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Umgang mit Problemen in der Beziehung -> eigene Meinung?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von performa, 16 Oktober 2007.

  1. performa
    performa (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    ich (18) bin mit meiner Freundin (20) nun ein knappes halbes Jahr zusammen und die letzten 2 Monaten waren verdammt kompliziert für uns beide.

    Ich bin zugegebenermaßen ein sehr direkter Typ, spreche Sachen sofort an, die mich stören und sehe Probleme weniger als Problem, sondern eher als Herausforderung, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. Meiner Meinung nach ist es unvermeidbar, dass man in einer Beziehung "Reibungspunkte" hat und deshalb sollte es ja auch ganz normal sein, Probleme zu haben und diese zu bewältigen, indem man z.B. einen Schritt auf einander zu geht oder eben etwas Toleranz an den Tag legt. Leider bin ich durch meine offensive, "impulsive" Art häufig verletzend und tue meiner Freundin dadurch oft weh, indem ich Probleme zu direkt anspreche und sie sich dadurch eher nach "Vorhaltung" und nicht nach "komm, lass uns doch zusammen mal eine Lösung finden" anhören, obwohl ich sie nicht verletzen will und eigentlich nur möchte, dass es uns beiden gut geht. Wenn ich aber mal 'ne Weile Sachen nicht anspreche, die mich bewegen, platzt es irgendwann aus mir raus und das will ich ihr nicht antun...

    Meine Freundin dagegen ist eher ein sensibler und weitaus feinfühligerer Typ als ich. Probleme hat sie bisher vor unserer Beziehung (und demnach als "eingefahrenes Schema" auch in unserer Beziehung) mit sich selbst als "Einzelkämpfer" gelöst, indem sie sich eins, zwei Tage in ihrem Zimmer vergräbt und einsam grübelt. Wenn Sie mal Probleme mit mir ansprechen möchte (was oft eine Überwindung für sie darstellt, da sie mir eben auch nicht weh tun möchte), nehme ich Sie dann leider oft nicht ernst, da ich eine "heftigere Gangart" gewöhnt bin und ihre feinfühlig-dezente Ausdrucksweise auf mich oft nicht den gewünschten Effekt hat und Sie sich verständlicherweise nicht gleichberechtigt und nicht ernstgenommen fühlt.

    Das führt dann dazu, dass sie mittlerweile Angst hat, zu mir zu kommen, weil ich ihr leider recht regelmäßig weh tue (garnicht gut fürs Vertrauen). Wenn Sie Probleme hat, komme ich leider oft überhaupt nicht an Sie heran. Auf der anderen Seite ziehe ich es mittlerweile bald vor, garnichts mehr zu sagen und möglichst viel in mich "hereinzufressen", um Streit zu vermeiden, obwohl ich den eigentlich genausowenig will wie Sie. Es fällt uns mit unseren total gegensätzlichen Arten demnach ziemlich schwer, "gemeinsam" an Problemen zu arbeiten, uns so zu akzeptieren, wir wie sind und uns in schwierigen Situation den Rücken zu stärken anstelle sich gegenseitig wegen Kleinkram aufzureiben.

    Wir sind uns beide einig, dass wir gerne an uns arbeiten würden, aber es ist nunmal ziemlich schwierig, da wirklich aufeinander zuzugehen und Verständnis für die gegenseitigen "Eigenarten" zu haben. Man sollte ja schließlich keine Harmonie "erzwingen", was wir wohl zu oft versucht haben. Probleme wird es immer wieder geben, nur wie man mit ihnen umgeht macht es erst wirklich zum Problem. Nach den letzten, turbulenten und kräftezehrenden 2 "Zoff"-Monaten wollen wir jetzt endgültig besser miteinander auskommen.

    Habt ihr in einer Beziehung vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Tipps, wie man so eine verfahrene Situation "aufdröseln" kann?
     
