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Unfähig, Mitleid zu empfinden ?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von The Man, 21 Januar 2007.

  1. The Man
    Gast
    0
    Unfähig, Mitleid (oder Mitgefühl) zu empfinden ?

    Mir kommt es so vor, als wäre ich total unfähig, für andere mitzufühlen. Vielleicht, weil ich nie den "Sinn" darin gesehen habe. So nach dem Motto, warum soll ich mich schlecht fühlen, wenn es mir selbst nicht schlecht geht. Denn das ist Mitleid ja. Man fühlt mit dem anderen oder auch FÜR den anderen, aber nicht im schlechten Sinne.
    Nun ist da das Problem, wenn man mit anderen (egal wer und wo) ist, und die sich verletzen. Alles, was ich machen kann ist, fragen, obs schlimm ist, und fragen ob derjenige Hilfe braucht. Aber nicht, weil ich es für richtig empfinde, sondern weil es sonst ziemlich assozial aussieht, nichts zu tun.
    Auf der anderen Seite kann ich Mitleid für mich auf den Tod nicht ausstehen. Dieses "Tut mir leid für dich, das du...." kann ich nicht hören, und verstehe bis heute nicht, was es bewirken soll. Ich fühl mich nicht besser, wenn ich weiss, dass andere Mitleid haben.

    Meine Oma ist letztens ins Krankenhaus, wegen Knochenbruchs aufgrund eines Sturzes bei ihr zu Hause. Ich war noch garnicht bei ihr, weil ich den Sinn nicht sehe, andere zu besuchen, nur weil sie verletzt sind. Das klingt jetzt sehr hart und auch kalt, und das ist es auch. Oder liegt es daran, dass ich eher ein "Einzelgänger" bin, der nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein will, so dass das in die andere Richtung (für andere da sein) auch abfärbt ? Denn eigentlich bin ich jemand, der gerne anderen hilft, auch ohne Gegenleistung. Aber eben wieder nicht, weil ich es für das beste halte den ANDEREN gegenüber, sondern weil ICH mich damit besser fühle.

    Dann, als direkte Verwandte (Opas und ein Onkel, der weit weg wohnt) gestorben sind, war ich nie wirklich traurig. Als mein einer Opa gestorben ist, war ich 6. (das sollte ja eigentlich kein Alter sein, wo man schon gefühlskalt sein kann, man ist ja noch ein Kind!) Alle haben geweint, meine Geschwister, Cousinen etc, nur ich nicht. Ich habe auch nicht getrauert, in keiner Weise. Ich habe einfach nur gedacht "War doch klar, dass das irgendwann kommt". Das man sowas mit 6 Jahren denkt, finde ich im Nachhinein schon SEHR SELTSAM !

    Mein anderer Opa war immer irgendwie "doof", naja ein alter Meckermann, ums mal zu sagen. Keiner von uns Kindern konnte ihn wirklich leiden. Wir haben ihn nicht gehasst, aber er war auch nicht unser "Lieblingsopa". Als ich von seinem Tod erfahren habe, habe ich gerade mit einem Freund was gespielt, und mein Vater kam rein, und überbrachte mir die Nachricht. Mein Freund hatte glaube ich gefragt "Bist du jetzt traurig ?" und ich habe glaube ich sowas gesagt wie "Weiß nicht genau..."

    Woher kommt das ? Ich meine, dass man eine Gefühlsdistanz in der Jugend entwickelt (aufgrund von Frustationen, Pubertät etc) ist evtl noch nachvollziehbar. Aber wie gesagt, das erste "Ereignis" in der Form war mit 6 Jahren.

    Ich bin bestimmt kein gefühlskalter Mensch, in Gegenteil. Ich habe nur das MITfühlen für andere nie verstanden. Es macht für mich einfach keinen logischen Sinn.

    Jetzt, wo meine Oma im Krankenhaus ist, wird ein Besuch unumgänglich sein, für mich wird es aber eher ein Pflichtbesuch sein, als eine freiwillige Aktion. Und da es meiner Oma grundsätzlich zugehend schlechter geht (sie ist auch schon Mitte 80, aber im Kopf bisher recht fit), sehe ich es kommen, so dass ich ihr vielleicht noch 6 jahre gebe. Das klingt schon so gemein und eiskalt kalkuliert, ich weiß, aber ich schreibe es hier mal so nieder, wie ich es denke, um verständlich zu machen, was mein "Problem" ist.

