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@Vegetarier: würdet ihr eure Kinder ausschließlich vegetarisch ernähern?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 21 November 2007.

Status des Themas:
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  1. neverknow
    neverknow (28)
    Meistens hier zu finden
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    Single
    (Dieser Beitrag enthält jetzt Zitate aus einem anderen Thread, bei dem es ums gleiche Thema ging, indem ich aber nicht mehr posten kann, weil er zu alt ist. Also nicht wundern :zwinker: )





    Same here.

    Ich verstehe die ganzen Leute nicht, die sagen "Dadurch nimmst du deinem Kind doch die Entscheidungsmöglichkeit, so wird es nie lernen, dass es normal ist, Fleisch zu essen, du erziehst ihm Ekel vor Fleisch an ..."

    Ja, darum geht es doch? ... Ich halte den Verzehr von Fleisch in unserer Gesellschaft für höchst verwerflich und moralisch kaum bis praktisch nicht vertretbar.* Deshalb werde ich mein Kind dementsprechend erziehen ... ist doch nur logisch? Jeder erzieht sein Kind nach den eigenen moralischen Werten. Wenn ihr Stehlen verwerflich findet, werdet ihr eurem Kind das beibringen. Ich finde nunmal Fleischkonsum ekelhaft und verwerflich, also werde ich das meinem Kind (wahrscheinlich) so beibringen.

    Endgültig kann ich das allerdings auch noch nicht so sagen, da ich in der Tat noch zu wenig über die Notwendigkeit von Fleisch bei kleinen Kindern weiß, und zudem noch nicht weiß, ob mein Partner auch Vegetarier sein wird (wenn nein, würde das die Sache sicherlich nicht einfacher machen). Wenn, dann geht es also nur noch um den gesundheitlichen Aspekt -- von der moralischen Seite her ist die Sache für mich glasklar.

    Ich selbst hab übrigens schon immer nur sehr, sehr wenig Fleisch gegessen, es hat mir nicht geschmeckt, und seit ich wusste, was es ist, fand ich es absolut ekelhaft und traurig. Mit 8 hab ich dann komplett aufgehört, Fleisch zu essen, und meine Eltern haben das (zum Glück) so akzeptiert. Meine beiden jüngeren Schwestern haben mir das ein paar Jahre später dann auch "nachgemacht". Bei uns essen also nur die Eltern Fleisch. Und ich kann bei uns Kindern definitiv keine Nachteile dadurch erkennen ...



    * (Moralisch vertretbar ist es unter Umständen auch in unserer Gesellschaft bei Leuten, die mehr oder weniger auf Fleischkonsum angewiesen sind, weil alles andere überaus kompliziert würde. Beispielsweise kenne ich einen Jungen, der sowohl laktose- als auch glutenintolerant ist. D.h. keine Milchprodukte und keine Weizenprodukte. Er könnte also hauptsächlich noch Gemüse und Obst essen -- das ist schon heftig. Bei ihm kann ich es verstehen, dass er Fleisch isst, eben u.a. um auf eine gewisse Kalorienmenge zu kommen.
    Auch bei von Natur aus sehr dünnen Menschen, die so schon Mühe und Not haben, ihr geringes Gewicht zu halten, halte ich Fleischkonsum für einigermaßen akzeptabel, da hohe Kalorienzufuhr auf anderem Wege wohl v.a. durch Süßigkeiten etc. möglich wäre, was sicherlich ungesund wäre.

    Dennoch sind das offensichtlich Ausnahmen, bei der großen Allgemeinheit der Bevölkerung halte ich Fleischkonsum definitiv für nicht vertretbar.)
     
