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Vatikan und Homosexualität

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von secretman, 15 August 2003.

  1. secretman
    Gast
    0
    Erst letzte Woche hat sich der Vatikan mal wieder von seiner menschenverachtenden diskriminierenden Seite gezeigt, als er sich nämlich zur Homo- Ehe äußerte. Mit welcher Arroganz und Verachtung kann sich der vatikan dem thema so zu eigen machen? Meiner Meinung nach widerspricht er mit seiner Haltung klar den Grundsätzen unseres christlichen Glaubens wo Nächstenliebe, ein friedl.Miteinander und Gleichberechtigung ganz oben stehen. Der Vatikan aber verbreitet Diskriminierung.
    Die Äusserungen des Vatikans haben mich doch sehr geschockt, nicht nur weil die Aussagen geprägt sind von Ausgrenzung und Diskriminierung,nein sie enthalten auch de fakto falsche Behauptungen. Es ist wissenschaftlich erwiesen dass Kinder die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufwachsen sich in ihrer Persönlichkeit ganz normal entwickeln und sich nicht signifikant unterscheiden von anderen Kindern. Diese Tatsache wird noch immer von einigen Institutionen erfolgreich verleugnet, doch mehrere unabhängige Untersuchungen aus verschiedenen Ländern haben dies belegt. Im Gegenteil:KInder die in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen, entwickeln bei entsprechender Fürsorge und Stärkung iherer Person ein besonderes Selbstbewusstsein, was Ihnen im späteren Leben nur von Vorteil ist. Denn früh haben sie sich mit Diskriminierung, Ablehnung usw auseinanderzusetzen. Doch die Welt ist nun mal nicht nur ein rosaroter Faden sondern ist geprägt auch von Problemen und Krisen. Ist aber der notendige Halt im Elternhaus gegeben, werden Kinder gut vorbereitetr aufs Leben und sind früh gewappnet gegen Störungen.
    Zweiter Punkt: wenn die Eheleute die Aufgabe haben, die Folge der Generationen zu wahren, dann müsste das Institut Ehe an den Besitz von Kindern gekoppelt sein, doch dies ist wahrhaftig nicht der Fall. Das wäre auch fatal, dürften doch dann Menschen die keine Kinder kriegen können oder wollen nicht heiraten. Daraus aber abzuleiten, derartige Menschen verdienten nicht die Aufmerksamkeit von Seiten der Rechtsordnung, ist ein Schaffen von Menschen zweiter Klasse. Jeder Mensch verdient den Respekt und die Aufmerksamkeit des Staates, gerade im Hinblick darauf, dass der Staat Vorbildfunktionen zu erfüllen hat und schon Paragraph 1 des Grundgesetzes besagt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Folge: alle Menschen müssen dann auch die gleichen Rechte und Pflichten haben.
    Alles in allem sagt das Papier nichts darüber aus, wie Homosexuelle in unsere Gesellschaft mit Respekt eingebetet werden können, im Gegenteil, der Vatikan isoliert den homosexuell empfindenden Menschen und lässt ihn allein mit seinen durch die Folgen der Gesellschaft entstandenen Diskriminierungen und Benachteiligungen.

    Aber geht es nach Gott ist es gerade die Aufgabe der Kirche, Nächstenliebe und gegenseitigen Respekt zu vermitteln, Toleranz und Achtung verschiedener Lebenswelten zu fördern und nicht zu verhindern.
    Fazit: die katholische Kirche kommt ihrem Auftrag in keinster Weise nach, sie demütigt unddekradiert Menschen in höchstem Maße. Dieswerte ich als gläubiger Christ als hochgradig unsittlich, ja sogar kriminell, die katholische Kirche hat sich schuldig gemacht an Schwule und Lesben und verliert damit jeglichen Respekt meinerseits und ich kann nur alle Menschen in diesem Staat dazu aufrufen, der katholischen Kirche mit einer solchen Grundhaltung massiv zu widersprechen. Diessollte als Mensch Gottes die sittliche Pflicht eines jeden Wesenssein. :smile:

    Wiedenkt ihr Darüber?
     
    #1
    secretman, 15 August 2003
  2. 123hefeweiz
    0
    Ich kann mich nicht erinnern dass Jesus irgendwo gesagt hätte, dass Schwule bzw. Lesben Menschen zweiter Klasse sind. Die Kirchenoberen zeigen wieder einmal, dass sie faschistisches und volksverhetzendes Gedankengut unter dem Deckmantel der Religion säen. Bin jetzt leider zu faul um weiterzuschreiben, ich häng mich später noch mal dran.

