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Umfrage zum Darwin-Jahr: sollte man bedrohte Tiere ruhig aussterben lassen?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 23 Februar 2009.

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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Wir zählen das Darwin-Jubliläumsjahr. Durch die Evolution sind doch in der Vergangenheit unzählige Arten auf natürliche Weise (ohne menschlichen Eingriff) ausgestorben, weil sie zu schwach waren zum Überleben und weil das der Gang der Evolution war. Auch heute gibt es viele Arten, die vom Aussterben bedroht sind und auf der roten Liste stehen.
    Meine Frage ist jetzt, sollte man diese bedrohten Arten mit besonderen Schutzmaßnahmen schützen entgegen dem Trend der Evolution oder kann man sie ruhig aussterben lassen, weil sie sowieso zu schwach sind zum Überleben? Würde nicht ein menschlicher Schutz bestimmter Arten der natürlichen Evolution wie sie von Darwin beschrieben wurde widersprechen?
     
    #1
    Theresamaus, 23 Februar 2009
  2. objekt.f
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    Ich bin dafür sich komplett rauszuhalten und die Natur das regeln zu lassen.
    Der Mensch ist absolut machtlos der Natur und dem Leben gegenüber.
    Man könnte den ganzen Planeten atomar verseuchen, alles kaput machen und verbrennen aber irgendwann kommt das Leben zurück.
    Das Leben hat die Millarden Jahre vor dem Menschen überstanden, es wird auch die Jahrmilliarden nach ihm überstehen.
    Würde Gott lachen, er würde uns in unsrer Eitelkeit die Natur zu schützen kräftig auslachen.
    Man sollte natürlich versuchen die Umwelt nicht gar zu sehr zu zerstören um uns und unseren Kindern eine möglichst schöne Erde zu hinterlassen aber irgendwelche Tierarten künstlich vorm aussterben zu bewahren ist imo falsch.
     
    #2
    objekt.f, 23 Februar 2009
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich finde, dass ein Teil von Tierschutzorganisationen nicht in erster Linie an die Natur denkt, sondern an ihre eigenen verletzten Gefühle. Die armen xxx :cry:, die Delphine usw. An die Opfer von Terroranschlägen oder sowas denken sie ja gar nicht. Ganz schön egoistisch.
     
    #3
    Theresamaus, 23 Februar 2009
  4. BABY_TARZAN_90
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    Es gibt Vorgänge in der Natur, die können wir nicht beeinflussen. Es gibt aber auch Vorgänge in der Natur, die wir bereits heute massiv beeinflussen - absichtlich oder unabsichtlich.
    Zum Beispiel haben wir die Zusammensetzung der Tierwelt bereits massiv verändert, wenn wir nur z.B. an die Nutzviehbestände denken.

    Es ist also keine Rede davon, dass wir die Natur sich selber überlassen. Dieser Zug ist abgefahren.

    Ob die Artenvielfalt in der Natur für uns wichtig ist, ist eine politische Frage. Die Vielfalt an Kulturgütern, an Automarken, an Kleidern, an Restaurants finden wir jedenfalls wichtig. Wer etwas von der Natur versteht, wird auch die Artenvielfalt in der Natur wichtig finden. Wer möchte sich zum Beispiel in einem reinen Fichtenwald erholen gehen? Nach einem Westwindsturm ist es dort noch am lustigsten, da kann man wenigstens über umgekippte Stämme klettern...

    @Theresamaus: Man kann nicht Artenschutz gegen Menschenleben ausspielen. Die gleiche Verbrauchsmentalität, die die Natur zum Ausbeutungsobjekt macht, macht auch die Menschen zu Kanonenfutter.
     
    #4
    BABY_TARZAN_90, 23 Februar 2009
  5. User 85637
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    :kopf-wand


    Der Mensch hat schon so stark in die Natur eingegriffen, dass er überhaupt erst verantwortlich dafür ist, dass diese Tierarten aussterben. Das Aussterben wiederum hätte Folgen für andere Arten, so dass durch dieses heraufbeschworene Aussterben der gesamte Organismus durcheinander gerät.
     