    #121
    neverknow, 3 Juli 2008
  2. User 29206
    User 29206 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    nicht angegeben
    Meine Freundin ist Vegetarierin, ich bin es nicht. Demzufolge wird unser gemeinsames Kind so aufwachsen, wie wir es beide für richtig halten. Ich mit Fleisch und sie ohne. Der Grundsatz moralischer Entscheidungen ist für mich immer noch das Recht auf Gegenseitigkeit: Was sie für richtig hält, habe ich zu respektieren und was ich für richtig halte, soll sie nicht anfechten. Wenn etwas vorsintflutlich ist, dann die unselige Angewohnheit, mit den eigenen Vorstellungen missionieren zu gehen. Ich bin für Meinungsaustausch und Konsequenz, aber nicht für diesen überheblichen Duktus mancher, die von einem selbstgekleisterten Sockel angeblichen Wissens ohne Rücksicht auf Verluste herunter argumentieren. In diesem Sinne sind für mich alle Argumente für oder gegen eine vegetarische bzw. vegane Erziehung von Kindern, die auf wissenschaftliche bzw. populistische Meinungsmache fußen, vollkommen gegenstandslos.
    Kindererziehung ist für mich begleiten und prägen - in dieser Reihenfolge. Das bedeutet für dieses Thema, dass meine vegetarische Freundin durchaus unserem Kind erklären soll, weshalb sie kein Fleisch isst und es für verwerflich hält. Genau so gut werde ich meine Gründe darlegen, weshalb ich es in Gegenzug für richtig halte, Fleisch zu essen. Die Entscheidung soll es selbst treffen und seine Gründe müssen mich nicht überzeugen, denn mein Kind hat das gleiche Recht auf eine Ansicht wie ich und dieses Recht wird in dem Moment in Frage gestellt, in dem ich meinen elterlichen Status ausnutze, meine Meinung nicht nur kundzutun, sondern auch aufdrücken zu wollen - sei es durch Einschüchterungen oder Verboten. In Dingen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ist dieses Prägen erforderlich, da seine Sozialisation vom handelsüblichen Wertekanon mit abhängt. Ansonsten aber gilt für mich: Zeigen und unterstützen - auch dann, wenns weh tut.

    Für vegetarische Paare oder Alleinerziehende bedeutet das, dass sie sehr wohl ihr Kind vegetarisch aufziehen "dürfen". Das ist ihre Lebensgemeinschaft, von der das Kind ein Teil ist. Jedes Kind kommt irgendwann in ein Alter, die Lebensvorstellungen der Eltern zu hinterfragen, ob das nun beim Essen, den Klamotten oder der Wahl der Fortbewegung oder der Umgang mit Geld geschieht ist doch völlig zweitrangig. Hier soll das Kind Entscheidungen treffen können aufgrund einer Meinung und auch der elterlichen Vorprägung - schlimm ist es erst, wenn Indoktrination und Rechthaberei die Fähigkeit zu entscheiden behindern oder gar ernstlich beschädigen. Nicht die Inhalte, sondern die Vermittlung sind bei diesem Thread der Prüfstein aller Argumente hier.
    Und ungeachtet aller persönlichen Vorlieben gibt es sie trotzdem, die Welt da draussen. Ich halte es wie gesagt für auch richtig, Kinder in einem vegetarischen Haushalt vegetarisch zu ernähren, aber das Verständnis dafür, in einer weitestgehend auch Fleisch essenden Gesellschaft zu leben, sollte in Toleranz und Mut zur Andersartigkeit münden und nicht in Berührungsängsten oder Hochmut.
     
    #122
    User 29206, 4 Juli 2008
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
    0
    36
    nicht angegeben
    Ojemine. Der Thread hört gar nicht mehr auf und die Beiträge werden immer länger :ratlos:
     
    #123
    Theresamaus, 4 Juli 2008
  4. Salvavida
    Gast
    0
    Man sollte niemandem, auch keinem Kind, eine Ernährung aufzwingen.
    Das Kind sollte Essen, was es möchte und kann somit auch Fleisch essen.
    Ich würde natürlich vegetarisch kochen. Allerdings, wenn es mein jetziger Partner wäre, wäre der Vater Fleischfresser. Somit kann das Kind bei mir vegetarisch und beim Vater fleisch essen.
    Das Kind sollte, wenn es alt genug ist, selbst entscheiden, was es isst.
    Außerdem ist es auf Kindergeburstagen z.B. total blöd für Kinder, wenn sie nicht mit den anderen mitessen "dürfen", weil die Eltern es so möchten. Wenn sie es selbst so entscheiden(ich kenne Kinder, die sind von sich aus mit 6 Vegetarier geworden), ist es etwas anderes...
     
    #124
    Salvavida, 2 August 2008
  5. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    442
    Single
    eh, alles andere wäre gelogen.

    genauso bei mir: menschen, die aus ernährungsbewusstheitsmässigen gründen auf fleisch und fisch verzichten, sollen das ihren kindern gefälligst nicht vorschreiben, und die, die es moralisch nicht aushalten, fleisch zu essen, sind mir sowieso schwer suspekt.
     
