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Eltern/Familie Vater Selbstmord - Vorwürfe

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 93011, 4 September 2009.

  1. User 93011
    User 93011 (26)
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    vergeben und glücklich
    Hallo erstmal,

    ich lese selbst schon seit einiger Zeit im Forum mit, aber jetzt erst entschieden, mich anzumelden und selbst was beizutragen.
    Objektiv gesehen sollte es mir wahrscheinlich gut gehen - ich habe einen furchtbar lieben Freund, den ich seit über 7 Jahren kenne, viele gute Freunde, gerade mein Abitur gemacht und fange jetzt in einer neuen Stadt einen neuen Abschnitt meines Lebens an (->Studium).

    Doch ich mache mir aus gewissen Gründen selber schwere Vorwürfe. Wird eine sehr lange Geschichte, wer nur die Kurzfassung lesen möchte, kann dann runterscrollen, da schreib ich nur die Eckpunkte auf.

    Also - die Misere begann für mich, als ich 12 Jahre alt war. Damals kam meine Mutter zu mir und weinte sich in meinen Armen aus, was für ein schlechtes Leben sie mit meinem Vater hätte und dass es so nicht weitergehen könne.
    Ich fand heraus, dass er nach der Geburt meines Bruders dem Alkohol verfiel.
    Ich fiel aus allen Wolken, es war mir nie wirklich aufgefallen, doch als ich damals zurückdachte, fielen mir plötzliche doch viele "seltsame" Situationen auf. Mein Bruder und ich haben ein super Verhältnis, er ist 6 Jahre älter als ich, aber "Mamas Liebling" (weil übergewichtig, kommt nicht wirklich raus, unselbständig etc., deshalb halt betüddelt ohne Ende). Ich habe mich niemals bei ihm über das ausgeheult, was meine Mutter mir anvertraut hatte. Ab da fing es dann an. Ich hinterfragte sein gesamtes Handeln (also das meines Vaters) und merkte tatsächlich, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Und meine Mutter? Naja - die heulte sich jeden zweiten Tag bei mir aus. Was konnte ich damals schon machen? Ich hab versucht, sie zu trösten. Das schlimme war, dass ihre Verzweiflung auf mich übergesprungen ist und in mir zu einer gewissen Abneigung gegenüber meinem Vater wurde. Als ich 14 wurde, fing er an, nach der Arbeit immer betrunken nach Hause zu kommen. (er war zu allem Überfluss auch noch Hausmeister an dem Gymnasium, auf das ich ging). Mein Bruder versuchte, das Problem zu verdrängen und verkrümelte sich in sein Zimmer, ich fand meinen Ausgleich bei Freunden, in meinem Sport, der Musik - war jedoch kaum zu Hause, weil ich es nicht aushielt. Das Ganze zog sich sehr in die Länge, als ich 16 wurde, wurde mein Vater gewalttätig. Ich nahm mir meine Eltern beiseite, stand am nächsten Tag vor meinem Schulleiter (und seinem Chef) und mein Vater kam auf eine Entziehungskur. Eine von dreien in dem Jahr. Aber irgendwie funktionierte es nie.

    Er war der Meinung, alle in Deutschland würden trinken, warum es gerade bei ihm ein Problem sein sollte. Ich unterschätzte seinen Erfindungsreichtum - er versteckte seinen Alkohol überall. Nach der dritten (erfolglosen) Kur - er wurde immer gröber, interessierte sich einen Dreck für seine Kinder (in welcher Klasse bist du? Wer ist das Mädchen? (meine beste Freundin seit ich 3 bin? ...) Was, du machst Sport?) und beleidigte seine Frau und meine Mutter zu jeder Gelegenheit. Und dann nahm ich endlich all meinen Mut zusammen und stellte meine Mutter vor die Entscheidung: Entweder sie trennt sich von ihrem Mann, sowohl für ihr eigenes Wohl als auch für das ihrer Kinder, oder ich weihe meinen Bruder endlich ein und wir ziehen zu unserer Tante. Das war zwar nicht die feine englische Art, aber ich hab gemerkt, dass es mich körperlich und seelisch sehr mitgenommen hat (wurde zu der Zeit essgestört, das Problem hab ich bis heute nicht im Griff, ist aber eine andere Baustelle). Sie entschied sich für ihre Kinder, wir packten unsere Sachen und zogen aus. Mein Vater verstand die Welt nicht mehr und fing plötzlich an, zu kämpfen. Erfolglos, wie sich schnell rausstellte, weil er sich nicht wirklich ändern wollte. Das größte Problem war, dass ich ihn in der Schule jeden Tag sah und einige Lehrer gut mit ihm befreundet waren. Überall schlug mir dieses teils echte, teils geheuchelte Mitleid entgegen. Alle Lehrer waren plötzlich anders. Und er - folgte meinen Schritten in der Schule überall hin. So kam es, dass ich mich privat komplett von ihm abkapselte.
    Wenn er anrief, versteckte ich mich hinter der ironisch-abgeklärten Maske und ich muss sagen, das war purer Selbstschutz, sonst hätte es mich kaputt gemacht, zu sehen, wie sein Leben immer weiter den Bach runterging. Bei der Hochzeit meiner Cousine rief er uns dann an (er war nicht eingeladen, weil Familie mütterlicherseits), verabschiedete sich von uns und legte auf. Mein Bruder und ich fuhren also in Panik zu ihm, weil wir ja nun nicht wollten, dass er sich umbringt. Und dann fanden wir ihn nicht. Er hatte sich vor uns versteckt, um uns Angst einzujagen. Als wir wieder auf der Hochzeit waren, rief er erneut an. Doof wie wir waren, fuhren wir wieder hin und diesmal hatte er uns sogar was vorbereitet. Er stand auf einer Leiter in unserem ehemaligen Garten, die Schlinge schon um nen Ast gelegt und "kurz davor", sich zu erhängen.
    Die Anführungsstriche deshalb, weil wir merkten, dass es inszeniert war. Der Ast hätte niemals gehalten, die Schlinge war der Gartenschlauch und er stand da so, als hätte er auf uns gewartet. Er war sichtlich betrunken und wir wussten uns nicht anders zu helfen, als die Polizei zu rufen. Das war ein sehr schwerer Schritt für meinen Bruder und mich,..aber für ihn war es besser. Dachten wir. Er kam in die Psychiatrie. 3 Monate später verlor er seinen Job, weil er mehrmals betrunken in der Schule erschien (die mir bis dahin glücklicherweise aber einen sehr guten Schutzschild gebaut hatte und sie waren alle sehr verständnisvoll). Dann fing der Terror richtig an. Er zog direkt in die Wohnung gegenüber von unserer neuen. Bestalkte meine Mutter. Rief an, ohne was zu sagen (teils 15 mal täglich) und hatte tatsächlich noch überall Leute, die ihn über alles informierten, was wir machten (keine Ahnung, wer..). Er drohte an Weihnachten 2007 mehrmals damit, sich umzubringen. Das war eigentlich sowieso das einzige Gesprächsthema, das er hatte. Bettelte meine Mutter an, ihn zurückzunehmen. Ich arbeitete zu der Zeit als Aushilfe neben der Schule in einer Tankstelle (weil wir Geld brauchten) und sah so des Öfteren, wie er Unmengen Geld in Alkohol steckte. Ich sah ihn nicht mehr als meinen Vater und muss zu meiner Schande sagen, ich nahm ihn überhaupt nicht mehr Ernst, wenn er am Telefon drohte, sich umzubringen, meinte ich nur, dass er dann bitte anrufen solle, wenn er was anderes zu sagen hat. Ich war es leid. Er litt vermehrt unter Gedächtnisverlust. Wusste nicht mehr, wo seine Arbeitsstelle war, wo er Weihnachten 2008 war, dass ich mein Abitur mache usw. Immer, wenn er anrief, meinte er, ich solle ihn bitte mal besuchen kommen, ich wäre immerhin seine Tochter. Mein Bruder war weicher, er besuchte ihn wöchentlich einmal. Aber ich konnte mir sein Elend nicht mit ansehen. Ich vertröstete ihn immer wieder, ich würde sicherlich mal kommen (mit dem altbekannten "jaajaa"..).

