Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • Henk2004
    Henk2004 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    876
    101
    0
    vergeben und glücklich
    18 Oktober 2005
    #1

    Tod auf Rezept?

    Eure Meinung dazu?

    Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass man in der Schweiz ganz offiziell Sterbehilfe bekommen kann. Mittlerweile haben die in D. ne Niederlassung.

    Da würde dann nen 90 Jähriger gezeigt, dessen Ärzte ihm noch 2 Jahre wegen ner Lungenkrankheit geben. Er also Mitglied bei dem Verein geworden, (kostet 1400€ oder so) dann in die Schweiz gejuckelt und von dem Arzt untersucht worden, dann hat er den Cocktail gesüppelt und kurze Zeit später kamen die Kistenträger.

    Er wollte halt noch abtreten, als er halbwegs bei Sinnen war, anstatt qualvoll zu verrecken.

    Ich glaube ich würde es auch so machen.

    Sollte man das verbieten? Die deutschen Behörden können da nichts gegen machen.
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Todessehnsucht?
    2. DDR Rezepte
    3. Pancake Rezepte
    4. Tödliches Virus
    5. Tabuthema Tod ?
  • [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
    5.561
    173
    2
    nicht angegeben
    18 Oktober 2005
    #2
    joa warum net :smile:

    vana
     
  • StolzesHerz
    Benutzer gesperrt
    1.276
    0
    0
    nicht angegeben
    18 Oktober 2005
    #3
    Hab darüber letztens auch ne Reportage gelesen. Die Organisation heißt glaube ich Dignitas. Finde die Vorstellung zwar ein wenig makaber, in die Schweiz zu fahren ein Bett zugewiesen zu bekommen und bewusst seinen letzten " Cocktail" zu sich zu nehmen.Aber ehrlich gesagt, sollte das jeder für sich selber entscheiden können. Es gibt Menschen, die so schwer krank sind, dass sie nur noch im bett liegen können, kpnstlich ernährt werden müssen und sie keine Chance haben die nächsten Jahre weiter leben zu können. Und wenn dann auch keine Schmerzmittel mehr helfen, sollte man den Patienten die Entscheidung überlassen, was sie mit dem Rest ihres Lebens anfangen. Es frühzeitig zu beenden oder zu gehen wann Zeit ist zu gehen.
    Ich weiß aber ganz genau, dass ich es als Angehöriger niemals ertragen könnte, wenn sich ein mir sehr nahestehender Mensch entscheidet den Todescocktail zu sich zu nehmen. Das mag sich egoistisch anhören, aber wenn diese Variante z.B. damals für meine Mama in Frage gekommen wäre, hätte ich es nicht zulassen wollen. Da wäre lieber ich für meine Mama gestorben als das ich es hätte mit ansehen müssen wie sie vor meinen Augen stirbt. Schlimm genug, dass sie nicht mehr lebt, aber mitbekommen möchte ich sowas niemals.
     
  • n00b
    n00b (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    30
    91
    0
    Single
    18 Oktober 2005
    #4
    Ich würd das (wenns mal nötig wäre...) lieber selbst machen :karate-ki
    ...da bräuchte es nicht unbedingt sone Organisation. Finds aber gut, dass es sowas gibt.
     
  • liebenswürdiger
    Verbringt hier viel Zeit
    26
    86
    0
    Single
    18 Oktober 2005
    #5
    Ungutes Gefühl

    Hab da kein gutes Gefühl, sehe schon die potenziellen Erben sagen: Ach Opa, warum quälst Du Dich so, heute muß doch keiner mehr so ein unwürdiges Leben führen. Man sollte den Druck von Gesellschaft und Erben nicht unterschätzen. Krass finde ich, dass die Leute ja noch so gut drauf sein müssen, um selbst in die Schweiz zu fahren. Wer noch so fit ist, ist noch zu jung zum Sterben.

    Hospize, die Sterbebegleitung machen und dabei die Schmerzen mindern finde ich da echt besser. Eine Ausnahme würde ich vielleicht bei Lungenkrebs machen. So ein schleichender Erstickungstod ist schon grausam.Aber dann erst kurz vor den letzten Zügen!
     
  • User 32843
    User 32843 (30)
    Meistens hier zu finden
    1.459
    148
    260
    nicht angegeben
    18 Oktober 2005
    #6
    Um so etwas zu verhindern, werden vorher von der Dignitas psychologische Gutachten gefordert, soviel mir bekannt ist.

    Es geht ja v.a. Leute an, die wissen, dass sie schon bald nicht mehr fähig sein werden, sich zu rühren. Die können also, bevor die Krankheit wirklich schlimm ist, diesen Coktail schlucken und kommen so um jahrelanges Leiden herum. Finde ich nicht schlecht.

    Es gibt eine Menge Krankheiten, die auch zu langsamem Ersticken führen, oder ähnlich schlimmen Dingen.
    Es kommt auch vor, dass Schmerzmittel nichts mehr nützen, dann bringt auch ein Sterbehospiz nicht mehr viel, wenn man nur unter Schmerzen im Bett liegt und einem nicht geholfen werden kann. Dieser Zeitpunkt tritt manchmal früher ein, als "kurz vor den letzten Zügen"... dann lieber ein halbes Jahr weniger leben, als ein halbes Jahr nur noch vor Schmerzen schreien, denke ich.
     
