ich den Thread gestartet habe, war ich irgendwie besonders schlecht drauf. Ist jetzt nicht so, dass sich die Probleme in Wohlgefallen aufgelöst hätten, keineswegs. Aber ganz so furchtbar dramatisch, wie ich es hier ausgedrückt habe, sehe ich das dann meist doch nicht.

    Hmm, ist irgendwie schwer auszudrücken, wie ich mich dabei fühle... Ich erwarte nun mal sehr viel von mir, und sehe gleichzeitig, dass ich offenbar nicht (mehr) in der Lage bin, diese Erwartungen zu erfüllen. Und wenn ich lese, was mein Bürokollege da mal wieder sich überlegt und gerechnet hat dann merke ich einfach, dass ich nie auf so eine Idee gekommen wäre, mir wäre nicht eingefallen, das Problem so "genial" auf das Wesentliche zu reduzieren und durch einfache Betrachtungen zum Ziel zu kommen. Und ich merke dadurch eben, dass mir einiges fehlt, um wirklich erfolgreich in der Forschung mitwirken zu können. Ich mein, wäre der Typ irgendwie doppelt so alt wie ich und hätte einfach schon jahrelange Erfahrung, dann würde ich mir wieder was vormachen und denken, das liegt nur daran und würde sich bei mir auch so entwickeln. Aber der ist nur ein oder zwei Jahre älter als ich (und wohlgemerkt bald mit der Doktorarbeit fertig!), daran kann es also nicht liegen. Kann ja sein, dass er einfach so außergewöhnlich gut ist und ich mich mit ihm nicht vergleichen sollte. Andererseits sind seine Rechnungen jetzt ja nicht sowas extrem geniales auf das kein Mensch kommen könnte-er hat nur eben den absoluten Durchblick und weiß immer genau, wann er was zu rechnen, wie zu nähern, worauf zu reduzieren hat etc. um mit minimalen Rechenaufwand Ergebnisse zu produzieren. Und ich denke eben, das muss man draufhaben, wenn man erfolgreich sein will, und mir fehlt da offenbar das Talent dazu.
    Und unabhängig davon gibt es ja nach wie vor das Problem, dass unsere ganze Idee neue Ergebnisse zu produzieren scheinbar nicht funktionieren wird (bzw. sich auf etwas beinahe triviales reduziert) und es daher fraglich ist, was ich denn überhaupt noch in meiner Diplomarbeit schreiben soll. :cry: (Nur den alten Mist wiederkauen ist einfach dämlich.) Und mein Betreuer sieht das eben nicht ein, dass das ein Problem ist und meint nur, da wird sich ja irgendwas finden. Nur so wie ich ihn kenne wird er das in einem halben Jahr immer noch sagen, ohne dass sich was konkretes gefunden hat... :kopfschue

    Wenn es nur darum ginge, eine wissenschaftliche Publikation zu verfassen (was ja auch das einzige Interesse meines Betreuers ist-dass er momentan zwei Diplomanden hat, die genügend-auch voneinander ausreichend verschiedenen-Stoff für eine Diplomarbeit haben wollen, interessiert ihn nur sekundär), das wäre dann nicht so schlimm. Aber in 9 Monaten muss ich meine Diplomarbeit abgeben und bis dahin genug Stoff haben, um ca. 100 Seiten sinnvoll zu füllen.

    Das möchte ich hier nicht erläutern, hast ne PN. Das mit dem "umbringen" bitte nicht allzu wörtlich nehmen, ist ein wenig übertrieben formuliert.

    Nachdem ich schon angefangen habe, ist es mit dem Wechseln schwer. Außerdem will ich nix praktisches, mein theoretisches Thema ist an sich sehr schön. :zwinker:
     
    #12
    Dirac, 11 Juni 2006

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