Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Unterdrückte Neigungen

Dieses Thema im Forum "Stellungstipps, Sex & Co." wurde erstellt von Swordinthemoon, 22 Juni 2009.

  1. Hi!

    Das Thema sind einige meiner sexuellen Neigungen, die ich eigentlich einfach nur mit dem Wort "pervers" bezeichnen kann, obwohl ich weiß, dass es viele Leute gibt, denen es genau so geht. Dies ist das erste mal, dass ich überhaupt gegenüber anderen Menschen darüber rede. Das erste Mal, dass ich mich an entsprechende Gefühle erinnern kann, war in der Grundschule, wahrscheinlich habe ich diese Neigungen also schon mein ganzes Leben mit mir getragen. Nur habe ich sie immer unterdrückt. Ich wüsste keinen speziellen Grund, warum ich ausgerechnet hier und jetzt mein "Coming Out"
    habe, es war ein ziemlich spontaner Entschluss. Jedenfalls ist es nicht so, dass ich das Gefühl habe, es nicht mehr ertragen zu können, oder es unbedingt bald ausleben zu müssen. Diese speziellen Neigungen sind im Grunde auch nicht mein größtes Problem, da es in meinem Leben mit Liebe und Sex eh nicht so recht hinhauen will. Auch wären diese Neigungen in meinem Wunsch-Liebesleben nur ein Teilaspekt, den ich neben anderen, "harmlosen" Spielarten einmal ausprobieren möchte. Ich denke es ist einfach so, dass ich hier einmal die Meinung von Gleich- bzw. Ähnlichgesinnten hören kann.

    Um zum Thema zu kommen: Ich habe eine devote / masochistische Veranlagung (oder wie auch immer; ich weiß, dass "Fachleute" da verschiedene Spielarten unterscheiden, aber ich kenne mich mit den entsprechenden Begriffen nicht so gut aus wie einige andere hier). Fesselspielchen haben einen unglaublichen erotischen Reiz auf mich, und bei dominant auftretenden Frauen verspüre ich unwillkürlich ein gewisses Verlangen in mir, eine schöne Frau würde ich am liebsten an so ziemlich jeder denkbaren Körperstelle ablecken etc. (wie gesagt, "pervers" kommt es mir selber vor). Wenn ich etwas über Kulturen oder Religionen höre, in denen die Frau über dem Mann steht, denke ich mir (wohl im Gegensatz zu den meisten anderen Männern): "klingt irgendwie interessant". Ihr merkt vielleicht schon, bei meinen Neigungen steht das Sich-Unterwerfen im Vordergrund, während andere BDSM-Aspekte wie Schmerzen eher nachrangig sind (bzw. es auch einige Punkte gibt, die für mich auch bei entsprechenden Spielchen ein No-Go wären). Als ich das
    letzte Mal so richtig verliebt war, kam mir auch einmal die erotische Fantasie, mich von ihr Fesseln zu lassen und einfach über mich ergehen zu lassen, was sie will, bis hin zu dem Gedanken, dass sie mich töten dürfte, wenn es nur sie wäre! Was mich in "nüchternem" Zustand natürlich schon ein wenig erschreckt.

    In mir kämpft der Gedanke, dass solche Fantasien "ungesund" sind, mit dem Wunsch, es einmal auszuleben (mich töten lassen jetzt nicht unbedingt ;-) ). Bisher habe ich es lediglich in meiner Vorstellungswelt und im Verbindung mit Selbstbefriedigung ausgelebt (teilweise inspiriert durch das Internet, teilweise kombiniert mit Selbstfesselungen, wobei ich natürlich immer darauf geachtet habe, dass ich mich ohne weiteres wieder befreien kann, so dass es letzten Endes nur die Illusion des Gefesseltseins war). Jetzt ist es aber bekanntlich (zumindest beim Mann?) so, dass der Sexualtrieb nach dem Orgasmus innerhalb von wenigen Augenblicken wieder verschwinden kann, und wenn ich vorher entsprechende BDSM-Fantasien hatte, fühlte ich mich danach im Allgemeinen schlecht, "schmutzig", es kam mir unnatürlich vor. Wenn ich im Gegensatz dazu SB mit der Vorstellung von "normalem" Sex mache, besteht oftmals auch danach noch ein sehr gutes Gefühl. Und auch, wenn ich auf diversen Seiten im Internet Bilder von "Sklaven" sehe
    mitsamt ihres ganzen demütigenden Gimmick (diese komischen "Leibchen" die die oft tragen, Hundehalsbänder etc.) empfinde ich das nicht mehr als erregend, sondern nur als abstoßend. Letzten Endes weiß ich nicht, was ich von diesen Neigungen halten soll. :-( Dies wäre zunächst einmal etwas, worüber ich gerne eure Meinungen hören würde (obwohl ich schon ahne, dass die Diskussion sehr kontrovers laufen wird!).


