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Veränderung - scheitert die Beziehung daran?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Loomis, 23 August 2005.

  1. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Hallöchen ihr Lieben!

    Ja, ich habe ein Weile überlegt, bevor ich hier hineinschrieb, weil ich voher meine Gedanken ordnen wollte... Gut, geordnet sind sie nicht, aber ich schreib trotzdem mal...

    Mein Freund und ich sind seit einem Jahr zusammen; es gab die üblichen Höhen und Tiefen, kleiner Zank, nichts ernstes...
    Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal einen Ferienjob, welcher mich (warum auch immer) ziemlich verändert hat. Darunter scheint jetzt unsere Beziehung zu leiden und ich weiß net, was ich machen soll..

    Mir fallen im Moment all seine Fehler so extrem auf, ich bin unglaublich schnell gereizt, auch wenn wir nur telefonieren..
    Mein Freund ist 22, gelernter Maler, arbeitslos. Er hat einen Haufen Schulden, kein Auto und im Moment nicht einmal Strom... Tja, ein Job steht nicht in Aussicht, er ist unglaublich faul (so sieht es bei ihm auch aus) und manchmal auch ziemlich ungepflegt. Darauf mein erster Gedanke: Bin ich zu oberflächlich?? Ich will ja keinen Luxus, aber ich finde, DAS ist ja kaum eine Lebensgrundlage!

    Ich habe auf der Arbeit auch einen sehr netten jungen Mann kennengelernt, 20, macht grad sein Fachabi. Mit ihm verstehe ich mich super und wir waren heute auch aus, mal einfach ins Kino gehen.
    Außerdem hab ich einen guten Kumpel, mit dem ich viele Interessen teile, mit ihm auch im gleichen Theaterstück spiele, Musik austausche, etc.
    Mein Gedanke dazu: Schaue ich mich nach "besserem" um? Reagiere ich nur deshalb so empfindlich im Moment oder sind Trennungsgedanken begründet?
    Man muss dazu sagen, dass mein Freund und ich so gut wie keine gemeinsamen Interessen haben.

    Und an Tagen wie heute frage ich mich: Warum so einer? Warum jemanden, der jahrelang seine Füße nicht mehr auf den Boden bekommen wird und für seine 22 Jahre ziemlich unreif ist? Er kann nicht kochen oder waschen, geschweige denn, den Rest seiner Wohnung instandhalten.

    An unserem 1-jährigen bekam ich einen Ring geschenkt, der als Verlobungsring gedacht war. Mein Gedanke hierzu: Habe ich jetzt nur Zweifel, weil ich quasi kalte Füße bekommen habe?
    Ich meine, mein Leben fängt doch erst an! Ich bin 18 Jahre alt, gehe zur Schule, wohne bei meinen Eltern, habe noch keinen Berufweg eingeschlagen und soll mich dafür entscheiden, mit diesem einen Menschen mein Leben zu verbringen? Das will ich nicht! Darüber habe ich auch mit ihm gesprochen.. Er war nicht begeistert davon, klar, aber er hat auch nichts weiter dazu gesagt..

    Man muss außerdem erwähnen, dass er mein erster Freund ist. Er ist aber nebenbei eigentlich ein so lieber Mensch, so führsorglich und liebevoll, zärtlich zu mir, dass mir ein Trennungsgedanke verdammt weh tut... Ich kann ihm alles erzählen und weiß, dass ich bei ihm immer willkommen bin.

    Ich bin so völlig verwirrt, denn ich habe das Gefühl, dass ich nur das liebe, was er sein KÖNNTE, aber nicht, was er ist.. Er ist zwar schon fast ein Asozialer, aber trotzdem hätte er eine ehrlichere Liebe verdient. Wobei ich da ja nicht mal sicher bin......
    Ich kann mir im Moment weder ein Leben mit ihm, noch ein Leben ohne ihn vorstellen und versuche jetzt schon seit einiger Zeit, einen klaren Kopf zu bekommen, was ich einfach nicht schaffe... Spätestens, wenn ich in diese braun-grünen Augen sehe, die mich so liebevoll ansehen und mich diese großen zärtlichen Hände berühren, kann ich einfach nicht anders, als ihn zu lieben..
    Aber wenn ich dann nicht bei ihm bin, überdenke ich seine Situation, unsere Situation.. Seine Probleme werden meine und ich kann's nicht lassen, nach Möglichkeiten für ihn zu suchen. Das frustriert mich. Und dass ich ihm im Endeffekt ohnehin nicht helfen kann, noch mehr...

