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TV: Unterschichten-Dokus / Eure Meinung?

Dieses Thema im Forum "Musik, Filme, Computer und andere Medien" wurde erstellt von Neko-Neko, 15 April 2009.

  1. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
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    nicht angegeben
    TV: Unterschichten-Doku-Soaps / Eure Meinung?

    "Berlin, Stadtteil Neukölln.
    Im sozialen Brennpunkt der Plattenbausiedlung lebt Katja S.,
    27 Jahre alt. Sie hat 3 Kinder, von denen 2 vom Jugendamt in gewahrsam genommen wurden.
    Einen Schulabschluss hat Katja nicht. Sie lebt von Hartz4 und ist zudem hoch verschuldet."

    So oder so ähnlich beginnt fast jede Folge von "Mitten im Leben" oder anderen Unterschichten Doku-Soaps
    Die Folgen der sozial im niedrigsten gestellten erfreuen sich der höchsten beliebtheit.
    und dabei geht es immer tiefer, wie es scheint.

    Nun die Frage: warum? wer rezipiert diese Sendungen?
    Schaut ihr sie selbst, und wenn ja, warum? / warum nicht?
    was glaubt ihr, wer größtenteils diese Sendungen schaut und aus welchem Grund?
    was denkt ihr über die Motive oder Gedanken der dargestellten Personen in den Sendungen?
    Warum boomt das Genre und warum will der Zuschauer "so was sehen"?

    glaubt ihr die meinung der zuschauer über hartz4 empfänger wird in eine bestimmte richtung gelenkt?
    hat sich euer bild von sozial schwachen menschen durch unterschichtendokus verändert?
     
    #1
    Neko-Neko, 15 April 2009
  2. Linguist
    Linguist (26)
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    vergeben und glücklich
    Ich denke, Publikum findet sich da quer durch alle Schichten.

    Nicht gezielt, meistens in Gesellschaft. Alleine sind die Sendungen dann doch zu fade, da ja offensichtlich ist, dass die dargestellten Situationen gnadenlos überspitzt sind. Mit Freunden doch ab und an recht gerne, einfach weil ich mich gut entertaint fühle und lachen muss.

    Puh, ich würde das Publikum in zwei größere Gruppen unterteilen. Einmal die, die einfach nur entertaint werden wollen. Zum zweiten gibt es aber auch eine ganze Reihe Menschen, deren eintöniges und schnödes Leben ein wenig erträglicher erscheint, wenn man realisiert, dass es sozial immer noch tiefer bergab geht.

    Geld. Auch wenn die Sendungen extrem gestellt wirken, so denke ich doch, dass die handelnden Personen wirklich ganz unten im sozialen Gefüge stehen. Die Hoffnung auf einen Job ist sowieso nicht mehr existent, so kann man wenigstens aus seiner Würde noch Kapital schlagen.
     
    #2
    Linguist, 15 April 2009
  3. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    tja würde ist bei diesen sendungen so eine sache..
    die ist ja quasi nicht vorhanden, es werden vor laufender kamera die hosen runtergelassen.
    eine moderne zirkusfreakshow in meinen augen.
    die dargestellten personen agieren dämlich, machen sich lächerlich.
    bestimmte szenen und situationen sind auf jeden fall stark inszeniert!
    zb. der zeitpunkt des besuchs eines gerichtsvollziehers etc..
    wie sollte es genau DANN stattfinden, wenn das fernsehteam da ist bzw. sogar den gerichtsvollzieher vor der tür filmt.
    die menschen werden absichtlich in bestimmte situationen gebracht, und das "entertainment" besteht aus ihrem menschlichem versagen IN dieser situation
     
    #3
    Neko-Neko, 15 April 2009
  4. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.212
    Verheiratet
    Irgendwo hab ich mal gelesen, dass man so etwas schaut, weil man sich dadurch selbst besser vorkommt (wenn auch nur unterbewusst).
     
    #4
    Subway, 15 April 2009
  5. FreeMind
    Gast
    0
    Ich muss echt gestehen, dass mir solchen Lebenssituation überhaupt nicht bekannt sind, somit hat das Thema schonmal etwas interessantes.

    Ohne dem damit eine Wertung zu geben, verwundert es mich doch immer das "solche" Leute existieren und auch so leben (wollen). Natürlich gibt es Menschen die unverschuldet in solche Situationen geraten, die gezeigten scheinen den Weg aber absichtlich eingeschlagen zu haben.
     
    #5
    FreeMind, 15 April 2009
  6. ParaKnowYa
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Zitat, frei nach Serdar Somuncu:

    Die asozialen gucken es um zu sagen "Guck mal, die sind genauso wie wir!", die Normalos gucken es um zu sagen "Guck mal, gott sei dank sind wir nicht so!"
     
