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Therapie "machen" - Wie geht das?

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von User 20579, 10 September 2009.

  1. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Huhu,

    zugegebenermaßen eine blöde Frage zu später Stunde, aber ich überlege, nach meinem Studium eine Therapie zu machen. Ich habe seit Jahren die volle Punktzahl bei jedem Burnouttest, heule mittlerweile dauernd - bei jeder sentimentalen Fernsehsendung, kann auch ein Werbespot sein, bei blöden Sprüchen - schlafe schlecht, dauernd Stressysmptome, wie Magenschmerzen, juckende Haut etc. - und möchte einfach irgendwo erlernen, wie ich besser mit Stress umgehen kann und fit bin, für das, was noch kommt.

    Nach dem Studium möchte ich promovieren oder direkt ins Referendariat, da möchte ich fit sein - denn der echte Stress kommt erst noch.

    Ich weiß nicht, wohin ich damit gehen soll - zum Hausarzt? Alles erklären, und dann überweist die einen? Zahlt das die Krankenkasse? :hmm:

    Zugegebenermaßen blöde Fragen, aber da hier ja Leute sind, die sich damit auskennen, wollte ich hier mal fragen.

    Außerdem frage ich mich, wie sowas abläuft - was passiert, wenn ich bei der Therapie dauernd heulen muss oder sowas? Ich habe ja schon das Problem, wenn mich jemand z.B. bei der Studienberatung fragt, wie es mir geht. :geknickt: Ich weiß, ich mache mir zu viele Gedanken - aber so kann es nicht weitergehen.
     
    #1
    User 20579, 10 September 2009
  2. Fluxo
    Ibiza
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    nicht angegeben
    Morgen Hexe,

    blöd ist die Frage nicht - du setzt dich mit dem Thema auseinander.

    Wegen einer Therapie... Normalerweise ("normal" :grin:) geht man zu seine Hausarzt, bespricht mit dem die Situation um mögliche andere Gründe (sprich Hormonstörung, etc.) auszuschließen. Danach sollte man, wenn denn alles glatt läuft die Überweisung zur Psychotherapie in der Hand halten - allerdings hört man hier immer wieder von Hausärzten, die nicht bereit sind eine solche Überweisung auszustellen, die Behandlung selbst in die Hand nehmen, etc. - sollte das der Fall sein würd ich dir raten einfach zu ´nem anderen Arzt zu gehen (auch ein Hausarzt sollte wissen, wozu es Experten gibt).

    Ja, und dann geht die Suche los.... Adressen von Therapeuten bekommst du aus dem Internet oder auch von deiner Krankenkasse. Es gibt zwar viele Therapeuten - aber weitaus mehr Leute, die Probleme haben, als du denkst - sprich es kann u.U. bis zu einem Jahr dauern, wenn du denn einen best. Therapeuten haben möchtest.

    Sich von dem Zeitraum abschrecken zu lassen ist aber keine besonders gute Idee - gerade da sollte man zusehen, dass man am Ball bleibt.

    Da man manchmal bei Psychiatern schneller Termine bekommt, find ich die Taktik auch nicht schlecht, dort hin zu gehen und dann wenn mögliche eine kombinierte Behandlung von Psychiater und Psychologe zu machen.

    Anfangs kommt es üblicherweise erst zu einem "Beschnuppern" von Therapeut und Patienten, passt das - wird ein Antrag an die Krankenkasse geschickt, der normalerweise dann auch bewilligt wird. Du kannst auch was mit "privaten" Therapeuten machen - aber das kostet...

    Alles weitere werden dir die Ärzte/ Therapeuten dann schon noch sagen.

    Wie die Therapie abläuft hängt großteils von dir selbst ab. Ein Therapeut kann dir den vllt. richtigen Weg aufzeigen - gehen musst du ihn aber selbst. Du wirst nichts machen müssen, dass gegen deinen Willen ist, soviel ist sicher.

    Noch kurz was mir so beim Lesen durch den Kopf gehuscht ist...

    Und du wunderst dich über Streß? Kann es nicht sein, dass du dich mit so Aussagen selbst ziemlich unter Druck setzt? Glaub mir - das meiste im Leben ist eine Einstellungssache - und o.g. scheint wohl nicht so zu dir zu passen?

    Gruß Fluxo
     
    #2
    Fluxo, 10 September 2009
  3. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Verheiratet
    Zum Hausarzt brauchst du nur, wenn du von ihm eine Überweisung haben willst.

    Hier bekommst du Adressen von Therapeuten, die von der Krankenkasse übernommen werden - such dir ein paar aus, ruf an und frage, wie es mit Termin / Wartezeiten aussieht. Von "morgen kanns losgehen" bis "ich habe eine Warteliste, dauert mindestens 6 Monate" kann dir alles passieren.

    Du hast dannn quasi 5 Testsitzungen, nach denen du entscheiden kannst, ob das der richtige Therapeut ist oder ob du dir lieber jemand anderen suchst (danach kanns Probleme mit der Krankenkasse geben).