    Und dann kam der Mai 2009. Ich war bei meinem Freund und mein Bruder rief mich an, ganz scheinheilig, wie es mir denn ginge, was ich so mache, wann wir mal wieder zu ihm kommen würden. Ich witterte, dass irgendwas nicht richtig lief. Und dann offenbarte er mir, dass unser Vater in seiner Wohnung aufgefunden wurde.
    Tot, ob Selbstmord oder Unfall konnte die Polizei damals nicht sagen (obwohl ich mir sehr sicher war..). Ein Nachbar hatte die Polizei alarmiert, weil er ihn solange nicht mehr gesehen hatte. Tatsächlich war er schon 5 Tage tot, als er gefunden wurde. Auf seinem Bett waren Fotos von uns drapiert, es gab einen Abschiedsbrief und er starb an einer Überdosis Tabletten. (wie man da von einem Unfall ausgehen kann, weiß ich bis heute nicht :geknickt: )

    Ich dachte eigentlich, ich hätte mich schon bei der Trennung meiner Eltern von ihm "verabschiedet". Ich hatte ja sogut wie nie wirklich Kontakt zu ihm. Weil ich es nicht konnte. Doch dann war ich plötzlich doch urtraurig und auf der Beerdigung nicht mehr zu halten und flennte Rotz und Wasser.
    Ich kam unerwarteterweise überhaupt nicht damit zurecht, wahrscheinlich auch, weil dann die Mauer, die ich mir zum Schutz aufgebaut hatte, plötzlich weg war.
    Ich betrauere mittlerweile gar nicht mal mehr meinen Vater (klingt hart,..aber wir haben echt viel durchgemacht), sondern habe Mitleid mit dem Menschen, der dahinter stand. Der Gedanke, dass jemand 5 Tage lang nicht da ist, und es fällt wirklich niemandem auf, dass niemand einen vermisst, das hat mich und macht mich immer noch traurig.
    Und da fängt mein im Titel genanntes Problem an.
    Jetzt - wo er nicht mehr lebt - mache ich mir ungemein Vorwürfe - mich nie gemeldet zu haben, zu schwach gewesen sein, ihn trotz seiner Krankheit zu unterstützen, ihn nicht an meinem Leben beteiligt zu haben.

    Mir wird zwar von allen Seiten gesagt, ich hätte genug probiert und ich könne nichts dafür, und trotzdem lassen sich diese Schuldgefühle nicht abstellen. Ich mache mir jetzt meine Gedanken, ob etwas anders verlaufen wäre, wenn ich mich mehr um ihn gekümmert hätte, ihm mehr beigestanden hätte. Aber ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung aufgegeben, weil ja auch keine Kur nur ansatzweise eine Wirkung hatte.

    Und jetzt weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.
    Ich dachte, ich schreib mir das einfach mal gegenüber neutralen Personen von der Seele.

    Und jetzt ist es irgendwie länger geworden, als ich gedacht hatte.

    -----------------------------

    Kurzfassung:

    Alkoholkranker Vater - Trennung der Eltern - Kontaktabbruch meinerseits aus Selbstschutz - Selbstmord des Vaters -> Vorwürfe an mich selbst, ob ich die Situation hätte verhindern können :confused:

    Phew. Ich bin jetzt schon erleichtert, das Ganze einmal komplett niedergeschrieben zu haben.

    Falls irgendwas unverständlich ist, bitte einfach nachfragen, bin etwas durch den Wind.
     
    #1
    User 93011, 4 September 2009
  2. User 66223
    User 66223 (31)
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    Mein Beileid erstmals...

    Ich weiß ganz genau was du durchmachst! Mein Vater war auch Alkoholiker und schaffte auch nie wirklich den Absprung. Hat auch mehrmals versucht sich umzubringen usw.

    Meine Mutter hat sich von ihm getrennt als wir gerade mal 1 Jahr alt waren, seitdem hatten wir (meine Zwillingsschwester und ich) immer Kontakt zu ihm, wir waren jedes Wochenende bei ihm und das obwohl er Alkoholiker war. Mein Vater hat immer versucht am Wochenende nichts zu trinken, also wenn wir bei ihm waren, das hat Anfangs auch gut geklappt aber mit ca. 10 Jahren hat er sich nicht mehr daran gehalten und ich hab mich zurück gezogen. Irgendwann nachts kam dann mal ein Anruf von meinem Vater, meine Mutter hatte inzwischen wieder einen Freund, und er drohte damit sich umzubringen.

    Mein Stiefvater und meine Mutter sind in der gleichen Nacht noch zu ihm gefahren und haben ihn bewusstlos in seiner Wohnung vorgefunden. Um ihn herum lauter Hochprozentiger Alkohol und viele leere Packungen Schlaftabletten... Für mich brach eine Welt zusammen als ich das hörte. Ich gab mir die Schuld weil ich nicht mehr zu ihm wollte am Wochenende... Ich hatte sogar psychologische Gespräche weil ich nicht mehr damit zurecht kam... Er lag weiterhin auf der Intensivstation und ich machte mir immer mehr Vorwürfe...

    Mein Vater hat diesen Versuch überlebt, kam dann in eine Anstalt und machte dort seinen nächsten Versuch sich dem Alkohol zu entziehen... Hat wieder nicht geklappt... Ich hab mich soweit zurückgezogen dass ich nicht mal mehr seinen Namen in meiner Gegenwart ertragen konnte.

    Irgendwann, ich war 14 oder so, traff ich ihn in der Stadt... meine Mutter hat ihn dann zu uns nachhause eingeladen zum Essen. Ich wollte ihn nicht dabei haben, ich wollte dass er mich in Ruhe lässt... Er kam dann doch zu uns, wir haben lecker gekocht, alles in allem war es OK und ich freute mich irgendwie sogar.
    Aber wenn ich ihn mir genau anschaute, hätte ich heulen können. Man sah ihm an dass er auf Entzug war, er schwitzte wahnsinnig und sah furchtbar mitgenommen aus...

