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..und wir drehn uns im Kreis der täglichen Routine.

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Jo_Black, 18 Mai 2010.

  1. Jo_Black
    Jo_Black (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo zusammen,
    Ich stecke in einer Sackgasse fest und weiß grad nicht wie ich da wieder rauskomme. Ich bin eigentlich ein lebenslustiger Mensch, bin letztes Jahr 3000 Km mit dem Rad nach Finnland gefahren um eine Freundin zu besuchen. Aber ich schaff es einfach nicht auf einen grünen Zweig zu kommen.

    Was tun wenn man zu nichts mehr Lust hat? Einem alles lästig ist, man selbst bei der Freizeitbeschäftigung nicht entspannen kann. Der einzige unterschied zwischen jetzt und morgen, etwas schlaf und ein bisschen Essen ist und weiter und weiter... das Hamsterrad dreht sich und ich schaff den Absprung nicht.

    Das schlimme ist, dass ich mich vor 2 Jahren schon mal so gefühlt habe. Aus lauter Verzweiflung habe ich meinen unbefristeten Job gekündigt, alle Zelte abgebrochen und bin nach Neuseeland gegangen.

    Nach 6 Monaten wurde ich unzufrieden habe mich entschlossen nach Deutschland zurück zu gehen, da ich dort bessere berufliche Chancen habe.
    Jetzt bin ich hier, sitze täglich 9 Std. im Büro und wenn ich nach Hause komme bin ich so frustriert, dass ich es kaum vermeiden kann keine düsteren Gedanken zu haben (bis zu: Was wäre, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre?).

    Es ist wirklich traurig! Es kann doch nicht sein, dass es keine Beschäftigung gibt mir spass macht. Ich habe zu viele Kollegen gesehen ihr ganzen Leben in einem Job versauert sind und nur noch auf die Rente warten. Das macht mich traurig und wütend zugleich. Was ist das für ein Leben, dass ich absitzen muss bis der Tod mich erlöst von der täglichen Routine?

    Ich bin am suchen, am ausprobieren und kann doch nichts finden was mir liegt. Mir bleibt wohl nicht anders übrig als weiterzumachen und zu hoffen, dass ich nicht durchdrehe bis ich das gefunden hab was ich suche.
    Es ist nicht immer so, es gibt Tage an denen diese Gefühle stärker sind und dann wieder Tage an denen ich relativ zufrieden bin.

    Ich erwarte kein patent Rezept, aber vielleicht einen Gedankenanstoß. Das Hauptproblem besteht darin, dass sich in mir diese Lethargie breit gemacht hat und ich mir immer öfter denke: "und wenn mich jetzt dieses Auto überfährt, dann ist es auch nicht so schlimm".
     
    #1
    Jo_Black, 18 Mai 2010
  2. flotter2er
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hey :zwinker:
    Wie siehts mit Sport aus? :smile: Haste da schon paar Dinge probiert?

    lg, er
     
    #2
    flotter2er, 18 Mai 2010
  3. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hey Jo.
    Mir geht es oftmals ähnlich. Diese Unzufriedenheit...diese Gleichförmigkeit. Man ist permanent unter Strom, begeistert sich für etwas...aber...die Routine kommt dennoch. Ich habe auch schon so oft mein ganzes Leben umgeworfen, bin weggerannt, habe etwas neues angefangen.
    Aber...nach ein paar Monaten kommt man blöderweise immer wieder bei sich selbst an. Und genau DA liegt nämlich das Problem. Wir sind mit uns selbst unzufrieden, müssen lernen uns über Kleinigkeiten zu freuen. Es muss nicht immer etwas spektakuläres sein, genießen lernen, leben lernen...zumindest trifft das auf mich zu.

    Bist du perfektionistisch?
    Musst immer alles richtig machen?
    Versuchst immer allen gerecht zu werden?
     
