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Tabletten werden ausgeschlichen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 67018, 9 Juni 2007.

  1. User 67018
    User 67018 (33)
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    Hi,

    hm, ich bin im Moment gar nicht gut drauf.
    Bin gestern gegen Mitternacht ins Bett gegangen und heute erst um 10.45 Uhr hochgekommen. Hab mich fertig gemacht, kurz was gegessen, war schnell einkaufen und habe mich danach schon wieder hingelegt/hinlegen müssen.

    Mir gehts absolut sch****. Ich weiß, der ein oder andere wird sich jetzt denken: "Ist die überhaupt mal anders drauf?"
    -Ja, ist sie. Aber darüber schreibe ich dann nicht. Ist doch was Normales oder sollte es zumindest sein.

    Das größte "Problem" ist im Moment, dass meine Psychopharmaka ausgeschlichen werden. Jeden zweiten Tag eine. Leider sind das sehr nebenwirkungsbeladene Teile, die auch beim Absetzen dieses Medikamentes wieder kommen. Meine Therapeutin meinte auch gestern, dass ich sogar sehr viele Nebenwirkungen "gesammelt" hätte. Das hätte sie noch von keinem gehört. "Na, toll!" Echt, wieso habe ICH jedes Mal wieder den Griff ins Klo..? Mir gehts dadurch in erster Linie (ob mans glaubt oder nicht) physisch nicht gut. Die Psyche hingt so ein Bisschen hinterher. Um ehrlich zu sein, springt das immer rum. Ich kann mich in einem Moment krüppelig über Wörter wie "Klops" und "Klöpse" krüppelig lachen und im nächsten Moment wegen ner Melodie oder einem eingespielten Lied losweinen. Das verwirrt mich und macht mich unsicher. Ich weiß, dass ich da jetzt durch muss. Da meine Ärztin jedoch auch meinte, dass ich es selbst mal ausprobieren soll und experimentieren soll, habe ich die Dinger heute morgen mal nicht genommen. Einfacher Grund: Ich will die Nebenwirkungen endlich fertig haben, und wenn ich da richtig liege, dann bin ich damit in vier, fünf Tagen durch...

    Das sind aber noch VIER oder FÜNF Tage... Ich könnte nie Krise kriegen. Noch vier oder fünf Tage lang zwischen Bett und Sessel hin und her wandern, Dauerübelkeit, mein Blutdruck kann sich nicht entscheiden, ob er zu niedrig oder zu hoch sein will, mein Dickdarm und mein Rektum geben sich die Klinke in die Hand, und ein im Sekundentakt immer wiederkehrendes Taubheitsgefühl in den Armen, Kopf, Brust... ein Kribbeln, dass ich nur vom Gähnen her kenne, wenn ich richtig müde bin... Meine Therapeutin meinte, dass das ausgeschlichen wird, weil man danach in ein "Loch" fallen kann. Ja, KANN, heißt ja nicht müssen, meine ich.

    Dazu kommt, dass ich einfach nicht weiß, ob ich jetzt mit meinem Freund Schluss machen soll, oder nicht. Jeder meint, dass das doch so nichts mehr bringt. Und bei jedem zweiten Telefonat habe ich dann auch das Gefühl, weil wir uns wieder "angiften". Wieso habe ich nicht den Mut oder die Kraft mich dazu zu entscheiden, es auszusprechen und dann gut sein zu lassen..? Immer diese Zweifel, eine falsche Entscheidung treffen zu können...

    Und wieso lasse ich immer keinen an mich ran, wenn´s mir schlecht geht. Wenn ich krank bin, dann lasse ich mich nicht pflegen. Ich möchte nicht, dass sich jemand um mich kümmert, obwohl der Wunsch eigentlich da ist... Was ist denn bloß los mit mir? Das liegt nicht an den Tabletten... Das war schon vorher so.

    Ich will meinen Freund jetzt schon wieder für mindestens eine Woche nicht sehen. Weil´s mir schlecht geht? Weil ich unsicher bin? Weil ich eingeschnappt bin, wegen dem gestrigen Telefonat? Ich komme im Moment mit meiner Welt nicht zurecht. :cry:

    Und ich habe Angst... vor was genau? Keine Ahnung.