    Kann das jemand nachvollziehen oder geht es jemandem vielleicht genauso ? Was meint ihr dazu ?

    Edit: Was wohl nicht ganz unwichtig ist: Das ich so emfpinde, bzw nicht empfinde, stört mich selber eigentlich garnicht. Es ist eben nur so, das viele einen als "schlechten Menschen" oder einfach als kalt (und zwar im negativen Sinne) sehen, wenn man nicht mitfühlt. Als meine Oma im Krankenhaus eingeliefert wurde, und meine Mutter gerade überlegte, ob sie es direkt meinen Geschwistern sagen soll (die wohnen in eigenen Wohnungen), meinte ich so" Mir egal, musst du selber wissen" Sie meinte darauf " ich hoffe aber, dir ist es nicht egal, das Oma im Krankenhaus liegt.." (es ist Mutter, nicht die meines Vaters). Ich wollte sagen "eigentlich schon", aber dann wär erstmal die Hölle los gewesen, also hab ich gesagt "Natürlich nicht, was denkst du denn !"
     
    #1
    The Man, 21 Januar 2007
  2. Aurinia
    Aurinia (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ich finde du bist sehr gefühlskalt. ich finde das traurig, und schlimm. wenn du aber damit leben kannst, dann ist es für dich in ordnung. ich kenne sowas nicht, ich habe auch mitgefühl mit fremden leuten, zb wenn ich über einen unfall lese.

    ich frage mich aber, ob du nicht anders reagieren wirst, wenn es um jemanden geht denn du liebst? zb wenn deine mutter schwerverletzt im kh liegt?
     
    #2
    Aurinia, 21 Januar 2007
  3. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    298
    1.137
    Verheiratet
    Kann dich ein bisschen verstehen.

    Als zb mein Opa vor 2 Jahren gestorben ist, dachte ich mir naja das ist der Lauf der Dinge. Ist es ja auch. Er war vorher schon einige Zeit im Altenheim. Das heißt man sah es ein wenig kommen dass er bald geht man konnte sich ein bisschen drauf einstellen. Ich habe 1mal geweint als mein Opa starb und das war zwischen Begräbnis und Zerring. Und das nur für ca. 2minuten. Vorher nicht und danach auch nicht.

    Als mein anderer Opa starb (der lebte in Wien, ich sah ihn im Jahr ca. 3mal) hab ich gar nicht geweint. Meine Mama brachte mir die Mitteilung: Du der Opa ist heute Nacht gestorben. Und ich so: Aha ok. So das wars.


    Wenn zb von meinen Freundinnen a Verwandter oder Freund oder sonstwas krank ist oder im Sterben liegt oder an Unfall hat, dann ist mir das eigentlich egal. Klingt hart ist aber so. Es tut mir zwar leid für denjenigen aber ich weiß einfach nicht was ich da machen könnte. Ich denke dass das daran liegt, weil ich nicht weiß wie ich der/demjenigen beistehen oder helfen kann. Deßwegen fühle ich oder rede ich mir ein dass es mir egal ist.

    Weiß nicht so genau.
     
    #3
    capricorn84, 21 Januar 2007
  4. SuperHero
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Nun ja du stehst nicht alleine, ich bin auch zum Teil so, ich finde das nicht schlimm.Ich habe auch meine Oma und mein Opa verloren und keine Träne vergossen.Mag hart klingen, es ist ja nicht so das ich sie gehast habe im gegenteil ich habe sie geliebt aber ihre Zeit ist gekommen. Mit Gefühl wie du es geschrieben hast, kann ich auch nicht leiden, alle erwarten von mir das ich zusammen breche und anfang zu weinen , aber ehrlich gesagt habe ich keine Gefühle gehabt so eine Leere.
     
    #4
    SuperHero, 21 Januar 2007
  5. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
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    vergeben und glücklich
    Ich bin genauso ...

