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Umzug, depressive Mutter und die Folgen...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Snjokorn, 26 Dezember 2004.

  1. Snjokorn
    Gast
    0
    Huhu,
    ich bin im Moment ein wenig ratlos....
    Seit wir vor *rechne* knapp 4 Jahren von Berlin nach Wiesbaden gezogen sind ist meine Mutter leicht depressiv.
    Wir haben in Berlin in einem wirklich tollem, großen Haus mit allem drum und dran gewohnt, selbst gebaut und so.
    Wegen des Umzugs haben wir es vermietet und uns hier in Wiesbaden auch nur etwas zur Miete gesucht.
    Das Problem ist jedoch, dass wir in den 4 Jahren jetzt schon 3 mal umgezogen sind. Das erste mal nach knapp 6 Monaten - da bin ich auch froh drüber, haben in nem Vorort gewohnt, keine Busanbindung, ich war immer auf meine Eltern angewiesen...außerdem nicht wirklich schön.
    Wir sind dann nach Wiesbaden reingezogen, in ein Reihenhaus. Ich fand es von außen zwar ganz furchtbar, aber drinnen war es eigentlich ganz schön, meine Mutter war auch mal halbwegs zufrieden - bis nach 4 Monaten neue Nachbarn kamen. Das war eine Familie mit 4 Kindern - viel zu viele für das Haus, die zudem jeden Tag die halbe Verwandtschaft einlud - es war wirklich nervig, man hatte nie seine Ruhe.
    Also sind wir nach ca einem Jahr wieder umgezogen - in unsere jetzige Wohnung.
    Sie hat eine Toplage, eigentlich stehn hier nur Altbauvillen und wir haben ein wirklich gutes Umfeld - im Grunde genommen sehr viele Promis... :roll:
    Tja...denkt man eigentlich, es wäre ok...aber nein....Meine Mutter ist wieder furchtbar unzufrieden. Zuerst war es die Dunkelheit..wir haben hier halt eine Etage soner Villa - wegen den Katzen eine mit Gartenzugang, die auch entsprechend dunkel ist, weil diese ganzen Mauerwölbungen und Mauern um das Gebäude alles abschirmen.
    Man muss sagen, dass wirklich nicht viel Licht reinkommt, bis auf den Hochsommer braucht man in den meisten Räumen immer ein bissel zusätzliches Licht. Fakt ist aber, dass das nur meine Mutter so richtig stört.
    Als nächstes kamen die Nachbarn hinzu...die wohnen über uns und sind eigentlich wirklich nette, kultivierte Leute. Allerdings sind die Böden hier mit sonem speziellen, alten Holz ausgelegt und es gibt keine Dämpfungen - sprich man hört, sobald oben jemand mit Schuhen läuft oder auch wenn er ohne Schuhe schnell läuft. Man hört das Kind kreischen, man hört die Türen etc.
    Ich finde das alles gar nicht tragisch, ich nehme es zwar wahr, aber beachte es nicht weiter. Meine Mutter hingegen muss nur einmal was hören, schon läuten die Alarmglocken. Dann sitzt sie da, starrt in die Gegend und achtet auf jedes Geräusch von oben. Sie tickt regelrecht aus, meint diese Unruhe von dort oben würde sich auf sie übertragen, sie würde verrückt werden, es fühle sich an, als würden die in ihrem Kopf rennen und so weiter.
    Dann möchte sie von meinem Vater und mir hören, dass es uns genauso stört und wir es ganz schrecklich finden. Im gleichen Atemzug sagt sie, dass das hier nicht ihr zuhause ist, sie möchte nach Hause, sie will hier nicht leben und so weiter...
    Sie hat bis heute nicht akzeptiert, dass wir nicht mehr in unserem Haus in Berlin leben, will zurück und bricht regelmäßig in Tränen deswegen aus. Zudem regt sie sich so über die Mietpreise in Wiesbaden auf, hier ist alles deutlich teurer, wir zahlen für unsere Wohnung hier mehr als unsere Mieter in Berlin für ein großes Einfamilienhaus mit Pool, Kamin, riesigem total schönem Garten, guter Lage und so weiter.
    Meine Mutter sitzt also da, redet was von Schicksal, dass wir ja auch immer Pech haben, wieso es nur uns so schlecht gehen muss und verzweifelt total.
    Nur was macht man denn als angehöriger in so einer Situation???
    Es ist klar, wir ziehen wieder um....allerdings läuft unser Mietvertrag noch bis September, früher kommen wir nicht raus.
    Klar, wir könnten mit meiner Mutter mitmachen und uns auch so drüber aufregen - aber das macht uns doch selbst krank.
    Mein Vater - das muss ich auch sagen - reagiert auf das alles immer sehr genervt und sagt gar nichts mehr. Kann ich irgendwo verstehn, wir ziehen andauernd um, weil meine Mutter nicht klarkommt, obwohl wir eigentlich wissen, dass sie nirgendwo klarkommen wird..nur in ihrem Haus in Berlin.
    Es kostet sehr viel Geld, sehr viele Nerven, sehr viel Anstrengung durchschnittlich einmal im Jahr umzuziehen...Das alles weiß meine Mutter auch, macht sich deswegen glaub ich auch Vorwürfe. Allerdings sollte mein Vater doch auch irgendwie versuchen Verständnis aufzubringen, sonst wird ja alles nur noch schlimmer.
    Aber wenn ich versuche mit ihr zu reden, ihr zu sagen, dass das alles ein Problem des Kopfes ist, dann rastet sie total aus, schreit wir solln sie doch in sie Psychiatrie abschieben, sie ist halt nicht mehr ganz dicht, sie könnte sich ja auch gleich umbringen, niemand würde sie verstehen, sie stünde ganz alleine da und wir würden mitleidig auf sie herabschauen.