    Das war dann das letzte mal dass ich mit ihm gesprochen hatte. Jahre später sah ich ihm dann mal in einem Laden... Er kaufte sich jede Menge Jägermeister, eine Flasche trank er sogar noch bevor er sie bezahlte. Alles klar oder? Von da an war er für mich gestorben...

    Vor 2 Jahren dann kam der Anruf, er war tot in seiner Wohnung gefunden worden. Ich weiß nicht mehr was in dem Moment in mir vorging, ich weiß nur dass ich da saß und meine Welt zusammenbrach... Ich habe mich immer wieder gefragt was gewesen wäre wenn ich den Kontakt nicht abgebrochen hätte, aber das hätte nichts an der Situation geändert, gar nichts!

    Auch du musst dir keine Vorwürfe machen. Dein Vater war krank, er war selber für sein Leben verantwortlich! Du hättest es nicht ändern können! Jetzt wird es ihm besser gehen, dort wo er ist...

    Kopf hoch!
     
    #2
    User 66223, 4 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. Larissa333
    Gast
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    Hallo,

    da hast du wirklich einiges durch gemacht. Schön, dass dir wohl allein das Schreiben schon ein bisschen geholfen hat, so geht es mir auch öfters.

    Du solltest dir klarmachen, dass du keine Schuld hast. Du hättest es nicht verhindern können, du brauchst dir also keine Vorwürfe zu machen. ja, ich weiß, es ist leichter gesagt.
    Du hast sogar auf die erste Selbstmorddrohung und den inszenierten Versuch reagiert, du hast die Polizei gerufen, du hast immer wieder versucht ihm zu helfen.... mehr kannst du nicht von dir erwarten!

    Vielleicht hab ich es überlesen, aber warst oder bist du bei einer Beratungsstelle? Vielleicht würde dir das guttun, auch bei deiner anderen Baustelle, der Essstörung.

    Lg
     
    #3
    Larissa333, 4 September 2009
  4. User 93011
    User 93011 (26)
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    vergeben und glücklich
    Erstmal danke für die Antworten und gerade den eigenen "Erfahrungsbericht".
    Meine vernünftige (Kopf-) Seite sagt auch, ich muss mir keine Vorwürfe machen,
    weil ich einem erwachsenen Mann ja schlecht etwas vorschreiben kann.
    Aber trotzdem sind es ganz furchtbar nagende Gedanken.

    Allein bei dem Gedanken an ihn könnte ich mittlerweile weinen, obwohl er mir das
    Zeit seines Lebens kaum wert war..

    Bei einer Beratungsstelle war ich bisher noch nicht. Ich hab zwar darüber nachgedacht, einmal
    eine aufzusuchen, aber irgendwie schiebe ich das immer vor mir her.
    Irgendwas in mir sagt, dass ich das selbst schaffe, obwohl das wahrscheinlich die falsche Einstellung ist.

    @Blauäugige

    Ich freue mich wirklich sehr für deine Mutter, dass sie einen neuen Partner gefunden hat.
    Das setzt mir nämlich auch noch zusätzlich zu. Meine Mutter findet, sie habe nun "nicht mehr das Recht dazu", einen Lebensgefährten zu haben, weil sie sich verantwortlich dafür fühlt, dass er sich umgebracht hat. Sie hätte ihn ja immerhin alleine gelassen.

    Deshalb ist meine Mutter seit der Trennung meiner Eltern alleine und möchte das wohl auch nicht mehr ändern :frown:
     
    #4
    User 93011, 4 September 2009
  5. User 66223
    User 66223 (31)
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    Meine Mutter ist mit ihm nicht mehr zusammen.... er war doch etwas zu "aggressiv" mit der Zeit... Ich hab dann meine Mutter vor die Wahl gestellt dass sie sich entweder von ihm trennt oder wir (also ich und meine Geschwister) wo anders hinziehen... Das hat gefruchtet, nur soviel dazu! :zwinker:

    Vielleicht wäre es wirklich ganz gut wenn du mit deiner Mutter zusammen zu einer Beratungstelle gehen würdest, glaub mir, das wird euch ungemein helfen!
     
    #5
    User 66223, 4 September 2009
  6. User 93011
    User 93011 (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Das Problem mit dem gemeinsamen Besuch der Beratungsstelle ist, dass ich ja mittlerweile wegen meines Studiums umgezogen bin und uns jetzt mehr als 300km Entfernung trennen..
    Beratungsgespräche sind doch normalerweise auf eine längere Zeit verteilt, oder?

    Das Problem ist auch, dass ich meine Fassade diesbezüglich nur schwer runterlassen kann.
    Ich hab die ganze Zeit die Starke gespielt (ich wollte nicht, dass meine Mutter es meinetwegen noch schwerer hat) und jetzt komm ich davon nicht mehr richtig weg.

    Mein Freund ist zwar furchtbar lieb, aber er weiß mittlerweile auch nicht mehr, wie er mir da helfen soll.
     
    #6
    User 93011, 4 September 2009
  7. User 66223
    User 66223 (31)
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    Hm okay, dass seh ich ein... Du solltest trotzdem versuchen mal einen Termin zu vereinbaren. Wenn du nach dem ersten Gespräch dann doch nicht mehr gehen willst, dann musst du auch nicht :smile: Aber versuch es wenigstens, du kannst auch sicher deinen Freund mitnehmen wenn du nicht alleine hin willst!

    Was deine Mutter betrifft:

    Sie wird sich wohl nicht helfen lassen wollen oder? Vielleicht wäre es gut wenn du zuerst mal in Therapie gehst und dann versuchst das Gespräch zu deiner Mutter zu suchen, vielleicht hilft ihr das ja schon!
     
    #7
    User 66223, 4 September 2009
  8. donmartin
    Gast
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    Hallo!

    Vorwürfe und Schuldzuweisungen an Andere gehören zum Leben eines Alkoholikers.

    Ich kann Deine Reaktionen sehr gut nachvollziehen, finde, dass du die richtigen Schritte unternommen hast um dich abzukapseln und "Dein Leben" zu führen!

    Wenn er seinem Leben nicht ein Ende gesetzt hätte, hätte es der Alkohol getan.
    Es sterben jedes JAhr über 40.000 Menschen an den Folgen, mit ihnen leiden die Angehörigen, die Kinder und Partner.

    Es gibt in jeder Organisation (Selbsthilfegruppen) auch Sitzungen und Angehörigengruppen, in denen dieses Thema angesprochen und "verarbeitet" wird.
    Für einen alkoholkranken ist es ganz einfach, er gibt anderen die Schuld und trinkt sich seine Schuldgefühle und sein schlechtes Gewissen weg. Bis zu dem Punkt, an dem er wieder klar wird.

    Das Leben mit einem Alkoholkranken Menschen ist gespickt mit Lügen, Schuldzuweisungen und (leeren) Versprechungen.

