Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

[Umfrage] Essstörungen

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von sweetgwendoline, 15 Juni 2007.

  1. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
    519
    103
    3
    Single
    da dieses problem hauptsächlich bei mädchen und frauen auftritt, habe ich diese umfrage nur für weibliche teilnehmer freigeschaltet.
    (es steht natürlich allen frei sich in diesem thread dazu zu äußern)

    hattet oder habt ihr eine esstörung bzw. glaubt ihr, dass euer essverhalten nicht ganz "normal" ist?


    weiterführende fragen an betroffene:
    1. habt ihr die störung überwunden? wenn ja, wie? (mit psychologischer hilfe, eigeninitiative, klinikaufenthalt, etc.)
    2. beeinträchtigt(e) diese störung euer leben (bzw. tut sie es noch immer, obwohl ihr schon wieder "normal" essen könnt)?
    3. tut ihr aktiv etwas gegen das gestörte essverhalten oder findet ihr es vielleicht (obwohl ihr wisst, dass es nicht gesund ist) sogar gut?
    4. was glaubt ihr ist (war) die ursache eurer esstörung? (...ich weiß, dass man das selten an ganz einfachen gesichtspunkten festmachen kann...)
     
    #1
    sweetgwendoline, 15 Juni 2007
  2. Miss_Marple
    Meistens hier zu finden
    4.527
    148
    211
    nicht angegeben
    hattet oder habt ihr eine esstörung bzw. glaubt ihr, dass euer essverhalten nicht ganz "normal" ist?
    Mit 17/18 hatte ich ein Essproblem, hab mich in weniger als vier Monaten von 55 auf knapp 39 kilo runterdiätet (bei 1,68m!).
    Vorher war ich immer überzeugt gewesen, dass mich "sowas" nicht treffen könnte. Doch nicht ich, die sich so gar keine GEdanken um Figur, Aussehen und Mode gemacht hat... niemals!


    weiterführende fragen an betroffene:
    1. habt ihr die störung überwunden? wenn ja, wie? (mit psychologischer hilfe, eigeninitiative, klinikaufenthalt, etc.)
    Eindeutig ja. Ich weiß, dass man Essstörungen, wie alle anderen Suchterkrankungen auch, niemals ganz überwindet, aber mein Essverhalten ist heute "normaler" als das vieler Frauen in meiner Umgebung, die niemals richtig krank waren. Vor allem habe ich heute ein anderes Selbstbild und ein viel, viel besseres Verhältnis zu meinem Körper. Und ne andere Vorstellung davon, wie ein schöner Frauenkörper auszusehen hat, das auch.
    Therapeutische Hilfe hatte ich nicht. Ich wollte damals mit meinem Freund eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad machen, die mir meine Eltern nur unter der Bedingung erlaubten, dass ich bis dahin wieder mindestens 45kg wiegen würde. So hab ich mir die ersten Kilos regelrecht angefressen, mit enormem Widerwillen zwar, aber das wars mir wert. Nach der Trennung von meinem Freund habe ich dann bewusst nach anderen Methoden zur Frustbewältigung gesucht und so langsam aber sicher wieder ein normales Verhältnis zu meinem Körper und seinem Gewicht aufgebaut. Hab mich dann lange bei etwa 52kg gehalten, was aus heutiger Sicht immer noch erschreckend dürr war. Erst mit dem Leistungssport ein paar Jahre später habe ich dann nochmal zugelegt und sehe Essen heute nicht mehr als Feind und Schwäche, sondern in erster Linie mal als treibstoff (ohne Mampf kein Dampf) und Genuss. ICh genieße es zu spüren, wie stark und leistungsfähig mein Körper ist - wenn ich ihm gebe, was er braucht.


    2. beeinträchtigt(e) diese störung euer leben (bzw. tut sie es noch immer, obwohl ihr schon wieder "normal" essen könnt)?
    Nein. Ich bin gesund, fit und absolut belastbar (und 10kg schwerer als vor Beginn der Essstörung :zwinker:). Auch ohne Pille habe ich einen perfekten Zyklus, meine Knochen sind stabil, Haut und Haare gesund. Auch psychisch beeinträchtigt mich diese Geschichte nicht mehr, das ist definitiv vorbei. Trotzdem weiß ich natürlich, dass ich immer latent gefährdet bleiben werde und vielleicht immer noch dazu tendiere, innere Konflikte, Stress, Einsamkeit und andere Krisen mit verschärfter Kontrolle beim Essen zu kompensieren. Das ist mir bewusst und ich bin sicher, dagegensteuern zu können, falls mir das mal wieder "passieren" sollte - wovon ich aktuell aber weit entfernt bin.


    3. tut ihr aktiv etwas gegen das gestörte essverhalten oder findet ihr es vielleicht (obwohl ihr wisst, dass es nicht gesund ist) sogar gut?
    Nee, ist nicht mehr nötig. Mein Essverhalten is okay.

