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Titelsuche

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von BoeseLiz, 18 April 2007.

  1. BoeseLiz
    BoeseLiz (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    843
    101
    1
    Single
    Hey ihr Lieben!

    Ich hab vor 2 Wochen eine authentische Geschichte geschrieben, nun habe ich vor sie zur meine Arbeit in Kunst zu verarbeiten. Die Aufgabe: Ein Buch gestalten (Umschlag und halt ne Geschichte). Nur Suche ich noch einen passenden Titel dafür, das gehört ja auch dazu. Folgende Geschichte:

    Ich weiß nicht warum, doch plötzlich kam dieses Gefühl in mir hoch. Es war so gewaltig, ich kam den Tränen immer näher, diese Überwältigung verstand ich zu dem Zeitpunkt selbst nicht. So erinnere ich mich: Die Zeit war zu meinem größten Feind geworden, immer näher war die Stunde des Abschieds herangerückt, doch ich genoss jeden einzelnen Augenblick in seinen Armen. Ich hatte vorher schon so vieles gespürt, doch selten so viel Aufrichtigkeit und Achtung, wenn er es zuließ, dass ich mich behutsam in seine starken Arme sinken ließ. Als ich tags zuvor fast an seiner Schulter einschlief, hatte ich zwar Wohlbefinden, nicht aber dieses überragend große Verlangen nach noch mehr Nähe gespürt. Dann folgte der erste richtige Kuss, ich finde dafür keine Worte mehr, so viel Gefühl von seiner Seite hatte ich ihm nicht zugetraut, weil er sich vorher einfach nicht so gab. Dieses Feingefühl, der richtige Augenblick und schließlich Milliarden Schmetterlinge in meinem Bauch. Da war es wieder, dieses Gefühl der totalen Hingabe. Es war schön... Nein! Es war viel mehr als das. Langsam schwebte ich gen Himmel, war sprachlos über alles, was geschah, zugleich ließ ich es gern geschehen. Er tat nichts, was mir unangenehm erscheinen könnte, war zaghaft und zärtlich, sehr anständig und liebevoll. Diese Wärme, die er mir schenkte, war unbeschreiblich. Er gab mir Geborgenheit, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, er gab mir Liebe, ohne zu drängeln. Ich versank in diesem Kuss wie im tiefsten Meer. Gern wissend, dass der Abend nie enden würde und uns die Ewigkeit erhielte. Der Abend verlief perfekt, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was mich die folgenden Tage erwarten würde. Ich hoffte, die Trennung würde mich kalt lassen, mein Liebster äußerte den dringenden Wunsch, mich schnell wiedersehen zu wollen, was wollte ich denn mehr? Ich ahnte nichts von kommenden Tagen, lebte für jetzt, war aber schon nicht sehr glücklich, dass er nun für eine Woche aus meinem Blickfeld verschwinden würde. Am darauf folgenden Abend brach ich plötzlich in Tränen aus, verstand die Welt nicht mehr. Ich sah mir unsere Bilder an und hoffte, bettelte innerlich nach einem schnellen Vergehen der Woche. Die Zeiger der Uhr bewegten sich nur langsam voran, das Ticken jeder Sekunde bereitete mir Schmerz, so groß war die Sehnsucht, die mich an ihn band. Ich weiß, dass auch er mich vermisst; er, der so unantastbar, unzugänglich wirkende Mann, der vorher durch seine freche Art und Coolness bestach, mit dem Satz „Frauen mögen keine lieben Männer“ einige Gedanken in mir lostrat. Recht hatte er. Er zog mich mental an sich und stieß mich zurück, aus Angst vor Verletzung tat ich es ihm gleich, gab ihm dadurch das Gefühl, mein Interesse wäre nicht so groß. Wir verloren uns aneinander, ich glaube, er wird mir nie weh tun, ist ähnlich sensibel wie ich. Er gestand mir, es sei Tarnung, sein cooles Verhalten. Ich hatte ihn durchschaut. Und meine Gefühle wuchsen in unsagbar schnellem Tempo. Dieses Funkeln in seinen rehbraunen Augen brachte mich um den Verstand, jede Berührung machte es nicht besser. Dieses Verlangen nach seiner Nähe zerreißt mich beinahe innerlich. Er ließ mich zappeln, machte mich wahnsinnig, sorgte dafür, dass ich mir schneller über alles klar wurde, als je zuvor. Diese Distanz tat weh, er stellte mich auf eine harte Probe, wieder liefen Tränen über meine Wangen. Ich bin der Gewissheit nicht mächtig, ob ich jemals nach so kurzer Zeit so extreme Gefühle aufgebracht hatte. Dazu wäre ich wohl nie in der Lage gewesen. Er machte sich rar, ich bemerkte, dass er es aus Angst vor Verletzung tat, das konnte ich ihm entlocken. Daran fesselte ihn die Angst, er wollte sich nicht an mich verlieren, wollte es nicht zulassen, dass ich sein Herz breche, was mir jedoch nie in den Sinn kommen würde. Wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide. Ich wurde mir immer klarer um das, was geschah. Er klammert sich an seinem Ideal fest, doch ich entführe ihn langsam und gewissenhaft in die weite Gefühlswelt, sodass wir beide zusammen hilflos auf einem Floß treiben, solange es das Schicksal gut mit uns meint.

    Danke für's Lesen.

    Lisa
     
    #1
    BoeseLiz, 18 April 2007
  2. einTil
    einTil (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich finde Wer die Sehnsucht kennt passt ganz gut.

    Off-Topic:
    edit: Aber das Unterforum nicht...ist eher ne Geschichte&Nachdenkliches
     
    #2
    einTil, 19 April 2007
  3. beso
    beso (54)
    Verbringt hier viel Zeit
    202
    101
    0
    Verheiratet
    Auf das Problem der Titelsuche geht übrigens Ernest Hemingway in den "Selected Letters" ein. Ein Titel sollte nicht den Inhalt preisgeben, sondern einzig den Buchkäufer aufmerksam machen. Er hat sich da deshalb z.B. aus der Bibel bedient.
    siehe: The Sun also Rises (deut.Fiesta) Das findet man bei:grin:er Prediger Salomo Kap.1(5) "Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, daß sie dort wieder aufgehe."
    Neben der Bibel kann man sich natürlich auch bei den Gedichten umsehen. Nur nicht im Titel schon alles vorwegnehmen.
     
    #3
    beso, 19 April 2007
  4. Jamie1987
    Jamie1987 (29)
    Benutzer gesperrt
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    0
    vergeben und glücklich
    "Sehnsucht sucht länger" hört sich doch gut an
     
    #4
    Jamie1987, 19 April 2007

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