    Bis dann
    123hefeweiz
     
    #2
    123hefeweiz, 15 August 2003
  3. *BlackLady*
    0
    Da kann man nicht mehr zu sagen, außer dass das ein menschenverachtender Verein ist mehr nicht!
     
    #3
    *BlackLady*, 15 August 2003
  4. columbus
    columbus (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    339
    103
    2
    Single
    Ich kenne nur die Story

    das die Staedte Sodom und Gomorrha vom Teufel heimgesucht wurden, weils dort ein bischen zu schwul zuging. UNd das glauben der Heilige Stuhl eben. Schade, aber isso.

    Aber gut, fuer mich persoenlich ist das Abrakadbraundsiewanichtmehrda.
     
    #4
    columbus, 15 August 2003
  5. kerl-im-pech
    0
    die kirche ist nur die weltweit größte sekte mehr auch nicht
     
    #5
    kerl-im-pech, 15 August 2003
  6. dibine
    Gast
    0
    Was geht es die Kirche an, wer wie oder was lebt ?

    Nix, absolut nichts ! :grin:

    Ich finde es erschreckend, dass in der heutigen Zeit überhaupt über solch normale Themen noch lang und breit diskutiert werden muss :angryfire

    Jeder soll so leben wie er will und gerade die Kirche täte gut daran, mal mehr Tolleranz zu zeigen. !

    Leider eben nur ein Verein von Heuchlern :eek:

    D.
     
    #6
    dibine, 15 August 2003
  7. Mondmann
    Mondmann (31)
    <b>V</b>ery <b>I</b>mportant <b>P</b>enis
    703
    101
    0
    Single
    Habe erst überlegt das Thema unter Aufklärung zu packen :zwinker:
    Aber Sex & Co. ist passender

    Mondmann wünscht sich gleich was
     
    #7
    Mondmann, 15 August 2003
  8. ShellyGirl
    ShellyGirl (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    153
    101
    0
    Single
    Kann euch da nur zustimmen. Die engstirnigen, ignoranten Meinungen (auch zu anderen Themen) der (katholischen) Kirche sind einfach daneben. Einerseits zu Nächstenliebe und was weiß ich aufrufen und dann sowas ... lächerlich!
     
    #8
    ShellyGirl, 15 August 2003
  9. SoMa
    Gast
    0
    ich selbst bin auch gläubiger Christ - aber ich kapier auch nich, was der Papst will - er wird halt alt...

    Das Problem:
    Die Kirche hängt der Zeit hinterher.
    Schon mit der Gleichberechtigung der Frauen tun sie sich schwer (Warum gibts keine weibl. Priester(innen?) in der kath. Kirche ?
    Was soll dieses beknackte Zölibat - was bringt es ?
    Was ist an Schwulen und Lesben denn so schlimm ? Nichts ! Menschen, wie du und ich.

    Ich schätze mal, sowas wird in die Kirche erst in ein paar Jahrzehnten akzeptieren (hängt ja immer hinterher) - aber hauptsache, man nimmt das als Christ mit der Kirche nicht ganz so streng.
    Man soll an Gott glauben.
    Die Kirche wird auch nur von Menschen geleitet - Menschen machen Fehler.
     
    #9
    SoMa, 16 August 2003
  10. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
    5.562
    173
    2
    nicht angegeben
    hm.. ich bin absolut nicht gläubig war es nie und werde es auch nie.
    zur Kommunion bin ich nur mit, weils danach Geschenke gab *g

    Hm.. ich denke, wennm an sieht wie sich das Ansehen der Kirche entwickelt hat, dass sich da sin Jahren soweit klären wird das sich die katholische und auch die evangelische Kirche auflösen wird.. alte Kirchen, wie zb. der Dom wird die Menschen von später an uns heute erinnern, so wie wir heute über die im Mittelalter lachen/denken, werden sie es auch tun..

    Ich selber finde dies auch alles idiotisch... mir ist es egal ob jmd. schuwl oder lesbisch ist oder nicht.. Jeder kann machen was er /sie will...

    Außerdem, wäre es mal ander Zeit das der Papst mal abrückt und Platz für jmd. jüngeres macht... hm.. so vom Prinzip her.. wenn man den im tv sieht, denkt man eh der fällt jeden Moment tot um.. ok, is ja schön und gut das er das in dem Alter noch schafft diese ganzen Reisen... aber nötig ist es doch irgend wo auch nicht, immerhin beklagt die Kirche sich auch über Geldmangel.. will nicht wissen wieviel Euro da jedes Jahr an Reisekosten verschwindet..

    vana
     
    #10
    [sAtAnIc]vana, 16 August 2003
  11. SoMa
    Gast
    0
    Geldmangel ? Da lach ich - die müssten mehr als genug haben, was die im Mittelalter allen abgeknöpft, sowie in der heutigen Zeit einnehmen.