    #125
    squarepusher, 2 August 2008
  6. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Off-Topic:
    Anekdote: Meine Eltern haben mir mit 8 Jahren mal Kinderkaffee gegeben und seit dem hatte ich nie wieder das Verlangen danach auch nur einen Schluck Kaffee zu trinken. Wenn sie FLeich vllt. ähnlich ekelhaft zubereitet hätten, dann wäre mir vllt. auch der Appetit vergangen, aber da meine Eltenr beide gut kochen können und meine ma Köchin ist ...
     
    #126
    xoxo, 2 August 2008
  7. Thomaxx
    Gast
    0
    So sieht es aus.

    Solang' das Maß an genossenem Fleisch nicht zu gesundheitlichen Folgen führt, sehe ich kein Problem.

    Nur weil ich etwas für richtig halte, muss es ein anderer ja nicht genau so sehen.

    Ab einem gewissen Alter des Kindes kann man ja einen vorurteilsfreien Diskurs über dieses Thema führen, wie sich dann das Kind entscheidet spielt dann für mich keine Rolle mehr, ob pro oder contra ist da völlig irrelevant (bis eben zu dem Punkt, wo die Entscheidung zu gesundheitlichen Gefährdungen führt).
    Ich reagiere aber allergisch auf Vorschriften die dem Kind gemacht werden, nur weil es grade dem eigenen "Way of Life" entspricht.
     
    #127
    Thomaxx, 2 August 2008
  8. Roo
    Roo (26)
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    Single
    Wobei ich ehrlich gesagt eher denke, dass bei den Vegetariern, die ich kennengelernt habe, das Überzeugungs-System aus Schuldgefühlen besteht. Da wird einem erzählt, wie sehr die Tiere doch leiden müssen, wie schlimm deren Leben ist und dass der Osterhase vermutlich auch ganz traurig wäre, wenn er wüsste, was wir bösen Fleischfresser mit den Tieren anstellen... :zwinker:

    Also ob sich wir "Fleischfresser" berechtigt schuldig fühlen, wage ich mal ganz arg zu bezweifeln...

    zum Thema selber:

    Ich würde mein Kind (wobei das rein hypothetisch ist, da ich keine Kinder will) ausgewogen ernähren. Mal Fleisch, Fisch, mal Gemüse und Konsorten, solange, bis es sich mal von selbst entscheidet, was es will. So haben es meine Eltern gemacht, und ehrlich gesagt, kann ich nicht erkennen, dass sie mich zwanghaft in die Fleischfresserrichtung gedrängt hätten. Sie haben mir nie eingeredet, wie gut und wichtig Fleisch wäre, dass man es braucht um "groß und stark" zu werden, und sie haben mich aufgeklärt, woher das Fleisch wirklich kommt. Und ich habe trotzdem kein Problem damit :zwinker:
     
    #128
    Roo, 3 August 2008
  9. Pink Bunny
    Pink Bunny (28)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    5.566
    in einer Beziehung
    Ich bin kein Vegetarier aber wäre ich einer, dann dürfte mein Kind an einem gewissen Punk alleine entscheiden ob es nun Fleisch isst oder nicht.
    Man sollte einem Kind nichts aufzwingen was es nicht versteht.
     
    #129
    Pink Bunny, 3 August 2008
  10. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Lol wie hier einige immer reden, das man seinem Kind die Wahl lassen will. Als wenn das so einfach wäre. Im Prinzip isst das Kind doch immer in gewissen Maßen das, was gekocht wird. Man hat da also schon einige Möglichkeiten, zu lenken. Und man kann ja, wenn man selbst vegetarisch lebt, auch nicht immer doppelt kochen, eventuell ekelt man sich sogar vor Fleisch.

    Ich lebe nicht vegetarisch, könnte mir aber vorstellen, in Zukunft einer zu werden. Die Fleischproduktions ist teilweise echt ekelhaft, wenn ich an all die Maßentierhaltung nur denke :wuerg:
    Ich würde wohl zum Großteil vegetarisch leben, öfters mal Fisch, selten mal Geflügel und ab- und zu ein Steak im Restaurant möchte ich auch nicht missen. Diese Ernährungsweise würde ich wohl durch das Kochen so in etwa an mein potentielles Kind weitergeben.
     
    #130
    Schweinebacke, 4 August 2008
  11. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    lol. das ist der schmäh der großen moralisten - die anderen hassen sich eh nur selber.
     
    #131
    squarepusher, 4 August 2008
  12. ~Miako~
    ~Miako~ (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    352
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    in einer Beziehung
    Egal ob ich Vegetarisch wär oder mein Partner würde ich meine Kinder erstmal normal Ernähren also mit Fleisch und allem drum und dran später sollen sie das selbst entscheiden.
     