    Nun zu einer ganz anderen Frage: Einmal angenommen, ich würde es tatsächlich einmal ausleben wollen. Dann würde ich jetzt erstmal sagen, es gibt drei Wege:
    a) mit meiner Partnerin - dann müsste ich meiner Partnerin meine Neigungen offenbaren (was natürlich viel Mut erfordert) und würde Gefahr laufen, dass sie mich einfach für einen kranken Spinner hält. Abgesehen davon, dass ich keine Partnerin habe und noch nie eine hatte (was vielleicht auch daran liegt, dass die meisten Frauen eh eher auf "starke" Männer stehen und ich mit meiner zurückhaltenden Art nicht so der Schwarm bin - ein hässlicher Vogel bin ich jedenfalls nicht)
    b) mit einer guten Freundin - wäre so eine Variante von a), aber auch da ist es super peinlich, einen solchen Wunsch zu äußern, davon abgesehen davon, dass ich Freundschaft so definiere, dass (auch wenn es zwischen Mann und Frau ist) keine erotische Komponente im Spiel ist, will heißen wenn ich auf eine Frau stehe, dann ist sie keine "gute Freundin". Hinzu kommt, dass Freundinnen darauf ja auch nicht grade stehen dürften.
    c) mit einer Unbekannten - bleibt als letzte Option. Aber eine "Käufliche" würde für mich nicht in Frage kommen (auch für normalen Sex nicht, das geht einfach gegen meinen Stolz). Gibt natürlich noch entsprechende Szene-Treffen, und hier ist jetzt wieder euer Rat und eure Meinung gefragt. Denn das Problem ist nunmal - eigentlich ist es purer Wahnsinn, sich von einer Fremden fesseln und "missbrauchen" zu lassen. Sobald sie etwas macht, was mir nicht gefällt, habe ich schlecht. Ich muss der "Herrin" ja schon vertrauen können.

    Fazit: Ich habe diese Neigungen, und ich werde sie auch immer haben. Es würde mich nicht umbringen, wenn ich sie mein Leben lang verstecken würde, aber dennoch ist der Wunsch da, es einmal auszuleben. Aber ich weiß nicht, ob ich die Neigungen wirklich gutheißen soll (und würde im Übrigen niemals öffentlich dazu stehen wollen). Und ich weiß nicht, mit wem ich sie ausleben sollte. Soll ich es einmal "in der Szene" probieren? Oder innerhalb einer festen Beziehung, die ich hoffentlich einmal haben werde, ausprobieren? Oder gar nicht?

    Ich weiß es nicht, bitte sagt ihr was dazu.

    P.S. die Altersangabe von mir stimmt übrigens nicht :schuechte bevor sich jemand wundert
     
    #1
    Swordinthemoon, 22 Juni 2009
  2. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
    2.977
    168
    299
    Verheiratet
    Wie alt bist du denn wirklich?

    Naja deinen fetisch zu unterdrücken ist meiner Meinung nach wirklich falsch. Es ist zwar für dich selbst jetzt ungewohnt und du empfindest es als pervers..! ist es aber nicht. Es ist so normal wie fast alles auf dieser Welt.

    Mein Freund ist auch devot bis schon sehr masochistisch. Dabei ist nichts schlimmes und je nach Partner sagt man sowas oder man verschweigt es besser. Ob du es sagen sollst oder nicht merkst du selbst recht schnell. Wenn du merkst deine Partnerin mag das nicht und dein verlangen es doch einmal zu probieren wird grösser gibt es wirklich genug und gute Möglichkeiten es zu probieren.

    Es ist auch möglich das du in der Fantasie es total geil findest aber dann im Reallife total abturnend findest.

    Auf jedenfall solltest du es ausprobieren. Probieren geht schliesslich über studieren!
     
    #2
    User 49007, 22 Juni 2009
  3. die Kitty
    Gast
    0
    Also als "pervers" würde ich deine Neigungen nicht bezeichnen.
    Jeder Mensch, egal ob Mann oder Frau, hat doch persönliche Vorlieben, besonders wenn es um Sex geht. Die einen stehen auf romantischen Blümchensex, anderen kann es nicht hart genug sein. Einige verwenden gerne Spielzeuge, andere wiederum nicht. Manche verwöhnen ihren Partner am liebsten nach Strich und Faden und einige lehnen sich lieber zurück und genießen den Sex am liebsten passiv. Und dann gibt es diejenigen, die beim Sex Macht ausüben wollen und eben dich. :zwinker:
    Wieso findest du deine Neigungen also pervers? Was genau sorgt dafür, dass es dir unangenehm ist, darüber zu sprechen?