    Flake

    P.S.: Ich wollte mich etwas sammeln und mir fragen stellen, ob jemand darauf antwortet, bleibt euch überlassen... aber ich erwarte es nicht!
     
    #1
    User 67018, 9 Juni 2007
  2. klatschmohn
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    Ich hatte mal ne Therapiestunde, die ich so zusammenfassen konnte: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust.....und insgeheim dachte ich so bei mir: Wenn nicht sogar mehr....

    Ich habe langsam das Gefühl, ich bin ein Sandhaufen, der aus Millionen einzelnen Körnern besteht und ich soll sie irgendwie zusammenfügen und ich fühle mich nicht dazu in der Lage. Meine Therapeutin meint, ich lerne langsam die verschiedenen Seiten meiner Persönlichkeit kennen, der weg um sie zusammenzubasteln führt unweigerlich daran vorbei diese kennen zu lernen und das ist ziemlich schwer....manchmal schließe ich die Augen und denke: Diese verdammte Zwiespältigkeit..es ist zum kotzen...

    Und dann habe ich auch ein riesen Problem mit Nähe, Distanz....ich sehne mich danach umarmt zu werden und wenn es so weit ist hoffe ich, dass es schnell vorbei ist, so ist das mit allen Dingen. Ich kann nur schwer damit umgehen, wenn Menschen nett zu mir sind und gleichzeitig sehne ich mich natürlich danach.

    Ich habe auch lange Medikamente genommen, 3 verschiedene, ich habe sie dann aber abgesetzt, weil ich so keine Diplomarbeit schreiben konnte...

    Wenn du schreiben willst kannste das tun, du siehst, ich verstehe dich gut....

    Ich weiß leider selber, dass "schlaue" Sprüche hier nicht wirklich helfen, aber manchmal beruhigt schon die Gewissheit, dass es anderen genauso geht und dir nachfühlen können....
     
    #2
    klatschmohn, 9 Juni 2007
  3. User 67018
    User 67018 (33)
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    Drei verschiedene... und alles drei Psychopharmaka...?

    Ich werde bekloppt, weil ich nicht mal weiß, ob das jetzt nur vom Absetzen her kommt, von der Menstruation oder vom Wetter... Ich habe, das Gefühl, dass die positive Veränderung, die letzten Endes dazu geführt hat, dass mein Freund überhaupt wieder zurückgekommen ist, nicht von mir kam... Was, wenn das alles nur die Tabletten waren. Mir wurde damals im Krankenhaus gesagt, dass die einem nicht die Persönlichkeit verändern... Was, wenn das vlt bei mir nicht so ist..? Ich mache mir unheimlich viel Gedanken, mir ist furchtbar oft zum Weinen zumute... Was ist, wenn ich genau wieder die werde, die ich war, bevor ich das Medikament genommen habe: Ein weinendes, selbst bedauerndes, kleines Häufchen ohne Perspektive und wirklicher Lebensfreude...?? :cry:
     
    #3
    User 67018, 9 Juni 2007
  4. klatschmohn
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    Ich bin nicht schizophren sondern hab Borderline und ne depressive Störung. Ich hatte ein Antidepressiva ( cipralex) dann noch zyprexa und Risperdal. Damit ich schlafen kann und mich nicht mehr selbst verletze. Als ich die Medis abgesetzt habe ging es mir auch ziemlich schlecht.

    Gehst du denn zur Therapie? Meine Therapeutin und die Ärzte in der Psychatrie haben damals gesagt, dass Antidepressiva die Persönlichkeit nicht verändern sondern den Emotionen und Gefühlen die Spitzen und die Heftikeit nehmen. Ich hatte aber schon ein anderes Gefühl und habe mich irgendwie wie fremdgesteuert gefühlt.

    Es kannn niemand sagen, wie es ohne die Medis wird. Ich bin froh, dass ich sie nicht mehr nehme, das war mir echt zuviel. Ich bin immer wieder sehr traurig und depressiv, aber das ist mir lieber als total "verpeilt" durch die Gegend zu rennen und zuzunehmen. Aber sicher wirken alle Medis bei jedem anders.
     
