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Und wieder single...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Tijuana, 9 April 2009.

  1. Tijuana
    Tijuana (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich sitze hier grad seit einer guten Stunde, obwohl ich gerade Ferien habe und mich gestern schon erst um 4 zum schlafen zwingen konnte. Aber mein Kopf kann einfach nicht aufhören zu rattern. Bin seit gestern Abend wieder single, und ich weiß einfach nicht. Die letzten 2 Tage hätte ich eigentlich fast komplett durchgeheult, hätte ich nicht so tolle Freunde, die mich die meiste Zeit abgelenkt hatten.

    Und jetzt ist alles so seltsam. Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken. Ich kann und will eigentlich nicht mit ihm zusammen sein. Wir haben wirklich gar nichts gemeinsam, konnten während der ganz Zeit, in der wir zusammen waren, nicht ein einziges mal ernstere Gespräche, außer über meine oder unsere Probleme führen. Aber solche Gespräche machen mich halt eigentlich zum größten Teil aus, sind mir extrem wichtig, und sind auch die Sachen, die mich mit den wichtigsten Menschen in meinem Leben verbinden, die mit denen ich mich am besten verstehe. Seine Hobbys un seine Lebenseinstellung sind komplett anders wie meine. Und hauptsächlich sind unsere Wesen so grundverscheiden, dass wir uns eigenlich nur non-stop anzicken und wirklich überhaupt verstehen und meistens nur aneinander vorbeireden. Der jeweils Andere hat genau die Eigenschaften, die als Trigger funktionieren und den anderen total zur Weißglut treiben. Das einzige, was mich noch dazu hätte bringen könnnen, es noch ein letztes mal zu versuchen, waren die Gefühle (dachte ich zumindest). Das wäre gestern an sich sogar der Weg gewesen, den wir eingeschlagen hätten, hätte ich nicht nachgebohrt un ein Gespräch angezettelt.

    So, und jetzt ist Schluß, jetzt bin ich single. Alleine, ohne jemanden, der mir Sicherheit und Halt gibt. So langsam glaub ich zwar eh, dass ich "nur" verliebt war, un davon zum allergrößten Teil in die Tatsache, jemanden zu haben, der mir das Alles geben konnte, der für mich da war irgendwie trotz dem ganzen Mist, auf den ich mich jeden Abend freuen konnte, der dem ganzen sinnlosen vor-sich-hinleben irgendwie en Sinn gab. Wobei, gefreut hatt ich mich ja schon lang nicht mehr auf ihn. Ich war echt sehr gut drauf den ganzen Tag, danach war ich kaum eine Minute bei ihm, schon war meine Laune im Keller.
    Mir geht es grad gleichzeitig extrem gut, total sauer und irgendwie manchmal kurz auch schlecht, Aber hauptsächlich krankhaft fixiert auf das Thema, und verwirrt darüber, wie es weitergehen soll.

    Ich habe psychische Probleme, die er nie verstanden hat, die eben auch sehr viel zu meiner Persöhnlichkeit beitragen. Für ihn war ich deswegen immer nur das kleine unreife Kind, die ihre Impulsivität und ihre extremen Launen einfach nicht in den Griff bekommt, weil sie es eben gar nicht will, und alles bloß an ihrer Einstellung liegt. Ich will wirklich auf keinen Fall zurück zu ihm oder so, wie es gestern noch während des Gesprächs rauskam, hatte er eh nie wirklich Gefühle für mich.

    Aber ich weiß nicht was ich machen soll. Ich will nicht abstürzen, ich will nicht dass es mir schlecht geht. Das ging es mir so lang in meinem Leben. Jetzt habe ich eigentlich alles wieder (mal abgesehn halt von meinem Liebesleben) was mich glücklich macht. Aber ich kann nicht alleine sein. Zum glück habe ich ein paar freunde, die es genausowenig sein können, also habe ich die meiste Zeit beschäftigung. Aber ich brauche irgendwie einen Sinn, tagtäglich aufzustehen. Es gibt viele Sachen, die mir im Leben wichtig sind, aber mein soziales Leben ist und bleibt mimmal das allerwichtigste, das was mich zu 90% beschäftigt, daran kann ich auch nicht wirklich was ändern. Früher als Single war ich eigentlich 24/7 verknallt, hatte alle paar wochen mit einem anderen Dates oder sontwas. Danach kam er. Ich hatte immer irgendetwas, was für mich "Sinn" gemacht hatte. Und vor allem hatte ich, während wir zusammen waren, eben Halt und Sicherheit.

    Weiß eigentlich gar nicht wirklich, was ich mit dem Text hier erreichen will. Aber irgendwie ist im Moment einfach alles so verwirrend.
     