    Ich denke, wenn du diese Neigungen ausleben möchtest (oder einfach mal ausprobieren, wie es sich in der Realität anfühlt), dann wäre es gar nicht schlecht, dies im Rahmen einer festen Partnerschaft zu probieren.
    Du musst deiner Partnerin ja nicht gleich erklären, dass dies zu deinen häufigsten Sexfantasien gehört. Eine aufgeschlossene Frau, würde bestimmt nichts dagegen haben, einmal die dominante Rolle zu übernehmen und wenn es nur zur Abwechslung von eurem üblichen Liebesleben dient. Wenn ihr beide daran Gefallen findet, dann steht einer Wiederholung oder gar Vertiefung nichts mehr im Wege. Wenn nicht, dann ist es auch kein Weltuntergang.
    Und du könntest ihr wahrscheinlich am meisten vertrauen, was nicht das Schlechteste ist, wenn man einige masochistischen Spielarten ausprobiert.

    Was für dich jedoch das Richtige ist, musst du entscheiden.
    Solltest du dich für erste Erfahrungen in gewissen Szenen entscheiden, dann könntest du mit deiner Sexpartnerin ein Codewort vereinbaren, das eurem Liebesspiel sofort ein Ende setzt. Damit hast du halbwegs Sicherheit, dass sie nicht zu weit geht.
    Und vielleicht gefällt es dir ja, wenn du die Frau schlecht einschätzen kannst... :zwinker:
     
    #3
    die Kitty, 22 Juni 2009
  4. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
    12.443
    218
    263
    Verheiratet
    ich find das jetz auch nicht pervers. solche neigungen kommen doch oft vor. pervers ist jetzt meiner meinung nach sowas wie sex mit tieren zb.
     
    #4
    CCFly, 22 Juni 2009
  5. Ich werde nun nicht direkt auf eine Fragestellungen antworten und es ist eher allgemein gehalten, aber ich denke, es könnte dir in deinem weiteren Leben durchaus helfen und dir vorallem helfen, deine Meinung völlig zu akzeptieren und diese mit dem geeigneten Partner auch auszuleben.

    Ein Fakt, den kann man nunmal nicht ausschliessen, dass viele Menschen solche Neigungen als "pervers" bezeichnen, aber dies soll uns nicht grossartig stören, da dies nur Meinungen sind, Meinungen die wir weder teilen, noch akzeptieren müssen. Oft ist es so, dass Leute die eine solche Meinung teilen, sich noch nie ein wahres Bild über die ganze BDSM Sache gemacht haben. Sie haben sich ihr Bild dieser Spielart durch Medien, Vorurteile und Hörensagen gebildet und haben darum oft ein eher negatives Bild in sich drin. Dazu kommt natürlich noch, dass es für viele Unvorstellbar ist, Schmerz mit Lust zu verbinden und Unterdrückung als Lustvoll zu betrachten. Selbst viele Leute mit solchen Neigungen verspüren alltäglichen Schmerz als unangenehm und alles andere als sexuell stimulierend und auch ist es für sie genauso schlimm, emotional verletzt zu werden und erhalten auch dadurch keine Luststeigerung! Diese Leute kennen genauso negative Gefühle welche ähnlich den Gefühlen Ihrer Spielart sind und die sie genauso nicht leiden können wie wir.

    Wie soll ein gesunder Mensch bloss Dinge wie Freiheit aufgeben wollen, wenn wir doch solange gebraucht haben, diese für soviele Menschen zu ermöglichen. Es scheint so, als würde man diese harte Arbeit zunichte machen, in dem man sich wieder versklavt und alle Prinzipien die Abraham Lincoln, Malcom X usw usf aufgestellt haben als lächerlich hinzustellen und die Tode dieser Menschen sinnlos erscheinen lässt. Ähnlich mit dem Schmerz, wie soll sich der Körper bei etwas Gut fühlen, wenn es doch eigentlich dafür da ist, den Körper zu warnen, dass hier was nicht stimmt? Ist dies natürlich?

    Nun, wissenschaftlich gesehen natürlich, wieso sollte irgendwas, was die Natur erschaffen hat und alle Folgen daraus nicht natürlich sein können? Für uns unbegreiflich? Durchaus. Wir wissen beiweitem noch nicht alles, doch kann es kaum sein, dass hier was existiert, was nicht aus der Natur hervorgeht.

    So ist es, dass bei Schmerzempfinden gewisse Stoffe freigesetzt werden, die durchaus ein gewisse Lustempfinden bei einer Person auslösen kann, so ist so eine Neigung auch bilogisch teilweise nachvollziehbar.

