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Vaterschaft?

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von User 72148, 10 Februar 2008.

  1. User 72148
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    Hey Leute,
    hab mal wieder ne Frage. Vielleicht kann mir einer von euch ja weiterhelfen.
    Zuerstmal: Die Frage ist reine neugier, hat nichts mit meiner Situation zu tun.
    Angenommen eine Frau wird durch ihren nicht mit ihr verheirateten Freund oder durch einen ONS schwanger und entscheidet sich dazu, das Kind zu bekommen und zu behalten.
    1. Dann muss die Vaterschaft vom Vater doch erstmal anerkannt werden,oder? Kann man diese Anerkennung der Vaterschaft auch erzwingen? Oder darf sich der Vater verweigern?
    2. Wenn er das Kind nicht möchte, muss er dann trotzdem in jedem Fall zahlen? Oder kann man sich auch drauf eingen, dass sie das Kind zwar behält er aber nichts damit zu tun haben will? Auch finanziell nicht?

    Hat der Vater da auch Rechte oder ist er immer der gearschte?

    Würd mich freuen, wenn das jemand weiß :smile:
    Liebe Grüße
    Maimamo
     
    #1
    User 72148, 10 Februar 2008
  2. User 52655
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    Ja, die Vaterschaft muss anerkannt werden, aber wenn er sich weigert, kann das auch gerichtlich geklärt werden. Dann wird die Vaterschaft gerichtlich festgestellt.

    Er kann nicht sagen, dass er das Kind nicht will und muss dann nicht zahlen. Die Frau kann auf das Geld verzichten, tut sie das aber nicht und klagt den Unterhalt ein, muss er auch zahlen.

    Rechte hat er natürlich. Er darf das Kind sehen, Sorgeberechtigt ist er aber in der Regel nicht. Man kann aber das gemeinsame oder auch alleinige Sorgerecht beantragen.
     
    #2
    User 52655, 10 Februar 2008
  3. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Also hat in Sache Schwangerschaft eigentlich wirklich nur die Frau was zu sagen?
     
    #3
    User 72148, 10 Februar 2008
  4. opossum
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    nicht angegeben
    so ist es.
     
    #4
    opossum, 10 Februar 2008
  5. User 52655
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    Du meinst, wenn es darum geht das Kind auszutragen?
    Ja, die Entscheidung hat allein die Frau.
     
    #5
    User 52655, 10 Februar 2008
  6. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Weiß einer von euch auch noch, wie das rechtlich begründet ist bzw wo ich das nachlesen kann?
     
    #6
    User 72148, 10 Februar 2008
  7. User 52655
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    vergeben und glücklich
    Was genau?
     
    #7
    User 52655, 10 Februar 2008
  8. opossum
    opossum (39)
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    nicht angegeben
    Größtenteils im BGB.
     
    #8
    opossum, 10 Februar 2008
  9. Sanityandgrace
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Frauen, die letztendlich abtreiben, werden sehr häufig vom Kindsvater und ihrem Umfeld im Stich gelassen/ unter Druck gesetzt. Aber juristisch betrachtet, hat tatsächlich "nur die Frau was zu sagen". Wie stellst du dir das auch anders vor ? Soll der Mann das Verfügungsrecht über ihren Körper bekommen und bestimmen, daß sie gegen ihren Willen abtreiben soll ? In so einem Fall würde sich übrigens auch der durchführende Arzt strafbar machen.
     
    #9
    Sanityandgrace, 10 Februar 2008
  10. User 37900
    User 37900 (32)
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    vergeben und glücklich
    Das stimmt so nicht. Eine Mutter darf nicht auf den Kindesunterhalt verzichten, denn der Unterhalt steht dem Kind und nicht der Mutter zu, von daher ist sie besonders dann verpflichtet den Unterhalt vom Kindesvater zu verlangen, wenn sie staatliche Hilfe beantragt.


    Auch ist es so, dass der Vater die Vaterschaft nur anerkennen muss, wenn die Kindsmutter dies ausdrücklich wünscht, also der Kindsvater in der Geburtsurkunde aufgeführt werden soll. Möchte die Kindsmutter nicht, dass der Vater namentlich bekannt ist, so muss sie den Namen nicht eintragen lassen und der Kindsvater ist nicht zur Vaterschaftsanerkennung verpflichtet.