    Klar kann mir so eine Entscheidung niemand abnehmen, aber ein paar objektive Meinungen dazu wären toll...
    (Boah, ich könnt heulen..)
     
    #1
    Loomis, 23 August 2005
  2. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Schon 13 Hits und keine Antwort... Mögt ihr nicht oder könnt ihr nicht?
    Aber naja, das Ausheulen war schon mal was.

    Cheerio
     
    #2
    Loomis, 23 August 2005
  3. User 12216
    Sehr bekannt hier
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    kann deine bedenken schon verstehn!könnt auch nich mit jemanden zusammensein der einfach so in den tag hineinlebt und auch keine anstalten macht das zu ändern!

    und wenn dazu noch fehlende gemeinsame interessen kommen dann fehlt ein großteil einer beziehungsgrundlage!und mit 18 bist ja noch wirklich jung!
     
    #3
    User 12216, 23 August 2005
  4. Rainbow_girl
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hm, du siehst wohl selbst keine Zukunft mit ihm, oder?
    Wenn ich lese was du geschrieben hast, sehe ich eigentlich auch keine für euch.
    Ich würde mich vielleicht nicht gleich von ihm trennen - du schreibst ja, dass du ihn liebst, wenn du in seine Augen blickst - aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass ihr eine Beziehung für die Ewigkeit habt.
    ...Just my thoughts...Natürlich keine Garantie für gar nix.
     
    #4
    Rainbow_girl, 23 August 2005
  5. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Vielen Dank einfach für eure Meinung...

    Nein, auf Dauer sehe ich keine Zukunft - schon gar nicht im Sinne einer Heirat oder dergleichen. Aber das habe ich ja frühzeitig geklärt..
    Er hat natürlich bemerkt, wenn auch eher unterbewusst, dass ich mich von ihm entferne und reagiert damit, dass er mich noch fester halten will.

    Der Gedanke, mich von ihm zu trennen tut mir einfach noch zu weh, aber das zusammensein tut im Moment auch nicht besser.. :geknickt:

    Cheerio
     
    #5
    Loomis, 23 August 2005
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    hm, was du über ihn schreibst, klingt nicht wirklich nach liebe. er hat sich und sein leben nicht im griff. meinst du, er wird das in angriff nehmen? was ändern? aktiv werden?

    oder faul und bequem bleiben? kann sein, dass er dich dann auch lähmt. das wär schade.

    verlass ihn nicht, um mit "besseren" zusammenzusein - wenn du ihn verlässt, dann weil ihr nicht zusammenpasst. ihr habt nix gemeinsam, was du an ihm magst, ist seine liebe und fürsorgliche art...naja, lieb und fürsorglich ist ja schön, aber das ist ein freundlicher nachbar ggf. auch...

    mein freund ist beruflich nicht so wirklich supertoll, da er sein studium nie abgeschlossen hat. aber das ist für mich nicht wirklich ein problem. ich bin auch nicht da, wo ich sein könnte. er liebt mich nicht für meine "leistung", sondern für das, was ich BIN. er ist stolz, wenn ich was leiste, klar, und freut sich über erfolge. ähnlich isses bei mir: ich freu mich, wenn er ein schwieriges projekt packt und herausforderungen bewältigt.

    aber seine berufliche situation ist für mich nur nebenbei, was IHN ausmacht, ist anderes.

    nur...bei euch ist es ja verfahrener. er kriegt ja nicht einmal seinen alltag auf die reihe. fast schon asozial, sagst du...

    nun, bevor du dich mit grade mal 18 verlobst mit einem, für den du zwar zuneigung empfindest, aber an dem du auch sehr sehr zweifelst, würd ich mal klartext mit ihm reden. sag ihm, was dich stört, in aller deutlichkeit, und dass du nahe vor einer trennung stehst.

    wenn es wirklich nur "er ist so lieb, ich will ihm das nicht zumuten"-gründe sind, die dich bei ihm bleiben lassen, dann halte ich eine trennung für ehrlicher.

    du schreibst, du siehst auf dauer keine zukunft mit ihm. worauf wartest du dann noch?

    was heißt, es tut dir "einfach noch zu weh"? meinste, das sieht in einigen wochen anders aus? er will dich festhalten - meinste, das ändert sich? ich schätze, wenn du eh keine zukunft mit ihm siehst, ist es besser, schnellstmöglich die trennung über die bühne zu bringen, worauf wartest du denn?
     