    Nun, auf dieser "wissenschaftlichen" Basis, sieht es nicht mehr ganz so "pervers" aus. Dies weiss die Wissenschaft schon alles, und das durchaus paar Jährchen. Es kann also nicht daran liegen, dass es sich neu entdeckte Informationen handelt, viel mehr ist es die Angst vor Fremden und oft auch eine freiwillige Unterdrückung der eigenen Gedanken.

    Die Gesellschaft diktiert uns förmlich vor, was wir zu mögen haben und was nicht und vielfach lassen wir das zu, aus Angst vor Ausgrenzung, oder auch einfach unbewusst und dadurch beschäftigen wir uns weniger mit Dingen wie zum Beispiel in dem Fall der BDSM und übernehmen oft Meinungen die bereits vorherrschen und da wohl einfache und logische Aspekte dies als "unnatürlich" erscheinen lässt(Schmerz und Unterdruckung sind nicht vereinbar mit unseren menschlichen Erkenntnissen) ist dies oft auch eine sehr gute Erklärung, warum es so ist und man ist zufrieden. Und durch die gesellschaftliche Dynamik und gewissen Doktrinen von oben folgen wir immer weiter mit diesen Meinungen und entwickeln so eine Ignoranz gegenüber fremden Dingen und werten diese automatisch ab, mit Worten die oft im negativen Sinn verwendet werden, wie zum Beispiel "pervers".

    Wie man sieht, ist es kaum ein wissenschaftliches Problem, dass hier zu existieren scheint, sondern lediglich ein Zustand der Gesellschaft, welche geleitet durch gewisse Obrigkeiten und Ignoranz, eine gewisse Intoleranz entstehen lässt, welche auf eine nicht wirklich emanzipierte Gesellschaft hinweist, vorallem im sexuellen Sinn.

    Durch diesen Fakt ist man natürlich als "betroffener" im täglichen Leben immer mit gewissen Ängsten konfrontiert, da man ja immer zu hören kriegt, wie anderst man doch sei und übernimmt diese Meinung dann auch, nach dem Motto: Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden um als Wahrheit zu gelten.

    Nun, kann man sich also unterdrücken lassen und sich der Gesellschaft anpassen, oder aber man steht dazu und lebt seine Neigungen aus. Dies ist einfacher gesagt, als getan, denn oft sind solche Neigungen lieber ausgelebt im Beisamen sein, von mindestens einer weiteren Person. Da tritt schon ein weiteres Problem auf: Finde erstmals einen Partner der zu dir passt -- ist ja freilich schon genug schwierig, ohne solche speziellen Neigungen -- wie soll man da denn nur mit diesen Neigungen einen Partner finden und grade in einer Zeit, wo man sich in der ersten Phase der sexuellen Findung befindet, schon genug andere Probleme mit der Sexualität hat und eventuelle Ängste darüber existieren, dass man eh nie einen Partner finden würde, trägt diese Neigung vermehrt dazu bei, dass man selbst noch unsicherer wird. Und dieser Fakt kann letztendlich dadurch führen, dass man sich dazu entschliesst, diese Neigungen zu vergessen um seine Ängste zu verlieren, auf kurze Zeit gesehen kann dies sicher sehr gut klappen, doch mit der Zeit versteckt man immer mehr seine wahre Persönlichkeit, man lügt sich und alle Anderen selbst an; denn so eine starke Unterdrückung ist stets mit starken Veränderungen zu erwarten, so, dass du letztlich durch diese Unterdrückung nicht mehr du selbst sein wirst, sondern eine völlig andere Person, welche darunter leidet. Dieses Leiden muss dir nicht bewusst sein, kann auch über Jahre und Jahrzehnte hinweg gut gehen, doch ist es wie mit einem Vulkan, es brodelt in dir und der Druck wird immer grösser und irgendwann wird es zur Eruption kommen und je nach Stärke deiner Persönlichkeit kann dies nicht allzu schlimm sein, aber genauso kann der Worst Case eintreten und wenn man nun anschaut, dass du durch das ganze sowieso deine Persönlichkeit versteckst, kann man oft selbst auf das Ergebnis komme, wie stark die Persönlichkeit noch wirklich ist und wie weitreichend diese Unterdrückung haben könnte.