    #4
    klatschmohn, 9 Juni 2007
  5. roset
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    Tabletten sind keine Lösung. Tabletten verschleiern die Symptomatik. Das trifft nicht immer zu, aber bei Psychopharmaka ist das oft der Fall. Und wenn du vorher ein "Ein weinendes, selbst bedauerndes, kleines Häufchen ohne Perspektive und wirklicher Lebensfreude...??" warst, dann wirst du es nach Absetzen der Medikamente wieder werden.

    Du hättest eine begleitende Psychotherapie zu den Medikamenten dringend nötig gehabt. Um das zu veranschaulichen: Wenn jemand chronische Schlafstörungen hat, kann man das kurzfristig medikamentös behandeln und manchmal, aber auch nur manchmal, ist es danach weg, was aber mit der individuellen Schlafproblematik des Einzelnen zusammenhängt. Dennoch muss jemand mit Schlafstörungen diese behandeln lassen. Denn die Tabletten können zwar die eine oder andere Nacht schlaf schenken, aber nicht auf Dauer.
    Das Einzige, was hierbei hilft, ist eine Therapie.

    So ist das auch bei dir - zumindst meiner Meinung nach. Du hast die Tabletten genommen und es war gut oder besser, wie auch immer, die genauen Umstände sind mir ja nicht bekannt. Aber eines ist gewiss, nach dem Absetzen der Medikamente, wirst du die sein, die du auch vorher warst.

    Zusammenfassend: Du benötigst dringend eine Psychotherapie.
     
    #5
    roset, 9 Juni 2007
  6. klatschmohn
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    ch finde dieses Beitrag ziemlich negativ und ich habe schon einige stationäre und ambulante Therapien gemacht.....auch während dieser Zeit der Medikamenteneinahme erlangt man zu "Erkenntnissen", versteht Dinge und verändert Dinge. Und ich kann aus einiger Erfahrung sagen, dass oft Medis nötig sind, um überhaupt zu einer Therapie in der Lage zu sein oder sich nicht um zu bringen.

    Deswegen finde ich deine Meinung zu absolut und zu einseitig. Du siehst nur die eine Seite....eine Therapie ist sicher erforderlich, aber ch denke das weiß sie selbst.
     
    #6
    klatschmohn, 9 Juni 2007
  7. User 67018
    User 67018 (33)
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    Ja, ich mache auch Psychotherapie!! Sonst hätten die mich da gar nicht weggelassen, glaube ich. :-P
    Off-Topic:
    Oh mann, was fürn Eindruck mache ich jetzt bloß!! Hoffentlich denkt nicht jeder das, was ich glaube, was die alle jetzt denken... :kopfschue


    Hm, ja, genau das hatte ich so auch verstanden, muss aber dazu sagen, dass nach den Nebenwirkungen ich keinerlei Probleme mit den Dingern hatte. Ich habe mich auch nicht fremdgesteuert oder völlig verändert gefühlt. Ich hatte schon das Gefühl, dass die Teile mich bei der Therapie und auch sonst unterstützen, und dass ICH immer noch die Hauptarbeit mach(t)e....

    Was glaubst du wohl, wen ich mit Therapeutin meinte. Sie ist gleichzeitig auch Ärztin und kennt sich mit den Dingern auch aus. Bekommen habe ich die allerdings im Krankenhaus und später dann von meiner Ärztin für Psychologie und Psychotherapie...

    Ansonsten hat mir dein Beitrag nicht gerade Mut gemacht... Ich kann keinem verbieten, bestimmte Dinge zu schreiben, aber ich glaube nicht, dass entmunternde Worte jetzt das Richtige sind. Versteh mich bitte nicht falsch, aber da ich im Moment eh schon nen Drahtseilakt vollführe, hilft es nicht, mir auch noch das letzte bisschen Hoffnung zu nehmen, dass es nicht doch nach dem Absetzten besser sein kann als vorher, oder sogar genauso weiter geht...
     