    Es ist Dein VAter, sicher. Und so schwer es auch fällt - SCHULD hast du nicht. Viele Menschen stehen dem Hilflos gegenüber, wenn ein Freund/Partner/Angehöriger trinkt.
    Sie kommen nach einer Zeit in einen Gewissenskonflikt, wissen nicht was sie tun sollen und "wie sie helfen können" und tun genau das Falsche. Den Alkohol verleumnden, den Partner schützen, Ausreden erfinden und Fussel kaufen.
    Helfen, und das sind deine Schuldgefühle, hätte er sich nur selber können, in dem er alles daran setzt, seiner Familie das Leid zu ersparen. Es gibt genug Hilfsangebote, er hat sie nicht angenommen.

    Du hast das Richtige getan, deine Hilfe wäre im Haus der Lügen und im Schnaps verpufft.
    Das er dann noch Deine/Eure Fotos drapiert und dann so ein Akt daraus macht, soll dir NICHT zeigen, dass er sagen will "seht her, was ihr getan habt..." - der Alkohol hat seine Spuren hinterlassen, es war für IHN die Einsicht, dass er es nicht schafft.
    Alkoholiker sind keine Monster oder Menschen die keine Gefühle mehr haben.
    Er wird euch über Alles geliebt haben, er wird auch gewusst haben, in "lichten Momenten" was er anrichtet - er konnte nicht mehr ohne fachliche Hilfe (!) aus diesem Teufelskreis entkommen!

    So hart es ist, und es sich anhört. Er ist ganz alleine dafür Verantwortlich.

    Du machst auch nicht so einen deprimierten Eindruck, schreibst klar und scheinst ja auch sonst Dein Leben im Griff zu haben.
    Ich rate Dir, wende dich an Angehörigengruppen, Selbsthilfegruppen um Gespräche führen zu können! Das tut gut, du bekommst einen Überblick, was in Menschen vorgeht, warum sie Dinge machen, die ein NichtAlkoholiker nicht nachvollziehen kann!

    Behalte Deinen Vater in guter Erinnerung, der SCHULDIGE ist alleine ER, der GRUND war der ALKOHOL, und zu "Verzeihen" gibt es von Deiner Warte garnichts.

    Du hast Dein Leben selber in die Hand genommen und das frühzeitig, was Dir KEIN VATER, egal ob Akloholiker oder nicht absprechen kann!
    Darauf kannst du stolz sein.


    Off-Topic:
    Kannst mir gerne eine PN schicken, mein Vater ist auch Alkoholiker und mich hat es auch erwischt. Ich habe nur, als meine Tochter klein war, und sie mich betrunken gesehen hat und bitterlich geweint hat - die Notbremse gezogen und hab mich einweisen lassen. Entzug, Psychotherapie, 3 Jahre Selbsthilfegruppen....damit ich meinen Angehörigen und Kindern das ersparen kann und auch habe. In der Zeit zuvor hab ich genug "kaputtgemacht"....
     
    #8
    donmartin, 4 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  9. User 93011
    User 93011 (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Nochmal danke für die Antworten, es hilft echt, darüber zu reden/ zu schreiben.
    Vielleicht sollte ich das mit den Selbsthilfegruppen doch nochmal alleine in Angriff nehmen.
    Dann muss ich mich nur mal informieren, wo es hier gute (und einfühlsame) Gruppen gibt.

    Dass mit dem Verhalten der Angehörigen kenne ich.
    Meine Mutter hat es nach außen hin immer schöngeredet, alles war ihrer Meinung nach super,
    hat für Feiern auch immer Alkohol eingekauft und dann hat sie sich bei mir ausgeheult.
    Ich mache ihr dafür keine Vorwürfe, ich bin ja immerhin dankbar dafür, dass sie sich mir
    anvertraut hat, anstatt es in sich reinzufressen oder gar selbst noch Depressionen zu bekommen.
    Ich glaube auch, dass sie sich nicht wirklich helfen lassen möchte.
    Das finde ich sehr schade, allerdings hat sie so noch sehr viele Probleme und dass ich nun auch noch
    so weit weggezogen bin, schlägt ihr auch auf den Magen (das bereue ich allerdings nicht).

    Wenn mein Post rüberkam, als hätte er sich keine fachliche Hilfe gesucht..
    das hat er. Bis zu seinem Tod war er in einer Selbsthilfe-Gruppe, hatte (wegen der Selbstmordgefahr) einen persönlichen Berater, sein nächster Termin wäre einen Tag nach dem Auffinden in der Wohnung gewesen.
    Aber irgendwie...ich weiß es nicht, entweder, tief in sich drin wollte er nichts ändern, anders kann ich mir kaum erklären, warum nichts geholfen hat. Oder der Alkohol hatte bis dahin schon zuviel kaputt gemacht.

    -- als Nachtrag dazu.
    Das Verhalten meines Vaters hat mich persönlich auch getroffen.
    Ich hab ja sozusagen von "klein auf" mitbekommen, was der Alkohol aus meinem Vater gemacht hat, was er mit ihm angestellt hat und dass er sich dann plötzlich von einem eigentlich lieben Vater in eine so andere Person verwandelt hat..
    Naja, ich habe als Konsequenz in meinem ganzen Leben noch keinen Schluck genommen.
    Nicht zum 18., nicht zu Silvester, gar nicht.
    Natürlich bin ich neugierig, aber neben dem Gedanken, dass ich es einfach nicht brauche, um gut drauf zu sein, ist auch die Angst dabei, so zu enden wie er.
     
    #9
    User 93011, 4 September 2009
  10. donmartin
    Gast
    1.903
    Hallo, entschuldige bitte, aber hier die versprochene Antwort auf Deine PN.
    Danke für dein Danke! Dafür sind wir hier, zu Helfen, wenn wir können und wenns nur durch Worte ist oder "zuhören". Ich habe mir deinen Post nochmal durchgelesen und auch diese Mail. Ich habe da ein paar Dinge falsch verstanden, sorry dafür.
    Falls es dir zu viel wird.......ich warne dich schon mal vor, ich kann nicht dafür, ich schreibe manchmal mehr als ich eigentlich möchte....:smile:

    Als erstes sage ich mal, dass ich den Eindruck habe, dass du eine starke Person bist und auch über viel Selbstvertrauen verfügst. Wie du Dein Leben schon sehr früh gestaltet hast, mit 12 zum Kampfsport usw.
    Alle Achtung. Ich möchte versuchen, da die Brücke zu schlagen.

    Auch wenn du nach Aussen stark bist, es muss in der realen Welt "meistens ein Schein gewahrt werden".
    Dass du hier deine Gedanken niederschreibst und vor Allem, dass du weinen kannst, die Dinge verarbeiten kannst, ist mit nichts aufzuwiegen. Und das sollst du auch, es ist keine Schande!

