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Unterhalt

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Nightfly, 29 August 2003.

  1. Nightfly
    Gast
    0
    Hallo Leute,

    wusste nicht wo ich das reinposten soll. Hoffe hier ist OK, ansonsten Sorry und bitte verschieben :loch:

    Ich habe eine Frage an Leute die sich mit Unterhalt und Unterhaltszahlungen hobby oder berufsmässig auskennen.

    Also es geht um einen Kumpel von mir. Er war so dumm und hat vor 15 Monaten mit einem Mädel geschlafen (er wird 20 sie ist 23) ohne Gummi usw. naja und jetzt gibt es ein sechs Monate altes Mädchen. Die beiden sind nicht zusammen, das wollte sie nicht. Und auch so hat er eigentlich nichts zu melden, er drufte beim Namen nicht mitbestimmen, bei der Geburt nicht dabei sein, er darf eigentlich gar nichts ausser zahlen. Es stand für sie auch nie zur Disskussion ob sie das Kind bekommen will, bzw was mein Kumpel dazu sagt. Er hat damals die Vaterschaft anerkannt.... Daraufhin wurde festgelegt das er jeden Monat 180€ für das Kind zahlen muss. Er überweist monatlich 200€, freiwillig, unter der Bedingung das sie jeden Monat 2 mal mit dem Auto und dem Kind zu ihm fährt (er hat kein Auto und wäre mit den öffis mehr als 3 Stunden für eine Richtung unterwegs). Das klappt wohl auch ganz gut. Auch so hilft er ihr, zB hat er den Kindewagen alleine gekauft usw.
    Sie hatte eine feste Arbeitsstelle, die sie dann aufgegeben hat, und jetzt nutzt sie alle Möglichkeiten des Staates bzw des Sozialamtes aus. Die haben jetzt meinem Kumpel ein Schreiben geschickt in dem er aufgefordert wird monatlich 600€ für die Mutter zu zahlen, als Unterhalt.

    Jetzt meine Frage, weil ich mich in diesem Bereich überhaupt nicht auskenne. Das er für das Kind zahlen muss ist sonnenklar, das steht auch nicht zur Disskussion. Aber muss er auch den Unterhalt der Mutter übernehmen. Ich kenne sowas eigentlich nur von Scheidungen.....
    Mir erscheint dieser Betrag auch zu hoch, ich meine er bekommt im Monat ca. 1000 netto. Wenn da jetzt 800€ weggehen hat er ja nur noch 200€ für Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel etc.

    Hoffe das mir der ein oder andere was dazu sagen kann....
    Schon mal danke für Eure Hilfe!

    So long...
    Nightfly
     
    #1
    Nightfly, 29 August 2003
  2. Chilly
    Chilly (34)
    Benutzer gesperrt
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    0
    1
    nicht angegeben
    Mir kommt das auch seeeeeeeeehr viel vor für das Einkommen! Das kann ja eigentlich nicht sein, irgendwas läuft da falsch!

    Kriege übrigens 412 Euro pro Monat Unterhalt, aber mein Vater verdient natürlich wesentlich mehr!
     
    #2
    Chilly, 29 August 2003
  3. klene
    Gast
    0
    er ist nicht verpflichtet für sie zu zahlen!!! ist das ein schreiben von einer kanzlei etc gewesen??? er muß für das kind aufkommen.. und sie hat auch keien chance im die kleien vorzuenthalten wenn er drauf besteht sie zu sehen und keien besonderen gründe vorliegen ( also das das jugendamt sich einschlatet ).. ansonsten darf die ihm die kleien nicht vorenthalten!!
    das weiß ich aus meinem privaten umkreis
     
    #3
    klene, 29 August 2003
  4. Nightfly
    Gast
    0
    @Cilly
    Ich habe mich sogar vertan, es sind nur knapp 1000 was er bekommt. Sollte er 600 für die alte Abdrücken müssen, würde er ja selber zum Sozialfall werden.....

    @klene
    Nein der Brief kam vom Sozailamt. Sie wollen erreichen das er für die Mutter zahlt, damit das Sozialamt nicht zahlen muss.
     