    #132
    ~Miako~, 4 August 2008
  13. User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Off-Topic:
    Schuldgefühle, weil man Fleisch isst?!? :eek: - So was würde mir ehrlich gesagt niemals einfallen.
    Fressen und gefressen werden - der natürliche Lauf der Dinge.
     
    #133
    User 44981, 4 August 2008
  14. franzius
    Gast
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    #134
    franzius, 4 August 2008
  15. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    ich find nicht, dass fleischkonsum grundsätzlich überhaupt gerechtfertigt werden muss. what about that? :zwinker:

    vorbehalte gegenüber massentierhaltung, sorge um den "ökologischen fußabdruck", sind alles kein grund, ganz aufs fleisch zu verzichten, höchstens dafür, den konsum einzuschränken.

    fleischkonsum ist für mich keine moralische frage - man kann aus seinem ganzen leben eine anhäufung moralischer fragen machen, angefangen mit "ist es besser, gelebt zu haben als nicht gelebt zu haben?".

    ich respektier menschen, die nicht umhin kommen, beim fleischessen ein schlechtes gewissen zu haben, aber zum guten ton in sachen moral gehört auch, sowas nur für sich selbst zu entscheiden und niemanden sonst schlecht zu machen, niemandem schulmeisterlich zu erklären, was gut ist und was schlecht. ihr könnt euren kindern nur etwas vorleben, indem ihr es selber so macht. alles andere ist (gefälligst) nicht euer problem.

    jemand hier schreibt: "die "wut" der nicht-vegetarier kommt von der schuld, die die vegetarier in ihnen auslösen" - mir kommt es so vor, als käme die wut der vegetarier von daher, dass es trotz ihrer geflissentlichen bemühungen, etwas ihrer meinung nach absolut notwendiges zu tun (kein fleisch zu essen), es eine große mehrheit gibt, die eben überhaupt keine probleme damit hat, während es für sie selber zwingend verpönt ist.

    je höher der subjektive moralische standard ist (wie moralisch hochentwickelt man sich fühlt), desto größer ist die versuchung, aus der moral ein richtig-falsch-spiel zu machen, wo man sich selber, weil man ja so hoch entwickelt ist, als idee für "richtig" hernimmt, und damit dann hausieren geht. und weil moral ja etwas absolutes ist, wo man alles im handumdrehen mit "richtig" oder "falsch" kagetorisieren kann, heißts dann halt: "entweder ich bin verrückt, oder die sind es". und wirklich verrückt, wer da nicht letzteres "nimmt"..
     
    #135
    squarepusher, 4 August 2008
  16. franzius
    Gast
    0
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    #136
    franzius, 4 August 2008
  17. Ich möchte jetzt mal etwas dazu sagen, dass man sich für Fleischkonsum "ja nicht zu rechtfertigen habe":

    Ich finde in der Gesellschaft - und von einigen fleischessenden tolleranten und informierten Kreisen mal abgesehen - ist es doch so, dass sich Vegetarier und Veganer jedesmal wieder für ihre Lebensweise erklären müssen. Und sobald man dann mit der ethischen Komponente kommt, wird man komisch angeguckt und unter Umständen geht die Diskussion dann los: es seien ja nur Tiere, es würden einem Nährstoffe fehlen etc. Wobei es natürlich nicht nur um Tiere, sondern auch um die Umwelt und Menschen in ausgebeuteten Ländern geht.

    Ich bin der Meinung, dass es - wenn wir wieder einmal von tolleranten Kreisen absehen - genau umgekehrt sein müsste: Nicht Vegetarier und Veganer haben sich für Fleisch-Enthaltsamkeit zu rechtfertigen, sondern Fleischesser für ihren Anteil an Tiertötungen etc. Und es sollte auch nicht immer die Mähr von fehlenden Nährstoffen ausgegraben werden, sondern vielmehr auch mal erwähnt werden, was Fleischesser so alles zu sich nehmen, was sie eigentlich gar nicht wollen (z. B. Antibiotika in Schweinefleisch).