    Worauf will ich hinaus?
    Ein Mensch (ich möchte das Trinken oder Niemanden verteidigen!) der alkoholkrank ist, KANN diese Dinge nicht ohne etwas getrunken zu haben. Der Alkohol verändert ihn, er ist nicht mehr er selber.
    Es ist, als wenn man 2 Personen in einer ist, wenn der Alkohol seine Wirkung verliert, ist da die eine, die sagt "du brauchst mehr, du musst was trinken" und die Andere die dir Vorwürfe macht, die dich Zweifeln lässt und dir Schuldgefühle verschafft, dir genau sagt dass "es Falsch ist" was du tust.
    Das Ergebnis kennst du, mit dem nächsten Schluck werden beide Stimmen auf Stumm geschaltet. Es ist ein ewiger Kampf gegen sich und seine Stimmen.
    Und das Schlimmste ist die Lügerei, das Verstecken, verharmlosen. Das nagt an den Nerven, dem Selbstbewusstsein bis zur Aufgabe seiner selbst.
    Ihr seid nicht der GRUND, warum er getrunken hat!
    Es gibt NICHT EINEN GRUND zu SAUFEN, ABER ES GIBT TAUSENDE ES NICHT ZU TUN.
    Ein Alkoholiker hat tausende Ausreden und noch mehr Gründe um an Alc zu kommen. Das Problem ist ja auch nicht, an der nächsten Trinkhalle an etwas zu kommen, ein Alk. gibt dem Ladenbesitzer die "Schuld", dass er trinkt, "weil er die Flaschen zum Verkauf anbietet"!
    Das ist es, was viele nicht können: Einsehen, dass man selber ein Problem hat und nicht die Anderen.
    Das wird schnell als Egoismus abgetan, aber man muss wirklich an sich selber denken und sehen, dass man das - sein Problem in den Griff bekommt.

    Meine Schwester hat die gleichen Schuldgefühle, kann nix ab was mit Alk zu tun hat und wir sind heute soweit, wenn unser Vater wieder säuft, dass wir (mit unserem Vater kann sie es nicht) zwar drüber reden, aber ihn in Ruhe lassen und - "wenn er dran kaputt geht!". Irgendwann wird es soweit sein. Er ist 70 und der Alk wird seine Arbeit beendet haben. Wenn nicht geistiger ZErfall aber der Körper wird nicht mehr mitmachen.
    Ja, das tut weh, und für mich ist es eine doppelte Belastung, aber es gibt keinen anderen Weg!
    Ihr seid ihm nicht zur Last gefallen, das kommt so rüber als Aussenstehender, weil der Alk. meist abwesend und gereizt wirkt - wenn man abhängig ist, "stört alles", was im Weg sein könnte, um an die nächste Flasche zu kommen. Jeder, wirklich jeder Gedanke dreht sich darum.
    Und dass er deine Mutter wiederhaben wollte, hatte bestimmt nur einen Grund:
    Sie hat ihn unterstützt und seine Sucht verheimlicht. Ihm etwas besorgt. Oder? Hast du geschrieben. Das ist der einfachste Weg!
    Sich vor einem Angehörigen zu verstecken und sich sicher sein, wenn man etwas braucht, bekommt man es auch. Für einen Alk im Entzug gibt es nichts Schlimmeres, als nicht "vorgesorgt " zu haben und nicht zu wissen, wo man etwas herbekommt.
    Und glaube mir, ich schäme mich in Grund und Boden dafür, was ich angestellt habe, was man anstellt um an Alkohol zu kommen! Und diese Scham, dieses schlechte Gewissen, die Lügerei und die körperlichen Folgen sind es, die den Menschen zerstören und ihm jeglichen Willen rauben!
    Die Energie, die man einsetzt um an Alc zu kommen und ihn auch zu verarbeiten, sind immens - diese Energie hätte er in eine Langzeittherapie oder sonstiges einsetzen sollen! Und glaube mir, die LIEBE war da, die wird (ja es gibt Ausnahmen) kein Vater absprechen können. Die Kraft aber , es zu zeigen, sein Leben darauf auszurichten und die Kraft VERANTWORTUNG zu übernehmen, die ist nicht mehr da, die Energie geht drauf beim Saufen.
    Vielleicht verstehst du es nicht, aber der EINZIGE GEDANKE ist es an etwas Trinkbares zu kommen. Das zermürbt und das macht den Menschen kaputt. Und das schlechte Gewissen sich selber und auch der Anderen gegenüber!
    Du hast dein LEBEN - DU kannst stolz sein, dass er DIR solch einen Charakter mitgegeben hat - frühzeitig ein,- und umgestellt und wirst auch Deinen Weg gehen.
    Mache nicht den gleichen Fehler, auch wenn du nichts trinkst, deine Probleme nicht zu lösen und auf die lange Bank zu schieben. Wenn du der Meinung bist es hilft dir eine Gruppe - mach es einfach! Wenn nicht - zwinge Dich zu nichts. Sei weiterhin Aktiv, rede mit deinem Partner (ich weiss, er wird da miteinbezogen und kann es nicht richtig verstehen. Und daran siehst du, wie weitreichend diese Sauferei ist....und das ist Seine Schuld, die deines Vaters).
    Er hat Trost im Alkohol gesucht und ne Menge zerstört.Wenn sich jemand kaputt säuft, ist das ganz allein sein Verschulden. Chaos und zerstörte Seelen ebenso. Wenn er es auch "versucht" hat, er hat es nicht richtig gemacht. Es gibt kein "Warum" bei der Trinkerei. Es gibt Menschen, die werden krank und zum Alkoholiker, andere nicht.
    Mein Vater hat 3 Kinder großgezogen, mit Liebe und ohne Gewalt. Ist ein herzensguter Mensch.
    Meine Schwester und mein Bruder können mit Alc umgehen. Ich kann es nicht.
    Dafür mache ich ihm keine Vorwürfe, WEIL ES MEIN PROBLEM IST, an dem ich arbeiten muss, mit dem ich leben muss. Ich gebe niemanden die Schuld, es ist ein langer Weg - ich bin dankbar, dass ich es bis hier geschafft habe. Es gibt keine Sicherheit, es kann passieren, dass ich einen Rückfall bekomme. Es ist keine Schande, auf die (sorry) Fresse zu fallen, aber es ist eine Schande liegenzubleiben.
    Und nichts anderes hat dein Vater getan.
    DU wirst ein Leben lang damit leben müssen. Du wirst auch damit klarkommen . Wenn du nicht frühzeitig das Weite gesucht hättest, hätte er alles zerstört.
    Dein Leben, deine Fähigkeiten, deine Zukunft.
    Suche dir eine Selbsthilfegruppe oder erkundige dich wo man solche findet.
    Ich habe 3 verschiedene "getestet", bis ich an die Gruppe gekommen bin, die mir lag.
    Und nur das Zuhören hilft, ab und an auch das sprechen darüber. Und es wird dich niemand zwingen! Weder zu sprechen noch zuzuhören.
    Weil jemand, der Süchtig ist und bei dem es "Klick" gemacht hat, NICHTS mehr gegen seinen Willen machen möchte! Man hat lange Zeit GEGEN SEINEN WILLEN den ALK in sich hineingeschüttet - das braucht man nicht. Vielleicht hast du ein wenig Verständnis für deinen Vater, bzw. für das Vorgehen eines Alkoholikers.
    Es soll nichts, gar nichts entschuldigen!
    Du brauchst dir nicht einen Vorwurf machen. Und wenn du vor Wut heulst und auf das Sofa eintrittst, wenn du schlecht drauf bist und ihn ein (nochmal sorry!!ist bildlich gemeint) Arschloch und Penner nennst.
    Mach es, wenn dir danach ist und verfluche ihn! Es wird dir helfen, seine Schuld, die er dir aufgertragen hat, abzubauen und Dein Leben mit deinem Mann/Freund/Partner zu leben. Zu Lieben und auch Liebe zu geben. Deiner eigenen Kinder zu liebe.
    Es wird immer dein Vater bleiben. Und er war daran beteidigt dass du geboren wurdest und hat dir viel mitgegeben, was in deinem Innersten, dein Wesen und deinen Charakter ausmacht.
    Mit Sicherheit wäre er auch stolz. Er hat nur Pech gehabt.
    Zeige Deinen Kindern wie es ist und dass es so etwas gibt - das der Opa "sich kaputtgesoffen hat". Aber es wäre nicht Fair, ihn für immer auszuschließen und todzuschweigen dass "er mal war".
    Du sollst ihn nicht entschuldigen oder sein Handeln verteidigen! Mach ihn zur Sau, er ist Schuld, aber vergiss ihn nicht als deinen Vater.
    So denke ich! Und ich hoffe ein wenig hast du verstanden, was ich sagen möchte.

    Und jetzt habe ich Dir zu Danken! Dadurch, dass du den Mut beweist und in der Lage bist Probleme lösen zu wollen und dich an andere zu wenden - bin ich gezwungen, diese und meine Geschichte, mein Leben neu zu überdenken - das was ich tue, getan habe und machen werde!

    Zu meiner Tochter habe ich das beste Verhältnis was es gibt...es ist viel im privaten Umfeld kaputtgegangen,
    Ich bin, wie sie sagt, auch ihr Freund. Wir haben uns sehr viele Briefe geschrieben und reden viel miteinander. Aber ich habe das Glück ihr ein Vorbild zu sein und ich bin es ihr schuldig gewesen, in meinem Leben aufzuräumen. Sie trinkt auch Bier und Sekt und das soll sie auch!
    Weil ich das Problem habe....nicht Sie. UNd es ist IHR Leben nicht meins.

    ICH WÜNSCHE DIR UND DEINEM PARTNER viel Kraft und viel, viel Glück, und alles Gute. Man liest sich hier vll noch des öfteren, es würde mich freuen!

    lieben gruss
    donmartin

    PS: Deine Mutter musst du nicht zu etwas überreden.Aber geh mit gutem Beispiel voran, und zeige ihr, oder sage ihr, wie gut es dir tut zu reden, Hilfe zu holen.(Gruppe oder Beratung). Sie muss es letztendlich auch selber wissen...
     
    #10
    donmartin, 4 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  11. User 93011
    User 93011 (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke erstmal für diesen wirklich ausführlichen und guten Beitrag.

    Zuviel geworden ist es nicht - ich bin selbst normalerweise ein ziemlicher Kopfmensch
    und habe mir ja auch schon viel diesbezüglich durchgelesen.
    In der Theorie (!) weiß ich also, wie das Denken bei einem durchschnittlichen
    Alkoholiker so abläuft.
    Jedenfalls laut dem, was in den Büchern dazu steht. Dass die Realität im Allgemeinen
    und jeder Alkoholkranke im speziellen sowieso ganz anders ist, das weiß ich aber auch.
    Worte oder Realitäten können mich diesbezüglich also kaum noch verletzen.
    Und das ist ja auch einer der Hauptgründe, warum ich meine ganzen Gedanken nicht verstehe ._.

    Einen Schein bewahren zu müssen, das kenn ich nur zu gut aus meinem bisherigen Leben.
    Meine Mutter hat sich das über die Jahre sehr angewöhnt, und egal, wo wir hingegangen sind,
    wir durften uns häusliche Probleme nicht anmerken lassen.
    Unser Vater hat uns geschlagen? Egal, auf dem Familienfest wird sich bitte trotzdem umarmt usw usf.
    Bloß niemand darf mitbekommen, wenn es einem schlecht geht.
    Vermutlich hat sich das von klein auf ziemlich in mir eingenistet und jetzt bröckelt das langsam aber sicher
    wieder auf.

    Dass der Alkohol meinen Vater so verändert hat, dessen bin ich mir bewusst. Was ich aus meiner Position heraus nicht verstehen kann, ist, wie jemand sich, obwohl er um die Gefahren weiß, sich etwas so hingibt?
    Ich war noch zu klein, um es mitzubekommen. Passiert das schleichend oder kann es ein Trauma auslösen? Gibt es bestimmte Menschen, die dafür anfälliger sind? Kann es sein, dass ich, wenn ich irgendwann doch mal mit Alkohol in Berührung komme, leichter "abhängig" werde als Gleichaltrige?

    Ich kann mir diese Fragen einfach nicht selbst beantworten, schon gar nicht in Bezug auf meinen Vater.
    Objektiv war in seinem Leben alles in Ordnung. Er / es fing erst an, als er Kinder bekam.
    Deshalb halt auch diese Vorwürfe. Was wäre wenn er uns niemals bekommen hätte?
    Wäre sein Leben ein besseres gewesen? Oder hätte er dem Alkohol früher oder später dennoch nicht mehr entsagen können?

    Der Lieblingsspruch meines Vaters war immer: "Die anderen trinken doch auch, warum soll es bei mir schlecht sein?" Er hat die Schuld auf die Gesellschaft geschoben, auf alle anderen, die Alkohol trinken, aber auch auf meine Mutter, die nicht immer das machte, was er wollte, auf seine Tochter (mich), weil sie nicht nach seiner Pfeife tanzte, auf seinen Sohn, weil er kein Fußball gespielt hat und so weiter.
    Aber in anderen Momenten saß er in seiner Selbsthilfegruppe und prahlte damit, wie toll wir wären und dass er ohne uns schon nicht mehr leben würde?
    Wem dieser beiden Väter kann ich glauben? Ich weiß es einfach nicht.
    Ich stelle mir momentan immer öfter die Frage, ob er uns geliebt hat oder nicht.
    Gab es am Ende meinen Vater noch "ohne" Alkohol? Oder war er selbst im nüchternen Zustand nicht mehr wirklich er selbst?

    Ja - auf deine Frage hin - meine Mutter hat ihn, wenn auch unterbewusst, mit Alkohol versorgt.
    Hatte er einen schlechten Tag auf der Arbeit, wurde ihm ein Bier gebracht, bei Festen wurde extra viel gekauft und es ließ sich einfach leichter mit ihm leben, wenn er bekam, was er wollte.
    So zumindest hat sich das mir aufgedrängt.

    Das Problem bei meinem Vater war ja auch, dass ich bis zum letzten Moment nicht davon überzeugt gewesen bin, dass er sich für irgend etwas schämte und schon gar nicht davon, dass er sein Problem und seine Fehler eingesehen hat.
    Und er hat ja Langzeittherapien gemacht. Seit ich da einmal auf den Tisch gehauen hab, ist er ja ständig in Betreuung gewesen. Wechselnde Einrichtungen zwar, aber letzten Endes immer eine Betreuung. Aber er meinte immer, er hätte sie nicht nötig. Ob das nur eine Fassade war oder ob er es wirklich nicht wollte, kann ich leider nicht beurteilen. Aber zwischenzeitlich waren seine Leberwerte etc (laut seinem Arzt) in Ordnung.
    Aber er schien wohl sehr oft, sehr schnell wieder rückfällig geworden zu sein.

    Ob ich jemals Verständnis für meinen Vater bzw andere Alkoholiker aufbringen kann (auch nach einer Therapie oder dergleichen), weiß ich nicht. Es ist mir ja jetzt schon ziemlich zuwider, wie man überhaupt trinken kann, weil man Gefahr läuft, sich selbst nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Diesen Kontrollverlust bewusst in Kauf zu nehmen, ..das kann ich einfach nicht verstehen. Und gerade da kann ich meinen Vater nicht verstehen. Er hatte Kinder und hat es trotzdem immer wieder darauf angelegt, die Kontrolle zu verlieren. Gerade in Konfliktsituationen hat er noch mehr getrunken ->leichter die Kontrolle verloren -> zum Kompensieren mehr getrunken usw usf. Ein typischer Teufelskreis.
    Ich stelle mir da halt die Frage, warum ihm seine Kinder nicht wichtig genug waren, daran etwas zu ändern. Er hat ja sicher gemerkt, wie wir darunter gelitten haben und viele Auswirkungen seiner Sauferei waren ja nun auch wirklich sichtbar. Vor denen konnte er sicher nicht die Augen verschließen, hat es aber trotzdem getan?
    Warum?

    Ich kann ihn in meiner jetzigen Phase irgendwie nicht beleidigen, nicht beschimpfen, ich kann nichtmal wirklich wütend auf ihn sein.
    Ich weiß, er hat scheiße gebaut und ich weiß ebenso sehr, dass meine Kindheit sehr viel besser hätte verlaufen können, aber ich empfinde nur Mitleid für ihn und mache mir die Vorwürfe, dass ich ihn nicht aus seiner armseeligen Lage befreien konnte.
    Sind diese Gefühle normal? Steigere ich mich da rein?
    Ich habe das Gefühl, durch seinen Tod hat er seine Strafe für seine Fehler bekommen (klingt hart, aber ist ja rein logisch gesehen so.) und dass ich nun nicht noch zusätzlich die ganze Zeit auf ihm rumhacken muss.
    Meine Mutter ist da sogar noch einen Tick härter drauf. Die beschönigt plötzlich - ganz nach ihrem alten Muster - wieder alles, er wäre nie so schlimm gewesen und so.

    Ich freue mich, dass es Dir auch hilft, darüber nochmal nachzudenken.
    Aber gerade das Beispiel mit Deiner Tochter, euer Umgang miteinander, macht mich glücklich für euch, aber traurig für mich. Warum schaffen es soviele, gerade für ihre Kinder davon wegzukommen?
    Und noch wichtiger, warum schaffte es gerade mein Vater nicht?
    :frown:

    Mein Partner und ich haben jetzt auch nochmal darüber gesprochen.
    Er meinte, es würde mich sicherlich gut tun, in einer Selbsthilfegruppe darüber zu sprechen.
    Gibt es auch gemischte Gruppen? (ich kenn mich da nicht so aus..)
    Also Gruppen, bei denen Alkoholiker (die gerade in Therapie sind) und Angehörige von
    anderen Alkoholikern in gemeinsamen "Sitzungen" sind?
    Wenn ja, würde ich mich nach so einer Gruppe gerne mal umschauen.

    Gibt es irgendwelche Adressen, die mir da direkt empfohlen werden könnten?

    Liebe Grüße.
     
    #11
    User 93011, 5 September 2009
  12. donmartin
    Gast
    1.903
    Antwort

    1) Was ich aus meiner Position heraus nicht verstehen kann, ist, wie jemand sich, obwohl er um die Gefahren weiß, sich etwas so hingibt?
    Warum? Warum rauchen die Menschen, warum fahren Sie Rennen, warum haben sie ungeschützten GV, Warum gehen sie bei Rot über eine Ampel??
    2) Ich war noch zu klein, um es mitzubekommen. Passiert das schleichend oder kann es ein Trauma auslösen?
    Diese Frage verstehe ich nicht.
    3) Gibt es bestimmte Menschen, die dafür anfälliger sind?
    Wie ich es schon oben beschrieb. Meine Geschwister haben keine Probleme, ich habe ein Problem und bin Abhängig geworden.
    4) Kann es sein, dass ich, wenn ich irgendwann doch mal mit Alkohol in Berührung komme, leichter "abhängig" werde als Gleichaltrige?
    siehe Oben

    5) Deshalb halt auch diese Vorwürfe. Was wäre wenn er uns niemals bekommen hätte? Wäre sein Leben ein besseres gewesen?
    Nein. Jemand der die "Veranlagung" hat, wird krank. Wie ich schon beschrieben habe: "Einen Grund für das Trinken findet ein Alkoholiker zu Hauf". Dabei gibt es KEINEN, sondern für Ihn hätte es heissen müssen: "Ich habe tausend Gründe NICHT zu Trinken". Bei ihm hat es eben nicht "Klick" gemacht. Wenn er nicht eingesehen hat, dass es SEIN Problem ist, kann kein Mensch etwas daran ändern! Auch Ihr hättet es nicht können.

    7) Oder hätte er dem Alkohol früher oder später dennoch nicht mehr entsagen können?
    siehe oben

    8) Wem dieser beiden Väter kann ich glauben?
    Dem, der er war, bevor er abhängig wurde und es nicht mehr eingesehen hat.
    Danach keinem mehr, wenn nicht eine "nüchterne" Zeit dazwischen war.Und die ist nicht kurz.


    9) Gab es am Ende meinen Vater noch "ohne" Alkohol? Oder war er selbst im nüchternen Zustand nicht mehr wirklich er selbst?
    Ich behaupte, da du beschrieben hast, dass er NIE eingesehen hat, dass er ein Problem hat, dass auch in nüchternen Tagen/Stunden/Zeiten der Alkohol im Vordergrund stand und die Gedanken sich nur noch darum drehten. Seine Chancen hatte er doch vertan, als da immer noch nicht "Klick" gemacht hat, hat er sich aufgegeben. Eine Langzeittherapie dauert zwischen 3 Monaten und 1 Jahr - stationär mit anchl. Betreuung. Ich habe eine über 2 Jahre gemacht, Ambulant und mit Psychotherapie und SHGruppe. Wenn man WILL, und wenn man über 1 Jahr "nüchtern" war - mit den Sitzungen, die kein Zuckerschlecken sind, erst dann fängt man wieder an, mal die Welt nüchtern zu sehen und Spass zu haben!