    #6
    ParaKnowYa, 15 April 2009
  7. wellenreiten
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    solche sendungen gucken die, die ihr hirn nicht anschalten wollen - oder die das gar nicht können :grin:

    manchmal läuft sowas bei mir nebenher. erfordert halt keine große aufmerksamkeit. ich kann dabei also noch wunderbar zig andere dinge machen.

    die motive oder gedanken der darsteller sind mir ziemlich egal. ich finde es einfach ziemlich schockierend, wie dumm und fertig man überhaupt sein kann. ich bin jedenfalls äußerst froh, dass ich zu diesem teil der gesellschaft nicht gehöre.

    unterschichtenleute fand ich schon immer furchtbar. ich mache diese einteilung allerdings nicht am einkommen fest bzw. ob jemand staatliche unterstützung erhält oder nicht, sondern vielmehr an der ganzen lebensgestaltung, bildung etc.
     
    #7
    wellenreiten, 15 April 2009
  8. User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    Nun die Frage: warum? wer rezipiert diese Sendungen?
    Nun ja, eigentlich sind die ja die logische Weiterführung der Unterschichten-Talkshow, jetzt halt mit Doku Touch. Hauptfiguren und Stories sind so ziemlich das gleiche. Das Publikum wohl auch.

    Schaut ihr sie selbst, und wenn ja, warum? / warum nicht?
    Nö, schau ich nicht. Find's langweilig und ehrlich gesagt zu doof.

    was glaubt ihr, wer größtenteils diese Sendungen schaut und aus welchem Grund?
    Vermutlich nicht unbedingt die Bildungselite. Es dürfte zum einen die geben, die ihn ähnlichen Situationen stecken (Arbeitslose etc) und daher Interesse haben, zum anderen die, die gerne auf so etwas herabschauen, nach dem Motto "Hach, dagegen geht's mir gut". Und für ein paar Zuschauer ist es ws der Ersatz für den Dorftratsch. Wirklich verstehen tu ich's aber nicht.:ratlos:

    was denkt ihr über die Motive oder Gedanken der dargestellten Personen in den Sendungen?
    Platt und gescripted. RTL z.B. läßt ja wirklich Drehbücher schreiben... Based on real events. Es sollte jedem klar sein, dass das in einem hohen Maß durchinszeniert ist, was man da zu sehen bekommt. Musikeinsatz und der Sprecher darüber machen's dann nochmal klarer und sollen für Dramatik sorgen. So versteht's dann auch die bügelnde Hausfrau, die grad nicht auf's Bild schaut.

    Warum boomt das Genre und warum will der Zuschauer "so was sehen"?
    Das Genre boomt, weil es extrem billig zu produzieren ist. Mittags unter der Woche ist halt ein "toter Sendeplatz", da füllt man billig auf. Außerdem wird das Programm da sozusagen auf Hausfrauen und Arbeitslose zugeschnitten... Wer schaut sonst mittags fern?

    glaubt ihr die meinung der zuschauer über hartz4 empfänger wird in eine bestimmte richtung gelenkt?
    Die Meinung unreflektierter Zuschauer eventuell schon. Ich glaub aber man sieht das mehr als Einzelschicksale, weniger als "so sind sie".

    hat sich euer bild von sozial schwachen menschen durch unterschichtendokus verändert?
    Nein. Ich sehe diese Formate aber eben auch nicht wirklich als Dokus.
     
    #8
    User 10802, 15 April 2009
  9. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    3
    nicht angegeben
    das wage ich zu bezweifeln. selbsterkenntnis ist nicht jedermanns sache...
    ein "asi" wird niemals einsehen ein asi zu sein.

    @freemind: ich denke eher, viele werden in ein sozial schwaches millieu eher hineingeboren, und kommen da auch nie raus, anstatt dass sie sich ihr schicksal selbst ausgesucht haben.
     
    #9
    Neko-Neko, 15 April 2009
  10. FreeMind
    Gast
    0
    Das ist in den folgenden Generationen natürlich auch denkbar.

    Ich stimme aber auch Wellenreiten zu mit dem Argument, das eine Unterschicht sich auch dem Bildungsniveau und nicht aus dem finanziellen Status bildet.
    Ich habe Freunde die ebenfalls nicht viel Geld haben, aber z.b. mit Studium, Weiterbildung und ähnlichem beschäftigt sind und nicht wie Katja S. mit 3 Kindern ohne Schulabschluss sind.

    Das die 3 Kinder natürlich keine Bildungung und den Wert von Bildung von der Mutter erfahren können ist verständlich.
     