    #3
    sweetgwendoline, 18 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Hmmm....also ich bin auch ein lebenslustiger Mensch, der nicht einfach nur mit dem Alltagstrott schwimmen kann. Hab auch viele Kumpels, ähnlich wie bei Dir, wo jeder Tag nur so dahinplätschert, und sie auf ihre Rente warten.
    Eine direkte Lösung hab ich nicht für Dich, aber ich hab es irgendwie geschafft, zwei Dinge unter einen Hut zu bekommen: Alltagsleben mit Job und Familie, habe aber genung Hobbys, wo ich meine Erfüllung darin finde, ausserdem gehe ich jedes Jahr ein anderes Land mit dem Fahrrad bereisen. Da bekomme ich so viele neue Eindrücke und erlebe so vieles, da braucht es Monate, bis alles verarbeitet ist, und währenddessen bin ich schon bei der Planung für die nächste Reise.
    War vor kurzem in Irland, Im Sommer soll es nach Norwegen gehen.
    Meine Frau meckert zwar ständig, wenn ich immer alleine auf Tour gehe, aber ich musste ihr mal klar machen, dass es noch das Einzige ist, was mir wirklich was gibt, und das mir auch niemand wegnehmen kann.
    Ich hab ne scheisslangweiligen Job mit stänkerndem Chef - da kann man wirklich nicht von Selbstverwirklichung reden. Zudem machen mir meine gesundheitlichen Gebrechen im fortschreitenden Alter mehr und mehr zu schaffen, was mich zur Aufgabe meines vorigen Hobbys (machte 10 Jahre Musik und Konzertauftritte) gezwungen hatte.
    Also will ich was erleben. Und das kann man am besten, indem man immer wieder in Welt hinausgeht.
    Aber zuhause vor sich hindümpeln - dafür bin ich einfach nicht gemacht.

    Und Du wahrscheinlich auch nicht. Allerdings musst Du schon abwägen, was Du wirklich willst: Um die Welt reisen und Dich mit Nebenjobs im betreffenden Land über Wasser zu halten, oder einen sichern Job, der aber Deine Möglichkeiten zu ausschweifenden Unternehmungen deutlich einschränkt.
    Hast Du überhaupt den Wunsch nach einer Familie? Das ist dann nämlich noch mit zusätzlichen Einschränkungen verbunden, denn Familie hat oberste Priorität.

    Ich habs geschafft, beides zu haben, aber das gelingt auch nur, wenn die Rahmenbedingungen dazu passen.

    Aber um mal folgende Antworten meinerseits zu geben:

    Bist du perfektionistisch? Ja
    Musst immer alles richtig machen? Ja, wird im Job verlangt
    Versuchst immer allen gerecht zu werden? Früher ja, jetzt nicht mehr, ich schau auch mal nach mir selbst
     
    #4
    User 48403, 19 Mai 2010
  5. Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Vielleicht hat das Problem mehr mit dir selbst als mit der Routine zu tun, denn das Gefühl der Routine kann und wird sich selbst dann einschleichen, wenn man ein für seine Verhältnisse abwechslungsreiches Leben führt. Selbst jemand, der ständig unterwegs ist, der durch die Welt trampt, dabei immer andere Dinge sieht und neue Leute kennen lernt, kann das Leben plötzlich als öde empfinden, weil die Routine darin besteht, ständig seine Zelte abzubrechen, weiter zu gehen, neu anzufangen und nach einer gewissen Zeit wieder abzubrechen usw.

    Es liegt zwar in der Natur des Menschen sich weiter zu entwickeln, einen Lebensweg zu gehen, denn selbst wenn man sich dazu entschliesst im Leben möglichst stehen zu bleiben, setzt die Biologie ihren Weg unentwegt fort, sorgt dafür, dass man sich verändert, altert und letztendlich irgendwann stirbt.

    Das Leben ist aber nicht nur linear, wie wir es mit unserem Zeitempfinden betrachten, es ist innerhalb dessen auch zyklisch, denn selbst wer der Alltagsroutine zu entkommen versucht, aus dem hektischen Leben aussteigt und ein zeitloses Leben anstrebt, ist einem periodischen Auf und Ab unweigerlich ausgesetzt, kann sich z.B. dem Wechsel von Tag und Nacht nicht entziehen und durchlebt, ob er es will oder nicht, Wach- und Schlafphasen.