    Off-Topic:
    Und er hat ja Langzeittherapien gemacht. Seit ich da einmal auf den Tisch gehauen hab, ist er ja ständig in Betreuung gewesen. Wechselnde Einrichtungen zwar, aber letzten Endes immer eine Betreuung. Aber er meinte immer, er hätte sie nicht nötig.

    siehe oben

    Aber zwischenzeitlich waren seine Leberwerte etc (laut seinem Arzt) in Ordnung.
    Das hat nichts zu sagen! Alkohol ist ein reines Nervengift. Primär schädigt es die Nerven (Zittern usw.), Alles andere sind Folgeer-scheinungen oder Krankheiten.

    Off-Topic:
    Diesen Kontrollverlust bewusst in Kauf zu nehmen, ..das kann ich einfach nicht verstehen. Ich stelle mir da halt die Frage, warum ihm seine Kinder nicht wichtig genug waren, daran etwas zu ändern. Er hat ja sicher gemerkt, wie wir darunter gelitten haben und viele Auswirkungen seiner Sauferei waren ja nun auch wirklich sichtbar. Vor denen konnte er sicher nicht die Augen verschließen, hat es aber trotzdem getan? Warum?

    siehe oben oder anderer Thread/Posts. Du solltest keine Zeit verschwenden und dich nach dem Warum fragen. Realität ist, DASS er es getan hat, mit allen seinen Auswirkungen dessen er sich bestimmt bewusst war. DASS er keine Hilfe angenommen hat, bzw. sie nicht umgesetzt hat. Wenn der Alkohol irgendwann seine Arbeit beendet hat, gibts kein zurück mehr. Manche schaffen es, andere nicht. Deren Nerven liegen im wahrsten Sinne "blank".

    Off-Topic:
    Aber ich empfinde nur Mitleid für ihn und mache mir die Vorwürfe, dass ich ihn nicht aus seiner armseeligen Lage befreien konnte.
    Sind diese Gefühle normal? Steigere ich mich da rein?

    Mitleid ist fehl am Platz! Wie auch, als er noch gesoffen hat! Siehe OBEN: Aus einer Sucht, kann sich nur jeder SELBST lösen, wenn man es einsieht. Und das mit fachlicher Hilfe. Niemand anderer!!Mir verbietet KEIN MENSCH den Alk. ICH WILL ES EINFACH NICHT! Ich habe meine Kinder groß, könnte ich doch wieder anfangen zu Saufen, oder? Warum mache ich es nicht? WEIL ICH ES NICHT WILL!

    Ach, Mädchen. Ich kann Dir das alles nicht beantworten und erklären. Ich fühle mit dir und weiss ja, dass diese Fragen ALLE Angehörige Quälen. Warum liegen manche Menschen Jahre im Sterben, andere sagen einfach "Ich will nicht mehr" - und zack sind sie weg.
    Der Alk verändert den Menschen so sehr, dem Einen ist es gegeben mit Hilfe von Aussen sich nicht aufzugeben. Und in erster Linie habe ich es für MICH getan. Nicht für meine Kinder oder sonst jemandem. Jeder ist für sich selber Verantwortlich. Dass aber der Alk soviele negative Auswirkungen auf das gesamte, unbeteiligte Umfeld hat, habe ich auch erst HINTERHER LERNEN müssen! Und bin zutiefst beschämt und erschrocken darüber gewesen.



    Off-Topic:
    Mein Partner und ich haben jetzt auch nochmal darüber gesprochen.
    Er meinte, es würde mich sicherlich gut tun, in einer Selbsthilfegruppe darüber zu sprechen.

    Wie gesagt, ich finde dass dein Partner und Du auch sehr vernünftige Menschen seid und habe wirklich Respekt davor, wie ihr nun an diese Sache herangeht. Es zwingt euch niemand, es wird euch in einer "guten" Gruppe niemand zwingen etwas zu sagen oder fragen.

    Also, die Gruppen die ich kenne (Blaues Kreuz und Kreuzbund; AA waren nie mein Fall.....) gab es nur Gruppen für Gespräche der Alkoholiker selber
    (da es ja ein ganz anderes Problemfeld ist), man durfte aber gerne Partner usw mitbringen, und Gruppen NUR für Angehörige. Feste und Treffen oder Aktionen wurden immer gemeinsam gemacht.

    Off-Topic:
    Wenn ja, würde ich mich nach so einer Gruppe gerne mal umschauen.

    Die stehen in jedem "Notdienst" oder in der Rubrik der Tageszeitungen, meist sind sie in der Nähe der kirchl. Einrichtungen.
    ES ist KEIN MAKEL oder EINE SCHANDE! KEiner braucht sich schämen, oder sonst was, wenn er dort hingeht, oder regelmäßig hingeht um Hilfe zu erfahren! Und ich brauche mich nicht zu schämen (tue es ja auch nicht)
    und kann es heute sagen, dass ich Alkoholiker bin. Ich habe es einfach SATT, etwas zu verheimlichen. Das habe ich genug getan, als ich gesoffen habe.

    Off-Topic:
    Gibt es irgendwelche Adressen, die mir da direkt empfohlen werden könnten?

    siehe oben, in jeder Gruppe oder Ortsverband gibt es den Vorsitzenden einer Gruppe, diese Menschen sind auch besonders geschult. Versuche mal dein Problem zu schildern und ihm Fragen zu stellen. Er wird nichts anderes sagen, als dass viele Andere Menschen die gleichen Fragen und Probleme haben, und dich einladen.

    Ich weiss ja nicht, wie es mit deinem "Glauben" an Gott oder einer sonsigen Religion bestellt ist.
    Viele Menschen finden dort ihre Antworten. Ich will dich hier nicht bekehren, keine Angst (bin Agnostiker), :zwinker: - sehr viele Selbsthilfegruppen kommen von kirchl. Seite und werden auch dort unterstützt.

    Ansonsten kann ich dir NUR ALLES GUTE, nocheinmal viel Glück wünschen, und solltest du das Gefühl haben, das hilft nicht weiter, vertrau dich einem Arzt an. Das geht doch schon mehr auf die Psyche. Denn je länger deine Fragen unbeantwortet bleiben, je länger sie in Dir nagen......

    Alles Gute. Hoffe Dir ein wenig "geholfen zu haben"...
    gruss
    donmartin
     
    #12
    donmartin, 6 September 2009
  13. User 93011
    User 93011 (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    16
    88
    0
    vergeben und glücklich
    Ich wollte Dir nochmal für deine Antwort danken, auch wenn diese nun schon etwas her ist.
    Ich habe daraufhin meinen Arsch (sorry) endlich hochgekriegt und mir eine Gruppe gesucht,
    mein Freund hat mich auch super unterstützt.
    Ich kann zwar nicht vergessen, was war, aber ich glaube, es hilft mir sehr und mittlerweile kann
    ich meine Gefühle in der Hinsicht auch besser verstehen und die Vergangenheit als das ansehen,
    was sie nunmal ist.
    Meine Fragen wurden alle ausreichend beleuchtet (ich hätte erst gar nicht gedacht, dass es so schnell geht), es musste wohl nur ein Schalter in mir umgelegt werden und schwupps - es sprudelte nur so aus mir heraus.

    Also nochmal danke.
    Und ich kann nur allen mit ähnlichen Problemen raten, die hier gegebenen Ratschläge zu befolgen.
     
    #13
    User 93011, 17 September 2009

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