    Wenn du da heulen musst, ist das nicht tragisch, das erlebt er/sie sicherlich nicht zum ersten Mal. Wie es abläuft kommt natürlich auch drauf an, worum es geht. Einfach mal hingehen und angucken - dagegen entscheiden kann man sich danach immer noch.
     
    #3
    User 505, 10 September 2009
  4. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Verheiratet
    Nein, eigentlich geht es mit mir selber und meinem Ehrgeiz :zwinker: Problem ist mehr das Studium und die Uni - es ist nicht leicht, fröhlich zu bleiben und motiviert zu studieren, wenn das soziale Umfeld fürchterlich ist und man über Jahre lang mit schlechten Noten "gepusht" wird und ausgesiebt wird wie Hölle. Ich hatte gedacht, dass das nach dem Staatsexamen weggeht, aber das tut es nicht - sobald wieder eine Klausur oder eine Aufgabe kommt, bin ich wieder auf dem Nullpunkt - es kommt der Punkt nicht mehr wieder, wo ich ausgeruht und fröhlich bin, wo ich NICHT bei irgendnem Scheiss heule oder halb hysterisch reagiere, weil irgendwer nicht weiß, was ich von ihm will. Ich habe auch das Gefühl, dass ich zynisch werde, wenn mir andere Leute von ihren Sorgen erzählen, weil ich nicht finde, dass es ihnen schlimmer gehen kann als mir - solche Gedankengänge finde ich selber nicht schön und da muss was gemacht werden.

    Da mir nach dem Studium in etwa 9 Monate Luft bleiben, gehe ich auch nicht direkt weiter, ich wollte es dann eben mit nem kleinen Nebenjob und evtl eben der Therapie probieren.

    Hormontechnisch sollte alles in Ordnung sein, ich habe zwar keine Schilddrüse, aber die steht unter Beobachtung.

    Letztlich glaube ich jetzt auch nicht, dass ich gestört bin, wie sonstwas, es geht einfach nur um meine Belastbarkeit, um meine Art, mit Stress umzugehen und um meine Konfliktbewältigung - rumschreien, aggressiv sein oder heulen kann da nicht auf Dauer die Lösung sein.
     
    #4
    User 20579, 10 September 2009
  5. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Mit einer Therapie kenn ich mich nicht aus, aber vielleicht wäre ja jetzt nebenher schon Meditieren oder Autogenes Training, etc. etwas für dich. Einem Kollegen von mir hat das sehr geholfen :smile2:
     
    #5
    User 91095, 10 September 2009
  6. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Verheiratet
    Nein, das habe ich schon probiert, das hilft mir nicht. So ein "Jetzt sind wir alle ganz ruhig" macht mich im Gegenteil nur noch mehr nervös :zwinker:
     
    #6
    User 20579, 10 September 2009
  7. Fluxo
    Ibiza
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    nicht angegeben
    Normalerweise geht das etwas länger :zwinker:

    Das sind die Wenigsten :zwinker:

    Wegen der Konfliktbewältigung - wieso denn nicht? Wenn es deine Art ist und du damit zu Recht kommst seh ich eig. kein Problem darin.

    Wie sieht es mit Selbstvertrauen aus? Speziell in Bezug auf die Arbeit...
     
    #7
    Fluxo, 10 September 2009
  8. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    5.397
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    Verheiratet
    Nee, also ich komme ja eben NICHT damit zurecht :zwinker: Das ist ja das Problem. Wer kommt schon damit zurecht, in jeder Situation zu heulen oder den Freund grundlos anzuschreien, das würde jede Beziehung belasten.

    Selbstvertrauen habe ich von mir aus gesehen genug, da ich weiß, dass ich schlau genug bin und auch fleißig - es hilft nur nichts, wenn das soziale Umfeld eine derartige Katastrophe ist und jeder, der keine Bestnoten schreibt, nichts zählt. Das sind eben Fakten, die einem zusetzen, egal, ob man selber es nun besser weiß - das hält vielleicht ein paar Semester, aber nicht für immer. Es geht zahlreichen Freunden ähnlich, ich bin nicht die einzige, die da über eine Therapie nachdenkt.

    Die kann ja auch ruhig länger dauern, ich möchte nur nicht schon völlig kaputt zum Ref. antreten. Vielleicht lösen sich die Probleme da auch auf, wenn ich erstmal aus dieser Uni rausbin- kann ja sein. Aber auf Dauer muss sich irgendwas daran ändern, wie ich mit Problemen umgehe und Stress bewältige - sonst bin ich mit 26 ein völliges Wrack.
     
    #8
    User 20579, 10 September 2009
  9. Shakker
    Shakker (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    nicht angegeben
    Das mit der Therapie ist sicherlich erstmal die richtige Ansatz. Klingt zwar ein wenig kompliziert der Ablauf, aber letztendlich ist es nicht so wild. Wie dann die Therapie selber abläuft hängt hauptsächlich von dir und deinem Therapeuten ab. Das kann von anfangs theoretisch mehreren Terminen in der Woche bis zu 1 oder 2 Terminen im Monat gehen, je nachdem wie die Therapie läuft.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir irgendeinen Ausgleich zum Studium (und später zum Beruf) suchst. Sport ist da immer ziemlich gut, gibt aber natürlich auch andere Alternativen (z.B. Hobbies).