    #6
    User 20976, 24 August 2005
  7. Sternschnuppe_x
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    Hey Loomis,
    von mir bekommst du eine Antwort. :smile:

    Und ja, ich weiß genau, wie du dich gerade fühlst. Denn so ging's mir vor mittlerweile fast zwei Jahren auch.

    Es war nicht ganz so extrem wie bei dir, mein Ex (ja, EX!) war nicht arbeitslos oder faul oder ungepflegt. Aber es waren ähnliche Gefühle. Er hatte einen Job (hat den immer noch :zwinker:), aber eben als "Arbeiter" im Schichtdienst. Er hatte keinen Ehrgeiz, irgendwie "mehr" aus seinem Leben zu machen. Ja, er hat schon Geld verdient und auch gespart, aber es war eben so, daß er sonst mit ziemlich wenig zufrieden war.

    Es war ok, wenn er nach der Arbeit Feierabend hatte und fernsehen konnte, wenn er seinen Sport hatte, das hat irgendwie gereicht. Er hat sich nicht für Politik interessiert, null. Tagesschau? Das ist doch eh alles weit weg und geht mich nichts an! Er hatte keinen Ehrgeiz, irgendwie mal beruflich weiterzukommen, sich weiterzubilden.

    Ich bin mit 17 mit ihm zusammengekommen, da war er 22. Wir haben uns ja gut verstanden, so im "Alltagsleben" war das lange nicht so auffällig, daß wir uns nach und nach auseinanderentwickelt haben. Aber es ist passiert, denn er war mit 22 schon erwachsen, hatte Ausbildung fertig und seinen Job, war schon ziemlich fertig in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Bei mir war das eben anders.

    Ich hab mich sehr verändert in den 3 Jahren, wo wir zusammen waren. Der große "Bruch" kam dann, nachdem ich mein Abi gemacht hatte und angefangen hab, Jura zu studieren. Ich hatte plötzlich das Gefühl, ich hab noch so viele Möglichkeiten, stehe noch so am Anfang meines "Erwachsenenlebens". Hab viele interessante Leute kennengelernt, das war an der Uni alles so anders. Leute, die ganz selbstverständlich mit der FAZ unterm Arm in die Vorlesung kommen. Die es nicht irgendwie "uncool" finden, ehrgeizig zu sein und was erreichen zu wollen. Leute aus anderen Ländern. Die Möglichkeit, für ein Semester ins Ausland zu gehen, neue Sprachen zu lernen.

    Das war für mich wie eine völlig neue Welt, und damit kam er nicht klar. Meine Welt war plötzlich größer als seine. Und wir haben uns immer öfter gestritten. Er hätte am liebsten schon Hochzeit und Kinder mit mir geplant, für ihn war das alles ganz klar und einfach. Für mich nicht. Ich hab gespürt, daß mir das irgendwie alles nicht mehr genug ist, mir nicht mehr reicht. Ich hab irgendwie lange gehofft, daß er sich auch noch irgendwie weiterentwickelt. Weil ich denke, in ihm würde schon noch mehr stecken. Ich habe gehofft, wir könnten uns vielleicht ZUSAMMEN weiterentwickeln. Aber na ja. Irgendwann wurde mir klar, daß das nur Wunschdenken war. Daß ich ihn nicht zu etwas machen konnte, was er eigentlich nicht ist.

    Ich hab mich von ihm getrennt. Und das war richtig schlimm. Möchte diese Zeit auch nicht mehr erleben, versuche mich auch nach Möglichkeit nicht mehr daran zu erinnern. Aber es war richtig. Und ich bin heute noch froh und auch irgendwie stolz darauf, daß ich diesen Schritt gemacht habe. Denn das ist schwer nach so langer Zeit. Gerade, wenn der andere sozusagen (langfristig) schon die Hochzeit plant.