    #5
    User 85637, 23 Februar 2009
  6. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Ja, die Menschen sind verantwortlich für das Aussterben derjenigen Sorten, die jetzt aussterben. Aber wer ist denn verantwortlich für das Aussterben der Dinosaurier und der Millionen Arten, die in der Vergangenheit ausgestorben sind?
     
    #6
    Theresamaus, 23 Februar 2009
  7. User 85637
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    Man mag es nicht glauben, aber es waren äußere Umstände und Veränderungen :rolleyes:
     
    #7
    User 85637, 23 Februar 2009
  8. BABY_TARZAN_90
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    Zum Teil ging das Aussterben sehr langsam vor sich, zum Teil dramatisch (Meteoriteneinschläge)
     
    #8
    BABY_TARZAN_90, 23 Februar 2009
  9. franzius
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    #9
    franzius, 23 Februar 2009
  10. User 85637
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    Das Aussterben beruht aber nicht auf der Verdrängung, zumindest nicht ausschließlich, sondern darauf, dass der Mensch Tiere in einen Organismus einführt, die da nicht reingehören. Das ist kein natürlicher Vorgang!
     
    #10
    User 85637, 23 Februar 2009
  11. Clocks
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    #11
    Clocks, 23 Februar 2009
  12. franzius
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    #12
    franzius, 23 Februar 2009
  13. User 85637
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    Ich habe nie behauptet, dass er alle Tierarten retten muss. Er sollte nur versuchen, die Auswirkungen seiner Fehler möglichst gering zu halten.

    Eigentlich müsste man in vielen Fällen auch zwischen Aussterben und Ausrottung unterscheiden.
     
    #13
    User 85637, 23 Februar 2009
  14. Theresamaus
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    Deshalb kann man nicht immer Menschen für schuldig erklären :tongue:
     
    #14
    Theresamaus, 23 Februar 2009
  15. sleepyDragon
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    Der Mensch mag momentan für das Aussterben des einen oder anderen Ökosystems verantwortlich sein. Das sollte uns aber nicht den Blick vernebeln und uns zu Erhaltern des Status Quo machen. Denn das scheint mir das größte Problem der "Tierschützer" zu sein.
    Beispiel Neuseeland (weil ichs am Sonntag gesehen habe): Das dort vorhandene "geschlossene" System ist momentan stark bedroht, weil der Mensch Tiere eingeführt hat, die dort keine Feinde haben und "fitter" als die einheimische Tierwelt sind. Aber auch ohne den Menschen würde Neuseeland irgendwann wieder Anschluss ans Festland bekommen, und sein Ökosystem würde überrollt werden. Nur dass es eben nicht jetzt, sondern erst in mehreren Millionen Jahren passiert.
    Die Erdgeschichte zeigt, dass es immer wieder Phasen gab, wo das Leben seine Vielfalt einbüßte oder explosiv vergrößerte. Sollte die jetzige Phase zu einer starken Reduktion der Arten führen, wird der entstandene Freiraum einfach zur Entstehung neuer Arten führen.
    Der Mensch sollte das nicht beschleunigen, aber es verhindern wird er nicht können. Wie beim Klima: Es wandelt sich, ob wir wollen oder nicht.
     