    #7
    User 67018, 9 Juni 2007
  8. klatschmohn
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    Wie lange bist du denn schon bei ihr in Therapie falls ich fragen darf? Lass dich nicht runter ziehen, es ist wichtig ein gutes Vertrauensverhältnis zu seiner Therapeutin zu haben. Und wie ich auch schon geschrieben habe ist es oft wichtig Medis zu nehmen, um erstmal stabil zu werden. Ich finde daran nichts negatives. Ich denke oft man kann eine extrem schwere und anstrengende Therapie ohne Medikamente nur schlecht hin bekommen oder braucht eben intensive Unterstützung, wie zum Beispiel in einer Klinik.....

    Sicher sollte man diese Medikamte nicht sein ganzes Leben lang nehmen, irgendwann sollte man sich den Dingen stellen, das ist wahr. Aber das ist nicht zu allen Zeiten möglich und dann sind Medikamte ne gute Vorläufige Lösung.

    Hast du schonmal ne stationäre Therapie gemacht? Also ich meine nicht Psychiatrie sondern ne Therapeutische Klinik? Mir hat das sehr geholfen, raus aus dem Alltag und den Alltagsproblemen, sich nur um sich kümmern und dabei intensive Unterstütz und von Therapeuten und Ärzten zu haben....
     
    #8
    klatschmohn, 9 Juni 2007
  9. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ja, war schon oft in der Klinik. Einmal sogar vier Monate hintereinander. Dann kurz zu Hause, dann wieder sechs Wochen dann halbes Jahr zu Hause dann wieder 2,5 Wochen... War aber wegen der Magersucht. Ich war nur einmal zur Krisenintervention im KH, weil ich nur noch geheult habe und dann zum Berliner Krisendienst gegangen bin. Die waren da voll nett und haben sich total lange mit mir unterhalten. Damals bin ich mit der Trennung von meinem jetzt wieder Freund nicht klar gekommen... irgendwann war mir sogar egal, ob meine Eltern mich heulen sehen oder nicht. Ich bin runter, habe dabei geheult, habe Brot geschnitten, geschmiert wieder hoch gegangen und nur geheult... Mein Vater hat einfach nur den Kopf geschüttelt und gar nichts gesagt oder getan...
     
    #9
    User 67018, 9 Juni 2007
  10. roset
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    Ich war direkt und absolut in meiner Art, weil ich es nicht leiden kann, wenn sich jemand in Selbstmitleid ergeht. Und das tust du, und zwar ausgiebig. Du erwartest immer, dass andere etwas für dich tun. Mädchen wach auf! Und versuche mal SELBST dein Leben in Ordnung zu bringen und dich ein wenig aufzuraffen.

    Tabletten und Andere können dir nur bedingt helfen. Solange du nicht den nötigen Willen besitzt, hast du keine Chance.
     
    #10
    roset, 9 Juni 2007
  11. Sternschnuppe_x
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    So einfach ist das nicht, wenn die Krankheit gerade beinhaltet, daß der Wille fehlt! :rolleyes_alt: Eine Depression ist eben nicht dadurch zu behandeln, daß man dem Betroffenen sagt: "Jetzt reiß dich mal zusammen und raff dich auf und geh raus und genieß dein Leben!"

    Genau das KANN derjenige nicht - und genau dafür können Medikamente sehr wohl etwas tun. Wenn einer das Bein gebrochen hat, bekommt er ja auch einen Gips. Und bei einer bakteriellen Infektion Antibiotika. Bei einer Depression gibt es eben Antidepressiva. Weil "wollen" alleine da nunmal weder reicht, noch überhaupt GEHT.

    Das hat mit Selbstmitleid nichts zu tun, derjenige ist ja nicht depressiv, weil er es so genießt, sich selbst zu bemitleiden. Er KANN nicht anders. Und ihm genau das zum Vorwurf zu machen, ist nicht in Ordnung.
     
    #11
    Sternschnuppe_x, 9 Juni 2007
  12. Kakaokuh
    Kakaokuh (27)
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    Sowas kannst du nem Kranken 100 mal sagen. Damit hilfst du nicht, du machst es nur schlimmer.
     
