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Umgang mit Einsamkeit

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von frau bovary, 25 Juli 2009.

  1. frau bovary
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Seid ihr einsam? Wie lange schon?
    Falls ja, wie sieht die Einsamkeit aus? Kommt ihr damit zurecht?
    Könnt ihr auch allein eure Zeit genießen?
    Hat sie schon mal jemand überwunden?
    ...

    Ich würde einfach gern Erfahrungsberichte lesen. Vielleicht nur, um zu wissen, dass ich nicht alleine damit bin. Und man sich deswegen nicht direkt von der Brücke werfen muss. Das hilft ja schon manchmal.

    Zu mir kann ich nur sagen, dass ich die Gründe für meine Einsamkeit kenne: zu hohe Ansprüche an Menschen, Unsicherheit, Schüchternheit, geringes Selbstwertgefühl, abweisendes Verhalten, generell bin ich "komisch", glaube ich. :zwinker:

    Das geht schon seit Ewigkeiten so, ich habe in meinem Leben schon genug Zeit verschwendet. Und nun, wo ich aufgrund eines Umzugs nicht mal mehr "Bekannte" habe, mit denen ich alle 2 Monate mal weggehen kann, sehe ich gar nichts Lebenswertes mehr. Ich versuche, positiv zu sein, denke an Morgen und eine Zukunft mit "normalem" Sozialleben, doch ich mache nicht genug dafür, blockiere mich immer wieder selbst.

    In den letzten Monaten habe ich etwas an mir gearbeitet, versucht, offener zu werden, habe öfter mit Fremden Smalltalk gehalten, gelächelt, war nett.
    Doch leider sind jetzt Semesterferien. Ehe ich wirkliche Bekanntschaften schließen konnte, hatte ich frei. Bis Oktober erwarten mich nun 3 leere Monate, die mir furchtbare Angst machen und mir zu Gesicht führen, was ich für ein Leben führe: nämlich keines.

    Ich habe in meiner Verzweiflung versucht, alleine was aus meiner Zeit zu machen. Ich gehe allein auf Konzerte, ins Cafe und Eisessen. Aber das macht keinen Spaß. Vielmehr zieht es mich noch mehr runter, wenn ich all die zufriedenen Gruppen um mich sehe und wie sie ihre Erlebnisse teilen können.

    Ich bin gerade ein wenig verzweifelt, weil ich nicht weiß, wie ich an Menschen kommen kann. Zumal ich auch nicht das größte Selbstvertrauen habe. Es ist zwar angewachsen, aber ich kann noch nicht so offen mit Menschen umgehen, wie ich gern würde. Das erschwert die Sache noch weiter und ich sehe mein (noch) recht junges Leben an mir vorbeiziehen...

    Es gibt Tage, da kann ich das gut verdrängen, gehe mit dem Hund durch die Sonne, mach mir was Leckeres zu essen und schaue einen guten Film. Da rede ich mir ein, dass ich andere Menschen nicht brauche.

    Aber das ist auch nur Selbstschutz und eine Lüge. Ich hätte sehr gern Menschen um mich rum, und seien es nur oberflächliche Freunde. Alleine komme ich einfach nicht klar. Man verpasst ja auch so viel. Im Sommer sehe ich im Park Gruppen, die locker und entspannt sitzen, reden, Bier trinken. Das ist für die Alltag und ich habe sowas noch nie erlebt. Mein Selbstmitleid ist bei solchen Anblicken immer am größten...


    Wie dem auch sei. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte. Vielleicht kann ich daraus ja noch irgendwelche Schlüsse ziehen.. danke schon mal!
     
    #1
    frau bovary, 25 Juli 2009
  2. Roo
    Roo (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Als hätte ich diesen Beitrag selbst geschrieben...