    #4
    Nightfly, 29 August 2003
  5. twinkeling-star
    Sehr bekannt hier
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    Single
    mmh, wenn er soviel an die mutter bezahlen muß, weil das sozialamt das so will, dann lebt er mit den 200 euro die ihm bleiben definitiv unterm sozialhilfesatz und das finde ich schon merkwürdig, denn dann kann er zum sozialamt gehen.

    er sollte am besten mal einen anwalt aufsuchen oder eine zur pro familie oä gehen und sich dort beraten lassen.

    ich finde es schon sehr merkwürdig, das er geld für sie zahlen soll, obwohl sie nicht mal zusammen waren.

    nur mal so, ist er sich eigentlich wirklich zu 100% sicher, das er der vater ist? weil wenn sie mit ihm ohne gummi geschlafen hat, dann vielleicht auch noch mit anderen und sie benutzt ihn evtl nur als melkkuh. ich an seiner stelle würd nen vaterschaftstest machen lassen.
    dazu hat er aber nur max zeit, bis 2 jahre nach anerkennung der vaterschaft, sonst darf er trotzdem weiterzahlen.

    finde das shon irgendwie merkwürdig, vor allem das das so viel ist, denn normalerweise wird das doch prozetual vom eigenen einkommen berechnet!
     
    #5
    twinkeling-star, 29 August 2003
  6. Nightfly
    Gast
    0
    Hab mich auch mal bissle schlau gemacht. Ihm MÜSSEN im Monat 840€ bleiben ->Existenzminimum
    Das wäre dann ja nicht der Fall, also würde er selber dem Sozialamt auf der Tasche liegen.

    Er hat die Vaterschaft anerkannt, aber nooch keinen Test machen lassen, mangels Kohle. Er möchte es aber auf jeden Fall machen lassen, nicht um evntl. die 200€ zu sparen, sondern um nicht in 20 Jahren von der Mutter vor den Kopf gestossen zu werden, wenn sie ihm, womöglich im Streit, erzählt die sein Kind gar nicht seins ist.
    Danke für den Tipp mit den 2 Jahren. Dann soll er es bald mal machen. Gibts da ne Zuzahlung vom Jugendamt oder so?

    Zu Anwalt wäre schon gut, aber da kommt halt wieder das Porblem Geld. Hat er Anrecht auf einen Beratungsschein?
     
    #6
    Nightfly, 29 August 2003
  7. twinkeling-star
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    mit dem beratungschein fragst du mich zuviel.
    hat er denn keine rechtsschutzversicherung? dann bräuchte er sich um die anwaltskosten keine gedanken machen!

    wie teuer ein vaterschaftstest ist, weiß ich nicht. ich meine mal gehört zu haben ca 2500 euro. bin mir aber absolut nicht sicher. es gäb da ja noch die möglichkeit zu irgendeiner talkshow zu gehen, die übernehmen dann die kosten. ich weiß ist nicht so eine tolle idee!
     
    #7
    twinkeling-star, 29 August 2003
  8. Nightfly
    Gast
    0
    Hehe...nein nicht wirklich...
    Er hat keine Rechtsschutzversicherung. Da denkt man Anfang 20 noch net so dran...:zwinker:

    Mit den 2500 für den Test liegst du glaub ich gar net so schlecht....ist halt auch ne Menge Holz....aber machen muss er ihn, schon wegen der Gefühle die er für das Kind aufbringt....
     
    #8
    Nightfly, 29 August 2003
  9. Chilly
    Chilly (34)
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    1
    nicht angegeben
    Ja ne ganz so schlimm ists nicht mit den 2500 Euro!
    Link
     
    #9
    Chilly, 29 August 2003
  10. twinkeling-star
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    das ist dumm das er keine hat!

    den test würd ich an seiner stelle auch machen, denn wenn er es nicht ist, kann er sogar den bereits gezahlten unterhalt zurückfordern.
    und wenn er es ist und sie will ihm die tochter vorenthalten, hat er etwas um vorzuweisen, das er wirklich der vater ist und die mutter kann nicht einfach was anderes behaupten.
    und erspart sich dann auch schon wieder ne menge ärger, falls die mutter wirklich mal zicken machen will.
    ich kenne sie zwar nicht, aber für mich hört sich das nämlich so an, als wenn sie sagt das er die tochter noch sehen darf, damit er in ruhe zahlt und wenn die geldzahlungen dann routine sind, das sie dann nicht mehr so mitspielt, wenn er bei nichts dabei sein durfte und nichts mitentscheiden darf, hört sich das für mich schon ziemlich nach melkkuh an.
    leider.
     
    #10
    twinkeling-star, 29 August 2003
  11. Nightfly
    Gast
    0
    @Cilly
    DANKE für den Link!:kiss:
    Das sind gute Nachrichten....399€ ist auf jeden Fall machbar!