    Gedanken und vor allem festgefahrene und womöglich destruktive Gedankenmuster sorgen dafür, dass die Routine im Kopf stets belebt wird und sich innerlich alles im Kreise dreht. Man kommt zu keinem Ende, sondern immer wieder zum Anfang zurück, falls es überhaupt einen Anfang gibt, vielleicht weil man keine Lösung sieht, weil es keine Lösung gibt oder weil die einzige Lösung darin besteht bestimmte Dinge akzeptieren zu lernen und als unabänderlich hinzunehmen. Eine andere Umgebung ist auch keine Garantie wirklich vom Alltag abschalten zu können, denn trotz veränderter Umstände durch den Tapetenwechsel kann es sein, dass die üblichen Gedanken, die sich festgesetzt haben, stärker sind.

    Existentielle Gedanken wie die angesprochenen Gedanken um den eigenen Tod sind dabei natürlich ein Paradebeispiel. Man denkt, dass eh egal ist was man tut, da ja irgendwann ohnehin alles vorbei ist. Ob und wie man sich zumindest über bestimmte Zeiträume hinweg von solchen Gedankenmuster befreien kann, lässt sich pauschal nicht sagen, denn das hängt wohl von der Bereitschaft und der Fähigkeit ab sich selbst abzulenken und negative Realitäten, wenn auch nur für eine bestimmte Zeit, zu verdrängen oder abzuschütteln. Und von der Fähigkeit Freude an bestimmten Dinge zu empfinden, Interessen neu zu erschliessen und bestehenden Interessen nachzugehen.

    Es gibt viele Möglichkeiten sich abzulenken. Körperliche wie geistige Tätigkeiten oder Dinge, die man auf sich einwirken lassen kann, wie z.B. Musik. Wichtig ist allerdings, dass man hinter dem steht was man tut und wirklich Begeisterung dafür empfindet. Je mehr Dinge es gibt, für die man es schafft sich zu begeistern, desto abwechslungsreicher kann man sein Leben gestalten.

    Eine Routine wird sich dann zwar trotzdem einstellen, aber sie wird durch die zufriedeneren Umstände nicht nur besser akzeptiert werden, sondern wird vielleicht sogar herbeigesehnt. Jemand der z.B. seine Arbeit als Berufung sieht und mit Herzblut dahinter steht, der freut sich doch jeden Tag immer wieder aufs Neue zur Arbeit zu fahren. Zugegeben, dass nun mal nicht jeder seinen Traumjob haben kann, mit dem er glücklich werden kann und der für ihn mehr darstellt als nur seine Brötchen damit zu verdienen. Dafür gibt es aber vielleicht andere Dinge, über die man sich auch nach der Arbeit aufs Neue immer wieder freuen kann.

    Ob das nun darin besteht einem Hobby nachzugehen oder eher existentieller Natur ist, z.B. im Aufbau eines Privatlebens, in der Gründung einer Familie etc. Man baut sich ein Leben auf und fügt sich ein, doch die Dinge werden sich ändern. Die Mitglieder einer Familie werden sich weiterentwickeln, genauso wie die Leidenschaft, mit der man bestimmten Dingen nachgeht. Begeisterung wird sich weiterentwickeln, sich intensivieren oder irgendwann weichen und dafür setzt sich Begeisterung für neue Dinge ein, die man im Laufe des Lebens kennen lernt.