  • ProxySurfer
    Beiträge füllen Bücher
    5.030
    248
    672
    Single
    18 Oktober 2005
    #7
    Prinzipiell bin ich dafür, daß jeder selbst entscheiden kann, ob er sein Leben mittels Giftcocktail beenden läßt, wenn er unheilbar krank ist.
    Allerdings muß durch verschiedene Experten bestätigt sein, daß er wirklich unheilbar krank ist. Es sind ja schon mehrfach totgeglaubte wieder gesund geworden oder gar auf dem Pathologietisch wieder aufgestanden. :eek:
     
  • Sieben
    Verbringt hier viel Zeit
    107
    101
    0
    Verliebt
    18 Oktober 2005
    #8
    Sterbehilfe ist ein sehr kontroverses Thema.

    Wenn Sterbehilfe erlaubt ist, beginnt irgendwann eine Grauzone aufzuklaffen.
    Dies kann auch nicht im Sinne des Erfinders sein.

    Nun könnte man mit einer strengen Reglementierung und Kontrolle daher kommen.

    Aber wo vll. eine Menge Geld(erbschaften) im Spiel ist, wird es immer Mittel und wege geben. Die gibt es auch so, aber muss man es herraufbeschwören?

    Ebenso die Patientenverfügungen. Wenn diese vor zehn jahren gemacht wurden, entsprechen sie auch der heutigen Meinung des Patienten? treu dem Motto "was interessiert mich mein geschwätz von gestern..."...

    Ich persönlich bin im Grunde auch pro Sterbehilfe, aber ich hab größten Respekt vor eventuellen Missbrauchsmöglichkeiten.

    Der Beitrag oben zeigt auch ein großes Problem an, Totgeglaubte leben oftmals länger als von der Schulmedizin angedacht(Stichwort Wundgenesung...)
     
  • User 12616
    User 12616 (29)
    Sehr bekannt hier
    5.457
    198
    140
    nicht angegeben
    18 Oktober 2005
    #9
    Finde ich gut.
    Jeder soll meiner Meinung nach das Recht haben, selbst zu entscheiden, wann er gehen will.
     
  • To_Om
    To_Om (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    142
    101
    0
    Single
    18 Oktober 2005
    #10
    Ich finds gut, wenn es hierzulande auch "Sterbehilfe" geben würde. Kein Mensch sollte an einer Maschine angeschlossen elendig sein Dasein fristen müssen, genauso wie ich finde, dass dieser Anblick den Angehörigen erspart werden sollte. Wenn jemand wirklich tot krank ist, bzw. sein Leben in einem bestimmten Maße einfach nicht mehr lebenswert ist, so finde ich diese "Erlösung" durchaus angebracht.
    ps: Die Abstimmungsvarianten find ich bisschen pietätslos.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
    Benutzer gesperrt
    6.916
    398
    2.200
    Verheiratet
    18 Oktober 2005
    #11
    Das Problem ist hart, die Medizin ist heute so weit das unser Sterben nicht mehr einfach "in Gottes Hand" ist. Aber auch früher haben todkranke Menschen grausam gelitten, und bekamen manchmal nicht einmal Morphium.

    Aber zum Glück sind die Ärzte nicht alle so unvernünftig, dass sie einen Unheilbar Kranken und schwer leidenden Menschen um jeden Preis (!) am Leben erhalten.

    Aber dass Vereine wie z.B. EXIT hier mit mixen und dann noch Erbschaften von Mitgliedern annehmen, stört mich heftig: Ich sehe auch nicht ein wieso ein derartiger Verein mehr darf als z.B.Angehörige tun dürfen. Es gibt keine Lizenz zum töten! Oder sind die Gott gleich?

    Ich würde mir einen verständnisvollen Arzt suchen und nicht einen selbst ernannten halbkomerziellen Todesengel!

    @Henk, zur Umfrage: Bist du vom Thema so mitgenommen, dass du dir mit diesem fröhlichen Ton helfen musst?
     
  • User 42876
    Meistens hier zu finden
    391
    148
    368
    nicht angegeben
    19 Oktober 2005
    #12
    -
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Januar 2014
  • Totenmond
    Totenmond (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    163
    101
    0
    Single
    19 Oktober 2005
    #13
    solang man noch selbst entscheiden kann, sollte man auch das recht haben dürfen zu bestimmen wann man es beenden will.
     
  • Henk2004
    Henk2004 (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    876
    101
    0
    vergeben und glücklich
    19 Oktober 2005
    #14
    Mmmh, das man auch von Verwandten in die Sterbehilfe getrieben werden kann hab ich gar nicht dran gedacht....

    Allerdings könnte man sich billiger von der Brücke stürzen als 1400€ zu bezahlen. Oder erhängen oder so. Nur ist da das "Risiko" doch zu überleben doch noch da. Wenn das einmal schiefgegangen ist, dann bekommt man mit Sicherheit keine 2. Chance das nochmal zu probieren, weil man dann in die Klapse gesteckt wird....

    @ Simon u. To om

    Hab mir schon gedacht, dass einigen meine Wortwahl zu dem Thema nicht gefällt aber so bin ich nun mal. Warum immer alles so ernst nehmen?

    Bin mit Leben und Tod aufgewachsen, von daher sehe ich das alles nen bisschen nüchterner.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste