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Umgang mit Libidoverlust durch Medikamente

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Donnie_Darko, 9 September 2008.

  1. Donnie_Darko
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo,

    ich nehme verschiedene Medikamente ein (natürlich wurden diese mir verschrieben!), durch die ich einen deutlichen Verlust meiner Libido verspüren muss. Laut Packungsbeilage ist das eine offizielle Nebenwirkung.

    Einerseits ist das ganz angenehm, nicht den ganzen Tag an Sex, Frauen oder den nächsten Orgasmus denken zu müssen. Denn dadurch ging mir einfach früher Zeit verloren, so denke ich.

    Andererseits habe ich Angst davor, dass wenn ich denn endlich in die Verlegenheit kommen sollte eine Freundin zu haben, dass ich ihre sexuellen Wünsche nicht erfüllen kann.

    Worum gehts da konkret?

    Mein Wunsch nach Sexualität, der in der Vergangenheit nur durch Onanieren befriedigt wurde, hat von etwa 2 mal täglich auf einmal die Woche nachgelassen. Bei diesem einen mal die Woche ist dann noch nicht mal garantiert, dass ich bis ganz zum Ende durchhalte, ich also die Erektion spontan verliere.

    Und jetzt meine Fragen (Ich bitte ausdrücklich um ehrliche Antworten!):

    - Würde es für Dich als Frau ein Problem darstellen, mit dieser Libido-Situation bei einem Mann konfrontiert zu werden? Wie würdest Du damit umgehen?

    - Es wäre möglich, auf andere Medikamente zu wechseln. Zwar wäre solch ein Wechsel sehr langwierig, da die optimale Medikamenten-Einstellung nur sehr schwer bei mir gefunden werden konnte - Aber würdest Du als Mann das machen wollen?

    - Wie würdest Du selber an meiner Stelle damit umgehen? Natürlich ist es das A und O, mit seiner Freundin über sowas zu reden! Aber vielleicht hat ja sonst noch jemand irgendeinen Tipp?

    Gruß
    Donnie
     
    #1
    Donnie_Darko, 9 September 2008
  2. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Huhu,

    also ich denke, es gibt genügend Frauen, die eine ähnliche Libido von Natur aus haben, und die damit keinerlei Problem haben würden.

    Für MICH persönlich wäre es dann ein Problem, wenn der Mann von der eigenen Lust schließend, meine eigene mitbestimmt. D.h. für mich, dass der Partner in der Beziehung, der weniger Lust hat, kein Problem damit haben sollte, den anderen Partner auf seine Kosten kommen zu lassen - sei es durch gelegentliches einseitige Gefälligkeiten oder dadurch, dass man keinen Stress hat, wenn sich der andere Teil es selber macht.

    Ich würde aber auf keinen Fall soweit gehen zu sagen, dass man dann Schluss macht oder sich anderweitig (bei anderen Männern) Befriedigung holt.

    Ob du deswegen die Medikamente umstellen solltest, bleibt dir überlassen. Je nach Erkrankung würde ich das Risiko für "ein bisschen Sex" nicht eingehen. Erst recht unter dem Aspekt, dass sich eine Freundin finden lassen sollte, die Sex nicht soo wichtig findet.

    Außerdem ist m.E. überhaupt nicht gesagt, ob du nicht in einer Beziehung doch noch etwas mehr Lust entwickeln kannst. Libidoverlust hin oder her, aber wenn die richtige Frau kommt, kann es schon sein, dass du auf sich dann doch nochmal mehr Lust verspürst, als jetzt auf SB.

    Das solltest du dann abwarten - und vielleicht lässt man sich ja auch "motivieren" - war bei mir mit der Pille und Libidoverlust zum Teil auch so - erst wollte ich gar nicht, mit ein bisschen Geduld und so konnte man sich dann doch erwärmen und dann war es doch schön.

    Soviel zu meinen Ideen. Ich denke, so lange DU damit leben kannst, lässt sich auch eine Partnerin finden, die es tut, erst recht, wo Sex nicht alles in einer Beziehung ist, und ich genügend Frauen kenne, die froh sind, wenn ihr Kerl nicht den ganzen Tag an ihnen rumgrabschen.