    @twinkeling-star
    Wenn du mich fragst wollte sie ein Kind haben und mein Kumpel war der erstbeste den sie an dem Abend gefunden hat. Als das dann geklappt hat war er plötzlich abgeschrieben und darf ausser zahlen eigentlich nichts. Sie ist jetzt schön gemütlich daheim und zieht das Kind auf.
    Also für mich ist das ein abgekartertes Spiel von ihr und es war von vorn herein nur so gedacht ihn als Zeuger zu missbrauchen und ihn danach zu melken....

    Aber mich fragt ja keiner...:grin:
     
    #11
    Nightfly, 29 August 2003
  12. twinkeling-star
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    @ chilly

    das sind ja echt ganz andere dimensionen :grin:

    @ nightfly
    und wenn sie sich dann noch weiert nen test machen zu lassen ist sowieso schon alles klar :grin:
    na das ist ja wirklich voll der mist, nur nachweisen kann ihr das keiner. schön wärs, wenn das ginge!
     
    #12
    twinkeling-star, 29 August 2003
  13. Soni
    Gast
    0
    Hallo !

    Also ich weiß nicht, ob es dies in Deutschland auch gibt, aber bei uns in Österreich gibt es die Möglichkeit sich eine kostenlose erste Beratung zu holen. Die Anwälte die dazu möglich sind, kann man bei der Anwaltskammer erfragen bzw. im i-net sehen.

    Vielleicht gibt es dies ja auch in Deutschland. Bzw. auch andere
    Einrichtungen (profamilia, etc.) kennen sich damit aus.

    bzgl. Unterhalt:
    Grundsätzlich hat die Mutter des nicht ehelichen Kindes gegen über dem Vater sehr wohl Unterhaltsanspruch.

    Er muss/müsste der Mutter für die Dauer von 6 Wochen vor + 8 Wochen nach der Geburt Unterhalt zahlen. Verlängern kann sich dies, wenn von der Mutter wegen der Pflege/Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. (Sprich dies liegt hier sicher vor, denn es wird davon ausgegangen, dass eine Mutter bis zum 3. Lebensjahr des Kindes nicht arbeiten geht. Teilzeit könnte sie gehen, wenn eine "Betreuungsmöglichkeit" für das Kind zur Verfügung steht (selbst Omas zählen dazu)).

    So nun bzgl Höhe des Unterhalts:
    Der Unterhaltsanspruch der Mutter eines nichtehelichen Kindes kann nicht höher sein, als ihr Anspruch wäre, wenn sie mit dem Vater verheiratet wäre.

    Der Kindesvater muss also maximal 3/7 seines unterhaltsrelevanten Nettoeinkommens zahlen!!

    Der Selbstbehalt gegenüber minderjährigen Kindern ist 840 Euro.
    Der Selbstbehalt gegenüber der ledigen Mutter ist 1000 Euro.

    Unter diesem Betrag darf er nie kommen! Sprich wenn er wirklich 1000 Eur "unterhaltsrelevantes" Nettoeinkommen hat, muss er nur 428 (und ein paar zerquetschte) zahlen.

    Unterhaltsrelevantes Nettoeinkommen:
    dazu zählen auch sonderzahlungen usw. also das ist nicht wirklich das reine Nettoeinkommen/Monat.

    Aber ich bin kein Anwalt einfach mal nachsehen im i-net ob es so eine kostenlose beratung auch bei euch in der nähe gibt.

    bzgl. Vaterschaftstest: würde ich an seiner stelle auf jeden fall machen lassen.

    LG
    Soni
     
    #13
    Soni, 29 August 2003
  14. glashaus
    Gast
    0
    Pro Familia und andere Beratungsstellen können deinen Freund auch rechtlich sehr gut beraten. Er sollte sich auch über seine Rechte informieren, denn wenn die Mutter das Sorgerecht hat, hat sie auch die Pflicht regelmäßige Besuche etc möglich zu machen und das nicht nur, weil dein Freund auf den Unterhalt draufzahlt.
     
    #14
    glashaus, 29 August 2003
  15. maikischer
    Gast
    0
    750 Euro genügen

    Für einen gerichtlich verwertbaren Vaterschaftstest zahlst Du bei der Schweizer Firma Gentest.ch (http://www.gentest.ch) 750 Euro.

    Die Probeentnahme erfolgt in diesem Fall bei einem Arzt, die Untersuchung der Proben bei Gentest.ch.
     
