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trennung - runterziehen... wieso?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von BockeRl, 16 September 2002.

  1. BockeRl
    Gast
    0
    hoi!

    also.
    in anlehnung an den thread im musik-forum:

    warum macht der mensch allgemein oder auch im speziellen so etwas?

    nach einer trennung zieht man sich immer selber runter.
    schmusesongs anhören, an die guten zeiten mit ihm/ihr denken und lauter so schmarrn.
    sich überlegen, was man falsch gemacht hat.

    sich überlegen, ob man sie/ihn wieder bekommen kann...

    ich meine.
    rein objektiv gesehen is das doch total bescheuert.
    sollte man nicht lieber versuchen, sich aufzuheitern?

    dumm sowas.

    was meint ihr dazu?
     
    #1
    BockeRl, 16 September 2002
  2. curledsue
    curledsue (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    92
    91
    0
    vergeben und glücklich
    Hey,

    ja irgendwie hast Du schon Recht, es ist schon unlogisch, wenn man traurig ist auch noch so Depri-Musik zu hören, dadurch verstärkt sich die Stimmung ja noch.
    Aber ich denk mal, es gibt Phasen, da braucht man das einfach. Wenn man sich gerad getrennt hat / verlassen wurde und halt traurig ist, kann man sich doch auch ruhig ein bisschen seinem Selbstmitleid widmen und solche Musik hören. Vielleicht nochmal an schöne Zeiten denken und versuchen das Kapitel abzuschließen. Natürlich nur in begrenztem Maß, sonst kommt man aus diesem Tief gar nicht mehr raus!
    Und irgendwie gibts komischerweise auch mehr Songs, die von zerbrochener Liebe oder so handeln als "Glücklich-verliebt-und-für-immer-super-happy-Songs", oder??
     
    #2
    curledsue, 16 September 2002
  3. Jule
    Gast
    0
    Wenn ich von jemanden verlassen werde oder mit meinem Freund streite habe, höre ich mir auch immer nur traurige Lieder und Schmusesongs und sowas an.
    In solcher Zeit könnte ich mir nie fröhliche Lieder anhören. Solche höre ich wenn ich gut drauf bin, oder so zwischendurch.
    Ich finde (auch wenn man die Stimmung so noch mehr runterzieht) braucht man einfach solche Songs!
     
    #3
    Jule, 16 September 2002
  4. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    Naja, ich finde das eigentlich ziemlich logisch...

    Dadurch, dass man sich erstmal eine Runde in Selbstmitleid wälzt, lässt man seine ganze Trauer und Enttäuschung und Wut nach außen. Wer heult, kommt leichter über eine Trenniung hinweg als jemand, der den ganzen Mist einfach runterschluckt. Wenn man verdrängt, nistet sich das Ganze irgendwo in den Gehirnwindungen ein und quält einen nächte- und wochenlang. Wenn man es rauslässt, ist es irgendwann draußen, und man kann nach der Trauer in die zweite Verarbeitungsphase eintreten- die des Verstehens.
    Und deshalb hört man in so einer Zeit wahrscheinlich traurige Musik, zieht ich selbst runter- diese Musik bringt die Gefühle ziemlich einfach auf den Punkt: Trauer, Wut, Enttäuschung. Diese Gefühle sind ziemlich einfach strukturiert, es erfordert kein großes Nachdenken, man kann sie leicht empfinden. Man kann einfach heulend im Bett liegen und denken, dass man das ärmste Schwein der Welt ist, und es tut richtig gut. Aber all diese Gefühle muss man erstmal im Extremstmaß rausgelassen haben, bevor man wieder vernünftig denken kann und dsa, was zu der Trennung geführt hat, halbwegs in Gedanken erfassen kann- und daraus lernt.
     
    #4
    Liza, 16 September 2002
  5. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge
    4.742
    121
    2
    vergeben und glücklich
    Ich finds auch gut.... Gefühle muß man ausleben, sonst gehts einem nur noch schlechter.
    Ich bin auch so ein typischer Selbstquäler, aber es tut gut, sowas zu tun.
    Und das is dann noch meine harmloseste Phase *hehe* - denn nach der kommt die Hass-Phase und die is gefährlich für alle Beteiligten. Und dann erst kommt die "drüber hinweg komm" Phase (könnt aber unterbrochen oder ersetzt werden von der "du kommst zurück, aber sofort" - Phase *lol*).
     