    Es wäre doch interessant, einen neuen Papst zu wählen.
    Mir scheint, desto älter unser Papst Johannes Paul der II. wird, auf so "komischere" Gedanken kommt er.

    Soma is für Frischfleich :grin:
     
    #11
    SoMa, 16 August 2003
  12. shabba
    Gast
    0
    uiuiuiui, dieses thema bietet ne ganze menge zuendstoff.

    meine ideen dazu:

    1) ist doch wurscht was die kirche sagt. hoert doch sowieso keiner drauf :grin:

    2) so seltsam es klingt, in teilen muss ich dem kram zustimmen (so intolerant das klingen mag): ich z.B. würde nicht wollen, dass 2 schwule oder lesben ein kind adoptieren. bei allem nötigen respekt, aber mal ehrlich: was soll das kind denn als "normal" lernen? kinder lernen von ihren eltern, und was soll ein junge sagen, der 2 vaeter hat? ich glaube, dass es hier unbestreitbar konflikte geben wird, weswegen ich dagegen bin.

    3) in dem schreiben steht u.a. sinngemaeß, dass kirchliche ehen von schwulen nicht zugelassen werden sollen. dazu meine meinung: von mir aus die kirchliche, ist ja sache der kirche, darueber zu entscheiden. jedoch wuerde ich rein rechtlich/gesellschaftlich eine schwulen-lebensgemeinschaft nicht auf gleiche hoehe mit der ehe zwischen mann und frau setzen, da die ehe imo einen sonderstatus genießt. der grund hierfuer: so intolerant es in den heutigen zeíten ist, es auszusprechen, aber sorry: schwulsein ist NICHT normal, es ist zwar aufgrund der groeßeren offenheit der gesellschaft nun ein haeufiger auftretendes phaenomen, jedoch in meinen augen rechtfertigt das nicht den status der normalitaet. die medien tragen sehr dazu bei, dass gewisse dinge als "normal" oder "in" angesehen werden - ich halte es (haltet mich und meine meinung fuer "veraltet") fuer nicht richtig, schwulsein als normalen zustand usw. zu zeigen.

    und mal ehrlich: in meinen augen traegt das verhalten vieler schwuler nicht gerade dazu bei, mehr akzeptanz zu erreichen. nackt auf der straße rumtanzen mit mottos wie "antidiskriminierung jetzt" sorgt doch fuer das genaue gegenteil. hierzu ein beispiel aus unserer tageszeitung, die berichtete "die (...) angezogenen warben auf schildern und plakaten fuer ihre sexualitaet". darueber koennte ich mich, dank meiner in dieser hinsicht intoleranten haltung, wirklich aufregen! wird jede solche veranstaltung eine werbeveranstaltung fuer's schwulsein? ver"harmlosen" die medien das absichtlich?

    schwule haben doch irgendwie ein problem (ich meine jetzt die klischee-haften): einerseits wollen sie ganz "normal" sein, ehe, anerkannt sein etc. andererseits aber wollen sie ihre andersartigkeit zur schau stellen (siehe CSD), und das passt irgendwie nicht zusammen. um's so zu sagen: ich hab' nichts gegen schwule, interessiert mich ja nicht, wer mit wem im schlafzimmer was veranstaltet. was mich nervt ist die aggressive "na-los-akzeptier-mich-schon-du-veralteter-schwulen-diskriminierer-haltung", wenn ihr versteht, was ich meine. schwule duerfen ja von mir aus schwul sein, aber dann doch bitte nicht so aggressiv-schwul. und halbnackt mit plakaten auf der strasse rumrennen, und auf so sachen der katholischen kirche mit dem titel "unerhoerte dreistigkeit" zu antworten halte ich fuer nicht ok. das ist ungefaehr so wie bei allen anderen minderheiten in d-land. wir deutschen sind halt durch unsere vergangenheit gepraegt und haben uns zu sensibelchen entwickelt. wer nicht jeden auslaender mag, ist in den augen vieler sofort ein faschist, und wer sich negativ gegenueber der israelischen politik aeussert ist sowieso ein nazi. ganz klar, dass jemand, der etwas "gegen" schwule schreibt, gleich als intoleranter, veralteter was-weiss-ich beschimpft wird, der "unerhoerte dreistigkeiten" von sich gibt. da frage ich mich doch: was ist eigentlich NORMAL in unserer gesellschaft? wer gibt wem das recht, darueber zu entscheiden, was der status der normalitaet ist? die antwort liegt auf der hand: es ist das gesellschaftliche bild, das heute, mehr als frueher, von den medien gepraegt wird, und da stehen schwule z.b. halt positiv da. waere dem nicht so, wuerde in der gesellschaft womoeglich ein ganz anderes bild von gewissen minderheiten verbreitet sein.