    Natürlich sollte diese Neigung nicht völlig Liebesbeziehungen bestimmen, je nach Ausbildung gibts da differenzen, viele setzen sich andere Prioritäten und unsere Wirtschaft bietet auch Abhilfe im Sinne von Dominas oder Sklaven mit finanziellen Interessen, also ist es nicht völlig unmöglich eine "normale" Partnerschaft zu führen, in der die Partnerin bzw der Partner die selbigen Neigungen nicht teilt. Vielfach ist es sich so, durch oben genannte Ignoranz, dass sich die Leute oft selbst gar nicht bewusst sind, ob sie solche NEigungen aufweisen und eventuell sogar eine starke Lust in IHnen zu finden ist.So kann eine normale Partnerschaft zu einer Partnerschaft mit BDSM Elementen werden, welche perfekt funktioniet, aber genauso kann eine anfängliche BDSM Partnerschaft zu einer Vanilla Partnerschafft werden. Auch hier gibt es viele Facetten und nur Grautöne, so dass es sich kaum definieren lässt, wie es nun abläuft und ob es je funktionieren würde und genauso wollen wir den Fakt nicht vergessen, dass dadurch eine Bezieung stark leiden kann und sogar zu Bruch gehen kann. Dies alleine sollte aber längst nicht der Fakt sein, sich dazu zu entschliessen, sein Persönlichkeit zu Unterdrücken und Probleme heraufzubeschwören und ewig in Unwissenheit leben, wie wirklich die Persönlichkeit ist und ob es nicht doch bei gewissen solche Neigungen existierten.

    Letztlich ist es, dass dir niemand die Entscheidung abnehmen kann, doch stellen hier viele ganz klar, die Zufriedenheit einer Gesellschaft über die der Eigenen und sogar der eigenen Gesundheit.Das darf jeder aus verschiedenen Gründen tun, sei es um sein Leben einfacher leben zu können, oder einfach aus Angst, aus objektiver Sicht, schadet man dadurch aber niemandem, wenn man seine Neigungen auslebt, solange diese auf Freiwilligkeit beruhen und darum sollte man sich fragen, ob es für seine eigene Gesundheit und Selbstzufriedenheit nicht doch das beste wäre, wenn man zu seine Neigungen steht und diese auslebt? Niemand wird von dir verlangen und erwarten, diese Neigungen tagtäglich jedem auf die Nase zu binden, dies kommt meistens negativ daher, aber in den Kreisen in den du dich bewegst und es zur Sprache kommst, kannst du dazu zu stehen, wie du bist. Denn letztendlich ist es nichts anderes, das Andere wäre nur eine Verleugnung deiner selbst, welche irgendwann zurückkommen wird und niemand weiss, inwiefern du dich danach noch der Gesellschaft unterordnen willst oder noch kannst und genau dies sollte der letztliche Entschlusspunkt sein, wo man sich dann fragen sollte, was es denn genau bringt, sich für die Gesellschaft so zum emotionalen Krüppel machen zu lassen, wenn man nun wahrlich nicht so ist, wie man es gerne hätte. Soll es nicht so sein, dass jeder seine Neigungen ausleben sollte, ganz egal, ob diese nun als gut, böse oder pervers gewertet werden, hauptsache die Person ist mit dem AUsgang zufrieden und kann sich verwirklichen?
     
    #5
    Chosylämmchen, 22 Juni 2009
  6. Hi Danke schon mal für die Antworten!

    @foxi: Bei meinem Alter steht eine 2 vorne... (also entweder bin ich ein sabberndes Kleinkind, oder ein ururalter Greis oder in der Blüte meines Lebens ;-))

    Tja "pervers"... mir ist schon irgendwie klar, dass so ein Ausdruck immer nur im gesellschaftlichen Kontext zu sehen ist. Wenn 99% der Gesellschaft nicht auf Zungenküsse stehen würde, würd man das wohl auch pervers nennen. In erster Linie ist es mir einfach unangenehm, wenn andere wissen, dass ich solche Neigungen habe. Zum einen, weil es halt allgemein schlecht angesehen ist, zum anderen, weil grade diese Spielart der Liebe ja durchaus etwas Demütigendes hat. Aber auch mir selbst kommt es "komisch" vor, vielleicht muss ich mal einfach drüber nachdenken, warum, und teile euch das Ergebnis meiner Gedanken mit :zwinker: .

    Tja halt vor allem die Angst vor dem Unverständnis und dem (evtl. unausgesprochenen) Spott anderer Leute. Hier unter dem Deckmantel der Anonymität zu schreiben fällt mir hingegen tatsächlich ziemlich leicht (ich weiß ja auch dass ich hier mehr Verständnis erwarten kann als bei Durchschnittspublikum). Auch wenn man selber damit kein Problem hat, ist es doch verständlich, dass einem selbst das etwas unangenehm ist oder?

    Ich finde es auch interessant dass sich noch kein "Gleichgesinnter" zu Wort gemeldet hat, aber vielleicht mal einfach abwarten.

    Ja, wäre auch meine erste Wahl. Wie gesagt mangelt es mir aber an der Partnerin, und mein chronischer Misserfolg auf diesem Feld hat sich grade letzte Woche wieder bewahrheitet... :cry:
    "Häufigste Sexfantasie" ist vielleicht etwas übertrieben. Ich würde es halt AUCH gerne MAL ausprobieren. Obwohl auch meine "normalen" Fantasien Fesseln und ausgiebiges Verwöhnen der Frau (z.B. mit Zunge :tongue: ) beinhalten.

