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Therapeutisches Fernsehen?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Aeldran, 14 September 2007.

  1. Aeldran
    Aeldran (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    Können Film- und Fernsehproduktionen von therapeutischem Nutzen sein?

    Es gibt ja mittlerweile haufenweise Psycho-Sendungen.
    Meint ihr, die dienen nur zur Unterhaltung oder steckt da vielleicht mehr hinter, sowas wie Lebenshilfe-ansätze oder so?
    Wis sollten das jetzt mal in ner Gruppe diskutieren, aber irgendwie sind wir zu keinem Ergebnis gekommen und mich interessiert das Thema jetzt auch weiter.

    Wir sollten unseren Standpunkt unter sozial-, persönlichkeits- und Wahrnehmungspsychologischen Aspekten sehen, aber naja, wir sind eben auf keinen grünen Zweig gekommen...

    Unter der Lupe hatten wir Lämmle live, Zwei bei Kallwass und Domian.

    Wer kann mir da weiterhelfen, mir neue Ideen liefern?
     
    #1
    Aeldran, 14 September 2007
  2. Numina
    Numina (29)
    ...!
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    Verheiratet
    Für mich werden solche Sendungen aus demselbem Grund gesehen wie die Bildzeitung/Regenbogenpresse gelesen wird: Voyeuristische Sensationslust am Privatleben anderer Leute, noch nett berieselungsfähig und leicht verdaulich verpackt.
    Das is für mich auch schon alles...

    :grin:
     
    #2
    Numina, 14 September 2007
  3. glashaus
    Gast
    0
    Sehe das so wie Marzina. Domian ist zwar ein anderes Niveau als Kallwass, aber auch hier behaupte ich, dass die meisten Zuschauer aus einer Art Voyeurismus zuschauen - ich auch :-D

    Ein Freund hat seine Abschlussarbeit über die Supernanny geschrieben und ist zu dem Schluss gekommen, dass es hier rein inhaltlich gar nicht um Lebenshilfe gehen kann. Gewaltszenen o.ä. nehmen weitaus mehr Sendezeit in Anspruch als z.B. Erziehungstipps. Lösungswege werden sehr vereinfacht und verkürzt dargestellt. So kann niemandem geholfen werden.

    Insgesamt meine ich, dass Fiktion oder Doku-Soap im Fernsehen niemals eine Lebenshilfe sein kann. Fernsehen verzerrt die Darstellung (das ist nicht zwingend negativ, sondern soll nur aussagen, dass Medien die Welt nie 1:1 wiedergeben können) und ich bin der Ansicht dass dadurch jemandem mit wirklichen Problemen nicht geholfen werden kann.
     
    #3
    glashaus, 14 September 2007
  4. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    :grin: Hehe, dito...
     
    #4
    User 12616, 14 September 2007
  5. glashaus
    Gast
    0
    Dein Postfach ist voll :zwinker:
     
    #5
    glashaus, 14 September 2007
  6. Razzepar
    Razzepar (29)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Das ist totaler Müll. Du lernst von einem einzigen Psychologie-Taschenbuch mehr als von diesen Sendungen in einem Jahr.
     
    #6
    Razzepar, 14 September 2007
  7. Aeldran
    Aeldran (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verlobt
    richtig! aber hier geht es ja leider nicht um bücher, sondern um tv-produktionen... genau da ist ja der springende punkt!
    sonst hätte ich ja nicht so ein problem damit, mich mit dem thema auseinanderzusetzen!
     
    #7
    Aeldran, 14 September 2007
  8. Razzepar
    Razzepar (29)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Ja, ist mir schon klar. :smile:

    Die Sendungen sind unter sozial-, persönlichkeits- und wahrnehmungspsychologischen Aspekten Müll. :grin:

    Ein Gespräch mit Domian kann natürlich von therapeutischem Nutzen sein, aber das gilt für jedes Gespräch.

    Zwei bei Kalwass sind Schauspieler, von daher erledigt sich das.

    Therapeutischen Nutzen für wen überhaupt? Für den Zuschauer?
    Wie gesagt, jedes Buch hat einen größeren therapeutischen Nutzen als der pseudopsychologische Kaffeesatz des deutschen Fernsehens.

    Wenn man denn so will und sich mit den Motiven des Zuschauers befasst, kann man natürlich auf den Zug aufspringen, dass der Zuschauer sich mit den Beteiligten der Sendung identifiziert und insgeheim entweder auf eine Lösung für seine eigenen Probleme hofft oder aber durch das Betrachten der Lösungsfindung anderer gerade vor seinen eigenen Problemen fliehen will.
     
    #8
    Razzepar, 14 September 2007
  9. glashaus
    Gast
    0
    Ich glaube gerade das ist nicht der Fall. Ich stelle die gewagte These auf, dass gerade die Personen, die sich identifizieren könnten, nicht zuschauen :zwinker:
     
    #9
    glashaus, 14 September 2007
  10. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    also ich sehe das alles auch nur gelegentlich zur (spaßigen) Unterhaltung. "Zwei bei Kallwass" z.B.: ich finds belustigend, was sich da manchmal für Abgründe auftun!