    Bei mir fing es in erster Linie an, als wir umgezogen sind und ich viele Leute dann kaum mehr sah. War damals auch sehr depressiv, bin kaum rausgegangen und ehe mich versah, kam ich da auch nicht wieder heraus. Neue Menschen lerne ich kaum kennen, und wenn, dann höchstens ein nettes Gespräch, ein bisschen plaudern, mehr nicht. Der einzige Unterschied ist, dass mein restlicher, sehr kleiner Freundeskreis noch besteht. Und das sind wirklich meine engsten Freunde, die mich nie verlassen haben, obwohl manche von ihnen ebenso umgezogen sind (teilweise 700km weit weg...).

    Aber dennoch weiß ich, dass ich etwas ändern muss. Ich habe Angst vor dem Studium, da ich befürchte, mich nicht zurecht zu finden, keinen Anschluss zu finden. Seit 6 Jahren kann ich fast behaupten, dass sich mein freundeskreis kein wenig erweitert hat. Es sind immer die selben paar leute, mit denen ich hin und wieder etwas unternehme, aber niemand sonst. Und wa stun, wenn sie nicht mehr da sind? Mit sich selbst und der Arbeit/Studium beschäftigt, oder mit dem Partner...

    Ich kenne das, wenn man dann alleine fortgeht mit dem Gedanken, dass sich heute vielleicht etwas ergibt oder etwas ändert. Doch spätestens wenn man dann merkt, dass alles beim alten bleibt während andere Leute locker durchs Leben spazieren mit einem Lächeln auf den Lippen (es sei ihnen vergönnt, missversteht mich nicht), kommt man dann deprimiert nachhause und fragt sich, warum man überhaupt aufgestanden ist...
     
    #2
    Roo, 25 Juli 2009
  3. frau bovary
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    So sieht es aus. Und es nagt an einem, weil scheinbar alle um einen rum es hinkriegen, nur man selbst sich zu blöd anstellt..

    Aber immerhin hast du ein paar Freunde. Siehst du die denn oft? Erlebt ihr hin und wieder was? Verstehst du dich mit ihnen? Wenn du öfter mit denen weggehen würdest, könnte dich das ja vielleicht kurzzeitig drüber hinweg trösten..

    Ich kenne es aber auch, Menschen um sich rum zu haben, sich aber trotzdem einsam zu fühlen. Das passt alles nicht so recht zusammen.
     
    #3
    frau bovary, 25 Juli 2009
  4. Roo
    Roo (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Oft... na ja, den einzigen, den ich wirklich regelmäßig privat treffe, ist einer meiner besten Freunde, der ist wie ich ein ziemlich spontaner und unkomplizierter Kerl ist, da gehen wir auch öfter zusammen weg, spielen Pool, Bowling oder gehen einfach etwas Trinken.
    Meine andere zwei Besten sind da etwas umständlicher, der eine ist in die Schweiz gezogen und der andere ist auf dem Weg zum Profifußballer, der hat selten Zeit. Deswegen haben wir uns eh erst letztens gestritten, weil ich ihn in den Ferien noch überhaupt nicht gesehen habe. Er hat blöderweise jeden Tag Training oder Match. Nur in der Schule seh ich ihn täglich.

    Und ja, es ist ein kurzzeitiger Trost, etwas mit jemanden unternommen zu haben. Aber zumindest bei mir ist es dann so, wenn ich alleine heim gehe, dass mich dieses Gefühl der Einsamkeit überkommt. Vor allem, wenn ich dann alleine in meinem Zimmer sitze ist es wirklich schlimm. Und es vergeht derzeit kein Tag an welchem ich nicht darüber nachdenke und das macht mir zu schaffen.
     
    #4
    Roo, 25 Juli 2009
  5. Fluxo
    Ibiza
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    nicht angegeben
    Ja, kann man so sagen.. oO

    Kommt darauf an was du meinst - wenn es um ´ne richtige Partnerin geht, dann seit 2 Jahren oder so... Wenn du Freunde oder so meinst dann eig. schon immer.

    Man könnte es so ausdrücken, ein einsamer Wolf auf der Suche nach seinem Rudel... :grin: Bzw. ich weiß nicht genau ob ich nun ´ne Birne oder ´n Apfel bin - muss mich also zuerst mal selbst finden (wieder finden).