    naja ich koennt noch stunden ueber stunden weiter schreiben, bin aber zu muede dazu. frage mich gerade ob der geschriebene text einigermassen das ausdrueckt, was mir so im kopf herumschwirrt. ich wollte aber bitte keinen flamewar lostreten o.ae. - es ist nur meine meinung. nichtsdestotrotz diskutiere ich wahnsinnig gerne ueber kontroverse themen, muss ja nicht gleich in einen streit ausarten :smile:

    mfg
    shabba
     
    #12
    shabba, 16 August 2003
  13. simon1986
    simon1986 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verlobt
    Und ich sage jetzt einmal: Schwulsein ist zwar die Ausnahme (sonst ade Menschheit:grin: ), aber

    SCHWULSEIN IST GOTTGEWOLLT!

    Ich glaub nämlich nicht dass Menschen aus Bosheit schwul sind. Sie sind ja auch nicht in erster Linie schwul sondern Menschen.

    Und leider ist es nicht so, dass es uns wurscht sein kann, was die Kirche sagt. Ich gehöre selber dazu und muss mich ärgern. Andere werden in Gewissens konflikte gestürzt.

    Ob ein Kind mit 2 Vätern Probleme kriegt hängt dann eben auch von uns ab. Die Hälfte aller Ehen sind mies, trotzdem schafft sie niemand ab.
     
    #13
    simon1986, 16 August 2003
  14. secretman
    Gast
    0
    Hallo shaba,

    danke für deinen Beitrag. Auch wenn du in teilen anderer Meinung bist, so ist deine Meinung doch ernstzunehmen, denn sie ist nicht beleidigend oder sowas dargestellt. Trotzdem möchte ich an folgenden Punkten widersprechen:

    zu Punkt 1) Eine Vielzahl von KIndern die bei homosexuellen Eltern aufwachsen wurden repräsentativ in ihrer Entwicklung, Persönlichkeit, Zufriedenheit und Sexualität untersucht. Ergebnis aller unabhängigen Studien zeigen: Kinder die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufwachsen unterscheiden sich nicht Signifikant von anderen Kindern.Sie werden nicht mehr Homosexuell alös andere, entwickeln nicht mehr psychatrische Störungen als andere, abere in einem Punkt unterscheiden sie sich: sie entwickeln öfter ein positives Menschenbild, sind toleranter und weniger gewaltbereit. Sie müssen auch öfdter mitDiskriminierungen leben, entwickeln daraus aber keine Nachteile sofern die Erziehung stimmt. Im Gegenteil, die Kinder lernen früh Konflikte angemessen zu bewältigen. Und wovor hast du Angst? Das Kind lernt, dasss es normal ist dass es verschiedene Lebenswirklichkeiten gibt, das ist doch eher bereichernd für unsere Gesellschaft und nicht hinderlich.
    Die repräsentativ erarbeiteten Langzeitstudien kommen zu einem sehr positiven Ergebnis, dies gilt es nicht länger zu ignorieren sondern ernst zu nehmen.

    2) Der Staat hat die Ehe und Familie zu schützen das ist richtig aber ergibt sich zwangsläufig daraus, dass der Staat anderen Lebensgemeinschaften dieses Recht absprechen kann? Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich und jede Form der Liebe, die unsere unfriedliche Welt bereichert, verdient Schutz und Anerkennung und damit einen Sonderstatus. DasInstitut ehe ist eine weltliche Einrichtung,keine göttliche. Oder ist die Liebe zweier Männer, die füreinander einstehen wollen, sich gegenseitig trösten, helfen, gemeinsam erleben,usw weniger wert als die Liebe zwischen Mann und Frau? Und wasist daran nicht normal?Werdefiniert, was normal ist und was nicht? Alles ist normal was in der Natur vorkommt und niemanden schadet.In def Tierwelt übrigens ist Homosexualität sehr weit verbreitet und schadet nix und niemanden. Welche Argumente gibt esalso noch für die Unnormalität? Du sagst selber, dass Medien bestimmen was normal ist undwas nicht. Eben. Lange Zeit haben Medien, Kirche, Staat usw dazu beigetragen, dass Homosexualität völlig irrational als unnormal angesehen wurde. Im übrigen ist jeder Mensch von jedem verschieden, sollen wir alle nach der Norm Din A4 sein?