    Ich denke, an diesem Punkt bist du jetzt auch gerade angelangt. Ich kenne das Gefühl. Irgendwie hat man Schuldgefühle, weil man denkt: "Das hat er doch nicht verdient, er kann doch nichts dafür, daß er so ist". Und man fühlt sich irgendwie auch "verpflichtet", weil man schon lange zusammen ist. Man kann sich ein Leben ohne den anderen gar nicht mehr so richtig vorstellen, hat vielleicht auch ein bißchen Angst, plötzlich "alleine" zu sein. Gleichzeitig sieht man andere, die irgendwie "besser passen" würden. Findet vielleicht auch einen anderen interessant. Obwohl man das eigentlich nicht "dürfte", aber wie soll man das verhindern? Man will den anderen auch nicht "im Stich lassen", fühlt sich auch in der Hinsicht verpflichtet, fühlt sich verantwortlich.

    Du mußt selbst entscheiden, was du willst. Aber einige Sätze sind mir richtig aufgefallen in deinem Text:

    "Man muss dazu sagen, dass mein Freund und ich so gut wie keine gemeinsamen Interessen haben."
    "Ich meine, mein Leben fängt doch erst an!"
    "ich habe das Gefühl, dass ich nur das liebe, was er sein KÖNNTE, aber nicht, was er ist.. "

    und das deutlichste:
    "Seine Probleme werden meine und ich kann's nicht lassen, nach Möglichkeiten für ihn zu suchen."

    Besonders das kenne ich auch. Nicht in Sachen Job, aber bei anderen Dingen. Ich habe jetzt, in meiner neuen Beziehung, erst gespürt, wie "entspannend" das ist, einen Partner zu haben, der ganz bewußt sagt: "Ich frage dich nach deiner Meinung, wenn es um wichtige Entscheidungen in meinem Leben geht. Aber ich entscheide selbst. Du kannst und sollst mir keine Entscheidung abnehmen, ich weiß selbst, was gut für mich ist und bin selbst für mein Leben verantwortlich. Es ist schön, wenn du hinter mir stehst, aber du mußt nicht für mich entscheiden". Das war für mich ein völlig neues Gefühl. Und es tat gut. Denn nach meiner letzten Beziehung war mir klar, daß ich einen Freund möchte, der sein Leben selbst in die Hand nimmt. Keinen, der mich ausschließt aus seinem Leben. Aber auch keinen, für den ich das "Kindermädchen" bin.

    Du darfst nicht seine Probleme zu deinen werden lassen. Ich weiß, das ist leicht gesagt. Aber er ist ein erwachsener Mensch und selbst verantwortlich für sein Leben. Ich weiß auch, daß man da irgendwie ein schlechtes Gewissen bekommt. Gerade, wenn man sich sagt: "Na ja, NOCH sind wir ja nicht SO "fest" zusammen, sind nicht verheiratet, haben keine Kinder zusammen, wohnen nicht zusammen, "komme ich ja nochmal raus" im Zweifelsfall". Aber letztendlich ist es so. Und dein Fall klingt wirklich ziemlich extrem. Überleg dir, ob du mit diesem Mann den Rest deines Lebens verbringen könntest. Stell es dir vor, in allen Einzelheiten. Natürlich muß man das nicht von Anfang an sagen können. Aber in dem Moment, wo man spürt: "DER ist es NICHT, mit dem ich mein Leben verbringen möchte", sollte die Sache klar sein...

    Hoffe, ich konnte dir helfen...

    Sternschnuppe
     
    #7
    Sternschnuppe_x, 24 August 2005
  8. Loomis
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    in einer Beziehung
    Ich weiß nicht, worauf ich warte.. Wahrscheinlich darauf, dass es mir leichter wird, einen Schlussstrich zu ziehen.. Ich warte, dass er mich so nervt und belastet, dass ich dann sagen kann "Gott sei Dank, dass ich ihn los bin".

    Er will in Angriff nehmen, sein Leben auzuräumen. (Dass er finanziell die nächsten Jahre "tot" sein wird, ist klar und auf die Schnelle nicht zu ändern).
    Es fängt auch schon an, kann sein, dass ich zu ungeduldig bin..