    Bin zwar nach außen mit sehr vielen Leuten in Kontakt, in mir dann aber sehr alleine.

    Muss man ja irgendwie... Ansonsten hät ich damals vom Balkon springen können.. Meine Erfahrung - ganz egal was.. man ist nie alleine damit (leider, auch wenn man andere Menschen vor bestimmten Erlebnissen bewahren möchte), auch nicht mit dem "Einsam sein". Ich bin 25, und leb immer noch - also wird das auch irgendwie (oder auch nicht :grin:)

    Manchmal ist es ganz angenehm, aber es ist doch schöner, wenn man jemanden hat.

    Zwischenzeitlich hab ich das gedacht... Denk aber das macht jeder mal durch, oder halt nur manche. Aber man ist nicht "anders" deswegen. Man sollte sich halt fragen was man ändern kann/ will und das dann auch tun. Nicht versuchen das Leben zu kontrollieren, sondern damit zurecht zu kommen.

    Wie gesagt, man ist nicht "anders", das lässt sich bei den ganzen Menschen auch gar nicht festlegen... es geht lediglich darum selbst damit klar zu kommen, bzw. sich zu arrangieren. Ich denk nach und nach schafft man das und dann wird es irgendwann irrelevant. Zuviel Denken schadet in dem Fall - bzw. geht in die falsche Richtung und ist deswegen unproduktiv.
     
    #5
    Fluxo, 25 Juli 2009
  6. Kaltduscher
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Hey!

    Also ich stelle mir gerade die Frage: Was ist einsam????

    Bin ich einsam, wenn ich abends im Bett liege ohne Mädchen, dass ich liebe?? Wenn ich abends alleine einschlafe und dann merke wie leer das Bett ist??
    Oder ist einsam abgeschnitten sein? Keine Freunde, keine Familie??? Keine Leute, mit denen man reden kann???
    Ist ersteres schon einsam: JA, dann bin ich ein einsamer Junggeselle.
    Ist es zweites: NEIN, dann bin ich nicht einsam

    Ausgehend von Punkt eins: Wie geschrieben merke ich dieses allein sein abends, wenn ich alleine im bett liege. Niemanden habe zum kuscheln. Oder wenn ich abends vorm Fernseher sitze und alleine vom Alltag abschalte.. Oder wenn der Kumpel im ICQ schreibt, dass er schon wieder ne neue Freundin hat, mit der er sich die ganze Nacht rumgeküsst hat.. Dann komme ich mir auch einsam vor..


    Ich komme allerdings gut damit zurecht. ich zocke ne Runde Call of duty 4 oder 5 oder irgeneinen anderen Ego-Shooter.
    Oder ich sehe mir Bilder aus der BW-Zeit an und denke dran, wie geil die Zeit war..


    Es macht mir im Grunde nix aus alleine zu sein. So lange ich Beschäftigung habe und etwas machen kann, was mir Spaß macht, ist alles in Ordnung. Diese Einsamkeit überkommt mich eigentlich nur dann, wenn ich daheim sitze und nichtts mit mir anzufangen weiß..

    Und ich spüre dies erst, seit dem mit meiner Ex Schluss ist. Vorher war es mir egal ob ich alleine bin. Ich war nen kleiner Einzelkämpfer, der gern sein Ding durchgezogen hat.
    Ich war in der Grundausbildung einen Monat am Stück in der Kaserne. Nicht zu Hause bei den Eltern oder Freundin. Es hat mir nix ausgemacht.

    Naja, irgendwie fehlt mir halt im Moment der richtige Partner an der Seite. Aber der ist in der heutigen, schnellen Zeit kaum noch so zu finden. Viele sind auf Abenteuer aus und auf den schnellen Kick.
    Was Beziehungen angeht, bin ich eher für was solides. Und das zu finden dauert seine Zeit.

    Deswegen werde ich wohl auch noch Wochen oder Monate weiterhin einsam sein, abends im Bett oder vorm Fernseher..
    Aber damit kann und muss ich dann wohl leben.
     
    #6
    Kaltduscher, 25 Juli 2009
  7. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    oft, ja.
    nachdem ich allerdings festgestellt hab dass die meisten menschen mir eh zu blöde sind, ziehe ich die einsamkeit auch vor. lieber allein mit mir - mit mir komm ich nämlich gut aus - als mit irgendwelchen leuten nur um der gesellschaft willen, die mich dann eh nerven.
    neid gegenüber (in meinen augen) primitiven menschen die nur in gruppen existieren können hab ich nie empfunden. ich amüsier mich ein wenig darüber, also für meine belustigung sind sie durchaus nicht zu verachten. aber dazugehören... never!


    ich bin gern allein, hör musik, arbeite, bilde mich fort, lauf allein durch die stadt, setz mich in nen cafe und betrachte die leute um mich herum bis es mir mal wieder zu blöd wird, unterhalte mich mit den wenigen die mir zusagen meist online... ich bins zufrieden. klar wärs nett wenn die, mit denen ich mich gern unterhalt, in der nähe wohnen würden - aber man kann eben nicht alles haben.

    oder auch: das leben ist kein ponyhof! :zwinker:
     
    #7
    Nevery, 25 Juli 2009
  8. Roo
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    Weil ich es gerade in meinem Psychologiebuch lese:

    Freud'sche Abwehrmechanismen - Rationalisierung
    Umdeutung in akzeptables Verhalten
    Bsp: Mangelnder sozialer Kontakt wird dadurch erklärt, dass man selbst keine derartigen Kontakte wünscht und auch nicht braucht.
     
    #8
    Roo, 25 Juli 2009
  9. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    genau. und wenn man sagt "ich mag keine pilze, davon kotz ich" dann sagt man das nur, weil man keine haben kann. stimmts? :zwinker:

    in manchen fällen magst du recht haben. aber wer wie ich gute gesellschaft so sehr geniesst, aber nen grossteil der menschen so verabscheut... da ist diese erklärung doch eher amüsant als irgendwas anderes.


    da sind wir einfach mal wieder bei den ansprüchen... an partner, an freunde usw. meine sind hoch, in jeder hinsicht. auch an mich...
     
    #9
    Nevery, 25 Juli 2009
  10. Kaltduscher
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Hilfeeee....
    Ein Seelenklempner ist unter uns :zwinker:

    Würde das von dir beschriebene Phänomen nicht bedeuten, dass man vor der Realität bzw. der Wahrheit flüchtet??
    Oder anders formuliert: Man läuft vor dem eigentlichen Problem davon, anstatt sich damit auseinander zu setzen?
    Das ist auf Dauer aber auch keine Lösung..
     
    #10
    Kaltduscher, 25 Juli 2009
  11. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Bin ich wirklich einsam oder nicht? - Ich weiß es nicht...
    Manchmal fühle ich mich ziemlich einsam und manchmal nicht...

    In Sachen Liebe und Sex bin ich definitiv einsam, da ich noch nie eine Freundin hatte, noch nie Sex, usw. - Ich hatte noch nicht mal meinen ersten richtigen Kuss.

    Und auch sonst gibt es Zeiten, in denen ich mich einsam fühle und Zeiten, in denen dieses Gefühl überhaupt nicht existiert...
    Ich habe eben nur einen kleinen, engen Freundeskreis und es kommt ziemlich oft vor, dass niemand Zeit und/oder Lust hat, etwas mit mir zu unternehmen, so dass ich doch öfters alleine rumsitze.
    Da ich nicht in meiner Unistadt wohne, habe ich es auch an der Uni nicht wirklich geschafft, intensiveren Kontakt mit meinen Kommilitonen aufzubauen. - Ich verstehe mich zwar mit einigen Kommilitonen ziemlich gut, aber außerhalb der Uni machen wir kaum etwas gemeinsam.
    Dazu kenne ich auch unzählige Leute oberflächlich von der Schule, vom Sport, o.Ä., aber sehe sie eigentlich nur selten mal zufällig, rede ein paar Worte mit ihnen und man verabschiedet sich wieder... - Also auch nicht, was das Gefühl der Einsamkeit beseitigen könnte...

    Alleine irgendwas zu unternehmen bringt mir auch nicht viel, da ich es nicht ohne weiteres schaffe, Kontakt mit anderen Leuten aufzubauen...


    Allerdings gibt es doch auch eine Sache, bei der ich relativ leicht Kontakt zu anderen Menschen aufbauen kann: beim Sport.
    Da hat man schon mal eine gemeinsame Aktivität und auch das erste Gesprächsthema, das alle interessiert. - Da fällt einem die Kontaktaufnahme einfach viel leichter!
    Ich bin Mitglied in zwei Sportvereinen, in denen ich mich sehr wohl fühle... vor allem in dem Verein, in dem ich erst seit 5 Jahren dabei bin. - Dort engagiere ich mich inzwichen auch ehrenamtlich und dort hoffe ich auch, noch ein paar Leute zu finden, mit denen man öfters mal etwas unternehmen kann... Das einzige Problem dabei ist, dass diese Sportart nicht ganzjährig betrieben werden kann und man sich in der sportfreien Zeit aus den Augen verliert.

    Dazu war ich auch in einer Gruppe vom Unisport, wo ich evtl. auch einige Kontakte hätte aufbauen können... aber leider musste ich das wegen einer Terminüberschneidung wieder aufgeben. - Wenn diese Überschneidung nicht mehr besteht oder wenn ich eine andere interessante Sportart beim Unisport finde, die sich nicht mit anderen Terminen überschneidet, werde ich es aber wohl noch mal versuchen...

    Richtig toll war auch ein Segeltörn auf einem Großsegler, bei dem ich mangels Privatspähre gar keine andere Möglichkeit hatte, als viel Kontakt mit anderen Leuten zu haben... Nur leider wohnen alle dieser ehemaligen Mitsegler so weit von mir entfernt, dass ich keinen Kontakt mehr mit ihnen habe.

    Von daher mein Tipp gegen Einsamkeit:
    - Schließe dich einer Gruppe an, die gemeinsam irgendein Hobby betreibt (z.B. Sportverein, Musikverein oder sonst irgendwas)
    - Mache Gruppen-Abenteuerurlaub, o.Ä.
     
    #11
    User 44981, 25 Juli 2009
  12. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich wohne leider (noch) nicht in der Stadt in der ich studiere und muss sagen, dass das meinem Anschluss an der Uni nicht förderlich war, habe eigentlich nur mit 5 Kommilitonen Kontakt. Verbringe daher während der Uni viel Zeit allein, mit Lesen, Musik hören, Internet surfen, oder einfach am Aasee chillen...
    Freundestechnisch bin ich allerdings nicht einsam, mache an ca. 6 von 7 Tagen was mit anderen Leuten.
    Ich glaube ohne Bezugspersonen würde ich nach wenigen Wochen depressiv und kann mir nicht vorstellen, dass das anderen gut bekommt. Hast du denn noch Kontakt zu den Personen vor deinem Umzug? Wie sieht es mit Internet-Bekanntschaften aus? Ist auch schon mal ein sozialer Kontakt wenn man mit anderen Personen ein wenig chattet (obwohl es natürlich nicht alles ist). Wenn du willst kannst mich gerne anschreiben, ich habe nie etwas gegen interessante Gesprächspartner :zwinker:.

    Beziehungstechnisch bin ich seit 24 Jahren einsam (mehr als mal Rumknutschen oder einfach nur heftig flirten war nie drin), habe dabei schon so ziemlich alle Zustände zwischen Verzweiflung, hektischem Aktivismus und einem abgeklärten Optimismus (aktueller Zustand) durchgemacht.
     
    #12
    BrooklynBridge, 25 Juli 2009
  13. Roo
    Roo (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    War Zufall, dass dien Post über meinen war, hab mich dabei nicht auf dich bezogen :zwinker:

    Vielmehr bemerkte ich, dass das hin und wieder auch auf mich zutrifft. Tage, an denen ich mir denke, dass mir Gesellschaft gestohlen bleiben kann und ich alleine in gewisser Hinsicht besser dran bin. Aber das ist Selbsttäuschung aus Verzweiflung, und wenn ich nicht aufpasse, verliere ich mich darin...

