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Unfähig sein Leben auf die Reihe zu bekommen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Henk2004, 19 Januar 2007.

  1. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich bin ein Nichts, ein Mensch der mit 23 nicht weiß, wie der Rest seines Lebens verlaufen soll.

    Was will ich?

    Wo will ich hin?

    Und vor allem: Wer bin ich überhaupt?

    Fragen über Fragen für dessen Beantwortung im bisherigen Verlauf nie Zeit war.

    Jedenfalls nach 12. Klasse Höhere Handel; 2 Jahre (verkürzte)Ausbildung, dann direkt Studium und im Dezember Diplomarbeit abgegeben.

    Bumms.

    Ein Lebenslauf wie er im Bilderbuch steht.

    Der Schönheitsfehler liegt aber darin, dass ich noch ein Sommersemester brauche um einen Schein zu machen, aber laut Prüfungsordnung geht das halt so.

    Angesichts dieser Tatsachen erscheint es völlig absurd, dass ich Probleme hätte mein Leben auf die Reihe zu bekommen.

    Es glaubt einem ja keiner.

    Es ist aber so.

    Hinzu kommt, dass ich später unser Familienunternehmen übernehmen soll.

    Aufm Papier könnt ich kaum besser qualifiziert sein aber die Einstellung meinerseits passt nicht so ganz dazu.

    So, nu hab ich quasi nen Jobangebot erhalten und dieser Mann tut soviel für mich, dass ich quasi automatisch in seiner Firma lande, wenn ich das mache, was er vorschlägt.

    Das Komische an der Sache ist nun, dass er mit allem was er sagt absolut Recht hat.

    Somit brauch ich also nur den vorbereiteten Weg gehen und es wird richtig.

    Soweit so gut.

    Aber das geht mein ganzes Leben schon so: Immer wurde mir gesagt, was das Beste für mich ist.

    Ich hab in meinem ganzen Leben nich eine einzige Bewerbung geschrieben, immer ging das "irgendwie"

    Hab immer das getan, was von mir verlangt wurde.

    Dieses Verhalten hat mir auch ein überaus gutes Arbeitszeugnis "eingebrockt", dass jedem zukünfigen Arbeitgeber suggeriert, dass, wenn er mich nicht nimmt, er total bescheuert wäre.

    Aber wie zur Hölle soll man denn eine selbstständige Persönlichkeit werden, wenn man dauernd alles nur vom Teller nehmen muss anstatt selber mal nen Tier zu schlachten? (Blöde Metapher, aber mir fiel nix besseres ein)

    Ein Prof. meinte mal: "Was nix kostet ist auch nix wert"

    Wie Recht er hat.

    Wenn man was zu leicht bekommt, schätzt man es gar nicht.

    Wirklich schwer hab ich es in meinem Leben bisher nicht gehabt.

    Ok, Studium war zwar nicht so ganz ohne, aber wenn ich ehrlich bin hab ich nur selten länger als 4 Tage für ne Klausur gelernt, für die 4-5 Kracherklausuren allerdings schon.

    Es gab allerdings auch Klausuren wo ich, ohne Witz jetzt, nur 3 Std was für getan habe.

    Kommen wir aber wieder zum Ausgangspunkt:

    Alles, was ich selber machen muss und wo außer mir selber mir keiner in den Arsch tritt, krieg ich überhaupt gar nicht wirklich auf die Reihe.

    Sei es Arztbesuche, Zimmeraufräumen oder das Thema Frauen, wo ich nach Gesellschaftsmaßstäben nen Totalversager bin.

    Komischerweise stört mich das aber nicht großartig, auch das ich kein wirkliches Privatleben habe.

    Die meiste Zeit verbring ich am PC oder lesend, hab nen paar online-Freundschaften, auch Frauen und das wars.

    Daher kommt es auch, dass ich mich bei gesellschaftlichen Anlässen meist fehl am Platz fühle oder mir alternativ die Rübe zusaufe, was ich aber auch schon 4 Wochen nicht gemacht habe.

    Irgendwie hat das Sozialleben bei mir nicht den Stellenwert den es bei anderen hat.

    Ich bin heute zu ner Feier eingeladen, müsste dazu aber 75 km (ein Weg) mit dem Auto fahren, hab ich keine Lust, also bleib ich zuhause.