    Puhh...was macht man denn da bitte? Ich finde es total schwierig damit umzugehn - zum einen, weil ich mich als Tochter ein wenig überfordert damit fühle, zum anderen, weil es ja auch wirklich nicht schön ist zu sehen, wie die eigene Mutter seit Jahren unglücklich ist, es wöchentlich Streit deswegen gibt, irgendjemand ausflippt, sich alle anschreien, das Thema wieder auf Eis gelegt wird und dann doch wieder hochkommt.
    Ehrlichgesagt bin ich total froh, wenn ich in Island oder nächsten Herbst ausgezogen bin - mich macht das hier langsam krank.
    Mich stören die Geräusche nicht, aber inzw. stresse ich mich selbst auch schon jedesmal, undzwar aus Angst, dass es gleich wieder Streit gibt, dass meine Mutter wieder verlangt, dass wir sie verstehn, dass wir ihr Recht geben.
    Ich glaube eigentlich, dass meine Mutter mal in psychologische Behandlung sollte, einfach um akzeptieren zu lernen und ihre Depressionen behandeln zu lassen. Aber das würde sie nicht machen..keine Ahnung weshalb, aber sie blockt total ab - und ich kann ihr auch nicht deutlich sagen, dass es in meinen Augen notwendig ist, weil sie sich und auch ihre Familie damit kaputt macht. Dann kommt gleich wieder ein Ausraster.
    *verzweifel*
     
    #1
    Snjokorn, 26 Dezember 2004
  2. Sleepless
    Sleepless (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    226
    101
    0
    nicht angegeben
    Darf ich mal fragen warum ihr von dem tollen Haus in Berlin weggezogen seit?

    mfg
    Sleepless?
     
    #2
    Sleepless, 26 Dezember 2004
  3. Snjokorn
    Gast
    0
    Aus beruflichen Gründen meines Vaters
     
    #3
    Snjokorn, 26 Dezember 2004
  4. Sleepless
    Sleepless (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    226
    101
    0
    nicht angegeben
    hi snjokorn

    Es ist sehr schwer dir hier Tipps oder ähnliches zu geben, denn
    als ausenstehender tut man sich schwer.