    Vertrauen ist ja in der Tat wichtig. Chosylämmchen spricht von Gesundheit durch Ausleben von Bedürfnissen - soweit richtig. Aber wenn ich mich einer Unbekannten so ausliefere, mache ich mir in ganz anderer, akuter Weise Sorgen um meine Gesundheit ;-)

    :grin: oh ja!!! Ein Stückchen Ungewissheit und die Hilflosigkeit sind doch Teil des Kicks. Aber wenn ich das ganze mit nüchternem Abstand betrachte, dann lässt mich doch grade dieses Risiko, dass mich im "Ernstfall" erregt, eher erschaudern!

    Ich würde es wirklich gerne ausprobieren, am liebsten hier und jetzt - aber mir fehlt die Partnerin... :-(
     
    #6
    Swordinthemoon, 22 Juni 2009
  7. die Kitty
    Gast
    0
    Ja, das stellt natürlich ein kleines Hindernis dar, wenn auch keine unüberwindbare Hürde. Komischerweise gibt es Leute, die nie solo zu sein scheinen und dann wieder welche, die es echt schwer haben, einen Partner zu finden.
    Aber ich bezweifel, dass du ein Leben lang einsam sein wirst. So abgedroschen es auch klingt, irgendwie bewahrheitet sich der alte Spruch "Es passiert dann, wenn du es am wenigsten erwartest" meistens.
    Also, ich wünsche dir viel Glück und hoffentlich bald eine experimentierfreudige Partnerin. :zwinker:
     
    #7
    die Kitty, 22 Juni 2009
  8. darkangel001
    Meistens hier zu finden
    2.017
    148
    159
    vergeben und glücklich
    Also pervers ist für mich auch was anderes. Ich würde es eine ganz "normale" devote Ader nennen. Hab ich auch. :grin:

    Das einzige, was ich ein wenig extrem finde, ist dein Gedanke, sie könnte dich in deinem hilflosen Zustand töten - aber hey, jedem das seine. :zwinker: Es geht ja nur um Gedanken und die sind bekanntlich frei.

    Ich kenn es von mir auch, dass ich in bestimmten Zuständen mir Dinge fantasiere, die ich am nächsten Morgen bei Tageslicht als total peinlich empfinde. Abgesehen davon, dass ich solche Dinge auch schon mal getan habe ... oder mit mir hab lassen machen.

    Es ist bei weitem nichts Schlimmes, mit dem du irgendwem etwas tun würdest. Klar spricht man nicht gern mit jedem über seine sexuellen Neigungen ... aber ich würde auch nicht jedem auf die Nase binden, welche Stellungen ich so bevorzuge. Das wäre nicht "pervers", geht aber trotzdem niemandem etwas an.
     
    #8
    darkangel001, 22 Juni 2009
  9. Also ich hab nochmal nachgedacht, warum ich eigentlich selber ein Problem damit habe. Vielleicht erzähl ich kurz mal was ich gestern abend gemacht und gefühlt habe:
    Ich habe im Vorfeld von SB ein wenig "Kopfkino" betrieben und mir eine "perfekte" SM-Session vorgestellt, als würde ich sie jemandem anders erzählen. Der Schluss dieser Fantasie war, dass sie dann "ganz normal" mit mir Geschlechtsverkehr hatte, und anschließend hat sie mich von meinen Fesseln erlöst und mich mit einem verliebten Blick gefragt, ob es mir gefallen hat. Die Antwort wäre eigentlich natürlich "ja" gewesen. Aber inzwischen war ich mit meiner SB zuende, und mit dem Orgasmus nahm meine Erregung ziemlich schnell wieder ab. Bis dahin hatte ich es ganz schön gefunden, aber anschließend kam es mir halt wieder verkehrt vor. Die Vorstellung, einfach nach den "Spielchen" verliebt mit der Dame zu kuscheln, passte mir nicht richtig.
    Vielleicht ist das Problem, dass ich eigentlich durchaus ne romantische Ader habe, während SM ja eher vulgär und roh ist. Das passt nicht so recht zueinander. Zumal bestimmte SM-Techniken ja doch etwas "schmutzig" (teils im wahrsten Sinne des Wortes) sind, und danach einfach rumkuscheln passt irgendwie doch nicht...

    Versteht jemand, was ich meine ?!