    #10
    FreeMind, 15 April 2009
  11. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    ich weiß nicht ob man in hartz4 empfängern und finanziellen unterschichten auch nur ungebildete/dumme menschen findet!
    ich denke genau DAS ist eine meinung die uns unbewusst das unterschichten-tv vermittelt hat.

    ich zb. habe abitur, eine abgeschlossene berufsausbildung, studiere, jobbe nebenher und mich plagt trotzdem die angst dort zu landen, wo die gezeigten personen sind: in der finanziellen unterschicht als hartz4 empfänger.
    und es ist sicherlich nicht auszuschliessen dass ich, oder auch andere menschen dort landen KÖNNEN.

    nur ich würde damit nicht so gut klarkommen wie diese leute.
    ich müsste auf vieles verzichten was ich mir jetzt noch leisten kann, zB neue technische anschaffungen, ein eigenes auto, reiten als hobby..
    ich würde sehr viel mehr darunter leiden als jmd ders nicht anders kennt. es ist zwar hart, aber bewundernswert wie man damit so locker umgehen kann. ich könnte es nicht.

    ich zB schaue weniger auf die leute herab und lache darüber sondern habe immer auch ein wenig ansgt dass es mir eines tages genauso geht. allein schon wegen der finanzkrise
     
    #11
    Neko-Neko, 15 April 2009
  12. Starla
    Gast
    0
    Kann aber auch ein Vorurteil sein. Im Rahmen meines Studiums habe ich auch Mütter kennengelernt, die auf die Bildung ihrer Kinder achten (im Rahmen ihrer Möglichkeiten, z.B. dass ihr Kind auf ein Gymnasium geht), eben WEIL sie selbst merken, wie schwierig es ist, in der heutigen Zeit mit geringer Bildung durchzukommen.
     
    #12
    Starla, 15 April 2009
  13. Yoghos
    Yoghos (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    88
    2
    Single
    Wenn ich mal eine Doku anschaue, dann soll es bitte auch eine Doku sein. Das was du da beschreibst hat ja schon eher Infotainment Charakter (wie brainie schon sagte).

    Das beschreibt es ganz gut.


    Ich habe jedenfalls kein Interesse daran mich daran aufzugeilen das es anderen "zum Glück" noch schlechter geht.

    PS: Gute Dokumentationen findet man auf arte und PBS. PBS ist ein US Senderkette ähnlich wie die öffentlich-rechtlichen Dritten in Deutschland. Vor allem die Sendung Nova stellt oft sehr interessante und aktuelle Themen vor.
     
    #13
    Yoghos, 15 April 2009
  14. FreeMind
    Gast
    0
    Ich mag ja Arte und Phoenix, aber wie empfängt man PBS?
     
    #14
    FreeMind, 15 April 2009
  15. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    431
    103
    3
    nicht angegeben
    du hast recht, es heisst eher "doku-soap" oder infotainment.
    kann das ja ändern- ich meinte aber diese doku soaps und nicht "richtige dokus"
     
    #15
    Neko-Neko, 15 April 2009
  16. unbekannte
    unbekannte (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    293
    113
    20
    Single
    man brauch halt jemanden wo man sehen kann das es dennen noch schlechter geht :smile2:

    frage ist doch eher warum geben sich so viele freiwillig vor die kamera und lassen sich als sowas filmen?
     
    #16
    unbekannte, 15 April 2009
  17. Asche, Bakschisch, Bares, Barschaft, Euronen, Flinz, Flocken, Kies, Knete, Kohle, Kracher, Kröten, Lepunzen, Märker, Mäuse, Moneten, Moos, Murmeln, Ocken, Patte, Penunzen, Piepen, Pinke, Pinke-Pinke, Pulver, Puseratze, Rubel, Scheine, Schleifen, Schotter, Steine, Tacken, Taler, Zaster, Zunder


    :smile:
     
    #17
    Chosylämmchen, 15 April 2009
  18. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
    273
    43
    11
    in einer Beziehung
    Frag ich mich auch, wie man sich so zum Deppen machen lassen kann.
    "Kamera an, wir blamieren dich jetzt!"
    Nein auch nicht für Geld würde ich da mitmachen! :kopfschue
    Okay, ich wäre auch ziemlich uninteressant.
     