    Ich tröste zwar Menschen, daß es ihnen besser geht und sie das Gefühl haben, daß jemand da ist und ihnen einfach zuhört.

    Aber Mitleiden kann ich nicht, und das sehe ich auch als "unnötig" an.
     
    #5
    Viktoria, 21 Januar 2007
  6. klärchen
    klärchen (35)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    mh, verstehen kann ich das eigentlich gar nicht. ich bin aber auch ne große bemitleiderin. es ist einfach der drang, sich ständig in andere hineinzuversetzen und dann genau zu wissen, wie der andere sich fühlt. ich denke, dann kommt das mitleid oder auch die "mitfreude" in manchen situationen ganz von allein.

    wie ist es denn mit dem hineinversetzen in andere? kannst du nachempfinden, wie es deiner oma im krankenhaus geht? dass sie vermutlich einsam in der sterilen fremden umgebung ist, dass sie ein wenig angst hat vor den medizinischen eingriffen hat, dass ihr die fehlende privatsphäre dort manchmal peinlich ist, dass sie sich wünscht, von einem lieben menschen gesellschaft zu bekommen und getröstet zu werden? kannst du dir das alles vorstellen? und wenn ja, ist es dir dann tatsächlich egal, dass sie jetzt in diese blöden situation ist?
     
    #6
    klärchen, 21 Januar 2007
  7. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ich kann mir vorstellen, dass man sowas auch erlernen kann. Allerdings kenne ich Mitleidslosigkeit nur als neurologische Störung im Gehirn: Das Areal fürs Mitleid ist nicht aktiv genug oder die Verbindung zum Rest des Gehirns ist nicht stark genug. In der Psychologie nennt man das, glaub ich, auch dissoziale Persönlichkeitsstörung.

    Ich kann mich aber auch irren. Angabe ohne Gewähr.
     
    #7
    Gravity, 21 Januar 2007
  8. The Man
    Gast
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    Aber bitte sehe das nicht so, dass ich extra so bin. Ich kenne es einfach nicht anders in vielen Situationen. Das ist nie böse gemeint oder sogar feindselig anderen gegenüber. Es kommt natürlich so rüber, aber ich fühl mich ja nicht besser, weil ich kein Mitleid habe oder so.
     
    #8
    The Man, 21 Januar 2007
  9. The Man
    Gast
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    Naja es ist mir insofern egal, als dass ich es weder beeinflussen kann, noch eigene Schuld daran habe. Ich meine, jeder ist mal in misslichen Lagen, aber daran kann man ja nichts ändern.

    Ich glaube aber eher, dass ich mich sehr wohl oft in andere hineinversetze, sehr oft sogar. Tatsache ist aber, dass ich dann selber nicht das Mitleid haben wollen würde, und vielleicht deshalb nicht verstehe, warum ich es anderen geben sollte. Sagen wir mal so: jedes Gefühl anderen gegenüber sollte ehrlich sein. Und wenn ich mit meinen Gefühlen zu anderen immer ehrlich wäre, wären sie mehr verletzt, als wenn ich garnichts tue. Also lasse ich es. Wenn sich jemand das Bein bricht und ich ihm ins Gesicht sagen würde "Hey is doch egal, ist halt passiert", dann wäre ich schnell unten durch. Aber genau das würde ICH denken, wenn es mir so ginge.
     
    #9
    The Man, 22 Januar 2007
  10. carstonia
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    das kenn ich irgendwo her ich war noch dnie der mensch der großartig tränen für andere verschüttet habe. werde als egoist bezeichnet ich hätte kein benehmen usw................
    ich glaub es gibt in meinem leben nur ein mensch um den ich wirklich trauern würde und das wäre mein vater. aber sonst wüsst ich nicht wem ich eine Träne nach weinen täte egal ob mutter tante oma beste freundin etc. versthe das auch nicht wirklich. kann menschen irgendwie nie gegn über menschen mitleid empfinden aber wehe jemand kommt und will ein tier quälen dann werd ich rasent vor wut bzw wenn eins meiner haustier tot ist heul ich rotz und wasser
    war bei mir auch schon seit ich denken kann ohne das ich das will. ich versuche sogar manchaml krampfhaft mitgefühl zu haben klappt aber nie ?
     