    #1
    Tijuana, 9 April 2009
  2. Zuckerherz
    Zuckerherz (30)
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    Single
    Das Problem ist bei dir wohl, dass du nicht allein sein kannst. Versteh ich sehr gut! Ich möchte auch nicht allein sein.
    Aber wie du siehst, ist es auch nicht die Lösung, einfach irgendjemanden zu haben.
    Du musst nun einmal warten, bis dir der nächste über den Weg läuft. Und zu deinem Exfreund würde ich auch nicht zurück gehen. Das war ja keine schöne Beziehung.
    Wenn du nicht alleine sein kannst, kannst du nicht mit ein paar Freunden in eine WG ziehen?
     
    #2
    Zuckerherz, 9 April 2009
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Nur, damit ich das richtig verstehe, Gespräche über deine bzw. zwischenmenschliche Probleme sind das, worüber du dich am liebsten unterhältst? Wenn man einem anderen Menschen etwas Negatives steckt, sollte man zuvor generell genug Positives gesagt haben, damit der Mensch sich nicht abgestoßen vorkommt und (langwierige) negative Gedanken entwickelt.

    Am besten ist, dass du jetzt in jungen Jahren lernst, dass Liebe alleine für eine Beziehung nicht ausreicht, denn du hast wahrlich genug Gründe genannt:

    ... die eine Beziehung unglaublich schwer bis schier unmöglich machen. Bzw. dir zeigen sollten, dass wenn ihr euch beide auf einen weiteren versuch eingelassen hättet, dieser bereits vorher zum scheitern verurteilt wäre, da auch nie die Rede davon war, dass ihr euch ändern wollt. Ihr hätte vermutlich einfach so weitergemacht und euch ziemlich schnell ziemlich heftig gezofft. Selbst wenn ihr vorgehabt hättet, an euch zu arbeiten, etwas zu ändern, dann hätte dieser Prozess vermutlich zu lange gebraucht, um die Beziehung noch zu kitten. Ganz abgesehen davon, dass wenn man Schluss macht und am nächsten Tag wieder zusammen kommt, ihr einander an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verliert.

    Bei dir klingt Single sein ja wie eine Horrorvorstellung, dabei kann es so unglaublich schön sein. Du solltest wahrhaftig beginnen an dir und deiner Einstellung zu arbeiten. Wenn du alleine klar kommst und gut alleine leben kannst, dann wird sich auch gerne wieder ein Mann auf dich einlassen, weil ihr dann an euren gemeinsamen Problemen arbeiten könnt und nicht jeder zuerst immer seine Probleme mit sich selber aus dem Weg räumen muss.

    Ein Partner ist doch nicht primär da, um Sicherheit und Halt zu geben. Sicherheit und Halt sollten alltägliche Begleiterscheinungen deines Lebens sein, die dir auch andere Menschen geben können, dafür braucht es keinen Freund. Du schreibst nur von den Dingen, die dir dein Partner gegeben hat. Hast du auch gegeben? Hast du ihn auch zumindest teilweise um seiner Selbstwillen geliebt. Ihn, für sich alleine als Person und nicht für die Dinge, die er dir gibt und die er für dich tut?

    Ich finde es immer schrecklich, wenn der Freund den Sinn des Lebens zu verkörpern scheint. Auch in einer Beziehung bist du ein eigenständiger Mensch, der nicht so abhängig sein sollte von einem anderen. Du kannst auch jetzt nach dem Sinn des Lebens suchen, ein aus- und erfüllendes, sinnvolles Leben ohne Mann an deiner Seite führen. Denn wie du selber siehst ist es gefährlich, denn Sinn des Lebens auf einen anderen Menschen zu projizieren, da du bei einer Trennung nicht nur den Partner, sondern auch den Sinn verlierst und das schmerzt gleich doppelt.

    Du triffst dich bereits mit Freunden und lässt dich ablenken, das ist gut. Aber du kannst auch die Dinge tun, für die du in der Beziehung nie Zeit hattest. Du kannst 48 Stunden lang vor dem TV gammeln, du kannst das Buch lesen oder ein neues Hobby beginnen, für das du vorher nie Zeit hattest, oder aber du kannst alte Hobbies wieder aufgreifen, Freundschaften intensivieren.

    Nur wenn es einem hin und wieder auch mal schlecht geht, kann man wieder Aufschwünge und wirklich gute Phasen erleben. Wenn du nicht wüsstest, wie es sich anfühlt, wenn es dir schlecht geht, dann könntest du die Situationen, in denen es dir gut geht, nicht richtig genießen, da du keinen Vergleich hast.

    Alleine sein kann man lernen. In der heutigen Zeit verzweifeln die meisten Menschen der westlichen Welt bereits, wenn sie 60 Minuten in einen stillen Raum ohne Radio oder TV, generell ohne Geräusche kommen. Genauso kannst du an dir arbeiten, deine Prioritäten ändern und wenn du wirklich wollen würdest, dann kannst du auch ändern, dass dein soziales Leben "nur noch" 60% anstelle von 90% einnimmt.
     