    Wichtig ist dabei wohl, selbst wenn es nur für begrenzte Zeit ist, dass es einem gelingt ein Leben zu schaffen, in dem man das Gefühl hat angekommen zu sein und dass man da hin gehört und womit man es eine Weile, vielleicht Jahre und Jahrzehnte, mit aushalten kann und will, ohne dass man dabei Angst hat, dass sich später das Gefühl einstellen wird, dass man etwas verpasst hat. Anzukommen ist aber nicht leicht, denn es erfordert Glück, Selbstzufriedenheit, aber auch einiges an Geschick, Geduld und der Bereitschaft sich dem Leben zu stellen. Ansonsten bleibt man gehetzt, hüpft von einem Ort zum anderen, von einer Sache zur nächsten und weil sich herausstellt, dass man damit nicht glücklich wird, kann man die mit der Zeit entstehende Routine nicht ertragen und ist deshalb ständig auf der Suche. Im schlimmsten Fall kann das mit der Zeit dann aber auch dazu führen, dass man resigniert und möglichst gar nichts mehr tut.
     
    #5
    Maxx, 19 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  6. donmartin
    Gast
    1.903
    Ich bin in meinem Alter auch noch nicht angekommen.......

    Es ist so, wie @radl das schrieb. Bei mir dauert es zwischen 6-8 Jahre, dann staut sich sehr viel auf - ich spiele dieses Spiel mit , plane aber schon den nächsten (Lebens)Abschnitt.

    Der Job wird immer langweiliger, überhaupt wird man unzufriedener.

    Wichtig sind Ziele. Kurz gesteckt und mit Vorbereitung.
    Und, zum Leidwesen meiner Verwandten und Freundin denke ich dann NUR noch an mich. Ein BurnOut und die Alkoholsucht, alles Dinge, als ich versucht habe es vielen und Allen gerecht zu machen.

    Daher, lebe ich mein Leben - freue mich auf kurzfristig anvisierte Ziele, die ich erreiche und über ein Dach über dem Kopf mit einem gemütlichen Bett und satt zu Essen. Nicht zu vergessen, die Menschen, die mich umgeben. In der Gegenwart leben, aber den Blick auf die nahe Zukunft nicht verlieren. Niemals denken, "was wäre wenn...." oder die Vergangenheit versuchen wieder hervorzuholen.

    Man hat keine Alternative! Man ist nur ein winzig kleines Rädchen.......aber......wenn man nicht wäre oder defekt, können sich sehr viele andere Rädchen auch nicht mehr drehen. Man hat als dieses kleine Rädchen im System mehr Einfluss auf andere Menschen als man denkt......UND DAS IST GUT SO!
    Auch wenn man es bewusst nicht wahr nimmt, ..... :zwinker: ,.......Nimm einfach den Busfahrer, dem du begegnest, der deine Jacke sieht und sie so toll findet, dass er Nachmittags in den Laden geht um sie sich zu kaufen. In dem Laden begegnet er seiner zukünftigen Frau....mit der er Kinder haben wird........UND SCHON GEHTS LOS......

    Sicher kann man sich sagen, dass ist weit hergeholt......aber jeder sollte es sich Wert sein (AUCH DU!) etwas dazu beizutragen, um das System am Laufen zu halten.
    Und wenn man Aktiv seinen Weg plant, auch wenn man mal in ein Loch fällt......man hat immer irgendjemand, der seine HAnd anbietet.

    Jede Aktion, jeder Lebensabschnitt sei er auch noch so "unstetig" bring so viel an Erfahrung und Erlebten - das ist ein Gut, dass wirst nur du haben. Für Dich und um anderen zu helfen oder ihnen nur von den positiven Seiten zu erzählen...

    Bestimmte Ausfahrten auf der Autobahn des Lebens, die muss man einfach nehmen....Du hältst das Steuer in der Hand. Es ist dein Leben - und es ist das was du daraus machst.
     
    #6
    donmartin, 19 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  7. engel193
    engel193 (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    Verheiratet
    Lieber Jo-Black,
    bei dir dreht sich die sogenannten Negativ-Spirale ja ganz schön mächtig. Tut mir leid, dass es dir so mies geht, aber die treffenste Antwort hat meiner Meinung nach donmartin "geliefert".