    3) Du hast REcht wenn du sagst, dass es bestimmte Verhaltensweisen von einigen wenigen gibt, die Toleranz und Akzeptanz nicht gerade fördern, du vergisst aber zu erwähnen, dasss dies ne absolute Minderheit darstellt. Die meisten Schwulen leben ganz normal, aer sie fallen nicht auf und genau das ist das Problem. Das sind dann wiedere mal die Medien, die eben nur die kreischenden nackten Typen öffentlich darstellen und das ergibt ein völlig falsches bildvon Homosexuellem Leben. Die Realität sieht anders aus, die Szene ist nur ein ganz kleiner teilausschnitt, das wäre so als ob ich das Rotlichtmilieu mit Herterosexualität gleichsetze.

    Und nur soviel: enfdlich fangen schwule und lesben an sich zu wehren, sie haben jahrzehnte lang viel zu stillgehalten soviel leidwie ihnen zugefügt wurde. Wundert mich dass du das nicht verstehst.

    Nochmals danke für deine kritischen Anmerkungen, es ist sehr bereichernd in einem vernünftigen stil miteinander kontrovers zu diskutieren. Ich denke an einigen Punkten lässt du dich aber noch zu sehr leiten von öffentlichen Klischeebildern, Fakten wie der dere umfangreichen studienbetrachtest du noch skeptisch (ist aber normal, die Unberührtheit und Angst über dieses Thema sitzt eben sehr tief). Trotzdem hoffe ich dass du bestimmte Punkte für dich nmochmal in FRage stellst :smile:

    Machs gut mein Lieber
     
    #14
    secretman, 16 August 2003
  15. Clavius
    Gast
    0
    Das Christentum ist, zumindest für mich, kein Katholizismus. Katholische Rituale und Gesetze haben andere historische und kulturelle Hintergründe.

    Im Vergleich zur römisch-katholischen Kirche, würde ich schon eher die gnostisch-katholische Kirche bevorzugen. Das schon eher ...
     
    #15
    Clavius, 16 August 2003
  16. shabba
    Gast
    0
    moinsen,

    hab mir grad deinen beitrag mit interesse durchgelesen. hier meine anmerkungen:


    ok - was das angeht habe ich zugegebenermaßen nicht auf fachwissen zurueckgegriffen bzw. langzeitstudien zu rate gezogen. ich habe vermutet, dass den kindern einfach ein "falsches" bzw. unnormales bild als "normal" vermittelt wird. mein grundgedanke dahinter: kleine kinder sind kritiklos, koennen nicht differenzieren, da sie es ja nicht anders kennen. das ist einerseits sehr vorteilhaft (->toleranz etc), hat aber in diesem moment auch zu meiner annahme gefuehrt, dass dieses unnormale bild evtl. uebernommen werden koennte.

    gute fragen sind hier verborgen, die antworten kennen wir ja nun - die medien definieren im oeffentlichen diskurs die normalitaet. natuerlich ist die liebe zwischen 2 maennern genausoviel "wert" wie die liebe zwischen mann und frau, dagegen gibt es nichts einzuwenden. dennoch glaube ich, dass die weltliche ehe ein fester begriff ist. naja du sagst, dass homosexualitaet niemandem schadet - damit hast du sicherlich recht, nur halte ich die annahme, dass alles, was niemandem schadet, normal ist, fuer etwas gewagt. du fragst nach einem argument fuer die unnormalitaet der gleichgeschlechtlichen liebe? ich argumentiere nicht auf basis des gesellschaftlichen bildes, sondern versuche, auf dem boden der natur zu bleiben - und mal ehrlich: ich finde nicht, dass es normal bzw. natuerlich ist, allein schon im sinne der fortpflanzung :zwinker:

    das ist im prinzip wie beim rauchen: nur weil's weit verbreitet ist, oder gesellschaftlich als "normal" definiert ist, bedeutet das doch nicht, dass es richtig ist, oder?

    ok, du hast recht, keine frage. habe aber glaub' ich auf das klischee-denken vorher hingewiesen. es ist halt immer das bild, das einem in den medien praesentiert wird. wie ich auch schon gesagt habe, hab' ich nichts gegen schwule an sich, und das sind ja, wie du sagtest, zum großteil die "stillen".