    #18
    Mitbewohner, 15 April 2009
  19. Roo
    Roo (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Wenn die richtigen "Kandidaten" dabei sind, kann ich dem durchaus den Unterhaltungsaspekt nicht absprechen. Dabei rede ich von den wirklich Spezialisten dieser Unterschichten-Dokus, die mit ihrer Lebensgeschichte ohne Probleme Kabarettisten sein könnten :grin:
    Ich schau -wenn ich es mir ansehe- meist jene an, in welchen es um Leute in meinen Alter geht á la "U20 - Deutschland..." (was noch den Vorteil hat, dass ich nicht Deutscher bin ^^) oder "Teenager werden Mütter" (gut, das ist leider eine österreichische Produktion... xD), da ist hin un wieder einfach pures Gold, wie ich es gerne nenne :zwinker:

    Zur Veranschaulichung:

    http://www.youtube.com/watch?v=E9JsMsuQapw&feature=PlayList&p=A25C1C040903CBC0&index=0&playnext=1

    http://www.youtube.com/watch?v=9m9CXfq5Dy0&feature=PlayList&p=A25C1C040903CBC0&index=4

    http://www.youtube.com/watch?v=QLLamO8tyDk&feature=related

    Ich geb's ehrlich zu, wenn ich sowas sehe, spielt der Hintergedanke "sich als etwas Besseres vorkommen" sicher keine unbedeutende Rolle :tongue:
     
    #19
    Roo, 15 April 2009
  20. MrShelby
    Sehr bekannt hier
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    198
    813
    Single
    Genau dazu habe ich schonmal was geschrieben, und zitiere mich mal, da ich es immer noch so sehe:

    Ein Lieblingsthema vieler Talk- und Doku-Soaps ist offensichtlich die Darstellung (oder Vorführung) von Hartz-4-Beziehern oder sogar deren ganzer Familie.
    Da private Fernsehsender und (Boulevard-)Zeitungen natürlich keine karitativen Einrichtungen sind, sondern Gewinne abwerfen sollen, werden Menschen und geschichten gewählt, die sich besonders drastisch darstellen, und die Quoten und Auflagen in die Höhe schnellen lassen.
    Nicht einmal besonders überspitzt dargestellt marschiert das Fernsehteam dann in den sozialen Brennpunkt, und findet eine Wohnung vor, in der es mehr als nur ein kleines Ordnungsproblem gibt. Die Eltern sitzen zusammen mit Keven und Chantal vor der Glotze, und im Aschenbecher vor ihnen Sammeln sich die Zigarettenstummel, während die nächste Zigarette angezündet wird. Promt in diesem Moment kommt dann die älteste Tochter (zwischen 16 und 18 Jahren alt) nach Hause, die mit ihrem eigenen Kind Probleme hat, sich überlegt, ob sie die Hauptschule wirklich noch "nebenbei" zuende machen kann und schlimmstenfalls rätselt, wer eigentlich der Erzeuger ihres Kindes ist. Damit es in der Inszenierung auch stimmt, muss irgendwann natürlich auch die überforderte und weinende Mutti in Großaufnahme gezeigt werden, die mit rührseeliger Musik unterlegt wird.
    Soweit, so bekannt. Nun frage ich mich natürlich schon, welche Folgen es hat, wenn Menschen mit mehr als nur einem Problem selektiv herausgegriffen, und einem Millionenpublikum im Akkord präsentiert werden.
    Ich nehme an, dass sich solche Geschichten sehr gut dazu instumentalisieren lassen, für soziale Kürzunge neinzutreten. Die CDU redet ja auch gerade vornehmlich davon, dass in Zukunft eher die "Leistungsträger der Gesellschaft" unterstützt werden müssen. Neo-Konservative Stichwortgeber bringen es auch gerne auf die Formel, dass Sozialtransferns eher in Playstations, als in gesunde Nahrungsmittel investiert werden. Es wird zwar noch gesagt, dass Menschen wirklich unverschuldet in Not geraten können...allerdings wird im gleichen Atemzug betont, dass innerhalb der Armen nicht wenige gibt, die an ihrem Schicksal eigentlich selber schuld sind.

    Damit wir uns nicht falsch vestehen: Natürlich gibt es leider diese Familien, in denen man von Problem zu Problem kommt, und man tatsächlich zweifeln kann, ob Eltern mit ihrem Geld ihren Kinder etwas langfristig gutes tun. Da in diversen Talkrunden und in Wahlkampfzeiten allerdings nur selten differenziert wird, fürchte ich, dass das Stigma "Hartz-4" immer größer wird, und es auch nicht lange dauern wird, bis die nächste Kampagne anrollt, die suggeriert, dass Hartz-4-Empfänger nur Abzocker sind, und Leistungskürzungen eine gute Idee darstellen.
    Damit meine ich nicht nur "hardliner"...wenn jemand gerade von der Arbeit nach Hause kommt, den Fernseher einschaltet, und dann zum x-ten mal präsentiert bekommt, wie manche Familien mit "seinen Steuergeldern" umgehen, halte ich es für nicht ganz unrealistisch, dass er sich denkt, dass im Sozialsystem einige (harte) Änderungen bitter nötig sind.
     
    #20
    MrShelby, 15 April 2009

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