    #15
    maikischer, 18 Januar 2004
  16. Matzakane
    Verbringt hier viel Zeit
    496
    101
    0
    vergeben und glücklich
    ihr müsst aber aufpassen, ob so ein Test von privaten Firmen vor Gericht anerkennt wird, sonst nützt euch der garnichts, wenn sie den Test bestreitet!!!
     
    #16
    Matzakane, 18 Januar 2004
  17. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier
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    26
    Verheiratet
    Ich hab selbst einen unehelichen Sohn, hab aber nie selbst Unterhalt vom Vater bekommen, obwohl ich auch eine Zeitlang Sozialhilfeempfängerin war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er 600 Euro an sie bezahlen muss. Vermutlich musste sie sein Einkommen dort angeben und hat eine falsche Zahl genannt. Denn eigentlich meldet sich das Sozialamt zuerst einmal und möchte für die vergangenen 2 Jahre Einkommensnachweise sehen, zusätzlich noch Vermögenslage und ob Schulden vorhanden sind. Daraus weden dann die aktuellen Zahlungen berechnet. Zumindest war es bei mir so, und da kam halt raus, dass er gar nix zahlen muss.

    Musste er also sowas hinbringen oder einschicken? Wenn nicht, sollte er selbst mal zum Sozialamt gehen und nachfragen, so kommt er unter Umständen an nem Anwalt vorbei! Das ist dann billiger... Er sollte vorher alles, was er hat, kopieren und mitnehmen (Verdienstabrechnungen, Kontostände der letzten 3 Monate von allen Konten, die er hat, Vaterschaftsanerkennung, das Schreiben vom Sozialamt, und was er sonst an Unterlagen hat), sonst wird das voll das Heckmeck, weil die Sozialämter es immer nicht blicken... *weißwovonichrede*

    Den Vaterschaftstest würde ich auch empfehlen, allerdings sollte er sich Gedanken machen, was er tut, wenn er NICHT der Vater ist. Er wird die Kleine inzwischen doch sehr lieb haben?! Dann hätte er auf einmal nämlich auch kein Recht mehr, sie zu sehen...

    Und nochwas: ProFamilia ist meiner Erfahrung nach so ziemlich die am schlechtesten informierte Anlaufstelle! Zumindest bei meinen Anliegen hatten sie immer keine / kaum Ahnung...
     
    #17
    SottoVoce, 18 Januar 2004
  18. Easy
    Gast
    0
    Nicht
    Ohne
    Gummi
    schlafen
     
    #18
    Easy, 18 Januar 2004
  19. El Katzo
    Gast
    0
    Dazu mal ein paar Feststellungen :

    1. Er muß der Mutter Unterhalt zahlen, wenn ihr Arbeit nicht zumutbar ist. Über die Höhe läßt sich prima streiten (davon leben meine Chefs :link: ).
    2. Ein privates Vaterschaftsgutachten hilft dir vor Gericht vermutlich gar nicht, da es sich um ein nicht gerichtliches angeordnetes Gutachten handelt. Man spricht hier von einem Parteigutachten, diese sind gerichtlich nicht verwertbar. Das Gericht muß einen Vaterschaftstest anordnen und bestimmt ein Institut, das den Test durchführt.
    3. Soni, wenn du von 3/7 sprichst (wobei mir im Moment nicht bekannt ist, ob die vorliegend überhaupt anzuwenden sind), mußt du aber erst mal vom Netto pauschal 5 % berufsbedingte Aufwendungen abziehen, da der Vater arbeitstätig ist.
    4. Beratungshilfe: Gibt es in Deutschland, zum für den Vater zuständigen Amtsgericht gehen, dort zur "Beratungshilfestelle", und einen Beratungshilfeberechtigungsschein holen. Mit diesem dann einen Termin beim Anwalt machen, das kann 10 € kosten (ne, keine Praxisgebühr :zwinker: , aber so ähnlich), auf die der Anwalt aber verzichten kann. Damit ist dann eine Rechtsberatung und ggf. auch Vertretung, sofern notwendig, bezahlt.

    Für das Prozeßverfahren ansich kann Prozeßkostenhilfe beantragt werden, aber mit PKH in Vaterschaftssachen hab ich keinerlei praktische Erfahrung, da wir solche Sachen hier nicht haben. Das sollte ein Anwalt bei der Beratung aber sagen können.

    Lohnenswert wäre der Gang zum Anwalt - und zwar schnell - aber schon !
     
    #19
    El Katzo, 19 Januar 2004

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