    #15
    sleepyDragon, 24 Februar 2009
  16. objekt.f
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    Aber Tierarten würden auch ohne den Menschen aussterben.
    Und wenn sie jetzt, wenn auch nur aufgrund des Menschen aussterben, dann waren sie nicht stark genug.
    Ich glaub die Erde hat das was der Mensch auf ihr treibt schon mit eingeplant und lässt sich davon überhaupt nicht beirren. Wenn sie jetzt zulässt, dass der Mensch irgendeine eigentlich stark genuge Art aussterben lässt, dann lässt sie dafür irgendwann eine neue Art entstehen.
    Auch weil oben der Kommentar war, dass der Mensch die Tierwelt schon zu stark verändert hat, als das man sich raus halten könnte (Nutztiere): Ich glaube das ist schon alles in Ordnung so.
    Entweder die Erde passt sich soweit es geht an uns an, oder wir passen uns der Erde an.
    Und da der Mensch nun offensichtlich nicht aufhören will sich zu verbreiten, wird die Erde ihm ein Stück weit entgegenkommen.
    Denn ich denke letztendlich ist es egal was jetzt für Tiere hier leben, wie könnten wir denn den Anspruch stellen, dass die Artenvielfalt wie sie im mom ist, das Ende der Entwicklung war?

    Naturschutz sollte meiner Meinung nach nur dazu da sein, dem Mensch eine schönere Umgebung zu erhalten, nicht aber um die Entwicklung der Erde zu beeinflussen.
     
    #16
    objekt.f, 24 Februar 2009
  17. envy.
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    Genau. Es gehört zum natürlichen Kreislauf, dass der Mensch Massen an Ökosystemen durch Pestizide und giftige Abgase verseucht.
    Hm. So einfach ist das aber leider nicht, eine "neue Art entstehen zu lassen". Werden gezielt Arten ausgerottet kommt es schlichtweg zum Ungleichgewicht im System, und das System geht kaputt.
    Sicher wird es wiederum Arten geben, die in der Lage sind sich anzupassen. Diese Art von Selektion wird jedoch nicht annährend so schnell ablaufen, wie die technische Weiterentwicklung des Menschen und die damit verbundene neue Zerstörung meinetwegen anderer Systeme.

    Nein. Um deinen Gedanken der personifizierten Erde mal weiter zu denken: Die Erde wird uns vermutlich irgendwann runterschmeißen, weil sie unser Verhalten satt haben wird.

    Wie können wir den Anspruch stellen, in die Artenvielfalt, wie sie derzeit ist, eingreifen zu wollen?

    Solange du diese Aussage nicht gründlich durchdacht hast, kann ich die nicht ernstnehmen.
     
    #17
    envy., 24 Februar 2009
  18. Asgar
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    nicht angegeben
    Direkten Schutz durch behüten und aufpäppeln besonderer Tierarten halte ich für nicht besonders sinnvoll, das dient wohl eher der Gewissensberuhigung und hilft der Natur nicht wirklich weiter.

    Allerdings begrüße ich Anstrengungen, natürlichen Lebensraum zu schützen und den menschlichen Einfluss auf das Nötigste zu beschränken, beziehungsweise so zu gestalten, dass ein natürliches Gleichgewicht statt vollkommen zerstört vieleicht nur verschoben wird.

    Da der mensch die Fähigkeit hat seine Umwelt (zumindest den lebenden Teil) massiv zu beeinflussen oder auch vollständig zu zerstören, hat er auch die Verantwortung dafür was mit ihr geschieht.

    Gewissenhaftes und nachhaltiges Handeln, Schutz von Lebensräumen und Rücksicht auf die Tier und Pflanzenwelt bei der Planung von Städten, Infrastruktur, Nahrunserzeugung, und so weiter: SUPER.

    Kostspielige Rettungsaktionen für einzelne Tierarten die anderweitig keine Chance auf Überleben hätten: SINNLOS.
     
    #18
    Asgar, 24 Februar 2009
  19. Kaya3
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    nicht angegeben
    Hallo,


    Ich denke, man kann nicht prinzipiell sagen der Mensch ist einfach nur eine vorherrschende Spezies, das führt halt dazu das andere Arten aussterben, Punkt. Das ist zwar nicht verkehrt, aber wir machen viel viel mehr kaputt als jedes andere Tier das könnte und wir manipulieren viel mehr und das auf eine sehr unnatürliche Art. Ich mein, zeig mir den Tiger, der mit einer Atombombe sämtliche Tiere im Umkreis von X Km auf einen Schlag auslöschen könnte.