    Ich meine auf einer Seite willst du deiner Mutter helfen doch sie
    lässt sich nicht helfen.
    Was meint dein Vater dazu, ich mein auf die Psychatrische hilfe?

    Sicherlich ist es schwer die grenze zwischen depressionen und unglücklich zu defnieren. Jedenfall denk ich sicher das du dies
    als Tocher sicherlich besser einschätzen kannst als jeder andere.

    Ich wünsch dir und deine Family alles gute.

    mfg
    Sleepless
     
    #4
    Sleepless, 26 Dezember 2004
  5. Schattenfell
    Verbringt hier viel Zeit
    8
    86
    0
    Single
    Ich kann dich gut verstehen das du dir Sorgen machst um deine Mutter!
    Aber ich denke das ist nicht deine Aufgabe!
    Ich meine ihr seit in den letzten Jahren 3mal Umgezogen !
    und deine Mutter war nie zufrieden!
    Ich denke sie wollte damals auch nicht Berlin verlassen oder?
    Und so wie ich den Text verstanden haben werdet ihr im nächsten Jahr wieder umziehn weil deine Mutter nicht damit klarkommt!
    Ich würde es auch nicht aushalten an deiner Stelle nicht wegen dem "Lärm"
    sondern wegen den Streiterein deiner Eltern!
    und denke das deine Mutter wirklich Hilfe braucht!
    Aber das kann nicht deine Aufgabe sein das ihr klar zu machen das müßte dein Vater machen!
    Was sagt der denn dazu ? ist der auch der Meinung das sie Hilfe braucht?
    Wenn deine Mutter nicht Psychologische-Hilfe in Anspruch nehmen will
    gehe doch mal mit deinem Vater hin und lasst euch mal Beraten was ihr machen könnt!
    Ansonsten wird es wohl immer schlimmer werden!
     
    #5
    Schattenfell, 26 Dezember 2004
  6. Snjokorn
    Gast
    0
    Hmm...mit meinem Vater ist das ein wenig schwierig...er hält nicht viel von Psychologen und hält sich aus dem Ganzen meist raus - zumindest, wenn es grad akut ist.
    Heute waren meine Eltern den halben Vormittag spazieren, ich denke, da reden sie schon drüber was gemacht werden kann... Aber ich habe auch nicht so ein offenes Verhältnis zu meinen Eltern, dass ich da nachhaken könnte...
    Ich glaube außerdem, dass mein Vater ebenfalls ein wenig überfordert ist, es gibt halt andauernd Stress. Nicht nur, wegen meiner Mutter...auch wegen unseren Mietern, die pausenlos was neues wollen, dieses und jenes Problem haben - einfach reiche snobs, die nichts alleine können, pausenlos auf unsere Kosten nen Handwerker holen und so. Meine Mutter rastet daraufhin jedesmal wieder aus, es gibt Diskussionen darüber wie unfähig diese Leute doch sind, dass meine Mutter es nicht erträgt, das sojemand in ihrem Haus lebt etc. :rolleyes2
    Dann ist mein Vater mit seinem Job hier auch nicht zufrieden, sagt aber nichts...
    Er is da mir sehr ähnlich, redet eigentlich kaum über Probleme, sagt nicht, wenn es ihm nicht gut geht...Ich glaube, er kann deswegen auch nicht wirklich was machen, weil er sich vor Problemen verschließt.
    Ich bin im Grunde genommen wahrscheinlich die einzige, die weiß, dass es so net weitergeht und dass man das nicht einfach so weiterlaufen lassen kann...aber als Tochter kann ich ja net zu meinen Eltern marschieren und ihnen sagen was sie zu tun und zu lassen haben :ratlos:
     
    #6
    Snjokorn, 26 Dezember 2004

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