    Weiterhin kann auch der Kindsvater verlangen, dass er als Vater anerkannt wird und somit in die Geburtsurkunde eingetragen wird, selbst wenn die Kindsmutter dies nicht möchte. Dies kann der Kindsvater auch gerichtlich durchsetzen.
     
    #10
    User 37900, 10 Februar 2008
  11. User 52655
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    vergeben und glücklich
    Natürlich.
    Aber letztlich ist es so, wenn sie nicht gerade staatliche Hilfe beantragt und den Unterhalt einfach nicht verlangt, also nicht einfordert oder einklagt, wird sich da wohl niemand einschalten.
     
    #11
    User 52655, 10 Februar 2008
  12. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Es muss ja eine Begründung geben, warum das so ist.

    Nein natürlich nicht. Aber wenn sie bestimmen darf ob sie es bekommt muss er doch auch entscheiden können, ob er damit einverstanden ist und sie finanziell unterstützt oder nicht.
    Es ist doch unfair, dass der Mann das nicht entscheiden darf, die Frau aber schon.

    Wenn er nicht eingetragen ist, muss er auch nicht zahlen,oder?
    Kann die Mutter das jederzeit ändern lassen? Also dass er dann nach einer weile plötzlich eingetragen werden soll und dann zahlen muss?
     
    #12
    User 72148, 10 Februar 2008
  13. User 52655
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    Was genau?
    Dass er Unterhalt zahlen muss, dass er bei der Abtreibung nicht mitentscheiden kann, dass die Vaterschaft notfalls gerichtlich festgestellt wird, wenn die Mutter es wünscht?
     
    #13
    User 52655, 10 Februar 2008
  14. User 37900
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    Ja leider, aber trotzdem ist sie gesetzlich nicht berechtigt, auf den Kindesunterhalt zu verzichten. Das wollte ich nur richtig stellen. :zwinker:
     
    #14
    User 37900, 10 Februar 2008
  15. User 52655
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    Für die Vaterschaftsanerkennung bzw -feststellung gibt es keine Fristen, das heißt, sie kann auch später noch erfolgen.
     
    #15
    User 52655, 10 Februar 2008
  16. User 72148
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    Das er bei der Abtreibung nicht wirklich etwas zu entscheiden hat ist ja noch okay, es ist schließlich ihr Körper.
    Aber er müsste dann doch allein entscheiden dürfen, ob er die Vaterschaft anerkennt und somit zahlt oder nicht. Und dass er das nicht darf muss doch irgendwie begründet sein. Man kann ja schließlich nicht einfach so bestimmen, dass nur die Entscheidung der Frau was wert ist??
     
    #16
    User 72148, 10 Februar 2008
  17. User 52655
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    vergeben und glücklich
    Ja, war nicht korrekt ausgedrückt :zwinker:
    Aber es gibt eben die Möglichkeit, wenn auch nicht ganz rechtens, dass der Vater ums Zahlen drumrumkommt, wenn auch nur, wenn die Mutter das will. Das wollte ich damit sagen.
     
    #17
    User 52655, 10 Februar 2008
  18. User 37900
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    Nein, der Vater muss dann nicht zahlen, solange er nicht eingetragen ist. Das Kind hat trotzdem einen Anspruch auf Unterhaltszahlung durch den Vater. Sollte die Vaterschaft später festgestellt werden, muss nachgezahlt werden.
    Ob das jederzeit geändert werden kann, kann ich dir leider nicht sagen.
     
    #18
    User 37900, 10 Februar 2008
  19. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Kann man das mit einem anderen Vertrag umgehen? Wenn zu einer Zeit beide damit einverstanden sind, dass er es nicht ist und beide diese Entscheidung irgendwie festhalten?
     
    #19
    User 72148, 10 Februar 2008
  20. User 52655
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    vergeben und glücklich
    Ganz einfach: Er hat das Kind gezeugt, er ist dafür verantwortlich. Drücken gilt nicht.
    Außerdem hat das Kind das Recht auf Kenntnis seiner Abstammung.
    Es geht ja nicht primär um die Rechte der Mutter, sondern um die des Kindes.

    Nein, das geht nicht, denn das Kind kann immernoch auf die Vaterschaftsfeststellung bestehen.

    Wie schon erwähnt: Recht auf Kenntnis der Abstammung.
     
    #20
    User 52655, 10 Februar 2008

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