    4. was glaubt ihr ist (war) die ursache eurer esstörung? (...ich weiß, dass man das selten an ganz einfachen gesichtspunkten festmachen kann...)
    Allgemeine Selbstfindungsprobleme in der Pubertät plus gesteigerter Ehrgeiz - den hab ich heute noch, kanalisiere ihn aber anders.
    Dazu kam -als Auslöser, nicht als wirkliche Ursache- dass mein Freund immer wieder bösartige Bemerkungen über eine Mitschülerin und deren angeblich zu fetten Hintern machte. Ich fand das Mädel absolut nicht dick und hab mir oft Gedanken gemacht, was er wohl zu anderen über meinen Po sagen würde :angryfire_alt:
    In einem Ferienlager habe ich zunächst ungeplant zwei, drei Kilo verloren und wollte das neue Gewicht eigentlich nur halten, um ihm zu gefallen. Aber weil mir das Abnehmen so leicht viel hab ich mir die Ziele immer niedriger gesteckt - zunächst 50, dann 49 (klingt besser und man hat noch ein "Reservekilo", falls man mal essen muss...), dann 45 und schließlich 39 Kilo... Pervers.
     
    #2
    Miss_Marple, 15 Juni 2007
  3. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden
    2.931
    133
    59
    vergeben und glücklich
    Ich hatte nie irgendwas was in Richtung Essstörung geht.
     
    #3
    Jolle, 15 Juni 2007
  4. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
    5.531
    173
    3
    vergeben und glücklich
    Ja, ich hatte mal "leichte Magersucht". Also die Bremse gezogen, bevor es richtig krass wurde.

    1. habt ihr die störung überwunden? wenn ja, wie? (mit psychologischer hilfe, eigeninitiative, klinikaufenthalt, etc.)
    -> Bin in keine Therapie gegangen. Es ging mir allgemein besser, weil mein Leben besser verlief und somit war das Thema Essen und Abnehmen nicht mehr so wichtig. Ich bin immer noch überdurchschnittlich auf mein Gewicht fixiert, aber viel lockerer insgesamt.

    2. beeinträchtigt(e) diese störung euer leben (bzw. tut sie es noch immer, obwohl ihr schon wieder "normal" essen könnt)?
    -> Ja, schon ... ich zähle normalerweise immer noch Kalorien, auch wenn ich nicht mehr ganz so streng bin. Jede Zunahme betrübt mich und ich bin immer noch lieber etwas zu dünn, um Spielraum nach oben zu haben. Und sobald ich ne psychische Krise habe, versuche ich immer noch, mich mit einer Abnahme etwa aufzumuntern. Aber es ist nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben und die Welt geht nicht sofort unter, wenn ich etwas zunehme.

    3. tut ihr aktiv etwas gegen das gestörte essverhalten oder findet ihr es vielleicht (obwohl ihr wisst, dass es nicht gesund ist) sogar gut?
    -> Gut finde ichs nicht, aber die Angst vor ner Zunahme ist zu groß, um mein Essverhalten nicht mehr zu kontrollieren. Aber ich würde es nicht mehr so wie früher übertreiben.

    4. was glaubt ihr ist (war) die ursache eurer esstörung? (...ich weiß, dass man das selten an ganz einfachen gesichtspunkten festmachen kann...)
    -> Zu dick hab ich mich seit Jahren gefühlt, aber es kam noch starker Liebeskummer dazu und hat wohl den Auslöser gegeben.
     
    #4
    Ginny, 15 Juni 2007
  5. User 29904
    Beiträge füllen Bücher
    5.645
    248
    780
    nicht angegeben
    x
     
    #5
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 15 Juni 2007
  6. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
    641
    101
    0
    nicht angegeben
    Bin zwar ein Mann und meine Essstörungen ist auch nicht klinisch relevant...

    Ich habe eine gestörte Hunger/Satt-Funktionalität. Ich habe derzeit immer Hunger, egal ob ich jetzt wirklich mal essen muss oder nicht. Der Magen fühlt sich fast immer leer an, auch wenn er kugelrund gefüllt ist. Nur fünf Minuten nach einem Essen - hätte für zwei gereicht - bin ich mal satt, danach gehts wieder los.

    Gegenstrategie ist, dass ich nur Abends esse oder wenn ich merke, dass mir schwindelig wird oder ich mich kraftlos fühle.
    Und ich darf nach Möglichkeit nur wenig Kohlenhydrate und vor allem möglichst wenig Süßstoffe und (künstliche) Geschmacksverstärker konsumieren. Also keine Cola light, Chips, Haribo, Nudeln, Cornflakes, Brot oder sowas.


    Beeinflussen tut es mein Leben in sofern, als dass ich vor anderen Leuten nur mit schlechten Gewissen essen kann, weil ich mir jedesmal so verfressen vorkomme, wenn ich was esse - selbst wenn es nur eine halbe Mahlzeit am Tag ist.
    Außerdem kontrolliere ich meine Energiezufuhr, führe teilweise auch schriftlich Buch. Das frustriert zusätzlich.
    Und ich hab ein Problem mit dem Problem anderer Leute, welches sie mit meinem Bauch haben.