    #5
    Teufelsbraut, 16 September 2002
  6. Finja
    Finja (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    876
    101
    0
    nicht angegeben
    Also ich denke auch, dass es etwas damit zu tun hat, dass man seinen momentan eben traurigen Gefühlen freien Lauf lassen will und wahrscheinlich auch soll, um mal alles richtig zu verdauen, sonst staut sich alles nur noch mehr auf. Allerdings bin ich der Meinung, dass diese "Phase" nicht allzu lange dauern sollte. Mir würde es auch auf die Nerven gehen, wenn ich ständig wie ein "Häufchen Elend" rumrennen würde. Ich glaub, man muss sich einfach schnell wieder aufraffen, denn das Leben geht schließlich weiter und da muss man sich dann einfach sagen "aus, es ist genug mit Selbstmitleid, ich tu jetzt mal wieder was" ...bei mir dauert so eine Phase aber sowieso maximal 2 Tage, weils mir dann selber schon zu dumm wird. *gg*
     
    #6
    Finja, 16 September 2002
  7. succubi
    Gast
    0
    ich denk, dass der mensch verschiedene phasen hat, die zur verarbeitung dienen... so wie's das teuferl geschildert hat.

    bei mir is eben so, dass es die verzweiflungs- und selbstmitleidphase gibt... da will ich gar net aufgeheitert werden. da werd ich grad mal aggressiv wenn's jemand versucht.
    dann gibt's die schon bekannte hass-phase, in der's für denjenigen der mich verletzt hat besser is, wenn er mir net übern weg läuft... *g*
    und dann kommt halt meistens die endphase, in der mir halt alles egal wird und ich ma denk "der hat mich eh net verdient".

    ich denk, am befriedigensten von allen phasen is die hass-phase... *gg* wenn man seine ganze wut rauslässt, indem man im zorn richtig aufblüt... *hehe*

    gott sei dank hab ich das ganze erst einmal mitmachen müssen - ich mein, so richtig volles programm... aber da gab's natürlich noch mehrere kleine phasen... und eigentlich haben sich die phasen auch bissl überschnitten und sind gesprungen - war ne zeitlang so eingezwängt zwischen der selbstmitleid- und der hassphase...

    naja, ich denk einfach, dass es das beste is einfach das zu machen, nach dem einem is... wieso sollt man fröhliche und motivierende musik reinlegen, wenn einem doch eher nach etwas deprimierendem zumute is?

    außerdem handhabt das sowieso jeder mensch anders, denk ich... und es kommt ja auch drauf an, wie hart die trennung für einen war... da gibt's halt sooo viele aspekte die ausschlaggebend für's verhalten sind...
     
    #7
    succubi, 16 September 2002
  8. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
    4.942
    198
    653
    Single
    Eigentlich müßte es doch das Ideale sein, daß man sich nie verliebt (sofern man das schafft), um Frust und Traurigkeit zu entgehen. Oder wie seht ihr das?:eek4:
     
    #8
    ProxySurfer, 17 September 2002
  9. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    @Proxy: Geschmackssache. Was hättest du lieber- einen ewig wolkigen Himmel oder abwechselnd Regen und Sonne? Wärst du lieber dauerhaft ziemlich zufrieden, oder hättest du lieber einen Wechsel zwischen sehr glücklich und sehr traurig? Wenn du dich jeweils für die ersten beiden Möglichkeiten entschieden hast, solltest du dich vielleicht wirklich nicht verlieben... aber mir wäre das zu langweilig.
     
    #9
    Liza, 17 September 2002
  10. Pheonix
    Pheonix (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    54
    91
    0
    vergeben und glücklich
    ich finde das man nicht nur in Trauer schwelgt....vielmehr ist das (bei mir) so immer zwischen zwei oder drei extremen :zwinker:
    einerseits trauert man, versucht irgendwas daraus zu lernen, dann wird man wieder super wütend auf den Patner, nur um am nächsten Tag voller Lebensfreude zu sein. Endlich wieder frei und von den Ketten der vielleciht doch schlechten Beziehung frei zu sein.

    Man lernt dadurch in dieser Zeit einfach vieles dazu, Karakter bildet sich aus. Ich glaube am Ende versucht man doch nur herrauszufinden wie man es nächstes mal besser machen kann und man versucht sich selbst aus der sicht des (Ex)Patners zu sehen, was bewirkt, dass man sich ändert. Anderst wäre es auch nicht möglich eine neue Liebe zu finden oder jemals wieder glücklich zu werden.

    Leider kann so was auch ewig dauern und wenn man meint man hätte es überwunden kommt sie zurück, nur um ein halbes Jahr später die Wunde nochmal zu öffnen :frown:
    Sowas wirkt wirklich abhärtend, geht aber in die völlig flasche richtung und das ist gar nicht der Sinn der Sache, sondern man soll doch aus dem ganzen Lernen die schöne Zeit des Lebens noch mehr zu genießen und darauf zu warten.


    so denke ich zumidest
     
    #10
    Pheonix, 24 September 2002

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