    #1
    performa, 16 Oktober 2007
  2. drusilla
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Dein Problem kommt mir insofern bekannt vor, als das eine Freundin von mir mr neulich so etwas ähnliches geschildert hat:

    Sie hat am Sonntag einen Ausflug mit der Familie gemacht, den sie total schön und lustig und alles fand.
    Und als sie dann am Montagabend von der Arbeit nach Hause kam, sich entspannen wollte, fiel ihr Mann gleicht mit der Tür ins Haus, dass es ihm nicht gefallen hat, dass sie Sonntag keine Zeit für sich hatten. :ratlos:

    Das war wohl auch etwas zu direkt. Du musst die Dinge ja nicht in die hineinfressen, aber meinst du nicht, sie würde Kritik etc. positiver aufnehmen, wenn du wirklich solche Phrasen à la "Schatz, ich würd gern ein paar Dinge mit dir besprechen" begännst, ihr euch dann auf eine Zeit einigen würdet, in der ihr beide die Ruhe habt für ein Gespräch, und du dann die Probleme etwas freundlicher darstelltest?

    Und du nimm bitte im Gegenzug ernst, was sie sagt! Ich kenne das, ich muss meinem Freund manchmal dreimal sagen, dass mich etwas stört. Und das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, tut verdammt weh...

    Wenn ihr euch beide etwas angleicht, findet ihr dann keine Gesprächsebene? Zeig ihr doch mal deinen Text hier, der zeigt ja, dass du sie auch verstehst, und ist auch nicht zu harsch geschrieben.
    Dann sieht sie vielleicht, dass du's nicht böse meinst.


    lg drue
     
    #2
    drusilla, 16 Oktober 2007
  3. User 7157
    User 7157 (33)
    Sehr bekannt hier
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    198
    168
    nicht angegeben
    Es klingt so, als wüßtet ihr genau wer was falsch macht und auch wie ihr euch richtig verhalten müsstet. Ich verstehe jetzt nicht so ganz, warum ihr das nicht umsetzen könnt. Warum hörst du nicht doch mal genau hin, wenn deine Freundin ein Problem andeutet, denn immerhin weißt du ja, dass sie diesbezüglich nicht ganz direkt ist. Und warum versuchst du nicht mal sie nicht zu verletzen, wenn du ein Problem ansprichst? Es ist grds. gut, dass du in dieser Hinsicht ein offener und direkter Typ bist, aber es kommt halt entscheidend darauf an WIE man etwas sagt. Da gibts ganze Bücher drüber. :zwinker:

    Im Gegenzug sollte deine Freundin natürlich auch ein paar Regeln beherzigen, aber da sie das hier ja eh nicht liest, hab ich mich mal nur auf dich bezogen.

    Worüber streitet ihr euch denn eigentlich generell? Also was sind eure Probleme?

    Es klingt halt ziemlich eingefahren bei euch. Sowas ist immer ganz schlecht, weil beide Partner da natürlich eine Erwartungshaltung hegen und direkt auf alles anspringen, was sie sonst vielleicht gar nicht stören würde, wenn sie nicht "vorbelastet" werden. Wichtig ist, dass ihr hier mal einen Cut macht. Sag ihr nochmal genau das, was du hier auch geschrieben hast und redet gemeinsam darüber. Arbeitet beide an euch, damit ihr nicht jeweis in das alte Muster zurückfallt.
     
    #3
    User 7157, 16 Oktober 2007
  4. Sancy
    Sancy (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    vergeben und glücklich
    Oh ja, das Problem kenn ich nur zu gut. Zwar nicht in meiner jetzigen Beziehung aber in der davor...

    ER war sehr davon überzeugt, dass seine Probleme immer wesentlich wichtiger und dramatischer waren als meine und hat mich somit nie wirklich ernst genommen.
    Und ja, er hat es auch fast bei jedem Gespräch geschafft mich zu verletzen.

    Mit diesem Gefühl des Nicht-ernst-nehmens verschwindet auch löeicht die Liebe. Aber meiner Meinung nach hätte das nicht so sein müssen.
    Ich könnte dir zu dem Thema ein Buch empfehlen.
    "Das hab' ich nicht gesagt: Kommunikationsprobleme im Alltag. "
    von Deborah Tannen. Das war durchaus sehr interessant und hat mir Einblicke in die verschiedenen Kommunikationsebenen gegeben.

    Was hältst du sonst von Aufschreiben deiner Gefühle und Gedanken und dass ihr euch dann meinetwegen einmal die Woche zusammensetzt und du die auf dem Zettel geordneten Gedanken aussprichst. So bleibt es oft sachlicher.

    Viel Glück
     
    #4
    Sancy, 17 Oktober 2007

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