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Studium und Zukunftsängste

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Spooky, 17 Januar 2007.

  1. Spooky
    Spooky (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Alle Semester wieder...

    Ich fang am besten von vorne an.

    Ich habe über den zweiten Bildungsweg es geschafft von dem einfachen Hauptschüler zu jemanden, der einen recht gute Fachhochschulreife erreich hat. Auf diesen Teil meines Lebens bin ich sehr stolz. Aber dann beginnt eine Zeit, die ich am liebsten meiden würde.

    Ich bin nach dem Abschluss direkt auf eine FH zum studieren. In diesem Studium merkte ich gravierende Mängel in Mathematik. Sämtliche Lerngruppen und Stunden des lernen haben waren relative für mich zwecklos. Andere jonglieren mit Zahlen und Variablen, ich entwickelte eine soziale Phobie. Letztlich kostete mich das im 3 Semester letztendlich das Studium, da ich mich entschloss das zu beenden. Zudem Zeitpunkt befand ich mich schon im Therapie.

    Um auf andere Gedanken zu kommen, jobte ich ein halbes Jahr. Ich fühlte mich besser, und entschied mich für ein weiteres Studium im Bereich Mechatronik.

    Durch einen sehr guten Mathe-Prof. entwickelte ich langsam auch ein Verständnis für die Grundlagen der Mathematik. Aber andere Fächer machen mir sehr zu schaffen. Es geht jetzt soweit, dass ich jetzt kurz vor den Prüfungen die FH kaum besuche, sondern verzweifelt zu Hause versuche den Stoff zu verstehen. In meinem Studiengang finde ich kaum Lerngruppen oder wirklich Freunde.
    Zwei Fächer von sieben habe ich sicher in der Tasche. Der Rest stehen die Chancen nicht sehr besonders, dass ich die beim ersten mal schaffe.
    Als ob das nicht genug wäre, komme ich mit mir selber nicht mehr klar. Seit letzter Woche bin ich wieder in Therapie.

    Ich verstehe nicht, wie die Studienzeit eine so tolle Zeit sein kann.

    Was mich gewaltig blockiert, ist die Tatsache das ich auf verlorenen Posten stehe. Mich selber motivieren fällt mir immer schwerer, da ich immer eine mögliche Arbeitslosigkeit vor den Augen habe.

    Hat mir jemand Rat, was ich noch ausser dem Studium für höhere Ziele in Anspruch nehmen kann? :geknickt:
     
    #1
    Spooky, 17 Januar 2007
  2. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    In solchen Fällen sage ich immer: Verdammte Axt – nun reiß Dich zusammen !!!

    Warum gibt Du Dich eigentlich bereits jetzt schon auf ? Du hast Angst hier Du hast Angst da ... das passt nicht. Wenn Du studieren möchtest, dann ist das schon mal ein guter Entschluss – nun sei aber auch bereit die Konsequenzen zu tragen. Jeder Student der z.B. naturwissenschaftliche Fächer studiert wird Dir bestätigen können, dass die Arbeitswoche länger als 50 Stunden ist. Man darf sich mit Regelmäßigkeit den PoPo aufreißen um Klausuren zu schaffen. Glaubst Du es fällt den meisten zu – nene mein Lieber, dass ist meistens hart erarbeitet.