    #12
    Kakaokuh, 9 Juni 2007
  13. Apfeltasche
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    vergeben und glücklich
    @roset

    kannst du die TS überhaupt verstehen?brauchst/brauchtest du selbst psychologische hilfe?wenn nein,dann kannst du auch nicht über sie urteilen. manchmal braucht man diese medikamente um durch eine bestimmte phase durchzukommen,ohne selbst davon groß schaden zu nehmen. also lass doch bitte solche kommentare,sie hat psychische probleme und vllt gehört dazu ja auch ihr "selbstmitleid". und einen ersten schritt tut sie,indem sie in eine therapie geht. und eine therapie ist langwirig und nicht in 2-3 monaten gegessen,das weiß ich selbst,da ich auch in threapie bin.
     
    #13
    Apfeltasche, 9 Juni 2007
  14. User 67018
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    Zeig mir doch mal die Stelle, an der ich geschrieben habe, "bitte helft mir, ich halte das so nicht mehr aus!"!! Die gibt es nicht. Ich habe den Thread aufgemacht, weil´s mir nicht gut geht, weil ich mich selbst sammeln wollte und vlt andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und dazu etwas raten können, vlt irgendwas, was hilft die Situation etwas zu verbessern.

    Du unterstellst mir, ich würde mich nur in Selbstmitleid suhlen, dabei kennst du mich nicht einmal. Vlt hast du den anderen Thread von "damals" noch zusätzlich gelesen... Na und? Ich bin kein Mensch, der sich ständig selbst motivieren kann, richtig! Und? Ist das so tragisch? Muss man das immer können? Ich bin stolz darauf, was ich in der letzten Zeit alles geschafft habe, unter Bedingungen, die manch anderen abgeschreckt und zum Anhalten gezwungen hätten... mich nicht!! Und meine Therapeutin und mein Ärztin von der ich die Tabletten habe, bewundern das auch, und finden, dass ich mich super gut entwickelt habe. Oder meinst du, die setzten die Tabletten einfach mal so ab, weil sie wissen wollen, was dann passiert...?!!

    Ich habe auch gute Zeiten, aber wie ich oben schon geschrieben habe, werde ich die hier nicht erwähnen, da es keinen Sinn macht zu schreiben "Oh, geil. Heute geht´s mir ja super!".

     
    #14
    User 67018, 10 Juni 2007
  15. roset
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    Verheiratet
    Beschäftige dich mal weniger mit meiner Meinung über dich, als mit deinen Problemen.

    Natürlich kenne ich dich nicht. Wie denn auch? Und nein, ich habe nichts anderes von dir gelesen. Ich habe lediglich auf deinen Post reagiert. Nur hättest du wohl dazuschreiben müssen, dass du keine negativen Kommentare erwartest.

    Ich werde mich hier nicht weiter äußern, ich sehe nämlich keine Veranlassung dazu.

    Ich konnte nicht wissen, dass du nicht in der Lage bist, auch zu verkraften, dass jemand gegenteiliger Meinung ist, auch wenn sie deiner Ansicht nach nicht zutreffend ist.

    Ich habe ja gesagt, dass es meine, ganz persönliche Meinung ist, daher habe ich auch nie den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhoben.

    Rege dich doch nicht auf, dass es Menschen gibt, die deine Situation anders beurteilen als du selbst. Denn ich kann nur darauf reagieren, was du hier geschrieben hast.
     
    #15
    roset, 10 Juni 2007
  16. User 67018
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    Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass genau das eines meiner Probleme sein könnte...? :schuechte :cry:

    OK, du musst dich nicht äußern, wenn du nicht willst, aber ich habe so den Eindruck, dass du die Situation und damit auch mich nicht wirklich verstehen kannst... warum schreibst du denn dann? Oder glaubst du mit diesen Floskeln wie "jetzt reiß dich halt mal zusammen", "wach endlich auf" was erreichen zu können... Das sind so Dinge, die mir hier öfter auffallen, nicht nur in meinen Threads.