    Ich will mich nicht trennen, weil ich einen "Besseren" gefunden habe, (habe ich nämlich nicht), sondern einfach, weil ich das Gefühl habe, dass es nun doch nicht passt.
    Zu der Verlobung muss man sagen, dass nicht "wir uns verlobt haben" sondern, dass ich "verlobt worden bin". Ich wollte es nicht und habe es nicht als solche gesehen, was ich ihm auch gesagt habe.

    Cheerio
     
    #8
    Loomis, 24 August 2005
  9. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    an sternschnuppes geschichte hatte ich vorhin auch denken müssen... *sternschnuppe.grüß* ;-)

    hm, aber dann wirst du allen respekt vor ihm verloren haben. muss das sein? dann wirst du im nachhinein wohl auch denken "warum nur nicht früher?" und die zeit mit ihm (die letzten wochen) eventuell als zeitverschwendung ansehen...muss das sein?

    lieber jetzt, wo du ihn noch magst und lieb und fürsorglich findest, fair sein und JETZT trennen, weil du WEISST, dass es keine zukunft gibt.


    will er oder tut er?
    und: meinste, dann ändert sich was, was eure völlig divergierenden interessen angeht? ihr habt dann immer noch nix gemeinsam. denn das ist ja das, was ich fast noch befremdlicher finde...ihr seid zusammen, obwohl ihr nicht zusammenpasst.

    nur sex kanns ja wohl nicht sein, oder?

    was hast du an ihm geliebt? und wann merktest du das erste mal, dass ihr nicht wirklich eine zukunft habt und eure zeit miteinander begrenzt ist?

    das mit dem besseren wollte ich dir auch nicht unterstellen, nur als "warnhinweis" - denn es kann schon sein, dass du dich mit deinen kollegen so gut verstehst, dass da ne verliebtheit entsteht. und das wär blöd. dann lieber jetzt, wo du einfach aus gründen zwischen dir und deinem freund entscheidest, klare verhältnisse schaffen.

    ja, und das scheint sehr sehr deutlich. schon jetzt. also finde den absprung. du kannst JETZT noch mit ihm kontakt pflegen, wenn du das willst, denn noch hast du nicht das "gottseidankbinichihnlos"-syndrom. noch ist er dir als mensch wichtig. ja, deswegen willste auch nicht "fies" sein und ihm schmerzen zufügen. aber: dir ist ja klar, dass das mit euch nix für die zukunft ist. also verschieb die trennung nicht auf die zukunft, sondern zieh sie durch, in der GEGENWART...

    tja, und dass er nicht fragte, sondern tatsachen herstellte, zeigt ja, dass er wohl merkt, dass du dich entfernst. einfach, weil du gerade ein "mensch im aufbruch" bist. er steckt dagegen fest.

    er hat sich verzettelt - aber damit muss vor allem er klarkommen. er hätte ja in den letzten jahren was unternehmen KÖNNEN....hat er nicht. und selbst wenn er auf einmal alles in den griff bekommt, bleibt die frage, ob ihr dann zusammen passt.

    siehe oben: eine trennung JETZT halte ich für ehrlicher.

    du bist mit ihm, so wirkt es jedenfalls, eher aus mitleid zusammen und nicht aus liebe. und ein klein bisschen "feigheit" spielt auch rein, nämlich angst vor der entscheidung. bzw. vor der umsetzung der entscheidung.
     
    #9
    User 20976, 24 August 2005
  10. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Klar ist eine Menge Feigheit dabei und ich schäme mich dafür...
    Jetzt kommt noch ein kleines unbedeutendes Problem hinzu: Wir sind beide verbindlich für einen Wochenendausflug angemeldet, dieses Wochenende. Ich kann nicht mehr abspringen, aber ich mag auch nicht mit ihm morgen sprechen und dann das Wochenende mit ihm verbringen...
    Eine gewisse Zeit des Mut-Sammelns muss noch sein, aber ich werde es nicht mehr lange hinauszögern....
    (Ich heule wie ein Schlosshund.. Und morgen seh ich aus wie ein Zombie...)
     