    Dann wollte ich zu "Voyeurismus" noch was sagen: Die Zuschauer sind voyeuristisch, klar -ich glaube auchnicht, dass sich betroffene sowas im Fernsehen anschaun; die "Darsteller" -wenn es denn einen wahren Hintergrund für den jeweiligen Fall gibt- dann aber auch exibitionistisch!
    Außerdem wird das ganze ja nur kommerzialisiert: läuft ja alles nur auf privaten Sendern (zumindest soweit ich weiß), die damit Geld verdienen.
     
    #10
    User 28689, 16 September 2007
  11. Ostwestfale
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey.
    Gerade bei so Sachen wie Supernanny zweifelt es mir teils an der Echtheit.
    Die werden da so schlecht dargestellt und, wie bereits gesagt, sind es mehr Gewaltszenen als alles andere.
    Ich sehe da keinen großen Sinn,
    denn jeder der schonmal in psychologischer Therapie war weiß,
    dass 10 Minuten Gespräch mit Domian nicht ausreichend sind.
    Da sind, je nach Problem, mehrere Stunden notwendig.
    Darum ist es sicher teils unterhaltsam, aber nicht lehrreich oder sonst was.
    Da schließe ich mich razzepar an und ziehe Fachbücher bzw. Taschenbücher vor.
    Viel spannender.


    Gruß
     
    #11
    Ostwestfale, 16 September 2007
  12. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Na ja Satteln wir das Pferd doch mal von hinten..

    In der Serie werden "Familien" mit ihren Problemen gezeigt und anschließend "die Lösung" mit Hilfe der "Super Nanny"...

    Menschen die diese Sendung schauen SOLLEn sind die, mit den gleichen Problemen. Sie werden in ihrer Situation (dem Problem) bestätigt und bekommen einen Lösungsansatz. (Entweder Ideen zu übernehmen oder aber sich dort zu bewerben)

    somit ist die Grundidee schon eine Hilfestellung in alltäglichen Problemen mit den (eigenen) Kindern zu geben.

    Nun gibt es aber wie bei jedem Unfall die schaulustigen. Sie sind neugierig UND brauchen die Bestätigung das ihr Leben perfekter ist als das der anderen. So ist es auch irgend wo eine Lebenshilfe aber auch eine Befriedigung der "Sensationslust".

    Fazit: Es ist sowohl als auch, kommt aber auf den Zuschauer an, was er sich aus der Sendung herauszieht. Erkennbar auch an den hier schon gegebenen und kommenden Antworten. Jeder zieht sich abhängig von seinen Bedürfnissen (Stichwort Maslow) ein Bild der Sendung heraus.

    Welches es vorrangig ist bzw. sein soll, hängt auch von den Sendezeiten ab. Da es Abends gesendet wird und morgens die Wiederholung kommt, liegt der Gedanke nahe dass es sich an die berufstätigen- und nicht berufstätigen Mütter/ Väter richtet. Sie ziehen sich eben "wertvolle" Erziehungstips heraus oder eben die Bestätigung dass es auch schlimmere Fälle als ihre Kinder gibt lol

    Wo wir dann bei dem Bedürfnis "vor dem Alltag fliehen" wären- dies betrifft aber nunmehr die Leute, die nicht betroffen sind und sich besudeln lassen.

    Ob die Sendung nachgestellt ist oder nicht- sei dahin gestellt.

    Auf Sendungen in denen Gerichtsfälle und Psychologische Sitzungen wie "Zwei bei Kallwass" ist mein Post nur bedingt übertragbar. Auch hier handelt es sich um unterschiedliche Bedürfnisse jeweiliger Menschen die, die Sendung sehen.

    Natürlich sind die Sendungen entsprechend geschnitten um Aufmerksamkeit zu erregen und vorallem darum, dass Ergebnis des "Moderators" besser hervor heben zu können..

    OB der Zuschauer am Ende wirklich die zündende Idee hat oder nicht, oder ob er nun besser im Leben klarkommt usw. darum geht es nicht- Es geht nur um die kurzweilige Befriedigung und Einnisten im Gehirn des Zuschauers. So schaut er in der Hoffnung auf weitere positive Erlebnisse die Sendung wieder und wieder. Wie jmd. schon erwähnte sind die möglichen Lösungen zu vereinfacht um wirklich zu helfen- aber wäre es anders wäre es wieder eine Doku mit einer ganz anderen Zielgruppe, Sendezeit usw.

    vana
     
    #12
    [sAtAnIc]vana, 16 September 2007
  13. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    :anbeten: amen :engel:
     
    #13
    User 28689, 16 September 2007
  14. Schmusekatze05
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    Ist alles echt... Ich kenne eine Familie bei der die Super-Nanny war persönlich. Nur, gebracht auf Dauer hat es nichts soweit ich das beurteilen kann.

    Ich gestehe, ich auch. Domian nicht, aber 2 bei Kallwass schau ich auch gerne.
     
    #14
    Schmusekatze05, 16 September 2007
  15. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit
    533
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    nicht angegeben
    Is doch klar: wenn diese fremde Person wieder weg ist tanzen die Kinder (und die Eltern lassen sich) ihren Eltern wieder auf der Nase rum.
     
    #15
    User 28689, 16 September 2007

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