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Tante ist totkrank

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 66223, 8 November 2006.

  1. User 66223
    User 66223 (31)
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    Verheiratet
    Hey ihr....

    Vor gut einem Jahr hab ich erfahren, dass meine Tante väterlicherseits, an Brustkrebs leidet. Das warf mich mal schon um. Als ich dann erfahren habe, dass sie keine Chemo machen will (obwohl sie zwei Kinder hat) war ich total am Boden.

    Durch die Überredungskunst der ältesten Tochter, machte sie eine Chemo, aber erst nach längerer Zeit. Dann hieß es plötzlich, das sie geheilt war.

    Doch bei der Kontrolle erfuhr sie dann, dass sie nun auch im Körper selber Metastasen hatte... Wieder ein Schock für mich, denn meine Oma starb erst vor 2 Jahren an Krebs. Diese konnten auch mit der Chemo nicht mehr getötet werden...

    Jetzt liegt sich mittlerweile im Krankenhaus, ihr Zustand hat sich extrem verschlechtert. Sie hat allein im Kopf schon über 43! Tumore...

    Ich will sie nicht verlieren, obwohl ich will, dass sie keine Schmerzen mehr hat. Ich weiß nicht was ich tun soll, denn meine Mutter hat mir abgeraten sie zu besuchen, da ihr Anblick nicht gerade schön wäre... Jetzt weiß ich nicht, soll ich auf meine Mutter hören oder nicht?

    Das schlimme ist, ich hab den Tod meiner Oma noch nicht mal richtig verarbeitet, ich kann heute noch nicht mal auf den Friedhof...:cry:
     
    #1
    User 66223, 8 November 2006
  2. brainforce
    brainforce (33)
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    Single
    Hmm ist deine Tante den geistig noch "voll auf der Höhe"?:schuechte

    Wenn du dir unschlüssig bist ob du sie besuchen sollst könntest du sie evtl. mal anrufen - vielleicht ergibt sich da was.

    Denke mal das sie sich bestimmt freuen würde dich noch einmal zu sehen.:schuechte

    Hmm das ist jetzt nicht böse gemeint, aber wenn du so nahe am Wasser gebaut bist solltest du dir den Besuch auf jeden Fall gut überlegen.:schuechte
     
    #2
    brainforce, 8 November 2006
  3. User 7157
    User 7157 (33)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Oh, das tut mir sehr leid. Erst die Oma, dann die Tante... das ist hart. :-( Mein Papa ist auch schwer an Krebs erkrankt, von daher kann ich dir gut nachfühlen.

    Ich würde deine Tante aber an deiner Stelle besuchen gehen. Sie freut sich doch bestimmt, wenn sie dich sieht. Und wer weiß wie lange sie noch hat. Ich würde nicht damit leben wollen, dass sie stirbt, ohne dass ich mich zumindest ein wenig um sie gekümmert habe. Stell dich darauf ein, dass es kein schöner Anblick wird und versuch irgendwie damit klarzukommen. Du kannst ja auch mit deinen Eltern zusammen hingehen, dann wird es vielleicht einfacher.
    Im Endeffekt musst du natürlich selbst wissen wie viel du dir zumuten kannst, aber ich bin mir sicher, dass ich hingehen würde.

    Wünsch euch alles Gute!
     
    #3
    User 7157, 8 November 2006
  4. bienchen*w*
    0
    eine sehr liebe freundin von mir ist auch an krebs gestorben... sie war 18... ich wollte sie zwar besuchen, doch hab ich nicht während der ausbildung freibekommen, weil ich noch in der probezeit war (musste samstags auch arbeiten)... und war etwa 400 km. von mir entfernt in einer spezialklinik... hätte also 2 tage gebraucht zum hin und zurückfahren mit dem zug. ich hatte angst meine lehrstelle aufs spiel zu setzen... und wir alle (familie, verwandte,freunde) waren der festen überzeugung, dass sie es schafft...
    innerhalb von 2 wochen hat sich ihr zustand dann drastisch verschlechtert... ein monat vor weihnachten, ein monat vor ihrem geburtstag ist sie im Alter von 18 gestorben... und ich konnte sie kein einziges mal besuchen...
    ich bereue es noch immer nicht einfach krankgemacht und sie besucht zu haben! wenn ich an dieses weihnachten denke könnt ich jetzt schon heulen...:flennen: da wär sie 20 geworden...
    es mag sein, dass es dich ganz schön mitnimmt... doch gibt es irgendwann keine möglichkeit mehr sie noch einmal zu besuchen...
    und bevor du es dann so bereust, wie ich... und dir wünscht, sie doch noch gesehen zu haben, geh mit lieben menschen hin, die dir ein bisschen unter die arme greifen und dich stützen, damit es nicht so schwer ist. dafür kannst du dann sagen, du hast ihr noch einmal freude gemacht und vielleicht ein wenig abschied genommen.
     
    #4
    bienchen*w*, 8 November 2006
  5. haselmaus
    Verbringt hier viel Zeit
    13
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    0
    in einer Beziehung
    Hey... glaub mir, ich weiß auch, wie sowas ist... Hab innerhalb von 5 Monaten sowohl Onkel, als auch Patentante verloren, sind beide auch an Krebs gestorben, mein Cousin steht jetzt mit 15 ohne Eltern da... Hab die Beerdigung meiner Patin noch vor mir.
    Ist zwar wirklich schwer, Jemanden derart leiden zu sehen, der einem sehr nahe steht, aber es geht einem definitiv besser im Nachhinein. Irgendwie kann man so alles leichter verarbeiten und sich eventuell auf den Tod einstellen und sich in gewisser Weise verabschieden.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Unterstützung.
     
    #5
    haselmaus, 8 November 2006
  6. Chococat
    Chococat (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    599
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Du wirst es lange bereuen und dich ewig fragen, ob es nicht doch besser gewesen wäre sich zu verabschieden, wenn du jetzt nicht hingehst und sie tatsächlich nicht mehr heimkehren wird....
    ich finde in so einer situation sollte man nicht so egoistisch denken. ich würde auch nochmal alle meine lieben sehen wollen, wenn ich totkrank abgeschottet im krankenhaus liegen würde. ich finde das, gerade in der familie, eine selbstverständlichkeit, dass man für einander da ist, egal wie man "aussieht". ich kanns ehrlich gesagt nicht verstehen, dass man da zu erst an sich selbst denkt. klar, es wird harter tobak sein einen geliebten menschen dahinsiechen zu sehen, andererseits muss man seine kräfte dann sammeln und eben auch schwere wege im leben gehen....
     
    #6
    Chococat, 8 November 2006
  7. Sahneschnitte1985
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Dem kann ich wirklich nur zustimmen. Ich bin froh, dass meine Eltern mich damals mit zur Oma genommen haben. Sie sah auch ziemlich grausig aus, aber es war trotzdem meine liebe Oma und deswegen habe ich keine negative Erinnerungen an ihr. Sie hat sich sehr gefreut auch wenn sie fürchterlich schwach war. Ich werde den letzten Moment mit ihr nie vergessen.

    Ich selber würde mich sehr freuen, wenn all meine Verwandten mich noch mal Besuchen kommen und ich Abschied nehmen kann. Wenn sich da jemand an meiner Ästhetik stört: Nunja schade wie egoistisch man fixiert sein kann. Aber den Anblick wird man generell schon verkraften, Horrorfilme und sonst. ekelhafte Sachen sind doch Alltag, was stört einen da noch ein Mensch, der unschuldig durch eine Krankheit entstellt wurde?

    Einsam möchte niemand sterben.
     
    #7
    Sahneschnitte1985, 8 November 2006

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