    #10
    Loomis, 24 August 2005
  11. Sternschnuppe_x
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    Ein bißchen Feigheit ist normal. Einfach so "kaltblütig" schlußmachen können wohl die wenigsten. Und die, die es können, denen liegt an diesem Menschen wohl überhaupt nichts mehr.

    Ich weiß, wie schwer das ist. Ich hab's wohl auch nur deshalb in genau diesem Moment geschafft, weil wir uns so gestritten haben, daß ich keine Wahl hatte. Es war Silvester (ich weiß, der dümmste Zeitpunkt überhaupt, aber es war eben so), wir hatten uns den ganzen Abend schon total gezofft, dann ist es eskaliert. Und ich hatte die Wahl zwischen: "Ok, wir versöhnen uns, auf ein weiteres schönes Jahr zusammen" oder eben dem Schlußstrich. Ersteres wäre keine Lösung gewesen, und noch dazu so RICHTIG unehrlich.

    Na ja, ich bin nicht gerade stolz auf diesen Tag. Wahrscheinlich hätte man das auch irgendwie... anders, schonender sagen können. Aber es ist eben so passiert. Und verletzt hätte es ihn so oder so. Andererseits - es wird ja nicht leichter, wenn du länger wartest. Irgendwann muß es wohl so oder so sein, und den "passenden" Zeitpunkt gibt es glaube ich nicht.

    Ich wünsche dir, daß du herausfindest, was du willst (bzw. es dir selbst eingestehst). Und daß du den Mut findest, es umzusetzen! Ich weiß, es kostet Überwindung (mir war vorher/währenddessen/danach eine Woche lang so richtig kotzübel...). Aber glaub mir, danach geht's auch wieder aufwärts! Und heute, gut anderthalb Jahre später, bin ich froh, damals den Schritt gewagt zu haben. Mit meinem Ex hab ich übrigens immer noch (eher wenig, aber immerhin) Kontakt, sind ja immer noch im selben Verein. Es war schwierig, aber seit letzter Woche hab ich das Gefühl, wir können vielleicht doch "im Guten" in Kontakt bleiben.

    Sternschnuppe
     
    #11
    Sternschnuppe_x, 24 August 2005
  12. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    warum kannste nicht abspringen? sinds kosten? kann wer anders für dich den "startplatz" übernehmen? ist doch erst mittwoch (mittlerweile). was ist das für ein rahmen, wer veranstaltet das? für so menschliche gründe hat man doch durchaus verständnis...

    auf friedefreudeeierkuchen zu machen ein ganzes wochenende lang halt ich für schwierig bis überflüssig. also entscheide dich, ggf. mit vorwand, dass du krank bist. wobei es ehrlicher ihm gegenüber wäre, wenn du sagst, dass du nicht mitwillst.

    heulen ist in so einer phase normal. als ich mich zur trennung entschloss, die sehr zivil ablief, hab ich auch viel geheult. mein exfreund auch. gründe waren anders - aber es war auch so, dass keine zukunft als paar mehr da war, keine gemeinsame perspektive.
    das schmerzt! und wie!

    übel war mir nicht direkt...aber ich habe sehr viel geweint.

    auch die feigheit ist normal, wie sternschnuppe schon sagt. wir können dich "schubsen", wenn du das willst. im kopp hast du ihm schon "gekündigt"...setz das in den nächsten tagen um, dann beginnt ein neuer abschnitt. scheint wirklich, als sei das die beste entscheidung.
     
    #12
    User 20976, 24 August 2005
  13. Loomis
    Loomis (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ich schätze, ich werd auch ganz einfach nicht mitfahren...
    Es kostet 10 €, das "Problem" ist angeblich nur, "man sei jetzt mit so und so vielen Leuten eingeplant da" blabla... Aber ich halt's das Wochenende nicht mehr durch. Das schaffe ich nicht..
    Morgen sehe ich ihn.. Mal hoffen, dass ich genug Kraft dazu finde......
    Danke für die ganzen Posts, das hilft auf jeden Fall..
     
    #13
    Loomis, 24 August 2005
  14. TomK
    TomK (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Bist Du nicht die Sternschnuppe, die sich in den AB-Foren als unerfahren verkauft hat?
     