    Ich glaube auch, wenn ich wirklich (rein hypothetisch) zu einer professionellen Domina gehen würde, könnte ich meinen Spaß haben, aber sobald ich zum Orgasmus gekommen bin (wenn der Org. nicht Teil des Spielchens bzw. Abschluss ist, wäre ich wahrscheinlich trotzdem so aufgegeilt, dass ich die nächste Gelegenheit nutzen würde, es mir selbst zu machen), würde ich denken, dass ich grade Zeit und Geld für - nix - aufgewandt habe.
     
    #9
    Swordinthemoon, 23 Juni 2009
  10. darkangel001
    Meistens hier zu finden
    2.017
    148
    159
    vergeben und glücklich
    Aber gerade die Möglichkeit, nach dem "verbotenen" mit dem Partner ganz "normal" kuscheln zu können, relativiert das ganze wieder, finde ich.

    Ich habe selbst schon nach Dominanz-Spielchen erlebt, dass plötzlich die Lust darauf verging (auch vor dem eigentlichen Sex oder einem Orgasmus). Vielleicht, weil der Kopf sich plötzlich einschaltete und man reflektierte, wie bescheuert das hier eigentlich aussehen muss ... Auf jeden Fall war dann der Wunsch da, einfach in den Armen des Partners zu liegen, gar nicht über das gerade Geschehene zu sprechen, sondern einfach die Nähe zu genießen.

    Ich fand's sowieso immer sehr unangenehm, über die Praktiken, die man ausgelebt hat oder die man ausprobieren könnte, wirklich zu sprechen, weil mir das in einem normalen Gespräch doch recht peinlich ist, solche Neigungen zu gestehen. Es ist eben eine andere Situation, wenn man wirklich scharf ist und man nur nach dem Bauch entscheidet.
     
    #10
    darkangel001, 23 Juni 2009
  11. Genau diese Situation die du hier schilderst, vorallem der letzte Abschnitt, kann – aus meiner Erfahrung mit mir selbst und vielen Anderen – darauf hindeuten, dass du nicht völlig mit deiner Neigung im Reinen bist und eine starke Unsicherheit diesbezüglich in dir breit gemacht hat, bzw immernoch existiert.
     
    #11
    Chosylämmchen, 23 Juni 2009
  12. Habe mal in letzter Zeit ein wenig mitgelesen, und ein anderer Thread (Starthilfe BDSM) hat meine Neugier wieder angestachelt...

    Habe aus Neugier auch mal den BDSM-Test gemacht :zwinker:... Ergebnis war nicht wirklich überraschend, halt stark devot plus eine leichte Ader dominant und masochistisch...
    Im Moment ist meine Lust echt groß, mich einmal einer Frau so völlig hinzugeben... hat jemand Erfahrungen mit entsprechenden Internet-Kontaktbörsen etc.? Ich habe schon gewisse Sorgen, einerseits bzgl. der Anonymität andererseits bzgl. der Sicherheit (in wie weit kann man einer solchen Frau vertrauen??)...
     
    #12
    Swordinthemoon, 14 Juli 2009
  13. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich habe meine Bondage und SM Neigung mit 18 Jahren entdeckt, aber mir ist erst mit 21 Jahren bewusst geworden, dass es sich um BDSM dreht und ich SMerin bin. Ich bin auf SM-Homepages und –Foren angemeldet, ich gehe zu SM-Stammtischen, SM-Parties und SM-Clubs, belege SM-Seminare an der Uni und lese SM-Forschungsliteratur, Unterstütze die SMer beim CSD usw.

    Ich sehe das Perverse und Ungesunde an der ganzen Sache nicht.

    Ich glaube es würde dir ganz gut tun, dir einen SM-Stammtisch in deiner Nähe aufzusuchen. Du kannst über das Internet Kontakt zu anderen TeilnehmerInnen aufnehmen, die du privat treffen kannst, dich vorstellen kannst, so dass sie dich begleiten, wenn du auf die Gruppe triffst. Es kommen immer wieder Neulinge mit ähnlichen Fragen an, keine Sorge, einfach Ängste, Gedanken und Sorgen frei äußern, wir sind das gewohnt und waren eines Tages ja auch alle mal ein Neuling.

    Bei solchen Stammtischen und Parties lernen sich viele Pärchen kennen.

    SM kann vulgär, schmutzig und roh sein, SM muss nicht vulgär, schmutzig und roh sein. Genau wie jeder andere Sex auch. Ich muss sogar sagen, dass SM für mich der zärtlichste Sex ist, bei dem ich mich so unglaublich geborgen fühle, wie es Vanilla-Sex niemals schafft. Weil viel mehr Vertrauen als bei Normalos nötig ist, weil man immer wieder fragt, wie es dem anderen geht, ob es ihm gefällt, weil man Menschenkenntnis erwirbt und lernt, einen Menschen ohne Sprach zu lesen … ich könnte noch unzählige Gründe aufzählen. Nach SM wird eigentlich immer gekuschelt, um ggf. das Machtverhältnis auszugleichen, damit sich beide Partner wieder fangen usw.