    LG
     
    #2
    User 20579, 9 September 2008
  3. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Ich würde mir wünschen, wenn er und ich uns näherkommen und "absehbar" ist, dass aus uns "mehr" wird oder werden könnte als nur gute Freunde, dass er mir dann auch erzählt, dass er Medikamente nehmen muss, die als Nebenwirkung seine Libido hemmen. Dass das zum Beispiel bei manchen (?) Antidepressiva und Psychopharmaka der Fall ist, weiß ich ohnehin. Ich wünschte mir, dass mir der Mann soweit vertraut, dass er von seiner Krankheit erzählen kann und den nötigen Medikamenten.

    Ich denke, mich hielte die Tatsache der medikamentenbedingten geschmälerten Libido nicht von einem Beziehungsversuch ab.

    Dann wird sich zeigen, inwieweit ich dauerhaft damit klarkomme.

    Da ich mehrere Leute kenne, die psychische Probleme haben und die auch mittels Medikamenten überwinden konnten, bin ich durchaus optimistisch. Falls es sich um nichtpsychische Grunderkrankungen handelt, die ggf. über Jahrzehnte medikamentöse Behandlung erfordern, so dass die Libido langfristig sehr eingedämmt wäre, müsste ich mir das schon genau überlegen, würde es aber wohl auf einen Versuch ankommen lassen, wenn er akzeptiert, dass ich ein recht lüsternes Stück bin und nicht vorhersagen kann, wie ich mit wenig Sex in der Beziehung zurechtkomme.

    Ich habe in der aktuellen Beziehung im ersten halben Jahr auch keinen Koitus erlebt, da mein Freund in der Zeit keine genügend stabile Erektion bekam. Lust hatte er schon, wir hatten auch anderweitig geilen Sex - aber Ficken klappte nicht :zwinker:. Das hat sich dann gegeben, es kam dann "plötzlich" und fast unerwartet doch mal zu erfolgreichem Koitus - darüber haben wir uns beide gefreut. Ich hätte auch längeren "Ausfall" hingenommen, da ich den Mann liebte und ich ihn mir nicht als Rammelmaschine ausgesucht habe. Es war damals unklar, ob es je klappen wird.

    Hätte er gar keine Nähe und Zärtlichkeit gewollt, wäre das für mich sehr schwierig gewesen.
     
    #3
    User 20976, 9 September 2008
  4. Donnie_Darko
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    194
    101
    0
    Single
    Vielen Dank erstmal für die recht langen Antworten!

    Zunächst ist es einmal selbstverständlich, dass ich einer Frau, die ich schon näher kennengelernt habe, von meinen Erkrankungen erzähle. In einigen meiner Bekanntenkreise wissen sogar alle Leute (also nur die aus dem Kreis) über meine Erkrankungen Bescheid.

    Das Medikament zu wechseln würde sich sehr schwierig gestalten! Ich bin seit April bis letzte Woche Freitag in einer Klinik für Psychiatrie Patient gewesen. In dieser Zeit, fast ein halbes Jahr, wurden allerlei Medikamente ausprobiert - die entscheidende Verbesserung trat erst vor drei Wochen ein, nachdem ich auf ein anderes atypisches Neuroleptikum eingestellt wurde. Dieses Medikament ist mit für meine Libidosenkung verantwortlich. Ebenso nehme ich seit über einem Jahr ein SNRI (ein Antidepressivum), das wohl hauptsächlich dafür verantwortlich ist, also für meine Libidoverminderung.
    Beide Medikamente vertrage ich sehr gut, bis auf die Libidosenkung und einem Tremor (Zittern der Hände) treten keine Nebenwirkungen auf! Daher würde ich sehr ungerne wechseln. Einzigste Möglichkeit, die für mich in Frage käme, wäre der Wechsel des SNRI auf einen MAO-Hemmer, was ich ebenfalls nur stationär machen würde. Das würde etwa 4 bis 6 Wochen dauern...

    Aber was mir viel wichtiger ist, ich kann mit dieser Medikamentenkombination wieder was zur Gesellschaft beitragen. Alle Mitpatienten in meinem Alter, die ich in meiner Klinikzeit kennengelernt habe, sind nicht arbeitsfähig, d.h. sie sind Frührentner!

    Um wieder zum Thema zurück zu kommen: Ich hatte, seitdem ich von meinen Erkankungen weiß, zweimal die Möglichkeit gehabt, eine Beziehung einzugehen und beiden Frauen habe ich im Vorhinein von meinen Erkrankungen erzählt. Von der Libidosenkung habe ich denen zwar noch nichts erzählt, soweit war ich mit der Kennenlernphase noch nicht.
     
    #4
    Donnie_Darko, 9 September 2008

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