    hier ist wieder son knackpunkt. ich hab' in meinem text darauf hingewiesen, dass wir mit minderheiten eine sehr prekaere situation haben. aber mir sind viele da einfach zu sensibel, wenn ich ehrlich bin. findest du das ok, dass gleich die ganze (deutsche) welt aufschreit, wenn einer was gegen die isrealische aussenpolitik sagt? die amis haben's ja selbst gesagt: wir deutschen stellen uns fragen, die einfach so unwichtig sind, wir diskutieren einfach zu viel. klar haben wir in der vergangenheit viele negativpunkte im zusammenhang mit minderheiten aufzuweisen. aber dieser fakt hat uns heute zu echten sensibelchen gemacht, alles schreit sobald es einer wagt, sich negativ zu aeussern. ich verstehe schon, dass sich die minderheiten wehren (um deinen letzten satz dieses absatzes zu kommentieren), jedoch ist fuer mich eine verhaeltnismaessigkeit der mittel auch wichtig, d.h. man sollte sich vielleicht ueberlegen, wieviel ""gegenwehr"" auf eine negative aussage folgen kann bzw. darf. ich halte es, um es an einem konkreten beispiel festzumachen, fuer nicht verhaeltnismaessig, ein paar aussagen eines katholiken als "unerhoerte dreistigkeit" zu diffamieren. das klingt doch so, als ob der lehrer das kleine schulkind einer straftat ruegen wuerde. man kann ja auf gleichem niveau argumentieren.

    so im nachhinein habe ich dir in manchen punkten recht gegeben. ich diskutiere auch wahnsinnig gerne :smile: meine betrachtungen sind ja zugegebenermaßen durch irgendetwas gepraegt - gar keine frage, und vielleicht kommt irgendwann ein punkt, an dem ich ueber manches anders denke. aber um es noch einmal hervorzuheben: ich bemuehe mich eigentlich, mir mein eigenes bild der dinge zu machen, und nicht das klischee der breiten masse zu uebernehmen, und damit glaube ich, stehe ich mit meiner meinung relativ einsam da - was ich meine ist: klar gibt es viele schwulengegner, aber deren argumente basieren dann wirklich auf klischees. ich bin keine "schwulengegner", habe aber trotzdem gewisse punkte zu kritisieren, das gilt aber auch fuer andere minderheiten o.ae. :smile:
     
    #16
    shabba, 16 August 2003
  17. secretman
    Gast
    0
    Nein keine Sorge, das "unnormale" Billd so wie du es betitelst, wird von Kindern nicht unhinterfragt übernommen. Schliesslich wachsen sie ja nicht in einem Ghetto der Familie auf, sie haben ja auch Kontakte nach aussen und erkennen schon, dass Mann und Frau sich auch lieben können :smile:

    Gegenfrage: was bringt es uns an Bereicherung, wenn wir das was niemanden schadet und nicht so oft vorkommt nicht ausnahmslos als normal betrachten? Es ist nun mal normal, Liebe zwischen 2 Menschen ist immer etwas Normales wenn sie ernst gemeint ist. Und allein schon immer Sinne der Fortpflanzung: demnach hast du bestimmt schon zieg male unnormal Sexualität gehabt oder? Ich glaube nämlich nicht, dass du beim Sex jedesmal ein Kind zeugst und zeugen willst *Zwinker*
    DasArgument des Bevölkerungssterbens bei ausschliesslicher Homosexualität ist doch auch völlig unrealistisch. Fakt ist, dass wir eine massive Überbevölkerung haben was in den nächsten Jahren weiter größte Probleme nachziehen wird. Da gibt es zum Glück noch die Homosexualität *lach*, wären die rund 10% Homos nicht da, wäre die Welt noch einmal um 10% mehr überbevölkert.
    Der Vergleich mit dem Rauch hinkt: Rauchen gefährdet die Gesundheit, nicht nur der Raucher, auch der MItraucher.