    Es ist einfach so, dass in unserer Gesellschaft ein stigmatisch klischeehaftes falsches Bild herrscht, aber ich rate dir auf jedenfall dazu, deine Phantasien auszuleben, weil es dir, wie den meisten, vermutlich um einiges besser gehen wird. Z.B. indem du ein Verständnis dafür erlangst, wie viele Menschen tatsächlich auf SM stehen.
     
    #13
    xoxo, 14 Juli 2009
  14. Durch dein Alter würde ich dich auch auf die http://www.smjg.org Seite verweisen (Google wird dir helfen...falls der Link entfernt wird. :zwinker: )
     
    #14
    Chosylämmchen, 14 Juli 2009
  15. OK danke mal wieder :smile:

    Ich hab mal was von einem BDSM-Stammtisch bei mir in der Nähe gesehen... aber irgendwie wäre es mir peinlich! Hätte das Gefühl dass ich mich da verkleidet reinschleiche und hoffe, dass keine Bekannten da sind. In einer Stadt mit mehr als 100T Einwohnern nicht so wahrscheinlich, aber trotzdem habe ich Sorge... vielleicht muss ich da noch an meiner Einstellung arbeiten...
     
    #15
    Swordinthemoon, 14 Juli 2009
  16. Wenn Bekannte von dir da sind, sollten die sich dann nicht genauso schämen?

    Oder noch besser, sie sind genauso wie du, wo liegt dann da noch das Problem?
     
    #16
    Chosylämmchen, 14 Juli 2009
  17. Ja, damit hast du natürlich recht :zwinker:

    aber es ist ein "Stammtisch", d.h. in einer Kneipe. Da sind bestimmt auch noch andere Kneipenbesucher, und evtl. spricht sich auch rum, was sich jeden X-Tag dort für Leute treffen. und es gibt den Hin- und Rückweg... Werd auf jeden Fall mal schauen ob die irgend ne Online-Präsenz haben wo man sich vorher informieren kann.

    Kennt jemand dieses Gefühl, das ich habe (halt diese Scham etc.), und kann mir sagen, wie er damit umgegangen ist? (Xoxo, Chosy, ihr scheint ja doch eher zu der Fraktion zu gehören, die damit sehr selbstbewusst umgeht)
    Irgendwie hab ich bei aller Faszination doch große Berührungsängste...
     
    #17
    Swordinthemoon, 14 Juli 2009
  18. nur mal bezüglich deiner offenheit gegenüber anderen im bezug auf deine neigung:

    ich kenne NIEMANDEN, der wirklich ernsthaft vor "fremden" seine sexuellen neigungen präsentiert, also ist es doch auch vollkommen ok, wenn du dadrüber schweigst.


    ich sag ja auch niemandem, dass ich total pofixiert bin :tongue: , es sei denn es ist ein guter freund und man labert halt, was männer so labern ^^
     
    #18
    nut3lla n!n.joa, 14 Juli 2009
  19. Und dann wäre dies der Fall, nun da kann man nichts grossartiges machen, aber gundsätzlich solltest du dich davor nicht verstecken.

    Es ist nichts schlimmes, wenn Leute über deine Sexualität bescheid wissen und sobald du dir genug sicher in deinen Neigungen bist, wirst du das automatisch merken.

    Ich kannte diese Schamd und aus meiner eigenen Erfahrung und die gewisser Anderen, ist es wirklich darauf zurückzuführen, dass du dir noch unsicher gegenüber den Neigungen bist und es noch nicht akzeptiert hast. Soblad du das alles akzeptiert hast, wird sich diese Scham automatisch minimieren.
     
    #19
    Chosylämmchen, 14 Juli 2009
  20. Also eine kleine Kostprobe meiner Verklemmtheit: Die Person, der ich mehr vertraue als allen anderen auf der Welt, und der ich Dinge erzähle, die ich keinem anderen erzähle - und von der ich obendrein weiß, dass sie selber eine leichte bis mittelstarke devote Neigung hat - weiß von all dem hier nichts! Wäre vielleicht mal ein Anfang. Wenn ich mit diesem Menschen darüber rede, ist eine erste Hürde genommen...

    Der Stammtisch hat übrigens eine Homepage, die ich gleich mal ins Visier nehmen werde...
     
    #20
    Swordinthemoon, 14 Juli 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Unterdrückte Neigungen
LuukasBiii11
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
18 Mai 2015
7 Antworten
Undine
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
31 März 2015
14 Antworten
Mariti
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
8 Oktober 2014
27 Antworten
Test