    Und eventuell solltest Du das auch mit der Promotion überdenken. Vielleicht bis du erstmal in der Praxis besser aufgehoben. Da gibt es zwar auch Stress, der definiert sich aber anders und vielleicht kannst Du das besser bewältigen. Ansonsten käme die Promotion dann vielleicht später noch in Frage.
     
    #9
    Shakker, 10 September 2009
  10. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    5.397
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    3.882
    Verheiratet
    Ja, das denke ich mir auch. Ich möchte vor allen Dingen aus diesem "falschen" Leben raus, bei uns in der Lehre sind viele so abgehoben und glauben, das wäre Realität :zwinker:

    Hobbies und sowas habe ich auch, das habe ich auch nie ganz aufgegeben - ein Grund mehr, wieso ich keine Bestnoten habe :zwinker: Bei uns haben viele Leute alles von Beziehung bis hin zu privaten Kontakten dafür aufgegeben, das möchte ich einfach nicht.

    Ich habe jetzt mal auf dieser Ärztesuchseite geguckt, aber schlau werde ich daraus nicht. Was suche ich denn genau? Da fängt so einiges mit "Psycho" an?... Vielleicht mache ich den Hausarzt auch nochmal zuerst und lasse nochmal alle Hormone checken, dann kann sie mir auch gleich die Überweisung geben.
     
    #10
    User 20579, 10 September 2009
  11. User 86199
    User 86199 (36)
    Meistens hier zu finden
    811
    128
    168
    Verheiratet
    Stimmt, da fängt so einiges mit "Psych" an:

    Es gibt Psychiater= Grundberuf Arzt, verschreiben in erster Linie Psychopharmaka (Medikamente) zur Besserung. Gespräche und Lebensänderung spielen hier eine Nebenrolle.

    Es gibt Psychotherapeuten = Gespräche und Lebensänderung stehen im Mittelpunkt, Medikamente werden nicht verschrieben.

    Bei den Psychotherapeuten unterscheidet man zwischen 'Psychologischen Psychoherapeuten' = Grundberuf Psychologe mit Weiterqualifizierung in einem Therapieverfahren und
    'Ärztlichen Psychotherapeuten' = Grundberuf Arzt mit Weiterbildung in einem Therapieverfahren.

    Diese Psychotherapeuten können in drei unterschiedlichen Therapieverfahren ausgebildet sein, die in der BRD von den Krankenkassen bezahlt werden. Hierzu schlage ich vor du schlägst z.B. bei Wikipedia mal die Begriffe "Verhaltenstherapie", "Tiefenpsychologie" und "Psychoanalyse" nach. Das sind die drei Therapieverfahren. Ich denke, es hängt so ein bisschen von der eigenen Persönlichkeit ab auf welche Weise man am ehesten therapiert werden möchte und so kannst du ein bisschen vorsortieren.

    Was das Weinen betrifft: das ist ganz normal und jeder Therapeut sollte damit umgehen können, ohne das es ihm unangenehm wird. (Sollte das wider erwarten nicht so sein, würde ich den Therapeuten wechseln...)

    Ansonsten fang am besten jetzt schon an zu suchen, dann stehen die Chancen ganz gut, dass du einen Therapieplatz am Ende des Studiums hast.
     
    #11
    User 86199, 10 September 2009
  12. Sueddeutsche
    Sorgt für Gesprächsstoff
    13
    28
    2
    vergeben und glücklich
    Hast du denn einen Hausarzt, den du magst? Du brauchst schließlich eh eine Überweisung und Hausärzte kennen sich oft in der Gegend aus und wissen, welcher Therapeut zu deinen Problemen passen könnte (viele Psychotherapeuten spezialisieren sich eben auch).
    Mein Hausarzt hat mir damals jedenfalls ein paar Adressen gegeben, das ist vielleicht besser als einfach so im Netz zu schauen.
     
    #12
    Sueddeutsche, 11 September 2009
  13. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    5.397
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    3.882
    Verheiratet
    Ja, meine Hausärztin ist sehr nett und sie kennt auch meine SD-Probleme. Nur bei so "Alltagssachen" ist sie manchmal eher unbarmherzig, also darf ich die Sachen nicht runterspielen.

    Plan ist dann eh wie folgt: Frauenarzttermin wegen Bauchspiegelung abwarten, von da aus großes Hormonbild und alle Werte checken, wenn das alles sagt, dass ich gesund bin, Therapie. Letztlich würden mir ein paar Anregungen zu Konfliktfähigkeit und Stressabbau reichen, die über "Sport, gesunde Ernährung, autogenes Training" hinausgehen - halt irgendwelche gezielten Sachen, vielleicht auch von jemandem, der Unistress als etwas mehr sieht als "Dann tun sie weniger und machen mal ne Pause" - denn das hilft nicht mehr, sobald ich wieder im Stress bin ist jede Entspannungsphase komplett weg.

    Danke für eure Hilfe!
     
    #13
    User 20579, 11 September 2009

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