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Verbotene Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von sadtear, 18 November 2006.

  1. sadtear
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    Als Philip und ich allein waren, fragte er, warum ich so still sei. „Ich bin verliebt.“ antwortete ich ohne ihn dabei anzusehen. Doch obwohl ich ihn nicht ansah und auch ohne es zu erwähnen, wusste er genau, dass ich ihn meinte. „Mir geht es genauso, aber das mit uns wird nicht funktionieren. Du bist die Exfreundin meines Cousins und du bist immer noch seine große Liebe. Wenn wir beide jetzt... ich glaub’ nicht, dass Marc...“
    „Ich weiß!“ rief ich, „aber was soll ich denn machen. Glaub mir, ich hab’ mir das bestimmt nicht ausgesucht. Aber irgendwie ist immer so ein gewisses Prickeln zwischen uns, wenn wir uns begegnen oder nicht?“
    Er schwieg.
    „Ja, okay, ist gut, ich hab’ verstanden. Wahrscheinlich hab’ ich mir das alles nur eingebildet und es war nie etwas zwischen uns. Ich glaub’ ich geh jetzt besser, bevor ich mich noch um Kopf und Kragen rede. Es ... ich bin bei den anderen.“ sagte ich mit zitternder Stimme und wollte gerade gehen.
    „Franziska, bitte bleib!“ flehte er und hielt ihre Hand. Fragend sah ich ihn an. „Du hast Recht, da ist etwas. Es gab diese innigen Momente zwischen uns und mir geht es doch genauso wie dir, aber...“
    Wieder hatte er diesen durchdringenden Blick, der meine Knie jedes Mal butterweich werden ließ. Dieser Blick, der tief in meine Seele schaute. Philips Hände wanderten langsam zu meinem Gesicht und streichelten sanft über meine Wangen. Ich schloss die Augen und genoss seine Zärtlichkeiten. Er rückte noch näher an mich heran und sah auf meine Lippen. „Ich weiß, dass ich das eigentlich nicht tun darf, aber ich kann nicht anders.“ flüsterte er und näherte sich mir noch mehr. Ich blieb ganz ruhig sitzen und wusste nicht, was ich jetzt sagen sollte. Philip neigte seinen Kopf etwas nach rechts und näherte sich langsam meinen Lippen. Eigentlich hätte ich jetzt gehen müssen, zurück zu meinen Freundinnen, mit denen ich hier war und mit denen ich eigentlich jetzt den Abend verbringen sollte, aber ich konnte nicht – nein, ich wollte es nicht. Ich wollte Philip jetzt küssen, genauso wie er es wollte. Und dann berührten sich unsere Lippen. Es war wie ein Funken, der erneut zwischen uns entsprang und es prickelte gewaltig.
    Als der erste Kuss vorbei war, wartete Philip einen kurzen Moment lang. Dann küsste er mich wieder, diesmal bestimmender. Unsere Lippen trafen ein drittes und viertes Mal aufeinander und es wurde immer leidenschaftlicher, bis er schließlich langsam meinen Mund mit seinem öffnete und seine Zunge in ihn gleiten ließ. Als unsere Zungen sich berührten, drehte sich mein Magen plötzlich: da waren sie wieder, die Schmetterlinge, die so ein Kribbeln in meinem Bauch verursachten. Ich konnte machen was ich wollte, aber jedes Mal, wenn ich Philip sah oder auch nur in seiner Nähe war, zog er mich aufs Neue in seinen Bann.
    Ich hab noch nie einen Kuss als so schön empfunden, war dabei noch nie so glücklich, hatte noch nie so lange sehnsüchtigst auf diesen Moment gewartet. Der Kuss, von dem ich schon immer geträumt hatte, nun war er da und es war einfach traumhaft. Wie süß seine Lippen schmeckten und wie gut er küssen konnte! Mir war als würde ich zwischen Himmel und Erde schweben.
    Als ich aufschaute, blickte ich direkt in seine wunderschönen, blaugrauen Augen.
    „Wow, das hätte ich schon viel früher machen sollen.“ sagte er verliebt lächelnd und strich mir sanft eine Strähne aus dem Gesicht.
    „Ja, das hättest du wirklich.“ erwiderte ich mit einem Lächeln und küsste ihn noch einmal zärtlich auf den Mund. „Ich geh’ jetzt besser wieder zu meinen Mädels zurück, die fragen sich sicher schon, wo ich bleibe.“
    „Okay. Ich geh’ auch wieder zu den andern, aber es ist besser, wenn wir beide getrennte Wege gehen. Ich will nicht, dass die andern uns zusammen sehen.“
    „Klar. Na dann, noch viel Spaß.“ Sagte ich und ging wieder zu meinen Freundinnen, auch wenn es mir sehr schwer fiel, ihn jetzt gehen zu lassen.
    „Hey wo warst du denn so lange, du warst ja fast ne halbe Stunde weg!“ fragten mich meine Freundinnen dann auch gleich neugierig.
    „Ehm, ja.. ich hab’ ne alte Freundin von mir getroffen und wir haben uns ein wenig verquatscht.“ log ich.
    „Na dafür , dass das nur eine Freundin war, strahlst du aber. Ist sonst noch was pssiert, was wir wissen sollten?“ bemerkte meine Freundin Anna neugierig.
    „Es ist nichts, ehrlich ich bin einfach nur gut drauf. So und jetzt lasst uns tanzen.“