    #10
    carstonia, 22 Januar 2007
  11. Starla
    Gast
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    Könnte es daran liegen, dass Du für diese Menschen einfach nicht viel empfunden hast? Sicher sind Großeltern besondere Menschen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass die Bindung sehr stark sein muss.

    Ich empfinde meistens (!) auch nur dann etwas, wenn Personen betroffen sind, die mir emotional nahestehen. Sicher bin ich im ersten Moment schockiert, wenn ich von dem traurigen Schicksal anderer Leute erfahre. Trotzdem wahre ich immer eine innere Distanz und ich bin ganz gewiss nicht gefühlskalt.

    Deine Mutter wird wohl einfach erwartet haben, dass Du in großer Trauer bist, weil Du der Enkelsohn bist und sie das Ganze ja auch sehr mitgenommen hat (weil es ihre eigene Mutter ist).
     
    #11
    Starla, 22 Januar 2007
  12. Moses
    Moses (28)
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    in einer Beziehung
    Das sehe ich genau so. Ich hab bei der Beerdigung von meinem Opa mit meinem Cousin einen Lachanfall gekriegt, das war nicht wirklich lustig, hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.
    Ich gehe generell auch mit der "Hoppla, ist halt passiert und geht wieder vorbei"-Haltung durchs Leben. Ich bin gern für andere da, tröste sie oder führe tiefsinnige Gespräche, aber ich empfinde niemals richtiges Mitleid (btw. wer kann das schon sagen?).
    Du bist auf jeden Fall nicht alleine und auch ohne Mitleid oder verringertem kann man ein liebenswürdiger Mensch sein (Siehe mich:smile: )
     
    #12
    Moses, 22 Januar 2007
  13. franzius
    Gast
    0
    ​​​​​​​
     
    #13
    franzius, 22 Januar 2007
  14. Cumshot Carsten
    Benutzer gesperrt
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    Single
    ....
     
    #14
    Cumshot Carsten, 22 Januar 2007
  15. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
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    vergeben und glücklich
    Na na na. Kommt mal runter vom "Du bist nicht normal"-Tripp.

    Das haben viele Menschen, und ich finde es anmaßend, wie ihr darüber urteilt.

    Wenn mir jemand sowas erzählt "Meine Bekannte hat mir gesagt, sie wurde von ihrem Freund verlassen, und jetzt geht es ihr ganz furchtbar schlecht, und ich leide so mit ihr ... oha, ich bin zwar für sie da und höre ihr zu, aber es geht mir selbst so an die Nieren, daß ich die ganze Nacht mit ihr heulen könnte."
    = Über so Übetriebenes kann ich lächeln.
    Und der Person bringt es rein gar nichts, wenn ich nun auch leide.
    Also ist es unnötig.

    Wenn mir eine Freundin erzählt, ihr Freund hatte einen (nicht tödlichen) Unfall, dann bin ich natürlich für sie da und tröste sie, und mache alles, was Freunde für andere machen.
    Aber mitleiden? Nö, wieso sollte ich? Es tut mir zwar leid, aber es ist ja nicht mein Freund, da hat die Freundin ja zu leiden.

    Oder wenn mir Freunde erzählen, ein Verwandter von ihnen wäre gestorben, sage ich zwar "mein Beileid" aber leide jetzt nicht großartig wegen Menschen, die ich gar nicht kenne.

    Vielleicht wird das von vielen nur verwechselt.

    Natürlich kann man jemanden Trösten, für ihn da sein, wenn es andere betrifft ... ihn einfach aufbauen.
    Aber mitleiden? Och nö ... ich habe schon mein eigenes Leid, wo die Dinge schon mich selbst betreffen. Das reicht doch vollkommen.

    Wenn ich mit jemanden "leide", macht mich das auch nicht zu einem besseren Menschen.

    Sondern ich mache mir ja dadurch zusätzliche Probleme, weil sie mir an die Nieren gehen, obwohl das Angelegenheit der anderen ist, damit fertig zu werden.
     