    Dein letzter Absatz aber hat mich besonders erschreckt. DasProblem und die Folgen der Diskriminierung und Schwulenfeindlichkeit scheinst du nicht in seiner Tragweite erkannt zu haben. Zahlreiche Schwule sind in Kz hingerichtet worden, später in Gefängnissen untergebracht oder in Psychatrien. Und auch heute entwickeln junge Menschen erhebliche psychatrische Krankheitsbilder, bringen sich um oder verfallen in Drogen , nicht aufgrund ihrers Schwulseinssondern auf Grund der gesellschaftlichen Ächtung. Und entschuldige mal, in einem demokratischen freien Land wie wir uns sehen, ist Freiheit und Selbstbestimmung die höchste Tugend Dafür muss man kämpfen, da geht es nicht um sensibel sein sondern dem Grunde nach um Grundrechte, um die Eckpfeiler der Demokratie. Und wenn diejenigen die sich als Vorbild deklarieren hier eine menschenfeindliche Haltung veräußern, ist es meiner Meinung nach nicht nur unsere moralische Pflicht da entschieden gegenzuhalten. Das ist wie mit dem Rassismus, so etwas darf in unserem Staate keine Chance haben., gerade im Hinblick der gravierenden Folgen einer solchren Haltung.

    Ich arbeite mit problematischen Jugendlichen und werde in meiner Arbeit immer mehr mit dem Thema Homosexualität konfrontiert. Jugendliche die Schwierigkeiten haben zu ihren Gefühlen zu stehen,Ängste, Diskriminierungen erleben. Da ist es meine Pflicht, sie zu stärken und jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzuhalten.
     
    #17
    secretman, 16 August 2003
  18. glashaus
    Gast
    0
    Ich stoß mich gerade an den Begriffen 'unnormale' und 'normale' Familie. Weshalb sollte ein schwules Pärchen Kindern eine andere Liebe vermitteln als ein heteropaar?
    Meiner Meinung nach ist es die Liebe die zählt und nicht das Geschlecht...
     
    #18
    glashaus, 16 August 2003
  19. shabba
    Gast
    0
    das argument mit der fortpflanzung war nicht als solches gemeint, dass wir alle aussterben, weil's keine kinder mehr geben wird... :zwinker: sollte nur demonstrieren, dass homosexualitaet in meinen augen nicht naturgewollt ist und demnach meiner ansicht nach nicht "normal". die liebe zwischen 2 maennern ist nunmal (und ich denke in diesem punkt werden wir uns kaum einig werden :grin:) imho nicht normal. :smile:

    das mit dem schaden von rauch ist unerheblich. mir ging es nur darum, aufzuzeigen, inwieweit gesellschaftliche normen einfluss nehmen auf das anerkennen "normaler" dinge, d.h. "machen's viele, muss es ja richtig sein".

    mir ist klar, dass dich mein letzter absatz erschreckt haben muss. ich bin auf keinen fall dafuer dass alle minderheiten stillschweigend schmach und schande ertragen muessen. nein - ich meinte eine verhaeltnismaessigkeit, das ist der unterschied. ich moechte, so habe ich es auch formuliert, um gottes willen nicht vergangenes oder auch heutiges negatives, was minderheiten widerfaehrt, wie diskriminierung und aehnliches kleinreden. ich finde eine gewisse sensibilisierung auf diesem gebiet auch nicht falsch - jedoch halte ich, um auf das beispiel zurueck zu kommen, die reaktion des schwulenverbands auf das kath. dok. fuer uebertrieben. das mag jetzt hart und erschreckend klingen, aber: ich bin der meinung, dass vergangenes das heutige nicht uneingeschraenkt rechtfertigen kann, d.h. z.b. sehe ich mich in keiner schuld, was diskriminierung schwuler in der vergangenen geschichte angeht. demzufolge haben schwule in meinen augen sehr wohl das recht, sich aktiv gegen diskriminierung, die auch sicherlich heute noch geschieht, zu wehren, jedoch bitte auf aktuellem hintergrund, und nicht mit dem argument vorangegangener dinge.

    wie ist die situation heute? werden schwule nicht groeßtenteils akzeptiert? mir scheint, dass das bild, dass vielleicht bei manchen schwulen verbreitet ist, dass sie von allen gehasst und nicht akzeptiert werden, auch veraltet ist. schaut euch um, unsere gesellschaft ist hochsensibel. bleiben wir doch auf dem boden der tatsachen, denn mir scheint, dass viele glauben, ein groeßeres recht zu haben, sich aufregen zu duerfen.
    ein beispiel: wuerde heute ein bayer sagen: "alle, die gruene huete tragen und aus hessen kommen, sind scheisse!", was wuerde passieren? - richtig, nichts, das interessiert naemlich keinen. sagt heute ein dummer neonazi oder so: "juden sind doof!", dann sollte man in meinen augen realistisch bleiben. es ist ein verdammt schmaler grat, aber findest du nicht, dass man auch hier entscheiden koennte: hey, was interessiert es mich, was eine dumme glatze da sagt? der repraesentiert doch nur alte parolen und hat den tiefen teller nicht erfunden. aber nein, was passiert ist, dass ein eklat entsteht, und das, wohlgemerkt, nur auf dem hintergrund der geschichtlichen vergangenheit. verstehst du was ich meine? der eine hat ein groeßeres recht, sich ueber dinge aufzuregen, als ein anderer, weil ihm mehr leid widerfahren ist?

