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Unbegründete Angst betrogen zu werden

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von _Judy_, 9 Juli 2004.

  1. _Judy_
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo!

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. In meinem Kopf spielt alles verrückt.

    Ich (17) bin seit ein paar Monaten mit meinem Freund zusammen. Wir sind unglaublich glücklich zusammen und ich liebe ihn über alles. Er ist das Beste was mir je passiert ist.

    Dennoch gibt es (für mich) ein Problem:
    Und zwar habe ich wahnsinnige Angst, dass ich ihn verlieren könnte. Ich weiß, diese Angst ist völlig unbegründet, aber sie ist dennoch so tief in mir drin, dass ich sie nicht loswerde.
    Mein Freund ist Hobby bedingt häufig (auch mal ein paar Tage) unterwegs. Und in meinem Kopf befindet sich immer der blöde Gedanke, dass er da z.B. eine junge Frau (auch noch mit dem gleichen Hobby) kennen lernen könnte und sich in sie verliebt. D.h. ich habe einfach tierische Angst von ihm betrogen und verletzt zu werden. Er weiß von dieser Angst nichts, weil mir mein Versand auch sagt, dass es 100%iger Blödsinn ist, was sich momentan in meinem Kopf abspielt.

    Warum dann meine Angst?

    Dazu trägt wohl meine Vorgeschichte bei:
    Die Beziehung meiner Eltern war über mehrer Jahre hinweg ziemlich besch… . Mein Vater betrog meine Mutter u.a. mehrmals. Ich bekam das alles immer mit (v.a. weil sich meine Mutter immer bei mir (einem damals 13 jährigen (oder noch jüngerem) Mädchen)) ausheulte.
    Durch meinen Vater habe ich immer wieder und wieder erfahren wie hinterhältig Menschen sein können und dass man Männern nicht vertrauen kann. Dass das Vertrauen schamlos ausgenützt wird. Viele Jahre über habe ich miterlebt, wie man belogen und betrogen wird. Z.B. sagte mein Vater er müsse länger arbeiten (Geschäftsreise…) und wie sich dann rausstellte, traf er sich immer mit seinen Freundinnen. Er schaffte es immer wieder alles über Monate (Jahre?) geheim zu halten, bis es irgendwann doch aufflog und früher oder später tat er genau das gleiche wieder… .
    Vielleicht kann der eine oder andere nun meine Angst verstehen!? Ich habe Angst, dass mein Vertrauen genauso ausgenutzt wird und mir das gleiche widerfahren könnte wie meiner Mutter.

    Aber es ist so, dass ich weiß, dass mein Freund mir so was niemals antun würde und ich ihm wirklich vertrauen kann. Was ich ja auch tue. Aber ich werde diese Angst dennoch nicht los. Das sitzt alles so tief in mir drin.

    Niemals hätte ich gedacht, dass einen die Beziehung der Eltern bzw. deren Probleme so prägen und verfolgen.

    Was soll ich denn jetzt tun? Ich weiß ich habe keinen Grund für solche Ängste, aber sie sind einfach da.

    Würde mich freuen, wenn jemand zurück schreibt. Es tut verdammt gut endlich mal darüber zu „reden“

    _Judy_
     
    #1
    _Judy_, 9 Juli 2004
  2. Larkin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich kenne diese Angst, bzw Verlustängste grundsätzlich. Bei mir ist es so, dass ich furchtbare Angst davor habe, meinem Partner könne etwas zustoßen, sprich sterben.
    Ich hatte immer schon Angst, einen Menschen durch Tod zu verlieren und vor einem jahr war es dann soweit, als mein damaliger Freund verstarb. Ich bin inzwischen neu verliebt, aber ich werde diese Angst nicht los, dass mir so etwas nochmal passiert. Dabei war mein damaliger Freund krank und es geschah nicht aus heiterem Himmel; trotzdem werde ich manchmal wenn ich länger nichts von meinem Darling gehört habe unruhig und denke an einen Autounfall, oder sowas. Das ist schrecklich.

    Das ist jetzt nicht das gleiche wie bei dir, aber ich kann dadurch nachvollziehen dass man eigentlich unsinnige Ängste hat, sie aber aufgrund der schlechten Erfahrung(en) die einen prägt nicht loswird, so sehr man sich mit dem Verstand auch sagt, dass man an sowas nicht denken soll/braucht.

    Ich vermute mal, dass es mit all diesen Ängsten ähnlich ist und man nicht wirklich etwas dagegen tun kann als zu hoffen, dass sie mit der Zeit abnehmen. :frown:
    Ich hatte schonmal solche Angst bei einem Exfreund, nachdem er einmal nachts einen Unfall hätte, der schlimm hätte ausgehen können. Ich hab regelrecht an Rad gedreht, wenn er in den Wochen und Monaten danach sich mal nicht sofort meldete. Dann irgendwann aber normalisierte sich das und ich konnte auf einmal tagelang ohne ein Lebenszeichen von ihm auskommen, ohne dass ich mich allzusehr gesorgt hätte.
    Jetzt ist es dadurch, dass mein letzter Freund starb, natürlich wieder schlimmer, aber ich hoffe einfach, dass sich das in den nächsten Monaten auch wieder bessert. Im besten Fall ergeht es dir ähnlich.
     
    #2
    Larkin, 9 Juli 2004
  3. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Wie wäre es denn, wenn du mit deinem Freund über diese Angst redest? Ich denke, daß es dir dann vielleicht besser geht, weil es dann nicht mehr so ein "unbestimmtes Schreckgespenst" ist und er dich vielleicht beruhigen kann. Es ist ja auch kein "Vorwurf" an ihn, daß du ihm mißtrauen würdest, weil du einen Grund hast, sondern du hast ja gerade KEINEN, sondern hast diese Angst sozusagen von außen "eingepflanzt" bekommen.

    Wenn du ihm davon erzählst, daß du diese unbestimmte Angst hast, dann kann er dir vielleicht helfen bzw. eben darauf Rücksicht nehmen - sich z.B. vielleicht etwas öfter melden, wenn er unterwegs ist. Oder dir einfach mal so zeigen, wie wichtig du ihm bist.

    Du solltest nur aufpassen, daß es nicht als Vorwurf rüberkommt, daß er nicht denkt, ER hätte irgendwas falschgemacht. Denn das hat er ja gerade nicht.
     
    #3
    Sternschnuppe_x, 9 Juli 2004

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