    Du mußt mal wieder umdenken, auch wenn das schwer ist, wenn man in einem tiefen Loch hängt.
    Und falls du selber kein Land in Sicht siehst, würde ich dir raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Am besten bei einem Therapeute, denn dort können schon 2 bis 3 Gespräche Wunder wirken. Ob die Patentrezepte dabei sind, kann ich dir nicht garantieren, aber ich hab in meiner Therapie gelernt, in allem negativen Müll etwas positives zu finden.
    Danach hab ich wieder angefangen zu leben. Hab die Tierfotografie als "mein" Hobby entdeckt, mir ein Hundewelpen zugelegt, ab da gings bergauf. Gut, ob das mit Hund und Job bei dir so realisierbar ist, ist die andere Frage, aber ich hab gemerkt, dass jemand da ist, der dich braucht, der aber auch merkt, wenn es mir schlecht geht. So ergänzen wir uns super-gut. Vielleicht gibts bei dir in der Nähe ja ein Tierheim, die freuen sich immer über Gassi_Gänger. Bei uns ist das jedenfalls so. Wäre das vielleicht eine Alternative ?

    Im Job wirst du ja sicherlich nur noch funktionieren, wie du das beschreibst. Aber das ist doch kein Weg.
    Wenn du selber aus dem Tief nicht rauskommst, laß dir helfen, denn besser wird das sonst bestimmt nicht. Manche Dinge versucht man zu verdrängen, so auch die Negativgedanken, die aufkeimen. Aber verarbeitet sind sie so noch lange nicht.

    Ich wünsche dir Kraft für die Zukunft und dass du für dich den richtigen Weg findest.
    LG
    Engel
     
    #7
    engel193, 19 Mai 2010
  8. Jo_Black
    Jo_Black (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich möchte euch allen herzlich Danken für die Beiträge! Habe nicht mit so viel Resonanz gerechnet.

    Es ist so, wie es sweetgwendoline und Maxx schon gesagt haben. Klar ist die Routine nicht das Problem, sondern man selbst. Die Routine wird eben unerträglich wenn man sich nicht wohl fühlt bei dem was man macht.

    Ich habe mir mal gedacht: Wenn ich keine Wünsche habe, nichts begehre, dann muss ich keine Energie und Lebenszeit dafür aufbringen dies zu erreichten z.B. ein tolles Auto. Ich bin auch sehr froh darüber nicht solchen Dingen hinterherzurennen von denen man nur begrenzt etwas hat.
    Auf der anderen Seite habe ich dadurch auch Interessen und Träume verloren, die ich mühsam wieder aufbauen muss ( das hört sich vielleicht etwas abstrakt an, aber ich kann es nicht besser beschreiben).
    So viele Möglichkeiten sich zu entwickeln, gab es noch nie! Die Angst etwas zu verpassen was man später bereut lähmt mich sodass es mir heute so geht wie damals mit 10 Jahren. Ich habe die Wahl auf 3 Geburtstage zu gehen, kann mich nicht entscheiden und bleibe zu Hause.
    Inzwischen bin ich zwar etwas schlauer, aber diese Grundhaltung ist leider noch nicht ganz weg.

    Das Leben ist zu kostbar um es einfach so verpuffen zu lassen. Momentan fühle ich mich sehr eingeschränkt und "nutzlos" und genau da liegt mein Problem. Ich möchte eben nicht auf Sparflamme laufen und als kleines Rädchen in einem Getriebe funktionieren, dass überhaupt nicht zu mir passt.

    Ich habe eine Hoffnung, und zwar werde ich zum Wintersemester ein Geographie Studium beginnen. Dies ist das einzige, was ich mir momentan vorstellen kann. Ich hoffe das dies mein Interesse und die Begeisterungsfähigkeit weckt. Auch wenn ich dadurch mal wieder einen Bruch in meinem Lebenslauf habe und die Chance von meinen Anfängergehalt loszukommen vertue, werde ich es doch wagen und überlass die gut bezahlten Jobs den anderen, wenn ich dafür nur etwas Zufriedenheit bekommen kann, ist es mir das wert.
     
    #8
    Jo_Black, 19 Mai 2010

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