    #14
    TomK, 24 August 2005
  15. Loomis
    Loomis (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Tja, wäre die Entscheidung also getroffen.. Fehlt nur noch der optmiale Lösungsweg, ihm das zu sagen.. Er betont immer wieder, dass ich alles für ihn bin, seine kleine Familie, dass er mich nicht mehr hergeben mag, etc.... Gott, das wird grausig........... :geknickt: :kotz: :geknickt:
     
    #15
    Loomis, 24 August 2005
  16. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    *daumendrück*

    das packste. du hast dich entschieden...besser nicht auf diskussionen einlassen, wenns geht. ggf. schreib einen brief.

    er scheint ja schon etwas besessen zu sein von dir...nicht gut. klar wird das hart für ihn. aber du weißt ja, dass du NICHT sein ein und alles bist, es keine kleine familie gibt und du deinen weg gehen wirst. das ist richtig.

    kopp hoch und los, du machst das schon.
     
    #16
    User 20976, 24 August 2005
  17. User 37900
    User 37900 (32)
    Teammitglied im Ruhestand
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    145
    vergeben und glücklich
    Liebe Loomis,

    mir kommt deine "Geschichte" oder besser gesagt Gegenwart/derzeitige Situation sehr sehr bekannt vor.

    Ich erzähl dir mal meine kleine Story, vllt. hilft sie dir ja, den richtigen Weg zu finden, ihm deine Entscheidung mitzuteilen.

    Also:

    Mit meinem Ex bin ich im Oktober 2003 zusammen gekommen. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, hat er mich von Anfang an belogen. Er sagte mir, er hätte Arbeit, dabei war er arbeitslos.

    Er behauptete auch immer wieder, er hätte sein Leben im Griff und keinerlei Probleme.

    Ich mochte noch nie angelogen zu werden, warum ich ihm das verziehen kapier ich bis heute nicht!

    Jedenfalls ist er dann fast zu mir gezogen, ich fand raus das er Schulden von circa 20.000 Euro hat, keine eigene Wohnung, nur bei Freunden unterkam.

    Ich war damals in der Ausbildung und verdiente so um die 350 Euro. Davon haben wir zu zweit den ganzen Monat von gelebt. Ich habe noch nie einen unvernünftigeren Menschen getroffen. Er hat nix zum Haushaltsgeld beigesteuert, wollte unmögliche Sachen und beteuerte mir immer wieder, dass er von dem Arbeitslosengeld seine Schulden abbezahlen würde. Im nachhinein hatte ich auch festgestellt, dass er auch dies nicht getan hatte. Wir sind dann zusammen gezogen. Er hatte für fünf Monate Arbeit, kaufte allen unmöglichen Scheiß und es flatterte ein Brief vom Gerichtsvollzieher nach dem anderen ins Haus. :angryfire Ich war so wütend auf ihn, hatte ich doch auch manchmal Raten für ihn übernommen. Und was machte er? Er kaufte sich nen Computer, die Raten dafür musste ich zahlen. Er machte auf nen ausgedachten Namen nen Handyvertrag, wohlwissend, dass er aufgrund der Schufaeinträge keinen bekommen würde. Den Vertrag hab ich, so gutmütig wie ich war, auch übernommen.

    Irgendwann wusste ich nicht mehr ein noch aus. Ich hab mir nur noch Gedanken gemacht, wie ich ihm helfen kann, wie er vernünftig und erwachsen werden kann.

    Er sagte immer zu mir: "Ich muss meine Kindheit nachholen, weil ich keine hatte." Dabei war er schon 27! :geknickt:

    Sobald er richtig zu mir gezogen war, hat er angefangen jede Woche sich zu betrinken, hat mir die Schuld dafür gegeben. Ich mag gar nicht mehr dran denken, wie schlimm die Zeit für mich war und ich konnte mit keinem darüber reden. Ich hatte echt niemanden.

    Irgendwann, nachdem ich auch krank wurde aufgrund der Probleme, projizierte ich meine ganze Wut über die Situation, in de ich mittlerweile steckte, auf ihn und auf einmal fiel es mir ganz leicht Schluss zu machen.

    Ich dachte auch immer: Er gibt mir liebe, ist lieb und fürsorglich zu mir.

    Aber aus der Situation konnten mich diese zwei Eigenschaften auch nicht retten. Mir blieb also nur noch ein Ausweg: die Beziehung beenden.