    #3
    xoxo, 9 April 2009
  4. Marieeeechen
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Hallo Tijuana,

    wie geht es dir? Eigentlich wollte ich gerade schreiben, dass es mir leid tut, dass du wieder Single bist. Doch das tut es mir eigentlich gar nicht. Im Gegenteil: Ich freue mich für dich. Und das solltest du auch tun. Die Beziehung klang nicht besonders positiv, eher nach einer ABhängigkeits-Beziehung. Und. hallo!! er hat KEINE Gefühle für dich!
    Mich würde das Gespräch, das du im Nachhinein angezettelt hast, in dem rauskam, dass er nicht Gefühle hatte, interessieren. Magst du darüber noch was schreiben?

    Jetzt zu deinem eigentlichen Problem. Du hast angst vor dem Alleine-Sein. Das haben, wie xoxo schon schrieb, verdammt viele Menschen. Ich auch. Aber: Alleine-Sein ist gar nicht so schlimm. Gerade in den Phasen, in denen man Single ist, lernt man viel über sich selbst und kann sich weiterentwicklen. Du hast geschrieben, dass du Probleme mit deiner Impulsivität hast, die er noch zusätzlich getriggert hat. Jetzt, wo er endlich weg ist, kannst du daran arbeiten- und zwar alleine. Dir überlegen, woher das kommen könnte und was du dagegen tun kannst. Ganz in Ruhe.

    Kennst du das Buch von Erich Fromm "Die Kunst des Liebens"?
    Nachdem meine letzte Beziehung in die Brüche ging, las ich dieses Buch (mal wieder). Und es half mir ziemlich, der Liebeskummer war gleich weniger und ich konnte wieder nach vorne sehen.
    Damit will ich natürlich nicht sagen, dass mit einem Buch alles getan ist:zwinker: es war halt damals für mich eine kleine Erleichterung.

    Du kannst mir gerne eine PN schreiben, wenn du reden willst.

    Liebe Grüße
     
    #4
    Marieeeechen, 9 April 2009
  5. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    348
    4.660
    nicht angegeben
    Kurz und knapp, Liebe taugt nicht dazu, von seinen eigenen Problemen los zu kommen, man kann sie damit vielleicht verdrängen aber los wird man sie so nicht.
     
    #5
    Schweinebacke, 9 April 2009
  6. Tijuana
    Tijuana (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    359
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ich glaube ich habe vorhin einiges ziemlich falsch formuliert. Ich will nicht mit Liebe von meinen eigenen Problemen wegkommen, ich hatte viiieeeel weniger Probleme, bevor wir zusammenwaren. Denn so kompliziert un anstregend ich sein kann, ich habe sehr viele Eigenschaften an mir, die ich wirklich mag. Und die ich während unsere gemeinsamen Zeit nicht haben durfte, denn für ihn waren sie "schlecht". Und vor allem, da ich ja weiß, dass ich durch meine Krankheit um einiges schwieriger bin wie "normale" menschen, muss ich mich tagtäglich extrem anstrengen. Das hatte er auch nie eingesehn, und mir vorgeworfen, einfach eine verzogene Göre zu sein.

    Und ich liebe das Singleleben-eigentlich. Ich war vor ihm echt glücklich. Mir hatte es spaß gemacht, andauernd andere Männer un mich herum zu haben. Ich habe es geliebt, verknallt zu sein. Ich liebte das Abenteuer, die Hormone, die verrücktspielten. Auch wenn ich es irgendwie immer im Hinterkpf hatte, dass ich mich gerne mal verlieben würde. Letztendlich ging es bei den meisten leuten von mir aus, dass nicht mehr daraus wurde.

    Aber jetzt macht sie mir Angst. Ich bin einerseits endlos froh, den ganzen Streß hinter mir zu haben und freue mich wahnsinnig auf neue Abenteuer, wieder den Kick zu spüren, der bei uns verdamm schnell abhanden gekommen ist. Aber anderseits fehlt mir eben das, was er mir trotz der ganzen Scheiße an positivem gegeben hat. Mir fehlt nicht allgemein der Halt, sondern eben der Teil, den ich von ihm hatte.

    Die Situation ist komplett neu für mich, und ich weiß einfach nicht, wie ich mit den ganzen, total gegensätzliche Gefühlen umgehen soll. Was ich denken, machen, fühlen soll. Wie es weitergehen wird.

    Nein, damit meinte ich, dass solche Gespräche über Probleme die einzigen waren, die über den täglichen oberflächlichen Smalltalk hinausgingen. Aber für mich ist es eben extrem wichtig, mich über alles Mögliche zu unterhalten. Philosophie, Psychologie, Ethik, Politik, Geschichte, was weiß ich was noch alles. Ich hatte es so oft versucht, mich über so etwas zu unterhalten, aber wenn es überhaupt mal dazu kam, wurde es immer nur zu Monologen meinerseits.

    Daran würde ich nicht einmal im Traum denken. Es ist vorbei. Ich wunder mich selber, ich kann im normalfall nichteinmal Freundschaften einfach so beenden, egal wie schlecht sie laufen. Aber bei uns war das ganze einfach eine Totalkatastrophe.
     
    #6
    Tijuana, 9 April 2009

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