    Wobei man nüchtern betrachtet sagen muss, dass an der Aussage hin und wieder schon etwas Wahres dran ist, oder gab es noch nie in eurem Leben Momente, in denen ihr gesagt habt "Ach, das brauche ich eh nicht" obwohls anders war. Jetzt nicht nur auf menschen bezogen, sondern generell aufs Leben, wenn man sich etwa ein Auto kaufen will, aber jenes, welches einem wirklich gefällt, nicht leisten kann?

    Was meinst du, warum es Freud'sche Abwehrmechanismen und nicht Freud'scher Lösungsweg zum besseren Leben heißt? :grin:
     
    #13
    Roo, 25 Juli 2009
  14. frau bovary
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    Vielen Dank für die Antworten und Tipps : )

    Erstmal, ja, es ist ziemlich schwer, „einsam“ überhaupt zu definieren. Einsamkeit kann verschiedene Gestalten annehmen. Ich persönlich bin einsam, weil ich wirklich niemanden habe, zum reden oder treffen oder weggehen.
    Wenn sich jemand nach einer Beziehung sehnt, kann er sich natürlich auch einsam fühlen und das hier gern schreiben.. ich will alles hören. :zwinker:

    Oh ja, das kenne ich.. da stürzt dann alles auf mich ein.

    So geht es mir auch. Ich bin regelrecht arrogant, vorverurteile andere, denke mir von so manchem, dass der eh „primitiv“ ist und bleib dann halt alleine, statt irgendwo eine Einladung anzunehmen. Ich hasse diese Eigenschaft an mir, aber so leicht ist sie leider nicht abzustreifen...

    Bist du wirklich gerne so? Für mich klingt das auch erstmal nach Selbstschutz und Freudschem Abwehrmechanismus. :zwinker:

    Ich beneide diese gutherzigen Menschen sehr, die wirklich alles und jedem eine Chance geben können..

    Oh, das ist lieb. :zwinker: Vielleicht komm ich bald mal drauf zurück.

    Nein, ich habe zurzeit niemanden. Ok, ich kenne eine Person aus der Uni, die ich aber auch nicht wirklich mag. Außerhalb des Studiums machen wir so gut wie nie was zusammen. Obwohl wir 200 Leute sind, kenn ich sonst niemanden wirklich. Aber das ist meine Schuld, ich war am Anfang des Studiums einfach zu abweisend...
    Und zu Leuten von früher habe ich schon seit einem Jahr keinen Kontakt mehr. Das habe ich sogar absichtlich eingeleitet, weil wir zu verschieden waren, das war so oberflächlich, sie haben mich genervt und ich wollte sie loswerden.. Naja, ich bereue das mittlerweile ein wenig. Es ist halt doch besser, so ein paar nervige Bekannte zu haben, als echt komplett allein zu sein.
    Hm, und im Internet habe ich eine sehr gute Freundin, schon seit Jahren, aber wir schreiben uns selten. Nur zu meinem Exfreund habe ich hin und wieder noch per ICQ Kontakt, aber ob der gerade meine Bezugsperson sein sollte? Ich glaub nicht. :zwinker:

    Und du bist auf Beziehungsebene einsam? Wenigstens klingt „abgeklärter Optimismus“ jetzt nicht so, als wärst du dem Selbstmord nahe.. Das ist doch schon mal positiv zu sehen. Und bei manchen brauchts eh länger, bis sie einen geeigneten Menschen finden. Immer optimistisch bleiben, genau. ; )
     
    #14
    frau bovary, 25 Juli 2009
  15. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    jap: ich bin gerne so.
    es ist ja nicht so, dass ich garkeine freunde hätte. wenn mir wer zusagt, ist die freundschaft schnell geschlossen. und diese wenigen freundschaften bedeuten mir auch ziemlich viel, sind aber grösstenteils auch relativ weit weg.