    Soll ich Dir mal sagen, was ich von einem Ingenieur verlange – er hat ständig und permanent 105 % Leistung in seinem Beruf zu zeigen (zumindest in meinem Sektor). Er ist vollkommen selbstständig und ist in der Lage Probleme die ihn belasten selbst zu lösen oder Lösungsstrategien zu entwickeln die ans Ziel führen. Er hat Führungsqualitäten und versteht es Menschen zu motivieren. "Er hat nicht zu fragen, sondern zu machen" - Eigenständigkeit ist sehr wichtig. Gute Ideen sind Selbstverständlich und gehören zum Tagesgeschäft. Diese Forderungen werden an mich gestellt und so stelle ich diese Forderungen auch an jeden anderen Kollegen hier. Wer nicht mitmacht und Leistungsbereit ist, wird links liegen gelassen – er ist nur Ballast. Auch wenn Du nun mit den Augen rollst – oder andere denken „oh mein Gott“ – kann ich nur eins sagen: Ingenieur ist man auch aus Überzeugung geworden, diese Überzeugung bringe ich mit in die Firma. Man bezahlt mich gut für meine Arbeiten, gibt mir Freiräume und Vollmachten – die Verantwortung die man in meine Hände liegt ist groß – und ich stelle mich diesen Dingen gerne. Das ist in meinen Augen unbedingt notwendig in diesem Beruf. Wenn Du überhaupt keine Möglichkeiten siehst diese Forderungen auch nur im Ansatz zu erfüllen, dann lass es mit dem studieren – es wird Dich nicht glücklich machen. Wenn Du aber einen Ehrgeiz hast, der ungerne verletzt wird, wenn Du die Fähigkeit wieder findest Dich selbst zu motivieren, dann beiße Dich gottverdammt noch mal am Schreibtisch fest und lerne bis die Rübe qualmt (damit machst Du nichts anderes als die meisten Studenten in den genannten Fächern). Du willst Ing. werden, dann tue auch was dafür – das ist eine legitime Forderung – und weist Du auch warum ? Meistens wirst Du in einem Team arbeiten – man muss sich auf das Team verlassen können – jeder muss Leistung bringen. Wenn einer einknickt, dann müssen andere die Last tragen. Temporär ist das kein Problem, aber es darf niemals ein Dauerzustand werden. Also – schwarz oder weiß – eine andere Entscheidung solltest Du nicht in betracht ziehen.

    Auch wenn es harte Worte sind – aber so sieht zumindest die Realität in der Firma aus, in der ich arbeite.
     
    #2
    smithers, 17 Januar 2007
  3. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    So, jetzt kommen mal etwas weichere Worte von mir :zwinker:

    Ich kenne die Angst, im Studium zu versagen, sehr gut (vor allem jetzt, kurz vor Schluss). Das Wichtigste ist, dass du wieder in Therapie bist. Wenn du diese Sicherheit hast, reicht es vielleicht schon, die Angst zu überwinden. Versuch es einfach, und sei dir klar: niemand stirbt an einer Prüfung! Alles Gute :smile:
     
    #3
    Bambi, 17 Januar 2007
  4. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    2
    Single
    Weswegen bist du denn in Therapie?

    Ansonsten kann ich auch sagen: Verloren ist da noch gar nichts.

    Na ja, zwei von sieben hast du schonmal. Das heißt, es fehlen noch fünf. Bei denen bist du bis jetzt noch nichtmal durchgefallen. Es ist auch noch bei allen der erste Versuch - ich kenne Leute, die nehmen überhaupt erst den zweiten Versuch ernst bei vielen Prüfungen. :zwinker:

    Ich würde sagen, konzentriere dich erstmal auf das, was am nächsten liegt. Du brauchst dich jetzt noch nicht mit dem Damoklesschwert der drohenden Arbeitslosigkeit auseinandersetzen und mit den nächsten 3 Semestern Studium. Erledige dein Zeug einfach Schritt für Schritt.

    Such dir von deinen fünf Fächern die zwei oder drei aus, bei denen du am besten zurechtkommst. Versuch, auf die ordentlich zu lernen und die Prüfung zu bestehen. Dann hast du die schonmal weg und für die anderen Fächer mehr den Kopf frei.

    Du darfst das Studium und dein weiteres Leben nicht als riiiiiiesigen Berg sehen, der sich vor dir auftürmt, denn da drehst du durch. Klar, das geht jedem so, wenn ich mir jetzt vorstelle, daß ich Studienarbeit und Repetitorium vor mir habe, ein ganzes Jahr lang nur Druck und Streß beim Lernen, dann schriftliches Examen, wo jedes Mal 30-40% durchfallen, dann mündliches Examen, und danach geht's erst richtig los mit Bewerbungen fürs Referendariat usw... da verfalle ich auch in Panik.

    Der Trick dabei ist, sich immer erstmal nur mit dem nächsten, kleinen, überschaubaren Schritt zu beschäftigen. Nicht mit dem ganzen großen Berg. Weißt du, JEDER hat Streß im Studium, JEDER hat mal Angst, etwas nicht zu schaffen oder im Vergleich zu anderen hoffnungslos abgeschlagen zu sein. Und trotzdem kann das Studium die schönste Zeit im Leben sein - wenn man sich davon nicht ZU sehr stressen läßt, dann arbeitet, wenn man arbeiten muß, aber sich eben auch Spaß gönnt, ohne ständig Existenzangst im Hinterkopf zu haben.
     
    #4
    Sternschnuppe_x, 17 Januar 2007

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