    Und was die Erziehung von Kindern angeht, so ist es doch immer so, dass sie nach den Wertvorstellungen der Eltern erzogen werden. Und Eltern achten auf immer auf gewisse Verbote: So wird ein Kind keinen Kaffee trinken dürfen, nicht übermäßig viel Schokolade essen und einige werden ja komplett ohne Fernsehen erzogen.
    Ich als Vegetarier werde deswegen meinem Kind nicht aufzwingen Fleisch zu essen, sondern es (sofern sich das mit meiner zukünftigen Lebenpartnerin - ich weiß ja jetzt nicht, ob sie Vegetarierin sein wird - vereinbaren lässt) vegetarisch ernähren. Und dabei wird es meinem Kind an keinerlei Nährstoffen fehlen. Und wenn es irgendwann selbst auf die Idee kommt, Fleisch zu entdecken, so werde ich es wohl nicht verbieten können.
     
    #137
    Perfect Gentleman, 4 August 2008
  18. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    vor mir muss sich niemand rechtfertigen. ich will mich auch nicht dafür rechtfertigen. mit "du musst dich rechtfertigen, du aber nicht" kommt keiner weiter.

    die sache ist die, dass ich tiertötungen für fleischgewinnung einfach nicht für grundsätzlich falsch halte.

    ich finde der einzige weg, von dem man sagen kann, er ist moralisch wirklich etwas "besser", und nicht nur anders (pro fleisch - kontra fleisch - blah), ist, den kindern gar nichts vorzuschreiben, sondern einfach für sich selber zu leben, und den kindern einen vollen horizont zu bieten, zu dem fleisch IMO dazugehört - nichts anderes haben sie verdient.
     
    #138
    squarepusher, 4 August 2008
  19. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Verheiratet
    Eigentlich sollte sich niemand für sein Essen rechtfertigen müssen :zwinker:


    Kinder übernehmen bis zu einem gewissen Alter das, was Eltern vorleben - wenn die Erziehung aber halbwegs vernünftig ist und es nicht heißt "Fleisch essen ist grausam und verachtenswert" oder "Hüte dich vor Gemüse, das ist gesund!" wird es irgendwann anfangen zu probieren und dann selbst entscheiden, was es essen will. Meine Cousine z.B. hat eine ganze Weile vegetarisch gelebt (tut sie vielleicht heute noch, keine Ahnung), obwohl dieser Teil meiner Familie sehr, sehr viel Fleisch isst und meine Oma sich den ein oder anderen spitzen Kommentar nicht verkneifen konnte (grundlegend wurde es aber akzeptiert). Es war IHRE Entscheidung. Genau deswegen finde ich es nicht tragisch ein Kind vegetarisch zu erziehen, wenn man Fleischkonsum nicht konsequent verbietet und verteufelt.

    Mal ehlich: Die wenigsten Menschen essen ihr Fleisch wegen den Nährstoffen, sondern weil es schmeckt. Trotzdem sollte man sich irgendwo bewusst sein, was das auf dem Teller vor einem eigentlich ist / war und ich denke, das sollten auch Kinder erfahren. Kindgerecht natürlich und nicht mit Horrorgeschichten von den schlimmstmöglichen Zuständen. Aber es sollte klar sein, dass der Hahn da nicht auf einem Baum wächst und im besten Fall mal krähend über seine Hennen wachte.


    Ich hab auch so meine moralischen Bedenken gegenüber Fleisch, denn mit "das ist die Natur" kann man den menschlichen Fleischkonsum lange nicht mehr rechtfertigen. Oder kennt ihr einen Löwen, der seine Gazellen dicht an dicht nebeneinander hält, mit Medikamenten füttert und in der Nachbarsteppe schlachten lässt?

    Gegen mäßigen Fleischkonsum insbesondere aus entsprechender Haltung ist aus meiner Sicht nicht viel zu sagen, ob bei Erwachsenen oder Kindern. Aber ob jetzt jeden Tag ein riesen Stück Fleisch aus Massentierhaltung auf dem Tisch liegen muss, sei mal dahin gestellt. Mit "gesund" oder "Natur" hat das jedenfalls auch nicht viel am Hut.
     
    #139
    User 505, 4 August 2008
  20. Das macht niemand, wie ich in meinem Beispiel schon verdeutlichte. keiner wird zu seinem 3-jährigen Kind sagen: "Hier, was schmeckt dir besser: Cola oder Apfelsaft? Cola!? Alles klar, trinkste halt Cola." Jedes Kind bekommt eine gewisse Lebensweise und Ernährungsweise vorgelebt. Und jedes Kind entdeckt irgendwann neues. Also wird man so oder so von vornherein nicht die ganze Palette anbieten, sondern je nach eigener Lebensweise "vor-selektieren".
     
    #140
    Perfect Gentleman, 4 August 2008

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