    Immer wieder warfen Philip und ich uns heimliche Blicke zu, denn wir saßen nur ein paar Meter voneinander getrennt. Zu gerne wäre ich jetzt zu ihm hingegangen, aber die andern durften ja noch nichts davon wissen.
    Doch lange schien auch Philip diese Trennung nicht auszuhalten. denn als meine Freundinnen für einen kurzen Moment abgelenkt waren, schlich er sich von hinten an mich heran, ergriff meine Hand und verschwand mit mir in einer dunklen, abgelegenen Nische, in der uns niemand sehen konnte. Dort küsste er mich leidenschaftlich. Ich konnte machen, was ich wollte, ein Kuss von ihm und ich vergaß alles um mich herum. Es war einfach unbeschreiblich. Sekunden des Glücks. Mein Herz schlug immer schneller, das Adrenalin schoss mir durch den ganzen Körper, ich hatte überall Gänsehaut. Ich fror und mir war heiß zugleich. Ich wünschte mir, dass dieser Moment niemals enden würde und wir für immer hier, genau an diesem Ort bleiben könnten.
    Philip strich mir sanft über die Wange, küsste meine Stirn und mich überfiel das glückliche Gefühl der Geborgenheit. Verliebt sah er mich an und flüsterte:
    „Ich liebe dich.“
    „Was?“ fragte ich überrascht. Natürlich hatte ich verstanden, was er gerade eben gesagt hatte, doch ich konnte es irgendwie nicht glauben.
    „Ja, ich liebe dich. Ich liebe dich über alles, ich würde mein Leben für dich geben und jeder Tag an dem ich dich nicht sehe, ist ein verlorener Tag. Ich hab lange gebraucht, um das zu kapieren, aber jetzt bin ich mir ganz sicher. Ich weiß, dass mein Cousin mich dafür umbringen wird, wenn er das von uns beiden erfährt, aber das ist mir jetzt egal. Ich will mit dir zusammen sein, was auch immer ich dafür tun muss.“ Ich war so gerührt von diesem romantischen Liebesgeständnis, dass ich den Tränen nahe war. Ich wusste auch nicht, was ich darauf sagen sollte – in dem Moment hatte ich auch so einen Kloß im Hals, dass ich gar nichts dagegen konnte. Ich legte meinen Finger auf seine Lippen und küsste ihn zärtlich auf den Mund. Ich spürte, wie sehr er den Kuss genoss und wollte ihn am Liebsten gar nicht mehr los lassen.
    Doch wie würde es nun mit unserer Liebe weitergehen? Wie würden die anderen darauf reagieren und vor allem – was würde Marc dazu sagen, dass ich nun mit seinem Cousin zusammen bin? Doch daran, wollte ich in dem Moment nicht denken. :kopfschue

    (Fortsetzung folgt)
     
    #1
    sadtear, 18 November 2006
  2. Mr. Keks Krümel
    Kurz vor Sperre
    2.700
    0
    2
    Single
    Bis jetzt sehr schön geschrieben :smile:
     
    #2
    Mr. Keks Krümel, 18 November 2006
  3. faust06
    Verbringt hier viel Zeit
    107
    101
    0
    nicht angegeben
    Wunderschöne Geschichte!
    Schön erzählt.
    Hoffentlich gibts eine schöne Fortsetzung...
     
    #3
    faust06, 20 November 2006
  4. ola_87
    Verbringt hier viel Zeit
    135
    101
    0
    nicht angegeben
    ...........
     
    #4
    ola_87, 20 November 2006

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