    Hab ihn um halb acht angerufen und ihm gesagt, dass ich nicht komme. Und keine blöde Ausrede sondern die Wahrheit, auch son Markenzeichen von mir.

    Viele mögen mich deswegen, viele nicht :smile:

    Hat aber Vorteile: Man braucht keine Lügengebilde aufrechterhalten und Leute vertrauen einem viel schneller, Nachteil ist halt, dass sich viele vor den Kopf gestoßen fühlen, sie aber nix gegen sagen können, weils halt so ist wie es ist.

    Mmmh, kein Plan ob man mir überhaupt Tipps geben kann, tat aber irgendwie gut, mal was aufzuschreiben...
     
    #1
    Henk2004, 19 Januar 2007
  2. User 36879
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    nicht angegeben
    was du auf keinen fall tun solltest ist in diesem fall von deinem "vorgegebenen" weg abdriften, in dem glauben ,ne persönlichkeit zu entwickeln.
    durch erzwingen geht so was nicht.
    es gibt soo viele arten sich seinen eigenen "style" zuzulegen, ich finde man sollte berufliches und soziales trenne können.
    sozial nicht zu sein wie andere.. fehlt dir die zeit dazu oder ist es deine art und weise?
     
    #2
    User 36879, 19 Januar 2007
  3. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Naja, Berufliches und Privates zu trennen fällt, so wie es jetzt ist, recht schwer, da ich nur ausm Haus gehen muss und am Arbeitsplatz bin, bzw. ich ja jetzt auch im Büro sitze.

    Und bisher ging halt immer das Berufliche ganz klar vor Privatleben und man kann sich ja immer rausreden, weil man ja soviel zu tun hat.

    Hab auch keine sozialen Verpflichtungen wie Vereine oder Ehrenämter oder sowas.

    Interessiert mich aber auch nicht großartig, sowas anzustreben.

    War immer schon nen Eigenbrötler.

    Aber irgendwas in mir will raus, der Verstand sagt aber, dass das totaler Quatsch wäre, weil; mir gehts ja gut....
     
    #3
    Henk2004, 20 Januar 2007
  4. Jeannie
    Jeannie (32)
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    Verlobt
    Hallo,
    sag mal, kann es sein, dass du eigentlich was ganz anderes machen willst, als dass was du beruflich als weg eingeschlagen hast? Das klingt alles so als hätte man dir das aufgedrückt, vor allem wenn du vom firma übernehmen schreibst!
    Vielleicht schaust du einfach mal, was du noch so anderes machen könntest, vielleicht noch ein fernstudium neben der arbeit, du bist 23 und hast noch alle zeit der welt!
     
    #4
    Jeannie, 20 Januar 2007
  5. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Joa, da hast du nicht ganz Unrecht...

    Bin halt in die Rolle reingewachsen in der ich jetzt bin. Ich schrieb ja von dem Jobangebot; jedenfalls wär das beruflich was komplett anderes und ich müsste nochmal ne Ausbildung machen um das aus dem Eff Eff zu lernen.

    Zwar verkürzt auf 2 Jahre aber trotzdem irgendwie blöd, nach nem Studium nochmal inne Berufsschule zu gehen.

    Aber Steuerwesen ist halt recht anspruchsvoll.

    Und son Top Down Einstieg per BWL Studium, naja, naja.

    Studium lernste ja auch immer alles und nichts richtig. Auf Uni kann ich m.W.n nicht bzw nur in dem Gebiet, wo ich meinen Dipl. Ing. habe.

    Jedenfalls hab ich halt ne Stelle so gut wie sicher, nur der ganze andere Kram, den ich jetzt mache "loszuwerden" ist bei weitem komplizierter als es Außenstehenden erscheint.

    Aber das hier auszuführen lassen wir mal, würde A. den Rahmen sprengen und B. erfordert das soviel spezifisches Fachwissen, das hier mit Sicherheit nicht zu finden ist.

    Aber soviel soll gesagt sein; ich hab Leute an der Hand, die sich mit sowas auskennen.

    Und dass ich noch jung genug bin, weiß ich, haben mir viele andere bisher auch schon gesagt.
     
    #5
    Henk2004, 21 Januar 2007

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