    und da ich wirklich gerne mit mir alleine bin, aber ab und an angenehme gesellschaft habe die ich sehr schätze, bin ich damit glücklich und zufrieden.
    habe ich hingegen tag und nacht und ständig gesellschaft, selbst wenn ich diese person schätze, dann bin ich ziemlich schnell nurnoch genervt und wünsch mir nichts sehnlicher als ne woche ruhe.
    hätt ich nun wesentlich mehr freunde, dann würden die alle aufmerksamkeit wollen, ich wär schlimmstenfalls jeden tag der woche mit wem beschäftigt... das wär für mich echter horror.

    vorverurteilen würde ich das bei mir nicht nennen. ich kann nur gut einschätzen, wer meinen ansprüchen genügt, und wer nicht. und wenn ich wen innerlich auslache wenn er mich anspricht, dann wirds mir garnichts bringen eine einladung anzunehmen - zumal ich menschenansammlungen sowieso nur selten mag.
     
    #15
    Nevery, 25 Juli 2009
  16. frau bovary
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    Das klingt zwar nüchtern, aber auch so, als wärst du ziemlich ehrlich mit dir selbst. Wenn du zufrieden bist, ist es ja ziemlich gut.

    Ich hab ja das Gefühl, dass ich dir ziemlich ähnlich bin, nur noch nicht so fortgeschritten. Also ich bin gewiss kein Herdenmensch, brauche oft mal meine Ruhe und kann mein Alleinsein genießen.
    Und ich ahne auch von vornherein schon, wenn jemand nicht zu mir passt, bin oft genug abweisend. Aber ich mache das mit schlechtem Gewissen. Ich bin wohl politisch zu korrekt. Man darf ja nicht oberflächlich Leute beurteilen oder was weiß ich...

    Na ja, mir fehlts einfach an einer guten Gesellschaft. Zwei akzeptable Leute würden mir schon reichen, aber da muss man erstmal welche finden.
    Du hast ja scheinbar welche, mit denen du zufrieden bist.

    Ich glaube, ich würde dich da auch eher alleine und nicht einsam nennen.. Wobei das eh Definitionssache ist, aber im Fall der Fälle geben dir deine Freunde ja Rückhalt. Einsamkeit ist für mich damit verknüpft, dass einen niemand auffängt (die Eltern lassen wir mal raus), wenns scheisse läuft. Das sind dann die wirklich armen, einsamen Schweine.
     
    #16
    frau bovary, 25 Juli 2009
  17. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    hach, in deinem Alter :zwinker: hatte ich auch noch das gefühl mehr freundschaften schliessen zu müssen. da gabs auch ziemlich viel stress mit meinem damaligem, weil ich kein bock hatte ständig neue leute kennenzulernen. er fand das dann schlecht, ich hatte nen schlechtes gewissen, also bin ich mitgekommen und hab neue leute kennengelernt, die mich entsetzlich genervt haben, was ich nicht zugeben konnte...
    diese erlebnisse haben meine sehnsucht nach ruhe nochmal arg verstärkt, und seitdem hab ich auch kein problem mehr damit zwei wochen ohne jeglichen realen menschenkontakt zuzubringen. ich fühl mich wohl damit :zwinker:

    aber apropos auffangen: da weiss ich immo auch nicht wie es aussieht, abgesehen von meinen eltern. mein bester freund hat selber restlos stress, den erreich ich kaum. und allen anderen werd ich sicher nicht auf die nase binden wie es mir geht... nene, da muss ich schon allein mit klarkommen. erwarte ich von mir selber aber auch.
     
    #17
    Nevery, 25 Juli 2009
  18. franzius
    Gast
    0
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    #18
    franzius, 26 Juli 2009
  19. 0rN4n4
    Gast
    0
    Jeder ist im Grunde genommen allein - Dilemma Mensch.