    Ich kann auch mit anderen Meinungen umgehen, als mit meiner eigenen wenn sie für mich neutral rüber gebracht wird, und nicht so auf "Angriff" geschrieben ist... :kopfschue
     
    #16
    User 67018, 11 Juni 2007
  17. metamorphosen
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    Ähm? :ratlos: Was meinst Du mit "Tabletten"? Auf welche Störungsbilder, welche Begleitumstände und welche Medikamente bzw. Substanzklassen bezieht sich Deine Aussage?

    Welche profunden Kenntnisse über Ätiologie von psychischen Störungen und die Wirkweisen von Psychopharmaka bringen Dich zu dieser Aussage?

    Inwiefern tragen "Meinungen" die völlig losgelöst von wissenschaftlichen Erkenntnissen sind und diesen konträr gegenüberstehen, zur Erhellung einer solchen Problemstellung bei?

    Naja, was Du leiden kannst oder nicht leiden kannst, ist ja eher unerheblich für eine Beurteilung der Situation und so wie Du "absolute" Behauptungen über medizinische Zusammenhänge aufstellst, drängt sich mir der starke Verdacht auf, nimm mir das nicht übel, das für Deine Posts besonders die "absolute" Ahnungslosigkeit bezüglich der Materie bezeichnend ist.

    Les Dir z.B. die Beiträge von Klatschmohm und Sternschnuppe noch mal uneingenommen durch, vielleicht kannst du dann eher verstehen, um was es hier geht.

    Da bist Du, soweit man das von außen beurteilen kann, wohl beim richtigen Ansatz. Du hast einiges geschafft und bist jetzt wieder in einer besonders schwierigen Phase angelangt, was das Absetzen der Medikamente betrifft. Da ist es sicherlich wichtig in enger Absprache mit Deiner Ärztin/Therapeutin den Weg weiterzugehen und Schwierigkeiten und Rückschläge nicht überzubewerten.

    Wünsche Dir jedenfalls alles Gute.
     
    #17
    metamorphosen, 11 Juni 2007
  18. User 67018
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    Danke für deinen Beitrag, metamorphosen.

    Jepp, habe heute Vormittag nochmal mit der Ärztin, die mir die Dinger verschreibt, telefoniert und sie meinte, ich solle das halt ruhig selbst auch etwas ausprobieren, wie ich womit zurecht komme...

    Klar, es ist jetzt wieder ne kleine Grenze, aber mit dem richtigen Pass komme ich da auch durch...

    Heute gehts mir schon besser (physisch), als die letzten Tage... OK, gestern Nachmittag war absoluter Ausnahmezustand... Aber bin froh, dass ich die Tiere da saubermachen konnte und gesaugt habe. Das hätte ich heute wegen Kreislauf nicht geschafft.

    Ich möchte mich an der Stelle auch noch für die Beiträge von Sternschnuppe, Klatschmohn, Apfeltasche und Kakaokuh bedanken.
     
    #18
    User 67018, 12 Juni 2007
  19. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    wie wäre es, wenn du deine entscheidung bezüglich deiner Beziehung und der möglichen trennung vertagst? versuch, erstmal wieder "klarzukommen"; medikamente ausschleichen, klarkommen, ggf. halt einige zeitlang keinen kontakt mit deinem freund, wenn du das nicht willst.

    ich finde eure beziehung schon "schwierig", also wenn ich mich auf andere beiträge von dir beziehe. aber wie wärs, wenn du dich mit der entscheidung nicht jetzt belastest, sondern einfach mal mit deinem alltag beschäftigst?

    mein bester freund arbeitet auch darauf hin, sein antidepressivum absetzen zu können, und hat da auch ein paar bedenken. ich finde nicht, dass er "anders" war oder fremdgesteuert, er ist mir weiterhin sehr vertraut - und mal schaun, wie es ihm geht, wenn er die medikamente ausschleicht. seine angstzustände und verstimmungen sind verschwunden, er ist jetzt einfach deutlich gefestigter als letztes jahr. ich denke, dass sich das nicht ändern wird, auch wenn er auf die medikamente verzichtet.
    ich schreib das, um ein weiteres beispiel dafür zu geben, dass es nicht sooo selten ist und auch nicht "schlimm".

    es ist gut, dass es die möglichkeit gibt und man heute viel mehr über seelische krankheiten weiß als früher.

    wer sich nicht WIRKLICH auskennt, sollte lieber nicht so etwas schreiben wie "ohne tabletten wirds sein wie vorher"...
     