    ---
    ich vermute, dieser absatz hat dich nun noch mehr schockiert. zu meiner verteidigung: ich respektiere jegliche minderheiten und erkenne deren widerfahrenes leid bedingungslos an. ich moechte es auch nicht kleinreden. ich moechte nur darauf hinweisen, dass zwar leid nicht vergessen werden sollte, die schuld auch nicht getilgt werden kann, jedoch was die neueren generationen angeht: ich bin nicht schuld an dem, was passiert ist, genau wie alle spaeteren generationen. ich erkenne das leid an, aber ich fuehle mich nicht schuldig. also soll man mit mir auch auf aktueller ebene argumentieren. das ist so im wesentlichen mein standpunkt, sorry wenn's jetzt krass rueberkommt. mir faellt's momentan schwer, die kreisenden gedanken in einen logischen und nicht ungluecklich klingenden zusammenhang zu bringen.

    mfg
    shabba
     
    #19
    shabba, 16 August 2003
  20. secretman
    Gast
    0
    nein shaba der absatz hat mich nicht schockiert, für mich ist er allerdings argumentativ nicht stichhaltig. Du gibst einfach keine stichhaltig nachvollziebaren Argumente für die These des Unnormalen. Die bloße Tatsache dass daraus keine kinder entstehen,machen es noch längst nicht unnormal, wie gesagt dann wären 99% aller sexuellen kontakte nicht normal. dein schlichtes argument homosexualität sei nun mal nicht naturgewollt, ist nicht logisch nachvollziehbar. Warum wenn nicht aus dem Grunde der Fortpflanzung, gibt also keinen sinn.

    Die Frage der Verhältnismäßigkeit braucht auf dem hintergrundder Lebensbedingungen junger schwuler und Lesben nicht diskutiert werden, Diskriminierung und Benachteiligungen nur aufgrund der sexuellen Orientierung sind nun mal gegeben, das hat erst kürzlich eine von der bundesaregierung in auftrag gegebbene Studie zur Lebenssituation junger Schwuler und Lesben ergeben. Das lang diskutierte Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz von Minderheiten ist längst überfällig. Leider fehlt dir scheinbar etwas Wissen auf diesem Gebiet :-(

    Und leider hat der Schwulenverband mit seiner Kritik, übrigens nicht nur dieser sondern viele Organisationen und Parteien Recht. Wer die Verhältnismäßigkeit hier nicht gegeben sieht, spielt die Probleme herunter. Wir leben heutzutage im Deckmantel einer Scheintoleranz, aber schwule und Lesben erleben hinreichend Diskriminierung im Alltag, kannst ja mal fachliteratur dazu lesen oder dich mit Schwulen und Lesben unterhalten.

    Nein ist mir schon bewusst, dass du nix diskriminierendes verbreiten willst hier, so fasse ich es nicht auf. Kannst ruhig schgreiben wasdir so einfällt :smile:
    Trotzdem bemerke ich, dass deine Argumente hier eher von emotionen geprägt sind und nicht von Rationalität. Das merkt man daran, indem du schreibst es sei nun mal nicht naturgewollt. Dies ist eine These und wo ist die Begründung? Wegen der Fortpflanzung? Sorryhabe ich gegengehalten. Auf meine dargestellte Lebenssituation junger Schwuler und Lesben gehst du nicht ein, sprichst eher von Nichtverhältnismäßigkeit. Essind ja nicht nur Randgruppen die Rassismusstreuen, der Neonazi der Parolen schlägt ist nicht wirklich das Problem im Alltag für Ausländer, es sinddie alltäglichen Benachteiligungen dieser. Und das gilt auch für Schwule und Lesben und daher mein Appell an die Regierung als Vorbild: schafft gerechtigkeit und Gleichberechtigung als Model für unsere Gesellschaft indem ihr alle Lebensweisen und Lebensmodelle rechtlich und gesetzlich anerkennt.

    Shabba wenn dir noch waseinfällt, schreib nur zu, macht spaß mit dir :smile:

    Gruß Michael
     
    #20
    secretman, 16 August 2003

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