    Das hab ich auch getan, erst mit schwerem Herzen und dann, als ich es hinter mich gebracht hatte, als es raus war, war ich richtig froh und erleichtert und endlich konnte ich auch über alles reden mit meinen Eltern, Freunden, einfach allen.

    Ich bin heute noch so froh, dass ich schluss gemacht habe und frage mich nur noch, warum ich dies nicht schon eher geschafft habe.

    Liebe Grüße

    Apfelbäckchen, die wieder ganz aufgewühlt wurde von der Vergangenheit
     
    #17
    User 37900, 24 August 2005
  18. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Off-Topic:
    *ähm* NEIN?! :ratlos:
    Ja, ich hatte mal in AB-Foren gepostet, weiß aber nichtmal mehr, unter welchem Nick. Weil ich dachte, daß Leute, die in derselben Situation sind wie mein damals-noch-nicht-Freund, sein Verhalten vielleicht besser als ich nachvollziehen und mir helfen könnten. Denn ER war der Unerfahrene, nicht ich. Hast dich wohl falsch erinnert.
    Übrigens hat mir dort auch keiner weitergeholfen. Da wollten mir eher alle einreden, mein Freund hätte einen psychischen Knacks (weil mit 28 noch keine Freundin), bloß weil einige von ihnen anscheinend selbst einen hatten. Hatte das Gefühl, in diesen Foren sind teilweise richtige "Freaks"... aber na ja.


    Sorry für OT... wollte das nur klarstellen.

    Sternschnuppe
     
    #18
    Sternschnuppe_x, 24 August 2005
  19. Loomis
    Loomis (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Tja, liebe Leute...

    Die halbe Nacht nicht geschlafen und haufenweise Tränen heruntergeschluckt. Heute bin ich dann hin zu ihm und habe ihm meinen Standpunkt geschildert und dass ich mit ihm nicht weitermachen kann.

    Ich sage euch, so aufgelöst und verzweifelt habe ich ihn noch nie gesehen... Er hat geheult, auf dem Fußboden gekniet, mich quasi angefleht ihn nicht zu verlassen... Ich bin hart geblieben, es ist beim Aus geblieben. Es dauerte lange bis aus "Bitte, nein, bleib bei mir", "du wirst mir fehlen", wurde.
    Ich werde ihn nicht aus meinem Leben streichen können - will ich auch gar nicht, dazu ist er mir als Mensch immer noch zu wichtig.

    Danke auf jeden Fall für die Stützen hier, das hat geholfen.. Es tut höllisch weh, auch mir, aber ich weiß, dass es so am besten ist... Ich denke, als Freundin werde ich ihm leichter helfen können, als als Partnerin. Auch er will nicht den Kontakt abreißen lassen, worüber ich mich freue, weil es keine Selbstverständlichkeit ist. Er wird mir noch eine ganze Weile tierisch fehlen, aber Zeit heilt alle Wunden, oder?

    Ich hoffe, ich muss so etwas nie wieder tun.

    Cheerio
     
    #19
    Loomis, 24 August 2005
  20. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    2
    Single
    Hey Loomis,
    dieser Beitrag hätte von mir sein können. :rolleyes2 Grade beim Lesen kamen wieder Erinnerungen hoch...
    Und ja, obwohl ich heute wieder in einer neuen, wirklich glücklichen Beziehung bin, hab ich manchmal Angst, daß ich irgendwann wieder jemanden so verletzen werden müsse... Ich hoffe auch, daß ich das nicht nochmal durchmachen muß.

    Andererseits - das Leben geht weiter. Für ihn, aber auch für dich. Und es wird auch wieder besser werden - für euch beide. Du kannst stolz darauf sein, daß du "hart" geblieben bist. Ich weiß, wie groß die Versuchung ist, einfach zu sagen: "Tut mir leid, ich hab's nicht wirklich so gemeint, ich liebe dich noch, komm, wir versuchen's nochmal". Aber das würde ja auch nichts bringen.

    Also: Kopf hoch! Den schlimmsten/schwierigsten Schritt hast du geschafft... :knuddel:

    Sternschnuppe
     
    #20
    Sternschnuppe_x, 25 August 2005

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