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Ungeschützter Zyklus - Frage zum Schutz!

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von ~Schnarz~, 17 März 2005.

  1. ~Schnarz~
    ~Schnarz~ (38)
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    Single
    Mir kam mal eine Frage in den Sinn. Es heißt ja immer, daß man bis zum Ende des Zyklusses zusätzlich verhüten soll, wenn man
    - die Pille vergessen hat
    - Antibiotika genommen hat
    - anderweitig der Schutz beeinträchtigt ist (Durchfall/Erbrechen)

    Weiter heißt es, daß mit der "neuen Packung" der Schutz wieder gegeben ist. Und genau dazu habe ich einige Fragen.
    Warum genau mit der neuen Packung? Weil da der Hormonspiegel wieder komplett neu aufgebaut wird, ok. Das habe ich begriffen. Folgendes Szenario:
    Sie vergisst die Pille am Anfang des Zyklusses (oder nimmt Antibiotika, wie auch immer). Nehmen wir mal an, daß am Ende der kommenden Pause erst ein Ei springt. Das Ei braucht auch seine Zeit, bis es den Eileiter entlang gleitet. Jetzt fängt der neue Zyklus an (mit neuem Streifen), und es wird ohne Verhütung miteinander geschlafen (1. Zyklustag). Dann könnte doch theoretisch das Ei, was da noch unterwegs ist, befruchtet werden, oder nicht?

    Wie sieht es generell aus, wenn eine Pille vergessen wurde. Kann man generell davon ausgehen, daß ein Ei in den folgenden Tagen springt, oder ist es auch so möglich, wie ich es oben in dem Szenario beschrieben habe?
     
    #1
    ~Schnarz~, 17 März 2005
  2. bjoern
    bjoern (45)
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    Wenn durch was auch immer der Hormonspiegel, der von der Pille im Blut verursacht wird, sinkt, dann kann die Follikelreifung weitergehen und eventuell dann auch eine Ovulation stattfinden. Der genaue zeitliche Zusammenhang zwischen Abfall des Hormonspiegels und Ovulation lässt sich nur schwer abschätzen, das hängt einfach von zuvielen Faktoren ab. Man kann also nicht pauschal sagen, dass eine Ovulation ausschließlich in den ersten wenigen Tagen nach dem Einnahmefehler stattfinden kann.

    Sollte sie aber zum Ende des Zyklus hin oder in der Pillenpause stattfinden, dann wird das Ei auf jeden Fall durch die Entzugsblutung mit ausgespült. Selbst während der Entzugsblutung besteht noch eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein durch GV in dieser Zeit befruchtetes Ei zur Nidation kommen könnte, obwohl der Abbau der Uterusschleimhaut und die daraus resultierende Blutung das ja eigentlich verhindern müsste. Deshalb darf nach einem Pillenzyklus mit Verhütungspanne in der Pillenpause noch kein GV ohne zusätzliche Verhütung stattfinden.

    Mit Beginn der neuen Pillenpackung ist aber auf jeden Fall ein eventuell gesprungenes Ei nicht mehr befruchtungsfähig und schon ausgeschieden, eine neue Follikelreifung wird dann aber wieder zuverlässig verhindert. Also kann man sich ab diesem Zeitpunkt wieder auf die Pille verlassen.

    Einzige Ausnahme von dieser Regel ist, wenn es massive Einnahmefehler in den letzten Tagen der vorhergehenden Packung gab. Das hat eine ähnliche Wirkung wie eine Verlängerung der Pillenpause und kann daher eine Follikelreifung im kommenden Zyklus ermöglichen.

    Liebe Grüße, Björn
     
    #2
    bjoern, 17 März 2005
  3. ~Schnarz~
    ~Schnarz~ (38)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Ok, dann habe ich das jetzt endlich vollständig verstanden. Ja, es stimmt schon, es sind zuviele Faktoren, die eine genauere Zeitbestimmung der Ovulation unmöglich machen.
    Ich wollte es halt mal genauer wissen, weil man soviel - gerade im Bezug auf Verhütung - einfach so hinnimmt, ohne wirklich zu verstehen, was dahintersteckt. Ok, man muss nicht alle Hintergründe wissen, aber ich brauche das, damit ich die Konsequenzen besser einschätzen kann. Dann begreife ich auch viel einfacher, warum das und das nicht gut ist oder warum man das tun und das andere lassen sollte.

    Danke nochmal Björn!
     
    #3
    ~Schnarz~, 17 März 2005
  4. bjoern
    bjoern (45)
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    Das kenn ich doch irgendwoher. Mir ist es auch einfach zu stupide, irgendwelche Regeln auswenig zu lernen, ohne zu wissen, woher die kommen. Außerdem hab ich gerade hier im Forum (aber auch bei Fragen im privaten Freundeskreis) schon öfters Situationen gehabt, in denen die standard Wenn..., dann... Regeln nicht ausgereicht haben.
    Ich denk da auch gerade an bubbles Blutungsprobleme nach nicht ganz lupenreiner Pilleneinnahme im vorhergehenden Zyklus...

    Ich find aber, dass gerade solche Fragen die interessantesten sind. :smile:

    Also wenn Ihr noch ein paar auf Lager habt... :zwinker:

    LG, Björn
     
    #4
    bjoern, 17 März 2005
  5. ~Schnarz~
    ~Schnarz~ (38)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Wenn ich Fragen stelle, werden es "nur" solche interessanten sein, weil ich mich im "Standard" schon sehr gut auskenne. Es sind dann eben nur die extravaganten Situationen, die in mir Fragen aufkommen lassen - oder beim "Standard" die Frage nach dem "Warum".

    Aber die Pilleneinnahme meiner Freundin war doch beinahe lupenrein. Deswegen waren wir ja so verunsichert, woher diese Blutung kommt; laut Frauenärztin daher, weil die Pille für meine Freundin mittlerweile zu schwach dosiert ist. In diesem Zyklus ist es ja wieder aufgetreten - obwohl da noch Antibiotika ins Spiel kam...
     
    #5
    ~Schnarz~, 17 März 2005
  6. Lhuna
    Lhuna (29)
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    Verlobt
    Wieso wird eigentlich nie erwähnt, dass Pillen auch die Konsistenz der Gebärmutterschleimhaut so verändern, dass ein Ei sich schlecht oder gar nicht einnisten kann?
    Erstens hab ich das noch so in der Schule gelernt und zweitens steht es mindestens bei drei Pillen in der Packungsbeilage.
     
    #6
    Lhuna, 17 März 2005
  7. bjoern
    bjoern (45)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Die Ovulationshemmung ist nunmal der primäre Wirkmechanismus der Pille, und nur sie ist ein echtes KO-Kriterium. Ohne Ovulation ist eine Schwangerschaft unmöglich. Wenn es also darum geht, eine Schwangerschaft auszuschließen, dann kann man dabei nur die Ovulationshemmung berücksichtigen.

    Daneben gibt es aber noch drei weitere Wirkmechanismen der Pille, die eine Schwangerschaft deutlich unwahrscheinlicher machen:

    1. Die Uterusschleimhaut wird so verändert, dass eine Nidation erschwert wird.
    2. Der Zervixschleim wird so verändert, dass er Spermien stark behindert.
    3. Die Transportfunktion der Tuben wird behindert und der Stoffwechsel zwischen Tubus und Eizelle eingeschränkt.
     
    #7
    bjoern, 17 März 2005

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