    Ich bin immer wieder mal alleine... Aber das tut mir auch gut :smile:

    Wenns mir schlecht geht nervts mich, aber meistens kann ich mich gut selber beschäftigen und finds interessant. ( Geht besonders gut mit Internet und Sport :zwinker:)

    Ich hab ca. 5 engere Freunde und das reicht mir auch. Ab und zu gehe ich mit anderen Freunden weg etc. Bei mir braucht es mehr bis ich mich einem Menschen gegenüber wirklich öffne und das ist okay so. Manchmal fällt es mir schwer, den Menschen die mir wirklich was bedeuten das auch zu zeigen.


    Und wenn ich mich um knapp 3 Uhr nachts langweile, dann gibt es immer noch Foren. ( Manchmal ist das produktivitätslimit einfach durch zu grosse Müdigkeit erreicht.)

    Und mit diesen klugscheisserischen, schwülstigen Worten dampfe ich jetzt ab ins Bett :smile:

    Gruss
    N4n4

    p.S. Senf.
     
    #19
    0rN4n4, 26 Juli 2009
  20. produnicorn
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Nunja, manchmal bin ich einsam. Das liegt aber an Dingen, die ich selbst "schuld" bin, bzw die ich mir selbst ausgesucht habe. Könnte ich jederzeit ohne Probleme ändern. Aber ich habe auch gerne mal meine Ruhe.

    Aber ich finde, es kann nicht Sinn der Sache sein, sich es passend zu reden, wenn man nicht einsam sein möchte. Also dagegen kann man ja schon was machen. Das mit Freudt hab ich auch mal so gelesen und sogar gelernt und ich finde, das stimmt. Aber man kann dagegen was machen, indem man erkennt, dass man so handelt, wie man handelt.

    Zum Thema Leute finden und treffen: Wir befinden uns hier in einem Internetforum ^^ auch wenn manche hier, (0rN4n4 und ich glaub Nevery) gesagt haben, dass das ja quasi Ablenkung von (gewollter oder ungewollter) Einsamkeit ist, hier sind Menschen hinter den Nicknamen. Insofern ist ein Internetforum ja schonmal ein Schritt aus der Einsamkeit heraus. Denn "virtuelle Menschen" sind immer noch besser als gar keine Menschen. Und diese Menschen wohnen auch irgendwo und bestimmt findet man im Internet Leute in seiner Nähe. Stichwort Lokalisten. Oder eben über Studivz. MySpace etc. Also ich habe durche ein Internetforum, das sich mit meiner Lieblingsband beschäftigt, meine Ex Freundin kennengelernt. Mit der war ich dann auch lage zusammen und habe allein durch dieses Forum eine Menge Leute kennengelernt und die dann auch immer schön auf Konzerten getroffen. Nachher dann noch was trinken gegangen und ICQ Nummern ausgetauscht. Und so trifft man sich wieder. Also ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich so vor ein paar Jahren wirklich gute Freunde und SEHR gute Bekanntschaften gemacht habe. Und die habe ich auch heute noch.
    So würde ich das Ganze angehen, wenns wegen Schüchternheit nicht geht, Leute einfach so direkt kennenzulernen (was ich völlig nachvollziehen kann). Wenn man aber vorher schon mal gechattet hat, Interessen abgecheckt hat, oder einfach ein gemeinsames Zeil hat (das Konzert, dieses Fest/Veranstaltung) dann fällt es schonmal leichter, Leute kennenzulernen. Halt immer schön offen sein, dann passt das auch. Sowas dauert natürlich, aber kleine Erfolge sind da Balsam für die Seele. Zumindest war das bei mir so.

    Ansonsten mach ich, wenn ich mich einsam fühle und keine lust auf Chatten oder Telefonieren habe immer Musik. Ich spiele E-Gitarre. Das macht herlich viel Spaß, die Zeit geht rum und gut fürs Gehirn und die Motorik ists auch noch. Also zusätzlich zu den normalen Zeiten, an denen ich so oder so Gitarre spiele, mach ich das eben auch dann, wenn ich mich nicht gut fühle. Ich fühle mich dann besser und eine negative Verknüpfung hab ich noch nicth festegellt. Und nen Kumpel von mir, der das seit 15 Jahren so macht auch nicht...
     
    #20
    produnicorn, 26 Juli 2009

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