    #15
    Viktoria, 22 Januar 2007
  16. Bavid Dowie
    Verbringt hier viel Zeit
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    18
    vergeben und glücklich
    Das ist für mich ein weiteres Indiz dafür, wie gefühlskalt und eigennützig unsere Gesellschaft doch mittlerweile geworden ist, anscheinend haben ja auch andere Leute dieses "Problem" (für euch ist es ja offensichtlich kein Problem).
    Ich kann nur sagen, ich finde sowas sehr bedenklich.
    Ich kann da auch keinen Tip geben, wie soll man auch.
    Aber ich weiß ehrlichgesagt nicht wie ihr ein glückliches Leben führen könnt, denn für mich gehört das da schon irgendwie dazu. Ich jedenfalls könnte keinen sozialen Beziehungen aufrechterhalten, wenn mich der Zustand (sowohl seelisch als auch körperlich) meiner Mitmenschen nicht interessieren würde. Ich weiß nicht wie Du das machst.
    Andererseits, wenns Dich nicht stört machts ja nichts. Aber wundere Dich nicht wenn Du niemals Menschen findest, die Dir wirklich nahestehen, denn dazu gehören immer zwei Seiten.
     
    #16
    Bavid Dowie, 22 Januar 2007
  17. klärchen
    klärchen (35)
    Meistens hier zu finden
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    66
    nicht angegeben
    nein, das ist klar. aber es geht dabei auch nicht um schuld oder darum, ob du was tun kannst. es ist doch irgendwie normal, dass man sich dann traurig fühlt bzw. darüber nachdenken muss, wenn man mitbekommt, es geht einem anderen schlecht. nicht weil man schuld ist. sondern weil man es schlimm findet, dass es so ist. ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll.

    naja, im prinzip ist das ganze ja kein wirkliches problem. du weißt ja immerhin rational, in welcher situation ein mitfühlendes verhalten angebracht ist und täuschst es dann wenigstens vor. okay, dann machst du es eben erstmal so. ich bin mir eigentlich fast sicher, dass du das gefühl von mitleid auch kennenlernen wirst. spätestens dann, wenn dein eigenes kleines baby mal bauchweh hat und weint. du kannst eben nicht mit jedem mitleiden, bist distanziert. so schlimm ist das ja nicht.
     
    #17
    klärchen, 22 Januar 2007
  18. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich finde es auch nicht gut, wie ihr ihn mit "Unsere Gesellschaft ist ja soo gefühlskalt" runtermacht. Was bringt das jetzt?

    Aber WAS bringt das?

    "Interessieren" ist das falsche Wort.

    Wenn es einer Freundin von mir nicht gut geht, BIN ich für sie da und TRÖSTE sie, und rede mit ihr solange, wie sie es braucht.

    DAS ist "Interesse" an einem anderen Menschen, weil es mir ja nicht egal ist, wie sich meine Freundin gerade fühlt.
    Aber Mitleid ist doch etwas ganz anderes.

    Ich leide nicht, weil es ihr schlecht geht. Sondern ich bin für sie da und baue sie auf, weil sie mir ja nicht egal ist.
    Aber das Mitleiden bringt einem überhaupt nichts!

    Gibt nicht umsonst den Satz "Ich brauche kein Mitleid."
    Sondern Hilfe, und die gebe ich ihr, daß ich für sie da bin.

    Das meine ich auch.
     
    #18
    Viktoria, 22 Januar 2007
  19. Cumshot Carsten
    Benutzer gesperrt
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    Single
    ....
     
    #19
    Cumshot Carsten, 22 Januar 2007
  20. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
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    vergeben und glücklich

    Es ist ja auch etwas anderes, wenn es die eigene Mutter ist :zwinker: Das geht ja einem dann noch nahe.
    Würde mich auch traurig machen, wenn meine Mutter so sinkt. Weil es ja eigentlich ein Mensch ist, den man liebt.

    Aber bei mir wäre es dann auch nur die Familie, also Eltern und Bruder. Das ist die Grenze.
    Bei Verwandten wäre ich schon wieder distanzierter. Wie es ist den Freunden so wäre.
     
    #20
    Viktoria, 22 Januar 2007

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