    Ursache bei mir ist ein sensibler Hunger/Satt-Stoffwechsel. Dieser lässt sich bei mir schnell und gründlich aus dem Konzept bringen, wenn ich zuviele Kohlenhydrate, Süßstoffe oder Geschmacksverstärker esse. Am besten sind Fette und Eiweiße. sättigen besser und bringen nicht soviel durcheinander.
     
    #6
    Gravity, 16 Juni 2007
  7. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    519
    103
    3
    Single
    da antworte ich mal auf meine eigene frage:
    ich habe eine essstörung, schon sehr lange, seit ich 15 bin. angefangen hat es mit abnehmen, das essen einfach immer weiter runtergeschraubt. magersucht. 2 apfelsinen und ne scheibe brot am tag. 1,78m, 52kg war mein tiefststand. danach ging es direkt ins kotzen über. habe wieder normal gegessen und ab und an mal gekotzt (ca. 2 mal wöchentlich). mittlerweile wiege ich 67kg, fühle mich (nicht immer) ganz wohl damit, kotze aber noch immer.

    1. habt ihr die störung überwunden? wenn ja, wie? (mit psychologischer hilfe, eigeninitiative, klinikaufenthalt, etc.)
    nein, leider nicht. war (deshalb) auch noch nicht in behandlung. ist einfach im gegensatz zu meinen anderen störungen noch viel zu unbedeutend und eher eine nebenerscheinung.

    2. beeinträchtigt(e) diese störung euer leben (bzw. tut sie es noch immer, obwohl ihr schon wieder "normal" essen könnt)?
    eigentlich nicht richtig. ich muss in der öffentlichkeit auf manche dinge verzichten von denen ich weiß, dass ich zuviel davon essen werde, bzw. von denen ich weiß, dass sie sich prima wieder erbrechen lassen (mit der zeit lernt man das). das ist manchmal schon nervig.

    3. tut ihr aktiv etwas gegen das gestörte essverhalten oder findet ihr es vielleicht (obwohl ihr wisst, dass es nicht gesund ist) sogar gut?
    ich habe gemerkt, dass ich ohne nicht leben kann. spätestens in stresssituationen muss ich mich übergeben. ich habe mir einmal wöchentlich zugestanden und kann das auch aufschieben. ich "darf" also 4mal im monat kotzen. das geht soweit auch ganz gut.

    4. was glaubt ihr ist (war) die ursache eurer esstörung? (...ich weiß, dass man das selten an ganz einfachen gesichtspunkten festmachen kann...)

    ich war und bin schon immer unbedeutend. das einzige worüber ich früher beachtung gefunden habe, war meine super-figur. aber ich habe das kotzen auch genauso als hilferuf missbraucht. ich hab mir sogar oft gewünscht, dass mein dad mich dabei einfach mal erwischt...hat er aber nicht. essen hat mich irgendwie getröstet, zuviel essen macht fett...also muss es wieder raus!
    warum ich es heute so mache, weiß ich nicht genau, ich hab mir irgendwie antrainiert mit kotzen auf miese situationen oder emotionen zu reagieren und um kotzen zu können, muss ich essen. ich esse oft nichtmal viel (also keine fressattacke), sondern nur soviel, dass ich mich übergeben kann. deshalb gibts dann meistens auch nur nahrungsmittel, die man leicht wieder hochwürgen kann.
    total pervers, aber ich kotze mir damit quasi den kummer aus der seele...hilft allerdings nicht lang.:geknickt:

    wenn es mir psychisch besser geht, brauche ich das hoffentlich nicht mehr.
    ich habe immer löcher in den zähnen und oft ekliges halskratzen, ich schätze, das ist ein schaden durchs kotzen.

    *gwen*
     
    #7
    sweetgwendoline, 16 Juni 2007
  8. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
    1.585
    133
    75
    Single
    Ich hatte mal, als ich so 17/18 war eine Phase, wo ich extrem wenig gegessen habe und sehr dünn war und seitdem immer wieder Phasen, wo ich wochenlang wenig bis gar nichts esse.....ich hatte dann immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich was gegessen habe und habe viel geweint und mir nur noch Gedanken ums Essen gemacht.

    Heute glaube ich, dass sind einfach Selbtverletzende Handlungen als Symptome meiner Borderline-Störung, unter der ich seit einigen Jahren leide. Ich tue einfach ziemlich oft Dinge, um mir weh zu tun...

    Deswegen glaube ich, habe ich nie wirklich an einer Eßstörung gelitten..auch wenn ich diese Phasen immer wieder habe.
     
    #8
    klatschmohn, 16 Juni 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - [Umfrage] Essstörungen
YukihiraSoumas
Umfrage-Forum Forum
5 Dezember 2016 um 22:15
16 Antworten
Burlesque
Umfrage-Forum Forum
24 November 2016
68 Antworten