    Man könnte jetzt argumentieren, dass der Mensch eine Abart der Natur ist und deshalb der Verlauf seiner Entwicklung auch natürlich ist, find ich aber irgendwie streitbar.

    Das System ist so komplex, dass wir kaum abschätzen können, was wir einerseits kaputt machen und was wir andererseits retten. Wie war das: Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen (oder so ähnlich ;-)) und prinzipiell können wir auch beim Retten wahnsinnig viel falsch machen oder einfach noch mehr durcheinander bringen.

    Prinzipiell bin ich dafür, den Dingen ihren Lauf zu lassen, Veränderung ist natürlich und gehört dazu. Aber grade bei der Umwelt und der Natur haben wir schon so viel kaputt gemacht. Eigentlich müssten wir nicht retten, sondern aufhören, kaputt zu machen. Also nicht mehr wachsen, nicht mehr ausdehnen, nichts mehr fällen, etc..

    Gruß,
    Kaya


    PS: Wobei, sD, versteh ich das richtig, dass du meinst, dass der Mensch halt einfach nur ein ziemlich "fittes" Tier ist und es natürlich ist, dass er alle anderen Tiere plattmacht?
    Ich mein, wir haben das im Kleinen dadurch, dass Tiere in ein Ökosystem eingebracht werden und dort keine natürlichen Feinde haben und sich deshalb unkontrolliert vermehren. Nur ist das kein natürlicher Prozess, sondern halt durch den Menschen verursacht.
     
    #19
    Kaya3, 26 Februar 2009
  20. sleepyDragon
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    Wenn man sich mal die Scheuklappen abnimmt und berücksichtigt, dass auch der Mensch "Natur" ist und die Trennung von "natürlich" und "künstlich" eine künstliche ist, dann kann man in Anbetracht der Tatsache, dass der Mensch über den gesamten Erdball verteilt ist, schon sagen, er ist "fit".
    Ob es "natürlich" ist, dass er bestehende Ökosysteme zerstört, ist nicht die Frage. Der Mensch sollte sich eher fragen, ob es für ihn nicht schädlich ist, diese System zu zerstören.
    Denn schlußendlich hängen wir von unserer Umwelt ab und nicht andersherum, dass wir Störungen minimieren sollten, um unser Überleben zu sichern.
    Sonst werden wir früher oder später nicht mehr fit genug sein, um in der dann existierenden Umwelt zu überleben.
    Das Tiere in Ökosysteme einwandern, wo sie keine Feinde haben, dürfte auch ohne den Menschen vorkommen. Nur ist es dann nicht so plakativ und erzeugt keine Schuldgefühle, mit denen man die Menschen manipulieren kann.
    Kontinentaldrift und Plattentektonik, Erdachsenschwankungen und Meteoriten bieten genügend Störungen in der Erdgeschichte, die zu "Neuanfängen" geführt haben.
    Historisch gesehen hat der Mensch seit jeher seine Umwelt geändert. Das taten schon die Ägypter, die Sumerer, die Maya und Azteken.
    Schlußendlich sieht es so aus:
    Der "aufgeklärte" Mensch will das Bekannte erhalten, weil er sich damit besser auskennt als mit dem, was neu entsteht. Die Sprüche von wegen "Erhaltung der Artenvielfalt" deuten auf Versuche, ein hochdynamisches System in statische Grenzen zu zwängen.
    Besser (wie oben schon geschrieben) wäre die Ansage: "Erhaltung der Arten, die wir zum Überleben brauchen." Da wir momentan noch lernen, welche Arten wir zum Überleben brauchen, ist es sinnvoll, möglichst wenig einzugreifen. Leider können in nichtlinearen Systemen schon kleine Änderungen zu großen Wirkungen werden.
    So gesehen kann überhaupt nicht sagen, wie unser (Nicht-)Verhalten sich auswirken wird.
     
    #20
    sleepyDragon, 26 Februar 2009

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