    #19
    User 20976, 12 Juni 2007
  20. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Dankeschön auch für diesen Beitrag... ich mag es, wenn Leute einen versuchen Mut zu machen... ich springe da eigentlich gut drauf an, aber natürlich darf ich mich nicht drauf verlassen, das weiß ich auch....

    Hm, naja, ich würde deinem Freund wirklich empfehlen, dass er die Dinger dann ausschleicht und nicht wie ich - die wieder nicht alles abwarten kann und sich eh scheiße fühlt -, die Teile einfach von sich aus absetzt. War nen Fehler, den ich jetzt nicht mehr rückgängig machen kann. Also, ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich mich mit dem Zeugs nicht so anderes gefühlt habe, wo ich angefangen habe das einzunehmen, als jetzt, wo ich es wieder absetzte. Irgendwas läuft da gerade verdammt nochmal nicht so, wie´s sollte.

    Gestern hatte ich dann wieder die erste "leichte" Depressive Phase... Mir war alles und nichts egal... ich habe geheult, weil ich was Tolles gesehen habe und ich habe geheult wenn ich was Trauritges gesehen habe, was nicht wirklich so schlimm war... Normalerweise beobachte ich mich nicht so stark, aber ich werde förmlich dazu gezwungen... Verdammt, ich benehme mich sogar für mich in letzter Zeit seltsam... :ratlos:

    Am Freitag ist wieder Thera und ich glaube, ich kenne das Thema schon... :zwinker:

    Das mit meinem Freund, ja... hm.
    Ich weiß, ist nicht so einfach, weil wir nicht so einfach sind. Ich habe halt immer mehr das Gefühl, dass es einfach nicht sein soll und ich mich schon so langsam an den Gedanken gewöhnen muss, dass wir nicht mehr lange zusammen sind... :cry: Ich bin an einem Punkt in der Beziehung angekommen, wo´s entweder noch stärker zusammen wächst wegen ner Krise oder eben die Wege auseinander gehen. Und ich tendiere eher zum Zweiten...

    Er hat mir schon so oft so verdammt weh getan, wenn er Sachen sagt wie "ich habe nen neuen Begriff: Optische Umweltverschmutzung", heißt das bei ihm jetzt, wenn man nicht gut aussieht und aus der Masse hervorsticht, oder "Immer wenn wir draußen sind, dann möchte ich nur so schnell es geht in die entgegengesetzte Richtung laufen", "Wieso machst du dich so häßlich?", drei Wochen nach´m Friseurbesuch "meinst du nicht, du solltest mal wieder was mit deinen Haaren machen?"... usw.

    Er lässt mir gar keinen Platz mehr zum Atmen, ich kann mich gar nicht entwickeln... und auf der anderen Seite meint er, er hätte nicht ewig Zeit, denn er sei ja schon 39. Er will nicht mehr warten...

    Im Seminar hat dann der Dozent gesagt, wie sehr er seine Frau liebt und ich hätte anfangen können zu heulen, ehrlich. Er meinte "Man liebt doch gerade die Schwächen am Partner! Darum verlieben wir uns doch erst." :cry:
    Wieso ist er mit mir zusammen, wenn er mich doch so scheinbar überhaupt nicht leiden kann.

    Er sagt auch immer nur "ich mag dich", das höchste der Gefühle ist ein "hab dich lieb". Gut, ich sage auch nicht mehr "ich liebe dich", weils halt einfach nicht mehr passt... :kopfschue

    Ich KANN und ich WILL auch irgendwo nicht mehr, aber irgendein winzier kleiner Faden muss ja da sein, warum ich mich eben nicht dazu aufraffen kann zu sagen "es ist vorbei"...! :cry:
     
    #20
    User 67018, 13 Juni 2007

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